12. Armee (Wehrmacht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die 12. Armee/Armeeoberkommando 12 (AOK 12) war ein Großverband des Heeres der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Sie hatte das Oberkommando jeweils wechselnder Armeekorps sowie zahlreicher Spezialtruppen inne.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgestellt wurde die 12. Armee am 18. August 1939. Zu Beginn des Polenfeldzugs wurde sie in Heeresgruppe Süd umbenannt.

Am 13. Oktober 1939 wurde die 14. Armee in 12. Armee umbenannt. Diese nahm dann am Westfeldzug und Balkanfeldzug teil. Seit Juni 1941 hatte die 12. Armee gleichzeitig den Oberbefehl Südost inne. Oberbefehlshaber war bis zum 28. Oktober 1941 Generalfeldmarschall Wilhelm List. Am 1. Januar 1943 wurde die bisherige 12. Armee in die Heeresgruppe E umgewandelt.

Am 10. April 1945 wurde eine neue 12. Armee, nach ihrem Oberbefehlshaber Walther Wenck auch Armee „Wenck“ genannt, aufgestellt. Sie war die Armee mit den jüngsten Soldaten der Wehrmacht und als Entsatzverband eine der letzten Hoffnungen Hitlers im Kampf gegen Sowjets und Amerikaner, insbesondere in der Schlacht um Berlin. Sie war allerdings eher schwach bewaffnet und konnte nicht mehr direkt bis Berlin vordringen, sondern lag um den 23. April 60 km südwestlich von Berlin und hielt eine Verteidigungslinie, die von Ferch im Norden bis nach Niemegk im Süden verlief, gegen die aus Osten und Südosten vorrückenden Verbände der Roten Armee.[1] Nachdem Wencks Armee am 1. Mai 1945 mit den Resten der 9. Armee, etwa 20.000 Soldaten, zusammengetroffen war, führte der Befehlshaber sie nach Westen in Richtung Tangermünde. Dort konnten sie die am 12. April 1945 durch eine Sprengung stark beschädigte Elbebrücke Tangermünde nur noch über einen schmalen Holzsteg, der auf den Trümmern der Brücke errichtet worden war, überqueren.[2] Am 6. Mai gelangten viele Soldaten und Flüchtlinge dort in US-amerikanische Gefangenschaft. Die 12. Armee kapitulierte unter General Maximilian von Edelsheim im Rathaus von Stendal.

Gliederung 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Armee-Oberkommando (AOK) 12

Oberbefehlshaber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Soldaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günther W. Gellermann: Die Armee Wenck. Hitlers letzte Hoffnung. Aufstellung, Einsatz und Ende der 12. deutschen Armee im Frühjahr 1945, Bernard U. Graefe Verlag, ISBN 3-7637-5870-4.
  • Antony Beevor: Berlin 1945 – Das Ende, Goldmann, ISBN 3-442-15313-1.
  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 3: Die Landstreitkräfte 6–14. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1974, ISBN 3-7648-0942-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hitlers Lagebesprechungen am 23., 25. und 27. April 1945. Der Spiegel, Heft 3/1966, 10. Januar 1966.
  2. Kriegsende in Leipzig. Spiegel Online, 24. April 2015, (Multimedia-Format).
  3. http://www.cicero.de/salon/ich-war-dabei-aber-ganz-anders/38152