Rudelzhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rudelzhausen
Rudelzhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rudelzhausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 35′ N, 11° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 40,81 km2
Einwohner: 3317 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84104
Vorwahl: 08752
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 122
Gemeindegliederung: 20 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 10
84104 Rudelzhausen
Webpräsenz: www.rudelzhausen.org
Bürgermeister: Konrad Schickaneder (CSU/FW)
Lage der Gemeinde Rudelzhausen im Landkreis Freising
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Über dieses Bild

Rudelzhausen ist eine Gemeinde im nördlichen Landkreis Freising im Regierungsbezirk Oberbayern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudelzhausen liegt im Donau-Isar-Hügelland im Einzugsbereich der Abens.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemarkungen sind Berg, Enzelhausen, Grafendorf, Grünberg, Hebrontshausen, Kirchdorf, Rudelzhausen und Tegernbach. Siedlungsschwerpunkte der Gemeinde bilden Rudelzhausen und Tegernbach. Die beiden historischen Orte Kirchdorf und Rudelzhausen sind heute fast zusammengewachsen.

Es gibt 50 Ortsteile:[2]
Agstall, Aich, Aign, Berg, Bergham, Bergmühle, Birnfeld, Enzelhausen, Furth, Furthmühle, Giebitz, Grafendorf, Grub, Grünberg, Hagmühle, Hebrontshausen, Hemersdorf, Iglsdorf, Kirchdorf, Kleinbirnfeld, Kohlmühle, Kreuth, Kronthal, Lohschneider, Maierhof, Moosbach, Moosmühle, Neubauer, Niederhinzing, Niederreith, Notzenhausen, Oberhinzing, Oberreith, Peterloh, Pimmerdorf, Pittersdorf, Pumpernudl, Ried, Rudelzhausen, Schlag, Schwaiba, Stolzhof, Straßhäusl, Straßlehen, Tegernbach, Traich, Unterau, Weiher, Weingarten und Winklmann.

Blick auf den Ortsteil Kirchdorf der Gemeinde Rudelzhausen
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt im Gemeindeteil Kirchdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudelzhausen wurde 778 als Hrodolfeshusir erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Moosburg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Enzelhausen, zu der auch der Ortsteil Rudelzhausen gehörte.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Grünberg und Teile der Gemeinde Berg in die Gemeinde Enzelhausen eingegliedert.[3] Enzelhausen, Tegernbach und Teile der aufgelösten Gemeinde Grafendorf wurden schließlich am 1. Mai 1978 zur neuen Gemeinde Rudelzhausen zusammengefasst.[4]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrgemeinden gibt es in Kirchdorf und Tegernbach. Rudelzhausen gehört zum Zuständigkeitsbereich der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Mainburg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2295 Einwohner
  • 1970: 2315 Einwohner
  • 1987: 2390 Einwohner
  • 1991: 2609 Einwohner
  • 1995: 2800 Einwohner
  • 2000: 3015 Einwohner
  • 2005: 3154 Einwohner
  • 2010: 3202 Einwohner
  • 2015: 3325 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Konrad Schickaneder (CSU/Freie Wähler). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Voichtleitner (CSU/Freie Wähler).

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft elf, im produzierenden Gewerbe 146 und im Bereich Handel und Verkehr fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 116 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1076. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwölf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 130 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2283 ha, davon waren 2015 ha Ackerfläche und 260 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hallertauer Lokalbahn, die Rudelzhausen mit Mainburg, Freising und Wolnzach verband, wurde stillgelegt. Durch den Ort führt die Bundesstraße 301. Rudelzhausen hat eine Busverbindung nach Freising und Mainburg mit der MVV-Buslinie 602.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 122 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 13 Lehrern und 203 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 95.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 516
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rudelzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien