Andreas Grötzinger

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Andreas Grötzinger (* 1974 in Göteborg) ist ein Schauspieler und Hörspielsprecher, der sowohl die schwedische als auch die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Grötzinger, dessen Muttersprachen Schwedisch und Englisch sind, besuchte von 1993 bis 1997 die Hochschule für Musik und Theater Rostock. Nach Gastspielen am Schauspiel Frankfurt und an der Staatsoper Stuttgart, trat er 1998 ein Engagement am Schauspiel Köln an. Hier spielte er unter Regisseuren wie Frank-Patrick Steckel, Torsten Fischer, Günter Krämer und der Intendantin Karin Beier, der er 2013 an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg folgte, dessen Ensemble er bis 2016 angehörte. Abstecher führten Grötzinger während seiner Kölner Jahre an das Düsseldorfer Schauspielhaus, an das Staatsschauspiel Dresden und das Malmö Stadsteater.[1]

Einige von zahlreichen Rollen Grötzingers waren der Mortimer und der Herzog von Alba in den Schiller-Stücken Maria Stuart bzw. Don Karlos, Reverend Samuel in Arthur Millers Hexenjagd oder als eine von mehreren Rollen am Malmö Stadsteater der Mackie Messer in der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill. 1998 spielte Grötzinger den Osmin in Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Die Entführung aus dem Serail. Diese Inszenierung von Hans Neuenfels wurde im selben Jahr mit dem Bayerischen Theaterpreis und 1999 von der Fachzeitschrift Opernwelt als „Aufführung des Jahres“ ausgezeichnet. Bereits 1997 hatte Grötzinger einen Solo- und einen Ensemblepreis beim Theatertreffen der Schauspielschulen erhalten.[1]

Seit Beginn der 2000er Jahre wirkt Andreas Grötzinger auch vor der Kamera, überwiegend als Gastdarsteller in Serien. Unter anderem sah man ihn in Wilsberg, Die Wache, SOKO Köln, Stolberg, Tatort sowie in Lars von Triers Nymphomaniac. Etwa zur gleichen Zeit begann Grötzinger auch umfangreich für den Hörfunk zu arbeiten, überwiegend in Produktionen des Westdeutschen Rundfunks.

Andreas Grötzinger lebt in Hamburg mit seinen zwei Kindern, einem Sohn und einer Tochter.[2][3]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Profil bei filmmakers.de, abgerufen am 4. Mai 2016
  2. Axel Hill, Zik: Jubiläum! Schwer verliebt im Schauspielhaus. In: Express. 12. Februar 2009. Abgerufen am 4. Mai 2016
  3. Heinrich Oehmsen: Premiere von Dürrenmatts Irrenärztin im Schauspielhaus. In: Hamburger Abendblatt. 24. April 2015. Abgerufen am 4. Mai 2016