Vanessa Hinz

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Vanessa Hinz Biathlon
Vanessa Hinz, Nové Město 2015
Verband DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 24. März 1992
Geburtsort München, Deutschland
Karriere
Beruf Zolloberwachtmeisterin
Verein SC Schliersee
Aufnahme in den
Nationalkader
2012
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2013
Europacup-/IBU-Cup-Siege 1
Debüt im Weltcup 2013
Weltcupsiege 2 (0 Einzelsieg)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
EM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
SJDM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
DM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2015 Kontiolahti Staffel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
Gold 2013 Bansko Staffel
Silber 2014 Nove Mesto Staffel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2013 Obertilliach Staffel
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
Silber 2015 Ruhpolding Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 20. (2014/15)
Einzelweltcup 43. (2015/16)
Sprintweltcup 14. (2014/15)
Verfolgungsweltcup 19. (2014/15)
Massenstartweltcup 19. (2014/15)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Staffel 2 1 1
letzte Änderung: 13. Dezember 2015

Vanessa Hinz (* 24. März 1992 in München) ist eine deutsche Biathletin und vormalige Skilangläuferin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vanessa Hinz wuchs in Schliersee auf und startet für ihren Heimatverein, den SC Schliersee. Sie besuchte die CJD Christophorusschulen Berchtesgaden und begann ihre sportliche Karriere als Skilangläuferin, bevor sie ab 2012 zum Biathlon wechselte. Ihren Wohnort hat sie nach Ruhpolding verlegt, wo sie während der Wettkampfvorbereitung auch trainiert. Als Zolloberwachtmeisterin wird sie als Mitglied des Zoll Ski Teams gefördert. Viktoria, die jüngere Schwester von Vanessa Hinz, ist ebenfalls sportlich aktiv, betreibt jedoch weder Langlaufen noch Biathlon.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge im Skilanglauf (2007 bis 2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vanessa Hinz kam als Langläuferin ab Ende 2007 in Junioren- und FIS-Rennen zum Einsatz, später auch in Rennen des Alpencup, ohne jedoch nennenswerte Resultate zu erreichen. 2011 verpasste sie bei den Deutschen Meisterschaften in Hirschau als Viertplatzierte über 5-Kilometer-Freistil knapp eine Medaille und wurde wenig später bei den Juniorenweltmeisterschaften in Otepää über dieselbe Strecke 58. 2012 wurde sie bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften 2012 in Oberwiesenthal Dritte des Freistil-Sprints. In Erzurum startete sie zum zweiten Mal bei einer Juniorenweltmeisterschaft, bei der sie 24. des Freistil-Sprints, 25. des Skiathlons und Vierte mit der deutschen Staffel wurde.

Wechsel zum Biathlon (2012 bis 2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2012/13 wechselte Hinz vom Skilanglauf zum Biathlonsport und wurde sogleich in den deutschen B-Nationalkader aufgenommen. Ihr internationales Debüt gab sie bei den Juniorenweltmeisterschaften 2013 in Obertilliach und wurde 19. des Einzels, Neunte des Sprints, verpasste als Vierte der Verfolgung knapp eine Einzelmedaille und gewann diese an der Seite von Franziska Preuß und Laura Dahlmeier mit Gold im Staffelrennen. Danach folgte das Debüt im IBU-Cup in Osrblie, wo sie als 34. des Einzels und 18. des Sprints sogleich Punkte gewann. Bei den Europameisterschaften 2013 von Bansko gewann sie mit Nicole Wötzel, Franziska Preuß und Karolin Horchler den Titel mit der deutschen Staffel und wurde Sechste des Einzels. Im Sprint verpasste sie eine gute Platzierung aufgrund ihrer sechs Schießfehler, fünf davon im ersten Schießen. Auch im Verfolgungsrennen schoss sie vier Fehler in zwei Schießen und wurde danach als überrundete Läuferin aus dem Rennen genommen. Gegen Ende der Saison kam Hinz in Sotschi bei einem Einzel überraschend zu ihrem ersten Einsatz im Weltcup und verpasste nach guter Schießleistung mit nur einem Fehler nach läuferischen Problemen auf der schwierigen Olympiastrecke als 45. um wenige Plätze die Punkteränge.

Im IBU-Cup 2013/14 gewann Hinz in Ridnaun mit zwei Sprints ihre ersten Rennen in der zweiten Rennserie. In Antholz wurde sie wieder im Weltcup eingesetzt, wo sie die Plätze 49 im Sprint und erstmals mit dem 40. Rang in der Verfolgung die Punkteränge erreichte. Obwohl sie damit nicht die geforderte Norm erfüllt hatte, wurde sie als sechste Biathletin für die Winterspiele in Sotschi nominiert. Als Ersatzläuferin reiste sie allerdings nicht mit nach Sotschi.[1] Im März wurde sie erneut im Weltcup in Pokljuka eingesetzt und schaffte es, nach mäßigem 57. Rang im Sprint, in der Verfolgung auf dem 36. Rang in die Punkteränge. In Oslo konnte sie im Sprint und der Verfolgung jeweils den 21. Rang erreichen.

