Fallhütte (Roth)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fallhütte
Stadt Roth
Koordinaten: 49° 13′ 43″ N, 11° 4′ 52″ O
Höhe: 346 m ü. NHN
Fallhütte (Bayern)
Fallhütte

Lage von Fallhütte in Bayern

Fallhütte war ein bis 1861 amtlich benannter Ortsteil der ehemaligen Gemeinde Belmbrach im mittelfränkischen Landkreis Roth. Danach wurde sie dem Ortsteil Kiliansdorf zugerechnet. In der Folgezeit wurde sie abgebrochen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Einöde stand auf freier Flur. Im Westen lag die „Holz-Wiesen“, im Süden die „Steinwiesen“, im Norden die „Dürrenwiesen“ und im Osten eine Gemeindewiese. Heute befindet sich an ihrer Stelle die Kreuzung der Reiher- und Adlerstraße.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Fallhütte zu Kiliansdorf. Es gab ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Die Abdeckerei hatte das Kastenamt Roth als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt Fallhütte die Hausnummer 18 des Ortes Kiliansdorf.[2]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fallhütte dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Belmbrach zugeordnet. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Belmbrach an.[3] Am 1. Juli 1971 wurde der Ort im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Roth eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001818 001840 001861
Einwohner 4 10 *
Häuser[4] 1 1
Quelle [5] [6] [7]
* Ort wird zu Kiliansdorf gerechnet.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren nach Zu Unserer Lieben Frau gepfarrt.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fallhütte im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme)
  2. a b F. Eigler, S. 389.
  3. F. Eigler, S. 467 f.
  4. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet und 1840 als Häuser.
  5. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 25 (Digitalisat).
  6. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 215 (Digitalisat).
  7. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1089, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).