Felix Jaehn

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Felix Jaehn bei der 1LIVE Krone 2015

Felix Jaehn (* 28. August 1994[1][2] in Hamburg; eigentlich Felix Jähn geschrieben[3]) ist ein deutscher DJ und Musikproduzent des Deep House und Tropical House.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jaehn wurde in Hamburg geboren, wuchs aber in der Nähe von Boltenhagen an der Ostseeküste im Klützer Winkel bei Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) auf[4] und nahm im Alter von fünf Jahren Geigenunterricht. Ab dem 16. Lebensjahr wurde er für einzelne Club-Auftritte im Rahmen seines DJ-Projektes Felicious Beats gebucht, das er mit seinem Bruder und seinen Freunden verwirklichte. Am Ernst-Barlach-Gymnasium in Schönberg legte er das Abitur ab.[5] Mit 17 zog Jaehn für ein Jahr nach London und besuchte dort die Point Blank Music School.[6][7] Neben seinen größtenteils autodidaktisch erlernten DJ-Fähigkeiten bildete er sich hier insbesondere im Bereich der Musikproduktion weiter.[8] Danach zog Jaehn für ein BWL-Studium an der Humboldt-Universität nach Berlin.[9]

Mit einem Remix des Songs Cheerleader des jamaikanischen Sängers Omi gelang Jaehn Ende 2014/Anfang 2015 ein weltweiter Hit. Musikalisch bewegt sich das Original von Omi, das 2012 veröffentlicht wurde, im Bereich des Reggae, Felix Jaehns Remixversion im Bereich des Elektro-Pop bzw. Deep House. Die Remixversion von Cheerleader erreichte weltweit hohe Chartplatzierungen, unter anderem Platz eins in Australien, Belgien (Flandern und Wallonie), Dänemark, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Schweden, der Schweiz, im Vereinigten Königreich und in den Vereinigten Staaten.[10] Die zweite Singleveröffentlichung Ain’t Nobody (Loves Me Better), eine Coverversion des gleichnamigen Hits von Rufus und Chaka Khan, wurde mit Jasmine Thompson bereits 2014 aufgenommen und am 3. April 2015 als Single veröffentlicht und avancierte in Deutschland zum Sommerhit 2015.[11] Im September 2015 veröffentlichte Jaehn zusammen mit der russischen Sängerin Polina das Lied Book of Love, das die Top-10 der deutschen Musikcharts erreichte.

Ende 2015 gründete er zusammen mit Mark Forster das Musikprojekt Eff, die erste Single Stimme erschien am 27. November 2015 und erreichte Platz 1 der deutschen Charts.

Im April 2016 produzierte er mit Herbert Grönemeyer und Teilen der DFB-Fußballnationalmannschaft die inoffizielle Hymne zur UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2016. Der Titel Jeder für Jeden stieß als generationenübergreifende Hymne auf gemischte, zum Teil sehr kritische Reaktionen.[12][13]

Am 15. Juli 2016 erschien Bonfire. Die Single ist eine Kooperation mit der finnischen Singer-Songwriterin Alma Miettinen. Sie erschien zunächst nur als Download, später auch als physische Single. Das Lied konnte bis auf Platz drei der deutschen Single-Charts vorrücken und erreichte später Platin-Status für 400.000 verkaufte Einheiten. Parallel startete er die „Bonfire-Tour“ durch Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Am 17. November 2016 wurde Felix Jaehn in Berlin mit dem Bambi in der Kategorie „Entertainment“ ausgezeichnet. Ähnlich wie bei Cheerleader, mixte er das Lied Holding On von RHODES ab. Sein Remix erschien am 16. Dezember 2016 mit dem Titel Your Soul (Holding On). Im Gegensatz zum Vorgänger erreichte diese nur Platz 96 in Deutschland.

Mit Hot2Touch erschien am 12. Mai 2017 die erste Veröffentlichung Jaehns 2017. Die Single nahm er zusammen mit dem US-amerikanischen Musikproduzenten und Popsänger Alex Aiono sowie dem britischen DJ und Musikproduzenten Hight auf. Das Lied brachte Jaehn nach dem eher kleineren Erfolg mit Your Soul (Holding On) wieder in das obere Viertel der Single-Charts; dazu kam starker Support im Airplay.

