Adverb

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Adverb (Plural: die Adverbien), auch Umstandswort oder (heute seltener gebraucht) Nebenwort, bezeichnet in der Grammatik eine Wortart. Als Wortart ist das Adverb zu unterscheiden von der grammatischen Funktion (Satzgliedfunktion) eines Adverbials. Adverbien dienen typischerweise als Adverbiale, kommen jedoch manchmal auch in anderen Funktionen vor (als Prädikativum oder Attribut).

Beispiele für Adverbien sind die Wörter oft (als Temporal- bzw. Frequenzadverbial), gerne (als Modaladverbial) oder glücklicherweise (Satzadverbial) in:

Wir essen oft im Restaurant
Ich gebe gerne ein Trinkgeld.
Glücklicherweise war noch ein Tisch frei.

Als weitere typische Eigenschaft von Adverbien gilt, dass sie als Einzelwörter auftreten, die selbst schon Satzglieder bilden, und dass sie unveränderlich sind (d. h. nicht flektierbar).[1] Da adverbielle Verwendungen von Wörtern wie schnell („schnell fahren“) oder spät („spät zurückkehren“) Wörter zeigen, die im Prinzip flektierbar sind („schnelle Fahrt, späte Rückkehr“) werden solche Fälle in der Sprachwissenschaft nicht als Adverbien eingestuft, sondern als Adjektive in adverbialem Gebrauch.[2]

Unter den Wortarten stellen die Adverbien einen außerordentlich umstrittenen Fall dar, und die Mitglieder dieser Kategorie sind sehr uneinheitlich. Bezüglich der Bildungsweise können unter anderem folgende Typen unterschieden werden:

  • „Einfache“ oder „ursprüngliche“ bzw. lexikalische Adverbien, die nicht weiter zerlegbar sind; etwa im Deutschen oft, gern. Dazu auch Wörter, deren Zusammensetzung undurchsichtig ist (sogleich, immerhin, vielleicht).
  • Zusammengezogene Ausdrücke aus ursprünglich mehreren Wörtern:[3] miteinander, dergestalt.
  • Abgeleitete Adverbien mit Endungen, die spezielle adverbiale Bedeutungsklassen herstellen.[4] Beispiele im Deutschen: der Typ glücklich-er-weise (zum Adjektiv glücklich) leitet meist bewertende, kommentierende Satzadverbiale ab; -wärts ist eine Endung zur Bildung von Richtungsadverbialen (seitwärts, ostwärts). — Dieser Typ fällt in den Bereich der mehr oder weniger regelhaften Wortbildung.
  • Von Adjektiven abgeleitete Formen mit sehr regelmäßiger Anwendung, die adverbialen Status als solchen kennzeichnen: Im Deutschen nicht vorhanden; im Englischen die Endung -ly wie in happi-ly (einheitlich als Entsprechung der deutschen Adverbiale glücklich und glücklicherweise); französisch -ment wie in logiquement zum Adjektiv logique „logisch“, oder italienisch dolcemente zum Adjektiv dolce „süß“. — Traditionell herrscht die Erwartung, dass auch dies Fälle von Wortbildung sein sollten, in der Fachliteratur gibt es aber sehr viel Diskussion darüber, ob dieser Typ eher in den Bereich der Flexion fällt.

Die englischen und romanischen Bildungen der Art beautiful-ly, dolce-mente gelten traditionell, eben weil sie eine sichtbare und regelmäßige Markierung tragen, als besonders klarer und typischer Fall von Adverbien (vor allem auch in der Schulgrammatik). Diese Sicht wurzelt bereits in der lateinischen Grammatik, wo es ebenfalls derartige adverbielle Endungen gibt. Dies führte dazu, dass die endungslosen adverbialen Adjektive des Deutschen (wie in „spät zurückkehren“) mitunter als unnormaler Fall empfunden wurden; sie wurden dann in traditioneller Sicht mitunter an diese englischen und romanischen Vorbilder angeschlossen, also ebenso wie diese als abgeleitete Adverbien betrachtet, denen lediglich die Endung fehle (sogenannte „Adjektivadverbien“). — In der heutigen Sprachwissenschaft wird jedoch eher umgekehrt darauf hingewiesen, dass den abgeleiteten Adverbformen vielfach die grammatischen Eigenschaften fehlen, die man erwarten würde, wenn die adverbiellen Endungen einen Wechsel der Wortart bewirkten, also einen Fall von Wortableitung (Derivation) vom Adjektiv zum Adverb darstellten. Stattdessen gebe es viele Hinweise, dass zum Beispiel englische Formen wie beautifully weiterhin der Wortart Adjektiv angehören könnten und die Endung nur eine grammatische Funktion des Adjektivs anzeigt. In dieser Frage gibt es in der Sprachwissenschaft noch keinen Konsens — die Frage ist auch für die verschiedenen einzelnen Fälle jeweils gesondert zu entscheiden. Es ergibt sich jedoch, dass der Begriff Adverb gerade in seiner Anwendung auf diese abgeleiteten Formen einen problematischen Status hat. Wenn gerade sie als der grammatische Idealfall betrachtet werden, bewirkt dies, dass der Begriff Adverb zwischen Wortart und grammatischer Funktion zu schillern beginnt.

