Spanische Grammatik

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Die spanische Grammatik ist dadurch gekennzeichnet, dass Spanisch eine relativ flektierende Sprache ist, mit zwei grammatischen Geschlechtern und über 50 konjugierten Formen pro Verb, aber einer eingeschränkten Flexion von Substantiven, Adjektiven und Determinativen.

Die Wortstellung ist im Spanischen normalerweise Subjekt-Verb-Objekt, auch wenn Variationen häufig sind. Adjektive werden für gewöhnlich dem Substantiv, auf das sie sich beziehen, nachgestellt. Es ist eine Pro-Drop-Sprache[1] d. h. Pronomen können weggelassen werden, wenn sie für das Verständnis nicht unbedingt notwendig sind.[2][3] Für das spanische Substantiv gilt lediglich eine Anpassung an Genus und Numerus. Es gibt keine Kasusendungen wie im Deutschen.

Die Wortbetonung in der spanischen Sprache, der Wortakzent, erfolgt regelhaft auf der letzten oder vorletzten Silbe. In allen davon abweichenden Fällen wird die Betonung durch einen Akzentstrich (Akut) angezeigt, der über dem Vokal der betonten Silbe steht.[4]

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines[Bearbeiten]

Hauptartikel: Spanische Sprache

Die spanische oder kastilische Sprache (Eigenbezeichnung español [espaˈɲol] bzw. castellano [kasteˈʎano]) gehört zum romanischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Außerhalb Spaniens ist sie die häufigste Muttersprache auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Sie ist Amtssprache zahlreicher internationaler Organisationen.

Geschrieben wird Spanisch mit lateinischen Buchstaben. Im modernen Spanisch werden der Akut-Akzent für Vokale sowie die beiden Zeichen ñ und ü verwendet. (In älteren Wörterbüchern finden sich auch das ch und ll noch als eigenständige Buchstaben.) Man kann das Spanische einteilen in die Zeit des Altspanischen (ca. 1200 bis ca. 1450), des Mittelspanischen (ca. 1450 bis 1650) und des Neuspanischen (seit ca. 1650). Hier wird die Grammatik des Neuspanischen behandelt mit Schwerpunkt auf der Gegenwartssprache.

Im Jahre 1492 erschien die Gramática de la lengua castellana („Grammatik der kastilischen Sprache“) von Antonio de Nebrija. Sie war die erste gedruckte Grammatik einer romanischen und nichtklassischen Sprache. [5] Die Real Academia Española ist seit dem Jahr 1713 die maßgebliche Institution für die Pflege der spanischen Sprache. Regelmäßig erscheinen unter dem Dach ihres Hauses Wörterbücher, Grammatiken und orthographische Wörterbücher. Ihre Vorgaben sind im Schulunterricht und Behördengebrauch Spaniens und der Spanisch sprechenden Länder Amerikas verbindlich.[6] Im Jahre 1771 wurde die erste Grammatik der Akademie veröffentlicht.

Beispiel der Konstruktion eines Wortes. Aus einem lexikalischen Morphem[7] "gat-" für dt. „Katz-“ und dem grammatischen Morphem (flexives Morphem oder Flexion) entstehen neue Wörter; dt. der Kater, die Katze, die Kater, die Katzen und Katzen.

Substantiv[Bearbeiten]

Das lateinische Neutrum war durch Entwicklungen der Laute im Sprech- oder Vulgärlatein meist nur noch im Nominativ und Akkusativ Plural vom Maskulinum zu unterscheiden (vgl. n. nova, m. novi die Neuen) und so verschwand es bzw. ging ins Maskulinum über.

Dennoch finden sich auch im Spanischen noch Reste eines Neutrums. Abstrakte Substantivierungen von Adjektiven flektieren zwar wie Maskulina, verlangen jedoch an Stelle des maskulinen Artikels el den neutralen Artikel lo:

  • lo bueno das Gute.

Dennoch gilt:

  • Substantive sind entweder männlich oder weiblich.
    • -o bedeutet nicht immer männlich, -a nicht immer weiblich. Einige Wörter auf -ma griechischen Ursprungs sind männlich, z. B: un problema ein Problem, el idioma die Sprache; „mano“ ist weiblich: la mano derecha die rechte Hand.
  • Der Plural wird bei Substantiven, die auf einen Vokal enden, durch Anhängen von s gebildet: casa Haus, casas Häuser; coche Auto, coches Autos; libro Buch, libros Bücher. Bei Substantiven, die auf einen Konsonanten enden, durch Anhängen von -es: mujer Frau, mujeres Frauen; árbol Baum, árboles Bäume; ciudad Stadt, ciudades Städte. Ausgehendes -y gilt für die Pluralbildung als Konsonant: rey König, reyes Könige.
    • Bei Substantiven auf -z endet die Pluralform auf -ces: luz Licht, luces Lichter.
    • Bei Substantiven auf -n ist häufig Akzentsetzung oder (viel häufiger) Akzentwegfall notwendig: orden Befehl, órdenes Befehle; canción Lied, canciones Lieder.

Der Kasus[Bearbeiten]

Allgemein betrachtet zeigt sich im Verlust des morphologisch markierten Kasus eines der grundlegenden typologischen Merkmale, die die romanischen Sprachen vom Lateinischen unterschieden.[8][9] Schon zur Zeit des klassischen Lateins setzte eine Entwicklung ein, die sich darin zeigte, dass die Kasus durch eine Präposition ersetzt wurden. Als Beispiel soll dies an den Kasus Genitiv und Dativ dargestellt werden:

klassisches Latein Vulgärlatein Italienisch Spanisch
Genitiv filius regis – der Sohn des Königs filius de rege „de“ il figlio del re el hijo del rey
Dativ da librum patri – gib das Buch dem Vater da librum ad patrem „ad“ da il libro al padre da el libro al padre

Eine Entwicklung, die für alle romanischen Sprachen mehr oder weniger einheitlich verlief. Unterstellt man der gesprochenen Umgangssprache, dem Vulgärlatein, eine „Nutzenmaxime“ (d. h. sprich, so dass das kommunikative Ziel am besten erreicht wird), eine „Kostenmaxime“ (d. h. sprich so, dass du mit möglichst geringem sprachlichen Aufwand redest) und eine grammatische „Ökonomiemaxime“ (d. h. sprich so, dass du, soweit möglich, stärkere markierte grammatische Erscheinungen vermeidest), so ergaben sich für die Kasusendungen des Genitivs und Dativs, dass sie nicht mehr benötigt wurden. Man sprach sie bald nicht mehr und schließlich wurden sie überwiegend auch nicht mehr geschrieben. Eine ähnliche Entwicklung zeigten die Kasus des Nominativs (Subjekt) und Akkusativs, die nun nicht mehr nach ihren Endungen, sondern durch ihre Stellung vor bzw. nach dem Prädikat unterschieden wurden. Dadurch entfiel die Notwendigkeit, die Kasusendungen überhaupt zu nutzen. Aber in dem Vorteil einer „Vereinfachung“ kam als semantisch konsequente Folge der Nachteil zum Vorschein, das durch den Wegfall der Kasusendungen eine freiere Wortstellung, wie im Lateinischen möglich, nunmehr verloren ging. Die Wörter im Satz waren nicht mehr (weitgehend) beliebig platzierbar.[10]

Durch den Wegfall der Kasusendungen (analytische Lösung) – er setzte schon mit dem „Vulgärlatein“ ein – stand die für die lateinische Sprache typische freie Wortanordnung (synthetische Lösung) zur Disposition.[11] Reste des aus dem Lateinischen stammenden morphologischen Kasus finden sich bei den Personalpronomina. Der grammatische Kasus ist nicht morphologisch und nur noch pronominal, ansonsten vollzieht sich etwa die Nominativ–Akkusativ-Unterscheidung durch die Wortstellung und eine differenzielle Objektmarkierung.[12]

Das Spanische hat keine Kasusendungen, so dass das morphologische Kasussystem weitgehend verschwunden und teilweise durch Präpositionensysteme ersetzt worden ist. Die Präpositionen weisen den Nomen ihren Kasus zu, somit erhält das spanische Substantiv seine grammatische Funktion im Satz nicht durch eine Markierung am Wortstamm, sondern durch Verhältniswörter und durch die Stellung im Satz. In der deutschen Umgangssprache gibt es eine ähnliche Bildung, wie sie im Spanischen allgemeines Prinzip ist. Der deutsche Satz „Das ist das Haus von meinem Onkel“ (eigentlich stünde hier der Genitiv „Das ist das Haus meines Onkels“) stellt eine Beziehung zwischen dem „Haus“ und „meinem Onkel“ nicht mehr über eine Deklination her, vielmehr wird dies über eine Präposition erreicht. Während sprachgeschichtlich beispielsweise im Lateinischen die Präpositionen ad für „hin, hinzu“ sowie für „von und herab“ einen konkreten, ortsbezogenen Sinn hatten, erfüllen die spanischen Präpositionen, im Verlaufe des Sprachwandels verändert, deutlich abstraktere Aufgaben in der Darstellung grammatischer Relationen, wie sie im Lateinischen etwa durch die Kasus Genitiv und Dativ erfüllt worden waren.

  • Nominativ und Akkusativ (direktes Objekt; der Kasus „der Bewegung und des zielgerichteten, dynamischen Geschehens“) sind gleich; aber bei Personen oder Tieren im Akkusativ (präpositionaler Akkusativ) wird die Präposition a vorangestellt. Beim Artikel el wird die Präposition zu al. – Beispiele: Compra una mesa Er kauft einen Tisch. Llama a los amigos Sie ruft die Freunde. Llama al amigo. Sie ruft den Freund.
  • Genitiv (possessives Objekt) und Dativ (indirektes Objekt; „der Kasus des statischen Zustands oder der Lagebezeichnung, des Besitzers und des Empfängers“).[13] Der Genitiv wird mit der Präposition de gebildet, die zusammengezogenen Formen lauten del. Für den Dativ gilt bei Personen ebenfalls die Präposition a. Nach einer Präposition im Satz steht der Akkusativ ohne a. – Beispiele: Es el regalo de Florentina Das ist das Geschenk Florentinas. Florentina contesta a un amigo Florentina antwortet einem Freund. En la discoteca hablo con él In der Disco spreche ich mit ihm.

Während das indirekte Objekt (in der Kasusterminologie Dativ) mit der Präposition „a“ eingeleitet wird, kann ein solches Vorgehen in bestimmten Fällen auch für das direkte Objekt (in der Kasusterminologie Akkusativ) gelten. Beispiel:

  • Juana compra puritos al marido Juana kauft ihrem Mann Zigarillos (indirektes Objekt, Dativ).
  • Juana espera a Carlos Juana wartet auf Carlos (direktes Objekt, Akkusativ).

oder pronominalisiert

  • Juana lo espera (a Carlos) Juana wartet auf ihn (auf Carlos).

Zwei Regeln lassen sich für die Anwendung des mit „a“ markierten direkten Objekts formulieren:

  • Wenn das direkte Objekt eine Person oder eine personifizierte Entität in eindeutiger und bestimmter Weise bezeichnet, wird man die Präposition „a“ voranstellen;
  • besteht ein Sachbezug, kann man das direkte Objekt zum Zweck der syntaktischen Eindeutigkeit oder Hervorhebung mit einer vorangestellten Präposition „a“ markieren

Beispiele:

  • Busco un gato Ich suche eine Katze.
  • Busco a mi gato Ich suche meine Katze.

Ein weiteres Beispiel:

So lautet der deutsche Satz: Die Mutter kauft der Tochter ihrer Freundin ein Auto.

Die Mutter kauft der Tochter ihrer Freundin ein Auto.“

Die Mutter das Subjekt (im Nominativ), der Tochter das Dativ-Objekt (= Ergänzung im Dativ), ihrer Freundin das Genitiv-Attribut (= Ergänzung im Genitiv) und ein Auto das Akkusativ-Objekt (= Ergänzung im Akkusativ)

Im Spanischen: La madre compra un coche a la hija de su amiga.

La madre un coche a la hija de su amiga compra.“

La madre das Subjekt (im Nominativ), un coche das direkte Objekt (Akkusativ) (= Ergänzung im Akkusativ) a la hija das indirekte Objekt (Dativ) Objekt (= Ergänzung im Dativ), de su amiga das Genitiv-Attribut (= Ergänzung im Genitiv)

In pronominalisierter Form: La madre se lo compra Die Mutter kauft ihr es.

La madre se lo compra .“

La madre das Subjekt (im Nominativ), se das indirekte Objekt (Dativ) Objekt (= Ergänzung im Dativ), lo das direkte Objekt (Akkusativ) (= Ergänzung im Akkusativ) compra.

Diminutiv- und Augmentativformen[Bearbeiten]

Es gibt im Spanischen verhältnismäßig viele Diminutiv- und Augmentativsuffixe, um eine Verniedlichung bzw. Vergrößerung auszudrücken.

  • Zu den Diminutivsuffixen zählen zum Beispiel: -(c)ico/-(c)ica, -(c)illo/-(c)illa, -(c)ín/-(c)ina, -(c)ito/-(c)ita. – Beispiel: pobrecito armes Kerlchen.
  • Zu den Augmentativsuffixen zählen: -azo/-aza, -ón/-ona, -ote/-ota. Beispiel: jamonazo Riesen-Schinken

Rechtsköpfigkeit[Bearbeiten]

Anhand der Substantive lässt sich für das Spanische speziell und allgemein für die romanischen Sprachen die dort vorherrschende syntaktische Rechtsköpfigkeit aufzeigen. Diese sollte man nicht verwechseln mit der für die romanischen Sprachen typischen Linksköpfigkeit der Verbalphrase; etwa comer una pera im Spanischen (im Deutschen rechtsköpfig: eine Birne essen).

Für die Substantive in der deutschen Sprache einige korrespondierende spanische Begriffe:

syntaktische Rechtsköpfigkeit morphologische Rechtsköpfigkeit
ama de casa Hausfrau
mesa para ordenador Computertisch
efecto inmediato Sofortwirkung
edificio alto Hochhaus
red de pescar Fischernetz

Adjektiv[Bearbeiten]

Adjektive sind bestimmt durch das Geschlecht (Genus) und die Zahl (Numerus) der Substantive, auf die sie sich beziehen. Diese Übereinstimmung nennt man im Spanischen concordancia. Da es im Spanischen kein Substantiv im Neutrum gibt – rudimentär findet sich das Neutrum bei den Personalpronomen –, gilt dies auch für Adjektive, sowohl für die attributiv gebrauchten (Beispiel: una casa roja ein rotes Haus) wie für die Adjektive, die prädikativ gebraucht werden (bei diesen steht ein Verb wie estar, ser, queder, resultar, creer, considerar, llevar oder parecer). Dieses zum Satzglied gewordene Adjektiv steht nach dem Verb (Beispiel: El río es inmenso Der Fluss ist riesengroß).

Zum Verständnis des spanischen Adjektivs ist es wichtig zu wissen, dass in der spanischen Grammatik die Verwendung eines Adjektivs in Verbindung mit einem Kopulaverb als attributive Verwendung und nicht wie in der deutschen Grammatiktheorie als prädikativ angesehen wird.

Es sind fünf syntaktische Funktionen bekannt:

  1. adyacente (Begleiter) eines Substantivs. – Beispiel: buen libro grande gutes, großes Buch.
  2. atributo (Attribut) eines Substantivs durch ein Kopulaverb. – Beispiel: Pedro es, está o parece sano Pedro ist/scheint gesund.
  3. complemento predicativo (prädikative Ergänzung). – Beispiel: La mujer llegó cansada Die Frau kam müde an.
  4. núcleo (Kern) eines sintagma adjetivo (adjektivischen Syntagmas). – Beispiel: muy próximo al barrio sehr nahe am Viertel.
  5. núcleo eines sintagma preposicional (propositionalen Syntagmas). – Beispiel: Lo acusaron por tonto Sie erklärten ihn für dumm.

In der deutschen Grammatiktheorie wird hingegen die Verwendung eines Adjektivs mit einem Kopulaverb als prädikativ eingestuft.

Beispiele[14] (siehe auch oben):

  • der schöne Tag (attributive Verwendung)
  • Der Tag ist schön. (prädikative Verwendung)
  • Er singt schön. (adverbiale Umstandsbestimmung)

Für die Stellung des Adjektivs (Voranstellung oder Nachstellung) gibt es keine allgemeingültigen Regeln.[15] Dennoch kann die Stellung eine zusätzliche Aussage generieren. Das vorangestellte Adjektiv gibt häufig dem subjektiven Gefühl Ausdruck, das nachgestellte Adjektiv hingegen verleiht dem näher zu charakterisierenden Substantiv eine objektive, wörtliche Bedeutung.[16] Damit resultieren unterschiedliche Bedeutungen. – Beispiele:

  • Voranstellung: una extraña mujer eine seltsame Frau.
  • Nachstellung: una mujer extraña eine fremde Frau.

Adjektive sind entweder zweiendig oder einendig.

    • Bei den zweiendigen endet die weibliche Form auf -a. Dazu gehören die sehr vielen Adjektive mit der männlichen Form auf -o. – Beispiel: rojo / roja rot.
      • Zweiendig sind einige Nationalitätsadjektive. – Beispiele: español / española spanisch, alemán / alemana deutsch, francés / francesa französisch.
    • Die meisten einendigen Adjektive enden auf -e oder Konsonant. – Beispiele: verde grün, azul blau, feliz glücklich, joven jung.
  • Der Plural wird entsprechend den Regeln für Substantive gebildet: rojos / rojas, españoles / españolas, alemanes / alemanas, franceses / francesas, verdes, azules, felices, jóvenes.
  • Das Adjektiv steht hinter dem Substantiv, das es näher beschreibt. – Beispiel: De pronto vimos una casa roja Plötzlich sahen wir ein rotes Haus.
    • Ein Adjektiv, das eher bewertend benutzt wird, steht meistens vor dem Substantiv. – Beispiel: la blanca arena de Cancún Cancúns weißer Sand.
    • Einige Adjektive stehen vor dem Substantiv rein konventionell. – Beispiele: los altos precios die hohen Preise, una pequeña duda ein kleiner Zweifel.
    • Pronomen und Ordinalzahlen stehen in der Regel vor dem Substantiv: mucha gente viele Leute, segundo tiempo zweite Halbzeit.
  • Bei der männlichen Form im Singular von vorangestelltem bueno und malo entfällt das ausgehende -o: buen hombre guter Mann, mal día schlechter Tag. Das trifft auch für die Ordinalzahlen primero und tercero zu: primer tiempo erste Halbzeit, tercer gol drittes Tor. Ebenso für die Indefinitpronomen alguno und ninguno: algún problema irgendein Problem, ningún móvil kein Handy.
    • Bei Voranstellung im Singular wird grande um die letzte Silbe, cualquiera um das ausgehende -a verkürzt: un gran hombre ein großer Mann, una gran mujer eine große Frau, cualquier hombre jeder Mann, cualquier mujer jede Frau.
  • Komparation. Anders als im Lateinischen werden die Gradunterschiede der Adjektive nicht durch morphologische Abwandlungen erreicht, sondern durch lexikalische Mittel, das Voranstellen sogenannter Steigerungspartikel, etwa fuerte, más fuerte, el más fuerte. Gleichen Grad der Eigenschaft drückt man aus mit tan … como: una bici tan cara como ésta ein so teures Rad wie dieses. Der höhere Grad wird ausgedrückt mit más … que: una bici más cara que ésta ein teureres Rad als dieses. Zum Ausdruck des höchsten Grades setzt man den bestimmten Artikel vor den Komparativ: la bici más cara [de todas] das teuerste Rad [von allen].
    • Einige Adjektive verfügen über Sonderformen der Komparation, die teilweise mit der Steigerungspartikel más + Adjektiv koexistieren: bueno/mejor, malo/peor, pequeño/menor, grande/mayor. Beispiele: un mal menor, ein kleineres Übel, un país mayor que España, ein größeres Land als Spanien; la mejor bici, das beste Fahrrad, las peores noticias, die schlimmsten Nachrichten.
    • Der durch den Superlativ ausgedrückte Elativ wird in der Regel mit der Steigerungspartikel muy + Adjektiv gebildet: estas bicis son muy caras diese Fahrräder sind sehr teuer. Das Suffix -ísimo bedeutet Ähnliches: unas bicis carísimas sündhaft teure Fahrräder. Noch vorhandene selbstständige Formen des Elativs sind u. a.: pésimo (von malo) etwa allerschlechtest, paupérrimo (von pobre) etwa bettelarm, óptimo (von bueno) etwa optimal.
  • Kongruenz: Das Adjektiv stimmt immer in Zahl und Geschlecht mit dem Substantiv oder Pronomen überein, auf das es sich bezieht. – Beispiele: unas bicis caras teure Fahrräder; las bicis eran caras die Fahrräder waren teuer; „Nosotras estábamos muy nerviosas“, dijeron las señoras „Wir waren sehr nervös“, sagten die Damen.

Die spanischen Partizipien, participios, sind funktionell als Adjektive einsetzbar und vermögen Substantive näher zu beschreiben. Werden Partizipien dergestalt verwendet, muss man sich allerdings nach der Anzahl und dem Geschlecht des Substantivs bzw. Objekts oder Subjekts richten. Die Partizipien müssen also in Numerus und Genus kongruent, concordancia gramatical, sein und so die entsprechenden Partizipformen bilden.

Adverb[Bearbeiten]

Adverbien gehören zu der Gruppe der nicht flektierbaren Wörter und bleiben somit in allen Sätzen oder Stellungen unveränderbar. Sie geben an, wann, wie, wo oder unter welchen Umständen eine Handlung, ein Ereignis oder eine Tätigkeit geschieht.

Im Spanischen unterscheidet man ursprüngliche Adverbien, adverbios originarios, wie bien, aquí, allí, von abgeleiteten Adverbien, adverbios derivados, wie etwa rápidamente, decentemente oder intensamente. Adverbien werden in fast allen Fällen durch das Suffix  -mente gebildet, das an die weibliche Form des Adjektivs angehängt wird.

Ursprünglich kannte die lateinische Sprache spezielle Endungen zu der Ableitung von Adverbien aus den Adjektiven, so „-e“ für die Adjektive der „o“- bzw. „a“-Deklination, „-iter“ für die „i“- und konsonantische Deklination. Diese Bildungsmöglichkeiten gingen in den romanischen Sprachen verloren.[17]

Sprachgeschichtlich gesehen handelt es sich bei den Adverbien, die auf  -mente enden, um zusammengesetzte Wörter, wie sie im Lateinischen als Syntagmen in der Gestalt eines femininen Adjektivs und des Ablativs „mente“ des femininen Substantivs „mens“ (lateinisch Geist, Esprit) gebildet wurden, so zum Beispiel „sana mente“.

