Schophoven

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Koordinaten: 50° 52′ 38″ N, 6° 23′ 46″ O

Schophoven
Gemeinde Inden
Höhe: 94 m
Fläche: 5,53 km²
Einwohner: 763 (30. Jun. 2008)
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52459
Vorwahl: 02465
Haupteinfahrt zu Gut Müllenark

Schophoven [gesprochen: Schopphoven] ist ein nordöstlicher Ortsteil von Inden im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Zurzeit leben hier rund 700 Menschen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am östlichen und nördlichen Ortsrand fließt die Rur und in unmittelbarer Nähe befindet sich das Gemeindedreieck Inden / Jülich / Niederzier. Nördlich der Ortschaft liegt die Kläranlage Schophoven. Der Schlichbach, der von Pier kommend früher mitten durch den Ort floss, mündet bei Schophoven in die Rur.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schophoven wird 1306 erstmals urkundlich erwähnt. Die Edelherren von Molenark (Müllenark) wurden im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt. Vermutlich hängt die Besiedlung von Schophoven eng mit Gut Müllenark (bedeutet: Stauwehr bei der Mühle) zusammen. Zum Gut gehörten eine Getreidemühle und ein Brauhaus. Ab 1917 waren die Dürener Metallwerke (Hersteller von Duraluminium) Besitzer. Heute gehört das Gut der Rheinbraun AG, heute RWE Power.

Westlich von Schophoven liegt der Weiler Viehöven, der von den Grafen von Jülich gegründet worden sein soll. 1859 wurde gegenüber der Barbarakapelle die heutige Pfarrkirche St. Barbara erbaut.

Am 1. Januar 1972 wurde Schophoven nach Inden eingemeindet.[1]

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zum benachbarten Pier wird Schophoven nicht dem Braunkohletagebau zum Opfer fallen. Schophoven wird voraussichtlich zwischen 2015 und 2030 durch den Tagebau Inden vom Hauptort Inden/Altdorf getrennt werden. Am Ortsrand von Schophoven wurde ein großes Baugebiet erschlossen. Dort hat sich ein Teil der Bewohner des Nachbarortes Pier niedergelassen und neu gebaut. Der andere Teil verzog beziehungsweise verzieht nach Pier bei Langerwehe oder siedelt in Inden/Altdorf an der sogenannten Waagmühle.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schophoven ist nicht über größere Land- oder Bundesstraßen erreichbar. Lediglich Kreisstraßen führen zum Ort. Etwa einen Kilometer entfernt führt die B 56 (Düren-Jülich) vorbei.

Die nächsten Anschlussstellen sind „Düren“ auf der A 4 und „Jülich-West“ auf der A 44. Busse der Dürener Kreisbahn verbinden Schophoven durch die Linie 216 von Inden über Pier nach Düren. Die Linie 294 der RVE verbindet von Jülich aus kommend Schophoven mit Pier, Lucherberg, Lamersdorf, Inden, Frenz und Eschweiler. Die nächste Station an der Bahnstrecke Jülich–Düren ist „Selgersdorf“.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2005 und 2006 wurde die Ortsdurchfahrt neu ausgebaut, nachdem vorher der Kanal erneuert wurde. Der Kanalsammler musste wegen des großen Neubaugebietes neu verlegt und größer dimensioniert werden.

1999 wurde das neue Feuerwehrhaus der Löschgruppe 6 der Freiwilligen Feuerwehr Inden eingeweiht.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St.-Hubertus-Schützenbruderschaft 1852
  • Sportgemeinschaft 1919
  • Tambourcorps 1925
  • Musikfreunde 1971
  • Fan Club Red Sox Cologne 1991
  • Maigesellschaft 1995
  • Dorfgemeinschaftsverein
  • Frauentreff 2007
  • Verein zur Förderung des Brandschutzes und des Feuerwehrwesens in Schophoven e. V.
  • F.C. Victoria Pier - Schophoven 1910 e. V.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Wirtz (* 1950), Mitglied des Landtags in Nordrhein-Westfalen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert sind

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 306.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]