Fallhütte (Roth)

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Fallhütte
Kreisstadt Roth
Koordinaten: 49° 13′ 43″ N, 11° 4′ 52″ O
Höhe: 346 m ü. NHN

Fallhütte (umgangssprachlich: Fallhaus[1]) ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet der Kreisstadt Roth Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Einöde stand auf freier Flur. Im Westen lag die „Holz-Wiesen“, im Süden die „Steinwiesen“, im Norden die „Dürrenwiesen“ und im Osten eine Gemeindewiese.[2] Heute befindet sich an ihrer Stelle die Reiher- und Adlerstraße, beides Ortsstraßen des Gemeindeteils Kiliansdorf.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Vetterschen Oberamtsbeschreibungen von 1732 wurde der Ort als „Fallhaus“ erstmals schriftlich erwähnt.[4] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Fallhütte zur Realgemeinde Kiliansdorf. Es gab ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Die Abdeckerei hatte das Kastenamt Roth als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt Fallhütte die Hausnummer 18 des Ortes Kiliansdorf.[5]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fallhütte dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Belmbrach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Belmbrach zugeordnet.[6] In den amtlichen Verzeichnissen nach 1867 wurde der Ort nicht mehr aufgelistet. Auf einer topographischen Karte von 1966 ist die Einzelsiedlung Fallhütte noch erkennbar.[7] Am 1. Juli 1971 wurde der Ort im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Roth eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001818 001840 001861
Einwohner 4 10 *
Häuser[8] 1 1
Quelle [9] [10] [11]
* Ort wird zu Kiliansdorf gerechnet.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren nach Zu Unserer Lieben Frau gepfarrt.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. E. Wagner: Stadt und Landkreis Schwabach, S. 38. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: Fálhàus.
  2. Fallmeister im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme)
  3. Fallhütte im BayernAtlas
  4. E. Wagner: Stadt und Landkreis Schwabach, S. 38.
  5. a b F. Eigler: Schwabach, S. 389.
  6. F. Eigler: Schwabach, S. 467 f.
  7. Fallhütte im BayernAtlas (Zeitreise: 1966)
  8. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet und 1840 als Häuser.
  9. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 25 (Digitalisat).
  10. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 215 (Digitalisat).
  11. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1089, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).