Hofstetten (Roth)

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Hofstetten
Stadt Roth
Koordinaten: 49° 13′ 41″ N, 11° 7′ 52″ O
Höhe: 342–360 m ü. NHN
Einwohner: 133 (2. Jan. 2018)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91154
Vorwahl: 09171

Hofstetten ist ein Ortsteil der Kreisstadt Roth im Landkreis Roth in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt etwa 3,5 km südöstlich von Roth. Die Roth, ein rechter Nebenfluss der Rednitz, teilt mit ihren Auen den Ort in einen westlichen und einen östlichen Teil. Im Nordwesten grenzt das Waldgebiet „Lohe“ an, im Norden befindet sich eine Deponie, im Nordwesten liegt das „Ödweiherholz“ mit dem „Hundsrücken“ 362 m ü. NHN. Im Osten grenzt das Waldgebiet „In der Rucht“ an.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus einer auf ca. 1190 zu datierenden Lehenurkunde des Bamberger Domkapitels, die das Amt Roth umschreibt, geht hervor, dass auch Hofstetten im Gebiet dieses Amtes gelegen hat.[3] Erst 1431 werden die einzelnen Orte des ehemaligen Besitzes namentlich aufgelistet. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1297 als „Hofstetten“. Im Urbar für das burggräfliche Amt Roth, das ca. 1360 aufgestellt wurde, werden für „Hofsteten“ 5 Huben, 7 Gereute, 1 Reutacker und 1 Reutwiese aufgeführt. Im Urbar des nunmehr markgräflichen Amtes Roth, das 1434 aufgestellt wurde, wird zusätzlich eine Mühle aufgeführt.[4] Im 16-Punkte-Bericht des Jahres 1608 sind für den Ort 13 Haushalte verzeichnet.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hofstetten 14 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Roth inne. Alle Anwesen unterstanden dem Kastenamt Roth als Grundherrn. Neben den Haushalten gab es noch das Hirtenhaus, das ein kommunales Gebäude war.[6] 1799 gab es im Ort 12 Haushalte.[7]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hofstetten dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Eckersmühlen zugeordnet. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Eckersmühlen an.[8]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde der Ort zusammen mit Eckersmühlen am 1. Mai 1978 nach Roth eingemeindet.

Baudenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haus Nr. 7: Wohnstallhaus

Liste der Baudenkmäler in Roth#Hofstetten

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002018
Einwohner 81 76 93 75 105 86 78 95 88 87 80 133
Häuser[9] 16 15 16 16 16 16 14 23
Quelle [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Zu Unserer Lieben Frau (Roth) gepfarrt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Hofstetten vorbei verläuft die Staatsstraße 2220 nach Eckersmühlen bzw. Roth. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls nach Eckersmühlen. Parallel zur St 2220 verläuft die Bahnstrecke Roth–Greding, der nächste Haltepunkt liegt 1,5 km entfernt in Eckersmühlen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b www.stadt-roth.de
  2. Hofstetten im BayernAtlas
  3. F. Eigler, S. 151.
  4. F. Eigler, S. 170.
  5. W. Ulsamer (Hrsg.), S. 271.
  6. F. Eigler, S. 397f.
  7. J. K. Bundschuh, Bd. 1, Sp. 218.
  8. F. Eigler, S. 470f.
  9. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  10. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 42 (Digitalisat).
  11. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 215 (Digitalisat).
  12. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1089, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1255, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1191 (Digitalisat).
  15. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1263 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1301 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1124 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 823 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 179 (Digitalisat).
  20. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 349 (Digitalisat).