Andreas Raelert

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DeutschlandDeutschland Andreas Raelert Triathlon

Andreas Raelert in Frankfurt beim Ironman Germany (2015)

Andreas Raelert in Frankfurt beim Ironman Germany (2015)

Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 11. August 1976
Geburtsort Rostock
Größe 1,84 m
Gewicht 72 kg
Vereine
1992 - TC FIKO Rostock
Erfolge
2004 6. Platz Olympische Spiele
2000 12. Platz Olympische Spiele
2010, 2012,
2015
2. Platz Ironman World Championship
2012 Europameister Mitteldistanz
Status
aktiv

Andreas Raelert (* 11. August 1976 in Rostock) ist ein deutscher Profi-Triathlet, Triathlon-Europameister auf der Mitteldistanz (2012), mehrfacher Ironman-Sieger sowie dreimal Zweiter bei der Ironman World Championship auf Hawaii (2010, 2012 und 2015). Er wird in der Bestenliste deutscher Triathleten auf der Ironman-Distanz geführt.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten]

Raelert begann seine sportliche Laufbahn bereits im Vorschulalter als Schwimmer. 1992 wechselte er zur Sportart Triathlon beim TC FIKO Rostock. Bereits 1993 wurde er in die deutsche Nationalmannschaft berufen.

Andreas Raelert in St. Pölten beim Ironman 70.3 Austria (2012)

Raelerts Stärke ist seine Ausgewogenheit in allen drei Sportarten. Nach dem Abitur im Jahre 1996 wurde er in die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Mainz berufen, der er bis 2009 angehörte. Er startet für das EJOT Team TV Buschhütten. Auch sein jüngerer Bruder Michael Raelert ist aktiver Triathlet.

Er ist neben Jan Frodeno (2008, 2012) und Maik Petzold (2004, 2012) einer von drei deutschen Triathleten, die bereits zweimal bei Olympischen Spielen teilnahmen. Raelert wurde in Sydney/Australien 2000 Zwölfter und in Athen 2004 Sechster.

2005 begann Andreas Raelert ein Fernstudium der Betriebswirtschaftslehre an der Fernuniversität Hagen. 2009 erreichte er bei der Ironman World Championship auf Hawaii – erst sein drittes Ironman-Rennen – als bester Deutscher den dritten Rang. Gleichzeitig wurde er mit dem Wechsel auf die Langdistanz aus der deutschen Nationalmannschaft verabschiedet.[1] Er lebt heute in Rostock.

2010 gewann Andreas Raelert die Ironman European Championship in Frankfurt. Nach einer guten Schwimmleistung konnte er seine Führung auf dem Rad ausbauen. Trotz verlängerter Strecke (5 km länger wegen Bauarbeiten) stellte er mit dem Rad einen neuen Streckenrekord auf (4:20:35 Stunden) und wechselte mit über 10 Minuten Vorsprung auf die Laufstrecke.[2] Auf Hawaii wurde er dann im Oktober 2010 Zweiter bei der Ironman World Championship.

Am 10. Juli 2011 unterbot Raelert mit einem Sieg bei der Challenge Roth die erst eine Woche zuvor erreichte Weltbestzeit des Belgiers Marino Vanhoenacker um fast fünf Minuten und hält seitdem die Weltbestzeit auf der Langdistanz mit 07:41:33 Stunden. Gleichzeitig verbesserte er die Weltbestzeit für den Rad-Split über 180 Kilometer um beinahe zweieinhalb Minuten auf 4:11:43 Stunden. Diese Marke wurde am 3. November 2012 von Andrew Starykowicz aus den USA beim Ironman Florida auf 4:04:39 Stunden verbessert.[3]

Im Juni 2012 wurde er Triathlon-Europameister auf der Mitteldistanz und im Oktober auf Hawaii Zweiter bei der Ironman World Championship auf Hawaii.[4]

Im Juni 2013 gewann Raelert den Ironman in Klagenfurt. Wegen eines auf der Radstrecke erlittenen Muskelbündelrisses konnte er die nächsten zwei Rennen auf der Langdistanz nicht beenden.[5]

Im Oktober 2015 belegte er nach 2010 und 2012 zum dritten Mal den zweiten Platz bei der Ironman World Championship auf Hawaii.

Mit seinem zweiten Platz beim Ironman Hawaii 2015 stand Andreas Raelert zum fünften Mal bei der „Flower Ceremony“ auf dem Siegespodest – häufiger als jeder andere deutsche Triathlet auf Hawaii. Zuvor teilte er sich diese Position mit dem ersten deutschen Hawaii-Sieger Thomas Hellriegel, der neben seinem Sieg 1997 zwei zweite und einen dritten Platz auf Hawaii in seinen Palmares hat.

