Barry Tallackson

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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Barry Tallackson Eishockeyspieler
Barry Tallackson
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 14. April 1983
Geburtsort Grafton, North Dakota, USA
Größe 196 cm
Gewicht 95 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Rechter Flügel
Nummer #22
Schusshand Rechts
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2002, 2. Runde, 53. Position
New Jersey Devils
Spielerkarriere
1999–2001 USA Hockey National Team Development Program
2001–2005 University of Minnesota
2005–2006 Albany River Rats
2006–2009 Lowell Devils
2009–2010 Peoria Rivermen
2010–2011 Augsburger Panther
2011–2017 Eisbären Berlin
seit 2017 Ōji Eagles

Barry Tallackson (* 14. April 1983 in Grafton, North Dakota) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, welcher derzeit bei den Ōji Eagles in der Asia League Ice Hockey aktiv ist. In seiner Karriere spielte er zuvor 7 Jahre in der Deutschen Eishockey Liga für die Augsburger Panther sowie Eisbären Berlin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

College- und Profiliga in Nordamerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barry Tallackson begann seine Karriere als Eishockeyspieler beim USA Hockey National Team Development Program, für das er von 1999 bis 2001 jeweils ein Jahr lang in den Juniorenligen North American Hockey League und United States Hockey League aktiv war. Anschließend besuchte er vier Jahre lang die University of Minnesota, für deren Eishockeymannschaft er spielte. Mit dieser gewann er 2002 und 2003 jeweils die NCAA-Meisterschaft, sowie 2003 und 2004 jeweils die Meisterschaft der Western Collegiate Hockey Association. In seiner Zeit als Universitätsspieler wurde er im NHL Entry Draft 2002 in der zweiten Runde als insgesamt 53. Spieler von den New Jersey Devils ausgewählt. Gegen Ende der Saison 2004/05 gab der Flügelspieler für New Jerseys Farmteam, die Albany River Rats aus der American Hockey League, sein Debüt im professionellen Eishockey. Dabei erzielte er in vier Spielen ein Tor und eine Vorlage.

Von 2005 bis 2009 kam Tallackson in jeder Spielzeit für die New Jersey Devils in der National Hockey League zum Einsatz, in der er jedoch nur sporadisch eingesetzt wurde. Insgesamt erzielte er in 20 Spielen ein Tor und eine Vorlage. Die restliche Zeit verbrachte er bei deren Farmteams Albany River Rats und Lowell Devils in der AHL. Nachdem er die Saison 2009/10 ausschließlich beim AHL-Team der Peoria Rivermen verbracht hatte, erhielt er für die folgende Spielzeit einen Vertrag bei den Augsburger Panthern in der Deutschen Eishockey Liga.[1]

7 Jahre DEL - 2 Mal deutscher Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner ersten DEL-Saison 2010/11 war er nicht nur einer der punktbesten Spieler der Panther, sondern bildete zusammen mit seinem Sturmpartner Darin Olver auch eines der besten Angriffsduos der Liga. So reichten Tallacksons 55 Punkten zum 4. Platz in der Hauptrundenscorerwertung und mit 29 Toren war er sogar hinter Michael Wolf der zweitbeste Torschütze der Saison.[2]

Zur folgenden Saison 2011/12 wechselten das erfolgreiche Augsburger Sturmduo zum amtierenden DEL-Meister Eisbären Berlin, bei welchem man die erfahrenen Meisterschaftspieler Steve Walker, Denis Pederson und Derrick Walser ersetzen musste.[3]

In seiner ersten Spielzeit für den Hauptstadtclub, konnte er nicht nur mit diesem die Meisterschaft verteidigen, sondern war hinter Olver auch zweitbester Scorer seines Teams. In den Play-offs war der US-Amerikaner mit 17 Punkten sogar wertvollster Spieler und konnte sich auch in den beiden entscheidenden Spielen gegen die Adler Mannheim in die Torschützenliste eintragen.[4][5]

Auch in der Folgesaison 2012/13 konnte Tallackson als drittbester Scorer der Mannschaft, hinter André Rankel und Travis James Mulock, sein Beitrag zum erneuten Meisterschaftsgewinn der Berliner leisten. Noch weitere 4 Spielzeiten lief er für die Eisbären auf das Eis, in welchen er unter anderem in der Saison 2013/14 mit 18 Toren bester Torschütze seiner Mannschaft in der Hauptrunde war und in der Saison 2015/16 konnte er wieder hinter Olver zweitbester Scorer der Berliner werden. Zur Saison 2016/17, in welcher Tallackson erstmals beim Hauptstadtverein nicht mit Olver in einer Angriffsreihe spielte, erreichte er nicht mehr die Punktzahlen der anderen Spielzeiten und wurde damit auch etwas zum Sinnbild für die insgesamt nicht optimale Hauptrunde des Vereins.[6][7] Immerhin erzielte er jedoch beim entscheidenden Playoff-Viertelfinalspiel gegen die Adler Mannheim den wichtigen Ausgleichstreffer.[8]

Im Sommer 2017 wurde nach 375 Spielen (238 Punkte davon 96 Tore) für Berlin sein noch laufender Vertrag aufgelöst und der 1,96 m Eishockey-Hüne wechselte nach Asien, zur japanischen Mannschaft aus Tomakomai, den Ōji Eagles.[9]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die USA nahm Tallackson an der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2001 sowie der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2003 teil.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002 NCAA-Meister mit der University of Minnesota
  • 2003 NCAA-Meister mit der University of Minnesota
  • 2003 Broadmoor-Trophy-Gewinn mit der University of Minnesota
  • 2004 Broadmoor-Trophy-Gewinn mit der University of Minnesota
  • 2011 Bester Saisontorschütze seines Teams Augsburg Panther (29 Tore)
  • 2012 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2012 MVP Playoffs DEL-Saison 2011/12[10]
  • 2013 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2014 Bester Saisontorschütze seines Teams Eisbären Berlin (18 Tore)

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2001/02 University of Minnesota WCHA 44 13 10 23 44
2002/03 University of Minnesota WCHA 32 9 14 23 18
2003/04 University of Minnesota WCHA 44 10 15 25 46
2004/05 University of Minnesota WCHA 35 11 8 19 52
2004/05 Albany River Rats AHL 4 1 1 2 0
2005/06 Albany River Rats AHL 60 14 23 37 62
2005/06 New Jersey Devils NHL 10 1 1 2 2
2006/07 Lowell Devils AHL 58 10 24 34 33
2006/07 New Jersey Devils NHL 3 0 0 0 0
2007/08 Lowell Devils AHL 63 22 23 45 54
2007/08 New Jersey Devils NHL 3 0 0 0 0
2008/09 New Jersey Devils NHL 4 0 0 0 0
2008/09 Lowell Devils AHL 56 11 10 21 29
2009/10 Peoria Rivermen AHL 74 19 8 27 34
2010/11 Augsburger Panther DEL 51 29 26 55 46
2011/12 Eisbären Berlin DEL 52 22 18 40 46 13 7 10 17 14
2012/13 Eisbären Berlin DEL 52 12 27 39 75 13 3 4 7 37
2013/14 Eisbären Berlin DEL 50 18 22 40 46
2014/15 Eisbären Berlin DEL 51 11 19 30 85 3 0 1 1 0
WCHA gesamt 155 43 47 90 160
AHL gesamt 315 77 89 166 212
NHL gesamt 20 1 1 2 2
DEL gesamt 256 92 112 204 298 29 10 15 25 51

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Barry Tallackson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Panther melden Neuzugang: Barry Tallackson kommt, Augsburger Allgemeine, 17. Juli 2010, abgerufen am 31. Oktober 2017
  2. DEL 2010/11 - Topscorer, Eliteprospects.com, abgerufen am 31. Oktober 2017
  3. Die Eisbären verstärken sich mit Olver und Tallackson, Berliner Zeitung, 3. Mai 2011, abgerufen am 31. Oktober 2017
  4. Berlin dreht dramatisches viertes Finalspiel, Der Spiegel, 22. April 2012, abgerufen am 31. Oktober 2017
  5. Eisbären Berlin holen die Meisterschaft, Der Spiegel, 24. April 2012, abgerufen am 31. Oktober 2017
  6. Die getrennten Zwillinge der Eisbären, Berliner Morgenpost, 9. Dezember 2016, abgerufen am 31. Oktober 2017
  7. Eisbären-Fans wollen Tallackson und Busch nicht mehr sehen, B.Z., 13. Januar 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017
  8. 2:1! Eisbären schaffen den Auswärts-Coup in Mannheim, B.Z., 21. März 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017
  9. Barry Tallackson nach Japan, B.Z., 7. August 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017
  10. Final-MVP Tallackson verlängert Vertrag bei Eisbären, Rhein-Zeitung, 25. April 2012, abgerufen am 31. Oktober 2017