Aytaç Sulu

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Aytaç Sulu
Personalia
Geburtstag 11. Dezember 1985
Geburtsort HeidelbergDeutschland
Größe 183 cm
Position Innenverteidigung
Junioren
Jahre Station
FV Nußloch
0000–1998 SG Heidelberg-Kirchheim
1998–2003 SV Sandhausen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2003–2004 SV Sandhausen II
2004–2005 SV Sandhausen 4 0(0)
2005–2007 Bahlinger SC 34 0(3)
2007–2009 TSG 1899 Hoffenheim 0 0(0)
2007–2009 TSG 1899 Hoffenheim II 65 0(0)
2009–2011 VfR Aalen 70 0(5)
2011–2012 Gençlerbirliği Ankara 2 0(0)
2012–2013 SCR Altach 15 0(2)
2013–2019 SV Darmstadt 98 193 (21)
2019–2020 Samsunspor 12 0(0)
2020 FC Carl Zeiss Jena 14 0(3)
2022 VfR Heilbronn
Stationen als Trainer
Jahre Station
2021 TSG 1899 Hoffenheim U17 (Co-Trainer)
2022– TSG 1899 Hoffenheim U23 (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Mai 2022

Aytaç Sulu (* 11. Dezember 1985 in Heidelberg) ist ein deutsch-türkischer Fußballspieler und -trainer. Er ist Ehrenspielführer des SV Darmstadt 98, mit dem er als Mannschaftskapitän unter anderem 60 Partien in der Bundesliga absolvierte. Seit 2021 ist er als Trainer im Jugendbereich der TSG 1899 Hoffenheim tätig und seit April 2022 spielt er für den VfR Heilbronn in der Bezirksliga.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend und Wechsel nach Bahlingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Jugend spielte Sulu für den FV Nußloch, die SG Heidelberg-Kirchheim sowie den SV Sandhausen. In der Saison 2004/05 kam er auch in der Oberligamannschaft des SV Sandhausen zum Einsatz. 2005 wechselte er zum Bahlinger SC, der aus der Oberliga in die Verbandsliga abgestiegen war. In seiner ersten Saison in Bahlingen erreichte Sulu mit dem Verein den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga. 2007 wurde Sulu von der TSG 1899 Hoffenheim verpflichtet, in deren zweiter Mannschaft er in der Oberliga eingesetzt wurde. Zu einem Einsatz bei den Profis kam es jedoch nie.

VfR Aalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 folgte er seinem Hoffenheimer Trainer Rainer Scharinger, der ihn auch schon in Sandhausen trainiert hatte, zum VfR Aalen, der in die Regionalliga Süd abgestiegen war und eine bis auf drei Spieler komplett neue Mannschaft zusammenstellte. Aytaç Sulu wurde Kapitän der im Durchschnitt rund 23 Jahre jungen Mannschaft und absolvierte in der folgenden Saison 33 Spiele, an deren Ende der direkte Wiederaufstieg des Vereins zurück in die Dritte Liga stand. Außerdem gewann Sulu mit dem VfR den WFV-Pokal, dessen Sieg zur Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals berechtigt. Am ersten Spieltag der neuen Drittligasaison gab Aytaç Sulu daraufhin bei der 3:0-Auswärtsniederlage gegen den Zweitligaabsteiger Hansa Rostock am 24. Juli 2010 sein Profiliga-Debüt. Im weiteren Verlauf der Saison erzielte er als Abwehrchef in insgesamt 37 Spielen drei Tore, womit er seinen Teil zum Klassenerhalt der Schwaben beitrug.

Gençlerbirliği Ankara[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verhandlungen über eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags scheiterten im Juni 2011, woraufhin Sulu die Aalener am Saisonende verließ und ablösefrei zum türkischen Erstligisten Gençlerbirliği Ankara wechselte. Beim Hauptstadtverein konnte er sich allerdings nicht durchsetzen; zu seinem Debüt in der Süper Lig kam er erst am 1. Februar 2012, als er bei dem 1:0-Sieg im Heimspiel gegen Gaziantepspor in der 89. Spielminute für Yasin Öztekin eingewechselt wurde. Bis zum Ende der Saison kam Sulu auf nur einen weiteren Kurzeinsatz in der ersten Liga. Lediglich bei einem Einsatz in der Reservemannschaft des Vereins in der A2 Ligi absolvierte er eine Begegnung über 90 Minuten. Zum Sommer 2012 löste Gençlerbirliği den Vertrag mit Sulu auf und stellte ihn frei.

SCR Altach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulu schloss sich daraufhin dem österreichischen Zweitligisten SCR Altach an, den Rainer Scharinger inzwischen trainierte. Als dieser Anfang Januar dort entlassen wurde, verließ auch Sulu den Verein und kehrte wieder nach Deutschland zurück, wo ihn der Drittligist SV Darmstadt 98 verpflichtete.

SV Darmstadt 98[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Februar 2013 gab er beim 0:0-Heimspiel gegen Wacker Burghausen sein Debüt für die Südhessen.[1] Daraufhin entwickelte er sich zum Leistungsträger und half den Hessen, die in der Winterpause noch den letzten Tabellenplatz belegt hatten, eine bessere Rückrunde zu spielen; am Saisonende belegte der Verein zwar noch den ersten Abstiegsplatz, profitierte jedoch vom Zwangsabstieg der Offenbacher Kickers. In seiner ersten halben Saison bei den Lilien absolvierte er 17 Spiele in der Liga und schoss dabei ein Tor. Ebenfalls konnte der Verein den Landespokal Hessen gewinnen und sich so für den DFB-Pokal der nächsten Saison qualifizieren.

Nachdem der Klassenerhalt auf diese Weise dennoch erreicht worden war, wurde Sulu bei den Darmstädtern zum Beginn der Saison 2013/14 zum Mannschaftskapitän ernannt. Am 4. August 2013 gab er sein DFB-Pokal Debüt für die Hessen beim 5:4-Heimsieg nach Elfmeterschießen gegen Borussia Mönchengladbach.[2] Am Ende der Saison 2013/14 stieg Sulu mit dem SV Darmstadt 98 in die 2. Bundesliga auf, nachdem man sich in der Relegation gegen Arminia Bielefeld durchgesetzt hatte. Wettbewerbsübergreifend absolvierte er so 42 Spiele und erzielte drei Tore

In der 2. Bundesliga behielt er seinen Stammplatz als Innenverteidiger und blieb Kapitän und Leistungsträger. Am Ende der Saison 2014/15 stieg er mit Darmstadt 98 in die erste Bundesliga auf, nachdem er 31 Ligaspiele mit insgesamt vier Toren absolviert hatte. So schaffte er den Durchmarsch von der 3. Liga in die 1. Bundesliga.

In der folgenden Saison 2015/16 schaffte er mit dem Verein den Klassenerhalt in der Bundesliga. Dazu trugen sieben Tore des Verteidigers, davon sechs mit dem Kopf, in 33 Ligaspielen bei. Im nächsten Jahr stieg der Verein jedoch ab. Sulu kam in der Saison auf 29 Spiele und zwei Tore.

In der 2. Liga blieb er weiterhin bei Darmstadt und absolvierte 33 Ligaspiele mit insgesamt drei Toren. Am 23. Dezember 2018 absolvierte er sein letztes Spiel für die Lilien nach sechs Jahren. In seiner letzten halben Saison kam er auf zwei Tore in 19 Spielen. Ein knappes Jahr nach seinem Abschied, während er schon bei Samsunspor spielte, wurde er vom Verein zum Ehrenspielführer ernannt.[3]

Samsunspor & FC Carl Zeiss Jena[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Anschluss ging der Verteidiger wieder in die Türkei und unterschrieb beim Drittligisten Samsunspor einen bis 2020 gültigen Vertrag.

Ende Januar 2020 wechselte Sulu zurück nach Deutschland zum abstiegsgefährdeten FC Carl Zeiss Jena in die 3. Liga und unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende. Zum Saisonende verließ er den Absteiger jedoch bereits wieder. Ab dem Sommer 2020 war er daraufhin vereinslos[4] und kündigte später sein Karriereende an.

Rückkehr in der Bezirksliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von April 2022 bis zum Ende der Saison spielte Sulu für den VfR Heilbronn, die zu dem Zeitpunkt seiner Rückkehr in den Fußball als Spieler Tabellenführer der Bezirksliga waren. Der Verein bat ihn darum, sie beim Aufstieg in die siebtklassige Landesliga zu unterstützten.[5]

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er seine Spielerkarriere schließlich beendete, kehrte Aytaç Sulu im Sommer 2021 zur TSG 1899 Hoffenheim zurück, um dort im Jugendbereich als Co-Trainer der U17-Junioren zu arbeiten.[6]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahlinger SC
VfR Aalen
SV Darmstadt 98

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SV Darmstadt 98 - SV Wacker Burghausen, 02.02.2013 - 3. Liga - Spielbericht. Abgerufen am 5. Januar 2021.
  2. SV Darmstadt 98 - Borussia Mönchengladbach, 04.08.2013 - DFB-Pokal - Spielbericht. Abgerufen am 5. Januar 2021.
  3. Darmstadt 98 ernennt Sulu zum Ehrenspielführer. Abgerufen am 5. Januar 2021 (deutsch).
  4. Sulu: „Bin wie Kruse für Klubs bezahlbar“ – „Mit Modeste kam ich überhaupt nicht klar“. Abgerufen am 5. Januar 2021.
  5. Mit Bundesliga-Erfahrung in die 8. Liga: Aytac Sulu verstärkt den VfR Heilbronn sofort. Abgerufen am 5. Mai 2022 (deutsch).
  6. "Frischer Wind": Sulu und Kienle verstärken Hoffenheimer Akademie. kicker.de, 27. Mai 2021, abgerufen am 28. Juni 2021.