Frastanz

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Frastanz
Wappen von Frastanz
Frastanz (Österreich)
Frastanz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 32,26 km²
Koordinaten: 47° 13′ N, 9° 37′ OKoordinaten: 47° 13′ 12″ N, 9° 37′ 12″ O
Höhe: 510 m ü. A.
Einwohner: 6.457 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 200 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6820
Vorwahl: 05522
Gemeindekennziffer: 8 04 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sägenplatz 1
6820 Frastanz
Website: www.frastanz.at
Politik
Bürgermeister: Eugen Gabriel (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2015)
(27 Mitglieder)
14 ÖVP
05 FPÖ
05 Grüne
02 SPÖ
01 Für Frastanz
Lage der Marktgemeinde Frastanz im Bezirk Feldkirch
Altach Düns Dünserberg Feldkirch Frastanz Fraxern Göfis Götzis Klaus Koblach Laterns Mäder Meiningen Rankweil Röns Röthis Satteins Schlins Schnifis Sulz Übersaxen Viktorsberg Weiler Zwischenwasser VorarlbergLage der Gemeinde Frastanz im Bezirk Feldkirch (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Frastanz mit Pfarrkirche
Frastanz mit Pfarrkirche
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Frastanz ist eine Marktgemeinde mit 6457 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Feldkirch im österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frastanz liegt im Bezirk Feldkirch in Vorarlberg, dem westlichsten Bundesland Österreichs, auf 510 Metern Höhe. 61,2 Prozent der Fläche sind bewaldet. Die Samina fließt bei Frastanz in die Ill.
Ortsteile der Gemeinde sind:

Hofen
Einlis
Amerlügen (228 Einwohner)
Die Parzelle Amerlügen liegt auf einer Terrasse am Ostabhang des Vorderälpeles auf rund 760 Meter Seehöhe.
Fellengatter (1.257 Einwohner)
Fellengatter ist die größte Parzelle des Ortes und auf dem Fellengattner Gebiet des Stadtschrofens sind früheste Siedlungsspuren aus prähistorischer Zeit nachweisbar.
Bodenwald
Frastafeders (207 Einwohner)
Die Parzelle Frastafeders liegt auf einer – vom Dorf Frastanz aus gesehen – südseitigen Hangterrasse in einem Höhenbereich von 560 bis 590 m.
Die urkundlich mehrmals erwähnte Burg Frastafeders im Klöslefeld (Beim Schloß) konnte durch die Ausgrabungen unter Wilhelm Sydow eindeutig archäologisch bewiesen werden.
Gampelün (232 Einwohner)
Gampelün liegt südöstlich von Frastanz auf Hangterrassen in etwa 700 Meter Seehöhe zur Gänze als Enklave im Gemeindegebiet von Nenzing. In den Frastanzer Urkunden scheint der Name „Gampelü“ erstmals im Jahre 1365 auf. Es umfasst die Ortsteile Winkel, Oberes Gampelün, Rofel, Kosa, Bardella, Anderhalden und Galätscha.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frastanz liegt an einer Römerstraße. Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus.

Die Burg Frastafeders dürfte um 1258 im Gefolge der ersten montfortischen Linienteilung als Vorposten der Grafen von Werdenberg gegen Feldkirch entstanden sein. Außerdem besaß sie wohl die Aufgabe, den Weg über das Sarojajoch zu sichern.
Welches Dienstmannengeschlecht der Werdenberger im 13. Jahrhundert auf Frastafeders saß, ist unbekannt. 1317 verlieh Graf Rudolf II. von Werdenberg-Sargans die Burg dem Reichsritter Ulrich Thumb von Neuburg.
Die Burg Frastafeders bestand nicht einmal hundert Jahre. Bereits um 1344 wurde sie im Rahmen einer Auseinandersetzung zwischen den Grafen von Montfort-Feldkirch zerstört.

Auf Frastanzer Boden fand 1499 die Schlacht bei Frastanz statt, eine der blutigsten und wichtigsten Entscheidungsschlachten des Schwabenkrieges. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich.

Frastanz unterstand lange Zeit der Herrschaft Sonnenberg.