Daneben findet man einige Adverbien, adverbios adjetivales, die gleich lauten wie die maskuline Form der Adjektive, es sind also adverbale Adjektive. Solche adverbial gebrauchten Adjektive bleiben aber im Gegensatz zu den eigentlichen Adjektiven unveränderlich, sie stimmen also nicht mit einem Substantiv überein und weisen immer die Endung masculino singular auf, das bedeutet, sie enden auf die Konsonanten „o“ und „e“. Adverbale Adjektive können dabei subjektbezogen sein, so das Beispiel Los hombres duermen tranquilos Die Männer schlafen ruhig; oder aber auch objektbezogen wie im Beispiel La mataron dormida Sie töteten sie, als sie schlief.[18]

Nach ihrer semantischen Funktion oder ihren Aufgaben im Sinnzusammenhang des Satzes lassen sich die Adverbien in Klassen, clases de adverbios, zusammenfassen:

  • Adverbien des Ortes, adverbios de lugar: aquí, allí, ahí, allá, acá, arriba, abajo, cerca, lejos, delante, detrás, encima, debajo, enfrente, atrás, alrededor.
  • Adverbien der Zeit, adverbios de tiempo: antes, después, luego, pronto, tarde, temprano, todavía, aún, ya, ayer, hoy, mañana, siempre, nunca, jamás, próximamente, prontamente, anoche, enseguida, ahora, mientras, anteriormente.
  • Adverbien der Art und Weise, adverbios de modo: bien, mal, regular, despacio, deprisa, así, tal, como, aprisa, adrede, peor, mejor, fielmente, estupendamente, fácilmente, negativamente, responsablemente und alle Formen mit -mente.
  • Gradadverbien,[19] adverbios de cantidad o grado: muy, poco, mucho, bastante, más, menos, algo, demasiado, casi, solo, solamente, tan, tanto, todo, nada, aproximadamente.
  • Adverbien, die die Funktion von Modalverben übernehmen:
    • Affirmationsadverbien, adverbios de afirmación: sí, también, cierto, ciertamente, efectivamente, claro, exacto, obvio, verdaderamente, seguramente, asimismo etc.
    • Adverbien der Negation, adverbios de negación: no, jamás, nunca, tampoco.
    • Adverbien des Zweifels, adverbios de duda o dubitativos: quizá(s), acaso, probablemente, posiblemente, seguramente, tal vez, puede, puede ser, a lo mejor.
  • Interrogativadverbien, adverbios interrogativos/exclamativos y relativos: cuándo, cómo, cuánto y dónde (verwandte Formen sind identisch, werden aber ohne Akzent geschrieben).
  • Verschiedene Adverbien, otros adverbios: solo/solamente, aún, inclusive, además, únicamente, incluso; mismamente, propiamente, precisamente, concretamente; viceversa, contrariamente, siquiera, consecuentemente.[20]

Adverbien können ein Verb oder anderes Adverb, ein Adjektiv, aber auch einen Satz[21] näher beschreiben und sind dabei bezogen auf den Numerus und Genus unveränderlich. Sie regieren die adverbialen Bestimmungen und bestimmen damit die Umstände eines Geschehens.[22] Sie charakterisieren die Art und Weise einer Handlung oder eines Ereignisses genauer.

Die Stellung der Adverbien ist stark vom intendierten Fokus im Satz abhängig. Je weiter am Satzende ein Adverb platziert wird, desto stärker ist es betont. Generell gilt, dass das Adverb in der Regel nach einem Verb, aber vor einem Adjektiv und vor einem anderen Adverb steht.[23] Im Allgemeinen wird das Adverb nicht zwischen das Hilfsverb und das Vollverb gesetzt. Beziehen sich die Adverbien auf ein anderes Adverb oder auch ein Adjektiv, wird es vor dieses andere Adverb oder Adjektiv gesetzt.

Einige Adjektive aber können keine Adverbien bilden oder diese wirken stilistisch schwerfällig. Hier besteht die Möglichkeit der Umschreibung, so etwa mit der Bildung de manera + Adjektiv, Beispiel: de manera precisa präzise, genau. Oder mit de modo + Adjektiv, Beispiel: de modo paciente geduldig. Auch mit der Präposition con + Substantiv können solche Umschreibungen vorgenommen werden, Beispiel: con paciencia mit Geduld.

Adverbien lassen sich im Spanischen steigern. Einen einfachen Superlativ gibt es nicht, hierfür steht dann ein Relativsatz. Möglich sind folgende Steigerungsstufen für Adverbien:

  • positiv mit tan ... como oder igual de ... que genauso ... wie
  • komparativ mit más que mehr als oder menos que weniger als
  • absoluter Superlativ mit dem Suffix -ísimo bzw. bei vorhandener Endung -mente durch das Suffix -ísimamente.

Konjunktion[Bearbeiten]

Hauptartikel: Konjunktion (spanisch)

Das Spanische kennt zwei Klassen von Relatoren oder Relationselementen: die Präposition und die Konjunktoren. Beides sind grammatische flexionslose Beziehungswörter ohne Satzgliedwert. Ihr Unterschied zeigt sich auf syntaktischer Ebene als Relationsglieder (siehe auch Konstituente, Satzglieder) und in ihren semantischen Beziehungen.[24]

Konjunktionen können Wörter, Wortgruppen und im Vergleich zu Präpositionen auch Sätze bzw. Satzteile miteinander verbinden. Sie sind eine Wortart, mit der man Satzglieder oder ganze Sätze, sogenannte Hauptsätze und Nebensätze, logisch und grammatisch miteinander verbinden kann.[25] Deshalb heißen sie im Deutschen auch Bindewörter und im Spanischen conjunciones.[26]

Die spanischen Konjunktionen lassen sich in drei Wortgruppen einteilen:

  • Einzelwort-Konjunktionen; das sind die koordinierenden Konjunktionen, die dazu dienen, gleichrangige Sätze oder Satzteile miteinander zu verbinden: y und, o oder, pero aber, aunque obwohl
  • zusammengesetzte Konjunktionen; möglich sind Adverbien + que; Präpositionen + que; Präpositionen + Substantiv + que[27]
  • Adverbien[28]

Subordinierende Konjunktionen nutzt man, um Haupt- und Nebensätze miteinander zu verbinden. Hierzu zählen die temporalen Konjunktionen: hasta que bis, en cuanto sobald, después de que nachdem; die konditionalen Konjunktionen: como als, como si als ob, en caso de que falls; kausale Konjunktionen: porque weil, pues weil; finale Konjunktionen: para que damit; und die konsekutiven Konjunktionen: por eso deshalb, de manera que so, dass.

Werden zwei Hauptsätze durch Konjunktionen miteinander verbunden, ist zu beachten, dass im Spanischen die Verben, die Satzstellung sowie die Zeitenfolge der beiden sich verbindenden Sätze unverändert bleiben, als wären sie zwei unabhängige Sätze. Zu beachten ist, dass manche Konjunktionen den Indikativ nach sich ziehen, andere den Subjunktiv und einige auch den Infinitiv.

Die nebenordnenden Konjunktionen, die conjunciones coordinantes, platzieren sich im Satz zwischen gleichwertigen Satzelementen, etwa zwischen zwei Adjektiven, zwei Substantiven oder komplexeren Wortanordnungen wie zwei Hauptsätzen. Hingegen koordinieren die subordinierenden oder unterordnenden Konjunktionen, die conjunciones subordinantes, die Verbindung zwischen einem Hauptsatz und einem Nebensatz.

Präposition[Bearbeiten]

Eine Präposition, preposición, oder ein Verhältniswort befindet sich in Verbindung mit den Substantiven, Adjektiven und Adverbien und stellt eine räumliche oder zeitliche Beziehung, eine Verbindung der Art und Weise, der übertragenen Bedeutung oder andere Beziehungen zwischen den Wörtern und Wortgruppen her, aber nicht zu Satzgliedern oder Sätzen. Zugleich schaffen Präpositionen syntaktische Verbindungen oder grammatische Beziehungen zwischen den verbundenen Elementen. Sie gehören mit den Konjunktionen zu den sogenannten Relatoren, damit ist das syntaktische Merkmal, also die Stellung der Präposition im Satz beschrieben.[29]

Präpositionen sind stark polysem.[30] Polyseme Wörter sind mehrdeutig, da man mit ein und derselben Form einer Präposition verschiedene Arten von Relationen darstellen kann.[31]

Man kann im Spanischen nicht jede Präposition mit jedem Wort bzw. jeder Wortgruppe verbinden. Auch verändert eine Präposition manchmal die Bedeutung eines Wortes. Im Spanischen sind es die Präpositionen, die das Verhältnis zu den Objekten regeln, gibt es doch keine Kasusendungen wie im Deutschen.

In der deutschen Sprache legen die Präpositionen den Kasus der nachfolgenden Bezugswörter, der Pronomen und Substantive, fest, mit denen sie zusammen auftreten, so dass man sich im Deutschen merken muss, welche Präposition den Dativ oder Akkusativ nach sich zieht. Eine deutsche Präposition erzwingt einen bestimmten Kasus bei den nachfolgenden Bezugswörtern. Dies entfällt im Spanischen. Präpositionen können im Deutschen mit jedem Kasus außer mit dem Nominativ stehen, denn dieser bestimmt das Subjekt eines Satzes. Die meisten deutschen Präpositionen können nicht mit jedem Kasus stehen, sondern haben immer einen bestimmten Kasus (Präpositionalphrase) für die nachfolgenden Bezugswörter festgelegt.[32]

Die Präposition wird vor dem Substantiv oder einer Nominalphrase platziert. Die Nominalphrase zeichnet sich als Wortgruppe aus, in deren Kern ein Substantiv oder auch ein Pronomen liegt. Zu diesem Kern können als weitere Schicht Artikel oder auch Adjektive aufgelagert werden. Wird nun eine solche Nominalphrase durch eine Präposition eingeleitet, nennt sich das neue System Präpositionalphrase.

Auch in der spanischen Grammatik ist die Unterscheidung zwischen „belebt“ und „unbelebt“ als wichtigste Differenzierung zu sehen. „Belebt“ steht synonym für die Teilung „menschlich (Person)“ versus „nicht menschlich“. Im Spanischen werden die Objekte, die als menschlich oder belebt angesehen werden, also als das Agens des Handlungsverbs (Prädikat) und als Subjekt des Verbs in Frage kämen, mit einer speziellen Objektmarkierung versehen, die sich aus der ursprünglich lateinischen Präposition ad ableitet.[33] Da aber auch indirekte Objekte (Dativ) so markiert werden, sehen diese direkten Objekte (Akkusativ) wie indirekte aus. Folgt aber nach dem Verhältniswort ein Pronomen, gilt dies nicht, sondern es wird ein betontes Personalpronomen benutzt.

Man schätzt die Anzahl der Präpositionen im Spanischen auf etwa achtzehn, wobei die Grenzziehung zu anderen Wortarten, etwa zu den Adverbien, schwierig sein kann.[34]

Für den Akkusativ (direktes Objekt) steht bei Personen die Präposition a. Für den Dativ (indirektes Objekt) steht ebenfalls a oder para und für den Genitiv (possessives Objekt) de. Stehen die Präpositionen a und de in Verbindung mit dem maskulinen Artikel el, so werden sie zu al und del zusammengezogen (Artikelpräposition).

Beispiele: Zunächst mit der Präposition a: Vamos al cine Wir gehen ins Kino. Im Vergleich dazu die feminine Form: Vamos a la playa Wir gehen an den Strand. Nun die Präposition de: Vengo del centro comercial Ich komme vom Einkaufszentrum.

Spanische Präpositionen lassen sich weiter in zwei Kategorien unterteilen:

  • einfache Präpositionen, preposiciones simples, etwa con, sobre, entre, en usw.
  • zusammengesetzte Präpositionen, preposiciones compuestas, so antes de, cerca de, lejo de, encima de, junto a usw.[35]
Präposition preposición Beispiel Verhältnis oder präpositionales Bedeutungsfeld im Deutschen[36][37] Bemerkungen
a Visitó a la tía Antonia por su cumpleaños. – Er besuchte Tante Antonia zu ihrem Geburtstag. lokale Bedeutung „an, zu, nach“; temporale Bedeutung „um“  
ante Dijo ante todos que era cierto. – Er sagte vor allen, dass er sicher war. lokale Bedeutung „vor“; temporale Bedeutung „vor“  
bajo Escondió la carta bajo los libros. – Sie versteckte den Brief unter den Büchern. lokale Bedeutung „unter“  
cabe[38] El banco está cabe la farmacia. – Die Bank befindet sich neben der Apotheke. lokale Bedeutung „neben“ Vom Diccionario de la lengua española de la Real Academia Española als Präposition akzeptiert, obgleich als veraltet ausgewiesen. Steht in der Bedeutungsnähe zu junto a oder cerca de.  
con El café con leche ya estaba frío cuando llegaste. – Der Milchkaffee („Kaffee mit Milch“) war bereits kalt, als du ankamst. modale Bedeutung „mit“ Die wichtigste Präposition zur Darstellung eines Mittels und eines Werkzeuges.  
contra Las olas chocan contra las rocas del espigón. – Die Wellen schlagen gegen die Felsen der Hafenmole. lokale Bedeutung „gegenüber, gegen“  
de Compró un kilo de limones. – Sie kaufte ein Kilo Zitronen. lokale Bedeutung „von, aus“; temporale Bedeutung „in, bei“ Laut Real Academia Española dient die Präposition auch dazu, um ein Datum festzulegen: „23 de enero del 2012“.  
delante de Cruce delante de una antigua iglesia. – Kreuzung vor einer alten Kirche. lokale Bedeutung „vor“  
desde Desde octubre no había vuelto a ver a su padre. – Seit dem Oktober war er nicht mehr zurückgekehrt, um seinen Vater zu sehen. lokale Bedeutung „aus, von … aus, von“; temporale Bedeutung „von … an, seit“  
durante Durante su visita al museo, Juan se maravilló de la belleza de las pinturas exhibidas. – Während seines Museumsbesuches staunte Juan über die Schönheit der ausgestellten Gemälde. temporale Bedeutung „während“  
en Entró en la cárcel por tráfico de drogas. – Er rückte ins Gefängnis ein wegen Drogenbesitzes. lokale Bedeutung „in, an, auf, bei“; temporale Bedeutung „innerhalb von“, Zeitraum; modale Bedeutung „in“  
encima de El libro está encima de la silla. – Das Buch liegt auf dem Stuhl. lokale Bedeutung „auf, oberhalb, über“  
entre Dijo que el secreto debería quedar entre nosotros. – Sie sagte, dass das Geheimnis unter uns bleiben sollte. lokale Bedeutung „zwischen, innerhalb/unter [einer Gruppe Menschen]“  
fuera de Mi tío está fuera de la casa. – Mein Onkel ist außer Haus. lokale Bedeutung „außerhalb“  
hacia Embarcó en el vuelo hacia Cochabamba. – Er ging an Bord des Fluges nach Cochabamba. lokale Bedeutung „zu, auf, nach, gegen“; temporale Bedeutung „etwa um, gegen“  
hasta La fiesta duró hasta las ocho. – Das Fest dauerte bis acht. lokale Bedeutung „bis“; temporale Bedeutung „bis“  
mediante Resolvió el caso mediante pistas encontradas. – Sie löste den Fall mittels gefundener Spuren. modale Bedeutung „mittels, durch“ In den meisten Fällen austauschbar mit der Präposition con.
para Tengo un libro para Juan. – Ich habe ein Buch für Juan. temporale Bedeutung „zu, an“, finale Bedeutung „um zu, für, zu“ Die wichtigste Präposition zur Darstellung von Absicht, Bestimmung und Zweck.  
por Tengo un libro firmado por el autor. – Ich habe ein Buch, das vom Verfasser signiert ist. kausale Bedeutung „wegen, durch, für, aus, von“; temporale Bedeutung „in, um, an“ Die wichtigste Präposition zur Darstellung von Preisen, Tauschobjekten, Verwechslung, Ersatz. Allgemein in Beziehung zu Ursache und Vernunft (retrospektiv).  
según Cocinó la carne según las indicaciones de su abuela. – Sie kochte das Fleisch gemäß den Anweisungen ihrer Großmutter. modale Bedeutung „gemäß, nach, laut“  
sin Llegamos a una calle sin salida. – Wir sind auf eine Straße ohne Ausfahrt gelangt. modale Bedeutung „ohne“ Abgeleitet vom lateinischen „sine“ (deutsch „ohne“).  
so[39] Volvió a su país so pena de ser arrestado. – Er kehrte in sein Land zurück unter der Androhung, verhaftet zu werden. kausale Bedeutung „unter“  
sobre Juan puso la manzana sobre el escritorio. – Juan legte den Apfel auf den Schreibtisch. lokale Bedeutung „auf, über“  
tras Lo enterró en el árbol que se encuentra tras el edificio. – Sie verbarg es im Baum, der sich hinter dem Gebäude befindet. lokale Bedeutung „hinter, nach“; temporale Bedeutung „nach“  
versus El próximo partido es el que enfrenta al equipo de aquí versus el de allí. – Das nächste Spiel ist jenes, das die Mannschaft von hier gegenüber der von dort konfrontiert. modale Bedeutung „gegenüber“  
vía[40] Voló de Texas hasta Australia, vía Londres. – Er flog von Texas nach Australien über London. lokale Bedeutung „via, [auf dem Weg] über“  

Artikel[Bearbeiten]

Bestimmter Artikel[Bearbeiten]

  • Formen
    • maskulin Singular: el. – Beispiel: el coche das Auto
    • feminin Singular: la. – Beispiel: la casa das Haus
    • maskulin Plural: los. – Beispiel: los coches die Autos
    • feminin Plural: las. – Beispiel: las casas die Häuser
  • Der bestimmte Artikel wird nicht dekliniert: en el mundo in der Welt; con los españoles mit den Spaniern.
  • del und al: Die Präpositionen de und a verschmelzen mit el: el coche del jefe das Auto des Chefs; en metro al aeropuerto mit der U-Bahn zum Flughafen.
  • el als femininer Artikel: Vor einem femininen Substantiv, das mit betontem a (oder ha) beginnt, benutzt man el statt la: el agua das Wasser, el haya die Buche.
  • Der Artikel lo wird vor einem Adjektiv, einer Ordinalzahl oder einem Possessivpronomen benutzt, dann entstehen Substantivierungen: lo bueno das Gute, lo primero das Erste, lo suyo das Seine / Ihre.
  • Gebrauch: Der bestimmte Artikel funktioniert weitgehend wie im Deutschen. Es gibt jedoch ein paar wichtige Unterschiede im Gebrauch.
    • Vor señor, señora und Titeln steht el oder la: El señor López no vino Herr López kam nicht; La doctora García es peruana Dr. García ist Peruanerin.
    • Nach todos, todas steht los, las: todos los pueblos alle Dörfer; todas las ciudades alle Städte.
    • Der Gegenstand von Präferenzen trägt den bestimmten Artikel: Me gusta el gazpacho Ich mag Gazpacho; Ella odia las policíacas Sie hasst Krimis.
    • Das Subjekt von Allgemeinaussagen trägt den bestimmten Artikel: Los gatos no vuelan Katzen können nicht fliegen.

Unbestimmter Artikel[Bearbeiten]

  • Formen
    • maskulin Singular: un. – Beispiel: un coche ein Auto
    • feminin Singular: una. – Beispiel: una casa ein Haus
    • maskulin Plural: unos. – Beispiel: unos coches Autos, ein paar Autos
    • feminin Plural: unas. – Beispiel: unas casas Häuser, ein paar Häuser
  • Der unbestimmte Artikel wird nicht dekliniert: en un pueblo in einem Dorf, en unos minutos in einigen Minuten.
  • Die Vollform uno wird pronominal gebraucht: Este paisaje es uno de los más bellos de España Diese Landschaft ist eine der schönsten Spaniens.
  • un als femininer unbestimmter Artikel: Vor einem femininen Substantiv, das mit betontem a (oder ha) beginnt, benutzt man un statt una: un alma eine Seele, un haba eine Saubohne.
  • Bedeutung von unos, unas
    • Wird als unbestimmter Artikel für zweiteilige Gegenstände, Paare und Pluralia tantum gebraucht: unas gafas eine Brille; unos zapatos ein Paar Schuhe; unos padres severos strenge Eltern; unos alrededores preciosos eine wunderschöne Umgebung.
    • Übersetzt ein paar, einige: hace unas semanas vor ein paar Wochen.
    • Übersetzt etwa, zirka vor Zahlen: una niña de unos diez años ein Mädchen von etwa zehn Jahren.
    • Wird sehr gern beim Plural für nicht ganz Unbekanntes verwendet: Estuve en casa de unos amigos Ich bin bei Freunden gewesen.
  • Gebrauch: Der spanische unbestimmte Artikel deckt sich im Gebrauch weitestgehend mit dem deutschen unbestimmten Artikel. Bemerkenswert ist der Wegfall des unbestimmten Artikels in einigen wenigen syntaktischen und semantischen Kontexten.
    • Vor otro fällt der unbestimmte Artikel weg: en otro país in einem anderen Land; con otra bici mit einem anderen Fahrrad.
    • Bei bestimmten Begriffen fällt häufig der unbestimmte Artikel weg, wenn sie Objekt von tener und buscar sind: Ya tiene novia Er hat schon eine Freundin; Estoy buscando piso Ich suche eine Wohnung.

Das indefinite Subjekt („man“)[Bearbeiten]

Im Spanischen gibt es keine lexikalische Entsprechung für das deutsche „man“ oder das französische „on“. Man drückt ein unbestimmtes bzw. als unbestimmt zu geltendes Subjekt aus durch se, durch uno/una, durch die dritte Person Singular des Verbs und durch die zweite Person Singular des Verbs.

  • Se ist die häufigste Entsprechung von „man“. – Beispiele: ¿Cómo se dice eso en español? Wie sagt man das auf Spanisch?; ¿Dónde se paga? Wo zahlt man?; Aquí se está más seguro Hier ist man sicherer; Al final de esta calle se gira a la derecha Am Ende dieser Straße biegt man nach rechts; En ese país se tortura In diesem Land wird gefoltert; Ahora se comprende que actúen así Jetzt versteht man, warum sie so handeln; Se presiente lo peor Man ahnt das Schlimmste; Así no se educa a nadie So erzieht man keinen Menschen; Se ha visto a mujeres llorando Man hat weinende Frauen gesehen.
    • Indefinite se-Sätze sind eigentlich Reflexivsätze. Dies ist maßgebend für die Stellung der Verneinung no, der verbundenen Pronomen ebenso wie für die Prädikatskonkordanz, wenn das Satzsubjekt im Plural steht. – Beispiele: ¿Se sabe o no se sabe? Weiß man es, oder weiß man es nicht?; Se les dio lo que querían Man gab ihnen, was sie wollten; Así se evitan accidentes So verhindert man Unfälle; Son dos sucesos que no se pueden comparar Es sind zwei Ereignisse, die man nicht vergleichen kann; No se os puede dejar solos Man kann euch nicht allein lassen.
  • Die Indefinitpronomen uno und una werden bei Selbsteinbeziehung des Sprechers verwendet. – Beispiele: Uno se siente estafado Man fühlt sich betrogen; ¿Pierde una derechos cuando es madre? Verliert man Rechte, wenn man Mutter wird?
  • Die dritte Person Plural des Verbs wird verwendet, wenn es um die Handlungen von Gruppen oder die Einzeltat eines Unbekannten geht. Bei dieser Variante eines unbestimmten Subjekts schließt sich der Sprecher als Handelnder aus. – Beispiele: Dicen que viajar ilustra Man sagt, Reisen bildet; Pedimos información y nos envían esto Wir haben um Information gebeten und man schickt uns das; Tocaron el timbre Es klingelte; Cuando mataron a Lennon, yo no había nacido Als Lennon getötet wurde, war ich noch nicht geboren.
  • Die zweite Person Singular wird eher familiär verwendet. – Beispiel: Si protestabas, te echaban a la calle Wenn du klagtest, setzte man dich auf die Straße.

Die Kopulaverben ser und estar[Bearbeiten]

Der Ursprung der beiden spanischen Formen für „sein“ liegt in den lateinischen Positionsverben sedēre[41] und stāre,[42] die in die spanischen Verben ser und estar eingingen.[43]

  • dabei nahm das ursprüngliche sedēre (lateinisch sedēre; Infinitiv Präsens dasitzen, sitzen) den Weg → *seder → seer → ser, oder aber esse → èssere (im Italienischen) → ésser (im Katalanischen) → ser
  • sowie das ursprüngliche stāre (lateinisch stāre; Infinitiv Präsens dastehen, stehen) den Weg → *estare → estar[44]

Positionsverben werden in diesem Zusammenhang als zwei Sorten von Verben verstanden, die die Position des Subjekts näher beschreiben, so etwa auf die Frage mit „wo“ eine Aktion beschreiben wie z. B. sitzen, stehen, hängen oder auf die Frage mit „wohin“ mit den Verben z. B. legen, stellen, setzen die Tätigkeit näher erläutern.[45][46]

Im Gegensatz zum Deutschen – hier nutzt man die Hilfsverben haben, werden, sein – werden im Spanischen alle zusammengesetzten Zeiten mit dem Hilfsverb haber gebildet. Aber die beiden Hilfsverben ser und estar werden für die Konstruktion der passiven Zeitformen benötigt. Ser und estar sind die spanischen Entsprechungen von dt. „sein“ und „werden[47][48] als Kopulaverben[49][50] oder Hilfsverben.[51][52][53]

Ferner existieren im Spanischen noch verbos pseudocopulativos o semipredicativos. Diese üben eine ähnliche Funktion im Satz wie die eigentlichen Kopulaverben aus.[54] – Einige Beispiele: salir, parecer, andar.[55]

Übersicht; Verwendung von ser[Bearbeiten]

Eine semantische Unterscheidung, also eine Unterscheidung, die auf der Bedeutung der Wörter beruht, die das Verb ser begleiten:[56]

  • bei Definitionen und Identitätsangaben, etwa Angaben über den Beruf;
  • bei Aussagen über das fundamentale Sein, die Essenz des Seins; vereinfacht sind es kaum veränderbare Seinszustände, die einen umfangreicheren Abschnitt des Lebens oder gar das gesamte Leben beschreiben;
  • bei der Versprachlichung von Angaben über Herkunft, Material, Besitz und Gruppenzugehörigkeit (Nationalität), Sein plus Eigenschaft;
  • zur räumlichen und zeitlichen Einordnung eines Geschehens oder einer Handlung;
  • gibt die räumliche Position ausschließlich bei einer dauerhaften, permanenten und fixen Ortsbestimmung oder Ortsangabe an;
  • zur sachlichen, neutralen Beschreibung von Personen, ihrer wesentlichen Eigenschaften;
  • zur objektiven Beschreibung von dauerhaften Zuständen;
  • zur Angabe des exakten Datums, der Uhrzeit und von Preisen;
  • bei der Verwendung in analytischen Passivkonstruktionen, mit ser im Sinne einer sich vollziehenden Handlung (Handlungspassiv). – Beispiel: Las barcas fueron construidas en seis meses Die Kähne wurden in sechs Monaten gebaut. Ser entspräche dem deutschen werden und estar dem deutschen sein;
  • in Begleitung spezifischer Adjektive, z. B. feliz, culpable, inocente, inteligente, necesario, importante etc., um einem Objekt oder einem Begriff eine Eigenschaft a priori zuzusprechen;
    • so in den Konstruktionen des unpersönlichen Ausdrucks, gebildet mit der Konjunktion „que“, welche dann häufig den Subjuntivo auslösen. Es sind Sätze, die im Deutschen regelhaft mit „Es ist“ beginnen. – Beispiele: „ser“ + „Substantiv“ + „que“ + „subjuntivo“; „ser“ + „Adjektiv“ + „que“ + „subjuntivo“;
  • zur Bildung von Spalt- und Pseudospaltsätzen oder Sperrsätzen.

Ser erläutert also einen Zustand, ein Geschehen oder eine Handlungsfolge, die permanent gegeben ist, im Sinne des deutschen „sein“. – Beispiel: Él es loco Er ist ein Wahnsinniger.[57]

Ausführungen und Beispiele für ser[Bearbeiten]

  • ser dient zum Klassifizieren und Identifizieren: etwas oder jemand ist oder gleicht etwas oder jemand. Vereinfacht: charakteristisches, unveränderliches, von den jeweiligen Umständen unabhängiges Sein oder Wesenszüge des Subjekts. – Beispiele: Pablo es médico P. ist Arzt; Jorge es el último de la fila J. ist der Letzte in der Schlange; Esas señoras son argentinas Diese Damen sind Argentinierinnen; Montserrat Figueras es la esposa de Jordi Savall M. F. ist die Ehefrau von J. S.; Maite es ella, yo soy Rosa Maite ist sie, ich bin Rosa; Eres un cielo Du bist ein Schatz; ¿Quiénes sois vosotros? Wer seid ihr?; ¿Qué es esto? Was ist das?; ¿Cuál es la diferencia? Was ist der Unterschied?; Esto es un churro Das ist ein Churro; La reunión fue un éxito Das Treffen war ein Erfolg; Vivir es luchar Leben heißt Kämpfen; El / Un problema es que sigue nevando Das / Ein Problem ist, dass es weiter schneit.
    • ser dient zum Prädizieren mit definiten oder indefiniten Mengenausdrücken. – Beispiele: Dos más dos son cuatro Zwei plus zwei gleich vier; Las dos cantidades son iguales Beide Mengen sind gleich; Una peseta no era mucho Eine Pesete war nicht viel; Todo esto es demasiado para mí Das alles ist zu viel für mich.
    • ser dient zum Prädizieren der Zeit. – Beispiele: ¿Qué hora es? Wie spät ist es?; Son las doce y media Es ist halb eins; Ya es tarde Es ist bereits zu spät; En Lima es verano In Lima ist es Sommer; Es aún pronto para decidir Es ist noch zu früh für eine Entscheidung; Es hora de actuar Es ist Zeit zum Handeln.
  • ser ist bzw. ersetzt ein Verb des Geschehens. – Beispiele: La final es el domingo Das Finale ist (findet statt) am Sonntag; La cita será en mi casa Das Treffen wird bei mir zu Hause sein; Todo fue por mi retraso Meine Verspätung war an allem schuld; No era para que te pusieras así Das war kein Grund, um dich so aufzuführen.
  • ser ist das Kopulaverb für Adjektive, die Eigenschaften bezeichnen. – Beispiele: Rusia es enorme Russland ist riesengroß; Las calles eran muy estrechas Die Straßen waren sehr eng; Algunos buenos jugadores son bajitos Einige gute Spieler sind kleingewachsen; ¿Por qué son redondas las estrellas? Warum sind die Sterne kugelförmig?; El hombre es libre Der Mensch ist frei; Los pobladores eran hospitalarios y pacíficos Die Einwohner waren gastfreundlich und friedfertig; Serán pobres, pero no son tontos Sie sind wohl arm, aber nicht dumm; Aquella victoria fue decisiva Jener Sieg war entscheidend; Nuestra clientela es internacional Unsere Kundschaft ist international.
  • ser ist das Kopulaverb für Wortgruppen, die zur Merkmalangabe dienen. – Beispiele: La caja es de cartón Die Schachtel ist aus Pappe; La blusa era a cuadros Die Bluse hatte ein Karo-Muster; ¿De dónde eres? Wo kommst du her?; Soy de un pueblo del norte Ich komme aus einem Dorf im Norden.
  • ser + Possessivpronomen drückt Besitz aus. – Beispiele: Todo esto es mío Das alles gehört mir; Vendía pisos que no eran suyos Er verkaufte Wohnungen, die ihm nicht gehörten;
  • ser und die Präposition de, um den Ursprung, die Herkunft auszudrücken. – Beispiele: Este bolso es de cuero, ¿verdad? Diese Tasche ist aus Leder, nicht wahr?; Este carruaje es del alcalde Diese Kutsche stammt vom Bürgermeister.

Übersicht; Verwendung von estar[Bearbeiten]

  • zur Beschreibung von zeitlich begrenzten Geschehen und Handlungen, also vorübergehenden Zuständen; um wahrgenommene Veränderungen aus der Sicht des Sprechenden mitzuteilen oder um auszudrücken, dass es sich bei den Zuständen, Geschehnissen oder Handlungen um das Ergebnis eines Prozesses handle;
  • zur subjektiven Beschreibung vorübergehender Zustände, Geschehen oder Handlungen;
    • etwa in der Konstruktion „estar“ + Adverb + „que“ + Subjuntivo;
  • Aussagen über den Status des Seins;
  • zur örtlichen Lokalisierung, im Sinne von sich befinden eines Subjekts, aber nicht, um den Ort eines Ereignisses, im Sinne von stattfinden anzugeben;
  • zur Angabe von Tages- und Jahresverläufen;
  • mit dem Partizip Perfekt, participio perfecto, zur Angabe des Ereignisses einer Handlung;
  • bei der Verwendung in analytischen Passivkonstruktionen mit estar bei einer vollendeten Handlung (Zustandspassiv). – Beispiel: Las barcas están construidas Die Kähne sind fertig gebaut;
  • in der Konstruktion estar – Gerundium;
  • bei bestimmten Adjektiven, z. B. – lleno, sano, solo, muerto, roto, enfadado, contento, cansado – etc. beschreibt estar einen Zustand, der gerade eintritt oder für eine gewisse Weile andauert, jedoch nicht für einen längeren Zeitraum, im Sinne des deutschen „werden“. – Beispiel: Él está loco Er ist zurzeit wie wahnsinnig.[58]

Ausführungen und Beispiele für estar[Bearbeiten]

  • estar dient zur Angabe des Wo im engen und weiteren Sinn. Vereinfacht: nur vorübergehende, von dem jeweiligen Umständen abhängige Zustände des Seins; ein implizites „Werden“. – Beispiele: ¿Dónde está Lucas? Wo ist L.?; Luis está en el baño L. ist im Bad; Estamos aquí Wir sind hier; Sant Jordi está en el sur de Mallorca S. J. liegt im Süden von Mallorca; Cuba está a 90 millas de Estados Unidos Kuba liegt 90 Meilen von den USA entfernt; Manolo estaba en el mejor momento de su carrera M. war auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn; Estuve un año en paro Ich war ein Jahr arbeitslos; El país está en crisis Das Land ist in der Krise.
    • estar als Vollverb bedeutet „anwesend sein“. – Beispiele: ¿Está Laura? Ist Laura da?; Te llamé pero no estabas Ich rief dich an, aber du warst nicht da.
  • estar ist das Kopulaverb für Adjektive, Adverbien und Wortgruppen, die Zustand und Befinden bezeichnen. – Beispiele: La sopa está fría Die Suppe ist kalt; Las camisas estaban todavía húmedas Die Hemden waren noch feucht; El mono está sucio Der Overall ist schmutzig; Los plátanos estaban verdes Die Bananen waren unreif; ¿Cómo estás? Wie geht’s dir? Estoy maluca estos días Mir geht’s dieser Tage nicht gut; Estuve cinco días con fiebre Ich hatte fünf Tage Fieber; Estábamos que no cabíamos en nuestro gozo Wir waren überglücklich; Estoy a régimen desde ayer Ich halte seit gestern streng Diät.
    • estar ist das Kopulaverb für Ausdrücke, die ein als außergewöhnlich empfundenes Aussehen oder Benehmen bezeichnen. – Beispiele: Rosa está más guapa con el pelo corto Rosa sieht mit kurzem Haar besser aus; Qué rica está la sopa Wie gut die Suppe schmeckt; ¿Por qué están tan tranquilos los críos? Warum sind die Kinder so ruhig?[59]

Direktes (Akkusativ-), indirektes (Dativ-) und Genitiv-Objekt[Bearbeiten]

Ein direktes Objekt, objeto directo, steht für ein Objekt, das gemäß seiner semantischen Rolle nicht aktiv handelt, sondern etwas erleidet, mit dem etwas geschieht.[60] Es entspricht zumeist dem deutschen Akkusativ, es antwortet im Deutschen auf die Frage "Wen oder was?".

Ein indirektes Objekt, objeto indirecto, steht für ein Objekt, das den Empfänger des Gegebenen darstellt. Es gleicht dem deutschen Dativ und antwortet im Deutschen auf die Frage "Wem?"[61]

Das direkte Objekt ist die Person (oder Tier oder Gegenstand), die von der Handlung oder Aktion eines Verbs unmittelbar betroffen ist. Somit bezieht sich das Akkusativobjekt nicht darauf, wer oder was etwas tut, sondern auf wen oder was unmittelbar und direkt eine Handlung oder gegebenenfalls eine Wirkung ausgeübt wird.

Als indirektes Objekt bezeichnet man die Person (oder Sache), die die Folgen einer Handlung erfährt.

Handelt es sich um eine Person, aber nicht um eine Sache, so wird auch beim direkten Objekt vor die Substantive, aber auch nur bei diesen, die Präposition a gestellt. – Beispiele: No conozco a tus hermanos Ich kenne deine Geschwister/Brüder nicht. Ersetzt man dieses direkte Objekt durch ein Pronomen, entfällt auch die Anwendung der Präposition mit a: Tú no conoces a mis hermanos, ¿verdad? Du kennst meine Geschwister/Brüder wirklich nicht? No, no los conozco Nein, ich kenne sie nicht.

Wenn in einem Aussagesatz ein direktes Objekt (in der Kasusterminologie Akkusativ) existiert, rückt dieses in der Regel vor das indirekte Objekt (in der Kasusterminologie Dativ). Im Deutschen sind die Positionen umgekehrt. – Beispiel: Isabel ha demostrado la cámera a sus amigas Isabel hat ihren Freundinnen ihr Zimmer gezeigt. Das direkte Objekt (Frage „Wen oder was?“), la cámera, folgt vor dem indirekten Objekt („Wem?“), a sus amigas, dem Subjekt, („Wer oder was?“), Isabel, und dem Prädikat („Was wird getan?“), ha demostrado.

Das direkte und indirekte Objekt kann durch Objektpronomen[62] (siehe Abschnitt 9.1 Personalpronomen) ersetzt werden, pronombres del complemento de objeto directo bzw. indirecto. Werden dabei Satzteile durch ein Pronomen ersetzt, bezeichnet man dies im Spanischen auch als complemento directo beim Akkusativ oder als complemento indirecto, wenn das Objekt im Dativ ersetzt wird.

Für die Stellung im Satzbau ergeben sich jeweils folgende Möglichkeiten:

  • direkt vor dem konjugierten Verb. In den zusammengesetzten Zeiten vor dem konjugierten Hilfsverb „haber“.[63]
  • an der Infinitivform des Verbs direkt anhängend, also als ein gemeinsames Wort. – Beispiel: Voy a recibirlo. Ich werde es empfangen.
  • ebenso beim Gerundium, gerundio, auch hier anhängend als ein zusammengesetztes Wort. – Beispiel: Estoy recibiéndolo. Ich empfange es grade.

Falls ein Dativpronomen wie le oder les[64] vor einem der Akkusativpronomen wie lo, los, la oder las steht, wird das Dativpronom zu se umgewandelt. Die spanischen Dativ- und Akkusativpronomen benutzt man, um sich auf Dinge oder Personen zu beziehen, die bereits genannt wurden.[65]

  • Das direkte Objekt (das Akkusativobjekt, complemento directo) ist bei Sachbezeichnungen unmarkiert: Vimos la casa Wir sahen das Haus.
Bei Personen- und Tierbezeichnungen steht vor dem Akkusativobjekt die Präposition a: Vimos a los niños Wir sahen die Kinder; Acarició a una perrita Er streichelte eine kleine Hündin.
a steht auch vor Pronomen, die Personen bezeichnen: ¿Viste a alguien? Hast du jemanden gesehen?; No vimos a nadie Wir sahen niemanden; ¿A quién has saludado? Wen hast du gegrüßt?
Bei zahlreichen Verwendungsweisen von tener sowie bei unbestimmter Benennung steht kein a vor Personen- oder Tierbezeichnungen: Tenemos Papa Wir haben einen Papst; Tengo un gato Ich habe eine Katze; Secuestraban niños Sie entführten Kinder.
  • Das indirekte Objekt (das Dativobjekt, complemento indirecto) wird mit der Präposition a eingeführt: Envió un mail a su novia Er schickte seiner Freundin eine Mail.
Es ist im Spanischen üblich, mit den Dativformen des Personalpronomens (le und les bzw. se) das Dativobjekt vorwegzunehmen: Le dio la mano a su adversario Er gab seinem Gegner die Hand; Quiero enseñarles esto a mis amigos Ich möchte dies meinen Freunden zeigen; El libro se lo llevaré a Beatriz la semana que viene Das Buch werde ich Beatriz nächste Woche bringen.

Das Genitiv-Objekt, ist ein Satzteil, der mit der Präposition de ausgedrückt wird. – Beispiel: Este es el libro de la Sra. Muñoz Das ist das Buch der Frau Muñoz.

Zusammengefasst: Wenn man für das direkte und indirekte Objekt die beiden unbetonten Personal- oder Objektpronomen in einem Satz verwendet, werden beide vor dem Verb (Prädikat) platziert. Zuerst kommt im spanischen Satz das Objekt, das etwas erfährt, dem etwas gegeben wird. Dann folgt erst das Objekt, das nicht aktiv handelt. Die Reihenfolge der Objektpronomen ist in der Ordnung des Satzes wie folgt festgelegt:

Subjekt – indirektes Objektpronomen (Dativ)direktes Objektpronomen (Akkusativ) – Verb.[66]

  • (Yo) te doy el coche.„(Ich) dir ich-gebe das Auto.“ Also: Ich gebe dir das Auto.
  • (Yo) te lo doy.„(Ich) dir es ich-gebe.“ Also: Ich gebe es dir.
  • (Nosotros) les damos el coche a las sobrinas.„(Wir) ihnen wir-geben das Auto den Nichten.“ Also: Wir geben das Auto den Nichten.
  • (Nosotros) se lo damos.„(Wir) ihnen es wir-geben.“ Also: Wir geben es ihnen.

Pronomen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Pronomen (spanisch)

Pronomen, pronombres, vertreten ein Nomen und dienen dazu, auf Gegenstände (einzelne Gegenstände, Substanzen, Gruppen) Bezug zu nehmen, ohne diese zu benennen. Pronomen, die im Nominativ stehen, sind das Subjekt des Satzes, hingegen sind die Pronomen oder Substantive, die im Genitiv, indirekten oder direkten Objekt stehen, Objekt des Satzes.

Prinzipiell werden substantivische Pronomen von attributiven Pronomen unterschieden; erstere können ohne ein Substantiv verwendet werden, letztere nicht. – Beispiel: ¿Dónde está tu código? He olvidado el mío Wo ist dein Zugangscode? Ich habe meinen vergessen. Aber: ¿Dónde está tu código? He leído este clave Wo ist dein Zugangscode? Ich habe diesen Zugangscode gelesen.

Personalpronomen[Bearbeiten]

Das Personalpronomen, pronombre personal, wird im Spanischen durch die grammatischen Kategorien von Person, Numerus, Genus und auch Kasus definiert. Die unbetonten Personalpronomen stehen stellvertretend für Personen oder Sachen. Die Personalpronomen des Nominativs werden deshalb zumeist weggelassen, da sie in der konjugierten Verbform, dem Prädikat, ihren Ausdruck finden.

Beispiel: No lo he visto Ich habe es nicht gesehen (direktes Objekt; der Kasus „der Bewegung und des zielgerichteten, dynamischen Geschehens“).

Das direkte Objekt kann durch das Pronomen lo oder la in der Singularform oder durch die Pluralformen los oder las ersetzt werden. – Beispiele:

  • Carlos come melocotónes Carlos isst Pfirsiche.Carlos los come Carlos isst sie.
  • Carlos come manzanas Carlos isst Äpfel.Carlos las come Carlos isst sie.

Treffen zwei Personalpronomen an einem Verb zusammen, gilt die Regel: Person (indirektes Objekt, in der Kasusterminologie Dativ) vor Sache (direktes Objekt, in der Kasusterminologie Akkusativ). – Beispiel: Lo he comprado en el salón del automóvil Ich habe ihn [den Wagen] an der Autoausstellung gekauft.

Treffen zwei Personalpronomen der dritten Person an einem Verb zusammen, so wird aus dem Dativpronomen (indirektes Objekt) le, les das Pronomen se. – Beispiel: Les da el coche Er/sie gibt ihnen das Auto; wird zu Se lo da Er/sie gibt es ihnen.

Ist das direkte Objekt (Akkusativ) ebenso eine Person, dann gilt die Regel: indirektes Objekt (Dativ) vor Akkusativ. – Beispiel: ¿Conoce Vd. a mi amiga? Kennen Sie meine Freundin? Se la presente Ich stelle sie Ihnen vor.

Um die Person besonders zu betonen, stehen zwei Pronomen gleichzeitig. Die unbetonte Form des Personalpronomens vor dem Verb und die betonte Form des Personalpronomens am Satzanfang bzw. nach dem Verb. – Beispiel:

A mi no me han invitado Ich bin derjenige, den sie nicht eingeladen haben / Mich haben sie nicht eingeladen.
Person Kasus
Nominativ und Vokativ
(als Subjekt des Satzes)
Ablativ
(nach Präpositionen oder instrumental)[67]
Akkusativ
(direktes Objekt)
Dativ
(indirektes Objekt)
Reflexiv
(Akkusativ und Dativ)
1. Pers. Sg. ich yo mí (conmigo) me[68][69] me[70]
2. Pers. Sg. du tú/vos ** ti (contigo) te[71][72] te[73]
3. Pers. Sg. Mask. er él él, sí (consigo) * lo, le[74][75] le (se) se[76]
3. Pers. Sg. Fem. sie ella ella, sí (consigo) * la[77]
3. Pers. Sg. Neutr. es - -, - (-) * -
3. Pers. Sg. Höflichkeitsform Sie usted usted, sí (consigo) * lo, la, le
1. Pers. Pl. Mask. wir nosotros nos[78][79] nos[80]
1. Pers. Pl. Fem. wir nosotras nos
2. Pers. Pl. Mask. ihr vosotros os[81][82] os[83]
2. Pers. Pl. Fem. ihr vosotras os
3. Pers. Pl. Mask. sie ellos ellos, sí (consigo) * los, les[84][85] les (se) se[86]
3. Pers. Pl. Fem. sie ellas ellas, sí (consigo) * las
3. Pers. Pl. Höflichkeitsform Sie ustedes ustedes, sí (consigo) * los, las, les

Leísmo, laísmo[Bearbeiten]

Leísmo nennt man die Verwendung der Dativformen le und les statt der Akkusativformen lo oder los (vorwiegend beim Bezug auf Personen), laísmo die Verwendung der Akkusativformen la und las statt der Dativformen le oder les beim Bezug auf weibliche Personen. – Beispiele: La Reina le/les abrazó Die Königin umarmte ihn/sie (Plur.). Su padre la/las regaló un rímel Ihr Vater schenkte ihr/ihnen eine Wimperntusche.

le und les werden vielerorts als die eigentlichen verbundenen Pronomen im Akkusativ für die Anredeweisen usted und ustedes angesehen. – Beispiel: Le acompaño, señor López Ich begleite Sie, Herr López.

Betonte und unbetonte Personalpronomen[Bearbeiten]

  • Die betonten, unverbundenen, selbstständigen Personalpronomen, pronombres tónicos, sind die Nominativ- sowie die Präpositionalkasus-Formen (mit den Sonderverbindungen für con: conmigo, contigo, consigo). Diese Wörter können in verblosen Äußerungen vorkommen. – Beispiele: ¡Yo! Ich!; todo para ti alles für dich; el problema en sí das Problem an sich.
  • Die Formen für Akkusativ, Dativ und Reflexiv sind unbetonte Wörter, die allein an eine Verbform gekoppelt benutzt werden dürfen. Spanisch nennt man sie pronombres átonos.
    • Dativ steht vor Akkusativ: (Yo) te lo digo Ich sage es dir. le und les werden dann zu se: Se lo digo Ich sage es ihm/ihr/ihnen/Ihnen.

Reflexivpronomen[Bearbeiten]

Reflexivpronomen, pronombres reflexivos, werden in der Konjugation von Reflexivverben mit der Endung -se verwendet. – Beispiel: Me ducho por las mañanas Ich dusche mich morgens. Me ducho los pelos Ich dusche mir die Haare.

Die Reflexivpronomen lauten (1., 2. und 3. Pers. Sing. und Plur.): me, te, se; nos, os, se.

Im Satz stehen die Reflexivpronomen vor dem konjugierten Verb bzw. bei den zusammengesetzten Zeiten vor dem Hilfsverb, aber hinter einer Verneinung. – Beispiel: El paciente no se quiere lavar Der Patient will sich nicht waschen.

Demonstrativpronomen[Bearbeiten]

Durch die Demonstrativpronomen, pronombres demostrativos, wird gewissermaßen das relationale Gefüge – räumliche, zeitliche und andere Beziehung – von Sprecher und Angesprochenem charakterisiert.

Wenn das Angesprochene in der Nähe des Sprechers ist, braucht man (jeweils Sing. mask., fem.; Plur. mask., fem.; neutr.): este, esta; estos, estas; esto, wenn es in der Nähe des Zuhörers ist: ese, esa; esos, esas; eso. Ist es von beiden entfernt, verwendet man: aquel, aquella; aquellos, aquellas; aquello.

Possessivpronomen[Bearbeiten]

Das Possessivpronomen, pronombre posesivo, muss nur in Person, Genus und Numerus mit dem Substantiv (Nomen), auf welches es sich bezieht, übereinstimmen. Mit dem Possessivpronomen bestimmt man zu einem Bezugsobjekt einen Besitzer, eine Zugehörigkeit oder gibt einer Verbundenheit Ausdruck.

Unbetonte, schwache Possessivpronomen stehen stets vor einem Substantiv, betonte, starke immer hinter dem Substantiv, auf das sie sich beziehen. – Beispiel: Este es mi coche Das ist mein Auto; aber El coche es mía Das Auto gehört mir.

unbetonte; betonte 1. Person unbetonte; betonte 2. Person unbetonte; betonte 3. Person
Maskulinum Singular mi(s);                 mío(s) tu(s);                 tuyo(s) su(s);         suyo(s)
Femininum Singular mi(s);                 mía(s) tu(s);                 tuya(s) su(s);         suya(s)
Maskulinum Plural nuestro(s);         nuestro(s) vuestro(s);        vuestro(s) su(s);         suyo(s)
Femininum Plural nuestra(s);         nuestra(s) vuestra(s);        vuestra(s) su(s);         suya(s)

Indefinitpronomen[Bearbeiten]

Die Indefinitpronomen, pronombres indefinidos,[87][88] stehen stellvertretend für eine oder mehrere unbestimmte Personen oder Sachen in der dritten Person und für Objekte, die man nicht näher quantifizieren oder identifizieren will oder kann.

Einige Indefinitpronomen: mucho, tanto, menos, más, cada, ambos, algun, nada, todo.

Relativpronomen und Relativsatz[Bearbeiten]

Hauptartikel: Relativsatz (spanisch)

Relativpronomen erfüllen in der spanischen Sprache zwei Funktionen: Zum einen ersetzen sie Substantive, Adverbien und Pronomen. Zum anderen verbinden sie einen Hauptsatz mit einem Nebensatz.

Einige Relativpronomen: que, el que (la que, lo que, los que, las que), el cual (la cual, lo cual, los cuales, las cuales), cuyo (cuya, cuyos, cuyas), cuanto (cuanta, cuantos, cuantas), donde, como.[89]

Ein Relativpronomen verweist auf den vorderen Satzteil oder das Bezugssubjekt im Satz. – Beispiel: La casa en que vivo es mía. Das Haus, in dem ich wohne, gehört mir. Es steht immer in der dritten Person. [90] Relativpronomen tragen nie einen Akzent, während morphologisch ähnlich lautende Fragepronomen oder Interrogativpronomen, pronombres interrogativos, wie etwa quién, cuál, cuánto usw., mit einem Akut-Akzent, acento agudo, versehen werden.

Que[Bearbeiten]

Que hat den Charakter eines Universalrelativpronomens und lässt sich im Deutschen mit der, die, das wiedergeben. Es wird verwendet, um den Bezug auf Personen und Gegenstände, Sachen oder Dinge herzustellen. – Beispiel: un idioma que hablan 400 millones eine Sprache, die 400 Millionen sprechen.

El que[Bearbeiten]

el que, la que, los que, las que sind Pronomen der Verallgemeinerung oder des hinweisenden Bezugs, sie lassen sich mit welcher, welche wiedergeben. – Beispiel: Su hermana es la que está sentada a su lado Seine Schwester ist die, die neben ihm sitzt.

Lo que[Bearbeiten]

Kann in der deutschen Sprache mit was wiedergegeben werden. Bezieht sich auf den ganzen (Haupt-)satzinhalt oder auch auf Neutra, etwa todo oder esto. – Beispiel: Nunca somos lo que parecemos Wir sind nie, was wir zu sein scheinen.

El cual[Bearbeiten]

Ist in der deutschen Sprache wiedergebbar mit derjenige, der. Es bezieht sich dabei sowohl auf Personen als auch auf Sachen; mit und ohne vorangehendes Substantiv.

  • el cual, la cual, los cuales, las cuales gehören vornehmlich der Schriftsprache an. – Beispiel: un dispositivo por medio del cual se controla el flujo de agua eine Vorrichtung, mittels derer der Wasserfluss kontrolliert wird.

Lo cual[Bearbeiten]

Lo cual bezieht sich auf den ganzen vorhergehenden Satzinhalt; es wird gebraucht als textweiterführend in einem kommentierenden Relativsatz, als das, was wiedergebbar. – Beispiel: Nació en Ginebra y se educó en Múnich y Londres, lo cual explica su poliglotía Er wurde in Genf geboren und ging zur Schule in München und London, was seine Mehrsprachigkeit erklärt.

Quien[Bearbeiten]

Im Deutschen wiederzugeben mit der, das, wer. Es bezieht sich dabei ausschließlich auf Personen, mit oder ohne vorangehende Substantive. Meist steht quien nach einsilbigen Präpositionen.

Cuyo[Bearbeiten]

cuyo, cuya, cuyos, cuyas übersetzen dessen, deren, wobei die Kongruenz der spanischen Possessivrelativa mit dem nachfolgenden Substantiv erfolgt. – Beispiel: Carlos V, en cuyo imperio no se ponía el sol Karl V., in dessen Reich die Sonne nicht unterging.

Interrogativpronomen[Bearbeiten]

Verwendet werden sie häufig in der direkten Frage, in der indirekten Frage, aber auch im Ausruf. Man unterscheidet sie von gleichlautenden Reflexivpronomen u. a. durch einen Akzent, den sie tragen.[91]

Verb[Bearbeiten]

Verben geben allgemein einer versprachlichten Realität insofern Ausdruck, als sie die Dinge der Wirklichkeit als Ereignisse präsentieren, die dem Einfluss von Zeit und Raum unterliegen, wobei durch die Wahl der Wortart der Übergang von der „Ereignishaftigkeit“ bei den Verben zu der „Dinghaftigkeit“ der Substantive entschieden wird. – Beispiel: lignificar verholzen als Prozess, der zur lignificación Verholzung führt.

Es lassen sich aus semantischer Sicht Vorgangs- von Tätigkeits- und Zustandsverben differenzieren, wobei sich diese Einteilung immer an die Form der sprachlichen Verwendung knüpft. Innerhalb der Tätigkeitsverben können als Untergruppe und Ausdruck des menschlichen Tuns noch die Handlungsverben begrifflich gefasst werden. So hat man am Beispiel – in den Sätzen mit dem Verb seguir folgen – für das gleiche Verb unterschiedliche Kategorien der Verbtypen zur Verfügung:

  • El hombre sigue sin hablar. Der Mann folgte ohne zu sprechen. Zustandsverb
  • Los botes de remos siguen el río. Die Ruderboote folgten dem Fluss. Vorgangsverb
  • Sigo pensando en mi camino. Ich folge meinem Weg, indem ich nachdenke. Handlungsverb

[92]

Das spanische Verb kennt in seinem Flexionssystem die folgenden sieben grammatischen Kategorien:

Das Spanische ist eine Pro-Drop-Sprache oder Nullsubjektsprache, das heißt, dass das Subjekt(-Personalpronomen) nicht immer realisiert wird, obwohl es strukturell vorhanden ist. Im spanischen Satz kann das personaldeiktische Subjekt allein durch das konjugierte Verb, also dessen Personalform ausgedrückt und eindeutig bestimmt werden. Das heißt, Pronomina müssen in bestimmten syntaktischen Positionen zur Konstitution eines grammatikalisch vollständigen Satzes nicht explizit realisiert sein, sie können also „fallen gelassen“ (engl. „pro drop“) werden.[96] Dies wird möglich, weil sich im Spanischen eine ausgeprägte Flexionsmorphologie am Verb realisiert, das somit obligatorisch für Person und Numerus flektiert wird und hierdurch Rückschlüsse auf das Subjekt zulässt.[97] Im Vergleich zum neuzeitlichen englischen Verb – die englische Sprache hat in den letzten Jahrhunderten nahezu alle Flexionsformen aufgegeben – zeigt das Spanische, obzwar vermehrt ein analytischer Sprachaufbau genutzt wird, noch deutlich mehr des flektierenden bzw. synthetischen Sprachbaus, wie er vor allem in der lateinischen Sprache auffindbar ist, als eben das moderne Englisch.[98]

Im Vergleich zum Deutschen ist zu sehen, dass keine notwendige Korrelation zwischen dem morphologischen Typ einer Sprache und ihrem Verhalten in Bezug auf die Realisierung von Pronomina besteht: Zwar flektiert auch im Deutschen das Verb für dieselben Kategorien wie das Spanische, dennoch ist Deutsch keine Pro-Drop-Sprache. Deshalb spricht man hier häufiger auch von Semi-Pro-Drop-Sprachen.[99] Aus diesen Sachverhalten ergeben sich Lern- und Verständnisschwierigkeiten im interlingualen Kontext.[100][101][102][103] Wird im Spanischen aber das Subjektpronomen eingesetzt, kann das zum einen stilistische Gründe haben, zum andern auch Zwecken der Vereindeutigung, der Gegenüberstellung oder der allgemeinen Hervorhebung dienen.

Über die Entwicklung zum Vulgärlatein und schließlich zu den romanischen Sprachen veränderte sich die Typologie des Lateinischen immer mehr in Richtung eines analytischen Sprachbaus. Das Latein war ebenso wie das Altgriechische, Sanskrit und andere alte indogermanische Sprachen eine typische flektierende Sprache mit synthetischem Sprachbau oder Syntax.[104] Über die Entwicklung zum Vulgärlatein und schließlich zu den romanischen Sprachen veränderte sich die Typologie des Lateinischen immer mehr in Richtung eines analytischen Sprachbaus. In der Morphologie der Verben hat sich das Spanische von allen romanischen Sprachen die meisten grammatikalischen Strukturen aus dem Latein bewahrt.[105] Es finden sich synthetische Verbformen, wobei aber verstärkt analytische Prädikatsformen dazugekommen sind. Die analytischen Verbformen sind zusammengesetzte Verbformen, etwa wie das lateinische passive Perfekt laudatus sum („ich bin gelobt worden“). Im Gegensatz dazu stehen die synthetischen Verbformen. Synthetische Verbformen werden durch ein einziges Wort, in dem sich Tempus, Genus, Numerus, Modus und Person ausdrücken, etwa wie das lateinische amabam („ich liebte)“, amavi („ich habe geliebt“), dargestellt.[106]

Dabei gilt – und dies ist anders als in der deutschen Sprache –, dass beim Prädikat, auch wenn es aus mehreren Teilen besteht (im Sinne einer analytischen Verbform), etwa einem Hilfsverb und einem Vollverb, diese Teile nie getrennt werden dürfen:

Subjekt – Prädikat – indirektes Objekt (Dativ) – direktes Objekt (Akkusativ) – adverbiale Bestimmung oder präpositionales Objekt.[107]

Unter relativen Verben versteht man Tätigkeitswörter, die neben dem Subjekt noch weitere Ergänzungen benötigen.[108] Bei diesen Ergänzungen handelt es sich vor allem um direkte Objekte (die mit der Präposition a gebildet werden), adverbiale Bestimmungen und Präpositionalobjekte, aber auch indirekte Objekte (die ebenfalls mit a gebildet werden) und Genitivobjekte (die mit der Präposition de gebildet werden).

Es gibt drei Konjugationssysteme: die a-Konjugation (z. B. hablar sprechen), die e-Konjugation (z. B. comer essen) und die i-Konjugation (z. B. vivir leben). Eine Vielzahl häufig benutzter Verben weist unregelmäßige Formen auf.

Transitivität spanischer Verben[Bearbeiten]

Die Transitivität ist eine Eigenschaft, die der Klassifizierung von Verben dient. Im Allgemeinen gibt die Eigenschaft an, wie viele Mitspieler (Argumente) ein Verb verlangt. Die Eigenschaft der Transitivität ist eine spezielle, traditionell jedoch nur für Verben verwendete Form der Valenz.

  • Transitive Verben, verbos transitivos:[109] Die Ergänzung ist ein direktes Objekt (in der Kasusterminologie Akkusativ), das Akkusativobjekt wird im Passiv zum Subjekt (siehe „10.5 Das Passiv“). Zu beachten ist, dass es einige Verben gibt, die im Deutschen das indirekte Objekt (in der Kasusterminologie den Dativ) fordern, im Spanischen aber den Akkusativ verlangen. – Beispiel: Compro un coche Ich kaufe ein Auto.
  • Intransitive Verben, verbos intransitivos, können ohne Ergänzungen gebraucht werden. Diese Verben sind eingeschränkt passivfähig. – Beispiel: Desde hoy no fumo más Ab heute rauche ich nicht mehr.
  • Reflexive Verben, verbos reflexivos, werden von Reflexivpronomen begleitet (siehe „9.2 Reflexivpronomen“). Reflexive Verben sind Tätigkeitswörter, deren Aktion auf das Subjekt zurückfällt oder gerichtet ist. Subjekt und Reflexivpronomen bezeichnen ein und dieselbe Person.[110] Dabei ist zwischen echten reflexiven Verben und reflexiv gebrauchten Verben zu unterscheiden. – Beispiel für Letzteres: Esta discoteca se vende bien Diese Diskothek lässt sich gut verkaufen.

Infinite Verbformen im Spanischen[Bearbeiten]

Infinite Verben, formas no personales del verbo, lassen weder die grammatische Person noch den Numerus erkennen. Hierzu zählen im Spanischen der Infinitiv, infinitivo, das Partizip, participio,[111] – eigentlich nur das Partizip, das mit haber zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten benötigt wird, und ser sowie estar für die Bildung des Passivs – und das Gerundium, gerundio.[112]

  • Infinitiv, modo infinitivo. – Beispiel: comprar kaufen
  • Partizip, participio. – Beispiel: comprado gekauft
  • Gerundium, gerundio. – Beispiel: comprando während ich am Kaufen bin (oder Ähnliches)

Funktionell können diese drei infiniten Verbformen zur Verkürzung oder auch Ersetzung von untergeordneten, aber auch nebengeordneten Sätzen verwendet werden.[113]

Im der spanischen Sprache wird der Art und Weise, wie Handlungen verlaufen, durch verbale Umschreibungen, die so genannten Verbalperiphrasen, perífrasis verbales, Ausdruck gegeben. Dabei handelt es sich um Konstruktionen mit Verben der Bewegung, die in Verbindung mit den formas no personales del verbo, also dem Infinitiv, Partizip oder Gerundium, die ursprüngliche Bedeutung verlieren und damit Funktionen eines Quasi-Hilfsverbs annehmen. – Beispiel: Ana va estudiar Ana wird studieren.

Ein Vergleich mit den Bildungen der Kopulaverben und dem participio einerseits und dem Kopulaverb und dem gerundio andererseits:

  • ser + participio führt zur Bildung des Vorgangspassivs. – Beispiel: La casa fue construida en seis meses Das Haus wurde in sechs Monaten gebaut.
  • estar + participio führt zur Bildung des Zustandspassivs. – Beispiel: Este cuadro estuvo pintado por Miró Dieses Gemälde wurde von Miró gemalt.
  • estar + gerundio führt zu einer Beschreibung einer gerade verlaufenden Handlung. – Beispiel: Está lloviendo Es ist am Regnen / Es regnet gerade.

Gerundio[Bearbeiten]

Das gerundio wird gebildet, indem an den Verbstamm die Endung -ando oder -iendo angehängt wird. Das spanische gerundio, obgleich im Deutschen mit Gerundium bezeichnet, stellt eine Verlaufsform dar. Das Deutsche kennt keine Form, wie es das spanische gerundio darstellt. Vielmehr werden Adverbien zur Hilfe genommen. Mit dem gerundio kann man versprachlichen, was jemand gerade tut oder in einer Erzählung im Verlauf tat. Damit wird der Handlung oder dem Ereignis ein prozesshafter Verlauf verliehen. Das spanische gerundio kann keinesfalls wie das deutsche Gerundium adjektivisch verwendet werden. Werden deutsche gerundivische Satzkonstruktionen ins Spanische übertragen, kann dies nur in der Wiedergabe durch einen Relativsatz erfolgen. – Beispiel: die werdenden Mütter werden zu las mujeres que vayan a dar a luz.[114]

Man unterscheidet zwei Formen des spanischen Gerundiums: eine einfache Form, das gerundio simple, und eine zusammengesetzte Form, das gerundio compuesto.

Man nutzt das gerundio simple, um auszudrücken, ob eine Handlung oder ein Ereignis im Moment des Sprechens im Gange ist, oder aber man betont damit einen Vorgang selbst. Damit verleiht das gerundio simple einer Handlung Ausdruck, die zum Sprechzeitpunkt S (punto de habla H, Sprechzeit) noch im Gange ist oder eben noch nicht abgeschlossen wurde. Das gerundio simple ist keiner Zeitstufe zuordenbar und drückt deshalb auch keine exakte Zeit (Tempus) aus. Vielmehr wird der Umstand gekennzeichnet, dass ein Ereignis "vor-sich-geht", "vor-sich-ging" oder "vor-sich-gehen" wird.[115]

Hingegen gibt das gerundio compuesto zum Ausdruck, das eine Handlung zum Zeitpunkt des Sprechens vergangen ist, aber über den berichteten Zeitraum noch im Gange war oder aber noch nicht abgeschlossen wurde.

Da es keine exakte Entsprechung in der deutschen Sprache gibt, müssen Umschreibungen verwendet werden, so etwa soeben, im Moment, gerade, gerade etwas tun; jetzt gerade, im unmittelbaren Augenblick; dabei sein, etwas zu machen und Ähnliches mehr. Das gerundio compuesto übernimmt die Aufgaben eines modalen Adverbs insofern, als es die Art und Weise, wie etwas geschieht, ausdrückt. Es unterscheidet sich aber insofern, als es die Gleichzeitigkeit, simultaneidad, oder Parallelität mit der Handlung oder dem Ereignis des durch das konjugierte Verb versprachlichten Inhaltes betont. Beide Handlungen und Ereignisse müssen sich in der derselben Zeitstufe befinden. Die Verlaufsform der Gegenwart im Englischen, present progressive ähnelt in der Funktion dem spanischen Gerundium, gerundio.[116] Da das gerundio in dieser Form stets eine Handlung oder ein Ereignis in seinem Verlauf ausdrückt, hat es einen imperfektiven Aspekt.[117]

Das gerundio geht im Hauptsatz eine sehr enge Beziehung zu dem Verb ein und kann deshalb nicht zum Ausdruck einer Nachzeitigkeit, posterioridad, verwendet werden, also es darf mit dem gerundio keine Handlung versprachlicht werden, die später als die Haupthandlung stattfindet. Es dient im Spanischen häufig zur Verkürzung von Nebensätzen, und zwar von Nebensätzen, die in der deutschen Sprache oft mit den Wörtern indem, weil, wenn, als, während beginnen. In solchen Fällen steht das gerundio alleine und folgt häufig der konjugierten Verbform nach. Mit dem gerundio können aber nur solche Nebensätze verkürzt werden, die im Subjekt des Haupt- und Nebensatzes identisch sind, also bei denen die Handlung oder das Ereignis im Nebensatz gleichzeitig mit derjenigen im Hauptsatz stattfindet.

Beispiel: Me caí bajando la escalerilla. Als ich stürzte, fiel ich die Treppe hinunter.

Im spanischen Gerundium[118] können Pronomen an das Ende des Gerundiums angehängt werden. Handelt es sich um die adverbiale Verwendung des Gerundiums, ist das Anhängen des Pronomens zwingend.

Beispiel: Está tomando un café cortado Er/sie trinkt gerade einen Café cortado; oder Está tomándoselo Er/sie trinkt ihn gerade.