Es ist insofern denkbar, dass vor allem nur die unabgeleiteten Wörter und die erstarrten Verbindungen als Adverbien im strikten Sinne einer eigenen Wortart anzusehen wären. Auch hier gibt es aber in der Sprachwissenschaft keinen eindeutigen Konsens darüber, wie eine präzise Wortartdefinition gegeben werden sollte. Vielfach ist hier von einer Restklasse von Wörtern die Rede, die keiner anderen Wortart eindeutig zugeordnet werden können, aber deren einzelne Vertreter gleichzeitig von verschiedenen anderen Wortarten (Adjektiv, Substantiv oder Präposition) auch schwer abgrenzbar sind und in diese übergehen.

Definitionen und Abgrenzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff „Adverb“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung „Adverb“, von lateinisch adverbium „was beim Verb steht“[5], entstand als Übersetzung des griechischen Ausdrucks epirrhema (altgriechisch επίρρημα) in der Grammatik des Dionysios Thrax; diese ursprüngliche Benennung bedeutet demnach ein „Beiwort zur Satzaussage (dem ῥῆμα rhema)“.[6] Jedoch werden schon in der Grammatik des Dionysios Thrax für diese Kategorie auch Beispiele gegeben, die über eine Beifügung zum Verb hinausgehen.[7] Adverbien können sich also, anders als die Bezeichnung es nahelegt, nicht nur auf Verben beziehen (mehr dazu siehe unten).

In der traditionellen Grammatik wird oft versucht, die Wortart Adverb durch die Angabe inhaltlicher Funktionen zu bestimmen, zum Beispiel dass es sich um Wörter handle, die „Ort, Zeit, Modalität (hier ≈ Art und Weise), Grund“ angeben.[8] Diese Funktionen sind dieselben, die sich auch für Präpositionen und für Nebensätze bzw. unterordnende Konjunktionen finden lassen, und die insgesamt kennzeichnend für Adverbiale sind. Bei dieser inhaltlichen Überschneidung bleibt als Kennzeichen der Adverbien, dass es sich um Wörter handelt, die im Gegensatz zu Präpositionen und unterordnenden Konjunktionen keine grammatischen Ergänzungen fordern. Es ergibt sich eine Definition des Adverbs als „adverbiales Einzelwort“.

In neueren Darstellungen der deutschen Grammatik wird bevorzugt eine syntaktische Bestimmung verwendet: Adverbien ließen sich charakterisieren als (1) unflektierbare Wortart, deren Vertreter (2) für sich allein ein Satzglied bilden können.[9] Das Kriterium für Satzglied-Status ist hierbei die Fähigkeit, im Vorfeld zu erscheinen, d. h. vor dem finiten Verb im Aussagesatz:

_{Heute / dorthin / eilends / deswegen }_ kam Hans.

Nach diesem Kriterium grenzen sich Adverbien also ab (1) gegen flektierbare Wortarten wie Adjektive und (2) gegen unflektierbare Wörter, die nicht den Status eines Satzglieds haben, d. h. Partikeln im engeren Sinn, die nicht vorfeldfähig sind.

Adverb und adverbielles Adjektiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adjektive, die als Attribut zu einem Substantiv gebraucht werden, werden im Deutschen flektiert (gebeugt), d. h., sie zeigen in dieser Konstruktion Übereinstimmung mit dem Substantiv in den Merkmalen Kasus, Numerus und Genus. Zwischen dem Artikel und dem Substantiv „Auto“ erscheint das Adjektiv „schnell“ daher in der Form „schnelle“, in anderen Verwendungen erscheint es unverändert:

a) Das schnelle Auto überholte.
b) Das Auto ist schnell.
c) Das Auto fährt schnell.

Da immer dieselbe Wortbedeutung vorliegt, und auch sonst keine äußeren Anzeichen für einen Wortartwechsel vorliegen, kann man alle drei Vorkommen von „schnell“ unter die Wortart Adjektiv fassen, und unterscheidet dann nach der Funktion

a) attributive Verwendung
b) prädikative Verwendung (als Teil des Prädikats ist schnell)
c) adverbielle Verwendung

des Adjektivs.

Vereinzelt haben Autoren den Typ c) als sogenanntes Adjektivadverb von den anderen Fällen abgesetzt.[10] Mehrheitliche Auffassung ist heute aber, dass die Tatsache der adverbiellen Verwendung keinen Grund darstellt, schnell in c) einer eigenen Wortart zuzuordnen, die sich von a) unterscheidet.[11] In diesem Sinn ergibt sich die Unterscheidung:

  • Adverbial = eine grammatische Funktion (die z. B. auch von Präpositionen oder Konjunktionen markiert werden kann, und wofür nach diesem Modell eben auch Adjektive oder Adverbien dienen können).
  • Adverb = eine Wortart (die meistens in der Funktion eines Adverbials vorkommt).

In Abgrenzung zu Adjektiven gehören dann zur Wortart Adverb nur Wörter, die nie flektiert in attributiver Verwendung wie a) oben vorkommen können (der Stern „ * “ bezeichnet grammatisch ausgeschlossene Formen):

a) * Der vielleichte Verkauf des Autos.
b) * Der Verkauf ist vielleicht.
c) Er verkauft vielleicht sein Auto.

Adverb und Partikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung Partikel begegnet in einem weiteren und einem engeren Sinn. Im weiteren Sinn werden so manchmal alle nicht flektierbaren Wortarten bezeichnet (v. a. in älterer Literatur, diese Redeweise wurde z. B. in neueren Auflagen der Dudengrammatik[12] aufgegeben).

