Birol Ünel

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Birol Ünel (* 18. August 1961 in Silifke, Türkei) ist ein deutscher Schauspieler türkischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren in Silifke in der Südtürkei zog Ünel 1968 zu seinen Eltern nach Deutschland und wuchs zuletzt in Brinkum bei Bremen auf. Nach einer Ausbildung zum Parkettleger absolvierte er seine schauspielerische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover.

Ünel leidet immer wieder unter Alkoholproblemen. In einem Interview mit der Welt 2012 sagte er, "Ich kann nicht mit Geld umgehen". Trotz seiner großen Erfolge mit Soul Kitchen und Gegen die Wand musste er zwischenzeitlich bei einem Freund wohnen.[1]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 begann er zunächst als Theaterschauspieler am Berliner Kunsthaus Tacheles, wo er sowohl Regie führte als auch die Titelrolle in dem Stück Caligula spielte. In Frank Castorfs Inszenierung von Die Nibelungen – Born Bad an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin spielte Ünel 1994 den Siegfried.

Im Februar 2007 spielte das Stadttheater Hildesheim das Zweipersonen-Stück Winter von Jon Fosse, in dem Ünel eine der beiden Rollen neben Göksen Güntel spielte.

Kino und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Kinodebüt hatte Ünel 1988 in Der Passagier – Welcome to Germany an der Seite von Tony Curtis, es folgten kleine und mittlere Rollen, meist als zwielichtiger Typ, bis er als Zivilfahnder in Dealer (1999) mehr Aufmerksamkeit erregte. Er spielte 2000 in Fatih Akıns Im Juli. Seinen großen Durchbruch feierte er 2004 als Alkoholiker in Fatih Akıns Gegen die Wand, wofür er auch den Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller gewann.

Auch in Heinrich Breloers Zweiteiler-Doku-Drama Todesspiel von 1997 über die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer durch Mitglieder der RAF und die Entführung der Lufthansa-Maschine Landshut durch ein palästinensisches Terrorkommando überzeugte er mit seiner Darstellung des palästinensischen Terroristen „Captain Mahmoud“.

In der Folge kamen auch internationale Anfragen (z. B. Not a Lovestory, 2005) und Rollen im türkischen Film (z. B. Diebstahl alla turca, 2005). 2009 war er wieder in einem Fatih Akın-Film zu sehen, in der Komödie Soul Kitchen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.welt.de/vermischtes/prominente/article106423860/Vom-Star-zum-selbstzerstoererischen-sanften-Saeufer.html