Zeiten, Modi und Aspekte mit ihren Bedeutungen[Bearbeiten]

Die Bezeichnung der einzelnen Zeitformen wurden von der Real Academia Española verschiedentlich geändert, so gibt es Unterschiede zwischen der Ausgabe von 1931, Gramática de la lengua española (abgekürzt Gramática, 1931), und der Ausgabe von 1973, Esbozo de una nueva gramática de la lengua española, Real Academia Española. Comisión de Gramática (abgekürzt Esbozo, 1973).[119]

Grafische Darstellung der spanischen Verben Zeitformen im Modo indicativo auf einen Zeitstrahl. In der Terminologie von Hans Reichenbach kann die Position R in Bezug auf H die Zeiten pasado (R – H), presente (H.R) und futuro (H–R) charakterisieren. Die Position von E bezüglich R beschreibt das als pluscuamperfecto (E – R), presente (R.E) und futuro als (R –E).

Von grundlegender Bedeutung in der Betrachtung der Verbflexion ist die grammatische Kategorie des Tempus. Das Tempus der deutschen Sprache kann mit den spanischen Tempora nicht gleichgesetzt werden. So kennt das Spanische weitaus mehr Temporaformen als das Deutsche, den sechs deutschen Formen stehen insgesamt siebzehn spanische Tempora gegenüber.[120]

Mit den Tempora erhält der Sprecher die Möglichkeit, im Augenblick des Sprechens zeitliche Relationen zu dem Inhalt des Zusagenden mit morphologischen Mitteln zu realisieren. Das Tempus ist die differenzierteste Kategorie des spanischen Verbs. Dabei ist die Tempussetzung aber keine sprachliche Zeitmessung und zeigt deshalb auch nicht an, wann ein Ereignis oder eine Handlung sich vollzieht, denn physikalisch-zeitlich verschiedene Ereignisse sind durch dasselbe Tempus bezeichenbar.

Beispiel: Operaré mañana Ich operiere morgen; oder Operaré dentro de un año Ich werde innerhalb eines Jahres operieren.

Durch das Tempus ordnet ein Sprecher ein Ereignis oder eine Handlung aus der Sicht einer vergehenden Zeit (Zeitrelation) zu einem Referenzpunkt, punto de referencia R (Zeitverhältnis). So wird das „Operieren“ im Satzbeispiel Operaré mañana oder Operaré dentro de un año nachzeitig zu der Sprechsituation gebildet. Die Dimensionen des zu versprachlichenden Wahrnehmungsraums für die Ereignisse bestehen aus zwei Angaben: der Zeitrelation und dem Referenzpunkt.[121] Dadurch, dass das Tempus auf einen Referenzpunkt verweist, gewinnt es einen temporale deiktischen Wert – eine Eigenschaft, die der Aspekt nicht besitzt.

Hans Reichenbach schuf eine Terminologie zum Verständnis der versprachlichten Zeitenfolge.[122][123] Er beschrieb die Tempora mittels zweier Relationen zwischen den zuvor genannten drei Bezugspunkten. Für die Charakterisierung der verschiedenen Tempusformen wurde die Relation zwischen der Sprechzeitpunkt S, punto de habla H und dem Referenzpunkt R, punto de referencia R gesetzt sowie diejenige zwischen dem Ereigniszeitpunkt E, punto del evento E und dem Referenzpunkt R.[124]

In seinem von ihm ursprünglich formulierten Ansatz konnten aber nur temporale Relationen zwischen diesen drei Bezugspunkten beschrieben werden. Weiterentwicklungen seiner Theorie waren dann auch in der Lage, komplizierte Beschreibungen der Vergangenheitstempora, wie etwa die des Imperfekts, zu erklären.

Das Modus wiederum ermöglicht dem Sprechenden, seine subjektive Einstellung zu dem zu sagenden Sachverhalt darzulegen oder nach Jacob Wackernagel das Verhältnis der Tätigkeit zur Wirklichkeit zu beschreiben.

Als unmarkierter Modus gilt der

  • Indikativ, modo indicativo. Er setzt die Handlung oder das Ereignis als wirklich an.

Die übrigen Modi sind:

  • Subjunktiv Er setzt die Handlung als möglich an.
  • Konditional Er setzt die Handlung als bedingt an.
  • Imperativ Er setzt die Handlung als befohlen an.

Die Modi geben die subjektive Einstellung, Bedingtheit, also Zusammenhänge zwischen Objekten und den Repräsentationen im menschlichen Bewußtsein sowie der Aufforderung wieder.

Mit der Kategorie des Aspekts wiederum werden im Spanischen das Gegensatzpaar pretérito imperfecto für das unabgeschlossene Ereignis und des pretérito perfecto (compuesto) bzw. pretérito indefinido für eine abgeschlossene Handlung bestimmt. Im Spanischen sind die Begriffe Tempus und Aspekt jedoch nicht deutlich voneinander geschieden. Dies liegt daran, dass die Aspektunterscheidung morphologisch nur in den Vergangenheitstempora ausgedrückt wird, dadurch fällt der Aspekt mit den Tempusbezeichnungen zusammen.

Finden nun alle diese, das Verb verändernden Markierungen statt, so ist dieses Verb als begrenzt, als ein finites Verb, alle anderen Verbformen aber als unbegrenzte, infinite Verben, zu betrachten.[125]

Presente[Bearbeiten]

Im Presente[126] stehen gegenwärtige Handlungen, es versprachlicht Ereignisse und Handlungen der Gegenwart oder beschreibt Zustände des unmittelbaren Augenblicks. Dennoch können auch zukünftige Handlungen zum Ausdruck gebracht werden, wenn eine adverbiale Bestimmung dies deutlich macht.[127] In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: H . R . E, Sprechzeit . Referenzpunkt . Ereigniszeit.

Pretérito perfecto[Bearbeiten]

Im Pretérito perfecto[128] stehen Handlungen, die in der Vergangenheit begonnen haben, aber deren Zeitraum bis in die Gegenwart hineinreicht oder die Auswirkungen auf diese haben. Aspektuell sind es aber Handlungen oder Ereignisse, die im Zeitraum ihres Geschehens als abgeschlossene Handlungen aufzufassen sind.[129]

Dieses „In-die-Gegenwart-Hineinreichen“ wird vom Sprecher im Sinne des Wortes eines gewissen Auswirkens auf die Gegenwart interpretiert und kündigt dadurch bereits seine Subjektivität an, hängt es doch von der Meinung des Sprechers ab, ob die Aktion bis in die Gegenwart hineinwirken soll oder nicht. Wählt der Sprecher das Pretérito perfecto als Referenz für die Beschreibung einer Handlung oder eines Ereignisses in der Vergangenheit, beschreibt er das Geschehen nicht nur als eine Zeitspanne, sondern räumt auch eine gegenseitige Einflussnahme auf dieses Geschehen als solches ein. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: E – H . R, Ereigniszeit – Sprechzeit . Referenzpunkt.

Zur allgemeinen Orientierung lässt sich ein ungefähr vierundzwanzig Stunden zurückliegender Zeitpunkt angegeben, wobei dieser oft durch spezifische temporale Marker oder Wörter expliziert werden kann.

Als solche ist diese Zeitform, in Funktion und Bildung, nahezu identisch mit dem englischen Present Perfect. Es ist eine zusammengesetzte Zeit, aber keine Erzählzeit, es ist also nicht möglich, eine Geschichte oder irgendeinen narrativen Text in diesem Tempus wiederzugeben.

Folgende Wörter oder Wortkombinationen weisen auf die Verwendung dieser Zeit hin (so etwa bei Schilderungen, die das Adverb bisher oder was bisher geschah einbeziehen): hoy, jamas, esta semana, nunca, ya, una vez, muchas veces, todavía no, en nuestro siglo. So sind dies häufig Zeitbestimmungen, die die Vergangenheit in die Gegenwart einschließen können. Außerdem steht das Pretérito perfecto bei allen Temporalbestimmungen mit esta, este, esto oder bei den Adverbien, die eine direkte zeitliche Nähe zum Ausgesagten aufzeigen, wie hace poco, desde hace poco, últimamente, en los últimos tiempos.

In vielen Ländern Lateinamerikas wird das Perfecto vor allem in der gesprochenen Sprache kaum verwendet, sondern durch das Indefinido ersetzt.

Beispiel: He comprado una casa Ich habe ein Haus gekauft.

Pretérito imperfecto[Bearbeiten]

Im Pretérito imperfecto stehen – wie im französischen Imparfait und im englischen Past Progressive – länger andauernde oder sich wiederholende Handlungen in der Vergangenheit, die nicht in der Vergangenheit abgeschlossen worden sind.[130] In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito imperfecto dem französischen Imparfait, dem italienischen Indicativo imperfetto und dem rumänischen Perfect simplu.[131][132] Im Englischen entspricht es annähernd dem Past Progressive. Es ist eine einfache Zeit, gehört also zu den formas simples.

Das Imperfecto wird immer dann genutzt, wenn über immer wieder stattfindende Geschehen in der Vergangenheit erzählt wird. Man betont hier also die Wiederholung (iterative Aktionsart) und Regelmäßigkeit (durative Aktionsart). Der Erzählende will von der Gegenwart, dem Betrachtungszeit- oder Fokuspunkt, aus eine Handlung oder ein Geschehen beschreiben, das in der Vergangenheit liegt. Er nimmt dies zu einem Zeitpunkt vor, als die Handlung stattfand, sie also noch nicht abgeschlossen war. Es ist für den die Handlung Betrachtenden deshalb nicht bekannt, ob das Geschehen, das in der Vergangenheit eingesetzt hat, noch andauert. Das Geschehen war also „nicht perfekt“, somit „imperfekt“. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: E . R – H, Ereigniszeit . Referenzpunkt – Sprechzeit.

Deshalb findet diese Zeitform ihre Anwendung bei gleichzeitig ablaufenden Ereignissen in der Vergangenheit oder wenn die laufenden Geschehen in der Vergangenheit durch eine neue Handlung unterbrochen werden. Auch für die Beschreibung von Situationen, Personen, Landschaften, Wetter oder Ähnlichem in der Vergangenheit kann das Pretérito imperfecto genutzt werden. Das Imperfecto dient zur Beschreibung von sich wiederholenden Handlungen, der Aufzählung von Ereignissen oder von Zuständen in der Vergangenheit, die länger andauerten oder gleichzeitig bestanden. Wird eine Szene, eine Rahmenhandlung, beschrieben, verwendet man das Imperfecto und ermöglicht damit dem Sprecher nähere, ausführlichere Erläuterungen und Ausführungen.

Folgende Wörter führen zu dieser Zeit hin: antes, a menudo, con frecuencia, de vez en cuando, mientras, cada día, cada semana, cada vez que, siempre, porque, de joven, normalmente, generalmente, en esa época, poco a poco, todas las mañanas. Sie bilden sozusagen den Hintergrund, während der Vordergrund im Indefinido beschrieben wird. Anzeichen für einen solchen, gleichzeitigen Gebrauch beider Zeiten geben folgende Wörter: una vez, de repente, enseguida.

Beispiele: Cuando era joven, monté a caballo una vez Als ich jung war, bin ich einmal geritten.

Era un rey permanentemente Ich war dauerhaft König; zeigt eine durative Aktionsart an, während der Satz Era un rey repetidamente Ich war immer wieder König; die iterative Aktionsart des Imperfektes näher aufführt.

Insgesamt beschreibt das Pretérito imperfecto ein Geschehen oder eine Handlung, die losgelöst von Zeit und Verlauf in der Vergangenheit geschah.

Pretérito indefinido[Bearbeiten]

Das Pretérito indefinido[133] wird verwendet, wenn die Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen ist. Es beschreibt ein (längst) vergangenes, (weit) zurückliegend Ereignis oder bezieht sich auf einen vergangenen Zeitpunkt; also auf Ereignisse, die zu einem oder von einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit an stattfanden. Aspektuell wird eine abgeschlossene Handlung ausgedrückt, welche in einem abgeschlossenen Zeitraum stattfand. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: E . R – H, Ereigniszeit . Referenzpunkt – Sprechzeit.

Wählt der Sprecher das Pretérito indefinido als Referenz für die Beschreibung einer Handlung oder eines Ereignisses in der Vergangenheit, so definiert er das Geschehen oder Ereignis als von einem Zeitpunkt ab und impliziert, dass es kaum Möglichkeiten der Einflussnahme darauf gibt.[134] Es ist die Zeit, die für Erzählungen, Berichte und Schilderungen verwendet wird. Es ist eine einfache Zeit und verweist meistens auf definitive Zeitpunktangaben in der Vergangenheit.

Folgende Wörter weisen auf dieses Zeitgeschehen hin: ayer, anteayer, el año pasado, anoche, la semana pasada, el martes pasado, de repente, de ... a, desde ... hasta, después, el martes de la semana pasada, en ..., de pronto, hace tres días.

Frage nach dem Indefinido: ¿Qué pasó? oder Was geschah dann?
Frage nach dem Imperfecto: ¿Cómo era? oder Was war schon?

Manche Verben haben, je nachdem, ob sie im Imperfecto oder Indefinido stehen, eine andere deutsche Übersetzung. So wird conocer kennen im Imperfecto zu le conocía ich kannte ihn (über einen längeren Zeitraum), während le conocí zur vergangenen einmaligen Aktion ich habe ihn kennen gelernt wird.[135]

Unterschiedliche Bedeutungen der konjugierten Verben im Pretérito imperfecto oder Pretérito indefinido, Beispiele.[136][137]
Verben Infinitiv deutsche Übersetzung Pretérito imperfecto (Verlauf der Handlung) deutsche Übertragung Pretérito indefinido (Eintritt der Handlung) deutsche Übertragung
tener haben tenía ich hatte (wie immer) gehabt tuve ich bekam (augenblicklich, im Moment)
saber wissen sabía ich wusste schon supe ich erfuhr (plötzlich)
conocer kennen conocía ich kannte schon conocí ich lernte (augenblicklich) kennen
ir gehen iba ich war wie immer unterwegs, ich ging wie gewohnt fui ich fuhr, ging (augenblicklich)

Das Indefinido nimmt seinen Betrachtungszeitpunkt ebenfalls von der Gegenwart aus ein. Aber das betrachtete Geschehen fand des Öfteren statt, oder aber es dauerte länger, so dass man keinen Zeitpunkt, sondern einen Zeitraum beschreibt. Da der Zeitpunkt des Geschehens nicht genau definierbar ist, heißt es „indefinido“ unbestimmt. Der Sprecher nutzt das Indefinido, um das (singuläre) Ereignis oder Geschehen zu beschreiben, ohne aber zu versuchen, den Rahmen einer Situation genauer zu beschreiben oder einen ausführenden Kontext zu dem, was (singulär) beschrieben wird, sprachlich auszudrücken.

Beispiel: Llegué a las seis de la mañana, tomé una ducha y me fui a la cama Ich kam im Moment um sechs Uhr morgens an, nahm ein Duschbad und ging ins Bett.

Aspekt im Spanischen[Bearbeiten]

Der Aspekt, aspecto, beschreibt die Haltung, actitud temporal, oder besser die Blickrichtung des Sprechers zur zeitlichen Struktur von Handlungen oder Ereignissen.[138][139]

Während man mit dem Tempus eine durch das Verb charakterisierte Handlung, ein Ereignis oder einen Zustand einer Situation erfasst, die sich relativ zum Sprechzeitpunkt S (punto de habla (H), Sprechzeit) darstellt, dient der Aspekt gewissermaßen als Überbegriff für zwei unterschiedliche Bereiche, die man meist auch mit den Begriffen des grammatischen oder lexikalischen Aspekt beschreibt. Also während mit dem Tempus eine Zeitstufe oder Situierung des Ereignisses auf der Zeitachse erfolgt, bezieht sich der Aspekt nicht auf den Zeitpunkt des Vorgangs, Ereignisses oder der Handlung relativ zum Moment der Aussage (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), sondern auf die Art und Weise, wie dieser Vorgang zu betrachten ist.

Somit wird der imperfektive oder unvollendete Aspekt durch Folgendes ausgedrückt:

  • eine durative Handlung, deren Dauer ohne Rücksicht auf einen Anfang oder ein Ende bezeichnet wird;[140]
  • eine iterative Handlung, die sich ohne Rücksicht auf ein Anfang oder ein Ende des jeweiligen Handlungsabschnitts wiederholt;
  • eine inchoative Handlung, die eine Dauer mit dem Blick auf den Beginn anzeigt;
  • eine habituative Handlung, die gewöhnlich, also gewohnheitsmäßig stattfindet;
  • eine konative Handlung, die einen Versuch zu einer Handlung bezeichnet.

Beispiel: Pedro fumaba habanos fuertes Pedro rauchte starke Zigarren. Wann und Wie lange? Unbestimmt. Bekannt: seit einem Zeitpunkt. Anzunehmen: für gewöhnlich.

Beim perfektiven Aspekt wird eine Handlung als Ganzes, als abgeschlossen oder als vollendet betrachtet. Es zeigt sich Folgendes:

  • die Handlung ist punktuell (im Hinblick auf ein einmaliges Ereignis),
  • die Handlung ist ingressiv (im Hinblick auf den Beginn der Handlung)
  • die Handlung ist resultativ (im Hinblick auf das Ende der Handlung).

Beispiel: Pedro fumó habanos fuertes Francisco rauchte (im damaligen Moment) starke Zigarren. Wann? Bekannt: zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit. Wie lange? Anzunehmen: für einen Moment in der Vergangenheit.

Vergleicht man von den romanischen die spanische, die französische und die italienische Sprache, so lässt sich eine Kategorie des Aspekts nur bei den Vergangenheitstempora aufzeigen. Sie zeigen sich durch die Gegensatzpaare von Pretérito imperfecto vs. Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple im Spanischen, von Imparfait vs. Passé simple im Französischen und von Imperfetto vs. Passato remoto im Italienischen.[141] Entscheidend ist nun, dass mit den Vergangenheitsformen eigentlich keine unterschiedlichen Zeitstufen ihren Ausdruck finden, sondern dass unterschiedliche Sichtweisen über eine vergangene Handlung oder ein Ereignis (Ereigniszeit E, punto de evento (E)) festgelegt werden.

Der grammatische Aspekt bezieht sich auf die Verwendung bestimmter Verbformen, durch die in der Sprechsituation die verschiedenen zeitlichen Perspektiven dargestellt werden können. Wichtig, aber auch schwierig ist für den deutschen Muttersprachler die Differenzierung zwischen imperfektivem und perfektivem Aspekt, mit anderen Worten die Darstellung einer Handlung als ein abgeschlossenes Ganzes oder als eine sich im Verlauf befindliche Handlung. Imperfektiv ist der Aspekt dann, wenn die durch das Verb bezeichnete Handlung innerhalb der Referenzzeit nicht abgeschlossen wird, und perfektiv, wenn innerhalb der Referenzzeit das Ereignis abgeschlossen wird.

Das Spanische differenziert hierbei auf der Ebene der Vorzeitigkeit, anterioridad, etwa durch die Gegensatzpaare Pretérito perfecto und Pretérito imperfecto. Der lexikalische Aspekt betrifft die interne zeitliche Struktur einer versprachlichten Handlung oder eines versprachlichten Ereignisses. Hier stellt sich dem Sprecher die Frage, ob eine Situation eine zeitliche Ausdehnung hat (Mario se durmió Mario schlief ein; oder aber Mario durmió Mario schlief) oder ob die Handlung über einen Endpunkt verfügt (Mario construye una casa Mario baut ein Haus; oder eben Mario construye casas Mario baut Häuser). Ferner ist für den Sprecher die Frage zu beantworten, ob grundsätzlich überhaupt etwas geschieht (Mario conoce el camino Mario kennt den Weg; oder Mario empuja el carrito Mario schiebt den Wagen).

Mit den Perífrasis verbales kann im Spanischen der Aspekt der Handlung mit verbalen Umschreibungen charakterisiert werden. Die Darstellung des Aspekts erfolgt also auf lexikalischer Ebene. Diese Konstruktionen, bestehend aus Verben der Bewegung, treten in Beziehung zu den infiniten Verbformen, dem Infinitiv, Partizip oder Gerundium, die dadurch ihre ursprüngliche Bedeutung verlieren und die Funktion eines Modalverbs annehmen.[142]

Grundsätzlich ist im Spanischen entscheidend, ob die Handlung oder das Ereignis, ob die Zeitspanne oder der Zeitraum noch eine Beziehung zur Gegenwart des Erzählenden haben oder ob sie abgeschlossen sind. Das Deutsche kennt hierfür prinzipiell zwei temporale Adverbien: vor für den abgeschlossenen Zustand, spanisch hace, und seit für den Zustand des Noch-Geltens, spanisch desde hace, desde, hace ... que.[143] Für einen Handlungsbeginn in der Vergangenheit wird im Spanischen das Pretérito indefinido oder das Pretérito imperfecto eingesetzt, das dazu passende Adverb heißt hace.

Hat nun das Ereignis seinen Beginn in der Vergangenheit, wirkt es aber bis in die Gegenwart hinein, wird im Spanischen eine Gegenwartszeit, das Pretérito perfecto verwendet. Das dazugehörige den Zeitraum bestimmende Wort ist desde von einem Zeitpunkt aus. Ähnlich verhält es sich mit der Betrachtung im Zeitraum zurück, entweder mit desde hace oder hace ... que.

