Christlich-Demokratische Volkspartei (Ungarn)

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Kereszténydemokrata Néppárt
Christlich-Demokratische Volkspartei
Kdnp logo.png
Semjen Zsolt Portrait.jpg
Partei­vorsitzender Zsolt Semjén
Gründung 1943
1989 (Neugründung)
Gründungs­ort Budapest, Ungarn
Aus­richtung christdemokratisch
nationalkonservativ
Farbe(n) rot, weiß, grün, gold
Parlamentssitze
17/199
Europaabgeordnete
1/21
Europapartei Europäische Volkspartei
Website www.kdnp.hu

Die KDNP (ungarisch Kereszténydemokrata Néppárt, deutsch Christlich-Demokratische Volkspartei) ist eine ungarische Partei. Im Jahre 1989 wurde sie offiziell neu gegründet; dies geschah jedoch in Bezugnahme auf die Demokratische Volkspartei der vorsozialistischen Zeit. So hatten die Neugründer der KDNP, T. Füzessy und J. Ugrin, von 1945 bis 1948 in der alten Volkspartei gewirkt. Die KDNP wird daher zu den neu-alten Parteien in den postsozialistischen Transformationsstaaten Europas gezählt. Nach der Neugründung erhielt sie in den 1990er Jahren zwischen 5 und 10 % der Stimmen. Ein Problem, das die KDNP seit Wiedergründung begleitete, war die Altersstruktur ihrer Wähler: Laut Parteiangaben waren in den 1990er Jahren über 50 % ihrer Wähler Rentner. Seit der Parlamentswahl in Ungarn 2006 trat die Partei in einem Wahlbündnis mit dem rechtskonservativen Fidesz – Ungarischer Bürgerbund an. Inzwischen sind sie in ein rechtes Parteienbündnis aufgegangen, wobei Fidesz den Namen als Suffix angehängt hat: Seit der Parlamentswahl 2010 verfügt die Partei Fidesz-KDNP über eine Zweidrittelmehrheit im Parlament (133 von 199 Sitzen).

Politische Ausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Christlich-Demokratische Volkspartei war nach ihrer Neugründung eine gemäßigte christdemokratische Partei, die verschiedene Facetten von christlich-sozial bis nationalkonservativ vereinbarte. Seit der Übernahme des Parteivorsitzes durch György Giczy 1994 hat sie sich zu einer national-konservativen, rechtspopulistischen und katholisch-fundamentalistischen Partei entwickelt. Der Vorsitzende ist jetzt Zsolt Semjén.

Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1947: 16,4 % – 60 Sitze (von 411)
  • 1990: 6,5 % – 21 Sitze (von 386)
  • 1994: 7,0 % – 22 Sitze (von 386)
  • 1998: 2,3 % – 0 Sitze
  • 2002: 3,9 % – 0 Sitze

zusammen mit Fidesz:

2006: 42,03 % – 164 Sitze (von 386)

2010: 52,73 % – 263 Sitze (von 386)

2014: 44,87 % – 133 Sitze (von 199)