Altach

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Altach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Altach
Altach (Österreich)
Altach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 5,36 km²
Koordinaten: 47° 21′ N, 9° 39′ OKoordinaten: 47° 21′ 0″ N, 9° 39′ 0″ O
Höhe: 412 m ü. A.
Einwohner: 6.753 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 1260 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6844
Vorwahl: 05576
Gemeindekennziffer: 8 04 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Berkmannweg 2
6844 Altach
Website: www.altach.at
Politik
Bürgermeister: Gottfried Brändle (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2015)
(27 Mitglieder)
16
8
2
1
16 
Insgesamt 27 Sitze
Lage von Altach im Bezirk Feldkirch
AltachDünsDünserbergFeldkirchFrastanzFraxernGöfisGötzisKlausKoblachLaternsMäderMeiningenRankweilRönsRöthisSatteinsSchlinsSchnifisSulzÜbersaxenViktorsbergWeilerZwischenwasserVorarlbergLage der Gemeinde Altach im Bezirk Feldkirch (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf Altach vom Kapf bei Götzis
Blick auf Altach vom Kapf bei Götzis
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Altach ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Feldkirch mit 6753 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Wegen der geringen Fläche ist sie mit einer Bevölkerungsdichte von 1260 Einwohnern/km² die am dichtesten besiedelte Gemeinde Vorarlbergs.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altach liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Feldkirch auf 412 Metern Höhe. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Altach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt an drei österreichische und zwei Schweizer Gemeinden. Diese sind die zum Bezirk Dornbirn gehörende Stadt Hohenems, die Marktgemeinde Götzis und die Gemeinde Mäder, die ebenfalls im Bezirk Feldkirch liegen, und die zum Kanton St. Gallen gehörenden Gemeinden Oberriet und Diepoldsau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg abwechselnd von Tirol und von Vorderösterreich (Sitz: Freiburg im Breisgau) aus. Am 1. Jänner 1801 wurde Altach vom Nachbarort Götzis politisch getrennt. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum Bundesland Vorarlberg gehört Altach seit der Gründung des Vorarlberger Landtages 1861. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Am 1. Dezember 2019 stimmten 62,47 % von knapp 2700 Abstimmenden aus rund 5200 Wahlberechtigten für die Eröffnung eines neuen Kiesabbaugebiets beim Sauwinkel im Ort. Dem Unternehmen Kopf Kies und Beton GmbH geht in einer benachbarten Grube der Kies aus, Bürgermeister Gottfried Brändle (ÖVP) und die Mehrheit der Gemeindevertretung plädierten für die Öffnung einer neuen Grube mit zu erwartender Entnahmedauer von rund 35 Jahren – auch um Vorarlberg kurzwegig mit Kies und Sand zu versorgen – und die Errichtung eines Autobahnanschlusses via Autobahnraststätte Altach für den zu erwartenden Schwerverkehr. Eine Bürgerinitiative um die Bürgerliste Altach mit Fraktionsobmann und Landtagsabgeordnetem der Grünen Bernhard Weber hatte 1165 Unterschriften für eine Volksabstimmung gesammelt und gegen die Schotterentnahme geworben, mit dem Argument, dass des Naherholungsgebietes Alter Rhein beeinträchtigt wird und Schwerverkehr entsteht.[1][2][3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Ende 2016 lag der Ausländeranteil in der Gemeinde bei 13,4 Prozent.[4]

Da seit Jahrzehnten sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv sind, wächst die Einwohnerzahl stark an.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Altach besteht aus 27 Mitgliedern. Bei der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2015 erlangte die ÖVP 16, Die Grünen acht, die SPÖ zwei und FPÖ ein Mandat in der Gemeindevertretung. Bürgermeister ist Gottfried Brändle von der Altacher Volkspartei, der 2015 in direkter Wahl mit 65,95 % der Stimmen wiedergewählt wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Altach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 gab es am Ort 150 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 955 Beschäftigten und 106 Lehrlingen, insgesamt wurden 2.454 lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gezählt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haltestelle Altach liegt an der Vorarlbergbahn, es halten Züge der S1 nach Lindau bzw. Bludenz. Weiters fahren die Buslinien 2a und 2b des Stadtverkehrs Götzis durch den Ort Altach.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt vier Kindergärten in Altach. Außerdem befinden sich am Ort drei Schulen: Volksschule, Hauptschule und die Freie Montessori Schule (ehem. Private Volksschule). Die Musikschule „tonart“ unterrichtet ihre Schüler zum Teil auch in Räumlichkeiten der Gemeinde Altach. Am Ort gibt es (Stand: Januar 2003) 720 Schüler.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SCR Altach ist ein Fußballclub, der durch den Gewinn der zweitklassigen Ersten Liga 2014 in die österreichische Bundesliga aufstieg, in der er zuvor bereits drei Saisonen lang bis zum Abstieg 2008/09 gespielt hatte.

Im Dezember 2017 wurde der Altacher Silvesterlauf zum 20. Mal ausgetragen. Er ist mit über 2.000 Teilnehmern eine der größten Laufveranstaltungen in Vorarlberg und zudem der zweitgrößte Silvesterlauf in Österreich.[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt
Aus Altach stammende Persönlichkeiten
  • Karlheinz Kopf (* 1957), Nationalratsabgeordneter (ÖVP), ehem. zweiter Nationalratspräsident
  • Harald Walser (* 1953), Nationalratsabgeordneter (GRÜNE)
  • Bernhard Weber (* 1963), Landtagsabgeordneter (GRÜNE), Musiker

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
WiktionaryWiktionary: Altach – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Altach: Grüne wollen Volksabstimmung wegen Kiesabbau Vol.at, youtube.com, 28. Mai 2019, abgerufen 1. Dezember 2019.
  2. Volksabstimmung Kiesabbau Altach - Infofilm Gemeinde Altach, youtube.com, 11. November 2019, abgerufen 1. Dezember 2019.
  3. Volksabstimmung gegen Kiesabbau volksabstimmung-altach.at, Bernie Weber, Max Hartmann, abgerufen 1. Dezember 2019.
  4. Gemeinde von Altach. In: ugeo.urbistat.com. Abgerufen am 2. April 2019.
  5. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Altach, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 30. März 2019.
  6. 20. Altacher ODLO Silvesterlauf. In: wohin.vol.at. 2017, abgerufen am 30. September 2019.