Mit Zeitpunkt bevorzugte Tempora Mit Zeitraum bevorzugte Tempora
seit (Handlung ist nicht abgeschlossen, gilt noch immer, also imperfektiv) desde[144] oder a partir de Zeitspanne nach einem Zeitpunkt. Anterospektiv (seit + Zeitpunkt). Pretérito perfecto compuesto desde hace[145] Zeitspanne von damals an bis jetzt (anterospektiv). – hace ... que Zeitspanne von jetzt zu einem Zeitpunkt zurück (retrospektiv, seit + Zeitraum). Pretérito perfecto compuesto, Presente
Beispielsätze Desde entonces no lo he vuelto a ver Seit damals habe ich ihn nicht mehr gesehen.A partir de enero ha vivido en Barcelona Von Januar an hat sie in Barcelona gelebt. Vivimos en Chile desde hace dos años Wir leben in Chile seit zwei Jahren (anterospektiv). – Hace un año que estudio filosofia Seit einem Jahr studiere ich Philosophie (retrospektiv).
vor; bevor (Handlung ist abgeschlossen, also perfektiv)[146] antes de Zeitspanne mit Bezug auf ein anderes Ereignis. Zwei Ereignisse stehen in Wechselwirkung (vor + Zeitpunkt). Pretérito indefinido oder imperfecto hace Zeitspanne von jetzt an. Retrospektiv (vor jetzt + Zeitraum) oder anterospektiv (nach damals + Zeitraum) Pretérito indefinido, Pretérito imperfecto
Beispielsätze Siempre voy a comer antes de las siete Ich esse immer vor sieben Uhr. Compré la casa hace una semana Ich kaufte das Haus vor einer Woche.Estudié filosofia hace un año Seit einem Jahr studierte ich Philosophie (anterospektiv, perfektiv).[147]Hace un año que estudié filosofia Vor einem Jahr studierte ich Philosophie (retrospektiv, perfektiv).[148]

Im Pretérito indefinido[149] stehen einmalige, perfektiv punktuelle Handlungen in der Vergangenheit (siehe hierzu Aorist und Aktionsart).[150] Es hat im Deutschen keine Entsprechung und wird bei einer Übersetzung mit dem Präteritum wiedergegeben. Erst anhand einer Zeitbestimmung innerhalb des Satzes lässt sich ersehen, welche Form gewählt wurde; es gibt also klare Regeln hinsichtlich der unterschiedlichen Verwendung dieser Zeiten. Die Haltung des Sprechers, der Betrachtungszeitpunkt zu den exakten zeitlichen Strukturen nennt man Aspekt bzw. Aktionsart von Handlungen oder Ereignissen und bestimmt damit den imperfektiven oder perfektiven Aspekt.[151]

Vergleicht man das Pretérito indefinido mit dem Pretérito imperfecto, so zeigt sich, dass beide Zeiten die Aspekte entweder als abgeschlossene Handlungen oder Ereignisse in der Vergangenheit ausdrücken oder nicht. Anders gesagt, es sind Formen, die die Perfektivität in der Vergangenheit oder die Imperfektivität in der Vergangenheit auszudrücken in der Lage sind.[152]

Für Geschehen und Vorgänge, die einmal passierten – dabei ist der Zeitpunkt für den Sprecher abgeschlossen und idealerweise bestimmbar, aber zeitlich nicht deutlich begrenzt –, oder bei Geschehnissen, die auch mehr als einmal stattgefunden haben, aber ebenfalls als abgeschlossen anzusehen sind, wird das Pretérito imperfecto eingesetzt. Im Imperfecto werden Zustände erzählt (z. B. Panoramabeschreibungen, Wettererscheinungen, Landschaften, Eigenschaften von Gegenständen, aber auch Personen) und Situationsschilderungen sowie Hintergrundsbeschreibungen geliefert. Sollte zu einer neuen Handlung in der Vergangenheit die bereits laufende Handlung oder ein weiteres parallel verlaufendes Ereignis hinzutreten, wird auch diese Zeitform gewählt. Aber wenn eine Handlung oder Ereignis, das im Gange war, von einem anderen einsetzenden Handlung tangiert wird, steht die einsetzende Handlung im Indefinido. Das noch andauernde Ereignis steht weiterhin im Imperfecto.

Beispiel: María hacía un jersey de punto cuando llegué a casa Maria strickte einen Pullover, als ich nach Hause kam.

Im Spanischen findet der Aspekt seinen isolierten Ausdruck in dem Gegensatzpaar Pretérito indefinido versus Pretérito imperfecto, dabei fällt morphologisch das Tempusmorphem mit dem Aspektmorphem zusammen. Das Indefinido bezeichnet ein Ereignis oder eine Handlung, die in der Vergangenheit beendet wurde (perfektiver Aspekt). Dem Imperfecto hingegen fehlt diese Bestimmung (imperfektiver Aspekt), hier vermag das Ereignis- oder Handlungsende offen bleiben. Relativ zum Ereignisende des Fertigstellens eines Pullovers (hacía) sind das Ankommen nach Hause (llegué) und seine Implikationen nicht beendet.[153]

Beispiel: Cuando llegué, mi esposa ya se había ido Als ich ankam, war meine Ehefrau schon weg. Das Verb llegar steht in der Zeitform des Indefinido llegué, der Fortgang der Handlung dann im Imperfecto había ido. Hinsichtlich des Aspektes beschreibt das Verb llegué im Indefinido ein beendetes Ereignis (perfektiver Aspekt), mit había ido dem Imperfecto hingegen bleibt die Bestimmung (imperfektiver Aspekt) offen.

Die „Zeitmarker“ für die Verwendung des Pretérito indefinido oder des Perfecto simple sind die folgenden Wörter: ayer, anteayer, el lunes, el martes, hace un año, el otro día, ese/aquel día, el domingo, hace un rato, la semana pasada, el mes pasado, el año pasado. Also bei allen Temporalbestimmungen mit pasado bzw. pasada wird das Indefinido verwendet.

Beispiel: Ayer María se compró un coche Gestern kaufte sich Maria einen Wagen.

Das Indefinido sowie das Imperfecto können in einem Text aus stilistischer Sicht miteinander kombiniert werden. So steht dabei der Handlungshintergrund, die Rahmenhandlung[154] im Imperfecto. Die die Zeitfom einleitenden Wörter hierzu, etwa mientras, porque, siempre, stehen dann vor einem im Imperfekt konjugierten Verb, während Wörter wie enseguida, luego, un día, de repente die Veränderung im Ereignisverlauf der Erzählung einleiten, um dann an dieser Stelle mit einem Verb im Indefinido fortzufahren.

Werden keine Zeitangaben in einem sich versprachlichendem Satz benutzt oder aber lässt sich aus dem Kontext eine solche nicht erschließen, wird das Pretérito perfecto genutzt, vor allem dann, wenn die Handlung oder das Ereignis zum Sprecher als noch relativ nah im Bezug auf die Gegenwart empfunden wird. Liegt aber die Handlung oder das Ereignis, über das gesprochen wird, schon längst oder länger zurück oder ist es für den Sprecher schon Teil einer ferneren Vergangenheit, nutzt man das Indefinido.[155] Wenn nun aber über zwei oder mehrere Geschehen erzählt wird, die sich zur gleichen Zeit in einer Vergangenheit abspielten, wird das Imperfecto verwendet, um das noch andauernde Ereignis, die Rahmenhandlung, zu beschreiben, während man das Indefinido für jede neu eintretende Handlung verwendet. Anders gesagt, beginnt ein Erzähler im Indefinido, so wird der Inhalt seines Erzählten meist nicht weiter ausgeführt, anders beim einleitenden Imperfecto, hier folgen häufig ausführlichere Erläuterungen zum Gegenstand seines Gesagten.

Also: Bei abgeschlossenen Situationen oder Handlungen in der Vergangenheit, wobei die Häufigkeit keine Rolle spielt, oder auch bei nacheinander ablaufenden Handlungen in der Vergangenheit wird das Pretérito indefinido eingesetzt. Es stellt eine typische Zeit zum Erzählen, das tiempo narrativo, dar.

Beispiel: Nuestro amigo salía de su casa, cuando le asaltaron unos ladrones. Unser Freund verließ sein Haus, als ihn Räuber überfielen.[156] Dabei steht das Verb „salir“ im Imperfecto und das Verb „asaltar“ im Indefinido.

Pretérito anterior[Bearbeiten]

Im Pretérito anterior[157][158][159] wird eine Handlung bezeichnet, die unmittelbar vor dem Einsetzen einer anderen Handlung oder eines anderen Ereignisses zum Abschluss kam. Bei mehr als zwei aufeinander folgenden Handlungen steht das berichtete Geschehen nicht mehr im Pretérito anterior, sondern alle Handlungen werden in das Pretérito indefinido gesetzt. Es ist eine zusammengesetzte Zeit, eine forma compuesta.

Diese Vergangenheitsform wird zumeist nur noch in der literarischen Sprache verwendet. Vielfach wird sie in der Umgangssprache durch das Pretérito pluscuamperfecto ersetzt. Hier fehlt aber die Unmittelbarkeit der aufeinanderfolgenden Ereignisse.

Folgende Wörter leiten häufig das Pretérito anterior ein: apenas, así que, cuando, en cuanto, luego que, no bien, tan pronto como und una vez que.

Beispiel: Después de que la médica de urgencia hubo llegado al lugar del hecho, llegó la ambulancia Nachdem die Notärztin (unmittelbar zuvor) am Tatort eingetroffen war, kam der Rettungswagen.

Pretérito pluscuamperfecto[Bearbeiten]

Im Pretérito pluscuamperfecto[160][161] stehen Handlungen, die gegenüber der sonst verwendeten Vergangenheit vorzeitig sind. Es ist eine zusammengesetzte Zeit.[162] Mit dieser Zeit wird aus aspektueller Sicht einer abgeschlossenen Handlung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit geschah, Ausdruck gegeben. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: E – R – H, Ereigniszeit – Referenzpunkt – Sprechzeit.

Sie ist die Zeitform, die am weitesten von der Gegenwart entfernt ist, und steht auf dem Zeitstrahl ganz links außen. Sie bringt zum Ausdruck, dass vorher noch etwas geschehen ist. Diese Zeit erfasst Handlungen oder Ereignisse vor einer anderen oder vor anderen in der Vergangenheit.

Beispiel: Había terminado mi operación quirúrgica cuando mi asistente entró. Ich hatte (rückblickend) meinen chirurgischen Eingriff beendet, als mein Assistent hereinkam.

Während das Pretérito pluscuamperfecto die mittelbare Vorzeitigkeit ausdrückt, zeigt das Pretérito anterior im Unterschied die unmittelbare Vorzeitigkeit. Das Pretérito pluscuamperfecto beschreibt ein abgeschlossenes Geschehen aus einem Betrachtungszeitpunkt, der in der Vergangenheit liegt (mittelbare Vorzeitigkeit) und versprachlicht im Allgemeinen ein Ereignis in der Vergangenheit, welches darauffolgend geschieht.

Beispiel für die Verbindung mit dem Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple: Cuando llegó María al final, ya habíamos salido. Beispiel für die Verbindung mit dem Pretérito imperfecto: Ella había escrito el diario cuando era joven.

Futuro proximo[Bearbeiten]

Mittels des Verbs ir, das in der gebildeten Konstruktion die Funktion eines Hilfsverbs einnimmt, und der Präposition a sowie dem Infinitiv des zu verwendenden Verbs werden unmittelbar und in naher Zukunft oder als geplante Zukunft stattfindende Handlungen beschrieben. Diese Konstruktion ähnelt der englischen Zukunftsform, dem going-to-Future.[163]

Beispiel: Hoy voy a ir al teatro Heute werde ich ins Theater gehen./Heute gehe ich ins Theater.

Futuro simple[Bearbeiten]

Das Futuro simple[164] drückt Zukunft aus. Es ist eine einfache Zeit. In der Umgangssprache wird es häufig durch das Futuro compuesto ersetzt, das durch eine Form von ir + die Präposition a + Infinitiv gebildet wird. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: H – R . E, Sprechzeit – Referenzpunkt . Ereigniszeit.

Beispiel: Voy a viajar a Cuba Ich werde nach Kuba reisen.
Frage nach dem Futur: ¿Qué va a pasar? Oder: Was wird passieren?

Futuro perfecto[Bearbeiten]

Im Futuro perfecto[165][166] stehen Handlungen, die in der Zukunft bereits Vergangenheit sein werden. Es ist eine zusammengesetzte Zeit.

  • Beim Futuro proximo handelt es sich um eine Bildung aus dem Präsens des Verbs gehen, ir und dem entsprechenden nachfolgenden Infinitiv, presente de ir + infinitivo.

Beispiel: Mañana, voy a trabajar Morgen arbeite ich. Mit dieser Formulierung wird eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses ausgedrückt. Im Vergleich dazu das Futuro simple: Mañana trabajaré Morgen werde ich arbeiten. Mit dieser Aussage wird eine geringere Inzidenz bezüglich des Eintretens des Ereignisses angekündigt.

In der Terminologie Hans Reichenbachs wäre folgende Struktur gegeben: H – E – R, Sprechzeit – Ereigniszeit – Referenzpunkt oder H . E – R, Sprechzeit . Ereigniszeit – Referenzpunkt bzw. E – H – R, Ereigniszeit – Sprechzeit – Referenzpunkt.[167]

Condicional[Bearbeiten]

Hauptartikel: Condicional

Der Condicional entspricht dem deutschen Konditional (Konjunktiv II).[168] Damit werden irreale Sachverhalte ausgedrückt bzw. Bedingungssätze gebildet. Der Condicional I oder Condicional simple[169] bezieht sich auf die Gegenwart, der Condicional II oder Condicional perfecto (compuesto)[170] auf die Vergangenheit. Der Condicional simple ist eine einfache und der Condicional perfecto eine zusammengesetzte Zeit.

In der Terminologie Hans Reichenbachs wäre folgende Struktur gegeben: R – E – H, Referenzpunkt – Ereigniszeit – Sprechzeit oder R – H – E, Referenzpunkt – Ereigniszeit – Sprechzeit.

Subjuntivo[Bearbeiten]

Hauptartikel: Subjuntivo

Der Modus des Subjuntivo (Modo subjuntivo) hat im Deutschen keine Entsprechung.[171] Der Subjuntivo findet sich selten in Hauptsätzen, in den meisten Fällen wird er in Nebensätzen verwendet.[172]

    • Das Presente de subjuntivo wird in Wunschsätzen verwendet (hier wird es im Deutschen mit Konjunktiv I wiedergegeben), vor allem aber in bestimmten Nebensätzen, für die das einleitende Verb es fordert (bei Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit).
    • Das Perfecto de subjuntivo nimmt man bei Vorzeitigkeit oder Gleichzeitigkeit,
    • das Imperfecto de subjuntivo bei Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit.
    • Pluscuamperfecto de subjuntivo (bei Vorzeitigkeit) wird wie das Presente und das Perfecto subjuntivo benutzt, bezieht sich jedoch auf die Vergangenheit. Für diese Zeiten existieren zwei Formen (Endungen), die gleichberechtigt und bedeutungsgleich verwendet werden.
    • Das Futuro imperfecto de subjuntivo wird in der gesprochenen Sprache kaum noch verwendet und ist im Aussterben begriffen. Mit dieser Konstruktion werden unvollendete, aber hypothetisch mögliche, im Allgemeinen auf die Zukunft bezogene Handlungen und Ereignisse in Konditional-, Temporal-, Relativ- oder Adverbialsätzen beschrieben.
    • Das Futuro perfecto de subjuntivo wird noch seltener genutzt, die Anwendungsregeln der imperfekten Form gelten auch bei ihm, nur dass es sich auf eine vollendete Handlung bezieht.[173]

Beim Pretérito indefinido und beim Pretérito anterior gibt es keine Formen für den Subjuntivo.

Zusammenfassung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Verbalperiphrase (spanisch)

Der Modus bezieht sich auf die Sichtweise des Sprechers (Proposition (Linguistik)). Indem der Sprecher einen erinnerten Sachverhalt versprachlicht, trifft er auch die Entscheidung, in welchem Ausmaß er gleichzeitig an seinen Gesprächspartner noch weitergehende Informationen (Modalitäten) über seine Vermutungen weitergeben wird, es stellt sich für hin also die Frage nach dem indikativischen oder subjunktivischen Ausdruck des Sachverhalts oder der Handlung.

Das Tempus und auch der Aspekt beziehen sich auf die Handlung selbst. Das Tempus macht die zeitliche Relation des Sprechenden zum versprachlichten Ereignis kenntlich, der Aspekt wiederum beschreibt, auf welche Art und Weise sich die Handlung vollzieht (beginnt die Handlung oder steht sie am Ende, gibt es wiederholende Handlungen usw.).

Formen: Einfache Zeiten und Modi im Aktiv[Bearbeiten]

Erste Konjugation (auf -ar: amar lieben)[Bearbeiten]

Lateinisch: amare, amo, amavi, amatum —.

Unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo amar
Gerundio amando
Participio amado (amado, amada, amados, amadas)
Indicativo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente amo amas / amás / ama ama amamos amáis / aman aman
Pretérito imperfecto amaba amabas / amaba amaba amábamos amabais / amaban amaban
Pretérito perfecto simple amé amaste / amó amó amamos amasteis / amaron amaron
Futuro simple oder Futuro imperfecto amaré amarás / amará amará amaremos amaréis / amarán amarán
Condicional (Condicional simple oder Pospretérito) yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
  amaría amarías / amaría amaría amaríamos amaríais/amarían amarían
Subjuntivo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente ame ames / ame ame amemos améis / amen amen
Pretérito imperfecto 1 amara amaras / amara amara amáramos amarais / amaran amaran
Pretérito imperfecto 2 amase amases / amase amase amásemos amaseis / amasen amasen
Futuro simple oder Futuro amare amares / amare amare amáremos amareis / amaren amaren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   ama / amá ame amemos amad amen
verneint   no ames no ame no amemos no améis no amen

Zweite Konjugation (auf -er, temer fürchten)[Bearbeiten]

Lateinisch: timere, timeo, timui,—.

Unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo temer
Gerundio temiendo
Participio temido (temido, temida, temidos, temidas)
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente temo temes / temés teme tememos teméis / temen temen
Pretérito imperfecto temía temías temía temíamos temíais /temían temían
Pretérito perfecto simple temí temiste temió temimos temisteis / temieron temieron
Futuro temeré temerás temerá temeremos temeréis / temerán temerán
Condicional yo tú / vos él nosotros vosotros / ustedes ellos
  temería temerías temería temeríamos temeríais / temerían temerían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente tema temas tema temamos temáis / teman teman
Pretérito imperfecto 1 temiera temieras temiera temiéramos temierais / temieran temieran
Pretérito imperfecto 2 temiese temieses temiese temiésemos temieseis / temiesen temiesen
Futuro temiere temieres temiere temiéremos temiereis temieren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   teme / temé tema temamos temed teman
verneint   no temas no tema no temamos no temáis no teman

Dritte Konjugation (auf -ir, partir weggehen)[Bearbeiten]

Von Lateinisch: partire, partio, partivi, partitum — (verteilen, austeilen).

unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo partir
Gerundio partiendo
Participio partido (partido, partida, partidos, partidas)
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente parto partes / partís parte partimos partís parten
Pretérito imperfecto partía partías partía partíamos partíais partían
Pretérito perfecto simple partí partiste partió partimos partisteis partieron
Futuro imperfecto partiré partirás partirá partiremos partiréis partirán
Condicional yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
  partiría partirías partiría partiríamos partiríais partirían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente parta partas parta partamos partáis partan
Pretérito imperfecto 1 partiera partieras partiera partiéramos partierais partieran
Pretérito imperfecto 2 partiese partieses partiese partiésemos partieseis partiesen
Futuro partiere partieres partiere partiéremos partiereis partieren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   parte / partí parta partamos partid partan
verneint   no partas no parta no partamos no partáis no partan

ser (sein)[Bearbeiten]

Lateinisch: esse, sum, es, fui, futurus —, und einige Formen von sedere.

Unpersönliche Formen  
Infinitivo ser
Gerundio siendo
Participio sido
Indicativo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente soy eres / sos / es es somos sois / son son
Pretérito imperfecto era eras / era era éramos erais / eran eran
Pretérito perfecto simple fui fuiste / fue fue fuimos fuisteis / fueron fueron
Futuro seré serás / será será seremos seréis / serán serán
Condicional yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
  sería serías / sería sería seríamos seríais / serían serían
Subjuntivo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente sea seas / sea sea seamos seáis / sean sean
Pretérito imperfecto 1 fuera fueras / fuera fuera fuéramos fuerais / fueran fueran
Pretérito imperfecto 2 fuese fueses / fuese fuese fuésemos fueseis / fuesen fuesen
Futuro fuere fueres / fuere fuere fuéremos fuereis fueren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   sea seamos sed sean
verneint   no seas no sea no seamos no seáis no sean

haber (haben als Hilfsverb)[Bearbeiten]

Lateinisch: habere, habeo, habui, habitum —.

Hilfsverben, verbos auxiliares, dienen zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten, aber auch des Passivs. Man kennt im Spanischen deren drei: haber, ser und estar.[174]

Unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo haber
Gerundio habiendo
Participio habido (habido, habida, habidos, habidas)
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente he has ha hemos habéis han
Pretérito imperfecto había habías había habíamos habíais habían
Pretérito perfecto simple hube hubiste hubo hubimos hubisteis hubieron
Futuro habré habrás habrá habremos habréis habrán
Condicional yo él nosotros vosotros ellos
  habría habrías habría habríamos habríais habrían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente haya hayas haya hayamos hayáis hayan
Pretérito imperfecto 1 hubiera hubieras hubiera hubiéramos hubierais hubieran
Pretérito imperfecto 2 hubiese hubieses hubiese hubiésemos hubieseis hubiesen
Futuro hubiere hubieres hubiere hubiéremos hubiereis hubieren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   he haya hayamos habed hayan
verneint   no hayas no haya no hayamos no hayáis no hayan

ir (gehen; werden als Hilfsverb)[Bearbeiten]

Ir wird in einer der häufigsten Umschreibungen des Spanischen verwendet: ir + a + Infinitiv (zusammengesetztes Futur) und stammt vom lat. ire, eo, ii (oder ivi), itum ab, hat aber auch einige Formen von vadere und esse übernommen.

Unpersönliche Formen  
Infinitivo ir
Gerundio yendo
Participio ido
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente voy vas va vamos vais van
Pretérito imperfecto iba ibas iba íbamos ibais iban
Pretérito perfecto simple fui fuiste fue fuimos fuisteis fueron
Futuro iré irás irá iremos iréis irán
Condicional yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
  iría irías iría iríamos iríais irían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente vaya vayas vaya vayamos vayáis vayan
Pretérito imperfecto 1 fuera fueras fuera fuéramos fuerais fueran
Pretérito imperfecto 2 fuese fueses fuese fuésemos fueseis fuesen
Futuro fuere fueres fuere fuéremos fuereis fueren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
Bejaht   ve† / andá vaya vamos id†† vayan
Verneint   no vayas no vaya no vamos / no vayamos no vayáis no vayan
  • † Umgangssprachliche und dialektale Form ves.
  • †† Die 2. Pers. Pl. von irse ist idos.

Diphthongierung[Bearbeiten]

Im Presente diphthongiert das -e- bzw. das -o- aus dem Wortstock einiger Verben in allen Singularformen sowie in der 3. Person Plural (also in den Positionen, in denen die Vokale betont sind) zu -ie- bzw. -ue-. – Beispiele:

  • comenzar (beginnen): comienzo, comienzas, comienza, comenzamos, comenzáis, comienzan
  • dormir (schlafen): duermo, duermes, duerme, dormimos, dormís, duermen

Ähnlich wie dormir wird jugar (spielen) konjugiert, das als einziges Verb in bestimmten Formen ein u in ein ue verwandelt (z. B. juego). Eine ähnliche Gruppenunregelmäßigkeit stellen Verben dar, deren e zum i wird, zum Beispiel pedir (verlangen): pido, pides, pide, pedimos, pedís, piden.

Ein Beispiel für die Konjugation in der spanischen Sprache: "Correr" (bedeutet "laufen", regelmäßige e-Konjugation). Die Spalten stehen für die Zeiten: Vergangenheit, Pretérito perfecto de indicativo, Gegenwart, Presente simple de indicativo und Zukunft, Futuro simple de indicativo. Die Zeilen geben Auskunft über Person und Zahl: 1. Person Singular, 2. Singular, 3. Singular, 1. Plural, 2. Person Plural und 3. Person Plural.

