Ellen (Niederzier)

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Koordinaten: 50° 51′ 31″ N, 6° 29′ 51″ O

Ellen
Gemeinde Niederzier
Höhe: 122 m
Fläche: 7,18 km²
Einwohner: 2132 (1. Jan. 2014)
Bevölkerungsdichte: 297 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52382
Vorwahl: 02428
Torbogen des ehemaligen Prämonstratenserinnenklosters
Torbogen des ehemaligen Prämonstratenserinnenklosters

Ellen ist ein südöstlicher Ortsteil von Niederzier im Kreis Düren.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellen liegt zwischen Oberzier und Düren-Arnoldsweiler. Westlich fließt der Ellebach am Ort vorbei, unmittelbar östlich liegt der Braunkohle-Tagebau Hambach. Nach heutiger Planung wird dort nach 2090 Deutschlands tiefster See entstehen, dessen Volumen nur noch vom Bodensee übertroffen würde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1190 bis 1802 bestand in Ellen ein Kloster der Prämonstratenserinnen. Hier war Leonhard Goffiné als Kaplan tätig. Ab 1794 stand das linke Rheinufer und somit auch Ellen unter französischer Herrschaft.[1] Zwischen 1798 und 1814 gehörte Ellen zur Mairie Arnoldsweiler im Département de la Roer.[2]

Von 1961 bis zur Eingemeindung 1972 lautete die Postleitzahl „5161 Ellen (über Düren)“, von 1972 bis 1993 „5162 Niederzier 3“, seitdem „52382 Niederzier“.

Am 1. Januar 1972 wurde Ellen nach Niederzier eingemeindet.[3]

Bürgewald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellen gehört zu den so genannten Bürgewaldgemeinden, die Rechte am Bürgewald besaßen. Dies ist der Legende nach dem heiligen Arnold von Arnoldsweiler zu verdanken, durch den legendären "Ritt um den Bürgewald". Hauptort der Bürgewaldgemeinden ist Arnoldsweiler[4]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • KG Grieläächer Ellen 1956 e. V.
  • Sankt-Thomas-Schützenbruderschaft 1550 Ellen e. V.
  • Maigesellschaft "Lustige Buben" Ellen e. V. gegr. 1923
  • Theaterverein Frohsinn Ellen
  • Kapellenbauverein Ellen
  • SV Viktoria Ellen 1925 e. V.
  • Ellener Dorfmusik - Bläsergruppe Ellen 1982 e.V.
  • Dorfforum Ellen

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächste Autobahn-Anschlussstelle ist Merzenich/Niederzier an der A 4. Die nächsten Bahnhöfe sind Düren an der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen, Huchem-Stammeln an der Bahnstrecke Jülich–Düren und die Haltestelle Merzenich der S 12/S 13 (Düren-Köln/Düren-Flughafen Köln/Bonn).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ellen (Niederzier) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sabine Graumann: Aufbruch in die Moderne – Die Franzosenzeit (1794-1814). Landschaftsverband Rheinland, 8. März 2010, abgerufen am 14. Dezember 2011.
  2. Gemeinde Niederzier - Geschichte. Gemeinde Niederzier, Juli 2005, abgerufen am 18. April 2010.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 306.
  4. Urkunde von 1360 zur Bestätigung des Wachszinses, durch den Herzog von Jülich.