Alexander Weiß

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DeutschlandDeutschland  Alexander Weiß Eishockeyspieler
Alexander Weiß
Geburtsdatum 29. Januar 1987
Geburtsort Titisee-Neustadt, Deutschland
Größe 187 cm
Gewicht 90 kg
Position Linker Flügel
Nummer #43
Schusshand Links
Karrierestationen
2002–2006 Eisbären Juniors Berlin
2005–2011 Eisbären Berlin
2011–2016 Kölner Haie
2016–2019 Grizzlys Wolfsburg
seit 2019 Schwenninger Wild Wings

Alexander Weiß (* 29. Januar 1987 in Titisee-Neustadt) ist ein deutscher Eishockeyspieler, der seit 2019 bei den Schwenninger Wild Wings in der Deutschen Eishockey Liga unter Vertrag steht. Sein Bruder Daniel ist ebenfalls Eishockeyspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Weiß stammt aus dem Nachwuchs des Schwenninger ERC und wechselte später zu den Eisbären Juniors Berlin, für die er 2002 seine ersten Spiele in der Deutschen Nachwuchsliga bestritt. In der Saison 2005/06 debütierte Weiß bei den Eisbären Berlin in der DEL. Im selben Jahr konnte er zum ersten Mal mit den Eisbären die Deutsche Meisterschaft gewinnen, einen Erfolg, den er 2008 wiederholen konnte. In dieser DEL-Saison erzielte er auch erstmals mehr als 30 Punkte für sein Team.

Alexander Weiß ist ein guter Schlittschuhläufer, der besonders durch gute Technik und guten Umgang mit seinem Schläger auffällt. Mit den Eisbären gewann er 2009 erneut die deutsche Meisterschaft.

Im Oktober 2009 erhielt er eine Förderlizenz für die Dresdner Eislöwen, den Kooperationspartner der Eisbären in der 2. Bundesliga, um nach überstandener Gehirnerschütterung in der Saisonvorbereitung Spielpraxis zu sammeln.[1]

Nachdem er nach der Spielzeit 2010/11 wieder die Meisterschaft mit den Eisbären gewinnen konnte, jedoch von Trainer Don Jackson meist nur in der vierten Angriffsreihe eingesetzt wurde, nahm er auf Grund der besseren Perspektiven ein Angebot der Kölner Haie an.[2][3] Bei den Kölnern war er fünf Spielzeiten aktiv, in welchen er auf 299 DEL-Einsätze kam (151 Punkte – 79 Tore, 72 Assists). In den Saisons 2012/13 und 2013/14 erreichte er mit den Haien das Play-off-Finale, erzielte jeweils mehr als 30 Punkte und war in der Spielzeit 2013/14 hinter Chris Minard der punktbeste Spieler seines Vereins nach der Vorrunde. In der Saison 2015/16 erreichte er mit seinem Team das Play-off Halbfinale, bei welchem er im entscheidenden Viertelfinalspiel gegen seinen früheren Verein Eisbären Berlin den wichtigen dritten Treffer beim 3:2 Sieg erzielte.[4]

Zur Spielzeit 2016/17 suchte sich Weiß eine neue Herausforderung[5] und unterschrieb beim Ligakonkurrenten Grizzlys Wolfsburg einen Dreijahresvertrag,[6] Hier konnte er auch gleich in seiner ersten Saison das Play-off Finale erreichen, insgesamt war aber seine Zeit bei den Wölfen von vielen Verletzungen geprägt. Nach Ablauf der drei Jahre wechselte Weiß im März 2019 zurück in seine Heimat zu den Schwenninger Wild Wings.[7]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die U20-Nationalmannschaft war Alexander Weiß bei der WM 2007 aktiv.

Für die Deutsche Nationalmannschaft bestritt er bisher mehr als 30 Spiele und nahm für Deutschland an den Eishockey-Weltmeisterschaften 2014 in Weißrussland teil, bei welcher er im Spiel gegen die USA ein Tor erzielte.[8]

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2008 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2009 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2011 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T A Pkt SM Sp T A Pkt SM
2002/03 Eisbären Juniors Berlin DNL 33 7 6 13 12
2003/04 Eisbären Juniors Berlin DNL 22 11 17 28 22 3 0 0 0 0
2004/05 Eisbären Juniors Berlin OL 34 6 8 14 22
2004/05 Eisbären Juniors Berlin DNL 19 19 20 39 55 7 3 14 17 16
2005/06 Eisbären Berlin DEL 22 1 1 2 6 2 0 0 0 0
2005/06 Eisbären Juniors Berlin OL 33 10 15 25 50
2006/07 Eisbären Juniors Berlin OL 10 3 5 8 0
2006/07 Eisbären Berlin DEL 47 3 7 10 6 3 1 0 1 2
2007/08 Eisbären Berlin DEL 51 14 19 33 59 14 0 2 2 8
2008/09 Eisbären Berlin DEL 52 14 13 27 32 11 2 4 6 18
2009/10 Eisbären Berlin DEL 43 9 12 21 34 5 0 2 2 2
2010/11 Eisbären Berlin DEL 51 6 10 16 64 12 0 0 0 4
2011/12 Kölner Haie DEL 52 17 12 29 22 6 1 1 2 4
2012/13 Kölner Haie DEL 51 14 20 34 52 10 2 4 6 6
2013/14 Kölner Haie DEL 50 18 14 32 34 17 1 1 2 6
2014/15 Kölner Haie DEL 46 7 12 19 38
2015/16 Kölner Haie DEL 52 16 6 22 85 15 3 3 6 20
2016/17 Grizzlys Wolfsburg DEL 43 8 6 14 22 5 0 1 1 6
2017/18 Grizzlys Wolfsburg DEL 49 11 9 20 36 5 1 1 2 0
2018/19 Grizzlys Wolfsburg DEL 23 4 4 8 6
2019/20 Schwenninger Wild Wings DEL
DNL gesamt 74 37 43 80 89 10 3 14 17 16
Oberliga gesamt 77 19 28 47 72 0 0 0 0 0
DEL gesamt 632 142 145 287 496 105 11 19 30 76

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weitere Förderlizenzspieler für die Dresdner Eislöwen. In: icehockeypage.net. 7. Oktober 2009, archiviert vom Original am 7. Oktober 2009; abgerufen am 5. Februar 2017.
  2. Die Eishockeybrüder sind nah und fern. Der Tagesspiegel, 27. Februar 2012, abgerufen am 13. August 2019.
  3. Buschi hat immer aufgepasst, dass ich nicht zu hoch fliege. B.Z., 12. März 2018, abgerufen am 13. August 2019.
  4. Sieg in Berlin: Haie erreichen Halbfinale gegen München. Münchner Merkur, 28. März 2016, abgerufen am 13. August 2019.
  5. Sechs Spieler verlassen den KEC, Haimspiel, 11. April 2016, abgerufen am 11. Mai 2016
  6. Grizzlys Wolfsburg – Neuzugänge: Weiß bekommt die 43, Foucault die 8. In: Wolfsburger Allgemeine Zeitung. 10. Mai 2016, abgerufen am 10. Mai 2016.
  7. Eishockey: Alexander Weiß wechselt zu den Wild Wings. In: suedkurier.de. 12. März 2019, abgerufen am 26. März 2019.
  8. Enttäuschendes Endresultat, Südwest Presse, 21. Mai 2014, abgerufen am 12. Mai 2016