Bahnstrecke Genua–Ventimiglia

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Genua–Ventimiglia
Die Strecke bei Cervo
Die Strecke bei Cervo
Strecke der Bahnstrecke Genua–Ventimiglia
Streckennummer (RFI):74 (Genua–Savona)
75 (Savona–Ventimiglia)
Kursbuchstrecke (TI):25
Streckenlänge:147 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:3 kV =
Strecke – geradeaus
von Pisa Centrale
Bahnhof, Station
1,10 Genova Brignole
Gleisdreieck – geradeaus, nach links, von links
nach Genova Piazza Principe Sotterranea
Bahnhof, Station
0,00 Genova Piazza Principe
Bahnhof, Station
0,20 Genova Sampierdarena
Gleisdreieck – geradeaus, nach rechts, von rechts
nach Mailand und Turin
Gleisdreieck – geradeaus, nach rechts, von rechts
nach Genova Sampierdarena Smistamento
Haltepunkt, Haltestelle
2,10 Genova Cornigliano
Haltepunkt, Haltestelle
3,70 Genova Genova Sestri Ponente Aeroporto
Haltepunkt, Haltestelle
6,30 Genova Pegli
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BSicon exSTR.svgBSicon ABZgl.svgBSicon STR+r.svg
Abzw Castelluccio
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Güterbahn nach Borzoli
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Genova Prà
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Genova Votri Mare
BSicon .svgBSicon ABZg+l.svgBSicon STRr.svg
Bahnhof, Station
11,00 Genova Voltri
Haltepunkt, Haltestelle
15,00 Genova Vesima
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BSicon HST.svgBSicon exBHF.svg
18,20 Arenzano bis 2003 Bahnhof [1]
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21,40 Cogoleto
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28,60 Varazze
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31,10 Celle Ligure
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33,90 Albisola
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von San Giuseppe di Cairo
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39,10 Savona
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von Savona Marittima
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Bahnhof ohne Personenverkehr
40,50 Savona Parco Doria
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BSicon HST.svgBSicon KDSTxe.svg
43,30 Quiliano-Vado / Vado Z.I.
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Bergeggi
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49,80 Spotorno-Noli / Spotorno
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Noli
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Varigotti
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Bahnhof, Station
58,40 Finale Ligure Marina
Haltepunkt, Haltestelle
65,80 Borgio Verezzi bis 1997 Bahnhof [2]
Bahnhof, Station
68,70 Pietra Ligure
Bahnhof, Station
72,00 Loano
Haltepunkt, Haltestelle
73,70 Borghetto Santo Spirito
Haltepunkt, Haltestelle
75,00 Ceriale
Bahnhof, Station
80,90 Albenga
Bahnhof, Station
87,10 Alassio
Haltepunkt, Haltestelle
90,30 Laigueglia
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94,20 (alt) Andora
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98,70 Cervo-San Bartolomeo al Mare
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104,10 Diano Castello
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101,70 Diano Marina
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106,80 Imperia Oneglia
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108,97 Imperia
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109,00 Imperia Porto Maurizio
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BSicon tSTRa.svgBSicon exHST.svg
112,2 S. Lorenzo-Cipressa
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120,5 S. Stefano-Riva Ligure
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124,90
123,8
Taggia-Arma
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BSicon tHST.svgBSicon exBHF.svg
131,00
131,7
Sanremo
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136,4 Ospedaletti
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Haltepunkt, Haltestelle
142,60 Bordighera
Haltepunkt, Haltestelle
145,20 Vallecrosia
Bahnhof, Station
147,30 Ventimiglia
   
nach Breil-sur-Roya
Strecke – geradeaus
nach Marseille

Die Bahnstrecke Genua–Ventimiglia ist eine Hauptstrecke der italienischen Staatsbahn und führt von der ligurischen Hauptstadt Genua entlang der Riviera di Ponente bis zur Staatsgrenze von Frankreich. Sie verbindet Genua mit den Provinzhauptorten Savona und Imperia. Zudem verkehren auf der Strecke Fernzüge zwischen Italien und Frankreich. Am Grenzbahnhof Ventimiglia enden sowohl die italienischen als auch die französischen Inlandszüge. Die ursprüngliche, eingleisige Strecke lag vielerorts unmittelbar am Meeresufer und galt als eine der landschaftlich reizvollsten Italiens. Die zum Teil realisierte zweigleisige Ausbaustrecke verläuft weitgehend in Tunneln im Hinterland.

Ursprüngliche Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein InterCity mitten in Laigueglia (1993)
Oberleitungen der Bahnstrecke neben der Strandpromenade von Loano

Die Strecke ist von schwierigen geographischen Gegebenheiten geprägt. Die Ausläufer der Ligurischen Alpen und des Ligurischen Apennins stoßen an der Riviera di Ponente ohne durchgehende Küstenebene ans Meer, vorhandene Küstenstreifen sind dicht bebaut.

Die Trasse wurde ursprünglich einspurig angelegt und verlief über weite Teile unmittelbar am Meeresufer, in kürzeren küstennahen Tunneln oder durch Ortschaften. Sie galt daher als eine der landschaftlich reizvollsten Strecken Italiens. Allerdings führte die Trassenführung in den oft vom Tourismus geprägten Küstenorten, die durch die Gleise durchschnitten und teilweise vom Meer getrennt wurden, zu städtebaulichen Problemen. Am Meer war die Trasse der Küstenerosion ausgesetzt.

Von Genua herkommend erreichte die Strecke 1868 Savona; der durchgehende Betrieb bis Ventimiglia konnte 1872 aufgenommen werden. Zunächst wurde der Betrieb mit Dampflokomotiven durchgeführt.

Elektrifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Strecke unter Drehstrom (3600 Volt, 16 2/3 Hz) elektrifiziert. Nachdem die französischen Staatsbahnen beschlossen hatten, die Strecke von Ventimiglia nach Marseille von Gleichstrom (1500 Volt) auf Wechselstrom (25000 Volt, 50 Hz) umzustellen, wurde diskutiert, die Strecke westlich von Savona mit ebendiesem Stromsystem zu reelektrifizieren. Damit hätte die italienische Industrie, insbesondere die Lokfabrik der TIBB in Vado Ligure, eine Teststrecke für dieses System erhalten. Das Projekt wurde indessen nicht ausgeführt. Im Mai 1964 wurde die Teilstrecke zwischen Genua und Savona, am 8. Januar 1967 jene von Savona nach Ventimiglia auf das italienische Gleichstromsystem (3000 Volt) umgestellt. [3]

Ausbau und Neutrassierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neue unterirdische Haltestelle Sanremo
Vergleich der ehemaligen Trasse und der Neubaustrecke
Radfernweg auf der ehemaligen Bahntrasse in Cipressa (2012)

Bald zeigte sich, dass eine Einspurstrecke den betrieblichen Anforderungen nicht genügte. Allerdings erwies sich ein Ausbau auf Doppelspur als schwierig. Bis ins Jahr 1968 konnten daher lediglich die Streckenteile auf dem Gemeindegebiet von Genua, jener westliche von Ospedaletti sowie ein acht Kilometer langes Stück zwischen Loano und Albenga auf Doppelspur ausgebaut werden. 1968 erfolgte die Eröffnung einer neutrassierten Doppelspurstrecke zwischen Genova Vesima und Varazze; im Jahre 1969 zwischen Genova Voltri und Genova Vesima. 1977 folgte die Strecke zwischen Varazze und Finale Ligure; 2001 zwischen San Lorenzo al Mare und Ospedaletti; am 11. Dezember 2016 die neue Trasse zwischen San Lorenzo al Mare und Andora. Diese Neubaustrecken verlaufen über weite Teile in Tunneln, die ursprüngliche Strecke wurde auf diesen Abschnitten aufgegeben. Aufgrund des minimalen Kurvenradius von 2000 Metern und der maximalen Steigung von 3 ‰ konnte die Höchstgeschwindigkeit zwischen San Lorenzo und Andora von 80–90 km/h auf 180 km/h erhöht werden.[4]

Langfristig ist auch eine Neutrassierung zwischen Andora und Finale Ligure geplant – damit wäre die Strecke dann durchgehend doppelspurig und schneller befahrbar, hätte aber ihren landschaftlichen Reiz verloren.

Zwischen Ospedaletti und San Lorenzo al Mare entstand auf der alten Trasse der Radfernweg Pista ciclabile del Ponente ligure.[5]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Januar 2014 fuhr ein Intercity Mailand–Ventimiglia auf dem Gemeindegebiet von Andora auf einen Erdrutsch auf; die Linie musste für mehrere Wochen gesperrt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Genua–Ventimiglia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impianti FS. In: I Treni Nr. 255 (Januar 2004), S. 8.
  2. Impianti FS. In: I Treni Nr. 180 (März 1997), S. 7.
  3. Joachim von Rohr: Ligurischer Drehstromsommer 1963. EK-Verlag, Freiburg 2014, ISBN 978-3-88255-469-4, S. 31.
  4. Mario Bianchi: Attivo il raddoppio Andora – San Lorenzo. In: ferrovie.it. 13. Dezember 2016; abgerufen am 1. August 2017 (italienisch).
  5. Website zur Pista ciclabile del Ponente ligure, abgerufen am 1. August 2017.