Im engeren Sinn werden Partikeln definiert als unflektierbare Wörter, die 1) keine Satzglieder sind, also nicht allein das Vorfeld des Satzes besetzen können und 2) keine verknüpfende Funktion haben.[13] Aus dem ersten Kriterium ergibt sich, dass dann z. B. Steigerungswörter wie „sehr, ziemlich, ungemein“ in der Germanistik meist nicht als Adverbien eingestuft werden, sondern als Partikeln (auch im engen Sinn);[14] dies würde sich darauf stützen, dass man Kontraste feststellt wie:

Widerwärtig hat das gestunken.
(?) Ziemlich hat das gestunken.

Andere Ansätze fassen den Begriff Adverb weiter; so werden Steigerungswörter in der englischsprachigen und linguistisch orientierten Literatur eher als Gradadverbien bezeichnet. Einige von diesen weisen im Englischen die adverbtypische Endung -ly auf (z. B. fairly, utterly).

Adverb und Präposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abgrenzung zwischen Adverbien und Präpositionen ist besonders komplex und unsicher. Eine traditionell häufig eingenommene Position ist, dass es für Präpositionen kennzeichnend sei, eine Ergänzung zu regieren, wogegen Adverbien dies nie könnten. So werden für Wörter wie links oder gegenüber manchmal zwei Varianten angesetzt: links für sich allein sei ein Adverb, eine Konstruktion wie links der Straße zeige hingegen eine Präposition.[15] Im Ergebnis führt dies zu einer Doppelklassifikation von sehr vielen Wörtern. Von anderen Autoren wiederum wird eine solche Abgrenzung nach Rektionseigenschaften teils gar nicht vorausgesetzt, teils auch anders gezogen.[16]

Im Zusammenhang mit dem Grundsatz, dass Adverbien Wörter sind, die keine Ergänzungen regieren, entsteht in vielen Einteilungen auch eine Klasse von Adverbien allein dadurch, dass Präpositionen und ihre pronominalen Ergänzungen zusammen ein einziges Wort bilden: die sogenannten Pronominaladverbien. Beispiele:

damit (= mit diesem),
darauf (= auf das / auf dem),
hiervon (= von hier, oder: von diesem).

Diese Bildungen werden in der linguistischen Literatur allerdings öfter der Kategorie der Präpositionen zugeordnet (da das präpositionale Element darin als ihr Kopf angesehen wird).[17] Formen wie darauf können auch als Präpositionalobjekt dienen, also als Ergänzung von Verben, die eine spezielle Präposition an ihrem Objekt fordern, etwa: „auf etwas warten“. Insofern wäre nicht zu erwarten dass die Präposition auf und die Variante darauf ganz verschiedenen Wortarten angehören.[18]

In der Sprachwissenschaft ist auch manchmal erwogen worden, Präpositionen und gewisse Typen von Adverbien überhaupt zu einer Wortart zusammenzufassen. Hierbei würden Unterschiede in den Rektionseigenschaften nicht zur Trennung von Wortarten benutzt und gewisse Untertypen von Adverbien würden als „intransitive Präpositionen“ eingeordnet werden.[19] Solche Versuche, die bisher nicht allgemein akzeptiert sind, deuten die Möglichkeit eines Programms an, Adverbien in größerem Stil in andere Wortarten einzugliedern.

Nicht-adverbielle Verwendungen von Adverbien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu einer traditionellen Definition des Adverbs als „adverbiales Einzelwort“ und im Gegensatz zum Wortsinn der Bezeichnung „Ad-Verb“ werden unflektierbare Wörter, die als nähere Bestimmung zu einem Substantiv erscheinen, ebenfalls als Adverbien bezeichnet. In dieser Verwendung erscheinen vor allem Orts- und Zeitadverbien. Sie unterscheiden sich von Adjektiven immer noch dadurch, dass sie unflektiert nach dem Substantiv erscheinen:

[Das Auto dort] ist meins.
[Die Versammlung gestern] war schwach besucht.

Eine Stellung vor dem Substantiv ist dann nur für adjektivische Ableitungen möglich:

Die gestrige Versammlung

Solche attributiven Verwendungen von Adverbien finden sich auch im Englischen, auch mit der adverbtypischen Endung -ly:

[His transformation into a werewolf so rapidly] was unnerving.[20]
shortages both nationally and internationally of these metals[21]

Ferner ist zu beobachten, dass viele Wörter, die sonst adverbiell gebraucht werden, aber als Adjektivattribute unmöglich sind, auch noch in prädikativer Funktion vorkommen können; auch dies gilt nicht als Hinderungsgrund, hier die Wortart Adverb anzusetzen:[22]

Er bemühte sich umsonst.
NICHT: * die umsonsten Bemühungen
Diese Bemühungen waren umsonst.
Er führt das Geschäft allein.
NICHT: * der alleine Inhaber (nur: alleiniger Inhaber)
Er ist / bleibt allein.

Klassifizierung von Adverbien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Deutschen bilden die Adverbien mit über 1000 Mitgliedern eine relativ große, offene Klasse.[23] Da die Bestimmung von Adverbien überwiegend negativ erfolgt (nicht flektierbar, nicht attributiv verwendbar), ergibt sich hier möglicherweise eine uneinheitliche Restklasse, die nicht einfach und erschöpfend zu klassifizieren ist. Häufig begegnen Kreuzklassifikationen, in denen abwechselnd inhaltliche und grammatische Kriterien erscheinen.

Bedeutungsklassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die inhaltlichen Bedeutungsklassen von Adverbien sind dieselben, die auch für Adverbiale allgemein angegeben werden können. Wichtige Typen sind z. B.:[24]

  • Lokaladverbien (auch: Ortsadverbien) (hier, draußen, rechts, dort …) bezeichnen Orte.
  • Temporaladverbien (auch: Zeitadverbien) (damals, nachher, später, morgen, übermorgen, gestern …) bezeichnen die Zeit, zu der ein Sachverhalt gilt.
  • Kausaladverbien (nämlich, sonst, deshalb …) bezeichnen Ursachen eines Sachverhalts, oder fungieren auf der Textebene, um Begründungszusammenhänge zwischen Sätzen zu signalisieren (siehe auch: Konjunktionaladverb). Verwandte Bedeutungen haben auch die Konzessivadverbien wie trotzdem, dennoch.
  • Modaladverbien (flugs, gerne) bezeichnen die Art und Weise eines Vorgangs (nicht die Modalität), oder verwandte Kategorien. (Viele Adverbiale der Art und Weise werden im Deutschen jedoch durch Adjektive ausgedrückt).
  • Sprecherorientierte Adverbien (auch: Kommentaradverbien, Satzadverbien,[25] Modalwörter) (wahrscheinlich, unglücklicherweise, ehrlich gesagt) bezeichnen Einstellungen des Sprechers zum ausgedrückten Satzinhalt.

Syntaktische Klassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funktionsklassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man kann Adverbien danach unterscheiden, ob sie Inhaltswörter sind oder nur zum Verweis auf adverbielle Bedeutungen dienen, deren Inhalt sie offenlassen. Adverbien mit verweisender Funktion sind Demonstrativadverbien, Frageadverbien sowie Relativadverbien. Diese Gegenüberstellung wird auch als eine Unterscheidung zwischen „absoluten Adverbien“ (Inhaltswörter) und „Pro-Adverbien“ bezeichnet.[26]

Ein Demonstrativadverb kann auf einen Umstand verweisen, der in der Sprechsituation zu beobachten ist (Deixis) oder im Text zuvor erwähnt wurde (Anaphora), zum Beispiel kann auf die Art und Weise eines Geschehens verwiesen werden (demonstratives Modaladverb, erstes Beispiel unten) oder auf einen Ort (zweites Beispiel):

So möchte ich auch tanzen können!
Dort brüten viele Pinguine.

Frageadverbien und Relativadverbien fungieren als Ersetzungen für alle Arten von Adverbialen in einem Fragesatz bzw. Relativsatz; sie können also sowohl für Adverbien als auch für adverbielle Präpositionalphrasen oder Adverbialsätze etc. stehen. Sie haben spezialisierte Formen je nach adverbieller Bedeutungsklasse, z. B. wo, wann, wie, warum  …. In dieser Gruppe treten auch Pronominaladverbien auf: wozu, womit etc.

Positionsklassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein können Adverbiale nach ihrer Position im Satz klassifiziert werden, d. h. vor allem danach, wie eng am Verb sie stehen. Zwei Extremfälle lassen sich unterscheiden:

  • Adverbiale, die näher am Verb stehen müssen als alle Arten von direkten Objekten; häufig bezeichnen sie Resultate einer Handlung: „Sie hat den Schrank schön bemalt“.[27] — Für diesen Typ gibt es möglicherweise nur Wörter der Kategorie Adjektiv.
  • Adverbiale, die am äußeren Rand des Satzes stehen müssen, insbesondere außerhalb der Verneinung; dies gilt z. B. für sprecherbezogene Adverbien („wahrscheinlich, unglücklicherweise“) oder für Orts- und Zeitadverbien wenn sie einen Rahmen für die gesamte Aussage vorgeben (vgl. „…weil seitdem nichts mehr geschehen ist“).
  • Weitere Positionsklassen lassen sich zwischen diesen beiden im Mittelfeld des deutschen Satzes ausmachen.[28]

Klassifikation nach Nachbarschaft zu anderen Kategorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adverbien bilden eine sehr heterogene Gruppe. Verschiedene Untergruppen der Adverbien sind gekennzeichnet durch Abgrenzungsprobleme, und möglicherweise Übergänge, zu jeweils anderen Kategorien.[29]

  • Adjektiv-ähnliche Adverbien: Abgesehen von den Adverbien, die sowieso von Adjektiven abgeleitet sind, finden sich verschiedene andere Wörter, die Adjektiven ähneln, indem sie Eigenschaften bezeichnen und zu adverbiell gebrauchten Adjektiven synonym sein können. Beispiele: Englisch fast („schnell“), well („gut“); Deutsch allein, oft (vgl. weiter unten unter #Steigerung von Adverbien).
  • Substantiv-ähnliche Adverbien: Darunter Fälle, die als erstarrter Adverbialkasus eines Substantivs zu deuten sind oder dazu analog sind. Beispiele: Die Zeitadverbien des Englischen und Deutschen vom Typ yesterday / gestern (mit der substantivtypischen Adjektivableitung „gestrig“), nachts.
  • Präpositions-artige Adverbien: Beispielsweise: gegenüber, abseits, links. Siehe bereits oben unter #Adverb und Präposition.

