100 Dinge (Film)

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Filmdaten
Originaltitel100 Dinge
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2018
Länge111 Minuten
AltersfreigabeFSK 6[1]
Stab
RegieFlorian David Fitz
DrehbuchFlorian David Fitz
ProduktionDan Maag,
Daniel Sonnabend
MusikJosef Bach,
Arne Schumann
Chester Travis
KameraBernhard Jasper
SchnittDenis Bachter,
Ana de Mier y Ortuño
Besetzung

100 Dinge ist eine deutsche Filmkomödie mit Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer aus dem Jahr 2018. Die Dreharbeiten fanden von Ende Februar bis Anfang Mai 2018 in Mitteldeutschland, vor allem in Berlin, in Brandenburg und in Łeba (Polen) statt. Der Film ist seit 6. Dezember 2018 in den deutschen Kinos zu sehen.[2]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul und Toni sind Materialisten. Sie brauchen immer das Beste und Teuerste. Auf einer Firmenfeier wetten beide, dass sie ihr ganzes Hab und Gut in eine Lagerhalle wegschließen. Jeden Tag erhalten sie je einen Gegenstand zurück.[3][4]

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Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antje Wessels von Filmstarts befand, dass die Komödie „eine kreative Ausgangslage für ein Buddy-Movie, das sich wohltuend vom üblichen Beziehungskomödien-Einerlei abhebt“, biete: „Zwar gibt es auch in 100 Dinge eine Liebesgeschichte, ohne die der Film womöglich sogar noch einen Tick launiger geworden wäre, aber auch so“ begeisterten Fitz und Schweighöfer „in einem durch und durch charmanten Großstadtmärchen.“ Die Produktion sei gelungener als der gemeinsame Vorgänger Der geilste Tag und „weit davon entfernt, sich auf pubertären Klamauk der Marke Klassentreffen 1.0 zu beschränken“. Fitz beweise, „dass man Albernheiten auch fernab jedweder Primitivität inszenieren kann“. Das komödiantische Timing sitze, „die Gagdichte ist enorm. Als angenehme Komödie mit gelungenen Gags funktioniert 100 Dinge ganz hervorragend.“[5]

In ihrer Rezension für die Süddeutsche Zeitung schrieb Martina Knoben, dass 100 Dinge „als Klamauk-Maschine“ zwar „wie geschmiert“ laufe, jedoch „unrund wird, wenn es um die ganz großen Fragen geht“. Form und Botschaft gingen nicht wirklich zusammen und beantworteten „Fragen gewissermaßen mit Dackelblick. Die Konsumkritik, die er übt, präsentiert er in der süffigsten, konsumierbarsten Verpackung: lustig und bunt fotografiert, hip ausgestattet und mit prominenten Darstellern. Hannelore Elsner und Wolfgang Stumph spielen Pauls Eltern, Katharina Thalbach seine Oma; Maria Furtwängler glänzt in einem Kurzauftritt.“ Dass Fitz jedoch alles „andere als naiv mit seinem Stoff umgeht, belegen diverse Szenen“.[6]

Die Zeitschrift Cinema bezeichnete den Film in ihrer vorweihnachten Rezension als „passenden Film zum Kaufrausch vor dem Fest“ sowie „turbulente Komödie, die Unterhaltung mit konsumkritischen Gedanken verbindet“. Fitz' Regie sei „temporeich“ und biete „rasante Dialoge. Man muss als Zuschauer schon aufpassen, um die Feinheiten der erstaunlich abwechslungsreichen, von der finnischen Doku My Stuff inspirierten Handlung zu erfassen“. Was seinen Film auszeichne, sei „eine Sehnsucht nach großen Kinobildern, und auch diesmal verzichten Schweighöfer und Fitz nicht auf den Slapstickhumor, den man aus ihren früheren Filmen“ kenne.[7]

