Annika Brockschmidt

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Annika Brockschmidt (* 10. Juni 1992 in Berlin)[1][2] ist eine deutsche Journalistin, Autorin und Podcasterin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrem Abitur 2011 am Canisius-Kolleg Berlin[3] studierte Brockschmidt von 2012 bis 2017 Geschichte und Germanistik an der Universität Heidelberg, wobei sie 2015 ein Erasmus-Semester an der Durham University verbrachte. 2017 bis 2019 absolvierte sie ein Masterstudium in Militärgeschichte an der Universität Potsdam, das sie mit einer Masterarbeit über das SS-Einsatzkommando 8 abschloss.[4] Von Juli 2014 bis November 2017 betrieb sie zusammen mit dem Physiker Dennis Schulz den Podcast Science Pie zu natur- und geisteswissenschaftlichen Themen.[5] Als freie Journalistin arbeitet Brockschmidt unter anderem für das ZDF,[6] den Tagesspiegel[7] sowie Zeit Online.[8] Für die Bundeszentrale für politische Bildung produziert sie seit 2020 den Podcast histoPod.[9] Zusammen mit dem britischen Opernsänger Lawrence Halksworth produziert sie seit der COVID-19-Pandemie in Deutschland den Podcast „Forza! Love of Opera.“[10] Seit 2021 betreibt sie den Podcast Kreuz und Flagge über die Religiöse Rechte in den USA.[11]

Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brockschmidt beschäftigt sich vor allem mit Themen wie dem Einfluss Rechtsevangelikaler auf die Regierung Donald Trumps, dem Wohlstandsevangelium, der religiösen Rechten in den Vereinigten Staaten, deutscher und internationaler Politik sowie Propaganda und dem Zweiten Weltkrieg. Als ihr Spezialgebiet bezeichnet sie genocide studies mit einem Fokus auf den Verbrechen der Einsatzgruppen im Zweiten Weltkrieg hinter der Ostfront vor einem psychologisch-historischen Hintergrund.[12]

In ihrem jeweils auf deutsch und englisch erscheinenden Podcast Science Pie kombinieren Brockschmidt und Schulz in etwa 15-minütigen Tonaufnahmen Wissenshappen aus Germanistik und Physik, um „Wissenschaft auf eine unterhaltsame Weise“ zu vermitteln. Für Denis Schnur (Süddeutsche Zeitung) hebt sich der Podcast mit dieser Kombination aus „eher abseits stehenden“ geistes- und naturwissenschaftlichen Themen, der von den beiden „unterhaltsam, vor allem aber aufwendig“ aufbereitet würde mit seinem „ziemlich weiten“ Themenspektrum von anderen Podcasts ab.[13] Die Funke Mediengruppe empfahl den Podcast 2016 in ihrem Blog zur Goldenen Kamera in einer Auflistung deutsch- und englischsprachiger Podcasts, die man „unbedingt kennen“ sollte.[14] 2016 präsentierte Brockschmidt auf Einladung von Wissenschaft im Dialog den Podcast auf deren „Forum Wissenschaftskommunikation“.[15]

In ihrem 2017 publizierten und auf Jugendliche ab 14 Jahren ausgerichteten Buch Goethes Faust & Einsteins Haken präsentierte Brockschmidt witzige oder originelle Fakten aus Geschichte, Germanistik und Philosophie, während ihr Co-Autor Dennis Schulz mit Formeln, Zitaten und Einzelleistungen Obskures und Unerwartetes aus Physik, Chemie und Biologie dagegen hielt. Für den Wissenschaftsjournalisten Ulf von Rauchhaupt erschien zwar manches davon „nicht ohne Unterhaltungswert“, er bemängelte aber „die vielen sachlichen Schnitzer“. So seien die geflügelten Wörter „Perlen vor die Säue werfen“ und das „Licht unter den Scheffel stellen“ nicht von Martin Luther, sondern lediglich wörtlich von ihm so aus dem Neuen Testament übersetzt. Es sei auch falsch, dass durch Anwendung der bis 1945 erhältlichen Zahnpasta Doramad „die Zähne nach dem Putzen blau leuchteten“ wie die Brennelemente im Becken eines Atomreaktors.[16] Für die Pädagogin und Philosophin Adelheid Müller-Lissner (Tagesspiegel) fochten die Autoren zwar einen „ungleichen Kampf“ mit der „Kultur […] gegen die Wissenschaft von der Natur“; ihr Wissen hätten sie aber „mit großer Munterkeit“ weitergegeben, weshalb man „gerne von den beiden“ lernen würde.[17]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]