Abgeleitete Adverbien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines: Produktive und unproduktive Formen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Adverbien, die keine einfachen Wörter (keine Simplizia) sind, kann zwischen produktiven Verfahren und nicht voll produktiven „Mustern“ unterschieden werden. Die Adverbformen des Lateinischen oder Englischen, die in diesem Abschnitt weiter unten dargestellt werden, sind produktiv und werden durchgehend auf alle von ihrer Bedeutung her geeigneten Adjektive angewandt. Im Gegensatz dazu gibt es im Deutschen Wörter, an denen man eine Zerlegung erkennen kann, weil sich die Muster in mehreren Fällen gleichen, diese Muster treten aber nicht durchgängig und regelhaft auf. Beispielsweise ist in manchen erstarrten Adverbien des Deutschen eine Endung -e erkennbar:

fern – ferne
lang – lange; vgl.: „Der Besuch ist lange geblieben“ (lange dient nur als Zeitadverbial).

Ebenso findet sich ein wiederkehrendes -lich

sicher – sicherlich
bitter – bitterlich; vgl.: „Sich bitterlich beklagen“

Solche Formen verhalten sich im heutigen Deutsch als adverbielle Einzelwörter.

Adverbformen im Lateinischen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die lateinische Grammatik ordnet das Adverb in die weit gefasste Kategorie Nomen, also im Sinne von „deklinierbare Wortarten“ ein.[30] Wie im Deutschen gibt es erstarrte Einzelwörter, die aus Zusammenrückungen stammen: hodiē „heute“ (ursprünglich: „(an) diesem Tag“, von diēs „der Tag“). Eine zweite Gruppe sind erstarrte Kasusformen von einfachen Substantiven oder Adjektiven (die in der Lateingrammatik beide als nomina bezeichnet werden). Beispiele:

grātīs „kostenlos“ (ursprünglich Ablativ von grātia „Dank“)
tantum „nur“ (ursprünglich Akkusativ von tantus, -a, um „so viel“)[31]

Gleichermaßen als „Adverb“ werden Wörter bezeichnet, die durch eine regelmäßige Endung aus Adjektiv-Stämmen gebildet werden. Diese adverbiellen Endungen lauten unterschiedlich, jeweils abhängig vom Flexionsparadigma des Adjektivs. Dies spricht für die Einstufung, dass diese Wörter keine eigene Wortart darstellen, sondern Flexionsformen eines Adjektivs sind, auch wenn eine Grammatiktradition besteht, die stattdessen davon ausgeht, dass es sich um eine Ableitung mit Wechsel in eine andere Wortart handeln sollte.[32] Die Diskussion zwischen diesen beiden Standpunkten wird seit der Antike geführt.[33]

Formen:

  • Adjektive der o/a-Deklination erhalten regelmäßig das Suffix . Beispiele:
clar-us, -a, -um → Adverbielle Form: clar-ē
pulcher, pulchra, pulchrum → Adverbielle Form: pulchr-ē
  • Adjektive der dritten Deklination erhalten regelmäßig das Suffix -(i)ter. Beispiele:
celer (mask.) celeris (fem.), celere (neutr.) → celer-iter (adv.)
fort-is (m., f.), fort-e (neutr.) → fort-iter (adv.)
vehemens (m., f., n.) (Stamm: vehement-is (gen.)) → vehemen-ter (adv., gekürzt statt *vehement-ter)

Auch zu den Steigerungsformen des Adjektivs werden adverbielle Formen gebildet:[34]

  • Der adverbielle Komparativ ist identisch mit dem Komparativ des Adjektivs im Neutrum Singular (Endung -ius):
fortis, Komparativ: fortior (m.,f.), fortius (Neutrum = adverbielle Form)
  • Der Superlativ des Adjektivs wird durch eine Stammerweiterung -issim- gebildet, die der o/a-Deklination angehört; der adverbielle Superlativ wird dann mit der regelmäßigen Endung gebildet.
vehemens, Superlativ vehement-issim-us/-a/-umvehementissim-ē (adv.)

Adverbformen in den romanischen Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die lateinische Adverbmarkierung wurde in der Geschichte der romanischen Sprachen schon sehr früh durch andere Bildungen ersetzt. Es entwickelten sich dann zwei Typen:[35]

  • Zum einen der Gebrauch von neutralen Formen des Adjektivs, also Formen, die wie Adjektive mit einem Genusmerkmal aussehen, aber keine Übereinstimmung (Kongruenz) mit einem Bezugswort ausdrücken. In manchen romanischen Sprachen bzw. Varietäten begegnen auch endungslose Adjektive.
    • Spanisch trabajan duro „Sie arbeiten hart(mask.).“
    • Katalanisch treballen dur
  • Zum anderen ein Affix der Form -ment(e). (In der Fachliteratur wird auch für diesen Typ diskutiert, ob es sich um Derivation oder Flexion des Adjektivs handelt.[36])

Für weitere Einzelheiten siehe auch unter Spanische Grammatik#Prädikative und adverbielle Adjektive und Spanische Grammatik#Adverb.

Neutrale Flexionsformen, und zwar dann Formen des Neutrums, zur Markierung adverbieller Adjektive finden sich auch in den nordgermanischen sowie in den slawischen Sprachen.

Adverbformen im Englischen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Englischen können Adjektive produktiv mit einer Endung versehen werden, wenn sie in adverbieller Funktion gebraucht werden, nämlich durch Anhängen des Suffixes -ly. Beispiele: beautiful-ly, stupid-ly, quick-ly. Auch bei diesen traditionell stets „Adverbien“ genannten Bildungen ist der Wortart-Status uneindeutig.

Unter den eindeutigen Fällen von Wortbildungsaffixen im Englischen gibt es auch eine Variante von -ly, die Adjektive ableitet:[37]

friend → friend-ly (Substantiv → Adjektiv)
dead → dead-ly (Adjektiv → Adjektiv; nicht produktiv)

Im Unterschied hierzu kann das adverbbildende -ly nicht von anderen Wortbildungsregeln weiterverarbeitet werden, obwohl eine solche Einschränkung nicht einmal für einfache Adverbien gilt (vgl. das Beispiel seldom):

friendly → friendliness (Adjektiv → Substantiv)
deadly → deadliness  (Adjektiv → Substantiv)
seldom → seldomness („Adverb“ → Substantiv)

Jedoch nicht:

rarely → * rareliness (stattdessen nur: rareness, auch wenn die Bedeutung die gleiche ist wie seldomness)

Eine weitere Eigenart ist, dass das adverbielle Affix im Inneren von Komposita in der Regel wegfällt, auch wenn ein Bezugswort vorhanden ist, das im Satz eine adverbielle Form erfordern würde:[38]

to spread widely — aber: widespread

Die Eigenschaft, dass adverbielles -ly im Inneren von komplexen Wortstämmen stets wegfallen muss, unterscheidet es von echten Wortbildungsaffixen und wäre stattdessen eher typisch für eine Flexion des Adjektives. Aus solchen und weiteren Beobachtungen wird von verschiedenen Autoren abgeleitet, dass es sich bei den englischen Formen wie rare-ly der Wortart nach weiterhin um Adjektive handeln müsste.[39] Die traditionelle Bezeichnung „Adverb“ wäre dann auch hier nur als Bezeichnung einer grammatischen Funktion zu verstehen, nicht als eine Wortart im strikten Sinn.

Abgeleitete Adverbien im Deutschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anders als in vielen anderen Sprachen haben im Deutschen Adjektive keine Markierung für die adverbiale Funktion als solche (dieses waren die Fälle, in denen Diskussion aufkam, ob es sich um Flexion des Adjektivs handelt). Für spezielle Bedeutungstypen von Adverbialen gibt es aber im Deutschen verschiedene Ableitungen von Adjektiven und Substantiven, die dann eindeutig der Wortbildung zugerechnet werden[40] (häufig, aber nicht ausschließlich Satzadverbiale). Beispiele:

dumm → dummerweise
erwiesen → erwiesenermaßen 
Vorsicht → vorsichtshalber

Historisch handelt es sich hier um die nicht reguläre Bildungsweise der Zusammenrückung, also Umkategorisierung einer syntaktischen Verbindung zu einem einzigen Wort. Im Inneren dieser Formen sieht man daher mitunter noch alte Flexionselemente bzw. Fugenlaute. Beispielsweise:[41]

  • Aus dem Substantiv halbe (= mhd. für „Seite“; auch in: inner-halb) entsteht: vorsicht.s-halber (nhd. auch parallele Umdeutung als Postposition: der Vorsicht halber)
  • Aus dem Substantiv weise (= „Weise“ im Nhd.) entsteht dumm-er-weise (ursprünglich adverbieller Genitiv). Rechtschreibregeln haben hier zeitweise auch die Schreibung dummer Weise vorgesehen. Diese Bildung ist im heutigen Deutsch sehr produktiv.

Obwohl diese Bildungen also historisch auf Substantive als Zweitglied zurückgehen, werden einige der Formen manchmal auch als adjektivisch flektierte Attribute verwendet (Beispiel: „ein letzter, gezwungenermaßener Reisestopp“). Ein Übergang in die Kategorie Adjektiv deutet sich also zumindest teilweise an.[42]

Ein weiteres wiederkehrendes Muster, das ebenfalls eindeutig dem Bereich der Wortbildung angehört, sind Formen auf -s, zu denen es auch Alternativen als Adjektive auf -ig gibt:

rückwärt-s / rückwärt-ig
abwärt-s / abwärt-ig
beiderseit-s / beiderseit-ig

Steigerung von Adverbien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bestimmte Untergruppen von Adverbien, die steigerbare Eigenschaften bezeichnen, können auch mit Steigerungsformen (Komparativ und Superlativ) auftreten. Hierin drückt sich eine Nähe dieser Adverbien zur Kategorie Adjektiv aus.

Im Fall von Adverbien, die aus Adjektiven abgeleitet werden, ist es grundsätzlich möglich, dass erst zu einem Adjektiv die Steigerungsform gebildet wird, und diese dann zu einem Adverb abgeleitet wird. Dieser Fall ist weiter oben schon für das Lateinische illustriert worden. Andere Fälle sehen jedoch so aus, dass ein lexikalisches Adverb vorliegt, das dann mit einer Steigerungsform versehen wird.

Im Englischen wird die Steigerung eines Adverbs durch den Zusatz von more und der Superlativ durch most bezeichnet. Dies gilt in gleicher Weise für abgeleitete wie für einfache Adverbien:

quicklymore quickly
oftenmore often

Im Deutschen existieren einige Fälle von Adverbien, die Steigerungsformen bilden,[43] vorwiegend, aber nicht immer, durch Suppletion (Austausch des Stammes):

baldeheram ehesten
wohlwohleram wohlsten
gernlieberam liebsten
oftöfteram häufigsten (selten auch: am öftesten)[44]

Obwohl die Grundformen nur adverbiell vorkommen, ist jedoch in einigen dieser Fälle die Komparativform nachweislich ein Adjektiv, denn sie kann flektiert als Attribut vorkommen:[45]

Öftere Kontrollen sind ratsam.“
„Die ehere Verfügbarkeit ist ein Vorteil.“

Sprachen mit flektierten Adverbien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Definitionsansatz, wonach Adverbien generell als unflektierbare Wortart charakterisiert werden, hat das Problem, dass die Existenz von Flexion die Eigenschaft ist, in der die Sprachen der Welt sich besonders stark unterscheiden. Ebenso wie bei den klassischen „unflektierbaren Wortarten“ Präposition und Konjunktion, die in manchen Sprachen sehr wohl mit Flexion vorkommen, sind auch bei Adverbien Flexionsformen beschrieben worden, allerdings selten. Die Zuschreibung der Wortart Adverb stützt sich dann darauf, dass es Wörter sind, die aus formalen Gründen keiner anderen Wortart zugeteilt werden können.

Flektierte Adverbien sind unter anderem in mehreren Sprachen der Kaukasusregion beschrieben worden. Das folgende Beispiel aus dem Artschinischen zeigt Kongruenz des Adverbs mit dem Subjekt des Satzes:[46]

   buwa        dez dītaru      xoalli barʃi  erdi
Mutter(FEM.SG) mir früh-FEM.SG Brot   backen AUX-FEM.SG
„Die Mutter hat mir früh das Brot gebacken.“

Nicht nur das Hilfsverb (AUX) als finiter Teil des Prädikats stimmt hier im Merkmal "Femininum Singular"[47] mit dem Subjekt des Satzes überein, sondern zusätzlich auch das Adverbial „früh“.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der französische Schriftsteller Léon Bloy schreibt in einer Rezension des Werkes Là-bas seines Kollegen Joris-Karl Huysmans:

„Das Adverb ist der Grammatik zufolge ein unveränderliches Wort, das das Verb, das Adjektiv oder ein anderes Adverb durch eine Vorstellung vom Ort, von der Zeit, von den Umständen, etc. verändert. Dieser gefährliche Untergebene ist der Schäferhund der Satzherde. Wenn er befiehlt, dann um zu verschlingen. Der saturnischen Literatur zufolge ist dasselbe Adverb eine Vokabel der Abenddämmerung, die sich anschickt, die Affirmation unfruchtbar zu machen, durch Plombieren die Konturen des Wortes zu verwischen und in einem Nebel die monströsen Paarungen der Antinomie zu begünstigen. Es ist der Wohltäter des Nichts.“

Léon Bloy: Die Inkarnation des Adverbs. In: Über das Grab von Huysmans. Merve, Berlin 2009, S. 67

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hadumod Bußmann (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. 4. durchgesehene u. bibliographisch ergänzte Auflage unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7. Lemma: Adverb, S. 8.
  • Duden. Die Grammatik. 8. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 2009.
  • Wolfgang Fleischer, Irmhild Barz: Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. 4. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2012. (Kapitel 4: Wortbildung des Adverbs).
  • Wilhelm Geuder: Eine Art Wortart: Das Adverb im Deutschen. In: Zeitschrift für Sprachwissenschaft 38-2 (2019), 191–241. DOI: https://doi.org/10.1515/zfs-2019-2004.
  • Heinz Giegerich: The morphology of -ly and the categorial status of ‘adverbs’ in English. In: English Language and Linguistics, 16 (2012), S. 341–359.
  • Helmut Glück (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. 4. aktualisierte u. überarbeitete Auflage. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart u. Weimar 2010, ISBN 978-3-476-02335-3. Lemma: Adverb, S. 12.
  • Ludger Hoffmann: Adverb. In: ders. (Hrsg.): Handbuch der deutschen Wortarten. Walter de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-021507-6, S. 223–264.
  • Martin Hummel: Adjectives with adverbial functions in Romance. In: Martin Hummel, Salvador Valera (eds.): Adjective Adverb Interfaces in Romance. John Benjamins, Amsterdam 2017. S. 13–46.
  • John Payne, Rodney Huddleston, Geoffrey Pullum: The distribution and category status of adjectives and adverbs. In: Word Structure 3, 2010, 31–81. Manuskriptversion als pdf.
  • Harm Pinkster: On Latin Adverbs. North-Holland, Amsterdam 1972. (Elektronische Version: Amsterdam University Press, 2006. DOI: https://doi.org/10.1515/9789048503995 )
  • Karin Pittner, Judith Berman: Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch. 4. Auflage, Narr, Tübingen 2010 (EA 2004), ISBN 978-3-8233-6610-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Adverb – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Kurzzitate beziehen sich auf die obige Literaturliste)

  1. Pittner & Berman (2010), S. 21
  2. Zum Beispiel: Wolfgang Motsch: Deutsche Wortbildung in Grundzügen. Walter de Gruyter, Berlin 1999, S. 154; Dudengrammatik (2009), S. 354 / RandNr. 478
  3. Fleischer & Barz (2012), Kap. 4.4
  4. Fleischer & Barz (2012), Kap. 4.3.1
  5. Nach der englischen Wiedergabe der lateinischen Grundbedeutung in Pinkster (1972), S. 35(fn.)
  6. Hoffmann (2009), S. 223.
  7. Gisa Rauh: Adverbs as a linguistic category (?). In: Karin Pittner u. a. (Hrsg.): Adverbs. Functional and diachronic aspects. John Benjamins, Amsterdam 2015, S. 19–45.
  8. So die Duden-Grammatik in ihrer Ausgabe 1966, laut archivierter Kopie (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive), ebenso Canoonet: Das Adverb.
  9. So die Dudengrammatik in der 8. Auflage. 2009, S. 569. Auch: Pittner & Berman 2004, S. 21.
  10. G. Helbig, J. Buscha: Deutsche Grammatik. Langenscheidt, Berlin 2001, S. 305. Ebenso: Ines Balcik, Klaus Röhe, Verena Wróbel: Die große Grammatik. Deutsch. Pons, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-12-561561-8, S. 350.
  11. z. B. Pittner/Berman 2004, S. 17 präsentieren diese Analyse als unstrittig, ebenso die IDS-Grammatik unter http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/sysgram.ansicht?v_typ=d&v_id=278
  12. Duden: Die Grammatik. 8. Auflage. 2009, S. 567.
  13. Pittner/Berman 2004, S. 21; Duden: Die Grammatik. 7. Auflage. 2005, Rn. 840.
  14. Pittner/Berman (2004), S. 25. – Dort wird allerdings kein ausdrückliches Grammatikalitätsurteil für entsprechende Beispielkontraste abgegeben. Ebenso Dudengrammatik (2009) S. 588 / Randnr. 871: „Gradpartikeln können betont werden. Meistens können sie nicht allein ins Vorfeld verschoben werden“ (ohne Beispiele für letzteres).
  15. Dudengrammatik 2009, S. 601 / Randnr. 898
  16. Ausführlich hierzu Geuder (2019), Abschnitt 5
  17. z. B. Josef Bayer, Markus Bader: On the syntax of prepositional phrases. In: A. Späth (ed.) Interface and Interface Conditions. de Gruyter, Berlin 2007, S. 157–179.
  18. Geuder (2019), S. 222.
  19. Kritische Diskussion dieser Analyse: David Lee: Intransitive prepositions: Are they viable? In: Peter Collins, David Lee (eds.): The clause in English: in honour of Rodney Huddleston. John Benjamins, Amsterdam 1999, S. 133–148.
  20. Beispiel aus: Jinqi Fu et al.: The VP within process nominals: Evidence from adverbs and the VP anaphor Do-So. In: Natural Language and Linguistic Theory 19-3 (2001), S. 549–582. doi:10.1023/A:1010654105760.
  21. Payne et al. (2010), Beispiel von S. 52.
  22. Vgl. Hofmann (2009), S. 223
  23. Duden: Die Grammatik. 7. Auflage. 2005, ISBN 3-411-04047-5, Rn. 839.
  24. Für eine Einteilung mit mehr Typen siehe: http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/sysgram.ansicht?v_typ=d&v_id=525
  25. Frank Liedtke: Grammatik der Illokution: über Sprechhandlungen und ihre Realisierungsformen im Deutschen. Gunter Narr Verlag, 1998, ISBN 3-8233-5102-8, S. 101.
  26. Dudengrammatik (2009) S. 572 / Randnr. 845
  27. Vgl. Regine Eckardt: Manner adverbs and information structure: Evidence from the adverbial modification of verbs of creation. In: Ewald Lang et al. (eds.): Modifying adjuncts. Mouton de Gruyter, Berlin 2003, S. 261–305.
  28. Siehe Werner Frey, Karin Pittner: Zur Positionierung der Adverbiale im deutschen Mittelfeld. 1998 (online, PDF; ursprünglich in: Linguistische Berichte, 176, S. 489–534).
  29. Artemis Alexiadou: Adverbial and adjectival modification. In Marcel den Dikken (ed.): The Cambridge Handbook of Generative Syntax. Cambridge University Press, Cambridge (UK) 2013, pp. 458–484. — Siehe S. 459-
  30. Siehe Inhaltsverzeichnis in: Hans Rubenbauer, J.B. Hoffmann: Lateinische Grammatik. C.C. Buchners Verlag, Bamberg 1977.
  31. Karl Bayer, Josef Lindauer (bearb.): Lateinische Grammatik. C.C. Buchners Verlag, Bamberg 1977. S. 45.
  32. Hummel (2017). S. 27; 32–34.
  33. Pinkster (1972), S. 63
  34. Es ist also nicht das Adverb, das gesteigert wird. Vgl. Pinkster (1972). S. 70
  35. Siehe Hummel (2017), von dort auch die Beispiele
  36. Vgl. Georgette Dal: Les adverbes de manière en -ment du français: Dérivation ou flexion? In Nabil Hathout, Fabio Montermini (eds): Morphologie à Toulouse, pp.121–147. Lincom, München 2007.
  37. Giegerich (2012), S. 341
  38. Giegerich (2012), S. 343
  39. Siehe Giegerich (2012) für weitere Literaturangaben. Ein Beispiel für den entgegengesetzten Standpunkt ist Payne et al. (2010), S. 6.
  40. Fleischer & Barz (2012), S. 361
  41. Fleischer & Barz (2012), S. 367 ff.
  42. Geuder (2019), S. 208ff., und dort zitierte Literatur
  43. Dudengrammatik (2009), S. 570 / Randnr. 841
  44. Online-Duden
  45. Geuder (2019), Abschnitt 3.3.3.
  46. Zitiert nach: Nicholas Evans: Word classes in the world’s languages. In: Geert Booij, Christian Lehmann, Joachim Mugdan (eds.): Morphologie / Morphology. Ein internationales Handbuch zur Flexion und Wortbildung / An international handbook on inflection and word-formation. De Gruyter Mouton, Berlin 2000. Band 1, S. 708–732. Dort Beispiel (18).
  47. In der Originalquelle eigentlich: „Klasse II“ statt „Femininum“