Bildungssystem in Liechtenstein

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Das Bildungssystem in Liechtenstein ist ähnlich aufgebaut wie das Schweizer Bildungssystem, so dass dortige Beschreibungen auch in Liechtenstein weitgehend gültig sind.

Grundstufe und weiterführende Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alter Schulstufe Tiefes Niveau Durchschnittliches Niveau Höheres Niveau (Begabte)
5–6 Vorschule Kindergarten1
Dauer: 2 Jahre
7–11 Primarschule Primarschule
Dauer: 5 Jahre
12–15 Sekundarstufe2 Oberschule
Dauer: 4 Jahre
Realschule
Dauer: 4 Jahre
Gymnasium Unterstufe
Dauer: 3 Jahre
16–19 Weiterführende
Schulen
Anlehre Lehre (Schule im Ausland) Lehre mit BMS (Berufsmittelschule) (im Ausland)
Fachschulen (im Ausland)
Gymnasium Oberstufe
1 Kindergarten für Kinder deutscher Muttersprache freiwillig. Für fremdsprachige Kinder ist das zweite Jahr obligatorisch.
2 Nach Abschluss der Sekundarschule: Ende des Schulobligatoriums

In der Oberstufe des Gymnasiums, der Realschule und der Oberschule existieren drei Typen des Religionsunterrichts:

  • Katholischer Religionsunterricht
  • Reformierter Religionsunterricht
  • Religion und Kultur

Weiterführende Schulen und Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den meisten Fachrichtungen muss das Studium im Ausland gemacht werden. Liechtenstein selbst bietet das Liechtensteinische Gymnasium, die Berufsmittelschule (Berufsbegleitende BMS nach Lehrabschluss), die Universität Liechtenstein, die Internationale Akademie für Philosophie (IAP) und die Private Universität im Fürstentum Liechtenstein an. Als hochschulähnliche Institution gilt das Liechtenstein-Institut.

Die Lehre, die BMS wie auch höhere Schulen werden – falls es das Angebot im Land nicht gibt – meistens im Kanton St. Gallen in der Schweiz absolviert.

Lehre Lehre mit BMS Gymnasium
Lehre
3–4 Jahre
Lehre mit BMS
3–4 Jahre
Gymnasium
4 Jahre
Höhere Fachschule (HF)1 Fachhochschule (FH)1
3–4 Jahre
Universität/Seminare1, 2
ca. 4 Jahre

1 Meistens/ausschliesslich in der Schweiz 2 Seminare, zum Beispiel für werdende Pädagogen

Internationale Vergleiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den PISA-Studien nahm Liechtenstein als Nichtmitglied der OECD „ausser Konkurrenz“ teil. Die numerischen Ergebnisse sind wegen geringer Stichprobengrösse und ungeeigneter Grundgesamtheit (viele Schüler gehen bereits im Laufe ihres sechzehnten Lebensjahrs von der Schule ab) nicht interpretierbar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]