Cornelius Völker

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Cornelius Völker, 2011

Cornelius Völker (* 1965 in Kronach) ist ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cornelius Völker studierte von 1989 bis 1995 an der Kunstakademie Düsseldorf bei A. R. Penck und Dieter Krieg, bei Krieg war er 1994 Meisterschüler. In den Jahren 1993 bis 1995 verfasste er das Buch, führte Regie und produzierte den Spielfilm Die Hermannsschlacht (zusammen mit Christian Deckert, Hartmut Kiesel, Christoph Köster und Stefan Mischer), der in zahlreichen deutschen Programm-Kinos und bei Filmfestivals aufgeführt wurde.[1]

Völker lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Düsseldorf. Seit 2005 ist er Professor für Malerei an der Kunstakademie Münster. Völker ist Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.[2]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein besonderes Kennzeichen von Völkers Malerei sind die alltäglichen Dinge des Lebens, die er mit oftmals dickem Farbauftrag auf die Leinwand bringt mit Objekten wie Handtaschen, Hände, Butterbrote, Schokoladentafeln, Feinrippunterwäsche, Teebeutel, ein Zippo-Feuerzeug, Hunde aber auch Schwimmer in unterschiedlichsten Posen. Bewusst wird die Banalität der Motive dabei gegen eine virtuose Malerei gesetzt. Inhalt und Form entsprechen einander, der pastose Auftrag der Ölfarbe versinnbildlicht durch Verwischen, Schlierenbildung und Farbverläufe ebendiese Bewegung.

Preise und Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppenausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: One of those days, Mannheimer Kunstverein
  • 2003: Passion–The Rokkedal Collection, Museum Sophienholm, Kopenhagen, Dänemark
  • 2005: Zur Kasse, bitte!, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen
  • 2005: Kinderszenen - Child´s play, XII. Rohkunstbau, Schloß Groß Leuthen, Spreewald
  • 2005: About Painting, The Tang Teaching Museum and Art Gallery, Saragota Springs, USA
  • 2006: Figuracion allemana actual, MACUF Museo de Arte Contemporaneo Union Fenosa, La Coruna, Spanien
  • 2006: Malerei der Gegenwart, Hypo-Kunsthalle, München
  • 2007: Frisch gestrichen, Museum Franz Gertsch, Burgdorf, Schweiz
  • 2007: Zurück zur Figur–Malerei der Gegenwart, Kunsthaus Wien, Österreich
  • 2007: Baby Body, Kunsthalle Darmstadt, Darmstadt
  • 2007: Die Kunst zu Sammeln, Museum Kunstpalast, Düsseldorf
  • 2007: Leve de Schilderkunst! Terug naar de figuur, Kunsthalle Rotterdam, Rotterdam, Niederlande
  • 2010: Echo: Michael Kvium–Cornelius Völker, Esbjerg-Kunstmuseum, Esbjerg, Dänemark
  • 2011: Ojenabner, Fyns Kunstmuseum, Odense, Dänemark
  • 2011: Litos Grafera, Stavanger Kunstmuseum, Stavanger, Norwegen
  • 2012: Private Art Collectors–Director’s Choice, Kunsthalle Münster
  • 2012: Wonders–Masterpieces from Private Collections in Denmark, Kunsten Museum of Modern Art, Aalborg, Dänemark
  • 2013: Give me five! Neuerwerbungen der Graphischen Sammlung, Städel-Museum, Frankfurt am Main
  • 2014: Von 1900 bis heute, Von der Heydt-Museum, Wuppertal
  • 2015: Reife Früchte–junges Gemüse, Stillleben im Dialog, Kurpfälzisches Museum, Heidelberg
  • 2015: Tiere schauen–Looking at Animnals Looking at us, Hegenbarth Sammlung, Berlin
  • 2015: Die Beiläufigkeit der Dinge, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck
  • 2016: Vor/Nach-Bild oder: wie wollte ich werden als ich jung war? , Morat Institut für Kunst- und Kunstwissenschaft, Freiburg
  • 2016: Lasst Blumen sprechen! Blumen und künstliche Natur seit 1960, Stiftung Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau
  • 2016: Experience 21 Plan, ESMoA Museum, El Segundo, USA
  • 2017: Luther und die Avantgarde, Zeitgenössische Kunst in Wittenberg, Berlin und Kassel
  • 2017: Tierisch Beste Freunde. Über Haustiere und Ihre Menschen, Deutsches Hygiene-Museum, Dresden
  • 2019: What is Love? Nähe, Begehren und Beziehungen, Kallmann Museum, Ismaning

Werkdokumentation (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietrich Kuhlbrodt, Was sagt Thusnelda?, in: Frankfurter Rundschau, 3.2.1996.
  • Heinrich Wefing, Bedroht von fiesen Spießen, macht Thusnelda sich frei, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.6.1996, S. 41.
  • Rose-Maria Gropp, Gewaltig ist die Dame..., in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.1996, S. 42.
  • Antje Klose, Dreckiger Kampf mit der Schönheit, in: Rheinische Post, 5.11.1997.
  • Martin Pesch, Furor in Feinripp, in Frankfurter Rundschau, 31.7.1999, S. 30.
  • Sven Drühl, Cornelius Völker im Kunstverein Freiburg, in: Kunstbulletin, April, 2000, S. 40.
  • Heinz-Norbert Jocks, Cornelius Völker, in: Kunstforum International, Band 151, Juli–September 2000, S. 379–380.
  • Tim Sommer, Junge Realisten–Cornelius Völker, in: Art – Das Kunstmagazin, Nr. 5, Mai, 2001, S. 26.
  • Nikolaus Jungwirth, Der Schatten des Handtuchs, in: Frankfurter Rundschau, 13.11.2003, S. 18.
  • Christoph Schütte, Das bißchen Haushalt, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.11.2003, S. 46.
  • Florian Illies, Völker, malt die Signale!, in: Monopol, Nr. 2, April/Mai, 2005, S. 96.
  • Sandra Danicke, Farbe für Außerirdische, in: Frankfurter Rundschau, 31.5.2006.
  • Christoph Schütte, Pappsatt und erschöpft, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5.9.2008, S. 62.
  • Walter Grasskamp, Eine schöne Sauerei, in: Süddeutsche Zeitung Magazin, Nummer 12, 26.3.2010, S. 22–29.
  • Sabine Reithmeier, Eigenleben in Feinripp. Wanderungen am Rande der Ekelgrenze: Malerei von Cornelius Völker in der Villa Stuck, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 43, 22.2.2011, S. R9.
  • Jolanda Drexler, Cornelius Völker. 1990–2010, in: Kunstforum International, Band 208, Mai–Juni 2011, S. 376–378.
  • Jacques Schuster, Vom farbigen Glanz alltäglicher Dinge, in: Die Welt. Literarische Welt, 13.11.2011.
  • Stefanie Stadel, Wie malt man das Grauen?, in: Welt am Sonntag, Nr. 23, 3.6.2012, S. 10.
  • Claudia Posca, Cornelius Völker. Malerei 1990 bis 2010, in: Kunstforum International, Band 216, Juli–August 2012, S. 276–277.
  • Anna von Münchhausen, Nix drauf, in: Die Zeit, Nr. 47, 15.11.2012, S. 65.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Link zur Homepage des Films "die-hermannschlacht.de", abgerufen am 19. April 2021
  2. Internetseite der awk mit einem Porträt von Cornelius Völker, abgerufen am 19. April 2021