Inden/Altdorf

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Koordinaten: 50° 50′ 28″ N, 6° 21′ 23″ O

Inden/Altdorf
Gemeinde Inden
Höhe: 107 m
Postleitzahl: 52459
Vorwahlen: 02465, 02423
Karte
Lage von Inden/Altdorf im Rheinischen Braunkohlerevier
Das neue Rathaus
Zentrum von Inden/Altdorf

Inden/Altdorf ist ein Gemeindeteil von Inden im Kreis Düren, der in den 1990er Jahren als neues Ortszentrum geplant und errichtet wurde. Der Name wurde von den ehemaligen Indener Gemeindeteilen Altdorf und Inden übernommen, die wegen des Braunkohletagebaus Inden abgebaggert wurden.

In Inden/Altdorf befinden sich das neue Rathaus, die Polizeidienststelle, ein Kindergarten, eine Grundschule, die neue katholische Kirche und das neue evangelische Gemeindehaus. Durch den Ort fließt der Wehebach. Sehenswert sind das Haus Lützeler, die Gedenkstätte Geuenich mit einer neu errichteten Gedenkkapelle und der ganze Ort als Beispiel für Stadtplanung der 1990er Jahre.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der offizielle Name Inden/Altdorf mit Schrägstrich kommt in Deutschland nicht sehr oft vor. Dazu kam es, als ehemalige Altdorfer gegen den ursprünglichen Namensvorschlag „Inden-Altdorf“ Protest einlegten, da der Name hinter dem Bindestrich eine geringere Stellung gegenüber dem ersten Wort zu haben scheint. Deswegen einigte man sich auf den Namen Inden/Altdorf, in welchem sich beide Ortschaften gleichberechtigt widerspiegeln sollen.

Straßennamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inden/Altdorfer Straßennamen Alter Markt, Brockengasse, Gronental, Im Schlehental, Löwenstraße und Pumpengasse sind ehemalige Altdorfer Straßennamen, die in Inden/Altdorf wiederverwendet wurden. Ehemalige, wiederbenutzte Straßennamen von Alt-Inden sind Auf dem Driesch, Buschweg, Buchenweg, Friedensstraße, Geuenicher Straße, Hauptstraße, Kirchstraße, Lindenstraße, Neustraße, Römerstraße, Rössener Straße und Uferstraße.

Weitere Straßennamen sind aus Geuenich oder dem in Kürze dem Tagebau weichenden Gemeindeteil Pier übernommen worden. Dies führt in der Regel bei ortsunkundigen Fahrern dazu, das diese beim Einsatz von Navigationsgeräten in die heutige Geisterstadt Pier geführt werden, obwohl sie eigentlich ein Ziel in den Neubaugebieten ansteuern wollten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet des heutigen Inden/Altdorf befanden sich bis zum Baubeginn lediglich das am Wehebach gelegene Haus Lützeler und Felder sowie zwei Wege. Der eine Weg führte von Lamersdorf über die A 4 nach Langerwehe: dies sind die heutigen Straßen „Uferstraße“, ein Stück „Hauptstraße“ und die „Friedensstraße“. Der andere Weg führte zum Haus Lützeler und weiter zum Haus Büttgen: dies ist heute die „Geuenicher Straße“.

Das neue Inden/Altdorf wurde genau in der Mitte der wie ein Dreieck angeordneten Ortschaften Frenz, Lamersdorf und Lucherberg errichtet und mit diesen verbunden, so dass die vier Orte zusammen heute ein dichtes Siedlungsgebiet bilden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächsten Autobahn-Anschlussstellen sind Weisweiler und Eschweiler-Ost auf der A 4. Der nächste Bahnhof ist Langerwehe an der Strecke Köln – Düren – Aachen, die nächste euregiobahn-Haltestelle ist Langerwehe. Die vier Bushaltestellen Rathaus, Hauptstraße, Alter Markt und Indener Straße werden von den AVV-Buslinien 216 der DKB (Lucherberg - Lamersdorf – Inden/Altdorf – Merken – Hoven – Birkesdorf – Düren) und 294 der RVE (Jülich – Kirchberg – Schophoven – Merken – Lucherberg – Inden/Altdorf – Frenz – Kraftwerk – Weisweiler Bahnhof) bedient.