Bad Moms 2

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Filmdaten
Deutscher TitelBad Moms 2
OriginaltitelA Bad Moms Christmas
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2017
Länge104 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
RegieJon Lucas,
Scott Moore
DrehbuchJon Lucas,
Scott Moore
ProduktionSuzanne Todd
MusikChristopher Lennertz
KameraMitchell Amundsen
SchnittJames Thomas
Besetzung

Bad Moms 2 (Originaltitel: A Bad Moms Christmas) ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Jon Lucas und Scott Moore aus dem Jahr 2017. Der Film ist die Fortsetzung von Bad Moms (2016).

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Mütter Amy, Kiki und Carla rebellieren gegen die Erwartungen, die während der Weihnachtszeit an Mütter gestellt werden. Dazu kommt noch, dass ihre eigenen Mütter über die Feiertage zu Besuch sind.

Amy Mitchell (Mila Kunis) die mittlerweile in einer glücklichen Beziehung mit Jessie Harkness (Jay Hernández) lebt, freut sich auf ein einfaches und unkompliziertes Weihnachtsfest. Dieses Vorhaben ist aus ihrer Sicht jedoch zum Scheitern verurteilt, da sich ihre eigene, „überkritische“[3] Mutter Ruth (Christine Baranski) für die Feiertage ankündigt. Derweil ist Kiki (Kristen Bell) mit ihren vier Kindern weiterhin übermäßig beansprucht, gleichwohl erhält sie mittlerweile deutlich mehr Unterstützung von ihrem Ehemann Kent. Auch bei ihr hat sich die eigene, „fürchterlich anhängliche“[3] Mutter für das Fest angekündigt, doch diese steht – im Gegensatz Amys Mutter – früher als annonciert vor der Tür und beabsichtigt, insgesamt drei Wochen mit ihrer Tochter, die deren Liebe für erdrückend hält, zu verbringen. Carla Dunkler (Kathryn Hahn), die dritte in der Runde der „Bad Moms“, wird von ihrer „verlotterten, spielsüchtigen“[3] Mutter Isis (Susan Sarandon), die erstmals seit langer Zeit wieder Zeit mit ihrer Tochter verbringen möchte, ebenfalls über die Weihnachtsfeiertage besucht.

Bevor die Mütter jedoch auf der Bildfläche erscheinen, treffen sich Amy, Kiki und Carla in einem Einkaufszentrum, tauschen sich bei dem Besuch über den Druck durch die Feiertage aus und schließen gemeinsam den Pakt, „Weihnachten zurückzugewinnen“. Sie betrinken sich gemeinsam und stehlen dabei einen Weihnachtsbaum aus einem Geschäft.

Nachdem die Mütter schließlich eingetroffen sind, bringt Amy ihre Mutter Ruth, die aus dem ursprünglich einfach geplanten Weihnachtsfest sprichwörtlich ein Spektakel möchte, sowie ihre restliche Familie in einen Trampolinpark. Dort trifft sie sich mit Kiki und Carla und deren Familien. Die Mütter der Bad Moms treffen dort aufeinander und unterhalten sich, während die Bad Moms Spaß mit ihren Kindern haben.

Auf der Arbeit trifft die Enthaarungsdienstleisterin Carla auf den Erotiktänzer Ty Swindle (Justin Hartley), der an einem „Sexy-Santa-Wettbewerb“ teilnimmt und erfolgreich die Bitte an sie heranträgt, sein Date zu sein. Kiki indes kann die überfürsorgliche Art ihrer Mutter Sandy nicht ertragen, weshalb sie zur Klärung dieses Problems eine gemeinsame Sitzung bei Dr. Elizabeth Karl (Wanda Sykes) bucht. Doch statt einer konstruktiven Lösung am regulären Ende der Sitzung gibt es ein vorzeitiges Ende, da Kiki ihre Mutter beschimpft und diese daher die Sitzung abbricht.

Gemeinsam mit Carla besuchen auch Amy und Kiki den „Sexy-Santa-Wettbewerb“, bei dem Ty sämtliche anwesenden Damen mit seinen Künsten beeindruckt. Zur Überraschung aller steht Isis auf der Bar auf und beginnt, mit Ty zu tanzen, was Carla unterbinden will, weshalb es zu einem kurzen Kampf der beiden Frauen kommt. Auf dem Heimweg der beiden gesteht die Ältere der Jüngeren, dass sie Geld für eine Investition brauche, was die Jüngere aufgrund der Spielsucht ihrer Mutter für unglaubwürdig hält. Trotz der Annahme, dass die Mutter nach dem Erhalt des Geldes verschwindet, wird die erwünschte Summe verliehen.

