E-Fuel

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Als E-Fuels werden synthetische Kraftstoffe bezeichnet, die mittels Strom aus Wasser und Kohlendioxid (CO2) hergestellt werden. Dieser Prozess wird entweder als Power-to-Gas oder Power-to-Liquid bezeichnet, je nachdem, ob gasförmige oder flüssige Brennstoffe synthetisiert werden.

Je nach erzeugtem Kraftstoff spricht man im Speziellen z.B. E-Diesel, Synthesegas o.ä. Soweit der Strom vollständig aus erneuerbaren Quellen stammt und das CO2 der Atmosphäre entnommen wird bzw. aus Biomasse stammt, können mittels E-Fuels Verbrennungsmotoren klimaneutral betrieben werden. Vorteile gegenüber der Elektromobilität liegen u.a. darin, dass die bestehende Infrastruktur (Fuhrpark, Tankstellen) genutzt werden kann und die Fahrzeuge ausgereift sind. Zugleich teilen E-Fuels viele Nachteile der derzeitigen Technologie (Emissionen, geringer Wirkungsgrad), und sie sind derzeit wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig. Überdies ist derzeit noch nicht ausreichend erneuerbarer Strom verfügbar, um E-Fuels klimaneutral bereitzustellen.[1][2] Ein Beispiel für einen E-Fuel ist Oxymethylenether.

Negativ ist die geringe Energieeffizienz von E-Fuels. Pro km benötigen mit E-Fuels betriebene Autos mit Verbrennungsmotoren etwa doppelt so viel Strom wie Brennstoffzellenfahrzeuge, die mit Wasserstoff betrieben werden. Im Vergleich mit batteriebetriebenen Elektroautos benötigen sie sogar rund fünf mal so viel Energie. Um den Stromverbrauch nicht zu sehr ansteigen zu lassen, gilt deshalb ein hoher Anteil von Autos mit E-Fuels im Autoverkehr als nicht erstrebenswert. Als sinnvolle Einsatzbereiche gelten stattdessen eher der Luftverkehr und die Schifffahrt, bei denen die Elektrifizierung nur schwer möglich ist.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Synthetische Kraftstoffe: Hoffnungsträger für ein Auslaufmodell. In: spiegel.de. Abgerufen am 2. Februar 2017.
  2. Automobilindustrie – Zweiter Frühling für den Verbrenner. In: deutschlandfunk.de. Abgerufen am 2. Februar 2017.
  3. Volker Quaschning: Sektorkopplung durch die Energiewende. Anforderungen an den Ausbau erneuerbarer Energien zum Erreichen der Pariser Klimaschutzziele unter Berücksichtigung der Sektorkopplung. Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, 20. Juni 2016. Abgerufen am 15. August 2017.