1308

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Staatsoberhäupter · Nekrolog

1308
Die Sieben Kurfürsten wählen Heinrich VII. von Luxemburg zum König
Heinrich VII. von Luxemburg wird nach der Ermordung Albrechts I.
zum römisch-deutschen König gewählt.
1308 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 756/757 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1300/01
Azteken-Kalender 10. Rohre – Matlactli Acatl (bis Ende Januar/Anfang Februar 9. Kaninchen – Chicuhnahui Tochtli)
Buddhistische Zeitrechnung 1851/52 (südlicher Buddhismus); 1850/51 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 66. (67.) Zyklus

Jahr des Erde-Affen 戊申 (am Beginn des Jahres Feuer-Schaf 丁未)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 670/671 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 686/687
Islamischer Kalender 707/708 (Jahreswechsel 20./21. Juni)
Jüdischer Kalender 5068/69 (15./16. September)
Koptischer Kalender 1024/25
Malayalam-Kalender 483/484
Seleukidische Ära Babylon: 1618/19 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1619/20 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1346
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1364/65

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiliges Römisches Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ermordung Albrechts I.

Nordosteuropa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pommerellen mit Danzig als Teil des Deutschordensstaats

Markgraf Waldemar von Brandenburg marschiert in Pomerellen ein, wo seit dem Vorjahr das Adelsgeschlecht der Swenzonen gegen die polnische Herrschaft rebelliert, und nimmt auch die Hauptfeste Danzig ein. Die wenigen polnischen Garnisonstruppen Władysław I. Ellenlangs verschanzen sich in der direkt vor der Stadt gelegenen Burg, wo sie von den Brandenburgern belagert werden. Der pommerellische Landesrichter und Kastellan der Stadt Danzig ruft daraufhin den Deutschen Orden zu Hilfe. Ein Entsatzheer der Deutschritter unter Heinrich von Plötzke und Günther von Schwarzburg erreicht im August die Burg, woraufhin die Brandenburger die Belagerung kampflos aufgeben und abziehen.

Die Stadtbevölkerung leistet jedoch weiterhin Widerstand und wird ab September ihrerseits von polnischen Garnisonstruppen belagert. Während der Belagerung kommt es unter den Belagerern zum Streit über ihre Entlohnung. Władysław I. lehnt es ab, den Ordensrittern 10.000 Mark Silber für ihre Hilfe zu bezahlen. Die Polen ziehen schließlich ab und der Deutsche Orden setzt die Belagerung alleine fort.

Durch die Übernahme von Danzig durch den Deutschen Orden am 13. November wird die Stadt in den Deutschordensstaat eingegliedert. Wie viele Menschen bei der Erstürmung ums Leben kommen, ist bis heute umstritten.

Schottische Unabhängigkeitskriege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wegen einer Erkrankung des Robert the Bruce schließen die Streitparteien einen bis Ende Februar befristeten Waffenstillstand. Nach dessen Ablauf greifen die Truppen von Bruce Mortlach, Tarradle und Skelbo Castle an und erneuern ab dem 7. April die Belagerung von Elgin Castle, die im Vorjahr abgebrochen worden ist. Obwohl Bruce noch nicht vollständig genesen ist, führt er im Mai sein Heer wieder nach Inverurie.
  • 22./23. Mai: In der Schlacht bei Inverurie kann der schottische König Robert Bruce seinen innenpolitischen Gegner John Comyn, 7. Earl of Buchan entscheidend schlagen. Nach der Niederlage fliehen die Mitglieder der Familie Comyn, die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die führende schottische Adelsfamilie war, aus Schottland. Robert Bruce kann weiter nach Nordschottland ziehen, das er bis Mitte des Jahres unter seine Kontrolle bringt.
  • Mitte August: In der Schlacht von Brander schlägt Robert Bruce ein Aufgebot der Lords of Argyll und schaltet damit seinen letzten innerschottischen Gegner aus. Er versucht zunächst, Alexander Macdougall, Lord of Argyll, auf seine Seite zu ziehen und ernennt ihn zum Verteidiger der Inseln.

Weitere Ereignisse in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrechte und urkundliche Ersterwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburtsdatum gesichert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Mai: Johanna III., Gräfin der Freigrafschaft Burgund († 1347)

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren um 1308[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstes Halbjahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 18. März: Juri I. von Galizien, Fürst von Bels, Fürst von Halitsch-Wladimir und „König der Rus“ (* um 1252/62)
  • 6. April: Reginald Grey, englischer Adeliger und Militär
  • 21. April oder 11. Mai: Wilhelm I., Graf von Berg
  • 1. Mai: Albrecht I., römisch-deutscher König und Herzog von Österreich und der Steiermark (* 1255)
  • 2. Mai: Berthold II., Abt von St. Blasien

Zweites Halbjahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 4. September: Margarete von Burgund, Gräfin von Tonerre, Königin von Sizilien und Neapel (* 1250)
  • 10. September: Go-Nijō, Kaiser von Japan (* 1285)

Genaues Todesdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • zwischen dem 28. Januar und 4. Februar: Ulrich von Paldau, Bischof von Seckau
  • zwischen dem 24. März und 20. August: Ralph Sandwich, englischer Richter (* um 1235)
  • zwischen 11. August und 3. Dezember: John Comyn, schottischer Adeliger (* um 1260)
  • 24. September oder 28. November: Guido I. von Lusignan, Graf von La Marche und Angoulême (* um 1265)

Gestorben um 1308[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: 1308 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien