Feistritz (Lafnitz)

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Feistritz
Wechselgraben, Sattelbach (Quellgebiet), Weiße Feistritz, Feistritzbach (Oberlauf)
Oberes Feistritztal

Oberes Feistritztal

Daten
Gewässerkennzahl AT: HZB:2-372-176-88, GGN:600089, Stmk:705
Lage Steiermark, Burgenland
Abfluss über Lafnitz → Raab → Moson-Donau → Donau → Schwarzes Meer
Flussgebietseinheit Leitha, Rabnitz, Raab (LRR)
Ursprung Am Feistritzsattel
47° 34′ 1,4″ N, 15° 52′ 1,7″ O
Quellhöhe ca. 1260 m ü. A.
Mündung Bei DobersdorfKoordinaten: 47° 0′ 33″ N, 16° 8′ 53″ O
47° 0′ 33″ N, 16° 8′ 53″ O
Mündungshöhe 233 m ü. A.
Höhenunterschied ca. 1027 m
Sohlgefälle ca. 8,9 ‰
Länge 115,8 km
Einzugsgebiet 816,8 km²[3]
Abfluss[4] MQ
7,5 m³/s
Rechte Nebenflüsse Pfaffenbach, Naintschbach, Römerbach, Ilz
Durchflossene Stauseen Stubenbergsee
Kleinstädte Fürstenfeld
Gemeinden Rettenegg, St. Jakob i.W., Ratten, St. Kathrein a.H., Fischbach, Strallegg, Birkfeld, Anger, Floing, Puch b.W., Stubenberg, Feistritztal, Gersdorf a.d.F., Großsteinbach, Ilz, Großwilfersdorf, Fürstenfeld, Rudersdorf
Freienbergklamm, Stubenbergklamm, Feistritzklamm

Die Feistritz ist ein Fluss von 115 Kilometern Länge in der nordöstlichen und östlichen Steiermark.

Lauf und Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Feistritz entspringt südlich am Feistritzsattel, westlich des Hochwechsel. Der Quelllauf wird auch Wechselgraben[1] oder Sattelbach[2] genannt, bis er sich mit dem Ambach – vom Schöberlriegel des Wechselstocks – vereinigt.

Die Feistritz fließt dann südwärts bis zur Ortschaft Feistritzwald, und ostwärts nach Rettenegg. Hier nimmt sie den Pfaffenbach vom Pfaffensattel auf. Bis dorthin wird sie auch Weiße Feistritz genannt, und der Pfaffenbach Schwarze Feistritz, sodass sich auch Angaben eines Quellgebiets bis zum Stuhleck im Westen finden.[5]

Bis etwas unterhalb von Rettenegg, wo sie nach Süden knickt, bildet sie die Westgrenze des Wechselgebiets im weiteren Sinne, dann die zwischen den Fischbacher Alpen im Westen und dem Joglland im Osten. Sie fließt in Folge durch Birkfeld, und bildet, hier mäandrierend, ab dem Naintschbach bis Oberfeistritz (nordöstlich von Weiz), die Ostgrenze des Grazer Berglands. Bis in diese Gegend wird sie auch als Feistritzbach genannt.

Ab Oberfeistritz fließt sie dann primär nach Südosten, und wird als Südgrenze des Jogllands zum Oststeirischen Hügelland auch als Grenze der Alpen als Ganzes gesehen. Sie bildet in Folge mehrere Klammlandschaften, wie die Freienbergklamm, die Stubenbergklamm oder die Feistritzklamm. Die Feistritzklamm ist als Natura 2000-Schutzgebiet sowohl nach der Fauna-Flora-Habitat- als auch nach der Vogelschutzrichtlinie ausgewiesen. An einem Felsabhang oberhalb der Feistritzklamm steht an exponierter Stelle der Stammsitz der Herbersteiner, das Schloss Herberstein.

Bei Stubenberg am See wird der etwa 40 Hektar Fläche aufweisende künstliche Badesee Stubenbergsee mit Wasser aus der vorbeifließenden Feistritz gespeist. Hier verlässt die Feistritz endgültig die Alpen und durchquert in ihrem Mittellauf das Oststeirische Hügelland. Bevor bei Ilz der Ilzbach in die Feistritz mündet, erhebt sich nördlich davon am rechten Ufer das Schloss Feistritz.

Die Feistritz fließt durch Fürstenfeld, und bildet dann mit dem Unterlauf etwa die steirisch-burgenländische Grenze, die noch die alten Flussmäander abbildet. Der Fluss mündet, grob 6 km südöstlich von Fürstenfeld und schon im Burgenländischen im Gemeindegebiet von Rudersdorf, von rechts in die Lafnitz, die seit Fürstenfeld nur wenige hundert Meter entfernt parallel zur Feistritz geflossen ist.

Hydrographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mittlere Wasserführungsmenge der Feistritz beträgt in Maierhofen etwa 7,5 Kubikmeter pro Sekunde.[4]

Verkehr und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Feistritztal-Radweg R8 ermöglicht es, auf einer Länge von 85 km dem Flussverlauf von Ratten bis Fürstenfeld zu folgen. Im Abschnitt von Ratten bis Birkfeld nutzt der Radweg auf 11 Kilometern die ehemalige Trasse der Feistritztalbahn. Diese folgt ab Oberfeistritz bis zum aktuellen Endbahnhof in Birkfeld dem Flussverlauf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feistritz River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b HZB: Flächenverzeichnis Leitha, Rabnitz, Raab 2014, S. 98–109.
  2. a b GIS-Steiermark: Gewässer & Wasserinformation/Wasserbuch Stmk.
  3. BMLFUW (Hrsg.): Flächenverzeichnis der Flussgebiete: Leitha-, Rabnitz- und Raabgebiet. In: Beiträge zur Hydrografie Österreichs Heft Nr. 63, Wien 2014, S. 41/69. PDF-Download, abgerufen am 6. Juli 2018.
  4. a b Charakteristische Wasserstands- und Durchflussdaten Pegel Maierhofen/Feistritz (HZB 211045) (PDF; 69 kB); aktuelle Pegel: Anger. und Maierhofen. (alle hydrographie.steiermark.at).
  5. So beispielsweise Franz Raffelsperger: Allgemeines geographisch-statistisches Lexikon aller österreichischen Staaten. 2. Auflage, Typogeographische Kunstanstalt, 1846, Band 3, Eintrag Feistritz, Steiermark (dritter der Seite), S. 404, Sp. 1 (Digitalisat, Google, vollständige Ansicht).