Am 15. Juni 1910 durchbrach die Ill die Dammbauten an drei Stellen und verwandelte das Frastanzer Ried in einen einzigen See.

Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Frastanz seit der Gründung 1861. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Für das Jahr 2003 ist ein Ausländeranteil von 17,8 Prozent ausgewiesen.

Gemeindewappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frastanz

Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1968 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold.

Die Verleihung des Wappens durch die Vorarlberger Landesregierung erfolgte am 2. Mai 1969. Das Symbol des Hifthorns erinnert an eine Sage, die sich anlässlich der blutigen Schlacht von Frastanz im Jahre 1499 abgespielt haben soll: Ein Hirtenknabe auf Amerlügen soll eine auf Umwegen unerwartet herannahende Abteilung der Eidgenossen bemerkt und seine Landsleute mit seinem Horn solange gewarnt haben, bis er tot zu Boden fiel. Die Sonne in Blau bekundet die Zugehörigkeit zur Grafschaft Sonnenberg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frastanzer Gemeindevertretung besteht aus 27 Mitgliedern. Nach der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2015 stellt davon die ÖVP 14 Mandate, die Grünen 5, die FPÖ 5, die SPÖ 2 und die freie Bürgerliste Für Frastanz 1 Mandat.

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Eugen Gabriel von der ÖVP, der bei der Bürgermeister-Direktwahl 2015 mit 53,65 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Fellengatter waren früher der Tabakanbau und die Hanfseilerei Lebensgrundlage. Am Ort gab es im Jahr 2003 117 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 1.687 Beschäftigten und 122 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 2.533.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Frastanz
Pfarrkirche
Pfarrkirche Frastanz
Die Kirche wurde 1885 nach dem Plan des Kölner und Wiener Dombaumeisters Friedrich von Schmidt erbaut und zählt gemeinsam mit der Kirche aus Silbertal desselben Architekten zu den schönsten neugotischen Beispielen Westösterreichs.
Dem Architekten gelang es, die strukturellen Qualitäten der Gotik mit der alpinen Topographie in Einklang zu bringen. Man könnte von einer landschaftlichen Schönheit dieser Bauten sprechen, die etwas vom Geist der Bilder der Donauschule beinhaltet.
In beiden Fällen verstärkt der überhöhte Standort die gestische Zeichenhaftigkeit der Gotik.
Letzehof
Buddhistisches Kloster Letzehof
Direkt an der Gemeindegrenze zu Feldkirch in Maria Grün (Frastanz) befindet sich seit 1983 das Buddhistische Kloster Letzehof (Tashi Rabten), das erste buddhistischen Kloster Österreichs. Es gehört in der Nachfolge nach dem tibetischen Meister Geshe Rabten der größten Tradition des tibetischen Buddhismus an. Ordinierte aus Asien und Europa erhalten hier, wie auch in den anderen zur Rabten Foundation gehörenden Stätten, wie dem Muttertempel (Rabten Choeling) am Genfersee ihre Ausbildung. Die Leitung des Klosters obliegt dem österreichischen Mönch, Gelong Dschampa Lungtog. Der Letzehof wird häufig von Lehrern, Schulklassen und anderen interessierten Gruppen besucht, um authentische Information zum Thema Buddhismus zu erhalten.[1]
Museen

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Frastanz gibt es drei Kindergärten. Im Ort gibt es (Stand im Januar 2003) 603 Schüler.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adalbert Welte (* 30. Juni 1902 in Frastanz; † 9. Juli 1969 in Hard), Schriftsteller und Beamter
  • Bruno Wiederin (* 24. August 1912 in Schruns; † 24. September 1995 in Frastanz), Lehrer und Komponist
  • Hubert Gorbach (* 27. Juli 1956 in Frastanz), ehemaliger Vizekanzler
  • Markus Wallner (* 20. Juli 1967 in Bludenz), Landeshauptmann von Vorarlberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frastanz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.frastanz.at/Startseite/InstitutionenEinrichtungen/BuddhistischesKloster/tabid/239/Default.aspx/Aufgerufen am 22. Dezember 2008