Siegenburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Siegenburg
Siegenburg
Deutschlandkarte, Position des Marktes Siegenburg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 45′ N, 11° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Siegenburg
Höhe: 392 m ü. NHN
Fläche: 27,93 km²
Einwohner: 3617 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93354
Vorwahl: 09444
Kfz-Kennzeichen: KEH, MAI, PAR, RID, ROL
Gemeindeschlüssel: 09 2 73 172
Adresse der
Marktverwaltung:
Marienplatz 13
93354 Siegenburg
Webpräsenz: www.siegenburg.de
Bürgermeister: Dr. Johann Bergermeier (Unabhängige Wähler)
Lage des Marktes Siegenburg im Landkreis Kelheim
Altmühl Altmühl Donau Main-Donau-Kanal Naab Regen (Fluss) Landkreis Eichstätt Landkreis Freising Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Regensburg Landkreis Regensburg Landkreis Straubing-Bogen Gemeindefreies Gebiet Hacklberg Painten Hienheimer Forst Frauenforst Neustadt an der Donau Dürnbucher Forst Abensberg Aiglsbach Attenhofen Bad Abbach Biburg (Niederbayern) Elsendorf Essing Hausen (Niederbayern) Herrngiersdorf Ihrlerstein Kelheim Kelheim Kirchdorf (Hallertau) Langquaid Mainburg Neustadt an der Donau Neustadt an der Donau Painten Painten Riedenburg Rohr in Niederbayern Saal an der Donau Siegenburg Teugn Train (Niederbayern) Volkenschwand WildenbergKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Siegenburg ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Kelheim und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegenburg liegt in der Region Regensburg in der Hallertau.

Es existieren folgende Gemarkungen: Niederumelsdorf, Siegenburg, Staudach, Tollbach. Nördlich von Siegenburg grenzt die Gemeinde Biburg mit den beiden Ortsteilen Dürnhart und Perka an Siegenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Siegenburgs erfolgte im Jahre 895.[2] Der Ort soll seinen Namen von einem bereits im 9. Jahrhundert genannten „Sigo“ erhalten haben.[2] Um das Jahr 1050 wurde Altmann I. († 1094) Herr zu Siegenburg.[2][3][4] Graf Eberhard I. von Ratzenhofen, Bruder von Altmann I., gilt als Stammvater des zu den Babonen zählenden Abensberger Adelsgeschlechts.[5] Das Geschlecht der Altmann, welches über drei Generationen die Herrschaft in Siegenburg ausübte, gelangte durch die Vogtei über das Kloster Münchsmünster zu Bedeutung und Ansehen.[4] Nach seinem Erlöschen im Jahre 1180 gingen der Besitz sowie Vogteirechte auf die Wittelsbacher über, welche einen Burgpfleger bestellten.[4] Als solche sind die „Ettlinger“, aus dem Ort Ettling bei Pförring sowie die „Höchstetter“ – diese waren auch Forstmeister im Dürnbucher Forst – bekannt.[4]

St. Nikolaus
Pilbis-Schloss

Die Marktrechtverleihung, mit der eine gewisse kommunale Selbstverwaltung verbunden war, geht auf Kaiser Ludwig dem Bayer zurück.[2] Bereits in einer Urkunde von 1359 wird „Sybenpurch“ als Markt bezeichnet.[2] Die Burg Siegenburg, deren Aussehen sich im Siegenburger Wappen erhalten hat, wurde im Landshuter Erbfolgekrieg (1504) durch böhmische Truppen zerstört.[4] Mitte des 16. Jahrhunderts ließ der Siegenburger Bürger und Ratsherr „Bilbis“ anstelle der Burg das Schloss Siegenburg errichten.[4]

Seit 1871 ist Siegenburg eine eigenständige Pfarrei. Zuvor gehörte der Ort zum Sprengel der Pfarrei Niederumelsdorf.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1945 oder 1946 wurden die Gemeinde Tollbach und Teile der aufgelösten Gemeinde Staudach eingegliedert.[6] Am 1. Januar 1976 kam Niederumelsdorf hinzu.[7] Aus dem gemeindefreien Gebiet Dürnbucher Forst wurde das 2,3 km² große Gebiet des ehemaligen Bombodroms in den Markt Siegenburg eingegliedert.[8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2296, 1987 dann 2384, im Jahr 2000 3105 und im Jahr 2014 3617 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Bergermeier (UW). Zweiter Bürgermeister ist Helmut Meichelböck (CSU), dritter Bürgermeister ist Otto Ettengruber (CSU).(Stand 2014)

Die Einnahmen der Gemeinde betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.132.000 €, davon betrugen die Grundsteuer (netto) umgerechnet 82.000 € und die Gewerbesteuer rund 350.000 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markt Siegenburg: Kupferstich von Michael Wening um 1700

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliederstarke Vereine im Ort sind unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Siegenburg, die Motorsport-Freunde Siegenburg e. V., die Faschingsgesellschaft Siegonia e. V. und der Hallertauer Volkstrachtenverein Siegenburg e. V.

Der größte Sportverein am Ort ist der TSV Siegenburg 1904 e. V. mit knapp 1000 Mitgliedern. Hauptsportarten sind Tischtennis und Fußball (im Jugendbereich die JFG Abenstal), des Weiteren werden noch Volleyball, Kegeln, Turnen (Aerobic, Kinderturnen und Damengymnastik), Reiten, Karate und Skifahren angeboten.

Einer der ältesten Vereine des Ortes ist der Gemischte Gesangsverein Liederkranz "Frohsinn" e. V., er existiert seit 1872.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im produzierenden Gewerbe 318 und im Bereich Handel und Verkehr 159 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 87 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1045. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 93 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1466 ha, davon waren 1300 ha Ackerfläche und 163 ha Dauergrünfläche. Außerdem wird in Siegenburg zurzeit immer noch nach alter Tradition das Siegenburger Bier gebraut. Siegenburg liegt in dem Hopfenanbaugebiet Hallertau und es wird auch noch von etlichen Landwirten Hopfen erzeugt. Von den so genannten Hopfensiegelbezirken in der Hallertau hält eines der Markt Siegenburg.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2014):

  • (Kommunale) Kinderkrippe Sonnenstube
  • VHS in Kooperation mit Abensberg
  • Kath. Kindergarten St. Nikolaus
  • Herzog-Albrecht-Schule (Grund- und Mittelschule)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d e f Georg Rieger: Kelheimer Heimatbuch für die Stadt und den Landkreis Kelheim. Seite 307 ff., Hrsg 1953
  3. Adam Rottler: Abensberg im Wandel der Zeiten, Seite 28, 353, Eigenverlag, Abensberg 1972
  4. a b c d e f Hubert Freilinger: Historischer Atlas von Bayern. Heft 46, S. 238 ff., Hrsg. Kommission für bayerische Landesgeschichte München, 1977
  5. Adam Rottler, Seiten 24, 25, 28
  6.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 493.
  7.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 610.
  8. Amtsblatt Niederbayern, 53. Jahrgang, Nr. 16

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Siegenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien