Spanische Grammatik

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Die spanische Grammatik ist dadurch gekennzeichnet, dass Spanisch eine relativ flektierende Sprache ist, mit zwei grammatischen Geschlechtern und über 50 konjugierten Formen pro Verb, aber einer eingeschränkten Flexion von Substantiven, Adjektiven und Determinativen.

Titelblatt der ersten spanischen Grammatik, Gramática de la lengua castellana von Antonio de Nebrija (1492)

Syntaktisch gehört Spanisch zu einem Sprachtyp, in dem das Objekt dem Verb folgt (VO-Sprache). Die Wortstellung ist normalerweise Subjekt-Verb-Objekt, auch wenn Variationen, z.B. eine Stellung des Subjekts am Satzende, häufig sind.

Spanisch ist eine sogenannte Pro-Drop-Sprache[1][2] d. h. Pronomen als Subjekt des Satzes können weggelassen werden, wenn sie nicht kontrastierend gemeint sind, da die Verbform bereits dieselben Merkmale wie ein Personalpronomen enthält.[3][4] Für das spanische Substantiv gilt lediglich eine Anpassung an Genus und Numerus. Adjektive werden für gewöhnlich dem Substantiv, auf das sie sich beziehen, nachgestellt. Es gibt keine Kasusendungen wie im Deutschen.

Für die Produktion neuer spanischer Wörter aus vorhandenen Wörtern, also die Wortbildung, formación de palabras benutzt das Spanische beide der üblichen Haupttypen: Wortableitung (Derivation, derivación) und Wortzusammensetzung (Komposition, composición).[5][6][7]

Die Wortbetonung in der spanischen Sprache, der Wortakzent, erfolgt regelhaft auf der letzten[8] oder – falls das Wort auf einen Vokal, „n“ oder „s“ endet – vorletzten Silbe[9]. In allen davon abweichenden Fällen wird die Betonung in der Schrift durch einen Akzentstrich (Akut) angezeigt, der über dem Vokal der betonten Silbe steht.[10]

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Spanische Sprache

Die spanische oder kastilische Sprache (Eigenbezeichnung español [espaˈɲol] bzw. castellano [kasteˈʎano]) gehört zum romanischen Zweig der indoeuropäischen Sprachen. Außerhalb Spaniens ist sie die häufigste Muttersprache auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Sie ist Amtssprache zahlreicher internationaler Organisationen.

Geschrieben wird Spanisch mit lateinischen Buchstaben. Im modernen Spanisch werden zusätzlich der Akut-Akzent für Vokale sowie die beiden Zeichen ñ (mit Tilde) und ü (Trema; kein Umlaut) verwendet. (In älteren Wörterbüchern finden sich auch das ch und der Digraph ll noch als eigenständige Buchstaben.) Man kann das Spanische einteilen in die Zeit des Altspanischen (ca. 1200 bis ca. 1450), des Mittelspanischen (ca. 1450 bis 1650) und des Neuspanischen (seit ca. 1650). Hier wird die Grammatik des Neuspanischen behandelt mit Schwerpunkt auf der Gegenwartssprache.

Im Jahre 1492 erschien die Gramática de la lengua castellana („Grammatik der kastilischen Sprache“) von Antonio de Nebrija. Sie war die erste gedruckte Grammatik einer romanischen und nichtklassischen Sprache. [11][12] Die Real Academia Española ist seit dem Jahr 1713 die maßgebliche Institution für die Pflege der spanischen Sprache. Regelmäßig erscheinen unter dem Dach ihres Hauses Wörterbücher, Grammatiken und orthographische Wörterbücher. Ihre Vorgaben sind im Schulunterricht und Behördengebrauch Spaniens und der Spanisch sprechenden Länder Amerikas verbindlich.[13] Im Jahre 1771 wurde die erste Grammatik der Akademie veröffentlicht.[14]

Beispiel der Konstruktion eines Wortes. Aus einem lexikalischen Morphem[15] "gat-" für dt. „Katz-“ und dem grammatischen Morphem (flexives Morphem oder Flexion) entstehen neue Wörter; dt. der Kater, die Katze, die Kater, die Katzen und Katzen.

Substantiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines zu den Formen des Substantivs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das spanische Substantiv, substantivo, wird nach Numerus, número gramatical, dekliniert (flektiert) aber nicht nach Kasus, caso morfológico. Spanische Substantive tragen grammatisches Geschlecht (Genus), género gramatical; sie sind entweder männlich oder weiblich. Substantive auf -o sind oft, aber nicht immer männlich, auf -a oft, aber nicht immer weiblich. Einige Wörter auf -ma griechischen Ursprungs sind männlich, z. B: un problema ein Problem, el idioma die Sprache; „mano“ ist weiblich: la mano derecha die rechte Hand. Wegen des Verlustes der Deklination werden, anders als im Latein, die Substantive nicht mehr nach Deklinationsklassen geordnet, allein das Genus entspricht noch gewissermaßen einer Deklinationsklasse.[16]

Das lateinische Neutrum war durch Entwicklungen der Laute im Sprech- oder Vulgärlatein meist nur noch im Nominativ und Akkusativ Plural vom Maskulinum zu unterscheiden (vgl. n. nova, m. novi die Neuen) und so verschwand es bzw. ging ins Maskulinum über. Dennoch finden sich auch im Spanischen noch Reste eines Neutrums. Abstrakte Substantivierungen von Adjektiven flektieren zwar wie Maskulina, verlangen jedoch an Stelle des maskulinen Artikels el den neutralen Artikel lo: lo bueno das Gute.

Der Plural wird bei Substantiven, die auf einen Vokal enden, durch Anhängen von s gebildet: casa Haus, casas Häuser; coche Auto, coches Autos; libro Buch, libros Bücher. Bei Substantiven, die auf einen Konsonanten enden, durch Anhängen von -es: mujer Frau, mujeres Frauen; árbol Baum, árboles Bäume; ciudad Stadt, ciudades Städte. Ausgehendes -y gilt für die Pluralbildung als Konsonant: rey König, reyes Könige.

  • Bei Substantiven auf -z endet die Pluralform auf -ces: luz Licht, luces Lichter.
  • Bei Substantiven auf -n ist häufig Akzentsetzung oder (viel häufiger) Akzentwegfall notwendig: orden Befehl, órdenes Befehle; canción Lied, canciones Lieder.

Die Aufhebung des (spanischen) Kasussystems[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ursprungssprache des Spanischen, im Lateinischen bzw. dem späteren Vulgärlatein haben die Nomina je nach ihrer syntaktischen Funktion unterschiedliche Flexionsformen, also Kasus.[17] Diese Flexionsegeln betreffen die nominalen Wortarten Substantiv, Adjektiv und Pronomen.

Der Kasus ist eine morphologische Kategorie, die durch ein System einander gegenüberstehender Formenreihen gekennzeichnet ist, üblicherweise definiert als eine grammatische Kategorie deklinierbarer Wörter, insbesondere zum Ausdruck syntaktischer Funktionen im Satz. Der Kasus bildet eine syntaktische Relation[18] in einem Satz ab. Deshalb besteht die Hauptaufgabe dieser Formen darin, grammatische Relationen wie die zwischen Subjekt und Objekt zu markieren. Die semantischen Rollen (so etwa Agens / Patiens), die von den Argumenten übernommen werden, werden syntaktischen Funktionen in der Sprache zugeordnet, etwa Subjekt und Objekt. Das Agens ist eine semantische Rolle, aber keine syntaktische Funktion, weshalb auch zwischen Agens und Subjekt klar unterschieden werden muss. Aber auch zwischen der semantischen Rolle des Patiens und der syntaktischen Funktion als direktes Objekt muss strikt unterschieden werden, auch wenn eine Phrase, die als direktes Objekt fungiert, typischerweise eine Patiens-Funktion innehat. Aber muss es nicht (Syntaktische Position ≠ Semantische Rolle), wie im folgenden Beispiel:

* Juana teme las tormentas. Johanna sie fürchtet die Stürme. Juana = Subjekt; las tormentas = Objekt (syntaktische Funktion)
* Fürchter  Furchteinflösser Befürchteter = Patiens; Furchteinflösser = Stimulus (semantische Rolle)

Im folgenden Beispiel sind Juan (semantische Rolle: Agens,  syntaktische Funktion: Subjekt) und el pan (semantische Rolle: Patiens,   syntaktische Funktion: Objekt) die Argumente vom Prädikat come (im Folgenden sind Argumente fett und Prädikate kursiv gesetzt):

*  Juan come el pan.  Hans isst Brot. Juan = Subjekt; el pan = Objekt (syntaktische Funktion)
*  Esser  Gegessene Esser = Agens; Gegessene = Patiens (semantische Rolle)

„Juan“ der „Esser“ ist ein Argument. Das Prädikat mit dem Verb „comer“ versprachlicht die auszuführende Handlung, Tätigkeit, Geschehen oder Zustand. Das „Gegessene“ oder das „el pan“ ist ein weiteres Argument, dass durch die vom Verb „comer“ ausgedrückte Handlung betroffen und sprachlich abbildet wird.

* Juana acarició al perro. Johanna streichelte zu dem Hund. Juana = Subjekt; al perro = Objekt
* Streichlerin  Gestreicheltes Streichlerin = Agens; Gestreicheltes = Patiens

Allgemein betrachtet zeigt sich im Verlust des morphologisch markierten Kasus eines der grundlegenden typologischen Merkmale, die die romanischen Sprachen vom Lateinischen unterschieden.[19][20] Denn auch das Spanische verfügt über kein morphologisch markiertes Kasussystem. Die Kasus werden im Spanischen einerseits durch Präpositionen, aber auch durch die Wortfolge selbst markiert. – Beispiele:

* El fin de la guerra. 
* Veo a mi madre.
* Veo al padre.

In den folgenden Beispielen wird die morphologische Unveränderbarkeit sowohl der femininen als auch maskulinen Determinierer in der Subjekt- wie auch der Objektposition belegt. [21] – Beispiele:

* La tía entregó la ropa a la sobrina. Die Tante sie übergab die Kleidung zu der Nichte. caso nominativo = la tía; la = caso acusativo (objeto directo); a la = caso dativo (objeto indirecto)
* El maestro entregó el palustre al albañil. Der Polier übergab die Kelle an den Maurer. caso nominativo = el maestro; el = caso acusativo (objeto directo); al = caso dativo (objeto indirecto)

Eine Entwicklung die schon zur Zeit des klassischen Lateins einsetzte und die sich darin zeigte, dass die Kasus durch eine Präposition ersetzt wurden. An die Stelle eines Flexionskasus tritt ein Präpositionalkasus[22]. – Beispiel:

* Anstatt  lateinisch: Homo homini lupus. 
* wird spanisch:  El hombre es un lobo para el hombre. [23]

Als weiteres Beispiel soll dies an den Kasus Genitiv und Dativ dargestellt werden:

Klassisches Latein Vulgärlatein Italienisch Spanisch
Genitiv filius regis – der Sohn des Königs filius de rege „de“ il figlio del re el hijo del rey
Dativ da librum patri – gib das Buch dem Vater da librum ad patrem „ad“ da il libro al padre da el libro al padre

Eine Entwicklung, die für alle romanischen Sprachen mehr oder weniger einheitlich verlief. Unterstellt man der gesprochenen Umgangssprache, dem Vulgärlatein, eine „Nutzenmaxime“ (d. h. sprich so, dass das kommunikative Ziel am besten erreicht wird), eine „Kostenmaxime“ (d. h. sprich so, dass du mit möglichst geringem sprachlichen Aufwand redest) und eine grammatische „Ökonomiemaxime“ (d. h. sprich so, dass du, soweit möglich, stärkere markierte grammatische Erscheinungen vermeidest), so ergaben sich für die Kasusendungen des Genitivs und Dativs, dass sie nicht mehr benötigt wurden. Man sprach sie bald nicht mehr und schließlich wurden sie überwiegend auch nicht mehr geschrieben. Eine ähnliche Entwicklung zeigten die Kasus des Nominativs (Subjekt[24]) und Akkusativs, die nun nicht mehr nach ihren Endungen, sondern durch ihre Stellung vor bzw. nach dem Prädikat unterschieden wurden. Dadurch entfiel die Notwendigkeit, die Kasusendungen überhaupt zu nutzen. Aber in dem Vorteil einer „Vereinfachung“ kam als semantisch konsequente Folge der Nachteil zum Vorschein, dass durch den Wegfall der Kasusendungen eine freiere Wortstellung, wie im Lateinischen möglich, nunmehr verloren ging. Die Wörter im Satz waren nicht mehr (weitgehend) beliebig platzierbar.[25]

In den kasusbestimmten Sprachen kommt den Kaususendigungen die wichtige Funktion im Satz zu eine syntagmatische Verknüpfung einzelner Wörtern zu ermöglichen. Durch den Wegfall der Kasusendungen (analytische Lösung) – er setzte schon mit dem „Vulgärlatein“ ein – stand die für die lateinische Sprache typische freie Wortanordnung (synthetische Lösung) zur Disposition.[26] Reste des aus dem Lateinischen stammenden morphologischen Kasus finden sich bei den Personalpronomina. Der grammatische Kasus ist nicht morphologisch und nur noch pronominal, ansonsten vollzieht sich etwa die Nominativ–Akkusativ-Unterscheidung durch die Wortstellung und eine differenzielle Objektmarkierung.[27]

Das Spanische hat keine Kasus­endungen, so dass das morphologische Kasussystem weitgehend verschwunden und teilweise durch Präpositionensysteme ersetzt worden ist. Die Präpositionen weisen den Nomen ihren Kasus zu, somit erhält das spanische Substantiv seine grammatische Funktion im Satz nicht durch eine Markierung am Wortstamm, sondern durch Verhältniswörter und durch die Stellung im Satz. In der deutschen Umgangssprache gibt es eine ähnliche Bildung, wie sie im Spanischen allgemeines Prinzip ist. Der deutsche Satz „Das ist das Haus von meinem Onkel“ (eigentlich stünde hier der Genitiv „Das ist das Haus meines Onkels“) stellt eine Beziehung zwischen dem „Haus“ und „meinem Onkel“ nicht mehr über eine Deklination her, vielmehr wird dies über eine Präposition erreicht. Während sprachgeschichtlich beispielsweise im Lateinischen die Präpositionen ad für „hin, hinzu“ sowie für „von und herab“ einen konkreten, ortsbezogenen Sinn hatten, erfüllen die spanischen Präpositionen, im Verlaufe des Sprachwandels verändert, deutlich abstraktere Aufgaben in der Darstellung grammatischer Relationen, wie sie im Lateinischen etwa durch die Kasus Genitiv und Dativ erfüllt worden waren.

  • Nominativ und Akkusativ (direktes Objekt; der Kasus „der Bewegung und des zielgerichteten, dynamischen Geschehens“) sind gleich; aber bei Personen oder Tieren im Akkusativ (präpositionaler Akkusativ) wird die Präposition a vorangestellt. Beim Artikel el wird die Präposition zu al. – Beispiele:
* Compra una mesa Er kauft einen Tisch.
* Llama a los amigos Sie ruft die Freunde.
* Llama al amigo. Sie ruft den Freund.
  • Genitiv (possessives Objekt oder Genitiv-Attribut) und Dativ (indirektes Objekt; „der Kasus des statischen Zustands oder der Lagebezeichnung, des Besitzers und des Empfängers“).[28] Der Genitiv wird mit der Präposition de gebildet, die zusammengezogenen Formen lauten del. Für den Dativ gilt bei Personen ebenfalls die Präposition a. Nach einer Präposition im Satz steht der Akkusativ ohne a. – Beispiele:
* Es el regalo de Florentina Das ist das Geschenk Florentinas.
* Florentina contesta a un amigo Florentina antwortet einem Freund.
* Es la puerta de la cabaña. ¿De qué es la puerta? De la cabaña. Es ist die Tür der Hütte. Wessen Tür? Der Hütte.

Während das indirekte Objekt (in der Kasusterminologie Dativ) mit der Präposition „a“ eingeleitet wird, kann ein solches Vorgehen in bestimmten Fällen auch für das direkte Objekt (in der Kasusterminologie Akkusativ) gelten. – Beispiele:

* Juana compra puritos al marido Juana kauft ihrem Mann Zigarillos (indirektes Objekt, Dativ).
* Juana espera a Carlos Juana wartet auf Carlos (direktes Objekt, Akkusativ).

oder pronominalisiert

* Juana lo espera (a Carlos) Juana wartet auf ihn (auf Carlos).

Zwei Regeln lassen sich für die Anwendung des mit „a“ markierten direkten Objekts formulieren:

  • Wenn das direkte Objekt eine Person oder eine personifizierte Entität in eindeutiger und bestimmter Weise bezeichnet, wird man die Präposition „a“ voranstellen;
  • besteht ein Sachbezug, kann man das direkte Objekt zum Zweck der syntaktischen Eindeutigkeit oder Hervorhebung mit einer vorangestellten Präposition „a“ markieren. – Beispiele:
* Busco un gato Ich suche eine Katze.
* Busco a mi gato Ich suche meine Katze.

Ein weiteres Beispiel:

So lautet der deutsche Satz: Die Mutter kauft der Tochter ihrer Freundin ein Auto.

Die Mutter kauft der Tochter ihrer Freundin ein Auto.“

Die Mutter das Subjekt (im Nominativ), der Tochter das Dativ-Objekt (= Ergänzung im Dativ), ihrer Freundin das Genitiv-Attribut (= Ergänzung im Genitiv) und ein Auto das Akkusativ-Objekt (= Ergänzung im Akkusativ)

Im Spanischen: La madre compra un coche a la hija de su amiga.

La madre compra un coche a la hija de su amiga.“

La madre das Subjekt (im Nominativ), un coche das direkte Objekt (Akkusativ) (= Ergänzung im Akkusativ) a la hija das indirekte Objekt (Dativ) Objekt (= Ergänzung im Dativ), de su amiga das Genitiv-Attribut (= Ergänzung im Genitiv)

In pronominalisierter Form: La madre se lo compra Die Mutter kauft ihr es.

La madre se lo compra.“

La madre das Subjekt (im Nominativ), se das indirekte Objekt (Dativ) Objekt (= Ergänzung im Dativ), lo das direkte Objekt (Akkusativ) (= Ergänzung im Akkusativ) compra.

Diminutiv- und Augmentativformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt im Spanischen verhältnismäßig viele Diminutiv- und Augmentativsuffixe, diminutivo y aumentativo um eine Verniedlichung bzw. Vergrößerung auszudrücken.

  • Zu den Diminutivsuffixen zählen zum Beispiel: -(c)ico/-(c)ica, -(c)illo/-(c)illa, -(c)ín/-(c)ina, -(c)ito/-(c)ita. – Beispiel: pobrecito armes Kerlchen.
  • Zu den Augmentativsuffixen zählen: -azo/-aza, -ón/-ona, -ote/-ota. Beispiel: jamonazo Riesen-Schinken

Adjektiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adjektive und Nomen sind in der spanischen Sprache wesentliche Bedeutungsträger, denn anders als im Deutschen wird in den romanischen Sprachen häufiger anstelle der Substantivierung, bzw. der substantivischen Zusammensetzungen auf die Verbindung der beiden Wortgruppe zum Ausdruck neuer Bedeutungseinheiten zurückgegriffen.[29] – Beispiele:

* rendimiento máximo Spitzenleistung; Höchstleistung; Maximalleistung
* frecuencia normal Normalfreuquenz
* mala suerte Unglück; Pech
*  alta tensión Hochspannung

Adjektive sind bestimmt durch das Geschlecht (Genus) und die Zahl (Numerus) der Substantive, auf die sie sich beziehen, das bedeutet, dass spanische Adjektive flektierbar sind. Die Übereinstimmung der Flexionsmerkmale zwischen Adjektiv und Substantiv nennt man im Spanischen concordancia. Adjektive zählen zu den Autosemantika also zu den Lexemen (Grundeinheit des Wortschatzes), welche im Gegensatz zu einem Synsemantikum eine vom Kontext unabhängige und selbständige lexikalische Bedeutung aufweisen. In ihrer Bedeutung können Adjektive die Eigenschaften von Dingen und Personen, aber auch von Ereignissen angeben.

Adjektive sind entweder zweiendig oder einendig.

    • Bei den zweiendigen endet die weibliche Form auf -a. Dazu gehören die sehr vielen Adjektive mit der männlichen Form auf -o. – Beispiel: rojo / roja rot.
      • Zweiendig sind einige Nationalitätsadjektive. – Beispiele: español / española spanisch, alemán / alemana deutsch, francés / francesa französisch.
    • Die meisten einendigen Adjektive enden auf -e oder Konsonant. – Beispiele: verde grün, azul blau, feliz glücklich, joven jung.
  • Der Plural wird entsprechend den Regeln für Substantive gebildet: rojos / rojas, españoles / españolas, alemanes / alemanas, franceses / francesas, verdes, azules, felices, jóvenes.
  • Das Adjektiv steht hinter dem Substantiv, das es näher beschreibt. – Beispiel: De pronto vimos una casa roja Plötzlich sahen wir ein rotes Haus.
    • Ein Adjektiv, das eher bewertend benutzt wird, steht meistens vor dem Substantiv. – Beispiel: la blanca arena de Cancún Cancúns weißer Sand.
    • Einige Adjektive stehen vor dem Substantiv rein konventionell. – Beispiele: los altos precios die hohen Preise, una pequeña duda ein kleiner Zweifel.
    • Pronomen und Ordinalzahlen stehen in der Regel vor dem Substantiv: mucha gente viele Leute, segundo tiempo zweite Halbzeit.
  • Bei der männlichen Form im Singular von vorangestelltem bueno und malo entfällt das ausgehende -o: buen hombre guter Mann, mal día schlechter Tag. Das trifft auch für die Ordinalzahlen primero und tercero zu: primer tiempo erste Halbzeit, tercer gol drittes Tor. Ebenso für die Indefinitpronomen alguno und ninguno: algún problema irgendein Problem, ningún móvil kein Handy.
    • Bei Voranstellung im Singular wird grande um die letzte Silbe, cualquiera um das ausgehende -a verkürzt: un gran hombre ein großer Mann, una gran mujer eine große Frau, cualquier hombre jeder Mann, cualquier mujer jede Frau.
  • Komparation, comparación: Anders als im Lateinischen werden die Gradunterschiede der Adjektive nicht durch morphologische Abwandlungen erreicht, sondern durch lexikalische Mittel, das Voranstellen sogenannter Steigerungspartikel, etwa fuerte, más fuerte, el más fuerte. Gleichen Grad der Eigenschaft drückt man aus mit tan … como: una bici tan cara como ésta ein so teures Rad wie dieses. Der höhere Grad wird ausgedrückt mit más … que: una bici más cara que ésta ein teureres Rad als dieses. Zum Ausdruck des höchsten Grades setzt man den bestimmten Artikel vor den Komparativ: la bici más cara [de todas] das teuerste Rad [von allen].
    • Einige Adjektive verfügen über Sonderformen der Komparation, die teilweise mit der Steigerungspartikel más + Adjektiv koexistieren: bueno/mejor, malo/peor, pequeño/menor, grande/mayor. Beispiele: un mal menor, ein kleineres Übel, un país mayor que España, ein größeres Land als Spanien; la mejor bici, das beste Fahrrad, las peores noticias, die schlimmsten Nachrichten.
    • Der durch den Superlativ ausgedrückte Elativ wird in der Regel mit der Steigerungspartikel muy + Adjektiv gebildet: estas bicis son muy caras diese Fahrräder sind sehr teuer. Das Suffix -ísimo bedeutet Ähnliches: unas bicis carísimas sündhaft teure Fahrräder. Noch vorhandene selbstständige Formen des Elativs sind u. a.: pésimo (von malo) etwa allerschlechtest, paupérrimo (von pobre) etwa bettelarm, óptimo (von bueno) etwa optimal.
  • Kongruenz, congruencia gramatical: Das Adjektiv stimmt immer in Zahl und Geschlecht mit dem Substantiv oder Pronomen überein, auf das es sich bezieht. – Beispiele:
    • unas bicis caras teure Fahrräder;
    • las bicis eran caras die Fahrräder waren teuer;
    • „Nosotras estábamos muy nerviosas“, dijeron las señoras „Wir waren sehr nervös“, sagten die Damen.

Syntaktische Positionen der Adjektive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Syntaktisch können Adjektive an verschiedenen Positionen eines Satzes eingesetzt werden, sie können dabei:

Für die prädikative und attributive Verwendung gilt die Kongruenz im spanischem Satz. So werden bei einem attributiv eingesetzten Adjektiv die Adjektive nach den Nomen positioniert, die sie näher charakterisieren.– Beispiele:

* El coche es nuevo y bonito. Das Auto ist neu und schön. Prädikativer Gebrauch.[31]
* Juana lo miró absorta. Juana ihn sie sah verblüfft. Subjektsprädikativ, complemento predicativo subjetivo
* Lleva los botas rotos. Sie/er trägt zerrissene Stiefel. Objektsprädikativ, complemento predicativo objetivo
* Estas son edificos bonitos. Diese sind Gebäude schöne. Attributiver Gebrauch. 
* Estas son casas feas. Diese sind Häuser hässliche. Attributiver Gebrauch. 
* Juana posa tranquila. Juana posierte ruhig. Adverbialer Gebrauch, subjektbezogen.
* Juan la parla aflojada. Juan sie sprach entspannt. Adverbialer Gebrauch, objektbezogen.

Man kann nach Bull (1954)[32] zwischen folgenden attributiven Adjektiven unterscheiden:

  • Adjektive, die nur nachgestellt, sich also in einer Postposition befinden;
  • Adjektive die vorgestellt, also in einer Anteposition sind oder nachgestellt werden können; dabei aber keinen Bedeutungswechsel erfahren oder ausüben;
  • Adjektive, die in einer Ante- oder Postposition gesetzt werden können, deren Positionswechsel aber mit einem Bedeutungswechsel einhergeht.

Da es im Spanischen kein Substantiv im Neutrum gibt – rudimentär findet sich das Neutrum bei den Personalpronomen –, gilt dies auch für Adjektive, sowohl für die attributiv gebrauchten; – Beispiel:

  • una casa roja ein rotes Haus

wie für die Adjektive, die prädikativ eingesetzt werden (bei diesen steht ein Verb wie estar, ser, queder, resultar, creer, considerar, llevar oder parecer). Dieses zum Satzglied gewordene Adjektiv steht nach dem Verb. – Beispiel:

  • El río es inmenso Der Fluss ist riesengroß.

In der Verwendung der Adjektive, ob attributiv oder prädikativ wie schon erwähnt, richtet sich ihre Flexion in Geschlecht, Zahl nach dem Substantiv auf welche sie sich beziehen. Dabei ist die Anzahl der gegebenen Subjektive einzubeziehen.

  • ein Substantiv: flexiert nach diesem einen Substantiv, Beispiel:
    • 'libros instructivos e informativos', un coche rápido
  • zwei oder mehrere Substantive mit gleichem Genus: flektiert nach dem Genus aber im Plural. – Beispiel:
    • libros de lectura y con fotos nuevos
  • mehrere Substantive unterschiedlichen Genus: flektiert nach maskulinem Genus, weibliches Adjektiv nicht unmittelbar voranstellen, bei vorangestellten Adjektiven werden diese nach Genus und Numerus nach dem ersten folgenden Substantiv flektiert. – Beispiel:
    • chicos y chicas simpáticos, bonitas vistas y paisajes.

Spanische Adjektive können in zwei differenten, syntaktischen Konstruktionen eingesetzt werden. Als attributive Adjektive modifizieren sie innerhalb einer Nominalphrase deren nominalen Kopf. – Beispiel:

* Una chica pelirroja. Ein rothaariges Mädchen.

In Form des prädikativen Adjektivs aber können sie in Kombination mit einem Kopulaverb (ser oder estar) als Satzprädikat auftreten. – Beispiel:

* El pelo es de color rojo.[33][34][35]

Es sind fünf syntaktische Funktionen bekannt:

  • 1. adyacente (Begleiter) eines Substantivs. – Beispiel:
    • buen libro grande gutes, großes Buch.
  • 2. atributo (Attribut) eines Substantivs durch ein Kopulaverb. – Beispiel:
    • Pedro es, está o parece sano Pedro ist/scheint gesund.
  • 3. complemento predicativo (prädikative Ergänzung). – Beispiel:
    • La mujer llegó cansada Die Frau kam müde an.
  • 4. núcleo (Kern) eines sintagma adjetivo (adjektivischen Syntagmas). – Beispiel:
    • muy próximo al barrio sehr nahe am Viertel.
  • 5. núcleo eines sintagma preposicional (propositionalen Syntagmas). – Beispiel:
    • Lo acusaron por tonto Sie erklärten ihn für dumm.

In der deutschen Grammatiktheorie wird hingegen die Verwendung eines Adjektivs mit einem Kopulaverb als prädikativ eingestuft. – Beispiele[36] (siehe auch oben):

* Der schöne Tag (attributive Verwendung)
* Der Tag ist schön. (prädikative Verwendung)
* Er singt schön. (adverbiale Umstandsbestimmung)

Stellung des Adjektivs zum Substantiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Stellung des Adjektivs (Voranstellung oder Nachstellung) gibt es keine allgemeingültigen Regeln.[37] Dennoch kann die Stellung eine zusätzliche Aussage generieren. Das vorangestellte Adjektiv gibt häufig dem subjektiven Gefühl Ausdruck, das nachgestellte Adjektiv hingegen verleiht dem näher zu charakterisierenden Substantiv eine objektive, wörtliche Bedeutung.[38] Damit resultieren unterschiedliche Bedeutungen. – Beispiele:

  • Voranstellung: una extraña mujer eine seltsame Frau.
  • Nachstellung: una mujer extraña eine fremde Frau.

Für die Positionen des attributiven Adjektivs finden sich in der Literatur einige Gegensatzpaare:

attributive Adjektive Voranstellung zum Substantiv Nachstelllung zum Substantiv
Ebene der Erläuterung und Auflistung erläuternd (explikativ) bestimmend (spezifizierend, definierend)
Ebene der Beurteilung einer Sache, eines Ereignisses oder eines Sachverhalts subjektiv objektiv
Ebene der emotionalen Beurteilung eines Ereignisses affektiv logisch
Ebene oder Beschreibung, Merkmale eines Sachverhaltes bewertend darstellend

[39] Martin Hummel (2000)[40] untersuchte erneut die spanischen Adjektive in ihrer Verwendung als adverbale Adjektive, Beispiel: Los hombres roncar fuertes und ihrer unterschiedliche semantische Bedeutung zu der Formulierung Los hombres roncar fuertemente. Sind doch nach seiner Analyse die mente-Adverbien keinesfalls mit den adverbalen Adjektiven gleichzusetzen.

Adverb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adverbien gehören zu der Gruppe der nicht flektierbaren Wörter und bleiben somit in allen Sätzen oder Stellungen unveränderbar. Sie zählen zu den Autosemantika also zu den Lexemen (Grundeinheit des Wortschatzes), welche im Gegensatz zu einem Synsemantikum eine vom Kontext unabhängige und selbständige lexikalische Bedeutung aufweisen. Sie geben an, wann, wie, wo oder unter welchen Umständen eine Handlung, ein Ereignis oder eine Tätigkeit geschieht. Sie charakterisieren die Art und Weise einer Handlung oder eines Ereignisses genauer oder geben die Eigenschaften für Ereignisse an. Der Begriff „Adverb“ abgeleitet vom lateinisch adverbium also „zum Wort gehörig“ kann insofern missverständlich sein, dass man den Begriff fälschlich als einzig „zum Verb“ deutet. Aber Adverbien können sich ein Verb oder anderes Adverb, ein Adjektiv, aber auch als sogenanntes Adverbial auf ganze Satzbestandteile beziehen.[41] näher beschreiben und sind dabei bezogen auf den Numerus und Genus unveränderlich.[42]

Im Spanischen unterscheidet man ursprüngliche Adverbien, adverbios originarios, wie bien, aquí, allí, von abgeleiteten Adverbien, adverbios derivados, wie etwa rápidamente, decentemente oder intensamente. Adverbien werden in fast allen Fällen durch das Suffix  -mente gebildet, das an die weibliche Form des Adjektivs angehängt wird.

Ursprünglich kannte die lateinische Sprache spezielle Endungen zu der Ableitung von Adverbien aus den Adjektiven, so „-e“ für die Adjektive der „o“- bzw. „a“-Deklination, „-iter“ für die „i“- und konsonantische Deklination. Diese Bildungsmöglichkeiten gingen in den romanischen Sprachen verloren.[43]

Sprachgeschichtlich gesehen handelt es sich bei den Adverbien, die auf  -mente enden, um zusammengesetzte Wörter, wie sie im Lateinischen als Syntagmen in der Gestalt eines femininen Adjektivs und des Ablativs „mente“ des femininen Substantivs „mens“ (lateinisch Geist, Esprit) gebildet wurden, so zum Beispiel „sana mente“.

Daneben findet man einige Adverbien, adverbios adjetivales, die gleich lauten wie die maskuline Form der Adjektive, es sind also adverbale Adjektive. Solche adverbial gebrauchten Adjektive bleiben aber im Gegensatz zu den eigentlichen Adjektiven unveränderlich, sie stimmen also nicht mit einem Substantiv überein und weisen immer die Endung masculino singular auf, das bedeutet, sie enden auf die Konsonanten „o“ und „e“. Adverbale Adjektive können dabei subjektbezogen sein, so das Beispiel

  • Los hombres duermen tranquilos Die Männer schlafen ruhig; oder aber auch objektbezogen wie im Beispiel
  • La mataron dormida Sie töteten sie, als sie schlief.[44][45][46]

Nach ihrer semantischen Funktion oder ihren Aufgaben im Sinnzusammenhang des Satzes lassen sich die Adverbien in Klassen, clases de adverbios, zusammenfassen:

  • Adverbien des Ortes, adverbios de lugar: aquí, allí, ahí, allá, acá, arriba, abajo, cerca, lejos, delante, detrás, encima, debajo, enfrente, atrás, alrededor.
  • Adverbien der Zeit, adverbios de tiempo: antes, después, luego, pronto, tarde, temprano, todavía, aún, ya, ayer, hoy, mañana, siempre, nunca, jamás, próximamente, prontamente, anoche, enseguida, ahora, mientras, anteriormente.
  • Adverbien der Art und Weise, adverbios de modo: bien, mal, regular, despacio, deprisa, así, tal, como, aprisa, adrede, peor, mejor, fielmente, estupendamente, fácilmente, negativamente, responsablemente und alle Formen mit -mente.
  • Gradadverbien,[47] adverbios de cantidad o grado: muy, poco, mucho, bastante, más, menos, algo, demasiado, casi, solo, solamente, tan, tanto, todo, nada, aproximadamente.
  • Adverbien, die die Funktion von Modalverben übernehmen:
    • Affirmationsadverbien, adverbios de afirmación: sí, también, cierto, ciertamente, efectivamente, claro, exacto, obvio, verdaderamente, seguramente, asimismo etc.
    • Adverbien der Negation, adverbios de negación: no, jamás, nunca, tampoco.
    • Adverbien des Zweifels, adverbios de duda o dubitativos: quizá(s), acaso, probablemente, posiblemente, seguramente, tal vez, puede, puede ser, a lo mejor.
  • Interrogativadverbien, adverbios interrogativos/exclamativos y relativos: cuándo, cómo, cuánto y dónde (verwandte Formen sind identisch, werden aber ohne Akzent geschrieben).
  • Verschiedene Adverbien, otros adverbios: solo/solamente, aún, inclusive, además, únicamente, incluso; mismamente, propiamente, precisamente, concretamente; viceversa, contrariamente, siquiera, consecuentemente.[48]

Die Stellung der Adverbien ist stark vom intendierten Fokus im Satz abhängig. Je weiter am Satzende ein Adverb platziert wird, desto stärker ist es betont. Generell gilt, dass das Adverb in der Regel nach einem Verb, aber vor einem Adjektiv und vor einem anderen Adverb steht.[49] Im Allgemeinen wird das Adverb nicht zwischen das Hilfsverb und das Vollverb gesetzt. Beziehen sich die Adverbien auf ein anderes Adverb oder auch ein Adjektiv, wird es vor dieses andere Adverb oder Adjektiv gesetzt.

Einige Adjektive aber können keine Adverbien bilden oder diese wirken stilistisch schwerfällig. Hier besteht die Möglichkeit der Umschreibung, so etwa mit der Bildung de manera + Adjektiv, Beispiel: de manera precisa präzise, genau. Oder mit de modo + Adjektiv, Beispiel: de modo paciente geduldig. Auch mit der Präposition con + Substantiv können solche Umschreibungen vorgenommen werden, Beispiel: con paciencia mit Geduld.

Adverbien lassen sich im Spanischen steigern. Einen einfachen Superlativ gibt es nicht, hierfür steht dann ein Relativsatz. Möglich sind folgende Steigerungsstufen für Adverbien:

  • positiv mit tan ... como oder igual de ... que genauso ... wie
  • komparativ mit más que mehr als oder menos que weniger als
  • absoluter Superlativ mit dem Suffix -ísimo bzw. bei vorhandener Endung -mente durch das Suffix -ísimamente.

Syntaktische Negation durch Adverbien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adverbien der Verneinung verwendet man, um Aussagen bzw. Äußerungen zu verneinen (siehe auch lexikalische Negation). Zu den Adverbien (Adjektiven) der Verneinung gehören etwa no, nein, nicht ni, nicht einmal, weder...noch, nunca, niemals, nadie, niemand, nada, nichts, ningún/-a, -o, -os, -as, kein, sin ohne.[50] Je nachdem welche Phrase negiert wird, lassen sich folgende Gruppen skizzieren:

  • Negation der Verbalphrase VP. Vor der finiten Verbform. – Beispiel:
    • Es no es verdad. Das nicht es ist wahr.

Vor der infiniten Verbform. – Beispiel:

  • Por no haber llevado chaleco antibalas se asesinó atiros. Weil er/sie keine schusssichere Weste mitgenommen hat, er/sie wurde erschossen.

In Modalsätzen sind sowohl das modale als auch infinite Verb verneinbar, jeweils mit unterschiedlichen Bedeutungen.

  • Negation der Nominalphrase NP. – Beispiel:
    • Nadie es perfecto. Niemand ist perfekt.
  • Negation der Adverbialphrase AdvP[51]. – Beispiel:
    • Nunca digas nunca. Nie du sollst sagen nie.
  • Negation der Präpositionalphrase PP. – Beispiel:
    • La industria del aceite de palma explotan sin escrúpulos. Die Palmölindustrie sie beuten ohne Skrupel aus.[52]

Zunächst steht das Verneinungsadverb no immer vor dem Verb. Treten Objekt- oder Reflexivpronomen auf, wird das no vor diesen platziert. – Beispiel:  Affirmativer Satz:

  • Me lo compro. Mir es ich kaufe.

Negation. – Beispiel:

  • No me lo compro. Nicht mir es ich kaufe.

Da das Adverb no im Spanischen zwei Bedeutungen und Funktionen hat, steht es doch zum einen für ein nein und zum anderen für das nicht im Sinne der Negation des finiten Verbs, erscheint in der spanischen Verneinung no zweimal. – Beispiel:

  • ¿Has ido al sacerdote? No, no he ido al sacerdote. Bist du gegangen zum Priester? Nein, nicht ich bin gegangen zum Priester.

Da es prinzipiell im Spanischen die Möglichkeit gibt die Adverbien der Verneinung, so nadie, nada oder ningún vor oder hinter dem finiten Verb zu platzieren, muss im Falle einer Anordnung hinter dem Verb die Verneinung mit no vor dem Verb (wiederholt) wiedergegeben werden. Beispiel die Verneinung steht regulär vor dem Verb. – Beispiel:

  • Ningún problema es grave. Kein Problem ist ernsthaft.

Bei der Verwendung des Verneinungsadverbs hinter dem Verb. – Beispiel:

  • No existe ningún problema grave. Nein, es existiert kein ernsthaftes Problem.

Demnach gilt für die doppelte Verneinung, doble negación; das erste negierende Adverb steht vor und das zweite hinter dem Verb. Vor dem Verb steht immer das Adverb no. Im Gegensatz zu der deutschen doppelten Verneinung die auch eine Bejahung sein kann, ist diese im Spanischen aber immer eine Affirmation. – Beispiel: Affirmativ:

  • No bebo nunca nada. Nicht ich trinke nie nichts.

Konjunktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Konjunktion (spanisch)

Sie zählen zu den Synsemantika also Wörter beziehungsweise Wortarten, die keine lexikalische Bedeutung aufweisen, sondern in einem Satz eine rein grammatische Funktion haben. Das Spanische kennt zwei Klassen von Relatoren oder Relationselementen: die Präposition und die Konjunktoren. Beides sind grammatische flexionslose Beziehungswörter ohne Satzgliedwert. Ihr Unterschied zeigt sich auf syntaktischer Ebene als Relationsglieder (siehe auch Konstituente, Satzglieder, elementos oracionales) und in ihren semantischen Beziehungen.[53]

Konjunktionen können Wörter, Wortgruppen und im Vergleich zu Präpositionen auch Sätze bzw. Satzteile miteinander verbinden. Sie sind eine Wortart, mit der man Satzglieder oder ganze Sätze, sogenannte Hauptsätze und Nebensätze, logisch und grammatisch miteinander verbinden kann.[54] Deshalb heißen sie im Deutschen auch Bindewörter und im Spanischen conjunciones.[55]

Die spanischen Konjunktionen lassen sich in drei Wortgruppen einteilen:

  • Einzelwort-Konjunktionen; das sind die koordinierenden Konjunktionen, die dazu dienen, gleichrangige Sätze oder Satzteile miteinander zu verbinden: y und, o oder, pero aber, aunque obwohl
  • zusammengesetzte Konjunktionen; möglich sind Adverbien + que; Präpositionen + que; Präpositionen + Substantiv + que[56]
  • Adverbien[57]

Subordinierende Konjunktionen nutzt man, um Haupt- und Nebensätze miteinander zu verbinden. Hierzu zählen die temporalen Konjunktionen: hasta que bis, en cuanto sobald, después de que nachdem; die konditionalen Konjunktionen: como als, como si als ob, en caso de que falls; kausale Konjunktionen: porque weil, pues weil; finale Konjunktionen: para que damit; und die konsekutiven Konjunktionen: por eso deshalb, de manera que so, dass.

Werden zwei Hauptsätze durch Konjunktionen miteinander verbunden, ist zu beachten, dass im Spanischen die Verben, die Satzstellung sowie die Zeitenfolge der beiden sich verbindenden Sätze unverändert bleiben, als wären sie zwei unabhängige Sätze. Zu beachten ist, dass manche Konjunktionen den Indikativ nach sich ziehen, andere den Subjunktiv und einige auch den Infinitiv.

Die nebenordnenden Konjunktionen, die conjunciones coordinantes, platzieren sich im Satz zwischen gleichwertigen Satzelementen, etwa zwischen zwei Adjektiven, zwei Substantiven oder komplexeren Wortanordnungen wie zwei Hauptsätzen. Hingegen koordinieren die subordinierenden oder unterordnenden Konjunktionen, die conjunciones subordinantes, die Verbindung zwischen einem Hauptsatz und einem Nebensatz.

Präposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie zählen zu den Synsemantika also Wörter beziehungsweise Wortarten, die keine lexikalische Bedeutung aufweisen, sondern in einem Satz eine rein grammatische Funktion haben. Eine Präposition, preposición, oder ein Verhältniswort befindet sich in Verbindung mit den Substantiven, Adjektiven und Adverbien und stellt eine räumliche oder zeitliche Beziehung, eine Verbindung der Art und Weise, der übertragenen Bedeutung oder andere Beziehungen zwischen den Wörtern und Wortgruppen her, aber nicht zu Satzgliedern oder Sätzen. Zugleich schaffen Präpositionen syntaktische Verbindungen oder grammatische Beziehungen zwischen den verbundenen Elementen. Sie gehören mit den Konjunktionen zu den sogenannten Relatoren, damit ist das syntaktische Merkmal, also die Stellung der Präposition im Satz beschrieben.[58]

Präpositionen sind stark polysem und polyfunktional. Ihre Bedeutung hängt sehr stark vom Kontext ab in dem sie gebraucht werden.[59] Polyseme Wörter sind mehrdeutig, da man mit ein und derselben Form einer Präposition verschiedene Arten von Relationen darstellen kann.[60] Räumliche Präpositionen beschreiben Orte oder Pfade anhand eines Bezugsobjekts (das durch das Objekt der Präposition ausgedrückt wird); daneben kann ihre Bedeutung auch von Voraussetzungen abhängen, die der subjektiven Perspektive des Sprechers entstammen. Im Deutschen werden Bewegungsereignisse meist ausgedrückt, indem eine Präposition als Richtungsangabe mit einem Verb kombiniert wird, das die Art und Weise der Bewegung bezeichnet (satellite-framed-languages), während im Spanischen die Verben die Richtung bezeichnen (verb-framed-languages) und nur wo es der Sprecher für nötig hält, fügt er über Adjunkte zusätzlich Information über die Bewegungsweise hinzu.[61]

Da es im Spanischen keine Kasusendungen wie im Deutschen gibt, haben Präpositionen oft auch die Funktion, derartige grammatische Relationen anzuzeigen. Man kann aber im Spanischen nicht jede Präposition mit jedem Wort bzw. jeder Wortgruppe verbinden. Auch verändert eine Präposition manchmal die Bedeutung eines Wortes. Im Spanischen sind es die Präpositionen, die das Verhältnis zu den Objekten regeln.

In der deutschen Sprache legen die Präpositionen den Kasus der nachfolgenden Bezugswörter, der Pronomen und Substantive, fest, mit denen sie zusammen auftreten, so dass man sich im Deutschen merken muss, welchen Kasus jede Präposition nach sich zieht (möglich sind hier alle Kasus außer dem Nominativ). Dies entfällt im Spanischen.

Die Präposition wird vor dem Substantiv bzw. einer Nominalphrase platziert. Die Nominalphrase zeichnet sich als Wortgruppe aus, in deren Kern ein Substantiv oder auch ein Pronomen liegt.[62] Zu diesem Kern können als weitere Schicht Artikel oder auch Adjektive aufgelagert werden. Wird nun eine solche Nominalphrase durch eine Präposition eingeleitet, nennt sich das neue System Präpositionalphrase.

Auch in der spanischen Grammatik ist die Unterscheidung zwischen „belebt“ und „unbelebt“ als wichtigste Differenzierung zu sehen. „Belebt“ steht synonym für die Teilung „menschlich (Person)“ versus „nicht menschlich“. Im Spanischen werden die Objekte des Verbs, die als menschlich oder belebt angesehen werden, mit einer speziellen Markierung versehen, die sich aus der ursprünglich lateinischen Präposition ad ableitet.[63] Da aber auch indirekte Objekte (Dativ) so markiert werden, sehen diese direkten Objekte (Akkusativ) wie indirekte aus. Folgt aber nach dem Verhältniswort ein Pronomen, gilt dies nicht, sondern es wird ein betontes Personalpronomen benutzt.

Man schätzt die Anzahl der Präpositionen im Spanischen auf etwa achtzehn, wobei die Grenzziehung zu anderen Wortarten, etwa zu den Adverbien, schwierig sein kann.[64]

Für den Akkusativ (direktes Objekt) steht bei Personen die Präposition a. Für den Dativ (indirektes Objekt) steht ebenfalls a oder para und für den Genitiv-Attribut (= Ergänzung im Genitiv, possessives Objekt) de. Stehen die Präpositionen a und de in Verbindung mit dem maskulinen Artikel el, so werden sie zu al und del zusammengezogen (Artikelpräposition). – Beispiele: Zunächst mit der Präposition a:

  • Vamos al cine. Wir gehen ins Kino.

Im Vergleich dazu die feminine Form:

  • Vamos a la playa. Wir gehen an den Strand.

Nun die Präposition de:

  • Vengo del centro comercial. Ich komme vom Einkaufszentrum.

Spanische Präpositionen lassen sich weiter in zwei Kategorien unterteilen:

  • einfache Präpositionen, preposiciones simples, etwa con, sobre, entre, en usw.
  • zusammengesetzte Präpositionen, preposiciones compuestas, so antes de, cerca de, lejo de, encima de, junto a usw.[65]
Präposition preposición Beispiel Verhältnis oder präpositionales Bedeutungsfeld im Deutschen[66][67] Bemerkungen
a Visitó a la tía Antonia por su cumpleaños. – Er besuchte Tante Antonia zu ihrem Geburtstag. lokale Bedeutung „an, zu, nach“; temporale Bedeutung „um“  
ante Dijo ante todos que era cierto. – Er sagte vor allen, dass er sicher war. lokale Bedeutung „vor“; temporale Bedeutung „vor“  
bajo Escondió la carta bajo los libros. – Sie versteckte den Brief unter den Büchern. lokale Bedeutung „unter“  
cabe[68] El banco está cabe la farmacia. – Die Bank befindet sich neben der Apotheke. lokale Bedeutung „neben“ Vom Diccionario de la lengua española de la Real Academia Española als Präposition akzeptiert, obgleich als veraltet ausgewiesen. Steht in der Bedeutungsnähe zu junto a oder cerca de.  
con El café con leche ya estaba frío cuando llegaste. – Der Milchkaffee („Kaffee mit Milch“) war bereits kalt, als du ankamst. modale Bedeutung „mit“ Die wichtigste Präposition zur Darstellung eines Mittels und eines Werkzeuges.  
contra Las olas chocan contra las rocas del espigón. – Die Wellen schlagen gegen die Felsen der Hafenmole. lokale Bedeutung „gegenüber, gegen“  
de Compró un kilo de limones. – Sie kaufte ein Kilo Zitronen. lokale Bedeutung „von, aus“; temporale Bedeutung „in, bei“ Laut Real Academia Española dient die Präposition auch dazu, um ein Datum festzulegen: „23 de enero del 2012“.  
delante de Cruce delante de una antigua iglesia. – Kreuzung vor einer alten Kirche. lokale Bedeutung „vor“  
desde Desde octubre no había vuelto a ver a su padre. – Seit dem Oktober war er nicht mehr zurückgekehrt, um seinen Vater zu sehen. lokale Bedeutung „aus, von … aus, von“; temporale Bedeutung „von … an, seit“  
durante Durante su visita al museo, Juan se maravilló de la belleza de las pinturas exhibidas. – Während seines Museumsbesuches staunte Juan über die Schönheit der ausgestellten Gemälde. temporale Bedeutung „während“  
en Entró en la cárcel por tráfico de drogas. – Er rückte ins Gefängnis ein wegen Drogenbesitzes. lokale Bedeutung „in, an, auf, bei“; temporale Bedeutung „innerhalb von“, Zeitraum; modale Bedeutung „in“  
encima de El libro está encima de la silla. – Das Buch liegt auf dem Stuhl. lokale Bedeutung „auf, oberhalb, über“  
entre Dijo que el secreto debería quedar entre nosotros. – Sie sagte, dass das Geheimnis unter uns bleiben sollte. lokale Bedeutung „zwischen, innerhalb/unter [einer Gruppe Menschen]“  
fuera de Mi tío está fuera de la casa. – Mein Onkel ist außer Haus. lokale Bedeutung „außerhalb“  
hacia Embarcó en el vuelo hacia Cochabamba. – Er ging an Bord des Fluges nach Cochabamba. lokale Bedeutung „zu, auf, nach, gegen“; temporale Bedeutung „etwa um, gegen“  
hasta La fiesta duró hasta las ocho. – Das Fest dauerte bis acht. lokale Bedeutung „bis“; temporale Bedeutung „bis“  
mediante Resolvió el caso mediante pistas encontradas. – Sie löste den Fall mittels gefundener Spuren. modale Bedeutung „mittels, durch“ In den meisten Fällen austauschbar mit der Präposition con.
para Tengo un libro para Juan. – Ich habe ein Buch für Juan. temporale Bedeutung „zu, an“, finale Bedeutung „um zu, für, zu“ Die wichtigste Präposition zur Darstellung von Absicht, Bestimmung und Zweck.  
por Tengo un libro firmado por el autor. – Ich habe ein Buch, das vom Verfasser signiert ist. kausale Bedeutung „wegen, durch, für, aus, von“; temporale Bedeutung „in, um, an“ Die wichtigste Präposition zur Darstellung von Preisen, Tauschobjekten, Verwechslung, Ersatz. Allgemein in Beziehung zu Ursache und Vernunft (retrospektiv).  
según Cocinó la carne según las indicaciones de su abuela. – Sie kochte das Fleisch gemäß den Anweisungen ihrer Großmutter. modale Bedeutung „gemäß, nach, laut“    
sin Llegamos a una calle sin salida. – Wir sind auf eine Straße ohne Ausfahrt gelangt. modale Bedeutung „ohne“ Abgeleitet vom lateinischen „sine“ (deutsch „ohne“).  
so[69] Volvió a su país so pena de ser arrestado. – Er kehrte in sein Land zurück unter der Androhung, verhaftet zu werden. kausale Bedeutung „unter“  
sobre Juan puso la manzana sobre el escritorio. – Juan legte den Apfel auf den Schreibtisch. lokale Bedeutung „auf, über“  
tras Lo enterró en el árbol que se encuentra tras el edificio. – Sie verbarg es im Baum, der sich hinter dem Gebäude befindet. lokale Bedeutung „hinter, nach“; temporale Bedeutung „nach“  
versus El próximo partido es el que enfrenta al equipo de aquí versus el de allí. – Das nächste Spiel ist jenes, das die Mannschaft von hier gegenüber der von dort konfrontiert. modale Bedeutung „gegenüber“  
vía[70] Voló de Texas hasta Australia, vía Londres. – Er flog von Texas nach Australien über London. lokale Bedeutung „via, [auf dem Weg] über“  

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie zählen zu den Synsemantika also Wörter beziehungsweise Wortarten, die keine lexikalische Bedeutung aufweisen, sondern in einem Satz eine rein grammatische Funktion haben.

Bestimmter Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Formen
    • maskulin Singular: el. – Beispiel: el coche das Auto
    • feminin Singular: la. – Beispiel: la casa das Haus
    • maskulin Plural: los. – Beispiel: los coches die Autos
    • feminin Plural: las. – Beispiel: las casas die Häuser
  • Der bestimmte Artikel wird nicht dekliniert: en el mundo in der Welt; con los españoles mit den Spaniern.
  • del und al: Die Präpositionen de und a verschmelzen mit el: el coche del jefe das Auto des Chefs; en metro al aeropuerto mit der U-Bahn zum Flughafen.
  • el als femininer Artikel: Vor einem femininen Substantiv, das mit betontem a (oder ha) beginnt, benutzt man el statt la: el agua das Wasser, el haya die Buche.
  • Der Artikel lo wird vor einem Adjektiv, einer Ordinalzahl oder einem Possessivpronomen benutzt, dann entstehen Substantivierungen: lo bueno das Gute, lo primero das Erste, lo suyo das Seine / Ihre.
  • Gebrauch: Der bestimmte Artikel funktioniert weitgehend wie im Deutschen. Es gibt jedoch ein paar wichtige Unterschiede im Gebrauch.
    • Vor señor, señora und Titeln steht el oder la: El señor López no vino Herr López kam nicht; La doctora García es peruana Dr. García ist Peruanerin.
    • Nach todos, todas steht los, las: todos los pueblos alle Dörfer; todas las ciudades alle Städte.
    • Der Gegenstand von Präferenzen trägt den bestimmten Artikel: Me gusta el gazpacho Ich mag Gazpacho; Ella odia las policíacas Sie hasst Krimis.
    • Das Subjekt von Allgemeinaussagen trägt den bestimmten Artikel: Los gatos no vuelan Katzen können nicht fliegen.

Unbestimmter Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Formen
    • maskulin Singular: un. – Beispiel: un coche ein Auto
    • feminin Singular: una. – Beispiel: una casa ein Haus
    • maskulin Plural: unos. – Beispiel: unos coches Autos, ein paar Autos
    • feminin Plural: unas. – Beispiel: unas casas Häuser, ein paar Häuser
  • Der unbestimmte Artikel wird nicht dekliniert: en un pueblo in einem Dorf, en unos minutos in einigen Minuten.
  • Die Vollform uno wird pronominal gebraucht: Este paisaje es uno de los más bellos de España Diese Landschaft ist eine der schönsten Spaniens.
  • un als femininer unbestimmter Artikel: Vor einem femininen Substantiv, das mit betontem a (oder ha) beginnt, benutzt man un statt una: un alma eine Seele, un haba eine Saubohne.
  • Bedeutung von unos, unas
    • Wird als unbestimmter Artikel für zweiteilige Gegenstände, Paare und Pluralia tantum gebraucht: unas gafas eine Brille; unos zapatos ein Paar Schuhe; unos padres severos strenge Eltern; unos alrededores preciosos eine wunderschöne Umgebung.
    • Übersetzt ein paar, einige: hace unas semanas vor ein paar Wochen.
    • Übersetzt etwa, zirka vor Zahlen: una niña de unos diez años ein Mädchen von etwa zehn Jahren.
    • Wird sehr gern beim Plural für nicht ganz Unbekanntes verwendet: Estuve en casa de unos amigos Ich bin bei Freunden gewesen.
  • Gebrauch: Der spanische unbestimmte Artikel deckt sich im Gebrauch weitestgehend mit dem deutschen unbestimmten Artikel. Bemerkenswert ist der Wegfall des unbestimmten Artikels in einigen wenigen syntaktischen und semantischen Kontexten.
    • Vor otro fällt der unbestimmte Artikel weg: en otro país in einem anderen Land; con otra bici mit einem anderen Fahrrad.
    • Bei bestimmten Begriffen fällt häufig der unbestimmte Artikel weg, wenn sie Objekt von tener und buscar sind: Ya tiene novia Er hat schon eine Freundin; Estoy buscando piso Ich suche eine Wohnung.

Das indefinite Subjekt („man“)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Spanischen gibt es keine lexikalische Entsprechung für das deutsche „man“ oder das französische „on“. Man drückt ein unbestimmtes bzw. als unbestimmt zu geltendes Subjekt aus durch se, durch uno/una, durch die dritte Person Singular des Verbs und durch die zweite Person Singular des Verbs.

  • Se ist die häufigste Entsprechung von „man“. – Beispiele:
    • ¿Cómo se dice eso en español? Wie sagt man das auf Spanisch?;
    • ¿Dónde se paga? Wo zahlt man?;
    • Aquí se está más seguro Hier ist man sicherer;
    • Al final de esta calle se gira a la derecha Am Ende dieser Straße biegt man nach rechts;
    • En ese país se tortura In diesem Land wird gefoltert;
    • Ahora se comprende que actúen así Jetzt versteht man, warum sie so handeln;
    • Se presiente lo peor Man ahnt das Schlimmste;
    • Así no se educa a nadie So erzieht man keinen Menschen;
    • Se ha visto a mujeres llorando Man hat weinende Frauen gesehen.
  • Indefinite se-Sätze sind eigentlich Reflexivsätze. Dies ist maßgebend für die Stellung der Verneinung no, der verbundenen Pronomen ebenso wie für die Prädikatskonkordanz, wenn das Satzsubjekt im Plural steht. – Beispiele:
    • ¿Se sabe o no se sabe? Weiß man es, oder weiß man es nicht?;
    • Se les dio lo que querían Man gab ihnen, was sie wollten;
    • Así se evitan accidentes So verhindert man Unfälle;
    • Son dos sucesos que no se pueden comparar Es sind zwei Ereignisse, die man nicht vergleichen kann;
    • No se os puede dejar solos Man kann euch nicht allein lassen.
  • Die Indefinitpronomen uno und una werden bei Selbsteinbeziehung des Sprechers verwendet. – Beispiele:
    • Uno se siente estafado Man fühlt sich betrogen;
    • ¿Pierde una derechos cuando es madre? Verliert man Rechte, wenn man Mutter wird?
  • Die dritte Person Plural des Verbs wird verwendet, wenn es um die Handlungen von Gruppen oder die Einzeltat eines Unbekannten geht. Bei dieser Variante eines unbestimmten Subjekts schließt sich der Sprecher als Handelnder aus. – Beispiele:
    • Dicen que viajar ilustra Man sagt, Reisen bildet;
    • Pedimos información y nos envían esto Wir haben um Information gebeten und man schickt uns das;
    • Tocaron el timbre Es klingelte;
    • Cuando mataron a Lennon, yo no había nacido Als Lennon getötet wurde, war ich noch nicht geboren.
  • Die zweite Person Singular wird eher familiär verwendet. – Beispiel:
    • Si protestabas, te echaban a la calle Wenn du klagtest, setzte man dich auf die Straße.

Direktes (Akkusativ-), indirektes (Dativ-) Objekt und Genitiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein direktes Objekt, objeto directo, steht für ein Objekt, das gemäß seiner semantischen Rolle nicht aktiv handelt, sondern etwas erleidet, mit dem etwas geschieht.[71] Es entspricht zumeist dem deutschen Akkusativ, es antwortet im Deutschen auf die Frage "Wen oder was?".

Ein indirektes Objekt, objeto indirecto, steht für ein Objekt, das den Empfänger des Gegebenen darstellt. Es gleicht dem deutschen Dativ und antwortet im Deutschen auf die Frage "Wem?"[72]

Bezeichnet das direkte Objekt eine Person, so wird die Partikel a vorangestellt. – Beispiele: No conozco a tus hermanos Ich kenne deine Geschwister/Brüder nicht. Diese Partikel wird auch vor (kontrastive) Pronomina als Objekt gesetzt, sie entfällt nur bei Klitika: Tú no conoces a mis hermanos, ¿verdad? Du kennst meine Geschwister/Brüder wirklich nicht?

  • No, no los conozco Nein, ich kenne sie nicht.

Wenn in einem Aussagesatz ein direktes Objekt (in der Kasusterminologie Akkusativ) existiert, rückt dieses in der Regel vor das indirekte Objekt (in der Kasusterminologie Dativ). Im Deutschen sind die Positionen umgekehrt. – Beispiel: Isabel ha demostrado la cámara a sus amigas Isabel hat ihren Freundinnen ihr Zimmer gezeigt. Das direkte Objekt (Frage „Wen oder was?“), la cámara, folgt vor dem indirekten Objekt („Wem?“), a sus amigas, dem Subjekt, („Wer oder was?“), Isabel, und dem Prädikat („Was wird getan?“), ha demostrado.

Das direkte und indirekte Objekt kann durch Objektpronomen[73] (siehe Abschnitt Personalpronomen) ersetzt werden, pronombres del complemento de objeto directo bzw. indirecto. Werden dabei Satzteile durch ein Pronomen ersetzt, bezeichnet man dies im Spanischen auch als complemento directo beim Akkusativ oder als complemento indirecto, wenn das Objekt im Dativ ersetzt wird.

Für die Stellung im Satzbau ergeben sich jeweils folgende Möglichkeiten:

  • direkt vor dem konjugierten Verb. In den zusammengesetzten Zeiten vor dem konjugierten Hilfsverb „haber“.[74]
  • an der Infinitivform des Verbs direkt anhängend, also als ein gemeinsames Wort. – Beispiel: Voy a recibirlo. Ich werde es empfangen.
  • ebenso beim Gerundium, gerundio, auch hier anhängend als ein zusammengesetztes Wort. – Beispiel: Estoy recibiéndolo. Ich empfange es grade.

Falls ein Dativpronomen wie le oder les[75] vor einem der Akkusativpronomen wie lo, los, la oder las steht, wird das Dativpronom zu se umgewandelt. Die spanischen Dativ- und Akkusativpronomen benutzt man, um sich auf Dinge oder Personen zu beziehen, die bereits genannt wurden.[76]

  • Das direkte Objekt (das Akkusativobjekt, complemento directo) ist bei Sachbezeichnungen unmarkiert: Vimos la casa Wir sahen das Haus.
Bei Personen- und Tierbezeichnungen steht vor dem Akkusativobjekt die Präposition a. – Beispiele:
  • Vimos a los niños Wir sahen die Kinder;
  • Acarició a una perrita Er streichelte eine kleine Hündin.
a steht auch vor Pronomen, die Personen bezeichnen. – Beispiel:
  • ¿Viste a alguien? Hast du jemanden gesehen?;
  • No vimos a nadie Wir sahen niemanden;
  • ¿A quién has saludado? Wen hast du gegrüßt?
Bei zahlreichen Verwendungsweisen von tener sowie bei unbestimmter Benennung steht kein a vor Personen- oder Tierbezeichnungen. – Beispiele:
  • Tenemos Papa Wir haben einen Papst;
  • Tengo un gato Ich habe eine Katze;
  • Secuestraban niños Sie entführten Kinder.
  • Das indirekte Objekt (das Dativobjekt, complemento indirecto) wird mit der Präposition a eingeführt: Envió un mail a su novia Er schickte seiner Freundin eine Mail.
Es ist im Spanischen üblich, mit den Dativformen des Personalpronomens (le und les bzw. se) das Dativobjekt vorwegzunehmen. – Beispiele:
  • Le dio la mano a su adversario Er gab seinem Gegner die Hand;
  • Quiero enseñarles esto a mis amigos Ich möchte dies meinen Freunden zeigen;
  • El libro se lo llevaré a Beatriz la semana que viene Das Buch werde ich Beatriz nächste Woche bringen.

Das Genitiv-Objekt, ist ein Satzteil, der mit der Präposition de ausgedrückt wird. – Beispiel:

  • Este es el libro de la Sra. Muñoz Das ist das Buch der Frau Muñoz.

Zusammengefasst: Wenn man für das direkte und indirekte Objekt die beiden unbetonten Personal- oder Objektpronomen in einem Satz verwendet, werden beide vor dem Verb (Prädikat) platziert. Zuerst kommt im spanischen Satz das Objekt, das etwas erfährt, dem etwas gegeben wird. Dann folgt erst das Objekt, das nicht aktiv handelt. Die Reihenfolge der Objektpronomen ist in der Ordnung des Satzes wie folgt festgelegt:

Subjekt – indirektes Objektpronomen (Dativ)direktes Objektpronomen (Akkusativ) – Verb.[77]

  • (Yo) te doy el coche.„(Ich) dir ich-gebe das Auto.“ Also: Ich gebe dir das Auto.
  • (Yo) te lo doy.„(Ich) dir es ich-gebe.“ Also: Ich gebe es dir.
  • (Nosotros) les damos el coche a las sobrinas.„(Wir) ihnen wir-geben das Auto den Nichten.“ Also: Wir geben das Auto den Nichten.
  • (Nosotros) se lo damos.„(Wir) ihnen es wir-geben.“ Also: Wir geben es ihnen.

Pronomen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Pronomen (spanisch)

Pronomen, pronombres, vertreten ein Nomen und dienen dazu, auf Gegenstände (einzelne Gegenstände, Substanzen, Gruppen) Bezug zu nehmen, ohne diese zu benennen. Pronomen können Zusammenhänge bezüglich gedanklicher Gegenstände (Vorstellungen) bzw. deren Umsetzung in die Sprache herstellen, indem sie auf die in der Sprachproduktion Folgendes oder schon Ausgedrücktes, Erwähntes verweisen. Hierdurch ist im weiteren Sinne des Wortes der Sprachökonomie eine vereinfachte Formulierung in geschriebener oder gesprochener Sprache möglich, indem sie Wiederholungen (komplexer) Nomen vermeiden hilft. Pronomen, die im Nominativ stehen, sind das Subjekt des Satzes, hingegen sind die Pronomen oder Substantive, die im Genitiv, indirekten oder direkten Objekt stehen, Objekt des Satzes. Sie zählen zu den Synsemantika also Wörter beziehungsweise Wortarten, die keine lexikalische Bedeutung aufweisen, sondern in einem Satz eine rein grammatische Funktion haben. Die Personalpronomen zählen zu den sprachlichen Ausdrucksmitteln der Personaldeixis.[78][79][80]

Prinzipiell werden substantivische Pronomen von attributiven Pronomen unterschieden; erstere können ohne ein Substantiv verwendet werden, letztere nicht. – Beispiel:

  • ¿Dónde está tu código? He olvidado el mío Wo ist dein Zugangscode? Ich habe meinen vergessen.
  • Aber: ¿Dónde está tu código? He leído este clave Wo ist dein Zugangscode? Ich habe diesen Zugangscode gelesen.

Personalpronomen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pronomen können Nomen vertreten. Pronomen können Zusammenhänge bezüglich gedanklicher Gegenstände (Vorstellungen) bzw. deren Umsetzung in die Sprache herstellen, indem sie auf die in der Sprachproduktion folgendes oder schon ausgedrückte, erwähntes verweisen.[81] Das lateinische Präfix „pro“ steht für „für; anstelle von“; das Pronomen nimmt also die Funktion eines Nomens ein. Personalpronomen übernehmen aber nicht nur die Funktion eines Nomens (Nominalphrase), die Subjekt sind (Subjektpronomen, pronombres usados como sujetos), sondern auch die Aufgaben für Nomen, die Objekt sind (Objektpronomen, pronombres de complemento directo u indirecto). Die Objektpronomen ersetzen Nomen, die direktes oder indirektes Satzobjekt sind.

Mit den Personalpronomen[82] wird der Personaldeixis Ausdruck verliehen. Die Personal- oder Personendeixis, deixis personal verweist auf einen Kommunikationspartner, wie z. B. yo ich, du: Um zu wissen, auf wen oder was diese Deixis zeigt, muss man wissen, wer der Sprecher bzw. Adressat ist, also die Gesprächssituation kennen. Sie markiert die Grundkonstellation menschlicher Kommunikation.[83] Das Personalpronomen, pronombre personal, wird im Spanischen durch die grammatischen Kategorien von Person, Numerus, Genus und auch Kasus definiert. Die unbetonten Personalpronomen stehen stellvertretend für Personen oder Sachen. Die Personalpronomen des Nominativs werden deshalb zumeist weggelassen, da sie in der konjugierten Verbform, dem Prädikat, ihren Ausdruck finden.[84] – Beispiel:

  • No lo he visto Ich habe es nicht gesehen (direktes Objekt; der Kasus „der Bewegung und des zielgerichteten, dynamischen Geschehens“).

Das direkte Objekt kann durch das Pronomen lo oder la in der Singularform oder durch die Pluralformen los oder las ersetzt werden. – Beispiele:

  • Carlos come melocotónes Carlos isst Pfirsiche.Carlos los come Carlos isst sie.
  • Carlos come manzanas Carlos isst Äpfel.Carlos las come Carlos isst sie.

Treffen zwei Personalpronomen an einem Verb zusammen, gilt die Regel: Person (indirektes Objekt, in der Kasusterminologie Dativ) vor Sache (direktes Objekt, in der Kasusterminologie Akkusativ). – Beispiel:

  • Lo he comprado en el salón del automóvil Ich habe ihn [den Wagen] an der Autoausstellung gekauft.

Treffen zwei Personalpronomen der dritten Person an einem Verb zusammen, so wird aus dem Dativpronomen (indirektes Objekt) le, les das Pronomen se. – Beispiel:

  • Les da el coche Er/sie gibt ihnen das Auto; wird zu Se lo da Er/sie gibt es ihnen.

Ist das direkte Objekt (Akkusativ) ebenso eine Person, dann gilt die Regel: indirektes Objekt (Dativ) vor Akkusativ. – Beispiele:

  • ¿Conoce Vd. a mi amiga? Kennen Sie meine Freundin?
  • Se la presente Ich stelle sie Ihnen vor.

Um die Person besonders zu betonen, stehen zwei Pronomen gleichzeitig. Die unbetonte Form des Personalpronomens vor dem Verb und die betonte Form des Personalpronomens am Satzanfang bzw. nach dem Verb. – Beispiel:

A mi no me han invitado Ich bin derjenige, den sie nicht eingeladen haben / Mich haben sie nicht eingeladen.[85]
Person Kasus
Nominativ und Vokativ
(als Subjekt des Satzes)
Ablativ[86]
(nach Präpositionen oder instrumental)[87]
Akkusativ
(direktes Objekt)
Dativ
(indirektes Objekt)
Reflexiv
(Akkusativ und Dativ)
Genitiv
(Possessiv)
1. Pers. Sg. ich yo mí (conmigo) me[88][89] me[90] mio/mia
2. Pers. Sg. du tú/vos ** ti (contigo) te[91][92] te[93] tuyo/tuya
3. Pers. Sg. Mask. er él él, sí (consigo) * lo, le[94][95] le (se) se[96] suyo
3. Pers. Sg. Fem. sie ella ella, sí (consigo) * la[97] suya
3. Pers. Sg. Neutr. es - -, - (-) * - -
3. Pers. Sg. Höflichkeitsform Sie usted usted, sí (consigo) * lo, la, le suyo/suya
1. Pers. Pl. Mask. wir nosotros nos[98][99] nos[100] nuestro
1. Pers. Pl. Fem. wir nosotras nos nuestra
2. Pers. Pl. Mask. ihr vosotros os[101][102] os[103] vuestro/vuestra
2. Pers. Pl. Fem. ihr vosotras os -
3. Pers. Pl. Mask. sie ellos ellos, sí (consigo) * los, les[104][105] les (se) se[106] suyos
3. Pers. Pl. Fem. sie ellas ellas, sí (consigo) * las suyas
3. Pers. Pl. Höflichkeitsform Sie ustedes ustedes, sí (consigo) * los, las, les suyos/suyas

Leísmo, laísmo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leísmo nennt man die Verwendung der Dativformen le und les statt der Akkusativformen lo oder los (vorwiegend beim Bezug auf Personen), laísmo die Verwendung der Akkusativformen la und las statt der Dativformen le oder les beim Bezug auf weibliche Personen. – Beispiele:

  • La Reina le/les abrazó Die Königin umarmte ihn/sie (Plur.);
  • Su padre la/las regaló un rímel Ihr Vater schenkte ihr/ihnen eine Wimperntusche.

le und les werden vielerorts als die eigentlichen verbundenen Pronomen im Akkusativ für die Anredeweisen usted und ustedes angesehen. – Beispiel:

  • Le acompaño, señor López Ich begleite Sie, Herr López.

Betonte und unbetonte Personalpronomen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die betonten, unverbundenen, selbstständigen Personalpronomen, pronombres tónicos, sind die Nominativ- sowie die Präpositionalkasus-Formen (mit den Sonderverbindungen für con: conmigo, contigo, consigo). Diese Wörter können in verblosen Äußerungen vorkommen. – Beispiele:
    • ¡Yo! Ich!;
    • todo para ti alles für dich;
    • el problema en sí das Problem an sich.
  • Die Formen für direktes Objekt (in Kasusterminologie Akkusativ), indirektes Objekt (in Kasusterminologie Dativ) und Reflexiv sind unbetonte Wörter, die allein an eine Verbform gekoppelt benutzt werden dürfen. Spanisch nennt man sie pronombres átonos.
  • indirektes Objektpronomen (Dativ) steht vor direktem Objektpronomen (Akkusativ). – Beispiele:
    • (Yo) te lo digo Ich dir es ich sage. Ich sage es dir.

Die indirekten Objektpronomen le und les werden dann zu se. – Beispiele:

  • Se lo digo Ich sage es ihm/ihr/ihnen/Ihnen.[107]

Reflexivpronomen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reflexivpronomen, pronombres reflexivos, werden in der Konjugation von Reflexivverben mit der Endung -se verwendet. – Beispiel:

  • Me ducho por las mañanas Ich dusche mich morgens.
  • Me ducho los pelos Ich dusche mir die Haare.

Die Reflexivpronomen lauten (1., 2. und 3. Pers. Sing. und Plur.): me, te, se; nos, os, se.

Im Satz stehen die Reflexivpronomen vor dem konjugierten Verb bzw. bei den zusammengesetzten Zeiten vor dem Hilfsverb, aber hinter einer Verneinung. – Beispiel:

  • El paciente no se quiere lavar Der Patient will sich nicht waschen.

Demonstrativpronomen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Demonstrativpronomen, pronombres demostrativos, wird gewissermaßen das relationale Gefüge – räumliche, zeitliche und andere Beziehung – von Sprecher und Angesprochenem charakterisiert.

Wenn das Angesprochene in der Nähe des Sprechers ist, braucht man (jeweils Sing. mask., fem.; Plur. mask., fem.; neutr.): este, esta; estos, estas; esto, wenn es in der Nähe des Zuhörers ist: ese, esa; esos, esas; eso. Ist es von beiden entfernt, verwendet man: aquel, aquella; aquellos, aquellas; aquello.

Possessivpronomen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Possessivpronomen, pronombre posesivo, muss nur in Person, Genus und Numerus mit dem Substantiv (Nomen), auf welches es sich bezieht, übereinstimmen. Mit dem Possessivpronomen bestimmt man zu einem Bezugsobjekt einen Besitzer, eine Zugehörigkeit oder gibt einer Verbundenheit Ausdruck.

Unbetonte, schwache Possessivpronomen stehen stets vor einem Substantiv, betonte, starke immer hinter dem Substantiv, auf das sie sich beziehen. – Beispiel:

  • Este es mi coche Das ist mein Auto;
  • Aber El coche es mía Das Auto gehört mir.
unbetonte; betonte 1. Person unbetonte; betonte 2. Person unbetonte; betonte 3. Person
Maskulinum Singular mi(s);                 mío(s) tu(s);                 tuyo(s) su(s);         suyo(s)
Femininum Singular mi(s);                 mía(s) tu(s);                 tuya(s) su(s);         suya(s)
Maskulinum Plural nuestro(s);         nuestro(s) vuestro(s);        vuestro(s) su(s);         suyo(s)
Femininum Plural nuestra(s);         nuestra(s) vuestra(s);        vuestra(s) su(s);         suya(s)

Indefinitpronomen sowie Wortarten ähnlicher Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Indefinitpronomen, pronombres indefinidos,[108][109] stehen stellvertretend für eine oder mehrere unbestimmte Personen oder Sachen in der dritten Person und für Objekte, die man nicht näher quantifizieren oder identifizieren will oder kann.

Einige Indefinitpronomen: mucho, tanto, menos, más, cada, ambos, algun, nada, todo.

Affirmative Indefinitpronomen Negative Indefinitpronomen Wortart Verwendung; Bedeutung Beispielsätze
alguien, jemand nadie, niemand Substantive Zwischenmenschlich ¿Hay alguien ahí? Nadie es cura aquí.
quienquiera wer auch immer, irgendwer - Pronomen Zwischenmenschlich Quienquiera que tome esta hoja, empuñará un poder eterno.
algo, etwas nada, nichts, gar nichts Substantiv Unbelebt Un buen sitio para comer algo diferente. No tengo nada más que decir en este momento.
alguno, irgendein ninguno, keiner Pronomen Allgemein Ninguno de ellos es conductor.
algun, irgendein ningún, keiner Adjektiv Allgemein Llame a su párraco si tiene algún problema. Ningún hombre es una isla.
alguna, irgendeine ninguna, keine Adjektiv Allgemein Pero hay alguna novedad para el juego. Ninguna de ellos es automovilista.
alguna vez, gelegentlich nunca, nie Adverb Zeitlich Si alguna vez estás triste. Ella nunca fue automovilista.
algún sitio, irgendwo ningún sitio, nirgendwo Adjektiv Örtlich Hay que comenzar por algún sitio. Ningún sitio seguro para comprar ropa imitación.
dondequiera, wo auch immer, irgendwo - Pronomen Örtlich Iré dondequiera que vayas.
siempre, immer jamas, nunca, niemals, nie Adverb Allgemein Me choco siempre con la misma piedra. No, jamás ha contado.
también, auch tampoco, auch nicht Adverb Allgemein Ella tampoco es conductor.
todavía, noch ya no, nicht mehr Adverb Allgemein Ello ya no es conductor.
y, und ni, nicht Konjunktion, Adverb Verbindend, Trennend
o ... o, entweder ... oder ni ... ni, weder ... noch Konjunktion Entscheidend Ni chicha ni limonada.
bastante, ziemlich viel, genug demasiado, zu viel Adjektiv, Adverb Quantitativ El viaje era bastante largo. El vino demasiado viejo está agrio.
mucho, viel poco, wenig Adverb Quantität Tengo muchas cosas que contarte.
cierto, sicher, gewiss cualquiera, irgendein Adverb, Pronomen Bestimmtheit, Unbestimmtheit
varios, mehrere diversos, verschiedene Adjektiv Qualität

[110][111]

Relativpronomen und Relativsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Relativsatz (spanisch)

Relativpronomen erfüllen in der spanischen Sprache zwei Funktionen: Zum einen ersetzen sie Substantive, Adverbien und Pronomen. Zum anderen verbinden sie einen Hauptsatz mit einem Nebensatz.

Kasus Lateinisches Relativpronomen (singular) Deutsche Übersetzung Spanisches Relativpronomen
Nominativus qui, quae, quod der, die, das, wer que
Genitivus cuius dessen, deren, wessen cuyo, cuya
Dativus cui dem, der, wem a quien
Accusativus quem, quam, quod den, die, das, wen que
Ablativus quoa, qua, quo, durch den, durch die, durch das, von wem por quien

Einige Relativpronomen: que, el que (la que, lo que, los que, las que), el cual (la cual, lo cual, los cuales, las cuales), cuyo (cuya, cuyos, cuyas), cuanto (cuanta, cuantos, cuantas), donde, como.[112]

Ein Relativpronomen verweist auf den vorderen Satzteil oder das Bezugssubjekt im Satz. Es modifiziert ergänzend den Referenzwert eine pronominalen oder nominalen Satzgliedes.– Beispiel: La casa en que vivo es mía. Das Haus, in dem ich wohne, gehört mir. Es steht immer in der dritten Person. [113] Relativpronomen tragen nie einen Akzent, während morphologisch ähnlich lautende Fragepronomen oder Interrogativpronomen, pronombres interrogativos, wie etwa quién, cuál, cuánto usw., mit einem Akut-Akzent, acento agudo, versehen werden.

Kasus Verallgemeinernde lateinische Relativpronomen (singular) Deutsche Übersetzung Spanisches Relativpronomen
Nominativus quicumque, quaecumque, quodcumque welcher, welche, welches auch immer, irgendein cualquiera que
Genitivus cuiuscumque wessen auch immer
Dativus cuicumque welchem auch immer
Accusativus quemcumque, quamcumque, quodcumque welchen, welche, wessen auch immer
Ablativus quocumque, quacumque, quocumque durch welchen auch immer, durch welche auch immer, durch welches auch immer

Que[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Que hat den Charakter eines Universalrelativpronomens und lässt sich im Deutschen mit der, die, das wiedergeben. Es wird verwendet, um den Bezug auf Personen und Gegenstände, Sachen oder Dinge herzustellen. – Beispiel:

  • un idioma que hablan 400 millones eine Sprache, die 400 Millionen sprechen.

El que[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

el que, la que, los que, las que sind Pronomen der Verallgemeinerung oder des hinweisenden Bezugs, sie lassen sich mit welcher, welche wiedergeben. – Beispiel:

  • Su hermana es la que está sentada a su lado Seine Schwester ist die, die neben ihm sitzt.

Lo que[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kann in der deutschen Sprache mit was wiedergegeben werden. Bezieht sich auf den ganzen (Haupt-)satzinhalt oder auch auf Neutra, etwa todo oder esto. – Beispiel:

  • Nunca somos lo que parecemos Wir sind nie, was wir zu sein scheinen.

El cual[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ist in der deutschen Sprache wiedergebbar mit derjenige, der. Es bezieht sich dabei sowohl auf Personen als auch auf Sachen; mit und ohne vorangehendes Substantiv.

  • el cual, la cual, los cuales, las cuales gehören vornehmlich der Schriftsprache an. – Beispiel:
    • un dispositivo por medio del cual se controla el flujo de agua eine Vorrichtung, mittels derer der Wasserfluss kontrolliert wird.

Lo cual[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lo cual bezieht sich auf den ganzen vorhergehenden Satzinhalt; es wird gebraucht als textweiterführend in einem kommentierenden Relativsatz, als das, was wiedergebbar. – Beispiel:

  • Nació en Ginebra y se educó en Múnich y Londres, lo cual explica su poliglotía Er wurde in Genf geboren und ging zur Schule in München und London, was seine Mehrsprachigkeit erklärt.

Quien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Deutschen wiederzugeben mit der, das, wer. Es bezieht sich dabei ausschließlich auf Personen, mit oder ohne vorangehende Substantive. Meist steht quien nach einsilbigen Präpositionen.

Cuyo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

cuyo, cuya, cuyos, cuyas übersetzen dessen, deren, wobei die Kongruenz der spanischen Possessivrelativa mit dem nachfolgenden Substantiv erfolgt. – Beispiel:

  • Carlos V, en cuyo imperio no se ponía el sol Karl V., in dessen Reich die Sonne nicht unterging.

Interrogativpronomen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwendet werden sie häufig in der direkten Frage, in der indirekten Frage, aber auch im Ausruf. Man unterscheidet sie von gleichlautenden Relativpronomen u. a. durch einen Akzent, den sie tragen.[114]

Verb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kategoriale Bedeutung des Verbs liegt in seinem „satzbildenden Prozeß“[115] oder seiner „Prozeßhaftigkeit“[116] mit denen es im Satz Tätigkeiten, Vorgänge, Zustände und deren Änderungen versprachlicht. Es bildet diese „Prozeßhaftigkeit“[117] in ihrer zeitlichen Einbettung ab.

Struktur des spanischen Verbs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verben werden konjugiert nach Person, persona, Numerus, número, Aspekt, aspecto, Aktionsart, modo de acción[118], Tempus, tiempo, Modus, modo. Es existieren drei Personen im singular und drei Personen im plural, primera, segunda y tercera persona del singular o plural.[119] Verben geben Auskunft ob sie in der Vergangenheit, pasado, der Gegenwart, presente oder der Zukunft, futuro geschehen. Der Aspekt ist eine grammatische Kategorie, er informiert über den „Zustand im inneren einer Handlung“; es stehen sich ein aspecto perfecto o perfectivo und ein aspecto imperfecto o imperfectivo gegenüber. Diese Kategorie und die Aktionsart bezeichnen entsprechend ihrer Polarität einen Anfang[120], eine Wiederholung[121], einen Verlauf[122], eine Dauer[123] und ein Ende[124] der Handlung oder des Ereignisses. Der Aspekt ist im Spanischen zweigliedrig oder auch binär genannt. Es finden sich im Spanischen drei Modi der indicativo, subjuntivo und der imperativo.[125]

Man findet drei Konjugationsformen mit den Endigungen auf -ar, -er und -ir. Insgesamt gibt es etwa neunhundert unregelmäßige Verben und eine große Anzahl von periphrastische Konjugationen.[126] Verben geben allgemein einer versprachlichten Realität insofern Ausdruck, als sie die Dinge der Wirklichkeit als Ereignisse präsentieren, die dem Einfluss von Zeit und Raum unterliegen, wobei durch die Wahl der Wortart der Übergang von der „Ereignishaftigkeit“ bei den Verben zu der „Dinghaftigkeit“ der Substantive entschieden wird. – Beispiel: lignificar verholzen als Prozess, der zur lignificación Verholzung führt. Sie zählen zu den Autosemantika also zu den Lexemen (Grundeinheit des Wortschatzes), welche im Gegensatz zu einem Synsemantikum eine vom Kontext unabhängige und selbständige lexikalische Bedeutung aufweisen. Ausgenommen hiervon sind die Hilfsverben.[127][128]

Handlungen werden mit Verben bezeichnet. Es lassen sich aus semantischer Sicht Vorgangs- von Tätigkeits-, Bewegungsverb und Zustandsverben differenzieren, wobei sich diese Einteilung immer an die Form der sprachlichen Verwendung knüpft. Bezüglich der Bewegungsverben handelt es sich, nach Leonard Talmy und Dan Slobin[129] beim Spanischen, wie für die übrigen romanischen Sprachen um eine verb-framed-language oder verb-basierte Sprache[130][131], im Gegensatz zu den satellite-framed-languages oder satelliten-basierte Sprachen, wie das Latein, die deutsche oder englische Sprache.[132][133]

Innerhalb der Tätigkeitsverben können als Untergruppe und Ausdruck des menschlichen Tuns noch die Handlungsverben begrifflich gefasst werden. So hat man am Beispiel – in den Sätzen mit dem Verb seguir folgen – für das gleiche Verb unterschiedliche Kategorien der Verbtypen zur Verfügung. – Beispiele:

  • El hombre sigue sin hablar. Der Mann folgte ohne zu sprechen. Zustandsverb
  • Los botes de remos siguen el río. Die Ruderboote folgten dem Fluss. Vorgangsverb
  • Sigo pensando en mi camino. Ich folge meinem Weg, indem ich nachdenke. Handlungsverb

[134]

In syntaktischer Hinsicht bildet es den Kopf, núcleo sintáctico der Verbalphrase.

Das spanische Verb kennt in seinem Flexionssystem die folgenden sieben grammatischen Kategorien:

Die einfache finite Verbform besteht aus einem Stamm (lexikalisches Morphem), einem Themavokal und Morphemen die, die Merkmale von Tempus, Modus, Numerus, Person und Aspekt ausdrücken. – Beispiel:

*  Stamm „compr-“ Themavokal „-a-“ Tempus, Modus, Aspekt „-ste-“ Numerus, Person „-is“

Das Spanische ist eine Pro-Drop-Sprache oder Nullsubjektsprache, das heißt, dass das Subjekt(-Personalpronomen) nicht immer realisiert wird, obwohl es strukturell vorhanden ist. Im spanischen Satz kann das personaldeiktische Subjekt allein durch das konjugierte Verb, also dessen Personalform ausgedrückt und eindeutig bestimmt werden. Das heißt, Pronomina müssen in bestimmten syntaktischen Positionen zur Konstitution eines grammatikalisch vollständigen Satzes nicht explizit realisiert sein, sie können also „fallen gelassen“ (engl. „pro drop“) werden.[138] Dies wird möglich, weil sich im Spanischen eine ausgeprägte Flexionsmorphologie am Verb realisiert, das somit obligatorisch für Person und Numerus flektiert wird und hierdurch Rückschlüsse auf das Subjekt zulässt.[139] Im Vergleich zum neuzeitlichen englischen Verb – die englische Sprache hat in den letzten Jahrhunderten nahezu alle Flexionsformen aufgegeben – zeigt das Spanische, obzwar vermehrt ein analytischer Sprachaufbau genutzt wird, noch deutlich mehr des flektierenden bzw. synthetischen Sprachbaus, wie er vor allem in der lateinischen Sprache auffindbar ist, als eben das moderne Englisch.[140]

Im Vergleich zum Deutschen ist zu sehen, dass keine notwendige Korrelation zwischen dem morphologischen Typ einer Sprache und ihrem Verhalten in Bezug auf die Realisierung von Pronomina besteht: Zwar flektiert auch im Deutschen das Verb für dieselben Kategorien wie das Spanische, dennoch ist Deutsch keine Pro-Drop-Sprache. Deshalb spricht man hier häufiger auch von Semi-Pro-Drop-Sprachen.[141] Aus diesen Sachverhalten ergeben sich Lern- und Verständnisschwierigkeiten im interlingualen Kontext.[142][143][144][145] Wird im Spanischen aber das Subjektpronomen eingesetzt, kann das zum einen stilistische Gründe haben, zum andern auch Zwecken der Vereindeutigung, der Gegenüberstellung oder der allgemeinen Hervorhebung dienen.

Über die Entwicklung zum Vulgärlatein und schließlich zu den romanischen Sprachen veränderte sich die Typologie des Lateinischen immer mehr in Richtung eines analytischen Sprachbaus. Das Latein war ebenso wie das Altgriechische, Sanskrit und andere alte indogermanische Sprachen eine typische flektierende Sprache mit synthetischem Sprachbau oder Syntax.[146] Über die Entwicklung zum Vulgärlatein und schließlich zu den romanischen Sprachen veränderte sich die Typologie des Lateinischen immer mehr in Richtung eines analytischen Sprachbaus. In der Morphologie der Verben hat sich das Spanische von allen romanischen Sprachen die meisten grammatikalischen Strukturen aus dem Latein bewahrt.[147] Es finden sich synthetische Verbformen, wobei aber verstärkt analytische Prädikatsformen dazugekommen sind. Die analytischen Verbformen sind zusammengesetzte Verbformen, etwa wie das lateinische passive Perfekt laudatus sum („ich bin gelobt worden“). Im Gegensatz dazu stehen die synthetischen Verbformen. Synthetische Verbformen werden durch ein einziges Wort, in dem sich Tempus, Genus, Numerus, Modus und Person ausdrücken, etwa wie das lateinische amabam („ich liebte“), amavi („ich habe geliebt“), dargestellt.[148]

Dabei gilt – und dies ist anders als in der deutschen Sprache –, dass beim Prädikat, auch wenn es aus mehreren Teilen besteht (im Sinne einer analytischen Verbform), etwa einem Hilfsverb und einem Vollverb, diese Teile nie getrennt werden dürfen:

Subjekt – Prädikat – indirektes Objekt (Dativ) – direktes Objekt (Akkusativ) – adverbiale Bestimmung oder präpositionales Objekt.[149]

Unter relativen Verben versteht man Tätigkeitswörter, die neben dem Subjekt noch weitere Ergänzungen benötigen.[150] Bei diesen Ergänzungen handelt es sich vor allem um direkte Objekte (die mit der Präposition a gebildet werden), adverbiale Bestimmungen und Präpositionalobjekte, aber auch indirekte Objekte (die ebenfalls mit a gebildet werden) und Genitivobjekte (die mit der Präposition de gebildet werden).

Es gibt drei Konjugationssysteme: die a-Konjugation (z. B. hablar sprechen), die e-Konjugation (z. B. comer essen) und die i-Konjugation (z. B. vivir leben). Eine Vielzahl häufig benutzter Verben weist unregelmäßige Formen auf.

Die Bestimmung der Anzahl der unregelmäßigen Verben in der Spanischen Sprache weist eine gewisse Ungenauigkeit auf. Bei der Zählung unregelmäßiger Verben müssen auch Derivationen beachtet werden. Sie sollten im Normalfall nicht als weiteres unregelmäßiges Verb gezählt werden. In der folgenden tabellenartigen Übersicht wird die Anzahl der unregelmäßigen Verben im Spanischen anhand der folgenden Typisierung aufgeführt. Da sich der Begriff unregelmäßig unterschiedlich verstehen lässt, sind hier drei Spalten, für drei Typen von „unregelmäßig“ angelegt:

  • Verben des Typs 1 weisen keine direkt vergleichbaren Verben auf oder lassen sich nicht von regulären Nennformen ableiten
  • Verben des Typs 2 werden nicht nach den meist verbreiteten Flexionsarten gebeugt (z. B. ändert sich bei den unregelmäßigen Verben auf –ar, –er und –ir der Stammvokal)
  • Verben des Typs 3 beinhaltet zusätzlich Derivationen (z. B. Präfixbildungen) von Verben des Typs 1 und 2, sie werden in regulären Zählungen meist nicht beachtet.
Spanische Sprache Anzahl (s.o.) Liste Typ-1-Verben Typ-2-Verben
Typ 1 Typ 2 Typ 3
Spanische Verben 4 59 1530 [es] ser, ir, haber, estar Laut Langenscheidts Wörterbuch 59, plus jeweils weitere nach dem gleichen Muster zu konjugierende Verben

Kopulaverben und Kopulaersatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den beiden Kopulaverben estar und ser finden sich im Spanischem noch eine weitere Anzahl von Verben, die neben ihrer Funktion als Vollverben auch als Kopulaverben eingesetzt werden können. In dieser Funktion verlieren sie dann ihren lexikalischen Wert und meinen nur noch eine Seinshaftigkeit. Durch ihre Eigenschaft schon als Vollverben Zustandhaftigkeit auszudrücken sind sie besonders als Kopulaersätze, verbos pseudocopulativos geeignet. Anders aber als die echten Kopulaverben sind semantisch[151] nicht leer.[152][153]

Hinsichtlich der Anzahl der Verben die im spanischen zu den Kopulaverben, verbo copulativo o verbo copulativo zählen gibt es keine Einhelligkeit bei den verschiedenen Hispanisten; Felixberger (1974)[154] rechnet hierzu achtzehn Verben. Es werden neben den beiden wichtigsten Kopulaverben estar und ser noch weitere bedeutsame Verben wie etwa quedarse, volverse, ponerse, parecer und llamarse zu benennen. – Weitere Beispiele:

* Volverse: Miguel se volvió loco de alegría. sich wandeln; werden
* Hacerse: Miguel se hizo el tonto con la fecha de la entrevista de trabajo. sich verwandeln; werden
* Salir: La comida no salió rica. entspringen; werden; hervortreten
* Ponerse: Miguel se puso loco de alegría. werden zu; vorübergehend werden; anfangen

* Seguir: Sigue enfadada conmigo. verfolgen; weiterverfolgen; folgen
* Mantenerse: Miguel se mantuvo callado toda la clase. bleiben; sich erhalten
* Quedarse: Miguel se quedó de piedra. bleiben; dableiben; zurückbleiben

* Resultar: El problema resultó difícil. sich erweisen; sich ergeben
* Salir: Salió enfermo del examen. ausgehen; hinausgehen
* Llamarse: Ese alumno se llama Pedro. heißen; sich nennen
* Andar: Anda despistado todo el día. gehen; wandeln
* Creerse: Miguel se cree listo. sich halten für; glauben
* Sentirse: Miguel se siente indispuesto. sich fühlen

[155] Die Abgrenzung ist deshalb schwierig, weil es eine Reihe von (Voll-)Verben gibt, die die Funktion von Kopulaverben übernehmen können und dann in der Konsequenz als solche verwendet werden.[156][157]

Kopulaverben haben die syntaktische Funktion zwei Elemente zu verknüpfen. So verbinden sie das Subjekt des Satzes mit einem Nomen oder einem Adjektiv, den Prädikativa. Zusammen mit dem Nomen oder dem Adjektiv bilden sie das Prädikat eines Satzes.

Manche Hispanisten, Kay-Eduardo González-Vilbazo und Eva-Maria Remberger (2007)[158] betrachten die Kopulaverben auch als eine Art von Hilfsverben. Da die Kopula sich als eine semantisch leere verbale Kategorie darstellten, einer Kategorie also, die nur funktionale, aber keine lexikalische Bedeutung in sich trüge. Wird das Prädikat (siehe auch Verbalphrase) vermittels eines Kopulaverbs gebildet, steht es mit einem substantivischen oder adjektivischen Prädikativum; die Kopulaverben sind intransitive Zustandsverben. Die Kopula oder die als Kopula verwendeten Verben sind gewissermaßen eine semantisch leere Kategorie, also eine Kategorie die lexikalisch unbedeutend und mehr funktionell zu sehen ist (siehe auch Urindogermanische Kopula).[159][160][161]

Auf Carlson (1977)[162][163] geht die semantische Unterscheidung zwischen individual level predicates (ILP) und stage level predicates (SLP) zurück.[164] Das Kopulaverb „ser“ (sein/ser/essere) wird in sprachlichen Kontexten verwendet, die die Individuenprädikate (ILP) betreffen, während das Kopulaverb „estar“ (stehen/estar/stare) vor allem zusammen mit Stadienprädikaten (SLP) auftreten. – Beispiele:

* Juana es inteligente. „individual level predicates (ILP)“ mit „ser“
* Juana está enamorada. „stage level predicates (SLP)“ mit „estar“[165]

Semantisch lassen die Individuenprädikate (ILP, individual level predicates oder predicados de nivel individual) solche Eigenschaften bedeuten, die das (handelnde) Subjekt als Individuum und nicht den Zustand des Individuums beschreiben. Solche Eigenschaften (Wesen) sind zumeist dauerhafte, inhärente Eigenschaften des Individuums. Ferner sind sie Bezug auf eine räumlich-zeitliche Referenz und Situation nicht spezifizierend oder allgemeingültig.[166] Das Kopulaverb „ser“ ist nur als ILP,predicados de nivel individual kompatibel und kann deshalb nicht in einer Referenzsituation auftreten, wie etwa „gerade eben“ oder „in diesem Moment“.

* Juana es espigada. Juana ist hochgewachsen. (ILP, predicados de nivel individual)  mit „ser“
* Inkorrekt wären: Juana está espigada. oder Juana es espigada en este momento.

Die Stadienprädikate (SLP, stage level predicates oder predicados de estadio) hingegen setzen temporäre oder episodische Eigenschaften eines Subjektes um. Deshalb können sie hinsichtlich ihrer räumlich-zeitlichen Bezüge und der Ereignissituation als spezifisch beschrieben werden.

Die Kopulaverben estar und ser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Kopulaverben „estar/ser“ können als Hilfsverben betrachtet werden, da sie gewissermaßen eine semantisch leere Kategorie bilden, die primär eine funktionelle aber keine lexikalische Bedeutung tragen.[167] In der spanischen Sprache ist allgemein betrachtet die Differenzierung zwischen der Darstellung als „Geschehen“ oder Darstellung als „Zustand“ sehr viel stärker ausgebildet als in der deutschen Sprache. Im Spanischen hängt die Auswahl der Kopulaverben „estar vs. ser“ auch stark von der Sprecherperspektive (Pragmatik) ab.[168][169][170]

Ob das Gegensatzpaar „estar/ser“ etwas mit den perfektiven und imperfektiven Aspektformen zu tun habe, so u. a. Luján (1981)[171] oder Kees Hengeveld (1986)[172] bleibt in der hispanistischen-wissenschaftlichen Diskussion offen. Doch sind beide Kopulaverben sowohl mit den perfektiven als imperfektiven Aspektformen kombinierbar, einzig weist das Hilfsverb „estar“ auf eine „spezifische Topikzeit“, so Klein (1994)[173] hin. Die Topikzeit TT ist das Zeitintervall, in dem etwas versprachlicht wird und für die die Äußerung Gültigkeit beansprucht.[174]

Der Ursprung der beiden spanischen Formen für „sein“ liegt in den lateinischen Positionsverben lateinisch stāre,[175] und lateinisch sedēre[176] und die in die spanischen Verben estar und ser eingingen.[177]

  • sowie das ursprüngliche stāre (lateinisch stāre; Infinitiv Präsens dastehen, stehen) den Weg → *estare → estar[178]
  • dabei nahm das ursprüngliche sedēre (lateinisch sedēre; Infinitiv Präsens dasitzen, sitzen) den Weg → *seder → seer → ser, oder aber esse → èssere (im Italienischen) → ésser (im Katalanischen) → ser

Positionsverben werden in diesem Zusammenhang als zwei Sorten von Verben verstanden, die die Position des Subjekts näher beschreiben, so etwa auf die Frage mit „wo“ eine Aktion beschreiben wie z. B. sitzen, stehen, hängen oder auf die Frage mit „wohin“ mit den Verben z. B. legen, stellen, setzen die Tätigkeit näher erläutern.[179][180][181]

Im Gegensatz zum Deutschen – hier nutzt man die Hilfsverben haben, werden, sein – werden im Spanischen alle zusammengesetzten Zeiten mit dem Hilfsverb haber gebildet. Aber die beiden Hilfsverben estar und ser werden für die Konstruktion der passiven Zeitformen benötigt. Estar oder ser sind die spanischen Entsprechungen von deutsch werden“ oder „deutsch sein[182][183] als Kopulaverben[184][185] oder Hilfsverben.[186][187][188]

Ferner existieren im Spanischen noch verbos pseudocopulativos o semipredicativos. Diese üben eine ähnliche Funktion im Satz wie die eigentlichen Kopulaverben aus.[189] – Einige Beispiele: salir, parecer, andar.[190]

Die Unterscheidung beider „Seinsformen“ bereitet dem deutschen Muttersprachler häufig gewisse Schwierigkeiten, es treten Interferenzfehler auf. Ein wesentlicher Unterschied liegt bei Verwendung des deutschen Verbs „sein“ darin, dass im Spanischen „estar“ in seiner prädikativen Position zusätzlich den Aspekt, also die zeitlichen Begrenzung auszudrücken vermag, was mit dem spanischen Verb „ser“ aber nicht möglich ist.[191][192]

  • Estar: acción, cambio de estado, condición, emoción, estado (estado de salud, estado de ánimo), localización, posición, precios fluctuantes. (Stadienprädikate, stage level predicates)[193] Also Tatbestände mit Zeitstellenwert, momentanes „So-Sein“ oder vorübergehende Zustände, Dispositionen[194] oder Eigenschaften vor oder nach einer Veränderung sowie spezifische Topikzeit TT nach Klein (1994).[195]
  • Ser: carácter, caracteristica, características permanentes, clase, color, descripción, evento, fechas, forma, frases impersonales, identidad, marca, origen, ocupación, profesión, pertenencia, precios en general, procedencia, relaciones, sucesos sociales. (Individuenprädikate, individual level predicates). Also Tatbestände oder Handlungen, i. w. S. ohne „Zeitstellenwert“, das „generelle Sein“ oder dauerhafte (Seins-)Zustände oder Eigenschaften.[196]

Das Spanische nutzt das Verb „estar“ ebenso häufig. Es stellt für den deutschen Muttersprachler die schwierigere „Seinsform“ dar und führe nach Scholz (2009)[197] zum Ranschburg-Phänomen. Das Ranschburg-Phänomen auch als Ähnlichkeitshemmung bekannt beschreibt eine Gedächtnishemmung bei der Wiedergabe von ähnlichen Lerninhalten, die mit mangelhafter Differenzierung (gleichzeitig oder zeitnah) dargestellt wurden.

Übersicht; Verwendung von estar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • zur Beschreibung von zeitlich begrenzten Geschehen und Handlungen, also vorübergehenden Zuständen; um wahrgenommene Veränderungen aus der Sicht des Sprechenden mitzuteilen oder um auszudrücken, dass es sich bei den Zuständen, Geschehnissen oder Handlungen um das Ergebnis eines Prozesses handle;
  • zur subjektiven Beschreibung vorübergehender Zustände, Geschehen oder Handlungen;
    • etwa in der Konstruktion „estar“ + adverbio + „que“ + Subjuntivo;
  • Aussagen über den Status des Seins;
  • zur örtlichen Lokalisierung, im Sinne von sich befinden eines Subjekts, aber nicht, um den Ort eines Ereignisses, im Sinne von stattfinden anzugeben;
  • zur Angabe von Tages- und Jahresverläufen mit „estamos a fecha“, estamos en – Beispiele: Estamos a martes y trece. Estamos en junio.;
  • mit dem Partizip Perfekt, participio perfecto, zur Angabe des Ereignisses einer Handlung – Beispiel: El coche está destrozado. ;
  • in der Konstruktion estar + gerundio – Beispiel: Me está molestando.;
  • in Konstruktionen estar + infinitivo – Beispiel: Mis hermanos están al llegar.;
  • bei der Verwendung in analytischen Passivkonstruktionen mit estar bei einer vollendeten Handlung (Zustandspassiv). – Beispiel: Las barcas están construidas Die Kähne sind fertig gebaut;* bei bestimmten Adjektiven, z. B. – lleno, sano, solo, muerto, roto, enfadado, contento, cansado – etc. beschreibt estar einen Zustand, der gerade eintritt oder für eine gewisse Weile andauert, jedoch nicht für einen längeren Zeitraum, im Sinne des deutschen „werden“. – Beispiel:
  • Él está loco Er ist zurzeit wie wahnsinnig.[198][199]

Ausführungen und Beispiele für estar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • estar dient zur Angabe des Wo im engen und weiteren Sinn. Vereinfacht: nur vorübergehende, von dem jeweiligen Umständen abhängige Zustände des Seins; ein implizites „Werden“. – Beispiele:
    • ¿Dónde está Lucas? Wo ist L.?;
    • Luis está en el baño L. ist im Bad;
    • Estamos aquí Wir sind hier;
    • Sant Jordi está en el sur de Mallorca S. J. liegt im Süden von Mallorca;
    • Cuba está a 90 millas de Estados Unidos Kuba liegt 90 Meilen von den USA entfernt;
    • Manolo estaba en el mejor momento de su carrera M. war auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn;
    • Estuve un año en paro Ich war ein Jahr arbeitslos;
    • El país está en crisis Das Land ist in der Krise.
  • estar als Vollverb bedeutet „anwesend sein“. – Beispiele:
    • ¿Está Laura? Ist Laura da?;
    • Te llamé pero no estabas Ich rief dich an, aber du warst nicht da.
  • estar ist das Kopulaverb für Adjektive, Adverbien und Wortgruppen, die Zustand und Befinden bezeichnen. – Beispiele:
    • La sopa está fría Die Suppe ist kalt;
    • Las camisas estaban todavía húmedas Die Hemden waren noch feucht;
    • El mono está sucio Der Overall ist schmutzig;
    • Los plátanos estaban verdes Die Bananen waren unreif;
    • ¿Cómo estás? Wie geht’s dir?
    • Estoy maluca estos días Mir geht’s dieser Tage nicht gut;
    • Estuve cinco días con fiebre Ich hatte fünf Tage Fieber;
    • Estábamos que no cabíamos en nuestro gozo Wir waren überglücklich;
    • Estoy a régimen desde ayer Ich halte seit gestern streng Diät.
  • estar ist das Kopulaverb für Ausdrücke, die ein als außergewöhnlich empfundenes Aussehen oder Benehmen bezeichnen. – Beispiele:
    • Rosa está más guapa con el pelo corto Rosa sieht mit kurzem Haar besser aus;
    • Qué rica está la sopa Wie gut die Suppe schmeckt;
    • ¿Por qué están tan tranquilos los críos? Warum sind die Kinder so ruhig?[200]

Übersicht; Verwendung von ser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine semantische Unterscheidung, also eine Unterscheidung, die auf der Bedeutung der Wörter beruht, die das Verb ser begleiten:[201]

  • bei Definitionen und Identitätsangaben, etwa Angaben über den Beruf;
  • bei Aussagen über das fundamentale Sein, die Essenz des Seins; vereinfacht sind es kaum veränderbare Seinszustände, die einen umfangreicheren Abschnitt des Lebens oder gar das gesamte Leben beschreiben;
  • bei der Versprachlichung von Angaben über Herkunft, Material, Besitz und Gruppenzugehörigkeit (Nationalität), Sein plus Eigenschaft;
  • zur räumlichen und zeitlichen Einordnung eines Geschehens oder einer Handlung;
  • gibt die räumliche Position ausschließlich bei einer dauerhaften, permanenten und fixen Ortsbestimmung oder Ortsangabe an;
  • zur sachlichen, neutralen Beschreibung von Personen, ihrer wesentlichen Eigenschaften;
  • zur objektiven Beschreibung von dauerhaften Zuständen;
  • zur Angabe des exakten Datums, der Uhrzeit und von Preisen;
  • bei der Verwendung in analytischen Passivkonstruktionen, mit ser im Sinne einer sich vollziehenden Handlung (Handlungspassiv). – Beispiel:
    • Las barcas fueron construidas en seis meses Die Kähne wurden in sechs Monaten gebaut. Ser entspräche dem deutschen werden und estar dem deutschen sein;
  • in Begleitung spezifischer Adjektive, z. B. feliz, culpable, inocente, inteligente, necesario, importante etc., um einem Objekt oder einem Begriff eine Eigenschaft a priori zuzusprechen;
    • so in den Konstruktionen des unpersönlichen Ausdrucks, gebildet mit der Konjunktion „que“, welche dann häufig den Subjuntivo auslösen. Es sind Sätze, die im Deutschen regelhaft mit „Es ist“ beginnen. – Beispiele: „ser“ + „Substantiv“ + „que“ + „subjuntivo“; „ser“ + „Adjektiv“ + „que“ + „subjuntivo“;
  • zur Bildung von Spalt- und Pseudospaltsätzen oder Sperrsätzen.

Ser erläutert also einen Zustand, ein Geschehen oder eine Handlungsfolge, die permanent gegeben ist, im Sinne des deutschen „sein“. – Beispiel:

  • Él es loco Er ist ein Wahnsinniger.[202][203]
  • ¡Soy un ser humano! Ich bin (besitze) ein menschliches Sein! Ich bin ein menschliches Wesen!

Ausführungen und Beispiele für ser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ser dient zum Klassifizieren und Identifizieren: etwas oder jemand ist oder gleicht etwas oder jemand. Vereinfacht: charakteristisches, unveränderliches, von den jeweiligen Umständen unabhängiges Sein oder Wesenszüge des Subjekts. – Beispiele:
    • Pablo es médico P. ist Arzt;
    • Jorge es el último de la fila J. ist der Letzte in der Schlange;
    • Esas señoras son argentinas Diese Damen sind Argentinierinnen;
    • Montserrat Figueras es la esposa de Jordi Savall M. F. ist die Ehefrau von J. S.;
    • Maite es ella, yo soy Rosa Maite ist sie, ich bin Rosa;
    • Eres un cielo Du bist ein Schatz;
    • ¿Quiénes sois vosotros? Wer seid ihr?;
    • ¿Qué es esto? Was ist das?;
    • ¿Cuál es la diferencia? Was ist der Unterschied?;
    • Esto es un churro Das ist ein Churro;
    • La reunión fue un éxito Das Treffen war ein Erfolg;
    • Vivir es luchar Leben heißt Kämpfen;
    • El / Un problema es que sigue nevando Das / Ein Problem ist, dass es weiter schneit.
  • ser dient zum Prädizieren mit definiten oder indefiniten Mengenausdrücken. – Beispiele:
    • Dos más dos son cuatro Zwei plus zwei gleich vier;
    • Las dos cantidades son iguales Beide Mengen sind gleich;
    • Una peseta no era mucho Eine Pesete war nicht viel;
    • Todo esto es demasiado para mí Das alles ist zu viel für mich.
  • ser dient zum Prädizieren der Zeit. – Beispiele:
    • ¿Qué hora es? Wie spät ist es?;
    • Son las doce y media Es ist halb eins;
    • Ya es tarde Es ist bereits zu spät;
    • En Lima es verano In Lima ist es Sommer;
    • Es aún pronto para decidir Es ist noch zu früh für eine Entscheidung;
    • Es hora de actuar Es ist Zeit zum Handeln.
  • ser ist bzw. ersetzt ein Verb des Geschehens. – Beispiele:
    • La final es el domingo Das Finale ist (findet statt) am Sonntag;
    • La cita será en mi casa Das Treffen wird bei mir zu Hause sein;
    • Todo fue por mi retraso Meine Verspätung war an allem schuld;
    • No era para que te pusieras así Das war kein Grund, um dich so aufzuführen.
  • ser ist das Kopulaverb für Adjektive, die Eigenschaften bezeichnen. – Beispiele:
    • Rusia es enorme Russland ist riesengroß;
    • Las calles eran muy estrechas Die Straßen waren sehr eng;
    • Algunos buenos jugadores son bajitos Einige gute Spieler sind kleingewachsen;
    • ¿Por qué son redondas las estrellas? Warum sind die Sterne kugelförmig?;
    • El hombre es libre Der Mensch ist frei;
    • Los pobladores eran hospitalarios y pacíficos Die Einwohner waren gastfreundlich und friedfertig;
    • Serán pobres, pero no son tontos Sie sind wohl arm, aber nicht dumm;
    • Aquella victoria fue decisiva Jener Sieg war entscheidend;
    • Nuestra clientela es internacional Unsere Kundschaft ist international.
  • ser ist das Kopulaverb für Wortgruppen, die zur Merkmalangabe dienen. – Beispiele:
    • La caja es de cartón Die Schachtel ist aus Pappe;
    • La blusa era a cuadros Die Bluse hatte ein Karo-Muster;
    • ¿De dónde eres? Wo kommst du her?;
    • Soy de un pueblo del norte Ich komme aus einem Dorf im Norden.
  • ser + Possessivpronomen drückt Besitz aus. – Beispiele: Todo esto es mío Das alles gehört mir; Vendía pisos que no eran suyos Er verkaufte Wohnungen, die ihm nicht gehörten;
  • ser und die Präposition de, um den Ursprung, die Herkunft auszudrücken. – Beispiele: Este bolso es de cuero, ¿verdad? Diese Tasche ist aus Leder, nicht wahr?; Este carruaje es del alcalde Diese Kutsche stammt vom Bürgermeister.

Transitivität spanischer Verben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Transitivität ist eine Eigenschaft, die der Klassifizierung von Verben dient. Im Allgemeinen gibt die Eigenschaft an, wie viele Mitspieler (Argumente) ein Verb verlangt. Die Eigenschaft der Transitivität ist eine spezielle, traditionell jedoch nur für Verben verwendete Form der Valenz.

  • Transitive Verben, verbos transitivos:[204] Die Ergänzung ist ein direktes Objekt (in der Kasusterminologie Akkusativ), das Akkusativobjekt wird im Passiv zum Subjekt (siehe „10.5 Das Passiv“). Zu beachten ist, dass es einige Verben gibt, die im Deutschen das indirekte Objekt (in der Kasusterminologie den Dativ) fordern, im Spanischen aber den Akkusativ verlangen. – Beispiel:
    • Compro un coche Ich kaufe ein Auto.
  • Intransitive Verben, verbos intransitivos, können ohne Ergänzungen gebraucht werden. Diese Verben sind eingeschränkt passivfähig. – Beispiel:
    • Desde hoy no fumo más Ab heute rauche ich nicht mehr.
  • Reflexive Verben, verbos reflexivos, werden von Reflexivpronomen begleitet (siehe Reflexivpronomen). Reflexive Verben sind Tätigkeitswörter, deren Aktion auf das Subjekt zurückfällt oder gerichtet ist. Subjekt und Reflexivpronomen bezeichnen ein und dieselbe Person.[205] Dabei ist zwischen echten reflexiven Verben und reflexiv gebrauchten Verben zu unterscheiden. – Beispiel für Letzteres:
    • Esta discoteca se vende bien Diese Diskothek lässt sich gut verkaufen.

Infinite Verbformen im Spanischen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infinite Verben (lat. verbum finitum), formas no personales del verbo, lassen weder die grammatische Person noch den Numerus erkennen.[206] Hierzu zählen im Spanischen der Infinitiv, infinitivo, das Partizip, participio,[207] – eigentlich nur das Partizip, das mit haber zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten benötigt wird, und ser sowie estar für die Bildung des Passivs – und das Gerundium, gerundio.[208] Man bezeichnet sie im Spanischen auch als los verboides.[209][210] Der Infinitiv steht formal und funktional zwischen Verb und Nomen.

  • Infinitiv, modo infinitivo. – Beispiel:
**comprar kaufen  Wortstamm „comp-“ Themavokal „-a-“ Endung „-r“  
  • Partizip, participio. – Beispiel:
**comprado gekauft Stamm „comp-“  Themavokal „-a-“ Endung „-do“
  • Gerundium, gerundio. – Beispiel:
**comprando während ich am Kaufen bin (oder Ähnliches) Stamm „comp-“ Themavokal „-a-“ Endung „-ndo“

Funktionell können diese drei infiniten Verbformen zur Verkürzung oder auch Ersetzung von untergeordneten, aber auch nebengeordneten Sätzen verwendet werden.[211]

Die infiniten Verbformen sind nicht satzkonstituierend und bilden auch keine Tempusform im eigentlichen Sinne. Denn während die finite Verbform die ausgedrückten Sachverhalte auf die Zeit der Äußerung bezieht, indem z.B. das Tempus (temporal)deiktisch verankert ist, können die infiniten Verbformen nur im Zusammenwirken mit einem finiten Verb eine sogenannte periphrastische Tempusform bilden.

In der spanischen Sprache wird der Art und Weise, wie Handlungen verlaufen, durch verbale Umschreibungen, die so genannten Verbalperiphrasen, perífrasis verbales, Ausdruck gegeben. Dabei handelt es sich um Konstruktionen mit Verben der Bewegung, die in Verbindung mit den formas no personales del verbo, also dem Infinitiv, Partizip oder Gerundium, die ursprüngliche Bedeutung verlieren und damit Funktionen eines Quasi-Hilfsverbs annehmen. – Beispiel: Ana va estudiar Ana wird studieren.

Ein Vergleich mit den Bildungen der Kopulaverben und dem participio einerseits und dem Kopulaverb und dem gerundio andererseits:

  • ser + participio führt zur Bildung des Vorgangspassivs. – Beispiel:
    • La casa fue construida en seis meses Das Haus wurde in sechs Monaten gebaut.
  • estar + participio führt zur Bildung des Zustandspassivs. – Beispiel:
    • Este cuadro estuvo pintado por Miró Dieses Gemälde wurde von Miró gemalt.
  • estar + gerundio führt zu einer Beschreibung einer gerade verlaufenden Handlung. – Beispiel:
    • Está lloviendo Es ist am Regnen / Es regnet gerade.
Verben hablar temer partir
Infinitivo -ar -er -ir
hablar temer partir
Gerundio -ando -iendo -iendo
hablando temiendo partiendo
Participio -ado / -ados; -ada / -adas -ido / -idos; -ida / -idas -ido / -idos; -ida / -idas
hablado, hablada temido / temida partido / partida

Infinitivo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der klassischen Grammatik wird der Infinitiv als ein sustantivo abstracto oder sustantivo verbal beschrieben und versucht mit dieser Benennung seine nicht eindeutige festzulegende Wortkategorisierung, zwischen einem (funktionellen) Verb bzw. Substantiv zu erfassen. So kann ein Substantiv als nominalisiertes Infinitiv eines Verb auftreten bzw. gebildet werden. Im Spanischen gibt es drei Konjugationssysteme mit den entsprechenden Suffixen: die a-Konjugation (z. B. hablar sprechen), die e-Konjugation (z. B. comer essen) und die i-Konjugation (z. B. vivir leben). Eine Vielzahl häufig benutzter Verben weist unregelmäßige Formen auf. Diese Endungen verschlüsseln nichts inhaltliches, sondern geben vielmehr eine formale, syntaktische Eigenschaft kund. Man findet im Spanischen vier Formen des Infinitivs, worin es dem Deutschen gleicht. Die einfache Form des Infintivs Präsens und die zusammengesetzte Form des Infinitivs Perfekt, jeweils im Aktiv und Passiv.[212]

Verben einfach (Aktiv) zusammengesetzt (Aktiv) einfach (Passiv) zusammengesetzt (Passiv)
-ar hablar haber hablado ser hablado haber sido hablado
-er temer haber temido ser temido haber sido temido
-ir partir haber partido ser partido haber sido partido

Gerundio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das gerundio wird gebildet, indem an den Verbstamm die Endung -ando oder -iendo angehängt wird. Das spanische gerundio, obgleich im Deutschen mit Gerundium bezeichnet, stellt eine Verlaufsform dar. Das Deutsche kennt keine Form, wie es das spanische gerundio darstellt. Vielmehr werden Adverbien zur Hilfe genommen. Mit dem gerundio kann man versprachlichen, was jemand gerade tut oder in einer Erzählung im Verlauf tat. Damit wird der Handlung oder dem Ereignis ein prozesshafter Verlauf verliehen. Das spanische gerundio kann keinesfalls wie das deutsche Gerundium adjektivisch verwendet werden. Werden deutsche gerundivische Satzkonstruktionen ins Spanische übertragen, kann dies nur in der Wiedergabe durch einen Relativsatz erfolgen. – Beispiel:

  • die werdenden Mütter werden zu las mujeres que vayan a dar a luz.[213]

Man unterscheidet zwei Formen des spanischen Gerundiums: eine einfache Form, das gerundio simple, und eine zusammengesetzte Form, das gerundio compuesto.

Man nutzt das gerundio simple, um auszudrücken, ob eine Handlung oder ein Ereignis im Moment des Sprechens im Gange ist, oder aber man betont damit einen Vorgang selbst. Damit verleiht das gerundio simple einer Handlung Ausdruck, die zum Sprechzeitpunkt S (punto de habla H, Sprechzeit) noch im Gange ist oder eben noch nicht abgeschlossen wurde. Das gerundio simple ist keiner Zeitstufe zuordenbar und drückt deshalb auch keine exakte Zeit (Tempus) aus. Vielmehr wird der Umstand gekennzeichnet, dass ein Ereignis "vor-sich-geht", "vor-sich-ging" oder "vor-sich-gehen" wird.[214]

Hingegen gibt das gerundio compuesto zum Ausdruck, das eine Handlung zum Zeitpunkt des Sprechens vergangen ist, aber über den berichteten Zeitraum noch im Gange war oder aber noch nicht abgeschlossen wurde.

Da es keine exakte Entsprechung in der deutschen Sprache gibt, müssen Umschreibungen verwendet werden, so etwa soeben, im Moment, gerade, gerade etwas tun; jetzt gerade, im unmittelbaren Augenblick; dabei sein, etwas zu machen und Ähnliches mehr. Das gerundio compuesto übernimmt die Aufgaben eines modalen Adverbs insofern, als es die Art und Weise, wie etwas geschieht, ausdrückt. Es unterscheidet sich aber insofern, als es die Gleichzeitigkeit, simultaneidad, oder Parallelität mit der Handlung oder dem Ereignis des durch das konjugierte Verb versprachlichten Inhaltes betont. Beide Handlungen und Ereignisse müssen sich in der derselben Zeitstufe befinden. Die Verlaufsform der Gegenwart im Englischen, present progressive ähnelt in der Funktion dem spanischen Gerundium, gerundio.[215] Da das gerundio in dieser Form stets eine Handlung oder ein Ereignis in seinem Verlauf ausdrückt, hat es einen imperfektiven Aspekt.[216]

Das gerundio geht im Hauptsatz eine sehr enge Beziehung zu dem Verb ein und kann deshalb nicht zum Ausdruck einer Nachzeitigkeit, posterioridad, verwendet werden, also es darf mit dem gerundio keine Handlung versprachlicht werden, die später als die Haupthandlung stattfindet.[217] Es dient im Spanischen häufig zur Verkürzung von Nebensätzen, und zwar von Nebensätzen, die in der deutschen Sprache oft mit den Wörtern indem, weil, wenn, als, während beginnen. In solchen Fällen steht das gerundio alleine und folgt häufig der konjugierten Verbform nach. Mit dem gerundio können aber nur solche Nebensätze verkürzt werden, die im Subjekt des Haupt- und Nebensatzes identisch sind, also bei denen die Handlung oder das Ereignis im Nebensatz gleichzeitig mit derjenigen im Hauptsatz stattfindet. – Beispiel:

* Me caí bajando la escalerilla. Als ich stürzte, fiel ich die Treppe hinunter.

Im spanischen Gerundium[218] können Pronomen an das Ende des Gerundiums angehängt werden. Handelt es sich um die adverbiale Verwendung des Gerundiums, ist das Anhängen des Pronomens zwingend. – Beispiel:

* Está tomando un café cortado Er/sie trinkt gerade einen Café cortado; oder Está tomándoselo Er/sie trinkt ihn gerade.
* Las soldadas están llamándolo a filas. Die Soldatinnen sie sind durch ihn einberufen worden. Vorgangspassiv, pasiva con ser o pasiva de proceso + gerundio
* Las soldadas lo están llamando a filas.

Partizip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Partizip, participio versteht man eine infinite Verbform, das die Eigenschaften des Verbs sowie die eines Adjektivs aufweist. Es partizipiert (lat. participium, von particeps „teilhabend“; Plural: Partizipien) oder „hat teil“ an beiden Wortarten, oder an den Charakteristika der Wortarten des Adjektivs und des Verbs, deshalb auch der deutsche Ausdruck eines Mittelwortes[219], eines Wortes also, dass zwischen einem Verb und einem Adjektiv gebräuchlich ist.

Participio presente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptunterschied zwischen dem Deutschen und dem Spanischen besteht darin, dass der Gebrauch des spanischen Partizip Präsens, participio presente mit dem Ende des 15. Jahrhunderts, der Zeit des Mittelspanischen, zurückging und seinen verbalen Charakter fast gänzlich verlor. Das Partizip Präsens wurde durch die Suffixe –ante, -ente und –iente gebildet, die aus In der deutschen Sprache findet man ein:

  • Partizip I: erstes Partizip, Partizip Präsens, Präsenspartizip, Mittelwort der Gegenwart, erstes Mittelwort oder Ablaufform (des Verbs), etwa glänzend, „lesend“, „sprechend“, „interessierend“, „gehend“.[220] Es entspricht formal dem Spanischen participio presente welches mit den Endungen - ante, - ente und - iente geformt wird und die an den Wortstamm des Verbs angehängt werden. Die Participios presentes oder Adjektive, welche aus den Verben mit dern ersten, der „-ar “ Konjugation gebildet werden, enden auf –ante. – Beispiele:
* andante  zu andar, gehen
* sollozante zu sollozar, schluchzen, flennen

Wenn das Verb zur zweiten, der „-er“ oder der dritten, der „-ir “ Konjugation gehört, dann sind die zwei Suffixe so „-ente“ oder „–iente“ möglich. Das erste From, auf „-ente“ wird im Allgemeinen auf Wörter, die direkt aus dem Lateinischen gebildet wurden, angewandt. – Beispiele:

* trascendente zu lateinisch transcendentem
* urgente zu lateinisch urgentem

Die zweite Form auf -iente beziehen sich auf Wörter meist spanischen Ursprungs. – Beispiele:

* poniente zu poner, setzen, stellen, legen 
* proveniente zu provenir, herkommen, herstammen, stammen aus.[221]

Das Deutsche Partizip I kann z. B. wie ein Adjektiv, attributiv verwendet werden. In der deutschen Sprache drückt das Partizip I dabei etwas nicht Abgeschlossenes aus. Es verweist auf einen Vorgang, einen Prozess und geht mit einer aktivische Bedeutung einher, irgendetwas passiert gerade. Ein prädikativer Einsatz in Verbindung mit einem Kopulaverb, ist im Deutschen selten.– Beispiele:

 * Die Grippe ist ansteckend. (Gebräuchlich, prädikative Verwendung)
 * Dieser Mann ist rennend. (Ungebräuchlich)

Üblicherweise wird das Partizip I im Deutschen in attributiver Weise genutzt, anders als dies im Spanischen der Fall ist. Hier sind nur einzelne, als Adjektive bzw. als substantivierte Adjektive Formen im Sprachgebrauch, „brillante“, „hablante“, „interesante“, „amante“. – Beispiele:

* Der rennende Mann. (Gebräuchlich, attributive Verwendung)
* El hombre que corre. (Gebräuchlich, Übersetzung im Relativsatz)
* El hombre corriente. (Ungebräuchlich; der Sinn steht in Frage.)

Dennoch lassen sich auch deutsche Partizipialkonstruktionen durch Relativsätze ersetzen. – Beispiele:

* Ein liebender Mensch. Das ist ein Mensch, der liebt. 
* Schwimmende Elefanten.  Hier sind Elefanten, die schwimmen.

Das deutsche Partizip I steht näher zum Adjektiv, genauer es fungiert als ein Adjektiv. Darum taucht zumeist ein im Deutschen dergestalt verwendetes Partizip I in der spanischen Übersetzung in Form des Relativsatzes auf. – Beispiel:

* La mujer que duerme. Die schlafende Frau.

Im Spanischen würde der sinnhafte verbale Charakter dieser Aussage mit dem gerundio wiedergegeben werden.

*  Una mujer durmiendo en su cama. Ein Frau war schlafend in ihrem Bett.

Während aber das gerundio lediglich die Vorzeitigkeit, anterioridad und die Nachzeitigkeit, posterioridad zum Ausdruck bringt, kann über das participio de presente nur die Gleichzeitigkeit simultaneidad in Worten gesetzt wird.[222] – Beispiele:

* Sonriente, Juana abrazó al José.  Lächelnd, Juana umarmte José. participio de presente + Pretérito indefinido de indicativo
* Sonriendo, Juana abrazó al José.  Jetzt gerade lächelnd, Juana umarmte José. participio de presente + gerundio
Participio pasado o perfecto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Partizip II: zweites Partizip, Partizip Präteritum, Partizip Perfekt, Perfektpartizip, Mittelwort der Vergangenheit, zweites Mittelwort, Vollzugsform (des Verbs) oder Vollendungsform (des Verbs). Es wird im Allgemeinen mit den Endungen -t, -et, oder -en gebildet.[223] Wird verwendet um zusammengesetzte Zeiten zu bilden, z. B. Perfekt, Plusquamperfekt, Futur II. Im Deutschen setzt das Partizip II die Vorstellung der Abgeschlossenheit sprachlich um, es verweist auf ein Resultat, irgendetwas ist abgeschlossen. Es entspricht formal dem Spanischen participio pasado o perfecto welches mit den Endungen - ado und - ido geformt wird und die an den Wortstamm des Verbs angehängt werden. – Beispiele:
* der gekochte Fisch der Fisch ist schon gekocht, der Fisch ist schon gekocht worden;
* das gefundene Buch;
* die aufgeblühte Orchidee.

Ebenso wie das Partizip I kann auch das Partizip II durch einen Relativsatz ersetzt werden. – Beispiel:

* Ein gekochter Fisch.  Ist ein Fisch, der gekocht worden ist oder wurde.

Diese Regel, das die Endungen - ado und - ido das participio pasado o perfecto formen, hat ihre Gültigkeit aber nur auf die regelmäßigen Formen, denn die unregelmäßigen Formen stammen aus der Zusammensetzung des Verbalstammes und der Suffixe „–to“ oder „–cho“. – Beispiele:

* escrito
* hecho

Für bestimmte Verben kann sowohl eine regelmäßige, als auch eine unregelmäßige Form gebildet werden. – Beispiele:

* frito oder freído für freír, gebraten[224] für  braten
* preso oder prendido für prender, gefangen für festnehmen; festmachen.

Obzwar auch im Spanischen ein Partizip I, participio presente neben einem Partizip II, participio pasado o perfecto[225] vorliegen, hat sich ihr Gebrauch in beiden Sprachen, dem Deutschen und dem Spanischen unterschiedlich entwickelt. Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass der Einsatz des participio presente als solches gegen Ende des 15. Jahrhunderts zurücktrat und dabei seinen verbalen Charakter verloren hatte. Das participio presente wird mit den Suffixen - ante, - ente und - iente gebildet.[226] Diese Formen des Partizips Präsens, participio presente werden im Spanischen als Adjektive bzw. substantivierte Adjektive gebraucht, eine Entwicklung welche schon im Lateinischen ihren Anfang nahm und sich in allen romanischen Sprachen fortsetzte. – Beispiele:

  • adjektisch:
    • brillante glänzend
    • ardiente brennend
  • substantivisch:
    • la hablante die Sprechende
    • el orante der Betende

Die spanischen Partizipien I, participios presentes sind funktionell als Adjektive einsetzbar, vermögen Substantive näher zu beschreiben oder werden ihrerseits zu substantivierten Adjektiven. Werden Partizipien dergestalt verwendet, muss man sich allerdings nach der Anzahl und dem Geschlecht des Substantivs bzw. Objekts oder Subjekts richten (Kongruenz). Die Partizipien müssen also in Numerus und Genus kongruent, concordancia gramatical, sein und so die entsprechenden Partizipformen bilden.[227] – Beispiele:

* viajado gereist
* sentido gefühlt
* El portal está abierto. Der Eingangsbereich ist geöffnet.
* La puerta está abierta. Die Tür ist geöffnet.

Das Partizip II, participio pasado oder perfecto dient im Gebrauch mit dem Hilfszeitwort haber zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten und mit den Kopulaverben ser und estar zur Bildung des analytischen Passivs. Während es zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten stets unveränderlich bleibt, richtet es sich bei der Bildung des analytischen Passivs in Genus und Numerus nach dem Wort auf das es sich bezieht. Es wird bei den regelmäßigen Formen durch das Anhängen der Suffixe -ado an dem Verbstamm der Verben die auf -a enden und -ido bei den auf e- oder -i endenden Verben gebildet. – Beispiele:

* hablar hablado sprechen gesprochen
* dormir dormido schlafen geschlafen
* hacer hecho machen gemacht
* escribir escrito schreiben geschrieben
* La mujer se ha lavado Die Frau sie hat sich gewaschen.
* Los libros que he escrito Die Bücher die ich geschrieben habe.

Tritt das Partizip mit dem Hilfsverb (Auxiliar) haber zusammen werden aus diesen analytischen Wortkombinationen oder gewissermaßen „speziellen Verbalperiphrasen“ die zusammengesetzten Zeiten, tiempos compuestos. In ihnen bleibt das Partizip formal maskulin und steht im Singular. – Beispiel:

  • La madre ha llamado a su hija. Die Mutter hat gerufen nach ihrer Tochter.

Wenn aber nunmehr ein anderes Verb als Hilfsverb an die Stelle von haber treten sollte, so etwa estar, tener, ser ändern sich die Bedingungen derart, dass sich das Partizip in Genus und Numerus dem Substantiv anpasst. – Beispiel:

* Tengo escritas tres poemas. Ich habe geschrieben drei Gedichte.[228]
Bildung des Participio pasado[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Verben vermögen zwei Partizipien II, participios pasados zu bilden. Eine regelmäßige und eine unregelmäßige Form. Dabei wird nur die regelmäßige Form als participio pasado für die die zusammengesetzten Zeiten, tiempos compuestos diesen „speziellen Verbalperiphrasen“ eingesetzt. Die Verwendung der unregelmäßigen Form als Adjektiv erfordert Kongruenz in Genus und Numerus mit dem entsprechenden Substantiv. Dies ist zu unterscheiden von der Bildung des Partizips bei regelmäßigen und unregelmäßigen Verben. – Beispiele:

  • Regelmäßige Bildung
    • a-Konjugation: -ado, z. B. hablar – hablado
    • e-Konjugation: -ido, z. B. comer – comido
    • i-Konjugation: -ido, z. B. vivir – vivido
  • Unregelmäßige Verben
    • abrir – abierto: (yo) he abierto ich habe geöffnet
    • decir – dicho: (tú) has dicho du hast gesagt
    • escribir – escrito: (él/ella/usted) ha escrito er/sie/Sie hat/haben geschrieben
    • hacer – hecho: (nosotros/-as) hemos hecho wir haben gemacht/getan
    • poner – puesto: (vosotros/-as) habéis puesto ihr habt gestellt
    • traer – traído: (ellos/ellas/ustedes) han traído sie/sie/Sie haben gezogen
    • ver – visto: analog zum obigen
    • volver – vuelto: analog zum obigen
    • morir – muerto
    • cubrir – cubierto
    • romper – roto
    • freir – frito

Unregelmäßige Partizipien mit nur adjektivischer Funktion im Vergleich und die entsprechenden Bedeutungsunterschiede: – Beispiele:

  • regelmäßiges Partizip
    • hablado gesprochen
    • comido gegessen
    • hecho gemacht
    • dado gegeben
    • confundido verwechselt
    • expresado ausgedrückt
    • manifestado erklärt, geäußert
    • elegido gewählt
  • unregelmäßiges Partizip (adjektivisch)
    • confuso, -a verwirrt, verworren
    • expreso, -a ausdrücklich, deutlich
    • manifiesto, -a offenkundig, augenscheinlich[229]
    • electo, -a gewählt
* Hoy he comido pescado. Heute ich habe gegessen Fisch.
* La sopa está comida. Die Suppe ist gegessen.
*  Han elegido al mismo bibliotecaria. Sie haben gewählt die gleiche Administratorin.
*  La bibliotecaria electa es Laura Fiorucci  Die gewählte Administratorin ist Laura Fiorucci.[230]

Zeiten, Modi und Aspekte mit ihren Bedeutungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung der einzelnen Zeitformen oder Zeitstufen wurden von der Real Academia Española verschiedentlich geändert, so gibt es Unterschiede zwischen der Ausgabe von 1931, Gramática de la lengua española (abgekürzt Gramática, 1931), und der Ausgabe von 1973, Esbozo de una nueva gramática de la lengua española, Real Academia Española. Comisión de Gramática (abgekürzt Esbozo, 1973).[231]

Grafische Darstellung der spanischen Verben Zeitformen im Modo indicativo auf einen Zeitstrahl. In der Terminologie von Hans Reichenbach kann die Position R in Bezug auf H die Zeiten pasado (R – H), presente (H.R) und futuro (H–R) charakterisieren. Die Position von E bezüglich R beschreibt das als pluscuamperfecto (E – R), presente (R.E) und futuro als (R –E).

Hans Reichenbach (1947)[232] beschrieb die Tempora, als Zeitstufen mittels zweier Relationen zwischen drei Bezugs- oder Zeitpunkten.[233] Er definierte die Tempora als grammatikalische Verortungen von Tatsachen, Ereignissen, Sachverhalten in der Zeit, als deiktisch (temporale) Kategorie, die das System zeitlicher Beziehungen von Ereignissen am Verb morphologisch, flexiv realisiert.[234] Für die Charakterisierung der verschiedenen Tempusformen wurde die Relation zwischen der Sprechzeitpunkt S, spanisch punto de habla H und dem Referenzpunkt R, spanisch punto de referencia R gesetzt sowie diejenige zwischen dem Ereigniszeitpunkt E, spanisch punto del evento E und dem Referenzpunkt R.[235]

  • Sprechzeit oder Äußerungszeit, Äußerungszeitpunkt, Sprechakt S point of speech oder H punto de habla, sie bezieht sich auf den Augenblick der Versprachlichung durch den Sprecher, sie wird in manchen Fällen auch als mögliche Zeitspanne definiert, zumeist ist sie ein Zeitmoment. Sie bezieht sich auf den Moment des Sprechens; wiedergegeben durch einen „Sprecher “.
  • Ereigniszeit oder Situationszeit, Ereigniszeitpunkt E point of event, punto del evento, sie ist das Zeitintervall in welchem der versprachlichte Zustand gilt, oder die ausgedrückte Handlung abläuft, sie kann sowohl einen Zeitpunkt als auch eine Zeitspanne sein. Die Ereigniszeit ist die Zeitrelation, in welcher das versprachlichte Geschehen, das in einem Satz ausgedrückte Ereignis, stattfand, stattfindet, stattfinden wird oder stattfinden könnte bzw. hätte stattfinden können, usw. (Vergleiche die Modi indicativo vs. subjuntivo).[236] Damit versteht man unter einem Ereignis ein Geschehen, Sachverhalt oder Tatbestand (modo de indicativo) bzw. ein mögliches Ereignis oder Tatbestand, die durch die Perspektive ihres potentiellen (kontrafaktischen) Eintretens (modo de subjuntivo) fokussiert sind und an ein Zeitintervall gebunden sind oder werden,
  • Referenzzeit oder Betrachtungszeit, Bezugszeitpunkt, Referenzpunkt R point of reference, punto de referencia, es ist ein Zeitintervall, verschieden von der Sprechzeit. Wiedergegeben durch einen „Betrachter“. Es weist, etwa durch ein Zeitadverb, auf ein Ereignis hin oder es referiert auf ein Geschehen um dieses zeitlich deiktisch zu lokalisieren.[237] Die Referenzzeit und damit die zeitliche Festlegung kann mittels Temporaladverbien oder aus dem narrativen Kontext bestimmt werden. Die Referenzzeit referiert oder diskriminiert etwa zwischen Vorzeitigkeit, anterioridad und Nachzeitigkeit, posterioridad. Sie beschreibt eine Betrachtungsperspektive, den punto de mira.
  • Unter der Sprechzeitdistanz versteht man den Abstand zwischen der Sprechzeit S bzw. H und der Ereigniszeit E.[238][239]

Der Tempus beschreibt ausgehend vom Sprechzeitpunkt S in welchem Moment der Ereigniszeit E das Verb vollzogen wird, d. h. die „Zeit“ eines Satzes wird nicht auf die Zeit eines anderen Satzes bezogen, sondern wird vom Sprecher oder Schreiber frei gesetzt; entweder davor, danach oder jetzt. Man unterscheidet drei Zeitstufen[240]: Gegenwärtigkeit, presente, Vergangenheit, pasado und Zukünftigkeit, futuro.

Die „Zeit“ kann aber auch vom Sprecher oder Schreiber als abhängig oder bezogen auf andere Entität betrachtet werden, d. h. die „Zeit“ des einen Satzes, meist eines Nebensatzes (Protasis), wird auf die „Zeit“ eines anderen Satzes, meist des übergeordneten Hauptsatzes (Apodosis) bezogen. Man unterscheidet hier die folgenden Zeitverhältnisse[241]: Nachzeitigkeit, posterioridad, Gleichzeitigkeit, simultaneidad und Vorzeitigkeit, anterioridad.

Von grundlegender Bedeutung in der Betrachtung der Verbflexion ist die grammatische Kategorie des Tempus (Zeitstufen). Das Tempus der deutschen Sprache kann mit den spanischen Tempora nicht gleichgesetzt werden. So kennt das Spanische weitaus mehr Temporaformen als das Deutsche, den sechs deutschen Formen stehen insgesamt siebzehn spanische Tempora gegenüber.[242]

Zur Bildung des Zeitbezugs wird in der spanischen Sprache der Tempus, tiempo gramatical als grammatikalisches Mittel eingesetzt. Man unterscheidet zwischen syntaktisch, einfachen (nur Vollverben, finite Verben) und syntaktisch komplexen oder periphrastischen Tempusformen (mit einer Auxillar-Verb Konstruktion, finites Verb in Verbindung mit einer Periphrase oder infiniten Verb). Das Auxillar, verbo auxiliar und Verb nehmen dabei eine morphologische definierte Form ein.[243]

Mit den Tempora erhält der Sprecher die Möglichkeit, im Augenblick des Sprechens zeitliche Relationen zu dem Inhalt des Zusagenden mit morphologischen Mitteln zu realisieren. Das Tempus ist die differenzierteste Kategorie des spanischen Verbs. Dabei ist die Tempussetzung aber keine sprachliche Zeitmessung und zeigt deshalb auch nicht an, wann ein Ereignis oder eine Handlung sich vollzieht, denn physikalisch-zeitlich verschiedene Ereignisse sind durch dasselbe Tempus bezeichenbar. – Beispiel:

  • Operaré mañana Ich operiere morgen; oder
  • Operaré dentro de un año Ich werde innerhalb eines Jahres operieren.

Der Aspekt beschreibt gewissermaßen die „interne Zeit des Verbs“ oder der Verbalperiphrase – im gewissen Sinne stellen die zusammengesetzten Zeiten eine Sonderform der Periphrasen dar – indem er als weitere Flexionskategorie zwischen einer nicht abgeschlossenen bzw. perfektiven oder einer abgeschlossenen bzw. imperfektiven Verbform unterscheidet. – Beispiele:

* Juana ha realizado una sustitución. Juana hat verwirklicht einen Wechsel. Das bedeutet:
* Juana ya ha finalizado su sustitución. Juana hat schon beendet ihren Wechsel. Pretérito perfecto de indicativo

Perfektiv sind alle zusammengesetzten Verbformen (Tempora), tiempos compuestos einschließlich des Pretérito indefinido de indicativos.

* Juana siempre cantaba en las celebraciones. Juana immer sang an den Festivitäten. Pretérito imperfecto de indicativo

Während alle einfachen Verbformen (Tempora), tiempos simples ohne dem Indefinido als imperfektiv gelten können.[244][245]

Durch das Tempus ordnet ein Sprecher ein Ereignis oder eine Handlung aus der Sicht einer vergehenden Zeit (Zeitrelation) zu einem Referenzpunkt, punto de referencia R (Zeitverhältnis). Hierzu werden die Verhältnisse auf eine räumliche Metapher, auch Zeitstrahl, zur Darstellung von Zeitpunkten, -räumen und Abfolgen in Form einer Linie auf- und in die daraus resultierende Begrifflichkeit übertragen.[246]

So wird das „Operieren“ im Satzbeispiel Operaré mañana oder Operaré dentro de un año nachzeitig zu der Sprechsituation gebildet. Die Dimensionen des zu versprachlichenden Wahrnehmungsraums für die Ereignisse bestehen aus zwei Angaben: der Zeitrelation und dem Referenzpunkt.[247] Dadurch, dass das Tempus auf einen Referenzpunkt verweist, gewinnt es einen temporale deiktischen Wert – eine Eigenschaft, die der Aspekt nicht besitzt.

Für die Charakterisierung der verschiedenen Tempusformen wurde die Relation zwischen der Sprechzeitpunkt S, punto de habla H und dem Referenzpunkt R, punto de referencia R gesetzt sowie diejenige zwischen dem Ereigniszeitpunkt E, punto del evento E und dem Referenzpunkt R.[248]

Zeitachse Vergangenheit, E,R-S (E = R < S), dabei steht E für die zeitliche Zuordnung wenn das Ereignis stattfindet, dabei steht R für die Zeit auf die man sich bezieht, z. B. gestern, ayer
Zeitachse Gegenwärtigkeit, E,R,S (E=R=S)
Zeitachse Zukünftigkeit, S-E,R (S < E = R)

In seinem von ihm ursprünglich formulierten Ansatz konnten aber nur temporale Relationen zwischen diesen drei Bezugspunkten beschrieben werden. Weiterentwicklungen seiner Theorie waren dann auch in der Lage, komplizierte Beschreibungen der Vergangenheitstempora, wie etwa die des Imperfekts, zu erklären.

Ein Sprecher versprachlicht oder berichtet in einer (interaktiven) Situation über ein Ereignis in dem Moment des Sprechens oder dem Sprechzeitpunkt S über das referentielle „Jetzt“ oder dem Bezugszeitpunkt (Referenzpunkt R).

Der Modus wiederum ermöglicht dem Sprechenden, seine subjektive Einstellung zu dem zu sagenden Sachverhalt darzulegen oder nach Jacob Wackernagel das Verhältnis der Tätigkeit zur Wirklichkeit zu beschreiben (vergleiche auch Mögliche Welt).

Als unmarkierter Modus gilt der

  • Indikativ, modo indicativo. Er setzt die Handlung oder das Ereignis als wirklich an.

Die übrigen Modi sind:

Die Modi geben die subjektive Einstellung, Bedingtheit, also Zusammenhänge zwischen Objekten und den Repräsentationen im menschlichen Bewusstsein sowie der Aufforderung wieder.

Mit der Kategorie des Aspekts wiederum werden im Spanischen das Gegensatzpaar pretérito imperfecto für das unabgeschlossene Ereignis und des pretérito perfecto (compuesto) bzw. pretérito indefinido für eine abgeschlossene Handlung bestimmt. Im Spanischen sind die Begriffe Tempus und Aspekt jedoch nicht so deutlich voneinander geschieden wie in den slawischen Sprachen. Dies liegt daran, dass die Aspektunterscheidung morphologisch nur in den Vergangenheitstempora ausgedrückt wird, dadurch fällt der Aspekt mit den Tempusbezeichnungen zusammen.[249] Dennoch werden bei der Betrachtung des Aspektes nicht die „Zeitstufen“, also die Tempora in den Mittelpunkt gestellt, sondern die zeitliche Struktur von Handlungen, der „Zeitrichtungsbezug“.[250] Für den Aspekt ist es entscheidend, welche Ausdehnung eine Handlung besitzt, ob sie abgeschlossen ist oder noch andauert und wie der Sprecher in diese Situation integriert ist. Folgt man den Reichenbach’schen Überlegungen so läge ein perfektiver Aspekt vor, wenn die Referenzzeit R die Ereigniszeit E einschließt oder ihr nachgeschaltet ist. Wird die Referenzzeit R von der Ereigniszeit E inkludiert, spricht man von einem imperfektiven Aspekt.

Finden nun alle diese, das Verb verändernden Markierungen statt, so ist dieses Verb als begrenzt, als ein finites Verb, alle anderen Verbformen aber als unbegrenzte, infinite Verben, zu betrachten.[251]

Presente oder Presente simple[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Presente de indicativo[252] stehen gegenwärtige Handlungen, es versprachlicht Ereignisse und Handlungen der Gegenwart oder beschreibt Zustände des unmittelbaren Augenblicks. Dennoch können auch zukünftige Handlungen zum Ausdruck gebracht werden, wenn eine adverbiale Bestimmung dies deutlich macht.[253] In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: H , R , E (S=R=E), Sprechzeit , Referenzpunkt , Ereigniszeit. – Beispiel:

* Los obreros de construcción necesitan descansar esta semana. Die Bauarbeiter benötigen zu pausieren diese Woche.

Im obigen Beispiel fallen die Ereigniszeit E, die Referenzzeit oder der Referenzpunkt R und die Sprechzeit H oder S zusammen, indem der Sprecher versprachlicht was er in seiner Innenperspektive wahrnimmt und benennen kann.[254]

Pretérito perfecto oder Pretérito perfecto compuesto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Pretérito perfecto de indicativo[255] stehen Handlungen, die in der Vergangenheit begonnen haben, aber deren Zeitraum bis in die Gegenwart hineinreicht oder die Auswirkungen auf diese haben. Die Referenzzeit R als der zeitliche Bezugsrahmen wird von der Gegenwärtigkeit gestellt und ist damit gleich der Äußerungszeit S (E > R = S); man findet ein abgeschlossenes Ereignis mit Bezug auf Gegenwart. Wenn man das Pretérito perfecto compuesto aus der Sicht der Terminologie des Philosophen Hans Reichenbach betrachtet, dann ist der Abstand zwischen der Sprechzeit S und der eigentlichen Ereigniszeit E in dieser Zeitform sprechzeitnah, im Gegensatz etwa zum Indefinido das als sprechzeitfern gilt. Mit anderen Worten, wird der vergangene Vorgang bis zum Sprechzeitpunkt realisiert und kann auch sprechzeitnachzeitig weiter realisiert werden. Reichenbach geht davon aus, dass man für die korrekte Behandlung von Tempora wenigstens diese drei zeitliche Parameter benötigt. Aspektuell sind es aber Handlungen oder Ereignisse, die im Zeitraum ihres Geschehens als abgeschlossene Handlungen aufzufassen sind. [256] – Beispiel:

* Perdón, no te he entendido. ¿Puedes hablar más despacio? Verzeihung, ich habe es nicht verstanden. Könntest du langsamer sprechen?

Dieses „In-die-Gegenwart-Hineinreichen“ wird vom Sprecher im Sinne des Wortes eines gewissen Auswirkens auf die Gegenwart interpretiert und kündigt dadurch bereits seine Subjektivität an, hängt es doch von der Meinung des Sprechers ab, ob die Aktion bis in die Gegenwart hineinwirken soll oder nicht. Wählt der Sprecher das Pretérito perfecto als Referenz für die Beschreibung einer Handlung oder eines Ereignisses in der Vergangenheit, beschreibt er das Geschehen nicht nur als eine Zeitspanne, sondern räumt auch eine gegenseitige Einflussnahme auf dieses Geschehen als solches ein. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: E – H . R (E < S = R), Ereigniszeit – Sprechzeit . Referenzpunkt.

Zur allgemeinen Orientierung lässt sich ein ungefähr vierundzwanzig Stunden zurückliegender Zeitpunkt angegeben, wobei dieser oft durch spezifische temporale Marker oder Wörter expliziert werden kann.

Als solche ist diese Zeitform, in Funktion und Bildung, nahezu identisch mit dem englischen Present Perfect. Es ist eine zusammengesetzte Zeit, aber keine Erzählzeit, es ist also nicht möglich, eine Geschichte oder irgendeinen narrativen Text in diesem Tempus wiederzugeben.

Folgende Wörter oder Wortkombinationen weisen auf die Verwendung dieser Zeit hin (so etwa bei Schilderungen, die das Adverb bisher oder was bisher geschah einbeziehen): hoy, jamas, esta semana, nunca, ya, una vez, muchas veces, todavía no, en nuestro siglo, el año en curso, esta temporada, hogaňo, todavia no, en mi vida, durante el siglo presente. So sind dies häufig Zeitbestimmungen, die die Vergangenheit in die Gegenwart einschließen können. Außerdem steht das Pretérito perfecto bei allen Temporalbestimmungen mit esta, este, esto oder bei den Adverbien, die eine direkte zeitliche Nähe zum Ausgesagten aufzeigen, wie hace poco, desde hace poco, últimamente, en los últimos tiempos.[257]

In vielen Ländern Lateinamerikas wird das Perfecto vor allem in der gesprochenen Sprache kaum verwendet, sondern durch das Indefinido ersetzt. – Beispiel:

* He comprado una casa Ich habe ein Haus gekauft.

Pretérito imperfecto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Pretérito imperfecto de indicativo stehen – wie im französischen Imparfait und im englischen Past Progressive[258] – länger andauernde oder sich wiederholende Handlungen in der Vergangenheit, die nicht in der Vergangenheit abgeschlossen worden sind oder deren Ende in der Vergangenheit unbestimmt blieb, etwa había una vez .... es war einmal.[259] [260][261] Der Vorgang, die Handlung lief parallel zum Referenzpunkt des gesprochenen Wortes in der Vergangenheit ab. Es ist eine Parallelität im erweiterten Sinne einer Gleichzeitigkeitsbedeutung, womit der versprachlichte Vorgang vor- oder auch nachzeitig zum Referenzpunkt sein kann.[262]

Es ist eine einfache Zeit, gehört also zu den formas simples.[263] Das Imperfecto wird immer dann genutzt, wenn man vergangene Ereignisse, Handlungen, Vorgänge, Zustände oder Tatbestände als nicht abgeschlossen, als Hintergrundschilderung ansehen möchte oder wenn über immer wieder stattfindende Geschehen in der Vergangenheit erzählt wird. Man betont hier also die Wiederholung (iterative Aktionsart) und Regelmäßigkeit (durative Aktionsart). Der Erzählende will von der Gegenwart, dem Betrachtungszeit- oder Fokuspunkt, aus eine Handlung oder ein Geschehen beschreiben, das in der Vergangenheit liegt. Er nimmt dies zu einem Zeitpunkt vor, als die Handlung stattfand, sie also noch nicht abgeschlossen war. Es ist für den die Handlung Betrachtenden deshalb nicht bekannt, ob das Geschehen, das in der Vergangenheit eingesetzt hat, noch andauert. Das Geschehen war also „nicht perfekt“, somit „imperfekt“. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur für die temporale Zeitstufe gegeben: E < R – H, Ereigniszeit < Referenzpunkt – Sprechzeit. Für den Aspekt: Imperfektiv: R ⊆ E, d. h. die Referenzzeit R ist in der Ereigniszeit E enthalten.

Darstellung nach H. Reichenbach (1947) bzw. W. Klein (1994) des Aspektes Imperfektiv: R ⊆ E, d. h. die Referenzzeit R ist in der Ereigniszeit E enthalten, die temporalen Beziehungen (Pretérito imperfecto) bilden sich dann E < R – S ab (Zeitraum).

Deshalb findet diese Zeitform ihre Anwendung bei gleichzeitig ablaufenden Ereignissen in der Vergangenheit oder wenn die laufenden Geschehen in der Vergangenheit durch eine neue Handlung unterbrochen werden. Auch für die Beschreibung von Situationen, Personen, Landschaften, Wetter oder Ähnlichem in der Vergangenheit kann das Pretérito imperfecto genutzt werden. Das Imperfecto dient zur Beschreibung von sich wiederholenden Handlungen, der Aufzählung von Ereignissen oder von Zuständen in der Vergangenheit, die länger andauerten oder gleichzeitig bestanden. Wird eine Szene, eine Rahmenhandlung, beschrieben, verwendet man das Imperfecto und ermöglicht damit dem Sprecher nähere, ausführlichere Erläuterungen und Ausführungen.

Folgende Wörter führen zu dieser Zeitform (Aspekt) hin: antes, a menudo, entonces, en aquel tiempo, con frecuencia, de vez en cuando, mientras, cada día, cada semana, cada vez que, siempre, porque, de joven, normalmente, generalmente, en esa época, poco a poco, todas las mañanas, casi nunca, frecuentemente. Sie bilden sozusagen den Hintergrund, während der Vordergrund im Indefinido beschrieben wird. Anzeichen für einen solchen, gleichzeitigen Gebrauch beider Zeiten geben folgende Wörter: una vez, de repente, enseguida. – Beispiele:

* Cuando era joven, monté a caballo una vez Als ich jung war, bin ich einmal geritten.
* Era un rey permanentemente. Ich war dauerhaft König.

zeigt eine durative Aktionsart an, während der Satz

* Era un rey repetidamente. Ich war immer wieder König.

die iterative Aktionsart des Imperfektes näher aufführt. Vergangene Handlungen oder Tatbestände werden in ihrem Verlauf betrachtet und versprachlicht, dabei sind ihre Vollendung oder auch ihr Ergebnis nicht von Interesse.

* Salía, cuando tú entrabas.

Insgesamt beschreibt das Pretérito imperfecto ein Geschehen oder eine Handlung, die prozessual, losgelöst von Zeit und Verlauf in der Vergangenheit geschah. Es beschreibt permanente, ständige Handlungen, Tatbestände oder einen beständigen Vorgang in einer zurückliegenden Zeit, wobei entscheidend nicht die Dauer dieses Vorgangs ist, sondern dessen Nichtlokalisierbarkeit auf der Zeitachse.

* Ese lago estaba situado al derecho del camino.

Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pretérito indefinido de indicativo[264] wird – wie im Französischen das Passé simple oder vergleichbar dem Englischen Simple Past – verwendet, wenn die Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen ist.[265] Es beschreibt ein (längst) vergangenes, (weit) zurückliegend Ereignis oder bezieht sich auf einen vergangenen Zeitpunkt; also auf Ereignisse, die zu einem oder von einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit an stattfanden. Aspektuell wird eine abgeschlossene Handlung ausgedrückt, welche in einem abgeschlossenen Zeitraum stattfand. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur für die temporale Zeitstufe gegeben: E < R – H, Ereigniszeit < Referenzpunkt – Sprechzeit. Für den Aspekt: Perfektiv: E ⊆ R, d. h. die Ereigniszeit E ist in der Referenzzeit R enthalten.

Darstellung nach H. Reichenbach (1947) bzw. W. Klein (1994) des Aspektes Perfektiv: E ⊆ R, d. h. die Ereigniszeit E ist in der Referenzzeit R enthalten, die temporalen Beziehungen (Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple) bilden sich dann E < R – S ab (Zeitpunkt).

Wählt der Sprecher das Pretérito indefinido als Referenz für die Beschreibung einer Handlung oder eines Ereignisses in der Vergangenheit, so definiert er das Geschehen oder Ereignis als von einem Zeitpunkt ab und impliziert, dass es kaum Möglichkeiten der Einflussnahme darauf gibt.[266] Es ist die Zeit, die für Erzählungen, Berichte und Schilderungen verwendet wird. Es ist eine einfache Zeit und verweist meistens auf definitive Zeitpunktangaben in der Vergangenheit.

Folgende Wörter weisen auf dieses Zeitgeschehen hin: ayer, anteayer, el año pasado, anoche, la semana pasada, el martes pasado, de repente, de ... a, desde ... hasta, después, el martes de la semana pasada, en ..., de pronto, hace tres días, hace catorce días.

Frage nach dem Indefinido: ¿Qué pasó? oder Was passierte? Was geschah dann?
Frage nach dem Imperfecto: ¿Cómo era? oder Wie war es? Was war schon?

Manche Verben haben, je nachdem, ob sie im Imperfecto oder Indefinido stehen, eine andere deutsche Übersetzung. So wird conocer kennen im Imperfecto zu le conocía ich kannte ihn (über einen längeren Zeitraum), während le conocí zur vergangenen einmaligen Aktion ich habe ihn kennen gelernt wird.[267]

Unterschiedliche Bedeutungen der konjugierten Verben im Pretérito imperfecto oder Pretérito indefinido, Beispiele.[268][269]
Verben Infinitiv deutsche Übersetzung Pretérito imperfecto (Verlauf der Handlung) deutsche Übertragung Pretérito indefinido (Eintritt der Handlung) deutsche Übertragung
tener haben tenía ich hatte (wie immer) gehabt tuve ich bekam (augenblicklich, im Moment)
saber wissen sabía ich wusste schon supe ich erfuhr (plötzlich)
conocer kennen conocía ich kannte schon conocí ich lernte (augenblicklich) kennen
ir gehen iba ich war wie immer unterwegs, ich ging wie gewohnt fui ich fuhr, ging (augenblicklich)

Das Indefinido nimmt seinen Betrachtungszeitpunkt ebenfalls von der Gegenwart aus ein. Aber das betrachtete Geschehen fand des Öfteren statt, oder aber es dauerte länger, so dass man keinen Zeitpunkt, sondern einen Zeitraum beschreibt. Da der Zeitpunkt des Geschehens nicht genau definierbar ist, heißt es „indefinido“ unbestimmt. Der Sprecher nutzt das Indefinido, um das (singuläre) Ereignis oder Geschehen zu beschreiben, ohne aber zu versuchen, den Rahmen einer Situation genauer zu beschreiben oder einen ausführenden Kontext zu dem, was (singulär) beschrieben wird, sprachlich auszudrücken. – Beispiel:

  • Llegué a las seis de la mañana, tomé una ducha y me fui a la cama. Ich kam im Moment um sechs Uhr morgens an, nahm ein Duschbad und ging ins Bett.
  • El mes pasado fuimos al teatro. Im vergangenen Monat wir waren im Theater.
Aspekt im Spanischen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aspekt, aspecto, beschreibt die Haltung, actitud temporal, oder besser die Blickrichtung des Sprechers zur zeitlichen Struktur von Handlungen oder Ereignissen.[270][271]

Während man mit dem Tempus eine durch das Verb charakterisierte Handlung, ein Ereignis oder einen Zustand einer Situation erfasst, die sich relativ zum Sprechzeitpunkt S (punto de habla (H), Sprechzeit) darstellt, dient der Aspekt gewissermaßen als Überbegriff für zwei unterschiedliche Bereiche, die man meist auch mit den Begriffen des grammatischen oder lexikalischen Aspekt beschreibt. Einige Beispiele dargestellt an der 3. Person des Verbs salir. Das Indefinido und Imperfecto unterscheiden sich nicht durch die kodierten Zeitrelationen, sondern durch das vorhandene oder fehlende Merkmal der Perfektivität:[272]

  • E-R-S(H) (E < R < S) Pretérito pluscuamperfecto, Beispiel: había salido[273]
  • E,R-S(H) (E = R < S) Pretérito perfecto simple oder Pretérito indefinido, Beispiel: salió[274]
  • E,R-S(H) (E = R < S) Pretérito imperfecto, Beispiel salía[275]
  • E-R,S(H) (E < R = S) Pretérito perfecto compuesto, Beispiel: ha salido [276]
  • S(H),R,E (E = S = R) Presente, Beispiel: sale[277]
  • S(H)-E,R (S < E = R) Futuro simple, Beispiel: saldrá[278]
  • S(H)-E-R (S < E < R) Futuro perfecto, Beispiel: habrá salido[279]

Also während mit dem Tempus eine Zeitstufe oder Situierung des Ereignisses auf der Zeitachse erfolgt, bezieht sich der Aspekt nicht auf den Zeitpunkt des Vorgangs, Ereignisses oder der Handlung relativ zum Moment der Aussage (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), sondern auf die Art und Weise, wie dieser Vorgang zu betrachten ist. Nach Becker (2010)[280] ist eine mögliche Unterscheidung beider Aspekte durch die Beschreibung gegeben, dieses Zeichen steht dabei für die Relation des Enthaltenseins.[281][282]

  • Pretérito indefinido: Perfektiv: E ⊆ R, d. h. die Ereigniszeit E ist in der Referenzzeit R enthalten.
  • Pretérito imperfecto: Imperfektiv: R ⊆ E, d. h. die Referenzzeit R ist in der Ereigniszeit E enthalten.

Somit wird der imperfektive oder unvollendete Aspekt durch Folgendes ausgedrückt:

  • eine durative Handlung, deren Dauer ohne Rücksicht auf einen Anfang oder ein Ende bezeichnet wird;[283]
  • eine iterative Handlung, die sich ohne Rücksicht auf ein Anfang oder ein Ende des jeweiligen Handlungsabschnitts wiederholt;
  • eine inchoative Handlung, die eine Dauer mit dem Blick auf den Beginn anzeigt;
  • eine habituative Handlung, die gewöhnlich, also gewohnheitsmäßig stattfindet;
  • eine konative Handlung, die einen Versuch zu einer Handlung bezeichnet.
  • die imperfektiven Verbformen machen Aussagen über Zustände oder den Ablauf von Handlungen. – Beispiel:
    • Pedro fumaba habanos fuertes Pedro rauchte starke Zigarren. Wann und Wie lange? Unbestimmt. Bekannt: seit einem Zeitpunkt. Anzunehmen: für gewöhnlich.

Beim perfektiven Aspekt wird eine Handlung als Ganzes, als abgeschlossen oder als vollendet betrachtet. Es zeigt sich Folgendes:

  • die Handlung ist punktuell, im Hinblick auf ein einmaliges Ereignis;
  • die Handlung ist ingressiv, im Hinblick auf den Beginn der Handlung;
  • die Handlung ist resultativ, im Hinblick auf das Ende der Handlung;
  • die perfektiven Verbformen machen Aussagen über das Stattfinden von Ereignissen, Handlungen. – Beispiel:
    • Pedro fumó habanos fuertes Pedro rauchte (im damaligen Moment) starke Zigarren.

Wann? Bekannt: zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit. Wie lange? Anzunehmen: für einen Moment in der Vergangenheit.

Vergleicht man von den romanischen die spanische, die französische und die italienische Sprache, so lässt sich eine Kategorie des Aspekts nur bei den Vergangenheitstempora aufzeigen. Anders formuliert ist der Aspekt häufig au den Vergangenheitsbezug beschränkt. Sie zeigen sich durch die Gegensatzpaare von Pretérito imperfecto vs. Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple im Spanischen, von Imparfait vs. Passé simple im Französischen und von Imperfetto vs. Passato remoto im Italienischen.[284] Entscheidend ist nun, dass mit den Vergangenheitsformen eigentlich keine unterschiedlichen Zeitstufen ihren Ausdruck finden, sondern dass unterschiedliche Sichtweisen über eine vergangene Handlung oder ein Ereignis (Ereigniszeit E, punto de evento (E)) festgelegt werden.

Der grammatische Aspekt bezieht sich auf die Verwendung bestimmter Verbformen, durch die in der Sprechsituation die verschiedenen zeitlichen Perspektiven dargestellt werden können. Wichtig, aber auch schwierig ist für den deutschen Muttersprachler die Differenzierung zwischen imperfektivem und perfektivem Aspekt, mit anderen Worten die Darstellung einer Handlung als ein abgeschlossenes Ganzes oder als eine sich im Verlauf befindliche Handlung. Imperfektiv ist der Aspekt dann, wenn die durch das Verb bezeichnete Handlung innerhalb der Referenzzeit nicht abgeschlossen wird, und perfektiv, wenn innerhalb der Referenzzeit das Ereignis abgeschlossen wird.

Das Spanische differenziert hierbei auf der Ebene der Vorzeitigkeit, anterioridad, etwa durch die Gegensatzpaare Pretérito perfecto und Pretérito imperfecto. Der lexikalische Aspekt betrifft die interne zeitliche Struktur einer versprachlichten Handlung oder eines versprachlichten Ereignisses. Hier stellt sich dem Sprecher die Frage, ob eine Situation eine zeitliche Ausdehnung hat. – Beispiele:

* Mario se durmió Mario schlief ein; oder aber
* Mario durmió Mario schlief

oder ob die Handlung über einen Endpunkt verfügt. – Beispiel:

* Mario construye una casa Mario baut ein Haus; oder eben
* Mario construye casas Mario baut Häuser.

Ferner ist für den Sprecher die Frage zu beantworten, ob grundsätzlich überhaupt etwas geschieht. – Beispiel:

* Mario conoce el camino Mario kennt den Weg; oder
* Mario empuja el carrito Mario schiebt den Wagen.

Mit den Perífrasis verbales kann im Spanischen der Aspekt der Handlung mit verbalen Umschreibungen charakterisiert werden. Die Darstellung des Aspekts erfolgt also auf lexikalischer Ebene. Diese Konstruktionen, bestehend aus Verben der Bewegung, treten in Beziehung zu den infiniten Verbformen, dem Infinitiv, Partizip oder Gerundium, die dadurch ihre ursprüngliche Bedeutung verlieren und die Funktion eines Modalverbs annehmen.[285]

Grundsätzlich ist im Spanischen entscheidend, ob die Handlung oder das Ereignis, ob die Zeitspanne oder der Zeitraum noch eine Beziehung zur Gegenwart des Erzählenden haben oder ob sie abgeschlossen sind. Das Deutsche kennt hierfür prinzipiell zwei temporale Adverbien: vor für den abgeschlossenen Zustand, spanisch hace, und seit für den Zustand des Noch-Geltens, spanisch desde hace, desde, hace ... que.[286] Für einen Handlungsbeginn in der Vergangenheit wird im Spanischen das Pretérito indefinido oder das Pretérito imperfecto eingesetzt, das dazu passende Adverb heißt hace.

Hat nun das Ereignis seinen Beginn in der Vergangenheit, wirkt es aber bis in die Gegenwart hinein, wird im Spanischen eine Gegenwartszeit, das Pretérito perfecto verwendet. Das dazugehörige den Zeitraum bestimmende Wort ist desde von einem Zeitpunkt aus. Ähnlich verhält es sich mit der Betrachtung im Zeitraum zurück, entweder mit desde hace oder hace ... que.

Mit Zeitpunkt Bevorzugte Tempora Mit Zeitraum Bevorzugte Tempora
seit (Handlung ist nicht abgeschlossen, gilt noch immer, also imperfektiv) desde[287] oder a partir de Zeitspanne nach einem Zeitpunkt. Anterospektiv (seit + Zeitpunkt). Pretérito perfecto compuesto desde hace[288] Zeitspanne von damals an bis jetzt (anterospektiv). – hace ... que Zeitspanne von jetzt zu einem Zeitpunkt zurück (retrospektiv, seit + Zeitraum). Pretérito perfecto compuesto, Presente
Beispielsätze Desde entonces no lo he vuelto a ver Seit damals habe ich ihn nicht mehr gesehen.A partir de enero ha vivido en Barcelona Von Januar an hat sie in Barcelona gelebt. Vivimos en Chile desde hace dos años Wir leben in Chile seit zwei Jahren (anterospektiv). – Hace un año que estudio filosofia Seit einem Jahr studiere ich Philosophie (retrospektiv).
vor; bevor (Handlung ist abgeschlossen, also perfektiv)[289] antes de Zeitspanne mit Bezug auf ein anderes Ereignis. Zwei Ereignisse stehen in Wechselwirkung (vor + Zeitpunkt). Pretérito indefinido oder imperfecto hace Zeitspanne von jetzt an. Retrospektiv (vor jetzt + Zeitraum) oder anterospektiv (nach damals + Zeitraum) Pretérito indefinido, Pretérito imperfecto
Beispielsätze Siempre voy a comer antes de las siete Ich esse immer vor sieben Uhr. Compré la casa hace una semana Ich kaufte das Haus vor einer Woche.Estudié filosofia hace un año Seit einem Jahr studierte ich Philosophie (anterospektiv, perfektiv).[290]Hace un año que estudié filosofia Vor einem Jahr studierte ich Philosophie (retrospektiv, perfektiv).[291]

Im Pretérito indefinido[292] stehen einmalige, perfektiv punktuelle Handlungen in der Vergangenheit (siehe hierzu Aorist und Aktionsart).[293] Es hat im Deutschen keine Entsprechung und wird bei einer Übersetzung mit dem Präteritum wiedergegeben. Erst anhand einer Zeitbestimmung innerhalb des Satzes lässt sich ersehen, welche Form gewählt wurde; es gibt also klare Regeln hinsichtlich der unterschiedlichen Verwendung dieser Zeiten. Die Haltung des Sprechers, der Betrachtungszeitpunkt zu den exakten zeitlichen Strukturen nennt man Aspekt bzw. Aktionsart von Handlungen oder Ereignissen und bestimmt damit den imperfektiven oder perfektiven Aspekt.[294]

Vergleicht man das Pretérito indefinido mit dem Pretérito imperfecto, so zeigt sich, dass beide Zeiten die Aspekte entweder als abgeschlossene Handlungen oder Ereignisse in der Vergangenheit ausdrücken oder nicht. Anders gesagt, es sind Formen, die die Perfektivität in der Vergangenheit oder die Imperfektivität in der Vergangenheit auszudrücken in der Lage sind.[295]

Für Geschehen und Vorgänge, die einmal passierten – dabei ist der Zeitpunkt für den Sprecher abgeschlossen und idealerweise bestimmbar, aber zeitlich nicht deutlich begrenzt –, oder bei Geschehnissen, die auch mehr als einmal stattgefunden haben, aber ebenfalls als abgeschlossen anzusehen sind, wird das Pretérito imperfecto eingesetzt. Im Imperfecto werden Zustände erzählt (z. B. Panoramabeschreibungen, Wettererscheinungen, Landschaften, Eigenschaften von Gegenständen, aber auch Personen) und Situationsschilderungen sowie Hintergrundsbeschreibungen geliefert. Sollte zu einer neuen Handlung in der Vergangenheit die bereits laufende Handlung oder ein weiteres parallel verlaufendes Ereignis hinzutreten, wird auch diese Zeitform gewählt. Aber wenn eine Handlung oder Ereignis, das im Gange war, von einem anderen einsetzenden Handlung tangiert wird, steht die einsetzende Handlung im Indefinido. Das noch andauernde Ereignis steht weiterhin im Imperfecto. – Beispiel:

  • María hacía un jersey de punto cuando llegué a casa Maria strickte einen Pullover, als ich nach Hause kam.

Im Spanischen findet der Aspekt seinen isolierten Ausdruck in dem Gegensatzpaar Pretérito indefinido versus Pretérito imperfecto, dabei fällt morphologisch das Tempusmorphem mit dem Aspektmorphem zusammen. Das Indefinido bezeichnet ein Ereignis oder eine Handlung, die in der Vergangenheit beendet wurde (perfektiver Aspekt). Dem Imperfecto hingegen fehlt diese Bestimmung (imperfektiver Aspekt), hier vermag das Ereignis- oder Handlungsende offenbleiben. Relativ zum Ereignisende des Fertigstellens eines Pullovers (hacía) sind das Ankommen nach Hause (llegué) und seine Implikationen nicht beendet.[296] – Beispiel:

* Cuando llegué, mi esposa ya se había ido Als ich ankam, war meine Ehefrau schon weg.

Das Verb llegar steht in der Zeitform des Indefinido llegué, der Fortgang der Handlung dann im Imperfecto había ido. Hinsichtlich des Aspektes beschreibt das Verb llegué im Indefinido ein beendetes Ereignis (perfektiver Aspekt), mit había ido dem Imperfecto hingegen bleibt die Bestimmung (imperfektiver Aspekt) offen.

Die „Zeitmarker“ für die Verwendung des Pretérito indefinido oder des Perfecto simple sind die folgenden Wörter: ayer, anteayer, el lunes, el martes, hace un año, el otro día, ese/aquel día, el domingo, hace un rato, la semana pasada, el mes pasado, el año pasado. Also bei allen Temporalbestimmungen mit pasado bzw. pasada wird das Indefinido verwendet. – Beispiel:

* Ayer María se compró un coche Gestern kaufte sich Maria einen Wagen.

Das Indefinido sowie das Imperfecto können in einem Text aus stilistischer Sicht miteinander kombiniert werden. So steht dabei der Handlungshintergrund, die Rahmenhandlung[297] im Imperfecto. Die die Zeitfom einleitenden Wörter hierzu, etwa mientras, porque, siempre, stehen dann vor einem im Imperfekt konjugierten Verb, während Wörter wie enseguida, luego, un día, de repente die Veränderung im Ereignisverlauf der Erzählung einleiten, um dann an dieser Stelle mit einem Verb im Indefinido fortzufahren.

Werden keine Zeitangaben in einem sich versprachlichendem Satz benutzt oder aber lässt sich aus dem Kontext eine solche nicht erschließen, wird das Pretérito perfecto genutzt, vor allem dann, wenn die Handlung oder das Ereignis zum Sprecher als noch relativ nah im Bezug auf die Gegenwart empfunden wird. Liegt aber die Handlung oder das Ereignis, über das gesprochen wird, schon längst oder länger zurück oder ist es für den Sprecher schon Teil einer ferneren Vergangenheit, nutzt man das Indefinido.[298] Wenn nun aber über zwei oder mehrere Geschehen erzählt wird, die sich zur gleichen Zeit in einer Vergangenheit abspielten, wird das Imperfecto verwendet, um das noch andauernde Ereignis, die Rahmenhandlung, zu beschreiben, während man das Indefinido für jede neu eintretende Handlung verwendet. Anders gesagt, beginnt ein Erzähler im Indefinido, so wird der Inhalt seines Erzählten meist nicht weiter ausgeführt, anders beim einleitenden Imperfecto, hier folgen häufig ausführlichere Erläuterungen zum Gegenstand seines Gesagten.

Also: Bei abgeschlossenen Situationen oder Handlungen in der Vergangenheit, wobei die Häufigkeit keine Rolle spielt, oder auch bei nacheinander ablaufenden Handlungen in der Vergangenheit wird das Pretérito indefinido eingesetzt. Es stellt eine typische Zeit zum Erzählen, das tiempo narrativo, dar. – Beispiel:

* Nuestro amigo salía de su casa, cuando le asaltaron unos ladrones. Unser Freund verließ sein Haus, als ihn Räuber überfielen.[299] Dabei steht das Verb „salir“ im Imperfecto und das Verb „asaltar“ im Indefinido.

Pretérito anterior[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Pretérito anterior de indicativo[300][301][302] wird eine Handlung bezeichnet, die unmittelbar vor dem Einsetzen einer anderen Handlung oder eines anderen Ereignisses zum Abschluss kam. Bei mehr als zwei aufeinander folgenden Handlungen steht das berichtete Geschehen nicht mehr im Pretérito anterior, sondern alle Handlungen werden in das Pretérito indefinido gesetzt. Es ist eine zusammengesetzte Zeit, eine forma compuesta.

Diese Vergangenheitsform wird zumeist nur noch in der literarischen Sprache verwendet. Vielfach wird sie in der Umgangssprache durch das Pretérito pluscuamperfecto ersetzt. Hier fehlt aber die Unmittelbarkeit der aufeinanderfolgenden Ereignisse.

Folgende Wörter leiten häufig das Pretérito anterior ein: apenas, así que, cuando, en cuanto, luego que, no bien, tan pronto como und una vez que. – Beispiel:

* Después de que la médica de urgencia hubo llegado al lugar del hecho, llegó la ambulancia Nachdem die Notärztin (unmittelbar zuvor) am Tatort eingetroffen war, kam der Rettungswagen.

Pretérito pluscuamperfecto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Pretérito pluscuamperfecto de indicativo[303][304] stehen Handlungen, die gegenüber der sonst verwendeten Vergangenheit vorzeitig sind. Es ist eine zusammengesetzte Zeit.[305] Mit dieser Zeit wird aus aspektueller Sicht einer abgeschlossenen Handlung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit geschah, Ausdruck gegeben. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: E – R – H (E < R < S), Ereigniszeit – Referenzpunkt – Sprechzeit.

Sie ist die Zeitform, die am weitesten von der Gegenwart entfernt ist, und steht auf dem Zeitstrahl ganz links außen. Sie bringt zum Ausdruck, dass vorher noch etwas geschehen ist. Diese Zeit erfasst Handlungen oder Ereignisse vor einer anderen oder vor anderen in der Vergangenheit. – Beispiel:

* Había terminado mi operación quirúrgica cuando mi asistente entró. Ich hatte (rückblickend) meinen chirurgischen Eingriff beendet, als mein Assistent hereinkam.

Während das Pretérito pluscuamperfecto die mittelbare Vorzeitigkeit ausdrückt, zeigt das Pretérito anterior im Unterschied die unmittelbare Vorzeitigkeit. Das Pretérito pluscuamperfecto beschreibt ein abgeschlossenes Geschehen aus einem Betrachtungszeitpunkt, der in der Vergangenheit liegt (mittelbare Vorzeitigkeit) und versprachlicht im Allgemeinen ein Ereignis in der Vergangenheit, welches darauffolgend geschieht. Beispiel für die Verbindung mit dem Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple. – Beispiel:

* Cuando llegó María al final, ya habíamos salido.

Beispiel für die Verbindung mit dem Pretérito imperfecto.

* Ella había escrito el diario cuando era joven.

Futuro próximo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Futuro próximo de indicativo oder Futuro compuesto oder auch dem periphrastischen Futur, futuro perifrastico wird vermittels des Verbs ir, das in der gebildeten Konstruktion die Funktion eines Hilfsverbs einnimmt, und der Präposition a sowie dem Infinitiv des zu verwendenden Verbs unmittelbare, in naher Zukunft oder als geplante Zukunft stattfindende Handlungen beschrieben.

Damit bildet das periphrastische Futur eine gegenwartsnahe Zukünftigkeit ab. Oft wird er in der gesprochenen Alltagssprache fast gänzlich ohne Unterschied zum eigentlichen futuro einsetzt. Die mit dem futuro mögliche Bezeichnung über eine Vermutung entfällt beim futuro próximo. – Beispiel:

* ¿Dónde está Juana? Estará en  el cuarto de baño. Wo ist Juana? Sie wird sein im Badezimmer. Futuro próximo de indicativo

Diese Konstruktion ähnelt der englischen Zukunftsform, dem going-to-Future.[306] presente de ir + infinitivo. – Beispiele:

  • Mañana, voy a trabajar Morgen arbeite ich. Mit dieser Formulierung wird eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses ausgedrückt.

Im Vergleich dazu das Futuro simple. – Beispiele:

* Mañana trabajaré Morgen werde ich arbeiten.
* Hoy voy a ir al teatro Heute werde ich ins Theater gehen./Heute gehe ich ins Theater.

Mit dieser Aussage wird eine geringere Inzidenz bezüglich des Eintretens des Ereignisses angekündigt.

Futuro simple[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Futuro simple de indicativo[307] drückt Zukunft aus. Es ist eine einfache Zeit. Sie steht für ein unabwendbares Ereignis, ein zukünftiges Geschehen welches nicht von der persönlichen Entscheidung abhängt. In der Umgangssprache wird es häufig durch das Futuro compuesto ersetzt, das durch eine Form von ir + die Präposition a + Infinitiv gebildet wird. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: H – R . E, Sprechzeit – Referenzpunkt . Ereigniszeit. – Beispiele:

* El Señor os dará su espíritu santo. Der Herr euch wird geben seinen Heiligen Geist.
* Voy a viajar a Cuba Ich bin im Begriff nach Kuba reisen. Futuro compuesto o próximo
* Viajaré a Madrid en octubre. Ich werde nach Madrid im Oktober reisen. Futuro simple
Frage nach dem Futur. – Beispiel:
* ¿Qué va a pasar? Oder: Was wird passieren?

Futuro perfecto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Futuro perfecto de indicativo[308][309] stehen Handlungen, die in der Zukunft bereits Vergangenheit sein werden. Es ist eine zusammengesetzte Zeit. Das Futuro Perfecto beschreibt Handlungen oder Tatbestände in der Zukunft, die vor einer anderen Handlung in der Zukunft stattgefunden haben werden.

* Los tres habrán vuelto de Murcia para la próxima semana. Die drei werden vor nächster Woche aus Murcia zurück gekommen sein.
* Los malos espíritus habrán tenido un accidente. Die bösen Geister werden einen Unfall gehabt haben.

In der Terminologie Hans Reichenbachs wäre folgende Struktur gegeben: H – E – R, Sprechzeit – Ereigniszeit – Referenzpunkt oder H . E – R, Sprechzeit . Ereigniszeit – Referenzpunkt bzw. E – H – R, Ereigniszeit – Sprechzeit – Referenzpunkt.[310]

Condicional[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Condicional

Der Condicional entspricht dem deutschen Konditional (Konjunktiv II).[311] Damit werden irreale Sachverhalte ausgedrückt bzw. Bedingungssätze gebildet. Der Condicional I oder Condicional simple de indicativo[312] bezieht sich auf die Gegenwart, der Condicional II oder Condicional perfecto (compuesto) de indicativo[313] auf die Vergangenheit. Der Condicional simple ist eine einfache und der Condicional perfecto eine zusammengesetzte Zeit.

In der Terminologie Hans Reichenbachs wäre folgende Struktur gegeben: R – E – H, Referenzpunkt – Ereigniszeit – Sprechzeit oder R – H – E, Referenzpunkt – Ereigniszeit – Sprechzeit.

Subjuntivo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Subjuntivo

Der Modus des Subjuntivo (Modo subjuntivo) hat im Deutschen keine Entsprechung.[314] Der Subjuntivo findet sich selten in Hauptsätzen, in den meisten Fällen wird er in Nebensätzen verwendet.[315] In der Alltagssprache kann aus der Reihe der für den Subjuntivo prädestinierten Verben der Subjuntivo häufig dadurch vermieden werden, indem man einen Infinitiv statt eines Nebensatzes plus que folgen lässt. Voraussetzung hierfür aber ist, dass Haupt- und Nebensatz dasselbe Subjekt haben. - Beispiele:

* Prefiero que coma en casa. Ich bevorzuge, dass ich esse im Haus.
* Prefiero comer en casa. Ich bevorzuge es, zu Hause zu essen. Es besteht für bevorzugen und essen dasselbe Subjekt.
* Prefiero que tú comas en casa. Ich bevorzuge es, dass du essest zu Hause. Hier sind die Subjekte in Haupt- und Nebensatz verschieden, deshalb ist der Subjuntivo zwingend.[316]
    • Das Presente de subjuntivo wird in Wunschsätzen verwendet (hier wird es im Deutschen mit Konjunktiv I wiedergegeben), vor allem aber in bestimmten Nebensätzen, für die das einleitende Verb es fordert (bei Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit).
    • Das Perfecto de subjuntivo nimmt man bei Vorzeitigkeit oder Gleichzeitigkeit,
    • das Imperfecto de subjuntivo bei Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit.
    • Pluscuamperfecto de subjuntivo (bei Vorzeitigkeit) wird wie das Presente und das Perfecto subjuntivo benutzt, bezieht sich jedoch auf die Vergangenheit. Für diese Zeiten existieren zwei Formen (Endungen), die gleichberechtigt und bedeutungsgleich verwendet werden.
    • Das Futuro imperfecto de subjuntivo wird in der gesprochenen Sprache kaum noch verwendet und ist im Aussterben begriffen. Mit dieser Konstruktion werden unvollendete, aber hypothetisch mögliche, im Allgemeinen auf die Zukunft bezogene Handlungen und Ereignisse in Konditional-, Temporal-, Relativ- oder Adverbialsätzen beschrieben.
    • Das Futuro perfecto de subjuntivo wird noch seltener genutzt, die Anwendungsregeln der imperfekten Form gelten auch bei ihm, nur dass es sich auf eine vollendete Handlung bezieht.[317]

Beim Pretérito indefinido und beim Pretérito anterior gibt es keine Formen für den Subjuntivo.

Zusammenfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Verbalperiphrase (spanisch)

Der Modus bezieht sich auf die Sichtweise des Sprechers (Proposition (Linguistik)). Indem der Sprecher einen erinnerten Sachverhalt versprachlicht, trifft er auch die Entscheidung, in welchem Ausmaß er gleichzeitig an seinen Gesprächspartner noch weitergehende Informationen (Modalitäten) über seine Vermutungen weitergeben wird, es stellt sich für hin also die Frage nach dem indikativischen oder subjunktivischen Ausdruck des Sachverhalts oder der Handlung.[318]

Das Tempus und auch der Aspekt beziehen sich auf die Handlung selbst. Das Tempus macht die zeitliche Relation des Sprechenden zum versprachlichten Ereignis kenntlich, der Aspekt wiederum beschreibt, auf welche Art und Weise sich die Handlung vollzieht (beginnt die Handlung oder steht sie am Ende, gibt es wiederholende Handlungen usw.).

Formen: Einfache Zeiten und Modi im Aktiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Konjugation (auf -ar: amar lieben)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lateinisch: amare, amo, amavi, amatum —.

Unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo amar
Gerundio amando
Participio amado (amado, amada, amados, amadas)
Indicativo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente amo amas / amás / ama ama amamos amáis / aman aman
Pretérito imperfecto amaba amabas / amaba amaba amábamos amabais / amaban amaban
Pretérito perfecto simple (Pretérito indefinido) amé amaste / amó amó amamos amasteis / amaron amaron
Futuro simple (Futuro imperfecto) amaré amarás / amará amará amaremos amaréis / amarán amarán
Condicional (Condicional simple oder Pospretérito) yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
  amaría amarías / amaría amaría amaríamos amaríais/amarían amarían
Subjuntivo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente ame ames / ame ame amemos améis / amen amen
Pretérito imperfecto 1 amara amaras / amara amara amáramos amarais / amaran amaran
Pretérito imperfecto 2 amase amases / amase amase amásemos amaseis / amasen amasen
Futuro simple (Futuro) amare amares / amare amare amáremos amareis / amaren amaren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   ama / amá ame amemos amad amen
verneint   no ames no ame no amemos no améis no amen

Zweite Konjugation (auf -er, temer fürchten)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lateinisch: timere, timeo, timui,—.

Unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo temer
Gerundio temiendo
Participio temido (temido, temida, temidos, temidas)
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente temo temes / temés teme tememos teméis / temen temen
Pretérito imperfecto temía temías temía temíamos temíais /temían temían
Pretérito perfecto simple (Pretérito indefinido) temí temiste temió temimos temisteis / temieron temieron
Futuro temeré temerás temerá temeremos temeréis / temerán temerán
Condicional yo tú / vos él nosotros vosotros / ustedes ellos
  temería temerías temería temeríamos temeríais / temerían temerían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente tema temas tema temamos temáis / teman teman
Pretérito imperfecto 1 temiera temieras temiera temiéramos temierais / temieran temieran
Pretérito imperfecto 2 temiese temieses temiese temiésemos temieseis / temiesen temiesen
Futuro temiere temieres temiere temiéremos temiereis temieren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   teme / temé tema temamos temed teman
verneint   no temas no tema no temamos no temáis no teman

Dritte Konjugation (auf -ir, partir weggehen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Lateinisch: partire, partio, partivi, partitum — (verteilen, austeilen).

unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo partir
Gerundio partiendo
Participio partido (partido, partida, partidos, partidas)
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente parto partes / partís parte partimos partís parten
Pretérito imperfecto partía partías partía partíamos partíais partían
Pretérito perfecto simple (Pretérito indefinido) partí partiste partió partimos partisteis partieron
Futuro imperfecto partiré partirás partirá partiremos partiréis partirán
Condicional yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
  partiría partirías partiría partiríamos partiríais partirían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente parta partas parta partamos partáis partan
Pretérito imperfecto 1 partiera partieras partiera partiéramos partierais partieran
Pretérito imperfecto 2 partiese partieses partiese partiésemos partieseis partiesen
Futuro partiere partieres partiere partiéremos partiereis partieren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   parte / partí parta partamos partid partan
verneint   no partas no parta no partamos no partáis no partan

ser (sein)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lateinisch: esse, sum, es, fui, futurus —, und einige Formen von sedere.

Unpersönliche Formen  
Infinitivo ser
Gerundio siendo
Participio sido
Indicativo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente soy eres / sos / es es somos sois / son son
Pretérito imperfecto era eras / era era éramos erais / eran eran
Pretérito perfecto simple fui fuiste / fue fue fuimos fuisteis / fueron fueron
Futuro seré serás / será será seremos seréis / serán serán
Condicional yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
  sería serías / sería sería seríamos seríais / serían serían
Subjuntivo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente sea seas / sea sea seamos seáis / sean sean
Pretérito imperfecto 1 fuera fueras / fuera fuera fuéramos fuerais / fueran fueran
Pretérito imperfecto 2 fuese fueses / fuese fuese fuésemos fueseis / fuesen fuesen
Futuro fuere fueres / fuere fuere fuéremos fuereis fueren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   sea seamos sed sean
verneint   no seas no sea no seamos no seáis no sean

haber (haben als Hilfsverb)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lateinisch: habere, habeo, habui, habitum —. Das Hilfsverb „haber“ ist ein Beispiel für den Prozess der Grammatikalisierung eines Wortes, bei dem die lexikalische Bedeutung einer sprachlichen Einheit zugunsten einer rein grammatischen Funktion verschwindet. Aus dem ursprünglich Lexem (zu lateinisch habēre, haben besitzen, innehaben), also einem Morphem mit lexikalischer Bedeutung, wird ein Grammem, ein Morphem mit grammatischer Bedeutung. Im speziellen Fall ein Flexionshilfsverb.

Hilfsverben, verbos auxiliares, dienen zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten, aber auch des Passivs. Man kennt im Spanischen deren drei: haber, ser und estar.[319] Sie zählen zu den Synsemantika also Wörter beziehungsweise Wortarten, die keine lexikalische Bedeutung aufweisen, sondern in einem Satz eine rein grammatische Funktion haben.

Unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo haber
Gerundio habiendo
Participio habido (habido, habida, habidos, habidas)
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente he has ha hemos habéis han
Pretérito imperfecto había habías había habíamos habíais habían
Pretérito perfecto simple hube hubiste hubo hubimos hubisteis hubieron
Futuro habré habrás habrá habremos habréis habrán
Condicional yo él nosotros vosotros ellos
  habría habrías habría habríamos habríais habrían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente haya hayas haya hayamos hayáis hayan
Pretérito imperfecto 1 hubiera hubieras hubiera hubiéramos hubierais hubieran
Pretérito imperfecto 2 hubiese hubieses hubiese hubiésemos hubieseis hubiesen
Futuro hubiere hubieres hubiere hubiéremos hubiereis hubieren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   he haya hayamos habed hayan
verneint   no hayas no haya no hayamos no hayáis no hayan

ir (gehen; werden als Hilfsverb)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ir wird in einer der häufigsten Umschreibungen des Spanischen verwendet: ir + a + Infinitiv (zusammengesetztes Futur) und stammt vom lat. ire, eo, ii (oder ivi), itum ab, hat aber auch einige Formen von vadere und esse übernommen.

Unpersönliche Formen  
Infinitivo ir
Gerundio yendo
Participio ido
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente voy vas va vamos vais van
Pretérito imperfecto iba ibas iba íbamos ibais iban
Pretérito perfecto simple fui fuiste fue fuimos fuisteis fueron
Futuro iré irás irá iremos iréis irán
Condicional yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
  iría irías iría iríamos iríais irían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente vaya vayas vaya vayamos vayáis vayan
Pretérito imperfecto 1 fuera fueras fuera fuéramos fuerais fueran
Pretérito imperfecto 2 fuese fueses fuese fuésemos fueseis fuesen
Futuro fuere fueres fuere fuéremos fuereis fueren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
Bejaht   ve† / andá vaya vamos id†† vayan
Verneint   no vayas no vaya no vamos / no vayamos no vayáis no vayan
  • † Umgangssprachliche und dialektale Form ves.
  • †† Die 2. Pers. Pl. von irse ist idos.

Diphthongierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Presente diphthongiert das -e- bzw. das -o- aus dem Wortstock einiger Verben in allen Singularformen sowie in der 3. Person Plural (also in den Positionen, in denen die Vokale betont sind) zu -ie- bzw. -ue-. – Beispiele:

  • comenzar (beginnen): comienzo, comienzas, comienza, comenzamos, comenzáis, comienzan
  • dormir (schlafen): duermo, duermes, duerme, dormimos, dormís, duermen

Ähnlich wie dormir wird jugar (spielen) konjugiert, das als einziges Verb in bestimmten Formen ein u in ein ue verwandelt (z. B. juego). Eine ähnliche Gruppenunregelmäßigkeit stellen Verben dar, deren e zum i wird, zum Beispiel pedir (verlangen): pido, pides, pide, pedimos, pedís, piden.

Ein Beispiel für die Konjugation in der spanischen Sprache: "Correr" (bedeutet "laufen", regelmäßige e-Konjugation). Die Spalten stehen für die Zeiten: Vergangenheit, Pretérito perfecto de indicativo, Gegenwart, Presente simple de indicativo und Zukunft, Futuro simple de indicativo. Die Zeilen geben Auskunft über Person und Zahl: 1. Person Singular, 2. Singular, 3. Singular, 1. Plural, 2. Person Plural und 3. Person Plural.

Unregelmäßige Verben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten unregelmäßigen Verben unterscheiden sich von den regelmäßigen in der 1. Person Singular des Presente sowie in allen Indefinido-, Futuro- (und davon abgeleitet Condicional-) und Presente-de-Subjuntivo-Formen, während es nur zwei (mit ser drei) Verben gibt, die das Imperfecto unregelmäßig bilden.

Infinitiv Presente Imperfecto Indefinido Futuro simple Pres. de Subjuntivo
andar ando, andas,… regelmäßig anduve, -iste, -o, -imos, -isteis, -ieron andaré, -ás,… ande, andes,…
caer caigo, caes, cae, … regelm. caí, caíste, cayó, caímos, caísteis, cayeron caeré, -ás, … caiga, -as,…
decir digo, dices, dice, decimos, decís, dicen regelm. dije, -iste, -o, -imos, -isteis, -eron diré, -ás,… diga, -as,…
dar doy, das, da, damos, dais, dan regelm. di, diste, dio, dimos, disteis, dieron daré, -ás,… dé, des, dé, demos, deis, den
estar estoy, estás, está, estamos, estáis, están regelm. estuve, -iste,… estaré, -ás,… esté, estés, esté, estemos, estéis, estén
hacer hago, haces,… regelm. hice, -iste, hizo, hicimos, -isteis, -ieron haré, -ás,… haga, -as,…
poder puedo, puedes, puede, podemos, podéis, pueden regelm. pude, -iste,… podré, -ás,… pueda, -as,…
poner pongo, pones, pone,… regelm. puse, -iste,… pondré, -ás,… ponga, -as,…
querer quiero, quieres, quiere, queremos, queréis, quieren regelm. quise, -iste,… querré, -ás,… quiera, -as,…
saber sé, sabes, sabe,… regelm. supe, -iste,… sabré, -ás,… sepa, -as,…
salir salgo, sales, sale,… regelm. salí, -iste,… saldré, -ás,… salga, -as,…
tener tengo, tienes, tiene, tenemos, tenéis, tienen regelm. tuve, -iste,…,-ieron tendré, -ás,… tenga, -as…
traer traigo, traes, trae,… regelm. traje, -iste, -o, -imos. -isteis, -eron traeré, -ás,… traiga, -as,…
venir vengo, vienes, viene, venimos, venís, vienen regelm. vine, -iste,… vendré, -ás,… venga, -as,…
ver veo, ves, ve, vemos, veis, ven veía, veías,… vi, -iste,… veré, -ás,… vea, veas,…

Formen: Zusammengesetzte Zeiten und Modi im Aktiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jedem Modus gibt es zu jeder einfachen Zeit eine zusammengesetzte Zeit. Sie wird aus der einfachen Zeit des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt, Participio de pretérito o pasivo, des konjugierten Verbs gebildet und drückt gegenüber der einfachen Zeit eine Vorzeitigkeit aus.

Einfache Zeit Zusammengesetzte Zeit Bildung der zusammengesetzten Zeit Beispiel für die einfache Zeit (3.Pers.Sg.) Beispiel für die zusammengesetzte Zeit (3.Pers.Sg.)
presente perfecto presente von haber + participio habla ha hablado
imperfecto pluscuamperfecto imperfecto von haber + participio hablaba había hablado
indefinido pretérito anterior indefinido von haber + participio habló hubo hablado
futuro simple futuro perfecto futuro simple von haber + participio hablará habrá hablado
condicional simple condicional perfecto condicional simple von haber + participio hablaría habría hablado
presente de subjuntivo perfecto de subjuntivo presente de subjuntivo von haber + participio hable haya hablado
imperfecto de subjuntivo pluscuamperfecto de subjuntivo imperfecto de subjuntivo von haber + participio hablara/hablase hubiera/hubiese hablado

Das Passiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Passiv (Leideform), voz pasiva, ist eine der Diathesen. Die Diathese (Handlungsrichtung) ist eine Kategorie des Verbs (auch als Verbgeschlecht oder Genus verbi bezeichnet). Die meisten transitiven Verben die sich von einem direkten Objekt begleiten lassen, können eine passivische Form bilden. Um das direkte Objekt in den Satzvordergrund zu setzen, rückt man es an den Satzanfang und verdoppelt das direkte Objekt durch ein Akkusativpronomen. Seine satzsemantische Grundfunktion ist ähnlich dem deutschen Passiv. So beschreibt bzw. betont das spanische Passiv ein vom Handlungsträger abgewandtes verbales Ereignis. Damit wird es geschehensorientiert, und es unterscheidet sich darin vom Aktiv.[320] – Beispiele:

* La mujer lee un ensayo. Presente de indicativo, Voz activa Die Frau liest ein Essay.
* El ensayo es leído por la mujer. Presente de indicativo, Voz pasiva Das Essay wurde gelesen von der Frau.
* Juana compró el coche. Pretérito indefinido de indicatico, Voz activa Juana schon kaufte das Auto.
* El coche fue comprado por Juana. Pretérito indefinido de indicatico, Voz pasiva Das Auto war schon gekauft worden von Juana.

Genauso wie für das Aktiv (Tätigkeitsform), voz activa, kann auch das Passiv in sämtliche Zeitformen, tiempos gramaticales, gesetzt werden. Gleiches gilt auch für die drei verschiedenen Modi eines Verbs, den Indicativo, den Subjuntivo und den Imperativo in den unterschiedlichen Tempora.

Es wurde viel darüber diskutiert, ob im Spanischen, anders als im Deutschen, überhaupt ein Passiv existierte[321], da es in einzelnen Fällen (etwa bei bestimmten Tempora) keine speziellen alltagsverwendeten Formen besitzt, sondern durch Umschreibung und analytisch, d. h. zusammengesetzt, gebildet wird.[322] Dabei zeigt die Analyse der unterschiedlichsten Textkorpora, dass das voz pasiva vermehrt in der Schriftsprache und dort durchaus häufig gebräuchlich ist. – Beispiele:

* Vosotros habéis sido radiados. Ihr seid bestrahlt worden. Vorgangspassiv

Stellt ein grammatikalisch korrekte Form dar, die aber im alltäglichen Sprachgebrauch eher ungewöhnlich ist und zugunsten anderer Konstruktionen ausgetauscht wird.

* Os han radiados. Euch sie haben bestrahlt.
* Se os radió. Man euch hat schon bestrahlt. 

Obgleich manche passivischen Sätze nicht in der Alltagssprache oder manche nur in der Schriftsprache ihre Anwendung finden, bedeutet das eben nicht, dass passivische Konstruktionen, voces pasivas, nicht verwendet werden. So können bestimmte Sachverhalte in einer aktivischen Konstruktion, voz activa, nicht immer elegant wiedergegeben werden. Ist etwa der Handelnde einer zu versprachlichenden Situation nicht bekannt oder werden zwei Objekte, ein direktes Objekt und ein indirektes Objekt mit angehängtem „a“, verwendet, ist die passivische Konstruktion häufig die eloquentere Form. – Beispiele:

* Los vecinos no entregarán a conductor a la policía (voz activa).
* El conductor no será entregado a la policía por los vecinos (voz pasiva genauer pasiva con ser).
* El artesano abre la puerta (voz activa). La puerta es abierta por el artesano (voz pasiva genauer pasiva con ser).[323]

Traditionell unterscheidet man im Spanischen zwei Arten von Passivbildung: analytisches und synthetisches Passiv.

Analytisches Passiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird mit dem konjugierten Hilfsverb ser oder estar (deutsch „sein“ oder „werden bzw. werden sein“) und dem participio pasado oder perfecto oder pasivo des entsprechenden Verbs gebildet. Die Nennung des Urhebers der Handlung ist nicht unbedingt nötig, wenn er jedoch erscheint, dann in Verbindung mit der Präposition „por“ oder seltener mit „de“. – Beispiel:

* Pedro comió las peras. Pedro aß die Birnen (Aktiv); oder
* Las peras fueron comidas por Pedro. Die Birnen wurden von Pedro gegessen (Passiv genauer pasiva con ser).

Das analytische Passiv, pasiva de analítica, unterteilt sich wiederum in Vorgangspassiv und Zustandspassiv.

  • das Vorgangspassiv, pasiva con ser wird genutzt um Vorgänge, Prozesse und prozesshafte Ereignisse auszudrücken;
  • das Zustandspassiv, pasiva con estar wird benötigt um das Ergebnis einer Handlung, Tatbestandes oder eines Zustandes auszudrücken.

Während also das Vorgangspassiv, pasiva con ser eine Handlung oder einen Tatbestand beschreibt die von einer beschriebenen Person oder einem Gegenstand ihren Ausgang nimmt, wird bei dem Zustandspassiv, pasiva con estar[324] das Ergebnis einer Handlung versprachlicht. Das Vorgangssassiv wird mit dem Kopulaverb ser und dem participio pasado des entsprechenden Verbs gebildet. Tritt das Vorgangspassiv in eine Verbindung mit einem Modalverb, etwa ir a und acabar de wird das Kopulaverb ser im Infinitiv, infinitivo verwendet. Das Zustandspassiv wird mit dem Kopulaverb estar und dem participio pasado des entsprechenden Verbs gebildet. Von der formalen Bildung ähnelt es den deutschen Formen, welche mit dem Hilfsverben sein und werden gebildet werden. Ser entspräche dem deutschen „sein“ und estar dem deutschen „werden“ bzw. „sein werden“. In beiden Fällen richtet sich das Partizip participio sowohl in Genus und Numerus nach dem Subjekt, Kongruenz. Mit anderen Worten, das verwendete Partizip muss mit dem Subjekt in Geschlecht und Zahl übereinstimmen.

Das Vorgangspassiv, pasiva con ser o pasiva de proceso[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentral ist beim Vorgangspassiv oder Handlungspassiv die Frage: „Was wurde von wem oder wovon in Gang gesetzt, ausgelöst?“. Damit steht nicht das Subjekt des Aktivs, voz activa im Vordergrund, sondern vielmehr die Bedingungen die eine Handlung auslösen oder bewirken können. Das Subjekt des voz activa steht hingegen im Hintergrund und am Ende des Satzes nach einer entsprechenden Präposition, etwa por.[325] Mit dem Vorgangspassiv[326], pasiva con ser o pasiva de proceso werden, wie die Bezeichnung nahelegt, passivische Vorgänge bei Handlungen und Ereignissen beschrieben. Beim Vorgangspassiv steht das Geschehen im Blickfeld, es bildet etwas Prozessuales, einen Vorgang ab, das direkte Objekt des Aktivsatzes rückt zum Passivsubjekt auf.[327] Der Akteur des Aktivsatzes verschwindet aus der versprachlichten Szene und wird nicht genannt oder mit der Präposition por, seltener de angefügt.[328] – Beispiel:

* María es invitada por Juana. Maria wurde eingeladen von Juana. Presente de indicativo, Voz pasiva con ser
* Las contraventanas fueron cerradas. Die Fensterläden sie wurden geschlossen. Pretérito indefinido de indicatico, Voz pasiva con ser

Das Vorgangspassiv verwendet das Hilfsverb oder Kopulaverb ser und ein veränderliches Partizip participio pasado oder perfecto. – Beispiel:

* Las camas no han sido hechas. Die Betten sind nicht gemacht worden. Pretérito perfecto de indicativo, Voz pasiva con ser
* Los científicos nucleares habían sido radiados. Die Atomforscher sie sind bestrahlt worden. Pretérito perfecto de indicativo, Voz pasiva con ser

Das Zustandspassiv, pasiva con estar o pasiva de estado, hingegen beschreibt Zustände, bei dem die Subjekte einer Handlung oder eines Ereignisses etwas erfahren haben, „erleiden“ mussten, wobei diese Handlung nunmehr abgeschlossen ist. Es steht also nicht das Geschehen im Blickfeld, vielmehr das Ergebnis, das Resultat der Handlungen. Im Deutschen wird diese Form mit dem Hilfsverb „werden“ bzw. „sein werden“ gebildet.

* Las contraventanas están cerradas. Die Fensterläden sie sind geschlossen. Presente de indicativo, Voz pasiva con estar
* Todas las casas están vendidas. Alle der Häuser sie sind verkauft. Presente de indicativo, Voz pasiva con estar
* Todos los libros están vendidos. Alle der Bücher sie sind verkauft. Presente de indicativo, Voz pasiva con estar
Vorgangspassiv (Auswahl), indicativo ser
Person Presente Imperfecto Indefinido Perfecto Pluscuamperfecto Futuro Participio pasado oder perfecto
yo soy (ich werde bestrahlt) era (ich wurde bestrahlt) fui (ich wurde schon bestrahlt) he sido (ich bin bestrahlt worden) había sido (ich war bestrahlt worden) seré (ich werde bestrahlt werden) radiado
eres eras fuiste has sido habís sido serás radiado
él, ella es era fue ha sido habías sido será radiado
nosotros, nosotras somos éramos fuimos hemos sido habíamos sido seremos radiado
vosotros, vosotras sois erais fuisteis habais sido habíais sido seréis radiado
ellos, ellas son eran fueron han sido habían sido serán radiado

[329][330][331][332]

Vorgangspassiv (Auswahl) subjuntivo ser
Person Presente Imperfecto Perfecto Pluscuamperfecto Futuro Participio pasado oder perfecto
yo sea (ich werde bestrahlt) fuera (ich würde bestrahlt) haya sido (ich sei bestrahlt worden) hubiera sido (ich wäre bestrahlt worden) hubiere sido (ich werde bestrahlt werden) radiado
seas fueras hayas sido hubieras sido hubieres sido radiado
él, ella sea fuera haya sido hubiera sido hubiere sido radiado
nosotros, nosotras seamos fuéramos hayamos sido hubiéramos sido hubiéremos sido radiado
vosotros, vosotras seáis fuerais hayáis sido habierais sido hubiereis sido radiado
ellos, ellas sean fueran hayan sido habieren sido hubieren sido radiado

[333]

Das Zustandspassiv, pasiva con estar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zustandspassiv beschreibt das Ergebnis einer Handlung oder eines Ereignisses und bezeichnet Zustände. Es beschreibt einen Tatbestand der von einer Person oder einem Gegenstand seinen, mit einem Ergebnis verbundenen, Ausgang nimmt. Die zentrale Frage lautet: „Wie ist der Zustand einer Person oder eines Gegenstandes, nachdem eine Handlung oder Ereignis geschehen oder abgeschlossen ist?“ Das Zustandspassiv,[334] pasiva con estar, verwendet das Hilfsverb oder Kopulaverb estar und ein veränderliches Partizip, participio pasado oder perfecto. – Beispiel:

* Las camas ya están hechas. Die Betten sind bereits gemacht worden.[335] Presente de indicativo, Voz pasiva con estar
* Los pacientes han estado radiados. Die Patienten sie sind bereits bestrahlt worden. Pretérito perfecto de indicativo, voz pasiva con estar
Zustandspassiv (Auswahl) indicativo estar
Person Presente Imperfecto Indefinido Perfecto Pluscuamperfecto Futuro Participio pasado oder perfecto
yo estoy (ich bin bestrahlt) estaba (ich war bestrahlt) estuve (ich war schon bestrahlt) he estado (ich bin bestrahlt gewesen) había estado (ich war bestrahlt gewesen) estaré (ich werde bestrahlt sein) radiado
estás estabas estuviste has estado habías estado estarás radiado
él, ella está estaba estuvo ha estado había estado estará radiado
nosotros, nosotras estamos estábamos estuvimos hemos estado habíamos estado estaremos radiado
vosotros, vosotras estáis estabais estuvisteis habais estado habíais estado estaréis radiado
ellos, ellas están estaban estuvieron han estado habían estado estarán radiado

[336]

Zustandspassiv (Auswahl) subjuntivo estar
Person Presente Imperfecto Perfecto Pluscuamperfecto Futuro Participio pasado oder perfecto
yo esté (ich sei bestrahlt) estuviera (ich wäre bestrahlt) haya estado (ich sei bestrahlt gewesen) hubiera estado (ich wäre bestrahlt gewesen) hubiere estado (ich wäre bestrahlt sein) radiado
estés estuvieras hayas estado hubieras estado hubieres estado radiado
él, ella esté estuviera haya estado hubiera estado hubiere estado radiado
nosotros, nosotras estemos estuviéramos hayamos estado hubiéramos estado hubiéremos estado radiado
vosotros, vosotras estéis estestuvierais hayáis estado habierais estado hubiereis estado radiado
ellos, ellas estén estuvieran hayan estado habieren estado hubieren estado radiado

[337][338][339][340]

Synthetisches Passiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der alltäglichen gesprochenen Sprache vermeidet man das analytische Passiv zugunsten des synthetischen Passivs, pasiva sintética, bzw. des pasiva refleja. Voraussetzung für eine solche Konstruktion wäre, dass das Subjekt des Satzes keine Person ist. (Oder um es zu präzisieren: Wenn es belebt ist, muss es in der Anzahl unbestimmt sein, das heißt ohne Artikel stehen. Oder es ist eben unbelebt.) Im Grunde handelt es sich um eine reflexive Aktivform, ähnlich der deutschen Formulierung Das Auto fährt sich gut.

* En algunas familias de la Bosnia no se come la carne de cerdo. In einigen Familien Bosniens nicht man ist Schweinefleisch.

Diese passivische spanische Konstruktion gestaltet sich normalerweise durch das Pronomen se und die dritte Person Singular oder Plural eines transitiven Verbs und ein Substantiv. Damit ist immer ein Subjekt vorhanden. Das Verb muss, mit wenigen Ausnahmen, transitiv sein (transitiv heißt hier, dass es ein direktes Objekt zu binden vermag).

Es wird mit dem Pronomen se und einem Verb in der dritten Person gebildet; der Urheber wird nicht genannt (im Deutschen oft mit „man“ wiedergegeben). – Beispiele:

* Se vende piso Man verkauft die Wohnung/Die Wohnung wird verkauft, oder
* El piso es vendido por alguien Die Wohnung wird von jemandem verkauft.

Das Reflexivpassiv, pasiva refleja, verwendet das Personalpronomen se und die dritte Person Singular oder Plural des Verbes. – Beispiel:

* Este coche se vende bien Dieses Auto verkauft sich gut.

Das synthetische Passiv ist die häufiger verwendete Form.

Eine weitere Form „passivischer“ Konstruktion wird verwendet, wenn der Verursacher oder auch die Ursache einer Handlung oder eines Ereignisses unbekannt oder unbedeutend sind, es ist die aktivische Form eines unbestimmten Subjekts.

Aktiv mit dem unbestimmten Subjekt, pasiva impersonal: Statt einer echten passivischen Konstruktion steht das Aktiv mit einem unbestimmten Subjekt. – Beispiel:

* Allí están ensanchando el edificio Dort wird das Gebäude erweitert.

Das sich aus dem ursprünglichen Vollverb „haber“ entwickelte „hay“ zu deutsch „es gibt“ kann ebenfalls für passivische Satzbau eingesetzt werden. Das Vollverb „haber“ dient im Übrigen im Spanischen fast ausschließlich als Hilfsverb für die Bildung der zusammensetzten Zeiten. Es stellt eine Formulierungsalternative zu der eigentlich passivischen grammatisch-syntaktischen Satzkonstruktion dar. Das spanische Modalverb „hay que“ zu deutsch „man muss“ wird dazu in Verbindung mit einem Infinitiv als Alternative zum Passiv genutzt. – Beispiel:

* hay + que + infinitive Verbform
* Hay que hacer ejercicio y dormir bien. Man muss gut trainieren und schlafen.

Modalverben in der spanischen Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modalverben sind ein Ausdrucksmittel der Modalität sie bieten der Übersetzung oder Übertragung in eine andere Sprache große Schwierigkeiten da diese Verben eine stark polyfunktionale Semantik aufweisen.[341] Wichtig für das übersetzerische Handeln scheint die Betrachtung der Modalverben im textuellen Kontext zu sein, der für das Erkennen und die Abgrenzung der verschiedenen semantischen Qualitäten, den Bedeutungseigenheiten dieser Verben bedeutsam ist. Es zeigt sich regelhaft, das „Aspektsprachen“ (und das Spanische kann hierzu gezählt werden; durch den Pretérito indefinido de indicativo bzw. Pretérito imperfecto de indicativo) eine geringere Anzahl an Modalverben besitzen als die „Nichtaspektsprachen“, wie beispielsweise das Deutsche.

In der deutschen Sprache kann die Modalität[342] durch den Verbmodus, also den Indikativ oder Konjunktiv, als auch durch die Modalverben (dann zusätzlich noch der Optativ und Imperativ), wie etwa müssen (Notwendigkeit, Vermutung), können (Fähigkeit, Erlaubnis, Möglichkeit, Vermutung), mögen (Wunsch, Vermutung), sollen (Eventualität, Order, Empfehlung, Vermutung), wollen (Wille, Notwendigkeit), dürfen (Erlaubnis, Vermutung) sowie durch Modalwörter, wie vielleicht, angeblich, anscheinend, eventuell, sicherlich, wohl usw. ausgedrückt werden. Damit steht der Begriff der Modalalität weiteren Begriffen wie der der Evidentialität und der Redewiedergabe nahe. Insbesondere dann, wenn die Modalität als eine propositionale Sprechereinstellung verstanden wird und entsprechend den drei propositionalen Einstellungen des Sagens, des Glaubens und des Wollens die drei Modalitätsbereiche der Behauptung oder Assertion, der Evaluation und der Volition wiedergegeben werden.

Die Modalverben erlauben dem Sprecher insbesondere in den germanischen Sprachen seine verschiedene Einstellungsarten darzustellen. Das grenzt die Modalverben zum Begriff des Modus insofern ab, als im Modus auf die Realisierungswirklichkeit der Handlung Bezug genommen wird, die Modalverben aber Auskunft über die Lage des Subjekts zur Handlung an sich geben. Ein Subjekt muss, kann, mag, soll, will, darf, usw. eine Handlung ausführen oder realisieren.[343]

Zwei Termini sind von Bedeutung: die deontische Modalität[344], die sich auf (noch) nicht tatsächlich geschehene Ereignisse bezieht, deren Eintritt aber erwünscht ist (extrasubjektiv, „was sein soll“), und die epistemische Modalität[345] für das, was für möglich gehalten wird (intrasubjektiv, „was sein mag“). Hier geht es um die Art der Voraussetzungen die einen Sprecher zu einer modalisierten sprachlichen Äußerung veranlassen. Beim deontischen Gebrauch wird mittels der Modalverben der von der Proposition denotierte Sachverhalt nicht als faktisch gegeben, sondern als möglich bzw. erlaubt, notwendig oder erwünscht betrachtet, sind also die Umstände der Verpflichtung, des Erlaubtseins oder Verbotenseins wichtig. Beim epistemischen Gebrauch hingegen beziehen sich die Modalverben auf die Sprechereinstellung, sind die Umstände des Glaubens und des Wissens entscheidend.[346] Die deutschen Modalverben sind im Hinblick auf diese beiden Termini polysem; mit anderen Worten, sie zeichnen sich durch zwei mögliche Lesarten aus.[347]

Auch für die romanischen Sprachen stehen Verbalmodi, Modalverben, Modaladverbien und Modalpartikeln in unterschiedlicher Gewichtung zum Ausdruck der Modalität zur Verfügung. Aus übersetzerischer Sicht[348] sind es die fehlenden oder unzureichend bestimmten Übersetzungsäquivalente der deutschen Modalverben bzw. Modalitätsausdrücke, die eine Übertragung in die spanische Sprache erschweren – ein Phänomen, das sich darin zeigt, dass für das bestimmte deutsche Modalverb häufig eine lange Reihe von Regeln, Erklärungen und Sprachbeispielen im Spanischen angegeben werden müssen, wobei je nach Kontext unterschiedliche Übersetzungen zu wählen sind.[349][350]

Die Modalverben, verbos modales, können prinzipiell mit jedem Verb verknüpft werden. Es sind Verben, die den Inhalt eines anderen Verbs abändern. Die Modalverben haben keine direkte lexikalische Bedeutung, vielmehr ändern sie für die nachfolgenden Verben die Bedeutung; sie klären die Beziehung zwischen dem Subjekt des Satzes und der zu beschreibenden Tätigkeiten.[351] Folgende Verben übernehmen diese Aufgaben; einige Beispiele: querer wollen, poder können, tener que müssen, hay que, man muss, deber sollen, necesitar benötigen. Den Modalverben folgt stets der Infinitiv.[352][353][354] Deutsche Modalverben[355], wie tener que, müssen, (sollen) deber, sollen, (müssen), dürfen, poder, können, querer, wollen, mögen bzw. möchten und gewissermaßen noch werden, (nicht) brauchen lassen sich nicht immer direkt in das Spanische übertragen und umgekehrt.[356]

In Sätzen mit Modalverben lässt sich sowohl das Modalverb als auch das infinite Verb negieren, in dessen Folge sich jeweils ein semantischer Unterschied einstellen kann. – Beispiele:

* Tu gato no puede ladrar. Dein Kater nicht er kann bellen.
* Aber Tu gato puede no ladrar. (Vielleicht) dein Kater er kann nicht bellen. [357]

Für die Objektpronomen in Sätzen mit Modalverben oder auch Verbalperiphrase, perífrasis verbal gilt; entweder steht das Pronomen vor dem finiten Verb oder aber nach dem infintivo bzw. gerundio. Wenn es nachgestellt wurde verschmilzt das Pronomen mit dem Infinitiv oder Gerundium zu einem Wort. – Beispiel:

* Lo puedes comprar en el mercado central. oder aber Puedes comprarlo en el mercado central.

Modalpartikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Terminus „Modalpartikel“ wird im Spanischen (partícula modal) hinsichtlich der Begrifflichkeit weiter gefasst als im Deutschen.[358] In der spanischen Sprache wird er in einigen Fällen als eine Sammelbezeichnung für nicht flektierbare Wörter benutzt.[359]

Hinzu kommt, dass es im Spanischen nur sehr wenige eigentliche Modalpartikeln gibt. Dieser Mangel an lexikalischen Mitteln bedeutet aber nicht, dass die funktionellen Möglichkeiten zur Abtönung bzw. Abschwächung einer Aussage fehlten. Vielmehr greift man hier etwa auf eine veränderte Wortstellung, den (fakultativen) Einsatz des Subjuntivo im Nebensatz, auf eine veränderte Intonation, die Stellung der Adjektive und Pronomen usw. zurück.[360] Hieraus können sich aber komplizierte und weitreichende Übersetzungsprobleme zwischen der deutschen und der spanischen Sprache ergeben.[361][362]

In der deutschen Sprache sind Modalpartikeln enger definiert, sie werden aber, insbesondere im gesprochenen Deutsch, sehr oft verwendet, so beim „Abschwächen“ der Aussage eines Imperativs. Beispielsweise werden die Modalpartikeln doch und mal eingesetzt, um die Aussage Komm her! in Komm doch mal her! umzuwandeln. Insgesamt kommt den Modalpartikeln im Spanischen eine im Vergleich zur deutschen Sprache geringere Bedeutung zu.[363]

Einige spanische Modalpartikeln sind: pues, pero, pero si, vaya, ya, como que, por cierto.

Wie im Deutschen auch sind die Modalpartikeln polyfunktional.[364]

Orthographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orthographie ist ein Phänomen der geschriebenen Sprache, die ihrerseits wie die gesprochene Sprache allgemein ein Kulturprodukt ist, dass die Überwindung der Illiteralität zur Voraussetzung hat also der Entwicklung und Anwendung von Schriftzeichen zur Grundlage nimmt. Für alle Zeitformen gilt, dass die Schreibweise an die Grammatik und die damit verbundene Aussprache angepasst wird. – Beispiele:

  • c→z: vencer (siegen) – venzo
  • g→j: dirigir (lenken) – dirijo
  • g→gu: pagar (zahlen) – pagué
  • gu→g: distinguir (unterscheiden) – distingo
  • gu→gü: aguar (wässern) – aé
  • z→c: cruzar (kreuzen) – cruce
  • c→qu: empacar (einpacken) – empaque

Bei Diphthongen im Infinitiv kann die Betonung im presente unterschiedlich sein:

  • evacuar (evakuieren): evacuo
  • acentuar (akzentuieren): acentúo

Zwischen u und o wird häufig ein y eingefügt:

  • construír (erbauen): construyo

Beim Verb oler (riechen) ist, wenn es zu -ue- diphthongiert, ein h am Wortanfang zu setzen:

  • oler: huelo

Satzbau im Spanischen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Satzbau im Spanischen

Ein spanischer Satz, oración, führt grundsätzlich zwei Elemente mit sich: das Subjekt, sujeto, und das Prädikat, predicado.[365] Der Kern des Prädikats ist ein finites Verb. Um dieses Verb können sich weitere Satzglieder schichten, etwa die Prädikativa und adverbiale Bestimmungen, complementos circunstanciales. Die attributiven Bestimmungen, complementos predicativos, wiederum beziehen sich auf das Subjekt oder die Objekte.[366]

Der reguläre Satzbau im Spanischen lautet: Subjekt – Verb (gilt für alle Verbformen) – direktes Objekt (Akkusativ) – indirektes Objekt (Dativ).[367] Diese Wortfolge lässt sich mit gewissen Einschränkungen auch umkehren.[368]

Die wichtigsten Einschränkungen:

  • Ein Verb darf nicht nach einem Subjekt und Objekt stehen (niemals die dritte Position oder Stelle einnehmen), und alle Verbformen, die im selben Satz vorkommen, gehören zusammen. Zwischen dem Hilfsverb haber und dem Partizip darf kein anderes Wort eingeschoben werden.
  • Einige Faktoren begünstigen eine Subjektinversion (Subjekt nach dem Verb[369]).[370]
  • Bei Voranstellung des Objekts ist, von Ausnahmen abgesehen, die Wiederholung beim Verb durch ein Personalpronomen zu beachten.
  • Stellung des unbetonten Personalpronomens: Es steht vor der konjugierten Form oder aber ist beim Infinitiv, Gerundium und bejahten Imperativ am Verb angehängt.
  • Die Verneinung steht immer vor dem Verb, aber vor den unbetonten Personalpronomen (me, te, nos, os, le, les, lo, la, los, las) und vor dem Reflexivpronomen se.

Alle übrigen Satzteile sind mehr oder weniger frei in ihrer Position. Sie können am Satzanfang oder nach dem Verb oder auch am Satzende stehen. Dies trifft vor allem auf die Adverbien und auf adverbiale Ausdrücke zu. Die Satzadverbien, die sich auf den ganzen Satz beziehen und die Meinung des Sprechers ausdrücken, können ebenfalls am Satzanfang, nach dem Verb oder am Satzende stehen, müssen dann aber durch ein Komma getrennt werden.[371]

Pluralform bei Abkürzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abkürzungen, abreviaturas, bilden ihren Plural durch Verdoppelung der Buchstaben.

Beispiel: C.A. = Comunidad Autónoma → CC.AA. = Comunidades Autónomas.

Beispiele für gebräuchliche Abkürzungen im Plural:

  • EEUU – Estados Unidos (Vereinigte Staaten), aber UE – Unión Europea (Europäische Union – Singular)
  • JJSS – Juventudes Socialistas (Sozialistische Jugend – Jugendorganisation der PSOE)
  • NNGG – Nuevas Generaciones (die Jugendorganisation der Spanischen Volkspartei)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Grammatiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ältere Grammatiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Didaktisches, Unterricht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. von engl. pro-drop kurz für pronoun dropping, „Auslassen eines Pronomens“
  2. Rolf Kailuweit: Pro-drop, Kongruenz und „optimale“ Klitika. Ein Beschreibungsansatz im Rahmen der Role and reference grammar (PDF). In: Carmen Kelling, Judith Meinschaefer, Katrin Mutz (Hrsg.): Morphologie und romanistische Sprachwissenschaft. XXIX. Deutschen Romanistentag, Saarbrücken 2005, Fachbereich Sprachwissenschaft der Universität Konstanz Arbeitspapier Nr. 120.
  3. Irene Gil Laforga, Eugenio Cascón Martín, Manuel Pérez Fernández (Hrsg.): Nueva gramática de la lengua española. Real Academia Española, Espasa Libros, Barcelona 2011, ISBN 978-84-670-3471-4.
  4. Thorsten Roelcke: Variation typology. Walter de Gruyter, 2003, ISBN 3-11-016083-8, S. 449–469.
  5. Justo Fernández López: Wortbildung. Formación de palabras. hispanoteca.org
  6. Wolf Dietrich, Horst Geckeler: Einführung in die spanische Sprachwissenschaft. Bd. 15, Grundlagen der Romanistik, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-503-06188-6, S. 88–99
  7. Bernhard Pöll: Spanische Lexikologie. Eine Einführung. Gunter Narr Verlag, Tübingen 2002, ISBN 3-8233-4993-7
  8. Letzte Silbe oder Endsilbe auch Ultima (lat. [syllaba] ultima, „die letzte [Silbe]“)
  9. Vorletzte Vorendsilbe oder Pänultima (lat. [syllaba] paenultima)
  10. Martin Haase: Das Spanische aus typologischer und historisch-vergleichender Sicht (PDF). Bamberg, S. 1–16.
  11. Gustav Ineichen: Zur Stellung der spanischen Grammatik Nebrijas. In: Wolfgang Dahmen (Hrsg.): Zur Geschichte der Grammatiken romanischer Sprachen: Romanistisches Kolloquium IV. Band 357 der Tübinger Beiträge zur Linguistik, Narr Verlag, 1991, ISBN 3-8233-4212-6, S. 227 f.
  12. Thomas Baldischwieler: Antonio de Nebrija las introduciones latinas contrapuesto el romance al latin (1486). Dissertationsschrift, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf 2004
  13. Alonso Zamora Vicente: La Real Academia Española. Espasa Calpe, Madrid 1999, ISBN 84-239-9185-7, S. 33.
  14. María José Domínguez Vázquez: Neue Vorschläge in der Valenzlexikographie am Beispiel des spanisch-deutschen Verbvalenzwörterbuchs. Universität Frankfurt am Main, S. 45–76
  15. vergleiche auch mit dem Begriff Monem
  16. Michael Metzeltin: Erklärende Grammatik der romanischen Sprachen. Praesens Studien Bücher Bd. 17, Praesens, Wien 2010, ISBN 978-3-7069-0548-0, S. 16.
  17. „Kasus“ wird hier also als morphologischer Kasus verstanden, d.h. „Kasusmarkierung durch grammatische Morpheme“. Siehe Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3. Aufl. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0/Kasus
  18. Oder syntaktische Funktion (auch: grammatische Funktion bzw. Relation); sie bezeichnet in der Sprachwissenschaft Kategorien wie Subjekt, Objekt, Prädikat, Adverbial und Attribut.
  19. Trudel Meisenburg, Christoph Gabriel: Romanische Sprachwissenschaft. UTB basics, UTB, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8252-2897-2, S. 140.
  20. Federico Hanssen: Spanische Grammatik auf historischer Grundlage. Niemeyer, Halle a. S. 1910, S. 129 f.
  21. Antonio Machicao y Priemer, Andreas Nolda, Athina Sioupi: Zwischen Kern und Peripherie: Untersuchungen zu Randbereichen in Sprache und Grammatik. Bd. 76 Studia grammatica, Walter de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 3-0500-6533-8, S. 104 f.
  22. Terminologie nach Duden, Die Grammatik, 4. Aufl., Rn. 372 (Unterscheidung für die deutsche Sprache)
  23. Trudel Meisenburg, Christoph Gabriel: Romanische Sprachwissenschaft. UTB basics, Stuttgart 2007, ISBN 3-8252-2897-5, S. 140
  24. vergleiche hierzu „figure“ vs. „ground“ und die „verb-framed-languages“ bei Leonard Talmy
  25. Leonard R. Palmer: Die lateinische Sprache: Grundzüge der Sprachgeschichte und der historisch vergleichenden Grammatik. Helmut Buske Verlag, Hamburg 1992, ISBN 3-87118-900-6.
  26. Die Grammatikalisierung von Präpositionen. grammis 2.0 das grammatische informationssystem des instituts für deutsche sprache (ids), online
  27. Georg Bossong: Differential object marking in Romance and beyond. In: Dieter Wanner; Douglas A. Kibbee (Hrsg.): New analyses in Romance linguistics. Benjamins, Amsterdam / Philadelphia 1991, S. 143–170.
  28. Inge Pohl: Semantische Unbestimmtheit im Lexikon. Peter Lang, Bern 2010, ISBN 978-3-631-60061-0, S. 224.
  29. Ernst Pelzing: Das attributive Adjektiv des Spanischen. Stellenwert und Stellung. Reihe XXIV Ibero-Romanische Sprachen und Literaturen, Peter D. Lang, Frankfurt am Main / Bern 1981, ISBN 3-8204-6892-7, S. 2
  30. Aron Kischkewitz: Das Spanischbuch: Handbuch zur spanischen Grammatik. epubli, Berlin 2013, ISBN 3-8442-5996-1, S. 60 f.
  31. Das spanische Prädikativ. El adjetivo predicativo. Justo Fernández López, hispanoteca.eu
  32. William Emerson Bull: Spanish Adjective Position: The Theory of Valence Classes. Hispania (1954) 37, S. 32–38
  33. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 248
  34. Hans-Ingo Radatz: ‘Café descafeinado’ y ‘descafeinadas negociaciones’: semántica y función de la construcción Adj-N en español. Bamberg
  35. Radatz, Hans-Ingo: “Café descafeinado” vs. “descafeinadas negociaciones”: Adjektivstellung im Spanischen. Bamberg, in deutsch, wordpress.com
  36. Nach Kürschner: Grammatisches Kompendium. 4. Auflage. 2003, ISBN 3-8252-1526-1, S. 135.
  37. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 259.
  38. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests; [Niveau A1 – C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 105.
  39. modifiziert nach Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 175.
  40. Martin Hummel: Adverbale und adverbialisierte Adjektive im Spanischen: Konstruktionen des Typs Los niños deurmen tranquilos und Maria corre rápido. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. Band 446). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5112-5.
  41. Martin Hummel: Adverbale und adverbialisierte Adjektive im Spanischen: Konstruktionen des Typs Los niños deurmen tranquilos und Maria corre rápido. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. Band 446). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5112-5, S. 46 f.
  42. Ines Balcik, Klaus Röhe, Verena Wróbel: Die große Grammatik. Deutsch. Pons, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-12-561561-8, S. 350
  43. Gerhard Ernst (Hrsg.): Romanische Sprachgeschichte / Histoire linguistique de la Romania. (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft / Handbooks of Linguistics and Communication Science (HSK). Band 23). 3. Teilband, Walter de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-021141-2, S. 3103.
  44. Martin Hummel: Adverbale und adverbialisierte Adjektive im Spanischen: Konstruktionen des Typs Los niños deurmen tranquilos und Maria corre rápido. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. Band 446). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5112-5, S. 15, 152, 342.
  45. Ángela L. Di Tullio: La inestable frontera entre atributos y predicatívos. VERBA, (2002) vol.29: 9—29, ISSN 0210-377X
  46. Harri Meier: Adjetivo e adverbio. In: Ensaios de Filológía Românica. Edição da 'Revista de Portugal', Lisboa 1948, S. 55–114
  47. als speziellen Fall des Modaladverbs
  48. scans.library.utoronto.ca Friedrich Hanssen: Spanische Grammatik auf historischer Grundlage. Sammlung kurzer Lehrbücher der romanischen Sprachen und Literaturen. (= Spanische Grammatik. Band VI). Verlag von Max Niemeyer, Halle a. S. 1910, Kapitel VI.
  49. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 155.
  50. Roberto Ibañez: Negation im Spanischen. Bd. 5, Structura Schriftenreihe zur Linguistik, Wilhelm Fink Verlag, München 1972, S. 8 f.
  51. siehe Complementizer und Adverbialsatz
  52. Justo Fernández López: Die Negation im Spanischen Zusammenfassung – La negación en español, Resumen. hispanoteca.eu
  53. Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die Spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim / Zürich / New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 161, 251
  54. Eine Liste der spanischen Konjunktionen. Wikibooks
  55. Carlos Sánchez Avendaño: Los conectores discursivos: su empleo en redacciones de estudiantes universitarios costarricenses. Filología y Lingüística XXXI (2), 2005, S. 169–199 ISSN 0377-628X
  56. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 215.
  57. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests; [Niveau A1 – C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 580.
  58. Rolf Kailuwait: Lexeme, Kasusmarker Relatoren? Überlegungen zu den spanischen Präpositionen unter dem Aspekt der Grammatikalisierung. In: Barbara Schäfer-Prieß, Hildegard Klöden, Rolf Kailuwait (Hrsg.): Grammatikalisierung in den iberoromanischen Sprachen. (= Pro Lingua. Band 33). Wilhelmsfeld, Egert 2001, ISBN 3-926972-85-8, S. 33–62.
  59. Elisabeth Henk, Aina Torrent-Lenzen: Die Festlegung der Polysemie in einem phraseologischen Wörterbuch Spanisch-Deutsch. Fachhochschule Köln F 03 Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation, S. 1193–1206, online
  60. Antje Müller: Spatiale Bedeutungen deutscher Präpositionen. Bedeutungsdifferenzierung und Annotation. Inaugural-Dissertation. Ruhr-Universität Bochum, 2013, S. 3 online
  61. José Luis Cifuentes Hinrubia: Gramática cognitiva. Fundamentos críticos. Eudema, Madrid 1996
  62. Arne Reimar Kirchner: Eine kopfgesteuerte Phrasenstrukturgrammatik für spanische Nominalphrasen. Dissertationsschrift, Universität Göttingen, 1999
  63. Wilhelm Meyer-Lübke: Grammatik der Romanischen Sprachen. Teil III: Romanische Syntax. Nachdruck von 1899, Georg Olms Verlag, Hildesheim / New York 1972, S. 369 f.
  64. Lorenzo Renzi: Einführung in die romanische Sprachwissenschaft. Walter de Gruyter, 1980, ISBN 3-11-094516-9, S. 72.
  65. María Ángeles Alonso, Francisco Javier Fernández: Las Preposiciones. Editorial Edinumen, Madrid 2011, ISBN 978-84-9848-129-7.
  66. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests; [Niveau A1 – C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 550.
  67. Wikibooks Spanisch/ Präpositionen
  68. Diccionario de la lengua española (DRAE)
  69. Diccionario de la lengua española (DRAE)
  70. Diccionario de la lengua española (DRAE)
  71. Vergleiche hierzu: Juan come pan. Juan isst Brot. In dem Satz Juan come pan steht Juan für die Begriffe semantische Rolle: Agens und syntaktische Funktion: Subjekt sowie pan für die semantische Rolle: Patiens und der syntaktischen Funktion: Objekt
  72. . Den Namen „indirektes“ Objekt erhielt es durch die verbindende Präposition a. Einen Kasus (Fall) wie in der deutschen Sprache gibt es im Spanischen nicht. Kasusbeziehungen (also Genitiv, Dativ und Akkusativ) gelangen im Spanischen über Präpositionen zum Ausdruck.
  73. Marta Cozzolino, Melanie Reiner: Die Objektpronomen. Ludwig Maximilians Universität, Institut für Romanische Philologie, SS 2011. Hauptseminar: Kontrastive Grammatik Spanisch – Portugiesisch, Dozentin: Dr. phil. Barbara Schäfer-Prieß, 24. Juli 2011, S. 1–6.
  74. Die zusammengesetzten Zeiten werden im Spanischen immer mit einer Form von „haber“ und dem Partizip Perfekt, participio des zweiten zu konjugierten Verbs gebildet, anders als in der deutschen Sprache. Hier werden die zusammengesetzten Zeiten mit „haben“ oder „sein“ gebildet. Damit beinhaltet das Hilfsverb „haber“ nicht mehr gleichzeitig die unmittelbare Bedeutung des deutschen „haben“ im Sinne von besitzen.
  75. Der Dativ der dritten Person singular oder plural lautet für Dinge oder Personen le und les.
  76. Pronomina. Unter Wikibooks.
  77. Merkkürzel: SIODOV Zuerst steht das indirekte Objektpronomen, dann folgt das direkte Objektpronomen, anschließend das Verb.
  78. Claus Ehrhardt, Hans Jürgen Heringer: Pragmatik. W. Fink, Paderborn 2011, ISBN 978-3-7705-5168-2, S. 21–22
  79. Kirsten Jeppesen Kragh, Jan Lindschouw: Deixis and Pronouns in Romance Languages. Bd. 136 Studies in Language Companion Series, John Benjamins Publishing, Amsterdam / Philadelphia 2013, ISBN 978-90-272-0603-9
  80. Christiane Maaß (Hrsg.): Wenn Deiktika nicht zeigen: zeigende und nichtzeigende Funktionen deiktischer Formen in den romanischen Sprachen. Bd. 9 Romanistische Linguistik, LIT Verlag, Münster 2010, ISBN 3-6431-0551-7
  81. Ines Balcik, Klaus Röhe, Verena Wróbel: Die große Grammatik. Deutsch. Pons, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-12-561561-8, S. 145
  82. und auch die zugehörigen Possessivpronomen, pronombre posesivo
  83. Claus Ehrhardt, Hans Jürgen Heringer: Pragmatik. W. Fink, Paderborn 2011, ISBN 978-3-7705-5168-2, S. 21–22.
  84. Francesc Roca Urgell: Los clíticos pronominales como determinantes. V Coloquio de Gramática Generativa. A Coruña (ESP) 1995.
  85. Georg A. Kaiser: Einzelaspekt: Pronominalsystem. In Bernhard Pöll, Christopher F. Laferl (Hrsg.): Handbuch Spanisch : Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte in Spanien und Hispanoamerika; für Studium, Lehre, Praxis. Schmidt, Berlin 2012, ISBN 978-3-503-09875-0, S. 318-324.
  86. Der Ablativ kommt als Fall im modernen Spanisch nicht vor. Er antwortet u. a. auf die Fragen „wo?“, ¿dónde?; „wann?“, ¿cuándo?; „woher?“, ¿de dónde?; „wovon?“, ¿de qué?; „womit?“, ¿con qué?; „wodurch?“, ¿cómo?; „mit wem?“, ¿con quién?; wie?, ¿de qué manera?; „weswegen?“, ¿por qué causa?.
  87. pronombre ablativo oder pronombre preposicional e instrumental
  88. mich (Akkusativ = A)
  89. mir (Dativ = D)
  90. mich
  91. dich (A)
  92. dir (D)
  93. dich
  94. ihn, sie, es (als Akkusativ), Sie (A)
  95. ihm, ihr, Ihnen (D)
  96. sich
  97. sie, es (als Akkusativ)
  98. uns (A)
  99. uns (D)
  100. uns
  101. euch (A)
  102. euch (D)
  103. euch
  104. sie (Plural), Sie (A)
  105. ihnen, Ihnen (Plural) (D)
  106. sich
  107. Pronombres personales., Philip W. Klein (University of Iowa)
  108. Indefinitpronomen – Spanische Formen. hispanoteca.eu
  109. Indefinitpronomen. hispanoteca.eu
  110. Dee L. Eldredge: Teaching Spanish, my way. Xlibris LLC, 2014, ISBN 978-1-4931-2657-6, S. 395
  111. Iván Reymóndez Fernández: Grammatik in Bildern. Pons, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-12-562687-4, S. 69–71
  112. Gines Lozano Jaén: Cómo enseñar y aprender sintaxis. Modelos, teorías y prácticas según el grado de dificultad. Cátedra, Madrid 2013, ISBN 978-84-376-3032-8, S. 230
  113. Asunción Martínez Arbelaiz: Otro caso de prescriptivismo: los pronombres de relativo tras preposición. Actas del XV congreso internacional de ÁSELE, (2004), S. 566–572.
  114. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 187–191.
  115. Józef Darski (Hrsg.): Sprache – Kommunikation – Informatik. Bd. 293 Linguistische Arbeiten, De Gruyter, Berlin 1993, ISBN 3-1113-5323-0, S. 388
  116. Karl-Ernst Sommerfeldt, Günter Starke, Dieter Nerius (Hrsg.): Einführung in die Grammatik und Orthographie der deutschen Gegenwartssprache. Bibliographisches Institut, Leipzig 1981, S. 44–45
  117. „Prozeßhaftigkeit“, vergleiche das Werden in der Philosophie.
  118. Marta Coll-Florit: Los modos de acción del verbo: análisis empírico, reformulación teórica y representación computacional. Aktionsart: empirical analysis, theoretical reformulation and computational representation. Procesamiento del Lenguaje Natural, Revista nº 46 marzo de 2011, S. 129–130
  119. Semantische Verbklassifikation - Clasificación semántica de los verbos. Justo Fernández López. hispanoteca.eu
  120. ingressiv/inchoativ
  121. iterativ
  122. kontinuativ
  123. durativ/imperfektiv
  124. resultativ
  125. Arturo Ramoneda: El libro de los verbos. Uso, conjugación y dudas. Alianza, Madrid 2006, ISBN 978-84-9104-103-0, S. 17–24
  126. Christian Lehmann: Spanisch. 19. Juli 2015
  127. Teoría del verbo. Instituto de Verbología Hispánica, (IVH), 1997-2006 verbolog.com
  128. La conjugación de verbos en español. Instituto de Verbología Hispánica, (IVH) 1997-2006, verbolog.com
  129. Leonard Talmy: Toward a Cognitive Semantics. Bd. 1: Concept structuring systems. Bd. 2: Typology and process in concept structuring. MIT Press, Cambridge, MA 2000, ISBN 0-262-70097-2
  130. Paula Cifuentes Férez: Motion in English and Spanish a perspective from cognitive linguistics, typology and psycholiguistics. Dissertationsschrift, Universidad de Murcia, Murcia 2008
  131. Ana Rojo, Javier Valenzuela: Verbs of sensory perception: An English-Spanish comparison. Universidad de Murcia, S. 1–27
  132. Ana Rojo, Javier Valenzuela: How to say things with words: Ways of saying in English and Spanish. Universidad de Murcia.
  133. * José Luis Cifuentes Hinrubia: Gramática cognitiva. Fundamentos críticos. Eudema, Madrid 1996
  134. Martin Hummel: Adverbale und adverbialisierte Adjektive im Spanischen: Konstruktionen des Typs Los niños deurmen tranquilos und Maria corre rápido. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. Band 446). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5112-5, S. 54.
  135. Olaf Krause: Zu Bedeutung und Funktion der Kategorien des Verbalaspekts im Sprachvergleich. S. 1–31
  136. Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die Spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 205.
  137. Verbkategorien – Categorías verbales (Recop.) Justo Fernández López. Hispanoteca.eu
  138. Rolf Kailuweit: "Pro-drop", Kongruenz und "Optimale" Klitika. Ein Beschreibungsansatz im Rahmen der „Role and Reference Gramar“. In Carmen Kelling, Judith Meinschaefer, Katrin Mutz: Morphologie und romanistische Sprachwissenschaften. Akten der gleichnamigen Sektion beim XXIX. Deutschen Romanistentag, Saarbrücken 2005.
  139. Jule Philippi: Einführung in die generative Grammatik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-26548-2, S. 68 f.
  140. Dee L. Eldredge: Teaching spanish, my way. Xlibris LLC, 2014, ISBN 978-1-4931-2657-6, S. 69.
  141. Metzler Lexikon der Sprache. 2. Auflage. 2000, Stichwörter Null-Subjekt-Parameter, Pro-Drop-Parameter, Semi-Pro-Drop-Sprachen
  142. Mario López-Barrios: Grammatikvermittlung multidimensional – Erschließung von Form, Bedeutung und Gebrauch grammatischer Strukturen. In: H. Barkowski, S. Demmig, H. Funk, U. Würz (Hrsg.): Deutsch bewegt. Entwicklungen in der Auslandsgermanistik und Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Schneider, Hohengehren 2011, ISBN 978-3-8340-0654-7, S. 273–288.
  143. Marisa Patuto: Der Erwerb des Subjekts in (Nicht-)Nullsubjektsprachen. Die Rolle des Spracheneinflusses und der Sprachdominanz bei bilingual deutsch-italienisch, deutsch-spanisch und französisch-italienisch aufwachsenden Kindern. Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen 2012, ISBN 978-3-8233-6750-5. Auszug S. 1–29.
  144. Man nimmt an, dass im Rahmen des Spracherwerbs die Nullsubjekteigenschaft darüber hinaus mit anderen syntaktischen Eigenschaften korreliert ist, so etwa mit der Möglichkeit der Inversion lexikalischer Subjekte, dem Vorhandensein zahlreicher Flexionsparadigmata und dem Fehlen von Expletiva.
  145. Romanische Sprachen und Latein. Mediencode 7595-47, Unikurs Latein. C.C. Buchners Verlag, Bamberg 2011 (BN 7595), S. 8.
  146. Romanische Sprachen und Latein. Mediencode 7595-47, Unikurs Latein. C.C. Buchners Verlag, Bamberg 2011 (BN 7595), S. 8.
  147. Johannes Kabatek; Claus D. Pusch: Spanische Sprachwissenschaft: Eine Einführung. Gunter Narr Verlag, 2009, ISBN 978-3-8233-6404-7.
  148. Justo Fernández López: Analytisch vs. Synthetisch. Analítico vs. Sintético. (Recop.)
  149. Justo Fernández López: Satzbau, Wortstellung, Satzgliedstellung. El orden de las palabras en la oración. Colocación de los elementos oracionales.
  150. Man nennt diese Ergänzungen auch Argumente; dabei weisen die intransitiven Verben ein Argument auf, die transitiven Verben zwei Argumente.
  151. Auf der Ebene der Semantik wird die Beziehung (Relation) zwischen dem versprachlichten oder bezeichneten Objekt (Denotat) und dem sprachlichen Zeichen (Denotans) verstanden.
  152. Kopulaersätze. Verben mit der Funktion als Kopulaersatz - Verbos pseudocopulativos. Justo Fernández López, hispanoteca.eu
  153. Verbos semipredicativos o semicopulativos. murciaeduca.es
  154. Josef Felixberger: Untersuchungen zur Sprache des spanischen Sprichwortes. Fink, München 1974, S. 152
  155. Kopulaersätze. Verben mit der Funktion als Kopulaersatz-Verbos pseudocopulativos. Justo Fernández López hispanoteca.eu
  156. Die Kopulaersätze, alphabetisch. hispanoteca.eu
  157. Joyce Bruhn de Garavito: Eventive and Stative Passives: The Role of Transfer in the Acquisition of ser and estar by German and English L1 Speakers. In: Joseph Collentine et al. (Hrsg.): Selected Proceedings of the 11th Hispanic Linguistics Symposium. Cascadilla Proceedings Project, Somerville, MA 2009, S. 27–38.
  158. Eva-Maria Remberger, Kay-Eduardo González-Vilbazo: Die Kopula im Romanischen. In: Ljudmila Geist, Björn Rothstein: Kopulaverben und Kopulasätze: intersprachliche und intrasprachliche Aspekte. Bd. 512 Linguistische Arbeiten, De Gruyter, Berlin 2007, ISBN 3-4843-05126, S. 201–227
  159. Eva-Maria Remberger, Kay-Eduardo González-Vilbazo: Die Kopula im Romanischen. In: Ljudmila Geist, Björn Rothstein: Kopulaverben und Kopulasätze: intersprachliche und intrasprachliche Aspekte. Bd. 512 von Linguistische Arbeiten, Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 3-4843-05126, S. 1–27
  160. Claudia Maienborn: Zustände - Stadien - stative Ausdrücke: Zur Semantik und Pragmatik von Kopula-Prädikativ-Konstruktionen. Linguistische Berichte (2000) 183: 271-307
  161. Claudia Maienborn: Situationsbezug und die Stadien/Individuen-Distinktion bei Kopula-Prädikativ-Konstruktionen. ZAS Papers in Linguistics 14, (1999) 41—64.
  162. Greg Carlson: A unified analysis of the English bare plural. Linguistics and Philosophy 1, 3, (1977), S. 413–458.
  163. Greg Carlson: Reference to Kinds in English. Garland, New York 1977
  164. Gerhard Jäger: Stage levels, states, and the semantics of the copula. ZAS Papers in Linguistics 14, (1999), S. 65–94
  165. José Camacho: “Ser” and “Estar”: Individual/Stage level predicates or aspect? Rutgers University, S. 1–18
  166. Ljudmila Geist, Björn Rothstein: Kopulaverben und Kopulasätze: intersprachliche und intrasprachliche Aspekte. Bd. 512 Linguistische ArbeitenDe Gruyter, Berlin 2007, ISBN 3-4843-0512-6, S. 201
  167. Ljudmila Geist, Björn Rothstein: Kopulaverben und Kopulasätze: intersprachliche und intrasprachliche Aspekte. Bd. 512 Linguistische ArbeitenDe Gruyter, Berlin 2007, ISBN 3-4843-0512-6, S. 203
  168. Claudia Maienborn: Die logische Form von Kopula-Sätzen. Studia grammatica, De Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-0500-8227-5, S. 161
  169. David Brian Roby: Aspect and the Categorization of States: The Case of Ser and Estar in Spanish. John Benjamins Publishing, 2009, ISBN 9-0272-0581-7.
  170. Violeta Demonte: Semántica y sintaxis de las construcciones con ‚ser‘ y ‚estar‘. Revista española de lingüística». Año 9. Fase. l. Enero-Junio (1979), S. 133–171
  171. Marta E. Luján: The Spanish copulas as aspectual indicators. Lingua 54, (1981) 165–210.
  172. Kees Hengeveld: Copular' verbs in a functional grammar of Spanish. Linguistics 24 (1986), 393-420
  173. Wolfgang Klein: Time in language. Routledge, London 1994.
  174. Wolfgang Klein (1994) argumentiert, dass die Topikzeit (TT) als dritter Parameter für die temporale Interpretation angesehen werden sollte, neben der nach Reichenbach (1947) Sprech- oder Äußerungszeit S und der Ereignis- oder Situationszeit E (die Zeit, zu der die beschriebene Situation wahr ist). Denn alle Tempora, die keine gegenwärtige Handlung bezeichnen, benötigten eine zusätzliche Betrachtzeit, die Topikzeit TT (topic time). Sie ist relativ zu der die Handlung zeitlich situiert; sie muss aber nicht explizit realisiert werden. Nach Klein setzen die Tempusformen nicht die Situationszeit E und die Äußerungszeit S in Beziehung zueinander, sondern vielmehr wird die Äußerungszeit S und die Topikzeit aufeinander bezogen. Ähnlich Reichenbach, wo der Tempus die Beziehung zwischen Äußerungszeit S und Referenzzeit R ausdrückt, aber nicht ÄußerungszeitS und Situationszeit E. Im Deutschen etwa zeigt das Präteritum an, dass die Topikzeit TT vor der Äußerungszeit S liegt. Die Beziehung von Topikzeit TT und Situationszeit E wird durch aspektuelle Verhältnisse geregelt: die Topikzeit kann z. B. in der Situationszeit E liegen, oder umgekehrt. Wolfgang Klein fasst die Überlegungen begrifflich wie folgt: Situationszeit „Tsit“ (sie entspricht der Ereigniszeit E also der Zeit in der das Ereignis, Tatbestand, Prozess, Zustand, Situation Handlung stattfindet, welches von dem im Satz enthaltenen Verb angegeben wird) ist das Intervall in der die Handlung geschieht, steht in Bezug zur infiniten Verbkomponente; Topikzeit TT (sie entspricht der Betrachtungs- oder Referenzzeit R die ausschließlich für die Beschreibung der Perfekttempora entstanden war), steht in Bezug zur finiten Verbkomponente; Äußerungszeit „Tu“ (sie entspricht der Sprechzeit S die Zeit, in der der Satz geäußert wird)
  175. lateinisch stāre zu „estar“ in den Bedeutungen: in einem Zustand sein, stehen, dastehen, herumstehen, still stehen, zögern
  176. lateinisch sedēre zu „ser“ in den Bedeutungen: verweilen, sich aufhalten, müssig dasitzen, ruhig leben, zurückgezogen leben
  177. Birte Stengaard: Vida y Muerte de un Campo Semántico: Un estudio de la evolución semántica de los verbos latinos „stare“, „sedere“ e „iacere“ del latín al romance del s. XIII. Max Niemeyer, Imprint von de Gruyter 1991, ISBN 3-484-52234-8, S. 93.
  178. Montserrat Batllori; Francesc Roca: Grammaticalization of ‚ser‘ and ‚estar‘ in Romance. In: Dianne Jonas; John Whitman; Andrew Garrett: Grammatical Change: Origins, Nature, Outcomes. Oxford linguistics, Oxford University Press, 2012, ISBN 978-0-19-958262-4, S. 74 f.
  179. Christine Tschoepe: SER und ESTAR Untersuchung einiger geläufiger Erklärungsmodelle zur Verwendungsunterscheidung. Hausarbeit (Hauptseminar: Probleme der Grammatik des Spanischen), Grin-Verlag, München 2007, ISBN 978-3-638-94563-9.
  180. Reyes Llopis-García; Juan Manuel Real Espinosa; José Plácido Ruiz Campillo: Qué gramática enseñar, qué gramática aprender. Edi numen, Madrid 2012, ISBN 978-84-9848-240-9, S. 124–137.
  181. Claudi Maienborn: A discourse-based account of Spanish ser/estar. Linguistics (2005) 43/1: 155-180.
  182. Holger Siever: Übersetzen Spanisch-Deutsch. Ein Arbeitsbuch. Narr Studienbücher, Gunter Narr, Tübingen 2008, ISBN 978-3-8233-6391-0, S. 22.
  183. vergleiche engl. „to be“ und „become/will“, fr. „être“ und „devenir“
  184. Eva-Maria Remberger; Kay-Eduardo González-Vilbazo: Die Kopula im Romanischen. S. 1–27.
  185. Johan Falk: Difusión de estar con adjetivos de sentido transitorio en catalán. In: Lars Lindvall (Hrsg.): Actes du Dixiéme Congrés des Romanistes Scandinaves. Lund University Press, Lund 1990, S. 140–150.
  186. Yolanda Carballera Cotillas; María Angeles Sastre Ruano: Uso de ser y estar. Revisión de la gramática y constatación de la realidad lingüística, S. 299–313.
  187. Manuel Leonetti: Ser y estar: estado de la cuestión. Universidad de Alcalá de Henares, S. 182–205.
  188. Für Ser: carácter, caracteristica, características permanentes, clase, color, descripción, evento, fechas, forma, frases impersonales, identidad, marca, origen, ocupación, profesión, pertenencia, precios en general, procedencia, relaciones, sucesos sociales. Hierzu ein Merkspruch in englischer Sprache: doctor für date, occupation, characteristics, time, origin, relation. Also Tatbestände oder Handlungen, i.w.S. ohne Zeitstellenwert. Für estar: acción, cambio de estado, condición, emoción, estado (estado de salud, estado de ánimo), localización, posición, precios fluctuantes. Der dazugehörige Merkspruch im Englischen lautet: place für position, location, action, condition, emotion. Also Tatbestände mit Zeitstellenwert.
  189. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests; [Niveau A1 – C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 520.
  190. Yuko Morimoto, Victoria Pavón Lucero: Los verbos pseudo-copulativos de cambio en los diccionarios didácticos del espaňol. S. 273–285 In Yuko Morimoto, Victoria Pavón Lucero: Los verbos pseudo-copulativos del español. Cuadernos de lengua española, Bd. 96, La Muralla, Arco Libros, 2007, ISBN 84-7635-699-4
  191. Gerd Hochländer: Interferenzfehler und kontrastiver Sprachunterricht - mit Beispielen aus der Grammatik. S. 1–12
  192. Carolina Holtheuer: The distribution of ser and estar with adjectives: A critical survey. Rev. signos [online. 2011, vol. 44, n.75, S. 33–47, ISSN 0718-0934.]
  193. Eva-Maria Remberger, Kay-Eduardo González-Vilbazo: Die Kopula im Romanischen. In Ljudmila Geist, Björn Rothstein (Hrsg.): Kopulaverben und Kopulasätze: intersprachliche und intrasprachliche Aspekte. Bd. 512 Linguistische Arbeiten Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 3-4843-0512-6, S. 201–227
  194. Joseph Charanza: Theoretisch-praktische spanische Sprachlehre. Kritisch bearb. zum Selbstunterrichte. Peter Rohnmann, Wien 1839, S. 80
  195. Vergleiche hierzu den Georg Wilhelm Friedrich Hegelschen Begriff des „Fürsichsein“ „ser para sí“, „die Wirklichkeit (actus, energeia)“ Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie. a. Der Begriff der Entwicklung.
  196. Vergleiche hierzu den hegelschen Begriff des „Ansichseins“, „ser-en-sí“, als Anlage und Vermögen „wie ich es nenne (potentia, dynamis)“. Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie. a. Der Begriff der Entwicklung.
  197. Thomas Scholz: Das Ranschburg-Phänomen oder: Warum wir „ser“ und „estar“ nicht unterrichten können. Hispanorama, (2009) 124, 43
  198. Antonio Vañó-Cerdá: Ser y estar + adjetivos: un estudio sincrónico y diacrónico. Bd. 201 Tübinger Beiträge zur Linguistik, Gunter Narr Verlag, Tübingen 1982, ISBN 3-87808-579-6. Antonio Vañó-Cerdá nutzt zur Erklärung der Kopulaverben „ser“ und „esta“r die Begrifflichkeiten „Intrinsität“ und „Extrinsität“.
  199. In spanischen Stichwörtern für Estar: localización, estado, posición, acción, condición, emoción, cambio de estado, estado de salud, estado de ánimo, precios fluctuantes
  200. Justo Fernández López: Ser y estar. Origen y evolución histórica. Hispanoteca.eu
  201. Alexia Steinhauser: Ser und Estar leicht erklärt. Regel, Beispiele und Übungen mit Lösungen. Books on Demand, Norderstedt, 2012, ISBN 978-3-8423-5512-5.
  202. Hortensia Martínez: Construir bien en español. La corrección sintáctica. Ediciones Nobel, Oviedo 2005, ISBN 3-89657-775-1, S. 95–97.
  203. In spanischen Stichwörtern für Ser: descripción, ocupación, característica, tiempo, origen, relación, pertenecia, características permanentes, material, evento, fechas, relaciones personales, profesión, marca, color, clase, identidad, suceso social, carácter, procedencia, frases impersonales, precios en general
  204. Wolfgang Dahmen: Neuere Beschreibungsmethoden der Syntax romanischer Sprachen. Band 11 von Romanistisches Kolloquium, Gunter Narr Verlag, 1998, ISBN 3-8233-5088-9, S. 99.
  205. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göppingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 160–161.
  206. Rocío Lineros Quintero: Formas no personales del verbo: infinitivo, gerundio y participio. S. 1–4
  207. Almudena Mallo Dorado: Äquivalenz der deutschen Partizipien im Spanischen. Deutsche Grammatik im europäischen Dialog (Krakau 2006), S. 1–9
  208. María Marta García Negroni; Silvia Ramírez Gelbes: Formas no personales del verbo y argumentación. Acerca de los falsos infinitivos, falsos gerundios y falsos participios. Letras de Hoje, Porto Alegre, v. 46, n. 1, S. 73–85, jan./mar. 2011
  209. Los verboides en la oración: construcciones verboidales, S. 1–2
  210. Willi Mayerthaler, Günther Fliedl, Christian Winkler: Infinitivprominenz in europäischen Sprachen. Tl. I. Die Romania (samt Baskisch), Narr Francke Attempto, Tübingen 1993, ISBN 3-8233-5055-2, S. 134
  211. Christiane Nord: Lernziel: Professionelles Übersetzen Spanisch-Deutsch. Ein Einführungskurs in 15 Lektionen. Gottfried Egert, Wiesloch 2001, ISBN 3-926972-87-4, S. 207.
  212. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests; [Niveau A1 – C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 423.
  213. Das deutsche Partizip Präsens, Partizip I-El participio de presente en alemán. Hispanoteca. Justo Fernández López
  214. Holger Siever: Übersetzen Spanisch-Deutsch. Ein Arbeitsbuch. Narr Studienbücher, Gunter Narr, Tübingen 2008, ISBN 978-3-8233-6391-0, S. 27.
  215. El gerundio español – Das spanische Gerundium. Justo Fernández López. Hispanoteca
  216. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests; [Niveau A1 – C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 435.
  217. Daniel Jorques: ¿Gerundio de anterioridad o más bien «gerundio condicional»? De cómo reciclar la información gramatical: el gerundio andino. Dialogía, 3, S. 33–65
  218. auch presente progresivo
  219. Die deutsche Grammatik unterscheidet zwei Partizipien, das Mittelwort der Gegenwart und Mittelwort der Vergangenheit. Darüber hinaus sind aber auch zahlreiche weitere Termini gebräuchlich, wie einerseits Partizip des Präsens, Präsenspartizip, Partizip I, 1. Partizip oder 1. Mittelwort und andererseits Partizip der Vergangenheit, Perfektpartizip, Partizip II, 2. Partizip, 2. Mittelwort oder Partizip des Präteritums.
  220. Das deutsche Partizip I oder Partizip Präsenswird mit dem „Infinitiv + d“ gebildet
  221. José Alemany y Bolufer: Tratado de la formación y composición de palabras en la lengua castellana. La derivación y la composición. Estudio de los sufijos y prefijos empleados en una y otra. Librería General de Victoriano Suárez, Madrid 1920, S. 22 f.
  222. Participio de presente en español -Restos del participio de presente latino. Justo Fernández López, hispanoteca.eu
  223. Das deutsche Partizip II wird fast ausschließlich gebildet in der Form: „ge + Wortstamm + t“ (bei regelmäßigen und gemischten Verben) oder mit „ge + (unregelmäßiger) Wortstamm + en“ (bei unregelmäßige Verben):
  224. Wobei die erste Form frito gebraten als Adjektiv und die zweite als Partizip freídoim engeren Sinne verwendet wird.
  225. auch als participio pasivo benannt
  226. Almudena Mallo Dorado: Das deutsche Partizip in der Verwaltungs- und Behördensprache und seine spanischen Äquivalenzen. Dissertationsschrift, Universität Santiago de Compostela 2008, S. 300
  227. Almudena Mallo Dorado: Das deutsche Partizip in der Verwaltungs- und Behördensprache und seine spanischen Äquivalenzen. Dissertationsschrift, Universität Santiago de Compostela 2008
  228. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 – C1]. Hueber Verlag, 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 432
  229. Das Partizip II - El participio perfecto. hispanoteca.eu
  230. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests; [Niveau A1 – C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 430–434
  231. Trudel Meisenburg; Christoph Gabriel: Romanische Sprachwissenschaft. UTB basics, UTB, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8252-2897-2, S. 142 f.
  232. Hans Reichenbach: Elements of Symbolic Logic. Macmillan Co., New York 1947.
  233. Holger Gzella: Tempus, Aspekt und Modalität im Reichsaramäischen. Bd. 48 Veröffentlichungen der Orientalischen Kommission (Vok), Otto Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 3-447-05094-2, S. 76
  234. Sarah Dessì Schmid: Aspektualität: Ein onomasiologisches Modell am Beispiel der romanischen Sprachen. Bd. 382 Beihefte zur Zeitschrift für romanische Philologie, de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 3110334445, S. 10
  235. Ángeles Carrasco Gutiérrez: Reichenbach y los tiempos verbales del español. Dicenda. In: Cuadernos de Filología Hispánica. 12 (1994), S. 69–86, e-ISSN 1988-2556.
  236. Die Bedeutung der Tempora. proGramm, hypermedia.ids-mannheim.de
  237. Peter Schlobinsk: Tempus und Temporalität. Zeit in den Sprachen der Welt. Leibniz Universität Hannover, Ini-Magazin 2012, S. 20–23
  238. Hans Reichenbach: Elements of Symbolic Logic. Macmillan Co., New York 1947.
  239. Martin Becker: Die Ingredienzen des romanischen Imperfekts (PDF.) In: Günther Grewendorf, Arnim von Stechow (Hrsg.): Linguistische Berichte. Heft 221. Helmut Buske, Hamburg 2010, ISSN 0024-3930, S. 79–108.
  240. in der Terminologie von Koschmieder Zeitstufenbezug (absolute Zeit)
  241. in der Terminologie von Koschmieder Zeitrichtungsbezug (relative Zeit)
  242. Nelson Cartagena, Hans-Martin Gauger: Vergleichende Grammatik Spanisch-Deutsch. Duden Sonderreihe Vergleichende Grammatiken Bibliographisches Institut, Berlin 1989, ISBN 3-411-01987-5, S. 370 f.
  243. Johannes Dölling: Temporale und modale Bedeutung. Semantik und Pragmatik. Institut für Linguistik, Universität Leipzig
  244. Elena Santillán: Spanische Morphosyntax. Ein Studienbuch zum Lehren, Lernen un Üben. Narr, Tübingen 2015, ISBN 978-3-8233-6980-6, S. 47
  245. Tipos de aspectos. cprcalat.educa.aragon.es
  246. Steven Pinker: Der Stoff, aus dem das Denken ist. S. Fischer, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-10-061605-0, S. 237–261
  247. Tempussystem des Spanischen – Sistema temporal del español (Recop.) Justo Fernández López
  248. Ángeles Carrasco Gutiérrez: Reichenbach y los tiempos verbales del español. Dicenda. Cuadernos de Filología Hispánica 12, 69–86 (1994), ISSN-e 1988–2556
  249. Silvia Ramírez Gelbes: Aspectualidad y significado léxico: el caso de intentar en el discurso académico. Espacios Nueva Serie. Estudios literarios y del lenguaje. Año II / Nº 2. (2006): 242–261
  250. Erwin Koschmieder: Zeitbezug und Sprache. Ein Beitrag zur Aspekt- u. Tempusfrage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1971, ISBN 3-534-05775-9, Nachdruck von B. G. Teubner, Leipzig 1929
  251. Natascha Pomino: Spanische Verbalflexion: Eine minimalistische Analyse im Rahmen der Distributed Morphology. Max Niemeyer, Tübingen 2008, ISBN 978-3-484-30523-6.
  252. auch Presente simple
  253. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Presente dem frz. Présent und dem it. Presente indicativo. Im Englischen entspricht es annähernd dem Simple Present.
  254. Benjamin Meisnitzer: Tempusgebrauch im spanisch-deutschen Sprachvergleich: Was leisten Tempora eigentlich? In: Meike Meliss, Bernhard Pöll (Hrsg.): Aktuelle Perspektiven der kontrastiven Sprachwissenschaft. Deutsch-Spanisch-Portugiesisch. Zwischen Tradition und Innervation. Narr francke Attempto Verlag, Tübingen 2015, ISBN 978-3-8233-6954-7, S. 77–104
  255. Pretérito perfecto (Gramática, 1931), auch Pretérito perfecto compuesto (Esbozo, 1973) oder vollendete Gegenwart, auch Presente anterior.
  256. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito perfecto oder Pretérito perfecto compuesto dem frz. Passé composé, dem it. Passato prossimo und rum. Perfectul compus. Im Englischen entspricht es annähernd dem Present perfect simple.
  257. Emilio Alarcos Llorach: Perfecto simple y compuesto en español. Revista de Filología Española XXXI, S. 108–139
  258. während das Simple Past primär zum Ausdruck perfektiver Bedeutung verwendet wird. I spoke. Ich sprach. im Gegensatz zu I was speaking. Ich bin gerade (noch) sprechend.
  259. Luis García Fernández: Sobre la naturaleza de la oposición entre pretérito imperfecto y pretérito perfecto simple. Lingüística Española Actual 2, (1999) 2: 169-188.
  260. Martin Becker: Die Ingredienzen des romanischen Imperfekts (PDF.) In: Günther Grewendorf, Arnim von Stechow (Hrsg.): Linguistische Berichte. Heft 221. Helmut Buske, Hamburg 2010, ISSN 0024-3930, S. 79–108.
  261. Wolfgang Dahmen: Konvergenz und Divergenz in den romanischen Sprachen: Romanistisches Kolloquium VIII. Bd. 8 Romanistisches Kolloquium, Gunter Narr Verlag, Tübingen 1995, ISBN 3-8233-5061-7, S 52
  262. Ulrike Schwall: Aspektualität. Eine semantisch-funktionelle Kategorie. Bd. 344 Tübinger Beiträge zur Linguistik, Gunter Narr, Tübingen 1991, ISBN 3-8233-4207-X, S. 395
  263. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito imperfecto dem französischen Imparfait, dem italienischen Indicativo imperfetto und dem rumänischen Imperfectul. Im Englischen entspricht es annähernd dem Past Progressive.
  264. Pretérito indefinido (Gramática, 1931) auch als Pretérito perfecto simple (Esbozo, 1973) oder Pretérito absoluto bezeichnet, man nennt ihn auch historisches Perfekt, ebenso Pasado simple.
  265. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito indefinido dem französischen Passé simple, dem italienischen Passato remoto und dem rumänischen perfect simplu oder preterit.
  266. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das spanische Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple dem französischen Passé simple, dem italienischen Passato remoto und dem rumänischen Perfectul simplu. Im Englischen entspricht es annähernd dem Simple Past oder Past Tense.
  267. Die Vergangenheitsform Pretérito perfecto (he comprado) ist in einigen Ländern wie Argentinien marginal gebräuchlich, stattdessen wird meist das Pretérito indefinido verwendet (compré), soweit man das „Noch-Andauern“ einer Handlung nicht explizit betonen möchte.
  268. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 89.
  269. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 174.
  270. Die Tempora werden im System von Hans Reichenbach, Elements of Symbolic Logic, New York (1947) definiert als Relationen zwischen den folgenden Zeitintervallen. Dabei soll begrifflich zwischen der Sprechzeit, S (spanisch punto de habla (H)) [der Zeitpunkt, zudem die Äußerung gemacht wird (S)], der Ereigniszeit, E (spanisch punto de evento (E)) [der Zeitpunkt, zudem das Ereignis stattfindet (E)] und der Referenzzeit, R (spanisch punto de referencia (R)) [der Zeitpunkt, von dem aus das Ereignis betrachtet wird (R), also die Zeit auf die man sich bezieht, z. B. hoy, ayer] unterschieden werden.
  271. Ángeles Carrasco Guttiérrez: Reichenbach y los tiempos verbales del español. DICENDA. Cuadernos de Filología Hispánica, № 12, 69–86, Edit. Universidad Complutense de Madrid, Madrid 1994
  272. Natascha Pomino: Spanische Verbalflexion: Eine minimalistische Analyse im Rahmen der Distributed Morphology. Bd. 523 Linguistische Arbeiten, Walter de Gruyter, Berlin 2008, ISBN 3-484-97056-1, S. 33
  273. ein Vergleich mit dem Englischen in der Terminologie von H. Reichenbach (1947) „Anterior Past“ und in der traditionellen Charakterisierung Past Perfect Simple E–R–S, z. B. I had passed the inspection by the end of the last year.
  274. nach Reichenbach „Simple PastE,R–S, z. B. I passed the inspection. Ereigniszeit E gleich der Referenzzeit R und vor der Sprechzeit S lokalisiert, aber E ist enthalten in R E ⊆ R.
  275. nach Reichenbach „Past progressiveE,R–S, z. B. He was going to the inspection. Ereigniszeit E gleich der Referenzzeit R und vor der Sprechzeit S lokalisiert, aber R ist enthalten in E R ⊆ E.
  276. nach Reichenbach „Anterior Present“ Present perfect simple E–S,R, z.B. I have passed the inspection.
  277. nach Reichenbach „Simple Present“ Present tense, S,R,E, z. B. I see the inspector.
  278. nach Reichenbach „Posterior Present“ Simple future, S,R–E, z. B. I shall see the inspector.
  279. nach Reichenbach „Anterior Future“ Future perfect, S–E–R, z. B. I will have passed the inspection by the end of next year. oder S,E–R, z. B. José will have inspected the car by tonight. oder S–R,E Simple Future, z. B. I will see José tomorrow.
  280. Martin Becker: Die Ingredienzen des romanischen Imperfekts (PDF.) In: Günther Grewendorf, Arnim von Stechow (Hrsg.): Linguistische Berichte. Heft 221. Helmut Buske, Hamburg 2010, ISSN 0024-3930, S. 79–108.
  281. Grundbegriffe: Tempus, Aspekt, Aktionsart, Zeitkonstitution. Wolfgang Hock, Manfred Krifka: Aspekt und Zeitkonstitution. WS 2002/3, Institut für deutsche Sprache und Linguistik, Humboldt-Universität zu Berlin, 30. Oktober 2002
  282. Wolfgang Klein:Für eine rein zeitliche Deutung von Tempus und Aspekt. In Richard Baum, Klaus Böckle, Franz J. Hausmann, Franz Lebsanft (Hrsg.): Lingua et Traditio. Festschrift für Hans Helmut Christmann zum 65. Geburtstag. Narr, Tübingen 1994, ISBN 3-8233-4137-5, S. 409–422
  283. Der Ereignispunkt E, also die Situierung des Ereignisses auf der Zeitachse, ist unbedeutend;
  284. Olaf Krause: Zu Bedeutung und Funktion der Kategorien des Verbalaspekts im Sprachvergleich. germanistik.uni-hannover.de, S. 1–31.
  285. Perífrasis verbales – Einführung Spanische Fernández López: Das aspektuelle System des Spanischen – perífrasis verbales – Der Aspekt der Handlung
  286. Zeitadverbien „seit“ und „vor“ im Spanischen. Mit kleinen Fehlern
  287. desde Ungefähre Bedeutung: Beschreibt einen zahlenmäßig nicht genau bestimmbare Zeitspanne.
  288. desde hace Ungefähre Bedeutung: Beschreibt zahlenmäßig genau bestimmbare Zeitspannen
  289. Zeitangabe mit vor, seit, ab, schon, her – Complementos adverbiales temporales con vor, seit, schon, her. Justo Fernández López, Hispanoteca
  290. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 215.
  291. Debbie Rusch, Marcela Dominguez, Lucia Caycedo Garner: Imágenes, Enhanced Edition. Garner Cengage, Independence, KY 2011, ISBN 978-1-111-35650-7, S. 208.
  292. Pretérito indefinido (Gramática, 1931) auch als Pretérito perfecto simple (Esbozo, 1973), Pretérito absoluto auch historisches Perfekt
  293. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple dem französischen Passé simple und dem italienischen Passato remoto. Im Englischen entspricht es annähernd dem Simple Past.
  294. Georg Bossong: Die romanischen Sprachen: eine vergleichende Einführung. Niemeyer Studienbuch, Buske Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-87548-518-9, S. 93.
  295. Walter Breu: Probleme der Interaktion von Lexik und Aspekt (ILA). Band 412 Linguistische Arbeiten, Walter de Gruyter, 2000, ISBN 3-11-092480-3, S. 56 f.
  296. Aspekt – Aspecto, (Recop.) Justo Fernández López, Hispanoteca
  297. Justo Fernández López: Die narrativen Zeiten im Spanischen. hispanoteca.eu (PDF 70,64 KB)
  298. Yolanda Mateos Ortega: Grammatik Spanisch kurz & bündig. PONS, Ernst Klett, Stuttgart 2005, ISBN 3-12-560883-X, S. 45 f.
  299. Karl Marquard Sauer; Fernando de Arteaga y Pereira: Spanish Conversation-Grammar. Julius Groos Schoenhof Book Company, Heidelberg / Boston 1904, S. 99.
  300. Wird gebildet mit dem Pretérito indefinido (Gramática, 1931) auch als Pretérito perfecto simple (Esbozo, 1973) des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt.
  301. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das spanische Pretérito anterior dem französischen Passé antérieur und dem italienischen Trapassato remoto.
  302. Die Formen von haber lauten: hube; hubiste; hubo; hubimos; hubisteis; hubieron.
  303. auch Pasado anterior
  304. Wird gebildet mit dem Pretérito imperfecto des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt. Die Formen von haber lauten: había; habías; había; habíamos; habíais; habían
  305. In einem Vergleich mit anderen romanischen Sprachen entspricht das spanische Pretérito pluscuamperfecto dem französischen Plus-que-parfait und dem italienischen Trapassato prossimo. Im Englischen entspricht es dem Past Perfect Simple.
  306. auch als futuro inmediato y seguro oder auch als analytisches Futur bezeichnet.
  307. auch als Futuro imperfecto (Gramática, 1931) bezeichnet
  308. auch Futuro anterior
  309. Wird gebildet mit dem Futuro simple des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt. Die Formen von haber lauten: habré; habrás; habrá; habremos; habréis; habrán.
  310. Ángeles Carrasco Gutiérrez: Reichenbach y los tiempos verbales del español. Dicenda. Cuadernos de Filología Hispánica 12, 69–86 (1994)
  311. auch Pasado posterior.
  312. auch als Potencial simple o imperfecto (Gramática, 1931) bezeichnet
  313. auch als Potencial compuesto o perfecto (Gramática, 1931) bezeichnet
  314. Peter Schifko: Subjonctif und subjuntivo. Zum Gebrauch des Konjunktivs im Französischen und Spanischen. W. Braumüller, Wien / Stuttgart 1967, S. 36–38.
  315. Maria Bachler: Neue Überlegungen zur Modus-Problematik im Spanischen im Hinblick auf die Bestimmung des Grundwerts des subjuntivo. Dissertationsschrift, Wien (2010)
  316. José Plácido Ruiz Campillo: El valor central del subjuntivo: ¿Informatividad o declaratividad? marcoELE. revista de didáctica ELE, ISSN 1885-2211, núm. 7, 2008
  317. María Luz Cámara Hernando: Langenscheidt Standardgrammatik Spanisch. Langenscheidt Publishing Group, 2010, ISBN 978-3-468-34931-7, S. 183.
  318. Gesina Volkmann: Zusammenfassung der Dissertation zum Thema: Epistemische Relativierung im Spanischen. Redewiedergabe, Modalität und Evidentialität als Typen der Relativierung auf ein Fremdes oder das eigene Bewußtsein. Dissertationsschrift, Universität Potsdam, 12. Dezember 2002
  319. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 154–157.
  320. Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/Zürich/New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 237.
  321. Patricia Fernández Martín: Análisis de la construcción ser/estar + participio en diversos documentos del archivo municipal de Alcalá de Henares (Siglos XIII - XVII). Masterarbeit, Madrid 2008, S. 4–32
  322. Werner Abraham: Überlegungen zum Passiv im Deutschen und anderen Sprachen, “Argumenthypothese” und „Aspekthypothese.“ Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft, Sprachtypologie und Universalienforschung, Berlin 2000, S. 1–35.
  323. Passiv, Pasiva (Recop.) Justo Fernández López
  324. Lernhilfe „Zu-st-andspassiv, pasiva con e-st-ar
  325. Jimena Ruiz: Spanische Grammatik für Dummies. Wiley, Weinheim 2015, ISBN 978-3-527-71116-1, S. 185
  326. Im Deutschen auch „werden-Passiv“; so Passiv Präsens: werden + Partizip II; Passiv Präteritum: wurden + Partizip II; Passiv Perfekt: sein + Partizip II + worden; Passiv Plusquamperfekt: waren + Partizip II + worden; Passiv Futur I: werden + Partizip II + werden; Passiv Futur II: werden + Partizip II + worden sein;
  327. Karl-Ernst Sommerfeldt, Günter Starke, Dieter Nerius (Hrsg.): Einführung in die Grammatik und Orthographie der deutschen Gegenwartssprache. Bibliographisches Institut, Leipzig 1981, S. 85 f.
  328. Vorgangspassiv - Verwendung und Restriktionen. hispanoteca.de
  329. curso de español. Kapitel 8: ser und estar , Gerundio, Passiv und das deutsche man
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  333. Passiv Konjugation des deutschen Verbs „bestrahlen“. verbformen.de
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  335. Margarita Görrissen: Praxis-Grammatik. Spanisch. Pons, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-12-561954-8, S. 240.
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  344. Bei der deontischen Modalität legt eine äußere, vom Sprecher wirkende autoritative Instanz (Personen, ein Kodex, ethische Normen usw.) die Möglichkeit oder Notwendigkeit einer Handlung fest.
  345. Die epistemische Modalität bezieht sich auf die subjektive Bewertung der Proposition durch den Sprecher.
  346. Gesina Volkmann: Weltsicht und Sprache. Epistemische Relativierung am Beispiel des Spanischen. Narr Francke Attempto, Tübingen 2005, ISBN 3-8233-6101-5, S. 66
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  350. Irene Doval Reixa: Die Ausdrucksmittel der Modalität im Deutschen und Spanischen aus kontrastiver Sicht. Moenia, 5 (1999), S. 397–412
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  354. Josef Hamacher: Zur Übersetzung der deutschen Modalverben ins Spanische. Lebende Sprache 24 (1979), S. 32–34.
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  356. Richard Groß: Zur Übersetzung der deutschen Modalverben ins Spanische und Katalanische dargestellt am Beispiel "sollen". In: Peter Cichon, Anke Gladischefski, Karl Ille, Georg Kremnitz, Jacques Souy, Robert Tanzmeister (Hrsg.): THEMA Sprachenpolitik in der Romania. QUOVADIS ROMANIA? Zeitschrift für eine aktuelle Romanistik, Wien, Nummer 10/1997, ISSN 1022-3169, S. 89–109
  357. Roberto Ibañez: Negation im Spanischen. Bd. 5, Structura Schriftenreihe zur Linguistik, Wilhelm Fink Verlag, München 1972, S. 10.
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  360. M. Domínguez; B. Lübke; Almudena Mallo: Deutsch im spanischen Kontext. Federación de Asociaciones de Germanistas y Profesores de Alemán en España. Congreso Universidad Santiago de Compostela, Santiago de Compostela 2004, ISBN 84-9750-367-8, S. 25.
  361. Corinna May: Die deutschen Modalpartikeln: Wie übersetzt man sie (dargestellt am Beispiel von eigentlich, denn und überhaupt), wie lehrt man sie? Sammler Editionen, Peter Lang, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-631-36570-5.
  362. Katja Brenner: Spanische Modalpartikeln – Funktionsweise und Übersetzungsproblematik dargestellt am Beispiel von sí und sí que. Reihe: Bonner romanistische Arbeiten – Band 111 (2014), Peter Lang, Frankfurt am Main/ Berlin/ Bern/ Bruxelles/ New York/ Oxford/ Wien 2014, ISBN 978-3-631-65406-4.
  363. Jan Dahlke: Eine Beschreibung der Modalpartikel "aber" und ihren spanischen Entsprechungen. Grin Verlag, München 2003, ISBN 978-3-640-08573-6.
  364. Hang Ferrer Mora: Auf der Suche nach spanischen Modalpartikeln: pero und pues als pragmatische Konnektoren. Stand der kontrastiven Partikelforschung Deutsch-Spanisch. In: Revista de Filología Alemana. 2000, 8, S. 253–271, ISSN 1131-0406
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  366. Georg Bossong: Diachronie und Pragmatik der spanischen Wortstellung. In: Zeitschrift f. romanische Philologie. 100 (1984) S. 92–111.
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  368. archive.orgElise Richter: Zur Entwicklung der romanischen Wortstellung aus der lateinischen. Max Niemeyer Verlag, Halle (Saale) 1903.
  369. Man kann die Inversion wie folgt beschreiben: das Subjekt folgt der finiten Verbform in Fragesätzen, nach vorangestellten Adverbialen, Objekt-Nominalphrasen und Nebensätzen.
  370. Georg A. Kaiser: Verbstellung und Verbstellungswandel in den romanischen Sprachen. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2012, ISBN 978-3-484-30465-9.
  371. Spanische Satzbau – El orden de las palabras. Hispanoteca.eu