Als es schließlich Heiligabend ist, erzählt die stark auf ihre Tochter fixierte Sandy, dass sie ein Barangebot für das Haus neben Kikis gemacht habe, um direkt neben ihr wohnen zu können. An dieser Stelle platzt Kiki sprichwörtlich der Kragen und aus ihr bricht heraus, dass ihre Mutter nicht nebenan wohnen könne und sie ihren Platz brauche, woraufhin Sandy unter Tränen den Raum verlässt. Auch bei Amy gibt es eine weihnachtliche Krisensituation, da ihre Mutter entgegen der ursprünglichen Planung der Tochter auf ein ruhiges, besinnliches Fest eine Gruppe Fremder eingeladen hat. Wie ihre Freundin Kiki verliert auch Amy ihre Beherrschung und fordert erst die ungebetenen Gäste auf, ihr Heim zu verlassen, und dann ihre Mutter, für immer aus ihrem Leben zu gehen. Ihre Kinder Jane (Oona Laurence) und Dylan (Emjay Anthony) indes können die Haltung ihrer Mutter nicht nachvollziehen und reagieren wütend auf den Ausbruch. Parallel entdeckt Carla eine Nachricht ihrer Mutter Isis, dass diese – wie zuvor schon vermutet – mit dem geliehenen Geld abgereist sei.

Ruth besucht die Mitternachtsmette in der Kirche, wobei sie – überraschenderweise – Unterstützung der beiden anderen Mütter Sandy und Isis erhält. Die drei kritisieren sich gegenseitig für ihr Verhalten gegenüber den Töchtern und erkennen dabei ihre eigenen Fehler. Für eine Aussprache besucht Amys Vater Hank (Peter Gallagher) seine Tochter, um ihr den Charakter ihrer Mutter verständlich zu machen – sie liebe ihre Tochter zwar bedingungslos, sei aber gleichzeitig stets unsicher, ob sie eine gute Mutter sei. Mit dieser Erkenntnis sucht auch Amy die Kirche auf, um sich – letztlich erfolgreich – mit Ruth auszusprechen. In der Folge weicht Amy von ihrem Plan des ruhigen, einfachen Weihnachtsfestes ab und will ihre Mutter kurzfristig in die Organisation einbinden, da nur gemeinsam ein adäquates Fest möglich sei. Also eilen die beiden nach Hause, um das Hauses zu dekorieren.

Am Morgen des ersten Weihnachtstages entdecken Amys Kinder Jane und Dylan die Rückkehr von Ruth, das dekorierte Haus sowie die Geschenke wunderbar. Ein versöhnliches Ende gibt es gleichfalls bei Kiki und ihrer Mutter Sandy, die das Nachbarhaus wieder veräußern will. Die dritte Bad Mom Carla schließlich besucht ihre Mutter Isis, die eine ernsthafte Wende ihres bislang verantwortungslos geführten Lebens anstrebt und sich eine Stelle im zuvor besuchten Trampolinpark gesucht hat.

Zum Abschluss des Films treffen sich noch einmal alle Familien und die Mütter der Bad Moms verkünden erst ihre Freundschaft und dann einen avisierten Trip nach Las Vegas.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2016 erfolgte die Mitteilung, dass die Besetzung des ersten Teils von Bad Moms in ihren ursprünglichen Rollen noch einmal zusammenfinde, es inhaltlich um Weihnachten gehen solle und der Film in den USA am 3. November 2017 starten solle.[4]

Die Dreharbeiten begannen am 1. Mai 2017 in Atlanta, Georgia.[5] Das gesamte Produktionsbudget lag dabei bei 28 Mio. USD.[6]

Sämtliche Szenen wurden an „echten“ Plätzen gedreht, die Crew griff nicht auf Studioaufbauten zurück. Die Szene im Einkaufszentrum wurde hauptsächlich in der Phipps Plaza Mall in Atlanta gedreht sowie zusätzlich in der Lenox Mall und der Cumberland Mall. Die Aufnahmen im Trampolinpark wurden im Sky Zone Trampoline Park vom 7. bis 9. Juni 2017 in Newnan gedreht. Amys massiv weihnachtlich dekoriertes Haus steht in Candler Park, einem Vorort Atlantas.[7][8][9] Die Episkopalkirche, in der gegen Ende des Films ein Teil der Handlung spielt, ist die All Saints Episcopal in Midtown Atlanta.

Um bei frühlingshaften bis sommerlichen Temperaturen in Atlanta ein winterlich-weihnachtliches Chicago zu simulieren, wurde für einen Teil der Aufnahmen „Schnee“ 25 Kubikmetern zerkleinertem, biologisch abbaubarem Papier produziert und verteilt, für einen anderen Teil der Aufnahmen setzten die Produzenten auf ein lokales Unternehmen, das 100 Tonnen Kunstschnee produzierte und in Blöcken anlieferte. Diese wurden wiederum in Häckslern zerkleinert und anschließend mit Schaufeln verteilt.[10]

In den Vereinigten Staaten kam der ursprünglich für den 3. November angekündigte Film bereits am 1. November 2017 in die Kinos, um einen direkten Konflikt mit dem ebenfalls neu startenden Thor: Tag der Entscheidung zu vermeiden.[11] Der Kinostart in Deutschland war am 9. November 2017 wie auch in der deutschsprachigen Schweiz. Dort wurde er acht Wochen gezeigt und zog knapp 52.000 Zuschauer an. In der frankophonen Romandie wurde der Film indes nur zwei Wochen gezeigt, wobei er von knapp 8.500 Zuschauern gesehen wurde.[12] In den USA spielte der Film an den Kinokassen 72,1 Mio. USD ein und an den weltweiten Kinokassen weitere 55,6 Mio. USD, was ein kumuliertes Einspielergebnis von 127,7 Mio. USD bedeutet.[13] Der Vorgänger kam noch auf ein Gesamtergebnis von 180 Mio. USD.[11]

In den Vereinigten Staaten erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating aufgrund durchgängig grober sexueller Inhalte und Sprache sowie aufgrund des zwischenzeitlichen Drogenkonsums. So fiel (inklusive Abwandlungen) über 35 mal das Wort Fuck.[14] Von der britischen BBFC erhielt der Film die Freigabe ab 15 Jahren.[15]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Rotten Tomatoes verzeichnete der Film auf der Basis von 121 analysierten Kritiken einen Wert von 31 % auf dem Tomatometer und dem Kernfazit, dass es zwar die doppelte Anzahl an Müttern gebe, dafür nur die Hälfte der Lacher. Von etwas über 13.000 Anwendern vergaben indes 45 % dreieinhalb oder mehr Sterne.[16]

Ähnlich unterschiedlich fiel die Reaktion bei der Fernsehzeitschrift Prisma aus: Während die Redaktion nur einen von fünf möglichen Sternen vergab, lag die kumulierte Lesermeinung bei drei Sternen.[17]

Der deutsche Dienst Filmstarts.de zeigte sich wenig erfreut von dem Werk, da er in der ersten Filmhälfte noch „der erprobt-provokanten „Bad Moms“-Formel des Vorgängers“ folge, sich anschließend „trotz weiterhin derber Scherze [...] immer mehr zu einer herkömmlich-süßlichen Familien-Festtagskomödie“ wandele. Zudem seien die satirische Ebene und der Biss des Vorgängers „leider verlorengegangen“, da die Machen augenscheinlich zu viel Respekt vor dem Weihnachtsfest gehabt hätten.[18]

Das neuseeländische Medienoutlet Biggie lobte die Leistung der Darsteller, die es insgesamt schaffen würden, die Handlung des Films zum Leben zu erwecken. Auf der grundsätzlichen Ebene wurde indes kritisiert, dass die Dynamik und die Chemie zwischen den Bad Moms und deren Müttern nicht stimme und nur von kurzer Dauer sei und der teils derbe Humor nur bedingt zur avisierten Stimmung des Films sowie den einzelnen Charakteren passe. Auch auf der Detailebene würde es an vielen kleinen Stellen haken – wenn beispielsweise der Ausschank von Alkohol in Food Courts, eine Dodgeballfeld für Erwachsene im Trampolinpark und vor allem ein spontan bzw. impulsiv mit Bargeld gekauftes Haus, das eigentlich nicht zum Verkauf stand –, so das die eigentliche Intention, einen realistischen Film zu zeigen, durch offensichtliche Fantasie zunichte gemacht werde.[19]

Der Rezensent von Kinozeit.de bemängelt, dass die Mütter der Bad Moms „noch eindimensionaler angelegt“ seien, sich der Schwung des Vorgängers „in zu vielen Einzelepisoden“ totlaufe, die „gegen Ende die Komik vor lauter weihnachtlicher Rührseligkeit vergessen“.[20]

Lukas Stern von der Hamburger Wochenzeitschrift Der Spiegel sah hingegen einen Film, in dem das „gute Inszenierungsgespür“ der Regisseure daran sichtbar werde, den „den Körper zu entgrenzen, Störungen im Mutter-Kind-Verhältnis ins maßlos Karikatureske zu brechen“. Bereits in der Einleitung zu seinem Text urteilte er, dass gegen „Weihnachtstress und Perfektionsterror“ nur helfe, „sich richtig daneben zu benehmen“ und dies „mit sechs hervorragenden Komödiantinnen [...] zu einem Fest der Entgrenzung“ werde.[21]

Auf ChristianAnswers.net wurde gläubigen Menschen ausdrücklich von dem Film, einem Werk von „geistiger Dunkelheit“ („spiritual darkness“) abgeraten. Während die offizielle Kurzbeschreibung des Verleihs und das Plakat einen vergleichsweise „gesunden“ („wholesome“) und „unschuldigen“ („innocent“) Film annoncieren würden, handle es sich tatsächlich nur um einen „üblen sogenannten "Weihnachtsfilm"“ („foul so-called “Christmas” movie“). Als moralisches Urteil wurde „extrem beleidigend“ („extremely offensive“) gefällt.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Bad Moms 2. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 172717/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Bad Moms 2. Jugendmedien­kommission.
  3. a b c Thomas: Review: Bad Moms 2 (Kino) – Filmkritik – Leinwandreporter. In: leinwandreporter.com. 6. November 2017, abgerufen am 3. März 2019.
  4. Ross A. Lincoln: ‘Bad Moms Christmas’ Is A Go: Comedy Sequel Reuniting Original Cast Set For November 2017 Release. In: deadline.com. 23. Dezember 2016, abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  5. Die BAD MOMS melden sich zurück! auf jay-carpet.com, abgerufen am 28. Oktober 2017.
  6. A Bad Moms Christmas (2017). In: boxofficemojo.com. 11. Januar 2018, abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  7. Sonja: FILM REVIEW: A Bad Moms Christmas (2017) – filmed in Atlanta, USA. In: filmfantravel.com. 19. Dezember 2018, abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  8. Mary Caldwell: Now casting: Mila Kunis movie seeking extras for SkyZone scene. In: ajc.com. 2. Juni 2017, abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  9. A Bad Mom's Christmas (2017) Filming Locations. In: onset-hollywood.com. 10. Juni 2017, abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  10. Bad Moms 2. In: movicfreakz.de. 3. Dezember 2017, abgerufen am 3. März 2019.
  11. a b Dave McNary: ‘Thor: Ragnarok,’ ‘Bad Moms Christmas’ to Spark a Lackluster Box Office. In: variety.com. 31. Oktober 2017, abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  12. Bad Moms 2. In: hitparade.ch. Abgerufen am 3. März 2019.
  13. A Bad Moms Christmas (2017) – Financial Information. In: the-numbers.com. 24. November 2017, abgerufen am 3. März 2019.
  14. a b A Bad Moms Christmas (2017) …review and/or viewer comments. In: christiananswers.net. Abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  15. A BAD MOM'S CHRISTMAS. In: bbfc.co.uk. Abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  16. A Bad Moms Christmas (2017). In: rottentomatoes.com. 31. Oktober 2017, abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  17. Bad Moms 2: Die Kritik zum Film. In: prisma.de. 9. November 2017, abgerufen am 3. März 2019.
  18. Christoph Petersen: Die Filmstarts-Kritik zu Bad Moms 2. In: filmstarts.de. 2. November 2017, abgerufen am 3. März 2019.
  19. Leonardo Law: Bad Moms 2: Movie Review. In: biggie.co.nz. 7. November 2017, abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  20. Falk Straub: Bad Moms 2 (2017). In: kino-zeit.de. 9. November 2017, abgerufen am 3. März 2019.
  21. Lukas Stern: Komödie "Bad Moms 2": Wild Christmas. In: Spiegel Online. 7. November 2017, abgerufen am 3. März 2019.