„Fitz und Schweighöfer […] wissen wohl, was ihr Publikum sehen will, und zeigen sich als gute Dienstleister“, urteilte Peter Luley von Spiegel Online. Auf sprachlicher Ebene ginge es im Film „derb zu“, wobei die Produktion „ein paar gelungene Gags“ biete. Lustig befand Luley „etwa der Auftritt von Artjom Gilz als Kapuzenpulli tragender, großspurig-gönnerhafter Mark Zuckerberg-Verschnitt. Oder die Sexszene in 50 Shades of Grey-Manier, in der Lucy dem lädierten Toni Teebeutel auf die Augen bindet.“ Das Grundproblem von 100 Dinge sei jedoch, „dass man grell überzeichneten Slapstick-Charakteren halt schwerlich tiefgründige Diskussionen und Konflikte abnimmt“ und man viele Ausgangssituationen und Nebenhandlungen als egal empfinde."[8]

Die Welt-Redakteurin Barbara Möller resümierte: „Zwei nackte Kanonen: Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz haben ihren nächsten Flachfilm gedreht. 100 Dinge ist Kapitalismuskritik für Vierzehnjährige jeden Alters“ und sei offenbar nur gedreht worden, „weil sich Schweighöfer und Fitz gern mal nackt sehen wollten“. Der Plot sei „dünn [und] kaum witzig“, während die angestrebte Konsumkritik „in der Selbstdarstellerei“ der beiden Hauptdarsteller unterginge. Fitz fehle es an Distanz und Selbstkritik und illustriere „mit reinem Kitsch“; Hannelore Elsner und Katharina Thalbach würden „zu Knallchargen degradiert“. Lob fand Möller für Maria Furtwängler als „blonde Nana Mouskouri“.[9]

Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

100 Dinge feierte am 26. November 2018 im Cinestar-Kino des Sony Centers am Potsdamer Platz in Berlin in Anwesenheit von Fitz, Schweighöfer und weiteren Castmitgliedern Weltpremiere.[10] Die Freigabe zur öffentlichen Vorführung erteilte Warner Bros. ab 6. Dezember 2018.[10] Presseberichten zufolge platzierte sich die Komödie nach Ende des ersten Vorführwochenendes hinter Der Grinch und Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen mit 200.000 Besuchern und rund 1,75 Millionen Euro Umsatz in 599 Kinos auf Platz drei der deutschen Kinocharts. Weiterhin dazu kamen knapp 40.000 Besucher aus Mittwochspreviews.[11] Auch in Österreich stieg 100 Dinge als erfolgreichster Neustart des Wochenendes auf Platz drei der Kinocharts ein. Das Einspielergebnis inklusive Previews betrug 186.000 Euro.[12]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inspiriert wurde Florian David Fitz von der finnischen Dokumentation My Stuff (2013) von Petri Luukkainen.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für 100 Dinge. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 184738/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. 100 Dinge. filmstarts.de, abgerufen am 14. Juni 2018.
  3. 100 Dinge. Abgerufen am 9. Dezember 2018.
  4. «100 Dinge» - Ein Großtstadtmärchen mit richtig viel Herz. 4. Dezember 2018, abgerufen am 9. Dezember 2018 (deutsch).
  5. Anjte Wessels: Kritik der FILMSTARTS-Redaktion. Filmstarts. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  6. Martina Knoben: Weg mit dem Kram!. Süddeutsche Zeitung. 8. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  7. 100 Dinge Review. Cinema. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  8. Peter Luley: Nackte Kanonen. Spiegel Online. 3. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  9. Barbara Möller: Nackt und flach. Welt.de. 5. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  10. a b Jochen Müller: Warner lädt zur Premiere von "100 Dinge". Blickpunkt Film. 8. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  11. Jochen Müller: Kinocharts Deutschland: Phantastischer Grinch. Blickpunkt Film. 10. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  12. Jochen Müller: Kinocharts Österreich: "Der Grinch" ist Umsatzmillionär. Blickpunkt Film. 10. Dezember 2018. Abgerufen am 23. Dezember 2018.
  13. SIKP: Filminfo zu 100 Dinge. Abgerufen am 18. Januar 2019.