St. Kathrein am Hauenstein

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St. Kathrein am Hauenstein
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Kathrein am Hauenstein
St. Kathrein am Hauenstein (Österreich)
St. Kathrein am Hauenstein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Weiz
Kfz-Kennzeichen: WZ
Fläche: 19,3 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 15° 42′ OKoordinaten: 47° 29′ 22″ N, 15° 41′ 38″ O
Höhe: 822 m ü. A.
Einwohner: 633 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 8672
Vorwahl: 03173
Gemeindekennziffer: 6 17 44
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Kathrein am Hauenstein 132
8672 St. Kathrein am Hauenstein
Website: www.st-kathrein-hauenstein.at
Politik
Bürgermeister: Peter Knöbelreiter (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(9 Mitglieder)
7
2
Insgesamt 9 Sitze
Lage der Gemeinde St. Kathrein am Hauenstein im Bezirk Weiz
Albersdorf-PrebuchAngerBirkfeldFischbach (Steiermark)Fladnitz an der TeichalmFloingGasenGersdorf an der FeistritzGleisdorfGutenberg-StenzengreithHofstätten an der RaabIlztalLudersdorf-WilfersdorfMarkt HartmannsdorfMiesenbach bei BirkfeldMitterdorf an der RaabMortantschNaasPassailPischelsdorf am KulmPuch bei WeizRattenRetteneggSt. Kathrein am HauensteinSankt Kathrein am OffeneggSt. Margarethen an der RaabSankt Ruprecht an der RaabSinabelkirchenStralleggThannhausenWeizSteiermarkLage der Gemeinde St. Kathrein am Hauenstein im Bezirk Weiz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

St. Kathrein am Hauenstein ist eine steirische Gemeinde mit 633 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Weiz. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 19,3 km².

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche des Orts ist der Heiligen Katharina geweiht
Das Rosegger-Denkmal trägt folgende Inschrift:

„Das ist Dein schönster Ruhm o Dichter Der Du so viel des Schönen schriebst. Dass Du bei allem Ruhm ein schlichter Getreuer Sohn der Heimat bliebst.“

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Tal des Hirschbaches, eines Zuflusses zur Feistritz, in den Fischbacher Alpen und gehört zu Peter Roseggers Waldheimat.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (Einwohner Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Landau (108)
  • St. Kathrein am Hauenstein (525)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An St. Kathrein grenzen

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner St. Kathreins sind zu 98,2 % römisch-katholisch; 0,3 % sind evangelisch. Andere Religionen waren nicht vertreten. Ohne religiöses Bekenntnis sind 1,3 %.

St. Kathrein ist Sitz einer römisch-katholischen Pfarre.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerungsentwicklung spiegelt die wirtschaftlichen Verhältnisse wider (siehe auch weiter unten: Wirtschaft und Infrastruktur): Der Bergbau brachte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts starken Zuzug in die abgelegene Gegend, in der zuvor lediglich Land- und Forstwirtschaft Erwerbsmöglichkeiten geboten hatten, wodurch sich die Bevölkerung mehr als verdoppelte. Umgekehrt führte die Stilllegung des Bergbaus zu einem markanten und bis heute nicht gestoppten Rückgang der Einwohnerzahl durch Abwanderung, sodass die Gemeinde im Jänner 2013 nur noch 671 Einwohner hatte.

Jahr 1869 1880 1890 1900 1910 1923 1934 1939
Einwohner 490 458 519 573 590 617 1.238 1.222
Jahr 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011 2014
Einwohner 1.267 1.171 1.034 820 773 741 682 676

Quelle: Statistik Austria

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Kathrein am Hauenstein

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Rosegger ist eine permanente Ausstellung im Kulturhaus gewidmet. Außerdem finden immer wieder Ausstellungen zu entsprechenden Anlässen statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes war in den Nachkriegsjahren geprägt durch das Kohlebergwerk Ratten-St.Kathrein. Nach dem Schließen des Braunkohlebergbaus im Jahr 1960 waren jedoch viele der in der sogenannten Kolonie lebenden Familien und auch Einzelpersonen gezwungen, sich Arbeit in naher und weiterer Entfernung zu suchen. Dadurch erfolgte eine starke Abwanderung, und die Bevölkerungszahl sank innerhalb kurzer Zeit fast auf die Hälfte der damals rund 1800 Einwohner.

Infolge dieser gravierenden Veränderung der Wirtschaftssituation hat sich der Ort innerhalb relativ kurzer Zeit auf eine Fremdenverkehrswirtschaft umgestellt, die in den 1960er Jahren noch in Entwicklung war. Es ist den damaligen Verantwortlichen gelungen, einige Akzente in der Tourismusbranche zu setzen (man bezeichnete es damals noch als Sommerfrische), und es entwickelte sich ein einigermaßen gut funktionierender Sommertourismus. In den 1970er Jahren wurde eine Doppelsesselliftanlage auf das Hauereck errichtet, mit dem Ziel, sowohl für den Sommer als auch für den Winter eine neue Sport- und Wanderattraktion zu schaffen.

Wie aber auch in anderen Regionen, unterlag dieses Vorhaben einer großen Wechselwirkung, und der Sommerbetrieb wurde relativ rasch eingestellt. Der Winterbetrieb erwies sich hingegen als relativ erfolgreiches Unterfangen und wurde nur durch schneearme Winter in seiner Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt. Erst als sich gegen Ende der 1990er Jahre eine private Gruppe gefunden hat, die Liftanlage zu übernehmen und auch bereit war, größere Investitionen zu tätigen, entwickelte sich die Region wieder zu einem relativ bekannten und geschätzten Wintersportgebiet.

Heute bietet St. Kathrein mit der Schiregion Hauereck ein mit einer Vierer-Sesselbahn und Beschneiungsanlagen ausgestattetes Wintersportzentrum an und ist für Besucher aus der unmittelbaren Umgebung, aber auch aus den Nachbarländern Ungarn und Tschechien, ein oft frequentiertes Wintersportgebiet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus neun Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 7 ÖVP – stellt den Bürgermeister
  • 2 SPÖ

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1975 verliehene Wappen zeigt zur Symbolisierung des Namensteils Hauenstein einen Bergknappen auf goldenem Grund, der mit einem Bergeisen auf den Stein schlägt. Das zerbrochene Richtrad bezieht sich auf die Namenspatronin St. Katharina und deren Hinrichtung durch das Rad.

Tourismusverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Birkfeld, Fischbach, Miesenbach, Rettenegg, Strallegg, Ratten, St. Jakob im Walde, Waldbach-Mönichwald, Wenigzell und Vorau den TourismusverbandJoglland-Waldheimat“. Dessen Sitz ist in St. Jakob im Walde.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Rosegger (1843–1918), Schriftsteller
  • Dechant Alois Sommer
  • Anna Rabitsch

Ehrenringträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Meierhofer, Bürgermeister a. D.
  • Ewald Weghofer, Bürgermeister a. D.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Kathrein am Hauenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018) (pdf), (Excel)
  2. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 307. ZDB-ID 1291268-2 S. 626.