Wilson Kipketer
| Medaillenspiegel | ||
|---|---|---|
Wilson Kipketer beim Besuch der Olympischen Jugend-Sommerspiele 2010 in Singapur |
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| 800 m | ||
| Dänemark | ||
| Olympische Spiele | ||
| Silber | 2000 Sydney | 1:45,14 min |
| Bronze | 2004 Athen | 1:44,65 min |
| Weltmeisterschaften | ||
| Gold | 1995 Göteborg | 1:45,08 min |
| Gold | 1997 Athen | 1:43,38 min |
| Gold | 1999 Sevilla | 1:43,30 min |
| Europameisterschaften | ||
| Gold | 2002 München | 1:47,25 min |
| Hallenweltmeisterschaften | ||
| Gold | 1997 Paris | 1:42,67 min (WR) |
| Silber | 1999 Maebashi | 1:45,49 min |
| Silber | 2003 Birmingham | 1:45,87 min |
Wilson Kipketer (* 12. Dezember 1972[1] in Kapsabet) ist ein ehemaliger dänischer Mittelstreckenläufer kenianischer Herkunft, der im 800-Meter-Lauf dreimal in Folge Weltmeister wurde (1995 bis 1999) und die Hallenweltrekorde über 800 Meter und 1000 Meter hält (Stand: 2010). Von 1997 bis 2010 hielt er zudem den Weltrekord über 800 Meter im Freien.[2].
Inhaltsverzeichnis |
Leben [Bearbeiten]
Kipketer ist einer der besten 800-Meter-Läufer aller Zeiten. 1990 ging er nach Dänemark, um Elektrotechnik zu studieren. Er startete damals noch als Junior für Kenia (Junioren-Weltmeisterschaften 1990: Platz vier).
Bei Welt- und Europameisterschaften war Kipketer fortan einer der Favoriten. Seinen ersten Weltmeistertitel über 800 m gewann er bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1995 in Göteborg. Diesen Titel konnte er 1997 in Athen und 1999 in Sevilla erfolgreich verteidigen.
An den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta konnte er noch nicht teilnehmen, da er noch nicht die dänische Staatsbürgerschaft besaß und Kenia ihm die Teilnahme verweigerte. 1997 egalisierte er den Weltrekord von Sebastian Coe (1:41,73 min) und verbesserte ihn noch zweimal auf zunächst 1:41,24 min und später in Köln beim ASV-Meeting auf 1:41:11 min. In den Jahren 1996 und 1997 wurde er bei keinem Rennen geschlagen, und er gewann 28 Mal in Folge. Daraufhin wurde er zum Welt-Leichtathlet des Jahres, zu Europas Leichtathlet des Jahres, Europas Sportler des Jahres und Dänemarks Sportler des Jahres gewählt. Auch in der Hall of Fame des dänischen Sports ist er (seit 2008) vertreten. 1998 warf ihn eine Malaria-Erkrankung zurück.
Zu den Olympischen Spielen 2000 in Sydney - inzwischen als dänischer Staatsbürger - kam er als Favorit, er musste sich dann aber überraschend dem Deutschen Nils Schumann geschlagen geben. Ähnlich erging es ihm bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, wo er die Bronzemedaille gewann, obwohl er auch hier der Favorit war. Somit bleibt einer der herausragenden 800-Meter-Läufer ohne Olympiasieg.
Am 17. August 2005 gab er das Ende seiner Karriere bekannt, nachdem er schon bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki gefehlt hatte. Ursprünglich wollte er erst nach den Europameisterschaften 2006 in Göteborg seine Karriere beenden.
Kipketer lief während seiner Karriere die 800 m insgesamt 22 Mal unter 1:43 Minuten. Er ist neben David Rudisha der einzige Läufer, der mehrmals unter 1:42 Minuten blieb.
Wilson Kipketer hat bei einer Größe von 1,72 m ein Wettkampfgewicht von 62 kg.
Persönliche Bestzeiten [Bearbeiten]
- 400 m - 46,85 s
- 800 m - 1:41,11 min
- 1000 m - 2:16,29 min
- 1500 m - 3:42,80 min
- 1 Meile - 3:59,57 min
Weblinks [Bearbeiten]
- Wilson Kipketer auf Sports-Reference.com (englisch)
- Wilson Kipketer in der dänischen Sport-Ruhmeshalle
- Athletenporträt von Wilson Kipketer bei der IAAF (englisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ http://www.sportenshalloffame.dk/Default.aspx?ID=59 andere Quellen nennen fälschlicherweise 1970
- ↑ 800 Metres All Time. International Association of Athletics Federations (IAAF), abgerufen am 4. Mai 2010 (englisch).
1983: Willi Wülbeck | 1987: Billy Konchellah | 1991: Billy Konchellah | 1993: Paul Ruto | 1995: Wilson Kipketer | 1997: Wilson Kipketer | 1999: Wilson Kipketer | 2001: André Bucher | 2003: Djabir Saïd-Guerni | 2005: Rashid Ramzi | 2007: Alfred Kirwa Yego | 2009: Mbulaeni Mulaudzi | 2011: David Lekuta Rudisha
1934: Miklós Szabó | 1938: Rudolf Harbig | 1946: Rune Gustafsson | 1950: John Parlett | 1954: Lajos Szentgáli | 1958: Michael Rawson | 1962: Manfred Matuschewski | 1966: Manfred Matuschewski | 1969: Dieter Fromm | 1971: Jewgeni Arschanow | 1974: Luciano Sušanj | 1978: Olaf Beyer | 1982: Hans-Peter Ferner | 1986: Sebastian Coe | 1990: Tom McKean | 1994: Andrea Benvenuti | 1998: Nils Schumann | 2002: Wilson Kipketer | 2006: Bram Som | 2010: Marcin Lewandowski | 2012: Juri Borsakowski
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kipketer, Wilson |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Mittelstreckenläufer kenianischer Herkunft |
| GEBURTSDATUM | 12. Dezember 1972 |
| GEBURTSORT | Kapsabet, Kenia |