Rudelzhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Rudelzhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rudelzhausen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 35′ N, 11° 46′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 40,8 km2
Einwohner: 3504 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84104
Vorwahl: 08752
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 122
Gemeindegliederung: 50 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 10
84104 Rudelzhausen
Website: gemeinde-rudelzhausen.de
Erster Bürgermeister: Michael Krumbucher (FW)
Lage der Gemeinde Rudelzhausen im Landkreis Freising
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Über dieses Bild

Rudelzhausen ist eine Gemeinde im nördlichen Landkreis Freising im Regierungsbezirk Oberbayern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudelzhausen liegt im Donau-Isar-Hügelland im Einzugsbereich der Abens.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 50 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Die Gemeinde besteht aus den Gemarkungen Berg, Enzelhausen, Grafendorf, Grünberg, Hebrontshausen, Kirchdorf, Rudelzhausen und Tegernbach. Siedlungsschwerpunkte der Gemeinde bilden Rudelzhausen und Tegernbach. Die beiden historischen Orte Kirchdorf und Rudelzhausen sind heute fast zusammengewachsen.

Ortsansicht von Rudelzhausen
Blick auf den Ortsteil Kirchdorf der Gemeinde Rudelzhausen
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt im Gemeindeteil Kirchdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudelzhausen wurde 778 als Hrodolfeshusir erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Moosburg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Enzelhausen, zu der auch der Ortsteil Rudelzhausen gehörte.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1972 die Gemeinden Grünberg und Teile der Gemeinde Berg in die Gemeinde Enzelhausen eingegliedert.[4] Enzelhausen, Tegernbach und Teile der aufgelösten Gemeinde Grafendorf wurden schließlich am 1. Mai 1978 zur neuen Gemeinde Rudelzhausen zusammengefasst.[5]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrgemeinden gibt es in Kirchdorf und Tegernbach. Rudelzhausen gehört zum Zuständigkeitsbereich der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Mainburg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2448 auf 3416 um 968 Einwohner bzw. um 39,5 %.

  • 1961: 2295 Einwohner
  • 1970: 2315 Einwohner
  • 1987: 2390 Einwohner
  • 1991: 2609 Einwohner
  • 1995: 2800 Einwohner
  • 2000: 3015 Einwohner
  • 2005: 3154 Einwohner
  • 2010: 3202 Einwohner
  • 2015: 3325 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus der Gemeinde Rudelzhausen

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1978 bis 1986 war Lorenz Kronthaler Erster Bürgermeister der neu zusammengefassten Gemeinde Rudelzhausen (siehe Eingemeindungen). Auf ihn folgte Josef Voichtleitner bis 2002. Mit Amtsantritt 2002 wurde Konrad Schickaneder (CSU) der erste hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Rudelzhausen. 2002 hatte er sich in einer Stichwahl um das Bürgermeisteramt gegen Hans Neumaier (FW) durchgesetzt, 2008 trat er ohne Gegenkandidaten an. Bei der Wahl 2014 gewann er gegen Hans Teibl (FW). Im Mai 2020 erhielt er die Ehrenbezeichnung Altbürgermeister. Seit 1. Mai 2020 ist Michael Krumbucher (FW) Erster Bürgermeister der Gemeinde Rudelzhausen. Er gewann in einer Stichwahl gegen Robert Forster (CSU).

Der Gemeinderat besteht nach der Kommunalwahl 2020 aus 16 Gemeinderäten:

  • Christlich Soziale Union in Bayern (CSU) 6 Sitze
  • Freie Wähler Rudelzhausen (FW Rudelzhausen) 6 Sitze
  • Bürgerliste Rudelzhausen 2 Sitze
  • Engagierte Bürger 2 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gde. Rudelzhausen
Blasonierung: „In Blau ein silberner Pferderumpf, zwischen den Vorderbeinen ein senkrechter, links gewendeter, goldener Bischofsstab.“[6]

Wappenführung seit 1981

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft elf, im produzierenden Gewerbe 146 und im Bereich Handel und Verkehr fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 116 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1076. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe zwölf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 130 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2283 ha, davon waren 2015 ha Ackerfläche und 260 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hallertauer Lokalbahn, die Rudelzhausen mit Mainburg, Freising und Wolnzach verband, wurde stillgelegt. Durch den Ort führt die Bundesstraße 301. Rudelzhausen hat eine Busverbindung nach Freising und Mainburg mit der MVV-Buslinie 602.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 122 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 13 Lehrern und 203 Schülern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rudelzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-003r Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtag (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Rudelzhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 11. September 2019.
  3. Gemeinde Rudelzhausen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 14. Dezember 2021.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 516.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.
  6. Eintrag zum Wappen von Rudelzhausen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte