Bundestagswahlkreis Lübeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wahlkreis 11: Lübeck
Bundestagswahlkreis 11-2013.svg
Staat Deutschland
Bundesland Schleswig-Holstein
Wahlkreisnummer 11
Wahlberechtigte 181.637
Wahlbeteiligung 72,1 %
Wahldatum 24. September 2017
Wahlkreisabgeordneter
Name
Foto des Abgeordneten
Partei CDU
Stimmanteil 35,3 %

Der Wahlkreis Lübeck (Wahlkreis 11) ist ein Bundestagswahlkreis in Schleswig-Holstein. Er umfasst die Hansestadt Lübeck sowie vom Kreis Herzogtum Lauenburg das Amt Berkenthin und die Gemeinden Grinau, Groß Boden, Groß Schenkenberg, Klinkrade, Labenz, Linau, Lüchow, Sandesneben, Schiphorst, Schönberg, Schürensöhlen, Siebenbäumen, Sirksfelde, Steinhorst, Stubben und Wentorf aus dem Amt Sandesneben-Nusse.[1] Von 1969 bis 2013 wurde der Wahlkreis stets vom jeweiligen Kandidaten der SPD gewonnen. 2017 gewann die Kandidatin der CDU, Claudia Schmidtke, das Direktmandat.

Bundestagswahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Briefwahlunterlagen der Wahl am 24. September 2017

Die CDU nominierte die Herzchirurgin Claudia Schmidtke, die sich im Dezember 2016 in einer Kampfkandidatur gegen den Lübecker Bürgerschaftsabgeordneten Burkhart Eymer durchgesetzt hatte.[2] Gabriele Hiller-Ohm (SPD) scheiterte bei ihrer fünften Kandidatur um das Direktmandat, zog aber über die SPD-Landesliste erneut in den Bundestag ein.[3]

Sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen kam Bündnis90/Die Grünen auf den dritten Platz. Ihr Kandidat Thorsten Fürter hatte auf Wahlkampf im Internet gesetzt.[4] Die Linke hatte ihren Kreisvorsitzenden Sascha Luetkens nominiert. Er konnte jedoch nicht zur Wahl antreten, weil beim Einreichen der Wahlunterlagen das Formblatt für den Kandidatenvorschlag der Partei fehlte.[5]

Direktkandidat(in) Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Claudia Schmidtke CDU 35,3 29,5
Gabriele Hiller-Ohm SPD 33,8 25,4
Thorsten Fürter GRÜNE 13,0 12,8
Timo Jeguschke FDP 6,5 10,9
- DIE LINKE - 9,4
Hans-Eberhard Knust AfD 8,6 8,9
- NPD - 0,3
Ingo Voht FREIE WÄHLER 2,0 0,8
Lüder Möller MLPD 0,7 0,1
- BGE - 0,4
- ÖDP - 0,2
- Die PARTEI - 1,4

Bundestagswahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2013 – WK Lübeck
(in %)[6]
 %
40
30
20
10
0
34,2
34,1
11,1
6,5
4,8
4,3
2,4
2,6
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+7,1
+4,0
-2,8
-3,4
-9,4
+4,3
-0,6
+0,8

Die SPD nominierte im Februar 2013 die bisherige Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm.[7] Alexandra Dinges-Dierig wurde im Oktober 2012 von der Lübecker CDU ohne Gegenkandidaten und mit 89,2 Prozent der Stimmen zur Direktkandidatin gewählt. Sie wurde über einen aussichtsreichen Landeslistenplatz abgesichert.

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Gabriele Hiller-Ohm SPD 40,7 34,1
Alexandra Dinges-Dierig CDU 36,4 34,3
Gerrit Koch FDP 2,4 4,8
Spyridon Aslanidis GRÜNE 7,7 11,1
Jens Schulz LINKE 5,4 6,5
Moritz von Allwörden PIRATEN 2,3 2,4
Thomas Misch Freie Wähler 0,9 0,6
Christoph Elfenkämper AfD 3,4 4,3
Kai Otzen NPD 0,8 0,8
Rentner - 0,3
MLPD - 0,1
Tierschutzpartei - 0,7

Bundestagswahl 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2009 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Gabriele Hiller-Ohm SPD 36,7 30,2
Anke Eymer CDU 30,3 27,2
Wilhelm Melchers FDP 11,0 14,2
Volker Koß GRÜNE 11,6 13,8
Sascha Thomas LINKE 9,1 9,9
Thomas Wulff NPD 1,3 1,2
PIRATEN 2,5
RENTNER 1,0

Wahlkreisgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl Wahlkreisname Gebietsbeschreibung
1949–1953 9 Lübeck Hansestadt Lübeck ohne die Stimmbezirke 28, 30–33, 35–42, 52–55, 57–59, 140–143 und 151–161[8]
1957–1961 9 Lübeck Hansestadt Lübeck ohne die Stimmbezirke 26, 28–33, 35–43, 45–49, 52–57, 145–148, 150–153, 155, 156, 158 und 160[9]
1965–1998 11 Lübeck Hansestadt Lübeck
2002–2005 11 Lübeck Hansestadt Lübeck, vom Kreis Herzogtum Lauenburg die Ämter Berkenthin und Sandesneben
seit 2009 11 Lübeck Hansestadt Lübeck, vom Kreis Herzogtum Lauenburg das Amt Berkenthin sowie vom Amt Sandesneben-Nusse die Gemeinden Grinau, Groß Boden, Groß Schenkenberg, Klinkrade, Labenz, Linau, Lüchow, Sandesneben, Schiphorst, Schönberg, Schürensöhlen, Siebenbäumen, Sirksfelde, Steinhorst, Stubben und Wentorf

Bisherige Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Lübeck waren:

Jahr Name Partei Anteil der Erststimmen
2017 Claudia Schmidtke CDU 35,3 %
2013 Gabriele Hiller-Ohm SPD 40,7 %
2009 Gabriele Hiller-Ohm SPD 36,7 %
2005 Gabriele Hiller-Ohm SPD 49,7 %
2002 Gabriele Hiller-Ohm SPD 50,8 %
1998 Reinhold Hiller SPD 51,3 %
1994 Reinhold Hiller SPD 45,7 %
1990 Reinhold Hiller SPD 43,1 %
1987 Reinhold Hiller SPD 46,3 %
1983 Reinhold Hiller SPD 48,6 %
1980 Björn Engholm SPD 55,7 %
1976 Björn Engholm SPD 54,1 %
1972 Björn Engholm SPD 58,8 %
1969 Björn Engholm SPD 49,9 %
1965 Helmut Wendelborn CDU 47,7 %
1961 Helmut Wendelborn CDU 43,5 %
1957 Helmut Wendelborn CDU 52,3 %
1953 Paul Bock CDU 42,3 %
1949 Paul Bromme SPD 35,8 %

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Wahlkreiseinteilung 2013 (Memento des Originals vom 21. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de
  2. Kai Dordowsky: Die Quereinsteigerin. In: ln-online. 21. September 2017, abgerufen am 25. September 2017.
  3. Bundestagswahl 2017: Gewählte Bewerber. Bundeswahlleiter, abgerufen am 25. September 2017.
  4. Josephine von Zastrow: Lübeck wird schwarz. In: ln-online. 25. September 2017, abgerufen am 25. September 2017
  5. Kai Dordowsky: Linken-Kandidat kann nicht zur Bundestagswahl antreten. In: ln-online. 27. Juli 2017, abgerufen am 25. September 2017.
  6. Amtliches Endergebnis der Bundestagswahl am 22. September 2013 im Wahlkreis Lübeck (Memento des Originals vom 2. September 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de
  7. Torsten Teichmann: Klares Ja zu Hiller-Ohm. In: ln-online. 2. Februar 2013, abgerufen am 21. Februar 2013.
  8. Wahlgesetz zum zweiten Bundestag vom 8. Juli 1953, Bundesgesetzblatt 1953 Teil I, S. 470
  9. Bundeswahlgesetz vom 7. Mai 1956, Bundesgesetzblatt 1956 Teil I, S. 383

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]