Demokratische Linke (1999)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Demokratische Linke
Logo der Demokratischen Linken
Partei­vorsitzender Eckehart Ehrenberg
Gründung 1999
Gründungs­ort Berlin
Haupt­sitz Berlin
Website www.dl-berlin.de

Demokratische Linke, kurz DL, ist eine Kleinpartei, die 1999 von ehemaligen Mitgliedern von SPD, Grünen und PDS gegründet wurde. Bereits im Mai 1999 erreichte sie in Berlin ein Landtagsmandat durch den Übertritt der Grünen-Abgeordneten Ida Schillen, die aus Protest gegen den Kosovo-Krieg die Partei verlassen hatte und dem Parlament noch bis November 1999 angehörte. Bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl von 1999 erhielt die DL jedoch nur 0,1 % der Zweitstimmen.

Im Berliner Bezirk Friedrichshain hatten seit 1996 mehrere Bezirksverordnete von PDS, Grünen und SPD ihre Fraktionen verlassen und die Demokratische Linke Liste (DLL) gegründet. Im April 1999 wurde die DLL zur Friedrichshainer Fraktion der DL.

Außerdem gibt es gleichnamige politische Hochschulgruppen an der Fachhochschule Gießen-Friedberg, an der Justus-Liebig-Universität Gießen, sowie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und an der Philipps-Universität Marburg. Diese Hochschulgruppen haben nichts mit der gleichnamigen Partei zu tun. Zum Teil sind diese Hochschulgruppen im LiRa, dem Bündnis linker und radikaldemokratischer Hochschulgruppen, zusammengeschlossen.

Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Wahl der Bezirksverordnetenversammlung 1999 erreichte die DL in Friedrichshain 0,5 % und damit keine Mandate. In Kreuzberg erreichte die DL ebenfalls 0,5 %, in Prenzlauer Berg 0,3 %, in Mitte und Tiergarten 0,2 %, in den übrigen Bezirken zwischen 0,0 % und 0,1 %.

Bei der Abgeordnetenhauswahl 2001 trat die DL in Prenzlauer Berg mit Direktkandidaten an. Sie erhielten zwischen 0,9 % und 1,1 % der Erststimmen. Auch 2006 und 2011 stellte die DL Direktkandidaten. So trat 2011 in Friedrichshain-Kreuzberg ein Direktkandidat für die DL an und erreichte 0,3 % der Stimmen im Wahlkreis.[1]

Namensstreit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2005 geriet die Partei in die Schlagzeilen. Die PDS erwog im Rahmen ihrer Kooperation mit der WASG, sich in „Demokratische Linke – PDS“ umzubenennen. Die Demokratische Linke erwog, gegen die Verwendung dieses Namens zu klagen, verwarf dies jedoch, als PDS und WASG erklärten, auf diesen Namen zu verzichten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlen in Berlin am 18. September 2011: Bericht der Landeswahlleiterin zugleich Statistischer Bericht B VII 2 - 3 – 5j / 11