Unregelmäßige Verben[Bearbeiten]

Die meisten unregelmäßigen Verben unterscheiden sich von den regelmäßigen in der 1. Person Singular des Presente sowie in allen Indefinido-, Futuro- (und davon abgeleitet Condicional-) und Presente-de-Subjuntivo-Formen, während es nur zwei (mit ser drei) Verben gibt, die das Imperfecto unregelmäßig bilden.

Infinitiv Presente Imperfecto Indefinido Futuro simple Pres. de Subjuntivo
andar ando, andas,… regelmäßig anduve, -iste, -o, -imos, -isteis, -ieron andaré, -ás,… ande, andes,…
caer caigo, caes, cae, … regelm. caí, caíste, cayó, caímos, caísteis, cayeron caeré, -ás, … caiga, -as,…
decir digo, dices, dice, decimos, decís, dicen regelm. dije, -iste, -o, -imos, -isteis, -eron diré, -ás,… diga, -as,…
dar doy, das, da, damos, dais, dan regelm. di, diste, dio, dimos, disteis, dieron daré, -ás,… dé, des, dé, demos, deis, den
estar estoy, estás, está, estamos, estáis, están regelm. estuve, -iste,… estaré, -ás,… esté, estés, esté, estemos, estéis, estén
hacer hago, haces,… regelm. hice, -iste, hizo, hicimos, -isteis, -ieron haré, -ás,… haga, -as,…
poder puedo, puedes, puede, podemos, podéis, pueden regelm. pude, -iste,… podré, -ás,… pueda, -as,…
poner pongo, pones, pone,… regelm. puse, -iste,… pondré, -ás,… ponga, -as,…
querer quiero, quieres, quiere, queremos, queréis, quieren regelm. quise, -iste,… querré, -ás,… quiera, -as,…
saber sé, sabes, sabe,… regelm. supe, -iste,… sabré, -ás,… sepa, -as,…
salir salgo, sales, sale,… regelm. salí, -iste,… saldré, -ás,… salga, -as,…
tener tengo, tienes, tiene, tenemos, tenéis, tienen regelm. tuve, -iste,…,-ieron tendré, -ás,… tenga, -as…
traer traigo, traes, trae,… regelm. traje, -iste, -o, -imos. -isteis, -eron traeré, -ás,… traiga, -as,…
venir vengo, vienes, viene, venimos, venís, vienen regelm. vine, -iste,… vendré, -ás,… venga, -as,…
ver veo, ves, ve, vemos, veis, ven veía, veías,… vi, -iste,… veré, -ás,… vea, veas,…

Formen: Zusammengesetzte Zeiten und Modi im Aktiv[Bearbeiten]

In jedem Modus gibt es zu jeder einfachen Zeit eine zusammengesetzte Zeit. Sie wird aus der einfachen Zeit des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt, Participio de pretérito o pasivo, des konjugierten Verbs gebildet und drückt gegenüber der einfachen Zeit eine Vorzeitigkeit aus.

Einfache Zeit Zusammengesetzte Zeit Bildung der zusammengesetzten Zeit Beispiel für die einfache Zeit (3.Pers.Sg.) Beispiel für die zusammengesetzte Zeit (3.Pers.Sg.)
presente perfecto presente von haber + participio habla ha hablado
imperfecto pluscuamperfecto imperfecto von haber + participio hablaba había hablado
indefinido pretérito anterior indefinido von haber + participio habló hubo hablado
futuro simple futuro perfecto futuro simple von haber + participio hablará habrá hablado
condicional simple condicional perfecto condicional simple von haber + participio hablaría habría hablado
presente de subjuntivo perfecto de subjuntivo presente de subjuntivo von haber + participio hable haya hablado
imperfecto de subjuntivo pluscuamperfecto de subjuntivo imperfecto de subjuntivo von haber + participio hablara/hablase hubiera/hubiese hablado

Bildung des Participio[Bearbeiten]

  • Regelmäßige Bildung
    • a-Konjugation: -ado, z. B. hablar - hablado
    • e-Konjugation: -ido, z. B. comer - comido
    • i-Konjugation: -ido, z. B. vivir - vivido
  • Unregelmäßige Verben
    • abrir – abierto: (yo) he abierto – ich habe geöffnet
    • decir – dicho: (tú) has dicho – du hast gesagt
    • escribir – escrito: (él/ella/usted) ha escrito – er/sie/Sie hat/haben geschrieben
    • hacer – hecho: (nosotros/-as) hemos hecho – wir haben gemacht/getan
    • poner – puesto: (vosotros/-as) habéis puesto – ihr habt gestellt
    • traer – traído: (ellos/ellas/ustedes) han traído – sie/sie/Sie haben gezogen
    • ver – visto: analog zum obigen
    • volver – vuelto: analog zum obigen
    • morir - muerto
    • cubrir - cubierto
    • romper - roto
    • freir - frito


Das Passiv[Bearbeiten]

Das Passiv (Leideform), voz pasiva, ist eine der Diathesen. Die Diathese (Handlungsrichtung) ist eine Kategorie des Verbs (auch als Verbgeschlecht oder Genus verbi bezeichnet). Ähnlich dem deutschen Passiv beschreibt bzw. betont das spanische Passiv ein vom Handlungsträger abgewandtes verbales Ereignis. Damit wird es geschehensorientiert, und es unterscheidet sich darin vom Aktiv.[175] Genauso wie für das Aktiv (Tätigkeitsform), voz activa, kann auch das Passiv in sämtliche Zeitformen, tiempos gramaticales, gesetzt werden. Gleiches gilt auch für die drei verschiedenen Modi eines Verbs, den Indicativo, den Subjuntivo und den Imperativo in den unterschiedlichen Tempora.

Es wurde viel darüber diskutiert, ob im Spanischen, anders als im Deutschen, überhaupt ein Passiv existiert, da es keine speziellen Formen besitzt, sondern durch Umschreibung und analytisch, d. h. zusammengesetzt, gebildet wird.[176] Das bedeutet aber nicht, dass passivische Konstruktionen, voces pasivas, nicht verwendet werden. So können bestimmte Sachverhalte in einer aktivischen Konstruktion, voz activa, nicht immer elegant wiedergegeben werden. Ist etwa der Handelnde einer zu versprachlichenden Situation nicht bekannt oder werden zwei Objekte, ein direktes Objekt und ein indirektes Objekt mit angehängtem „a“, verwendet, ist die passivische Konstruktion häufig die eloquentere Form.

Beispiele: Los vecinos no entregarán a conductor a la policía (voz activa). El conductor no será entregado a la policía por los vecinos (voz pasiva). El artesano abre la puerta (voz activa). La puerta es abierta por el artesano (voz pasiva).[177]

Traditionell unterscheidet man im Spanischen zwei Arten von Passivbildung: analytisches und synthetisches Passiv.

Analytisches Passiv[Bearbeiten]

Es wird mit dem konjugierten Hilfsverb ser oder estar (deutsch „sein“ oder „werden bzw. werden sein“) und dem participio des entsprechenden Verbs gebildet. Die Nennung des Urhebers der Handlung ist nicht unbedingt nötig, wenn er jedoch erscheint, dann in Verbindung mit der Präposition por oder seltener mit de: Pedro comió las peras Pedro aß die Birnen (Aktiv); oder Las peras fueron comidas por Pedro Die Birnen wurden von Pedro gegessen (Passiv).

Das analytische Passiv, pasiva analítica, unterteilt sich wiederum in Vorgangspassiv und Zustandspassiv.

Mit dem Vorgangspassiv werden, wie die Bezeichnung nahelegt, passivische Vorgänge bei Handlungen und Ereignissen beschrieben. Von der formalen Bildung ähnelt es den deutschen Formen, welche mit dem Hilfsverben sein und werden gebildet werden. Ser entspräche dem deutschen „sein“ und estar dem deutschen „werden“ bzw. „sein werden“. Beim Vorgangspassiv steht das Geschehen im Blickfeld, das direkte Objekt des Aktivsatzes rückt zum Passivsubjekt auf. Der Akteur des Aktivsatzes verschwindet aus der versprachlichten Szene und wird nicht genannt oder mit der Präposition por, seltener de angefügt.

Das Zustandspassiv hingegen beschreibt Zustände, bei dem die Subjekte einer Handlung oder eines Ereignisses etwas erfahren haben, „erleiden“ mussten, wobei diese Handlung nunmehr abgeschlossen ist. Es steht also nicht das Geschehen im Blickfeld, vielmehr das Ergebnis der Handlungen. Im Deutschen wird diese Form mit dem Hilfsverb „werden“ bzw. „sein werden“ gebildet.

    • Das Vorgangspassiv, pasiva de proceso o analítica, verwendet das Hilfsverb oder Kopulaverb ser und ein veränderliches Partizip: Las camas no han sido hechas Die Betten sind nicht gemacht worden.
    • Das Zustandspassiv, pasiva de estado, verwendet das Hilfsverb oder Kopulaverb estar und ein veränderliches Partizip: Las camas ya están hechas Die Betten sind bereits gemacht worden.[178]

Synthetisches Passiv[Bearbeiten]

In der alltäglichen gesprochenen Sprache vermeidet man das analytische Passiv zugunsten des synthetischen Passivs, pasiva sintética, bzw. des pasiva refleja. Voraussetzung für eine solche Konstruktion wäre, dass das Subjekt des Satzes keine Person ist. (Oder um es zu präzisieren: Wenn es belebt ist, muss es in der Anzahl unbestimmt sein, das heißt ohne Artikel stehen. Oder es ist eben unbelebt.) Im Grunde handelt es sich um eine reflexive Aktivform, ähnlich der deutschen Formulierung Das Auto fährt sich gut.

Diese passivische spanische Konstruktion gestaltet sich normalerweise durch das Pronomen se und die dritte Person Singular oder Plural eines transitiven Verbs und ein Substantiv. Damit ist immer ein Subjekt vorhanden. Das Verb muss, mit wenigen Ausnahmen, transitiv sein (transitiv heißt hier, dass es ein direktes Objekt zu binden vermag).

Es wird mit dem Pronomen se und einem Verb in der dritten Person gebildet; der Urheber wird nicht genannt (im Deutschen oft mit „man“ wiedergegeben).

Beispiel: Se vende piso Man verkauft die Wohnung/Die Wohnung wird verkauft. Oder El piso es vendido por alguien Die Wohnung wird von jemandem verkauft.

    • Das Reflexivpassiv, pasiva refleja, verwendet das Personalpronomen se und die dritte Person Singular oder Plural des Verbes: Este coche se vende bien Dieses Auto verkauft sich gut.

Das synthetische Passiv ist die häufiger verwendete Form.

Eine weitere Form „passivischer“ Konstruktion wird verwendet, wenn der Verursacher oder auch die Ursache einer Handlung oder eines Ereignisses unbekannt oder unbedeutend sind, es ist die aktivische Form eines unbestimmten Subjekts.

    • Aktiv mit dem unbestimmten Subjekt, pasiva impersonal: Statt einer echten passivischen Konstruktion steht das Aktiv mit einem unbestimmten Subjekt: Allí están ensanchando el edificio Dort wird das Gebäude erweitert.

Modalpartikel[Bearbeiten]

Der Terminus „Modalpartikel“ wird im Spanischen (partícula modal) hinsichtlich der Begrifflichkeit weiter gefasst als im Deutschen. In der spanischen Sprache wird er in einigen Fällen als eine Sammelbezeichnung für nicht flektierbare Wörter benutzt.[179]

Hinzu kommt, dass es im Spanischen nur sehr wenige eigentliche Modalpartikeln gibt. Dieser Mangel an lexikalischen Mitteln bedeutet aber nicht, dass die funktionellen Möglichkeiten zur Abtönung bzw. Abschwächung einer Aussage fehlten. Vielmehr greift man hier etwa auf eine veränderte Wortstellung, den (fakultativen) Einsatz des Subjuntivo im Nebensatz, auf eine veränderte Intonation, die Stellung der Adjektive und Pronomen usw. zurück.[180] Hieraus können sich aber komplizierte und weitreichende Übersetzungsprobleme zwischen der deutschen und der spanischen Sprache ergeben.[181][182]

In der deutschen Sprache sind Modalpartikeln enger definiert, sie werden aber, insbesondere im gesprochenen Deutsch, sehr oft verwendet, so beim „Abschwächen“ der Aussage eines Imperativs. Beispielsweise werden die Modalpartikeln doch und mal eingesetzt, um die Aussage Komm her! in Komm doch mal her! umzuwandeln. Insgesamt kommt den Modalpartikeln im Spanischen eine im Vergleich zur deutschen Sprache geringere Bedeutung zu.[183]

Einige spanische Modalpartikeln sind: pues, pero, pero si, vaya, ya, como que, por cierto.

Wie im Deutschen auch sind die Modalpartikeln polyfunktional.[184]

Orthographie[Bearbeiten]

Für alle Zeitformen gilt, dass die Schreibweise an die Grammatik und die damit verbundene Aussprache angepasst wird. Beispiele:

  • c→z: vencer (siegen) - venzo
  • g→j: dirigir (lenken) - dirijo
  • g→gu: pagar (zahlen) - pagué
  • gu→g: distinguir (unterscheiden) - distingo
  • gu→gü: aguar (wässern) - aé
  • z→c: cruzar (kreuzen) - cruce
  • c→qu: empacar (einpacken) - empaque

Bei Diphthongen im Infinitiv kann die Betonung im presente unterschiedlich sein:

  • evacuar (evakuieren): evacuo
  • acentuar (akzentuieren): acentúo

Zwischen u und o wird häufig ein y eingefügt:

  • construír (erbauen): construyo

Beim Verb oler (riechen) ist, wenn es zu -ue- diphthongiert, ein h am Wortanfang zu setzen:

  • oler: huelo

Satzbau im Spanischen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Satzbau im Spanischen

Ein spanischer Satz, oración, führt grundsätzlich zwei Elemente mit sich: das Subjekt, sujeto, und das Prädikat, predicado.[185] Der Kern des Prädikats ist ein finites Verb. Um dieses Verb können sich weitere Satzglieder schichten, etwa die Prädikativa und adverbiale Bestimmungen, complementos circunstanciales. Die attributiven Bestimmungen, complementos predicativos, wiederum beziehen sich auf das Subjekt oder die Objekte.[186]

Der reguläre Satzbau im Spanischen lautet: Subjekt – Verb (gilt für alle Verbformen) – direktes Objekt (Akkusativ) – indirektes Objekt (Dativ).[187] Diese Wortfolge lässt sich mit gewissen Einschränkungen auch umkehren.[188]

Die wichtigsten Einschränkungen:

  • Ein Verb darf nicht nach einem Subjekt und Objekt stehen (niemals die dritte Position oder Stelle einnehmen), und alle Verbformen, die im selben Satz vorkommen, gehören zusammen. Zwischen dem Hilfsverb haber und dem Partizip darf kein anderes Wort eingeschoben werden.
  • Einige Faktoren begünstigen eine Subjektinversion (Subjekt nach dem Verb[189]).[190]
  • Bei Voranstellung des Objekts ist, von Ausnahmen abgesehen, die Wiederholung beim Verb durch ein Personalpronomen zu beachten.
  • Stellung des unbetonten Personalpronomens: Es steht vor der konjugierten Form oder aber ist beim Infinitiv, Gerundium und bejahten Imperativ am Verb angehängt.
  • Die Verneinung steht immer vor dem Verb, aber vor den unbetonten Personalpronomen (me, te, nos, os, le, les, lo, la, los, las) und vor dem Reflexivpronomen se.

Alle übrigen Satzteile sind mehr oder weniger frei in ihrer Position. Sie können am Satzanfang oder nach dem Verb oder auch am Satzende stehen. Dies trifft vor allem auf die Adverbien und auf adverbiale Ausdrücke zu. Die Satzadverbien, die sich auf den ganzen Satz beziehen und die Meinung des Sprechers ausdrücken, können ebenfalls am Satzanfang, nach dem Verb oder am Satzende stehen, müssen dann aber durch ein Komma getrennt werden.[191]

Charakteristisch für den deutschen Satz ist die Satzklammer. Mit ihr wird der typische deutsche Satzbau, eine Form der syntaktischen Diskontinuität, beschrieben. Sie tritt auf, sobald im Hauptsatz das Prädikat neben dem finiten Verb auch noch infinite Teile hat. Da der deutsche Aussagesatz Verbzweitstellung (V2-Stellung) aufweist, befindet sich dann das finite Verb vorne und der restliche, infinite Teil – entweder das Präfix eines trennbaren Verbs, ein Verb im Infinitiv oder ein Partizip – hinten im Satz; die beiden „umklammern“ dann sozusagen das Mittelfeld des Satzes. Analoges gilt für Fragesätze und andere Satztypen mit Verb-Erst-Stellung.

Dieser syntaktischen Diskontinuität der deutschen SOV-Sprache steht die syntaktische Linearität der SVO-Sprachen, zu denen auch das Spanische zählt, gegenüber.[192]

Pluralform bei Abkürzungen[Bearbeiten]

Abkürzungen, abreviaturas, bilden ihren Plural durch Verdoppelung der Buchstaben.

Beispiel: C.A. = Comunidad Autónoma → CC.AA. = Comunidades Autónomas.

Beispiele für gebräuchliche Abkürzungen im Plural:

  • EEUU - Estados Unidos (Vereinigte Staaten), aber UE - Unión Europea (Europäische Union - Singular)
  • JJSS - Juventudes Socialistas (Sozialistische Jugend - Jugendorganisation der PSOE)
  • NNGG - Nuevas Generaciones (die Jugendorganisation der Spanischen Volkspartei)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Aktuelle Grammatiken[Bearbeiten]