Für 2009, 2010 und 2011 wurde Andreas Raelert von den Lesern der Zeitschrift „Triathlon“ zum Triathleten des Jahres gewählt. Bei der Wahl zum Sportler des Jahres wählten die rund 3.000 im VDS organisierten Sportjournalisten Andreas Raelert sowohl 2010 wie auch 2011 jeweils auf den siebzehnten Platz.[6]

Privates[Bearbeiten]

Im Juli 2009 lernte Andreas Raelert am Rande des Ironman in Frankfurt die Sportherapeutin Julia Böttner aus Wiesbaden kennen. Nach drei Jahren wechselseitigen Pendelns zwischen Rostock und Wiesbaden übernahm Julia Böttner 2012 das Management von Andreas Raelert und seinem Bruder Michael.[7] Im Mai 2015 fand die standesamtliche Hochzeit von Andreas und Julia Raelert statt,[8] am 24. Oktober 2015 die kirchliche Trauung und im Januar 2016 kam ihr Sohn Theo zur Welt.[9]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Wettkampfjahr 2007
4. Platz DM München, 5. Platz Europacup Schliersee, 5. Platz Weltcup Kitzbühel/Österreich, 10. Platz Weltcup Salford/GB
Wettkampfjahr 2006
1. Platz Bundesliga Bocholt, 1. Platz intern. Sauerland Triathlon
Wettkampfjahr 2005
9. Platz Weltcup Madrid/Spanien, 9. Platz Weltcup Peking/China, 1. Platz Bundesliga Zaberfeld, 1. Platz Bundesliga Kiel, 1. Platz Europacup Echternach/Lux, 3. Platz Europacup Alanya/Türkei, 3. Platz Europacup Palermo/ITA
Wettkampfjahr 2004
3. Platz DM Potsdam, 4. Platz Weltcup Gamagori/Japan, 6. Platz EM Valencia/Spanien
Wettkampfjahr 2003
6. Platz EM Karlsbad, 9. Platz Weltcup Athen/Griechenland

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andreas Raelert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verabschiedung von Joelle Franzmann aus der Nationalmannschaft
  2. Ironman Frankfurt: Raelert pulverisiert Europa
  3. http://www.ironman.com/triathlon/events/ironman/florida/results.aspx
  4. Jacobs siegt vor Raelert, Kienle und Al-Sultan in den Top-5, Tri-Mag, 14. Oktober 2012
  5. Julian Berndt: Ironman Andreas Raelert: Raubbau am Körper. In: Berliner Zeitung. 6. August 2014, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  6. Jan Sägert: Raelert auf Platz 17. In: tri-mag.de. 19. Dezember 2011.
  7. Frank Hellmann: Ironman in Wiesbaden - die letzte Chance für Raelert. In: Frankfurter Rundschau. 7. August 2015.
  8. Raelert traut sich, Wellington heiratet Lowe (12. Mai 2015)
  9. VATERFREUDEN: NACHWUCHS IM HAUSE RAELERT IST DA (5. Januar 2016)
  10. Ergebnisse Ironman 70.3 Wiesbaden 2015 (9. August 2015)
  11. Half-Ironman Austria: Raelert nur von Hattrick-Sieger Ospaly geschlagen, 21. Mai 2012
  12. Ironman 70.3 Mallorca 2011, Ergebnisliste auf elitechip.net (PDF: 594 KB)
  13. Cologne Triathlon: Raelert besiegt Zeitmessung, Ergebnisbericht auf Tri-mag.de vom 5. September 2010
  14. Stadttriathlon Erding: Schon wieder Raelert
  15. ironman.com: 05.30.2010 Results: St.Pölten
  16. Hattrick perfekt: Kienle siegt in Buschhütten
  17. Andrea Steinbecher und Andreas Raelert gewinnen Halbdistanz beim Cologne226 Köln Triathlon, Ergebnisbericht (undatiert) auf triathlon.de (abgerufen am 11. Juli 2011)
  18. ITU Triathlon Weltcup: Andreas Raelert wird Siebter, Siege an Atkinson und Sweetland
  19. Andreas Raelert gewinnt Ironman 70.3 Monaco
  20. Andreas Raelert gewinnt Mondseeland-Triathlon
  21. Militär-WM: Zweifacher Titelgewinn und Dreifach-Triumph, Bericht auf der Webseite der Deutschen Triathlon Union e.V. vom 15. Juni 2008 (abgerufen am 11. Juli 2011)
  22. Triathlon-Europameisterschaft 2001: Filip Ospaly und Michelle Dillon werden in Karlsbad/Tschechien Europameister im Triathlon
  23. 2000 Sydney Results: Triathlon, Website der LA84 Foundation (PDF; 2,5 MB)
  24. Ironman Hawaii: Andreas Raelert rückt nach (1. September 2014)
  25. Kienles Höllenritt endet mit dem Sieg beim Ironman (12. Oktober 2014)
  26. Ironman Mont-Tremblant: Andreas Raelert wird Dritter (17. August 2014)
  27. Ironman: Raelert läuft für einen guten Zweck
  28. Ironman Hawaii: Alexander siegt, Raelert Dritter
  29. Interview Andreas Raelert (3. Ironman Hawaii): Erinnerungslücken auf dem letzten Metern am Alii Drive
  30. Ironman Germany 2009, Ergebnisliste auf ironman.de (PDF: 571 KB)
  31. Raelert und Bij de Vaate gewinnen den IRONMAN Arizona
  32. Andreas Raelert siegt beim Saisondebüt (23. April 2014)