Erste Weltcupsaison und WM-Gold (ab 2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2014/15 startete Hinz erneut im Weltcup und zeigte dort gute Leistungen. Beim Weltcup in Hochfilzen wurde sie im Sprint mit fehlerfreiem Schießen Sechste, womit sie ihre erste Top-Ten-Platzierung im Weltcup erreichte. Daraufhin kam sie erstmals in einem Staffelrennen zum Einsatz, und auf Position drei laufend gelang ihr mit den Team-Kolleginnen Luise Kummer, Franziska Hildebrand und Franziska Preuß ihr erster Weltcupsieg. In Pokljuka lag sie im Massenstart zwischenzeitlich auf Siegkurs und wurde nach zwei Fehlern im letzten Schießen Elfte. Im Sprint in Oberhof belegte sie bei schwierigen Verhältnissen den siebten Rang. Nach einem dritten Platz in Ruhpolding mit der Staffel musste sie in Antholz wegen einer Krankheit pausieren. Wenig später erreichte sie mit einem vierten Rang in Nové Město na Moravě in der Verfolgung ihr bisher bestes Einzelresultat im Weltcup, nachdem sie als Sprint-12. ins Rennen ging. In Oslo am legendären Holmenkollen konnte Hinz im Einzel keine Punkte sammeln, im Sprint rangierte sie auf Platz 27. In der Staffel wurde sie erstmals an Position eins eingesetzt, die Staffel mit Vanessa Hinz, Franziska Preuß, Miriam Gössner und Laura Dahlmeier kam auf Rang vier. Bei ihrer ersten Weltmeisterschaft in Kontiolahti wurde sie im Sprint 49., in der Verfolgung 37. und im Einzel 44. In der Staffel wurde sie wieder an Position drei eingesetzt und zusammen mit Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Laura Dahlmeier erstmals Weltmeisterin.

Trotz ihrer Goldmedaille bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2015 musste sich Vanessa Hinz erst für die Aufnahme in die deutsche Weltcupmannschaft qualifizieren. Nach dem letzten Vorbereitungslehrgang im norwegischen Sjusjøen wurde sie offiziell für den Biathlon-Weltcup 2015/16 nominiert und erreichte in ihrem ersten Rennen, der Mixedstaffel im schwedischen Östersund, gemeinsam mit Franziska Hildebrand, Benedikt Doll und Simon Schempp den zweiten Platz. Mit ihren Ergebnissen in Sprint und Verfolgung konnte sie bereits während des ersten Weltcups in Östersund die internen Qualifikationskriterien des DSV für die Biathlon-Weltmeisterschaften 2016 in Oslo erfüllen. Beim zweiten Weltcup im österreichischen Hochfilzen wurde sie in der Damenstaffel, gemeinsam mit Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Franziska Preuß erneut Zweite. Beim Biathlon in Antholz verfehlte sie mit einem 70. Platz im Sprint die Qualifikation für das Verfolgungsrennen. In der Staffel mussten sowohl sie als auch Miriam Gössner eine Strafrunde absolvieren, die deutsche Mannschaft erreichte am Ende nur den zehnten Rang. Die Wettkämpfe in Canmore und Presque Isle ließ sie aus, um ihre Form zu stabilisieren und sich ausgiebig auf die Weltmeisterschaften im norwegischen Oslo vorzubereiten. Sie gewann im Rahmen des Deutschlandpokals einen Sprint und einen Massenstart, welche sie als Testwettkämpfe für die Weltmeisterschaften nutzte. In Oslo verfehlte sie mit einem 61. Platz im Sprint erneut die Qualifikation für das Verfolgungsrennen, im Einzelwettkampf belegte sie mit drei Schießfehlern den 37. Platz. In der Folge wurde sie für die Damenstaffel durch Maren Hammerschmidt ersetzt. Die beiden letzten Rennen der Saison – Sprint und Verfolgung im russischen Chanty-Mansijsk – beendete sie außerhalb der Punkteränge. Sie belegte den 27. Platz in der Gesamtwertung des Weltcups.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 13. Dezember 2014 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Staffel1
2. 13. Mär. 2015 FinnlandFinnland Kontiolahti (WM) Staffel

Platzierungen im Biathlon-Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 2 2
2. Platz 1 1
3. Platz 1 1
Top 10 3 1 7 11
Punkteränge 1 11 12 4 7 35
Starts 5 18 12 4 7 46
Stand: 13. Dezember 2015
Saison Einzelrennen1 Platzierungen Einzelrennen Staffelrennen1 Platzierungen Staffelrennen Gesamtweltcup3
1. – 2. – 3. Top Ten Punkteränge Frauen Mixed2 1. – 2. – 3. Top Ten Punkte Platz
2013/14 09 (22) 0 – 0 – 0 00 06 00  (3) 00  (1) 0 – 0 – 0 00 064 61
2014/15 22 (25) 0 – 0 – 0 04 18 05  (6) 01  (4) 2 – 0 – 1 06 412 20
Gesamt 31 (47) 0 – 0 – 0 04 24 05  (9) 01  (5) 2 – 0 – 1 06  

Stand: 22. März 2015

1 Anzahl der Rennstarts. In Klammern ist die Gesamtzahl der Rennen der Saison angegeben.
2 Beinhaltet Mixed-Staffelrennen und Einzel-Mixed-Staffelrennen.
3 Zur besseren Vergleichbarkeit werden hier die tatsächlich erzielten Weltcup-Punkte aufgeführt und Streichergebnisse nicht abgezogen.

Ergänzende Informationen: Punkteverteilung / Streichergebnisse im Biathlon-Weltcup

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Biathlon-Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem

Saison Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Gesamt
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2013/14 - - 70. 21 51. 43 - - 60. 64
2014/15 67. 2 14. 190 19. 128 19. 92 20. 412
2015/16 43. 21 25. 114 29. 91 22. 78 27. 304

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Biathlon-Weltmeisterschaften

Weltmeisterschaft Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixed-Staffel
Jahr Ort
2015 FinnlandFinnland Kontiolahti 44. 49. 37. - 1. -
2016 NorwegenNorwegen Oslo 37. 61. - - - -

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vanessa Hinz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auch Hinz für Sotschi nominiert. In: sport1.de. 23. Januar 2014. Abgerufen am 4. Februar 2014.