Ältere Grammatiken[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rolf Kailuweit: „Pro-drop, Kongruenz und „optimale“ Klitika. Ein Beschreibungsansatz im Rahmen der Role and reference grammar (PDF). In: Carmen Kelling, Judith Meinschaefer, Katrin Mutz (Hrsg.): Morphologie und romanistische Sprachwissenschaft. XXIX. Deutschen Romanistentag, Saarbrücken 2005, Fachbereich Sprachwissenschaft der Universität Konstanz Arbeitspapier Nr. 120.
  2. Irene Gil Laforga, Eugenio Cascón Martín, Manuel Pérez Fernández (Hrsg.): Nueva gramática de la lengua española. Real Academia Española, Espasa Libros, Barcelona 2011, ISBN 978-84-670-3471-4.
  3. Thorsten Roelcke: Variation typology. Walter de Gruyter, 2003, ISBN 3-11-016083-8, S. 449–469.
  4. Martin Haase: Das Spanische aus typologischer und historisch-vergleichender Sicht (PDF). Bamberg, S. 1–16.
  5. Gustav Ineichen: Zur Stellung der spanischen Grammatik Nebrijas. In: Wolfgang Dahmen (Hrsg.): Zur Geschichte der Grammatiken romanischer Sprachen: Romanistisches Kolloquium IV. Band 357 der Tübinger Beiträge zur Linguistik, Narr Verlag, 1991, ISBN 3-8233-4212-6, S. 227 f.
  6. Alonso Zamora Vicente: La Real Academia Española. Espasa Calpe, Madrid 1999, ISBN 84-239-9185-7, S. 33.
  7. vergleiche auch mit dem Begriff Monem
  8. Trudel Meisenburg; Christoph Gabriel: Romanische Sprachwissenschaft. UTB basics, UTB, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8252-2897-2, S. 140.
  9. Federico Hanssen: Spanische Grammatik auf historischer Grundlage. Niemeyer, Halle a. S. 1910, S. 129 f.
  10. Leonard R. Palmer: Die lateinische Sprache: Grundzüge der Sprachgeschichte und der historisch vergleichenden Grammatik. Helmut Buske Verlag, Hamburg 1992, ISBN 3-87118-900-6.
  11. Die Grammatikalisierung von Präpositionen. grammis 2.0 das grammatische informationssystem des instituts für deutsche sprache (ids), online
  12. Georg Bossong: Differential object marking in Romance and beyond. In: Dieter Wanner; Douglas A. Kibbee (Hrsg.): New analyses in Romance linguistics. Benjamins, Amsterdam / Philadelphia 1991, S. 143–170.
  13. Inge Pohl: Semantische Unbestimmtheit im Lexikon. Peter Lang, Bern 2010, ISBN 978-3-631-60061-0, S. 224.
  14. Nach Kürschner: Grammatisches Kompendium. 4. Auflage. 2003, ISBN 3-8252-1526-1, S. 135.
  15. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 259.
  16. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 105.
  17. Gerhard Ernst (Hrsg.): Romanische Sprachgeschichte / Histoire linguistique de la Romania. (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft / Handbooks of Linguistics and Communication Science (HSK). Band 23). 3. Teilband, Walter de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-021141-2, S. 3103.
  18. Martin Hummel: Adverbale und adverbialisierte Adjektive im Spanischen: Konstruktionen des Typs Los niños deurmen tranquilos und Maria corre rápido. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. Band 446). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5112-5, S. 15, 152, 342.
  19. als speziellen Fall des Modaladverbs
  20. scans.library.utoronto.ca Friedrich Hanssen: Spanische Grammatik auf historischer Grundlage. Sammlung kurzer Lehrbücher der romanischen Sprachen und Literaturen. (= Spanische Grammatik. Band VI). Verlag von Max Niemeyer, Halle a. S. 1910, Kapitel VI.
  21. Martin Hummel: Adverbale und adverbialisierte Adjektive im Spanischen: Konstruktionen des Typs Los niños deurmen tranquilos und Maria corre rápido. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. Band 446). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5112-5, S. 46 f.
  22. María José Domínguez Vázquez: Die Wiedergabe der Ergänzungen aus syntaktisch-semantischer Sicht. Eine kontrastive Studie Spanisch-Deutsch. In: Revista de Filología Alemana. 2004, 12, núm. 1, S. 151–164, ISSN 1133-0406.
  23. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 155.
  24. Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die Spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 161 u. 251
  25. Eine Liste der spanischen Konjunktionen. Wikibooks
  26. Carlos Sánchez Avendaño: Los conectores discursivos: su empleo en redacciones de estudiantes universitarios costarricenses. Filología y Lingüística XXXI (2), 2005, S. 169-199 ISSN 0377-628X
  27. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 215.
  28. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 580.
  29. Rolf Kailuwait: Lexeme, Kasusmarker Relatoren? Überlegungen zu den spanischen Präpositionen unter dem Aspekt der Grammatikalisierung. In: Barbara Schäfer-Prieß, Hildegard Klöden, Rolf Kailuwait (Hrsg.): Grammatikalisierung in den iberoromanischen Sprachen. (= Pro Lingua. Band 33). Wilhelmsfeld, Egert 2001, ISBN 3-926972-85-8, S. 33–62.
  30. Elisabeth Henk, Aina Torrent-Lenzen: Die Festlegung der Polysemie in einem phraseologischen Wörterbuch Spanisch-Deutsch. Fachhochschule Köln F 03 Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation, S. 1193–1206, online
  31. Antje Müller: Spatiale Bedeutungen deutscher Präpositionen. Bedeutungsdifferenzierung und Annotation. Inaugural-Dissertation. Ruhr-Universität Bochum, 2013, S. 3 online
  32. Barbara Fröhlich: Schwierigkeiten bei der Verwendung deutscher Präpositionen in gebundener Struktur Theorie und Beispiele. Redaktion LINSE (Linguistik-Server Essen), Universität Duisburg-Essen, Essen 2003. (PDF; 965 kB)
  33. Wilhelm Meyer-Lübke: Grammatik der Romanischen Sprachen. Teil III: Romanische Syntax. Nachdruck von 1899, Georg Olms Verlag, Hildesheim / New York 1972, S. 369 f.
  34. Lorenzo Renzi: Einführung in die romanische Sprachwissenschaft. Walter de Gruyter, 1980, ISBN 3-11-094516-9, S. 72.
  35. María Ángeles Alonso, Francisco Javier Fernández: Las Preposiciones. Editorial Edinumen, Madrid 2011, ISBN 978-84-9848-129-7.
  36. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 550.
  37. Wikibooks Spanisch/ Präpositionen
  38. Diccionario de la lengua española (DRAE)
  39. Diccionario de la lengua española (DRAE)
  40. Diccionario de la lengua española (DRAE)
  41. lateinisch in den Bedeutungen: verweilen, sich aufhalten, müßig dasitzen, ruhig leben, zurückgezogen leben
  42. lateinisch in den Bedeutungen: in einem Zustand sein, stehen, dastehen, herumstehen, still stehen, zögern
  43. Birte Stengaard: Vida y Muerte de un Campo Semántico: Un estudio de la evolución semántica de los verbos latinos „stare“, „sedere“ e „iacere“ del latín al romance del s. XIII. Max Niemeyer, Imprint von de Gruyter 1991, ISBN 3-484-52234-8, S. 93.
  44. Montserrat Batllori; Francesc Roca: Grammaticalization of ‚ser‘ and ‚estar‘ in Romance. In: Dianne Jonas; John Whitman; Andrew Garrett: Grammatical Change: Origins, Nature, Outcomes. Oxford linguistics, Oxford University Press, 2012, ISBN 9-7801-9958-262-4, S. 74 f.
  45. Christine Tschoepe: SER und ESTAR Untersuchung einiger geläufiger Erklärungsmodelle zur Verwendungsunterscheidung. Hausarbeit (Hauptseminar: Probleme der Grammatik des Spanischen), Grin-Verlag, München 2007, ISBN 978-3-638-94563-9.
  46. Reyes Llopis-García; Juan Manuel Real Espinosa; José Plácido Ruiz Campillo: Qué gramática enseñar, qué gramática aprender. Edi numen, Madrid 2012, ISBN 978-84-9848-240-9, S. 124–137.
  47. Holger Siever: Übersetzen Spanisch-Deutsch. Ein Arbeitsbuch. Narr Studienbücher, Gunter Narr, Tübingen 2008, ISBN 978-3-8233-6391-0, S. 22.
  48. vergleiche engl. „to be“ und „become/will“, fr. „être“ und „devenir“
  49. Eva-Maria Remberger; Kay-Eduardo González-Vilbazo: Die Kopula im Romanischen. S. 1–27.
  50. Johan Falk: Difusión de estar con adjetivos de sentido transitorio en catalán. In: Lars Lindvall (Hrsg.): Actes du Dixiéme Congrés des Romanistes Scandinaves. Lund University Press, Lund 1990, S. 140–150.
  51. Yolanda Carballera Cotillas; María Angeles Sastre Ruano: Uso de ser y estar. Revisión de la gramática y constatación de la realidad lingüística, S. 299–313.
  52. Manuel Leonetti: Ser y estar: estado de la cuestión. Universidad de Alcalá de Henares, S. 182–205.
  53. Für Ser:carácter, caracteristica, características permanentes, clase, color, descripción, evento, fechas, forma, frases impersonales, identidad, marca, origen, ocupación, profesión, pertenencia, precios en general, procedencia, relaciones, sucesos sociales. Hierzu ein Merkspruch in englischer Sprache: doctor für date, occupation, characteristics, time, origin, relation. Für estar: acción, cambio de estado, condición, emoción, estado (estado de salud, estado de ánimo), localización, posición, precios fluctuantes. Der dazugehörige Merkspruch im Englischen lautet: place für position, location, action, condition, emotion.
  54. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 520.
  55. Yuko Morimoto, Victoria Pavón Lucero: Los verbos pseudo-copulativos de cambio en los diccionarios didácticos del espaňol. S. 273–285 In Yuko Morimoto, Victoria Pavón Lucero: Los verbos pseudo-copulativos del español. Cuadernos de lengua española, Bd. 96, La Muralla, Arco Libros, 2007, ISBN 8-4763-5699-4
  56. Alexia Steinhauser: Ser und Estar leicht erklärt. Regel, Beispiele und Übungen mit Lösungen. Books on Demand, Norderstedt, 2012, ISBN 978-3-8423-5512-5.
  57. Hortensia Martínez: Construir bien en español. La corrección sintáctica. Ediciones Nobel, Oviedo 2005, ISBN 3-89657-775-1, S. 95–97.
  58. Antonio Vañó-Cerdá: Ser y estar + adjetivos: un estudio sincrónico y diacrónico. Band 201 von Tübinger Beiträge zur Linguistik, Gunter Narr Verlag, Tübingen 1982, ISBN 3-87808-579-6. Antonio Vañó-Cerdá nutzt zur Erklärung der Kopulaverben ser und estar die Begrifflichkeiten „Intrinsität“ und „Extrinsität“.
  59. Ser y estar. Origen y evolución histórica © Justo Fernández López
  60. Vergleiche hierzu: Juan come pan. Juan isst Brot. In dem Satz Juan come pan steht Juan für die Begriffe semantische Rolle: Agens und syntaktische Funktion: Subjekt sowie pan für die semantische Rolle: Patiens und der syntaktischen Funktion: Objekt
  61. . Den Namen „indirektes“ Objekt erhielt es durch die verbindende Präposition a. Einen Kasus (Fall) wie in der deutschen Sprache gibt es im Spanischen nicht. Kasusbeziehungen (also Genitiv, Dativ und Akkusativ) gelangen im Spanischen über Präpositionen zum Ausdruck.
  62. Marta Cozzolino, Melanie Reiner: Die Objektpronomen. Ludwig Maximilians Universität, Institut für Romanische Philologie, SS 2011. Hauptseminar: Kontrastive Grammatik Spanisch – Portugiesisch, Dozentin: Dr. phil. Barbara Schäfer-Prieß, 24. Juli 2011, S. 1–6.
  63. Die zusammengesetzten Zeiten werden im Spanischen immer mit einer Form von „haber“ und dem Partizip Perfekt, participio des zweiten zu konjugierten Verbs gebildet, anders als in der deutschen Sprache. Hier werden die zusammengesetzten Zeiten mit „haben“ oder „sein“ gebildet. Damit beinhaltet das Hilfsverb „haber“ nicht mehr gleichzeitig die unmittelbare Bedeutung des deutschen „haben“ im Sinne von besitzen.
  64. Der Dativ der dritten Person singular oder plural lautet für Dinge oder Personen le und les.
  65. Pronomina. Unter Wikibooks.
  66. Merkkürzel: SIODOV Zuerst steht das indirekte Objektpronomen, dann folgt das direkte Objektpronomen, anschließend das Verb.
  67. pronombre ablativo oder pronombre preposicional e instrumental
  68. mich (Akkusativ = A)
  69. mir (Dativ = D
  70. mich
  71. dich (A)
  72. dir (D)
  73. dich
  74. ihn, sie, es (als Akkusativ), Sie (A)
  75. ihm, ihr, Ihnen (D)
  76. sich
  77. sie, es (als Akkusativ)
  78. uns (A)
  79. uns (D)
  80. uns
  81. euch (A)
  82. euch (D)
  83. euch
  84. sie (Plural), Sie (A)
  85. ihnen, Ihnen (Plural) (D)
  86. sich
  87. Indefinitpronomen - Spanische Formen. Hispamoteca.eu
  88. Indefinitpronomen. Hispamoteca.eu
  89. Gines Lozano Jaén: Cómo enseñar y aprender sintaxis. Modelos, teorías y prácticas según el grado de dificultad. Cátedra, Madrid 2013, ISBN 978-84-376-3032-8, S. 230
  90. Asunción Martínez Arbelaiz: Otro caso de prescriptivismo: los pronombres de relativo tras preposición. Actas del XV congreso internacional de ÁSELE, (2004), S. 566–572.
  91. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 187–191.
  92. Martin Hummel: Adverbale und adverbialisierte Adjektive im Spanischen: Konstruktionen des Typs Los niños deurmen tranquilos und Maria corre rápido. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. Band 446). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5112-5, S. 54.
  93. Olaf Krause: Zu Bedeutung und Funktion der Kategorien des Verbalaspekts im Sprachvergleich. S. 1–31
  94. Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die Spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 205.
  95. Verbkategorien - Categorías verbales (Recop.) Justo Fernández López. Hispanoteca.eu
  96. Rolf Kailuweit: "Pro-drop", Kongruenz und "Optimale" Klitika. Ein Beschreibungsansatz im Rahmen der „Role and Reference Gramar“. In Carmen Kelling, Judith Meinschaefer, Katrin Mutz: Morphologie und romanistische Sprachwissenschaften. Akten der gleichnamigen Sektion beim XXIX. Deutschen Romanistentag, Saarbrücken 2005.
  97. Jule Philippi: Einführung in die generative Grammatik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-26548-2, S. 68 f.
  98. Dee L. Eldredge: Teaching spanish, my way. Xlibris LLC, 2014, ISBN 978-1-4931-2657-6, S. 69.
  99. Metzler Lexikon der Sprache. 2. Auflage. 2000, Stichwörter Null-Subjekt-Parameter, Pro-Drop-Parameter, Semi-Pro-Drop-Sprachen
  100. Mario López-Barrios: Grammatikvermittlung multidimensional - Erschließung von Form, Bedeutung und Gebrauch grammatischer Strukturen. In: H. Barkowski, S. Demmig, H. Funk, U. Würz (Hrsg.): Deutsch bewegt. Entwicklungen in der Auslandsgermanistik und Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Schneider, Hohengehren 2011, ISBN 978-3-8340-0654-7, S. 273–288.
  101. Marisa Patuto: Der Erwerb des Subjekts in (Nicht-)Nullsubjektsprachen. Die Rolle des Spracheneinflusses und der Sprachdominanz bei bilingual deutsch-italienisch, deutsch-spanisch und französisch-italienisch aufwachsenden Kindern. Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen 2012, ISBN 978-3-8233-6750-5. Auszug S. 1–29.
  102. Man nimmt an, dass im Rahmen des Spracherwerbs die Nullsubjekteigenschaft darüber hinaus mit anderen syntaktischen Eigenschaften korreliert ist, so etwa mit der Möglichkeit der Inversion lexikalischer Subjekte, dem Vorhandensein zahlreicher Flexionsparadigmata und dem Fehlen von Expletiva.
  103. Romanische Sprachen und Latein. Mediencode 7595-47, Unikurs Latein. C.C. Buchners Verlag, Bamberg 2011 (BN 7595), S. 8.
  104. Romanische Sprachen und Latein. Mediencode 7595-47, Unikurs Latein. C.C. Buchners Verlag, Bamberg 2011 (BN 7595), S. 8.
  105. Johannes Kabatek; Claus D. Pusch: Spanische Sprachwissenschaft: Eine Einführung. Gunter Narr Verlag, 2009, ISBN 978-3-8233-6404-7.
  106. Justo Fernández López: Analytisch vs. Synthetisch. Analítico vs. Sintético. (Recop.)
  107. Justo Fernández López: Satzbau, Wortstellung, Satzgliedstellung. El orden de las palabras en la oración. Colocación de los elementos oracionales.
  108. Man nennt diese Ergänzungen auch Argumente; dabei weisen die intransitiven Verben ein Argument auf, die transitiven Verben zwei Argumente.
  109. Wolfgang Dahmen: Neuere Beschreibungsmethoden der Syntax romanischer Sprachen. Band 11 von Romanistisches Kolloquium, Gunter Narr Verlag, 1998, ISBN 3-8233-5088-9, S. 99.
  110. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göppingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 160–161.
  111. Almudena Mallo Dorado: Äquivalenz der deutschen Partizipien im Spanischen. Deutsche Grammatik im europäischen Dialog (Krakau 2006), S. 1–9
  112. María Marta García Negroni; Silvia Ramírez Gelbes: Formas no personales del verbo y argumentación. Acerca de los falsos infinitivos, falsos gerundios y falsos participios. Letras de Hoje, Porto Alegre, v. 46, n. 1, S. 73-85, jan./mar. 2011
  113. Christiane Nord: Lernziel: Professionelles Übersetzen Spanisch-Deutsch. Ein Einführungskurs in 15 Lektionen. Gottfried Egert, Wiesloch 2001, ISBN 3-926972-87-4, S. 207.
  114. Das deutsche Partizip Präsens, Partizip I-El participio de presente en alemán. Hispanoteca. Justo Fernández López
  115. Holger Siever: Übersetzen Spanisch-Deutsch. Ein Arbeitsbuch. Narr Studienbücher, Gunter Narr, Tübingen 2008, ISBN 978-3-8233-6391-0, S. 27.
  116. El gerundio español - Das spanische Gerundium. Justo Fernández López. Hispanoteca
  117. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 435.
  118. auch presente progresivo
  119. Trudel Meisenburg; Christoph Gabriel: Romanische Sprachwissenschaft. UTB basics, UTB, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8252-2897-2, S. 142 f.
  120. Nelson Cartagena; Hans-Martin Gauger: Vergleichende Grammatik Spanisch-Deutsch. Duden Sonderreihe Vergleichende Grammatiken Bibliographisches Institut, Berlin 1989, ISBN 3-411-01987-5, S. 370 f.
  121. Tempussystem des Spanischen - Sistema temporal del español (Recop.) Justo Fernández López
  122. Hans Reichenbach: Elements of Symbolic Logic. Macmillan Co., New York 1947.
  123. Martin Becker: Die Ingredienzen des romanischen Imperfekts (PDF.) In: Günther Grewendorf, Arnim von Stechow (Hrsg.): Linguistische Berichte. Heft 221. Helmut Buske, Hamburg 2010, ISSN 0024-3930, S. 79–108.
  124. Ángeles Carrasco Gutiérrez: Reichenbach y los tiempos verbales del español. Dicenda. Cuadernos de Filología Hispánica 12, 69–86 (1994), ISSN-e 1988–2556
  125. Natascha Pomino: Spanische Verbalflexion: Eine minimalistische Analyse im Rahmen der Distributed Morphology. Max Niemeyer, Tübingen 2008, ISBN 978-3-484-30523-6.
  126. auch Presente simple
  127. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Presente dem frz. Présent und dem it. Presente indicativo. Im Englischen entspricht es annähernd dem Simple Present.
  128. Pretérito perfecto (Gramática, 1931), auch Pretérito perfecto compuesto (Esbozo, 1973) oder vollendete Gegenwart, auch Presente anterior.
  129. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito perfecto oder Pretérito perfecto compuesto dem frz. Passé composé und dem it. Passato prossimo. Im Englischen entspricht es annähernd dem Present perfect simple.
  130. Luis García Fernández : Sobre la naturaleza de la oposición entre pretérito imperfecto y pretérito perfecto simple. Lingüística Española Actual 2, (1999) 2: 169-188.
  131. Martin Becker: Die Ingredienzen des romanischen Imperfekts (PDF.) In: Günther Grewendorf, Arnim von Stechow (Hrsg.): Linguistische Berichte. Heft 221. Helmut Buske, Hamburg 2010, ISSN 0024-3930, S. 79–108.
  132. Wolfgang Dahmen: Konvergenz und Divergenz in den romanischen Sprachen: Romanistisches Kolloquium VIII. Band 8 von Romanistisches Kolloquium, Gunter Narr Verlag, Tübingen 1995, ISBN 3-8233-5061-7, S 52
  133. Pretérito indefinido (Gramática, 1931) auch als Pretérito perfecto simple (Esbozo, 1973) oder Pretérito absoluto bezeichnet, man nennt ihn auch historisches Perfekt, ebenso Pasado simple.
  134. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das spanische Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple dem französischen Passé simple und dem italienischen Passato remoto. Im Englischen entspricht es annähernd dem Simple Past oder Past Tense.
  135. Die Vergangenheitsform Pretérito perfecto (he comprado) ist in einigen Ländern wie Argentinien marginal gebräuchlich, stattdessen wird meist das Pretérito indefinido verwendet (compré), soweit man das „Noch-Andauern“ einer Handlung nicht explizit betonen möchte.
  136. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 89.
  137. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 174.
  138. Die Tempora werden im System von Hans Reichenbach, Elements of Symbolic Logic, New York (1947) definiert als Relationen zwischen den folgenden Zeitintervallen. Dabei soll begrifflich zwischen der Sprechzeit, S (spanisch punto de habla (H)) [der Zeitpunkt, zudem die Äußerung gemacht wird (S)], der Ereigniszeit, E (spanisch punto de evento (E)) [der Zeitpunkt, zudem das Ereignis stattfindet (E)] und der Referenzzeit, R (spanisch punto de referencia (R)) [der Zeitpunkt, von dem aus das Ereignis betrachtet wird (R), also die Zeit auf die man sich bezieht, z. B. hoy, ayer] unterschieden werden.
  139. Ángeles Carrasco Guttiérrez: Reichenbach y los tiempos verbales del español. DICENDA. Cuadernos de Filología Hispánica, № 12, 69–86, Edit. Universidad Complutense de Madrid, Madrid 1994
  140. Der Ereignispunkt E, also die Situierung des Ereignisses auf der Zeitachse, ist unbedeutend.
  141. Olaf Krause: Zu Bedeutung und Funktion der Kategorien des Verbalaspekts im Sprachvergleich. germanistik.uni-hannover.de, S. 1–31.
  142. Perífrasis verbales - Einführung Spanische Fernández López: Das aspektuelle System des Spanischen – perífrasis verbales – Der Aspekt der Handlung
  143. Zeitadverbien "seit" und "vor" im Spanischen. Mit kleinen Fehlern
  144. desde Ungefähre Bedeutung: Beschreibt einen zahlenmäßig nicht genau bestimmbare Zeitspanne.
  145. desde hace Ungefähre Bedeutung: Beschreibt zahlenmäßig genau bestimmbare Zeitspannen
  146. Zeitangabe mit vor, seit, ab, schon, her - Complementos adverbiales temporales con vor, seit, schon, her. Justo Fernández López, Hispanoteca
  147. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 215.
  148. Debbie Rusch, Marcela Dominguez, Lucia Caycedo Garner: Imágenes, Enhanced Edition. Garner Cengage, 2011, ISBN 978-1-111-35650-7, S. 208.
  149. Pretérito indefinido (Gramática, 1931) auch als Pretérito perfecto simple (Esbozo, 1973), Pretérito absoluto auch historisches Perfekt
  150. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple dem französischen Passé simple und dem italienischen Passato remoto. Im Englischen entspricht es annähernd dem Simple Past.
  151. Georg Bossong: Die romanischen Sprachen: eine vergleichende Einführung. Niemeyer Studienbuch, Buske Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-87548-518-9, S. 93.
  152. Walter Breu: Probleme der Interaktion von Lexik und Aspekt (ILA). Band 412 Linguistische Arbeiten, Walter de Gruyter, 2000, ISBN 3-11-092480-3, S. 56 f.
  153. Aspekt - Aspecto, (Recop.) Justo Fernández López, Hispanoteca
  154. Justo Fernández López: Die narrativen Zeiten im Spanischen. hispanoteca.eu (PDF 70,64 KB)
  155. Yolanda Mateos Ortega: Grammatik Spanisch kurz & bündig. PONS, Ernst Klett, Stuttgart 2005, ISBN 3-12-560883-X, S. 45 f.
  156. Karl Marquard Sauer; Fernando de Arteaga y Pereira: Spanish Conversation-Grammar. Julius Groos Schoenhof Book Company, Heidelberg / Boston 1904, S. 99.
  157. Wird gebildet mit dem Pretérito indefinido (Gramática, 1931) auch als Pretérito perfecto simple (Esbozo, 1973) des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt.
  158. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das spanische Pretérito anterior dem französischen Passé antérieur und dem italienischen Trapassato remoto.
  159. Die Formen von haber lauten: hube; hubiste; hubo; hubimos; hubisteis; hubieron.
  160. auch Pasado anterior
  161. Wird gebildet mit dem Pretérito imperfecto des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt. Die Formen von haber lauten: había; habías; había; habíamos; habíais; habían
  162. In einem Vergleich mit anderen romanischen Sprachen entspricht das spanische Pretérito pluscuamperfecto dem französischen Plus-que-parfait und dem italienischen Trapassato prossimo. Im Englischen entspricht es dem Past Perfect Simple.
  163. auch als futuro inmediato y seguro bezeichnet.
  164. auch als Futuro imperfecto (Gramática, 1931) bezeichnet
  165. auch Futuro anterior
  166. Wird gebildet mit dem Futuro simple des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt. Die Formen von haber lauten: habré; habrás; habrá; habremos; habréis; habrán.
  167. Ángeles Carrasco Gutiérrez: Reichenbach y los tiempos verbales del español. Dicenda. Cuadernos de Filología Hispánica 12, 69–86 (1994)
  168. auch Pasado posterior.
  169. auch als Potencial simple o imperfecto (Gramática, 1931) bezeichnet
  170. auch als Potencial compuesto o perfecto (Gramática, 1931) bezeichnet
  171. Peter Schifko: Subjonctif und subjuntivo. Zum Gebrauch des Konjunktivs im Französischen und Spanischen. W. Braumüller, Wien / Stuttgart 1967, S. 36–38.
  172. Maria Bachler: Neue Überlegungen zur Modus-Problematik im Spanischen im Hinblick auf die Bestimmung des Grundwerts des subjuntivo. Dissertationsschrift, Wien (2010)
  173. María Luz Cámara Hernando: Langenscheidt Standardgrammatik Spanisch. Langenscheidt Publishing Group, 2010, ISBN 978-3-468-34931-7, S. 183.
  174. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 154–157.
  175. Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/Zürich/New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 237.
  176. Werner Abraham: Überlegungen zum Passiv im Deutschen und anderen Sprachen, “Argumenthypothese” und „Aspekthypothese.“ Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft, Sprachtypologie und Universalienforschung, Berlin 2000, S. 1–35.
  177. Passiv, Pasiva (Recop.) Justo Fernández López
  178. Margarita Görrissen: Praxis-Grammatik. Spanisch. Pons, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-12-561954-8, S. 240.
  179. Justo Fernández López: Modalpartikeln – Partículas modales. (Recop.)
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  181. Corinna May: Die deutschen Modalpartikeln: Wie übersetzt man sie (dargestellt am Beispiel von eigentlich, denn und überhaupt), wie lehrt man sie? Sammler Editionen, Peter Lang, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-631-36570-5.
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