Am 4. August 2017 veröffentlichte Felix Jaehn das Lied Feel Good, das in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Future-Bounce-Produzenten Mike Williams entstand. Vocals steuerte der dänische Musiker Tim Shou bei, der bis 2014 als Frontmann der Band A Friend in London agierte.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[14] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2014 Cheerleader (Felix Jaehn Remix)
Me 4 U
1 5-fach-Gold
(57 Wo.)
1 Platin
(48 Wo.)
1
(54 Wo.)
1 3-fach-Platin
(64 Wo.)
1 3-fach-Platin
(35 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Mai 2014
(mit Omi)
Verkäufe: + 6.100.000
2015 Ain’t Nobody (Loves Me Better) 1 Platin
(56 Wo.)
1 Gold
(39 Wo.)
5 Platin
(46 Wo.)
2 Platin
(26 Wo.)
300! Erstveröffentlichung: 3. April 2015
(feat. Jasmine Thompson)
Verkäufe: + 1.270.000
Book of Love 7 Gold
(25 Wo.)
15
(18 Wo.)
61
(4 Wo.)
300! 300! Erstveröffentlichung: 11. September 2015
(feat. Polina)
Verkäufe: + 200.000
2016 Jeder für jeden 27
(8 Wo.)
300! 300! 300! 300! Erstveröffentlichung: 22. April 2016
(mit Herbert Grönemeyer)
Bonfire 3 Platin
(29 Wo.)
9
(23 Wo.)
39
(19 Wo.)
300! 300! Erstveröffentlichung: 15. Juli 2016
(feat. Alma)
Verkäufe: + 400.000
Your Soul (Holding On) 96
(1 Wo.)
70
(1 Wo.)
93
(2 Wo.)
300! 300! Erstveröffentlichung: 16. Dezember 2016
(RHODES vs. Felix Jaehn)
2017 Hot2Touch 12
(… Wo.)
14
(… Wo.)
49
(… Wo.)
300! 300! Erstveröffentlichung: 12. Mai 2017
(mit Hight & Alex Aiono)
Feel Good 83
(1 Wo.)
300! 300! 300! 300! Erstveröffentlichung: 4. August 2017
(Felix Jaehn x Mike Williams)
Nummer-eins-Singles 2 2 1 1 1
Top-10-Singles 4 3 2 2 1
Singles in den Charts 8 6 6 2 1

als Eff

Hauptartikel: Eff
Jaehn beim Mixen auf der Airbeat One

Weitere Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Remixe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Ry XBerlin (LCAW & Felix Jaehn Remix)
  • 2015: Ed SheeranPhotograph (Felix Jaehn Remix)
  • 2015: Alina Baraz & Galimatias – Fantasy (Felix Jaehn Remix)

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • DeutschlandDeutschland Deutschland
    • 2016: für die Single „Book of Love“
  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2015: für die Single „Ain’t Nobody“
  • MexikoMexiko Mexiko
    • 2015: für die Single „Ain’t Nobody“
  • OsterreichÖsterreich Österreich
    • 2015: für die Single „Ain’t Nobody“
  • SudafrikaSüdafrika Südafrika
    • 2015: für die Single „Cheerleader“

Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2015: für die Single „Ain’t Nobody“
  • BelgienBelgien Belgien
    • 2016: für die Single „Ain’t Nobody“
  • DeutschlandDeutschland Deutschland
    • 2015: für die Single „Ain’t Nobody“
    • 2017: für die Single „Bonfire“
  • ItalienItalien Italien
    • 2015: für die Single „Ain’t Nobody“
  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 2015: für die Single „Ain’t Nobody“
  • OsterreichÖsterreich Österreich
    • 2015: für die Single „Cheerleader“
  • SchweizSchweiz Schweiz
    • 2015: für die Single „Ain’t Nobody“
  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
    • 2017: für die Single „Ain’t Nobody“

2x Platin-Schallplatte

  • BelgienBelgien Belgien
    • 2016: für die Single „Cheerleader“
  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2015: für die Single „Ain’t Nobody“
    • 2015: für die Single „Cheerleader“
  • MexikoMexiko Mexiko
    • 2016: für die Single „Cheerleader“
  • SpanienSpanien Spanien
    • 2017: für die Single „Ain’t Nobody“

5x Goldene Schallplatte

  • DeutschlandDeutschland Deutschland
    • 2015: für die Single „Cheerleader“

3x Platin-Schallplatte

  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 2015: für die Single „Cheerleader“
  • PolenPolen Polen
    • 2016: für die Single „Ain’t Nobody“
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 2015: für die Single „Cheerleader“
  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
    • 2017: für die Single „Cheerleader“

4x Platin-Schallplatte

  • SpanienSpanien Spanien
    • 2016: für die Single „Cheerleader“

5x Platin-Schallplatte

  • NiederlandeNiederlande Niederlande
    • 2015: für die Single „Ain’t Nobody“
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2016: für die Single „Ain’t Nobody“

6x Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2016: für die Single „Cheerleader“
  • ItalienItalien Italien
    • 2016: für die Single „Cheerleader“

7x Platin-Schallplatte

  • KanadaKanada Kanada
    • 2016: für die Single „Cheerleader“
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2016: für die Single „Cheerleader“

Diamantene Schallplatte

  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2015: für die Single „Cheerleader“
Land Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Diamond record icon.svg Diamant Quellen
AustralienAustralien Australien 0 7 0 aria.com.au
BelgienBelgien Belgien 0 3 0 ultratop.be
DanemarkDänemark Dänemark 0 4 0 ifpi.dk
DeutschlandDeutschland Deutschland 2 4 0 musikindustrie.de
FrankreichFrankreich Frankreich 1 0 1 snepmusique.com
ItalienItalien Italien 0 7 0 fimi.it
KanadaKanada Kanada 0 7 0 musiccanada.com
MexikoMexiko Mexiko 1 2 0 amprofon.com.mx
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 0 4 0 (1), nztop40.co.nz
NiederlandeNiederlande Niederlande 0 5 0 universal-music.com
OsterreichÖsterreich Österreich 1 1 0 ifpi.at
PolenPolen Polen 0 3 0 bestsellery.zpav.pl
SpanienSpanien Spanien 0 6 0 (1), elportaldemusica.es
SchwedenSchweden Schweden 0 12 0 sverigetopplistan.se
SchweizSchweiz Schweiz 0 1 0 universal-music.de
SudafrikaSüdafrika Südafrika 1 0 0 sonymusicafrica.com
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0 3 0 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 0 4 0 bpi.co.uk
Insgesamt 6 73 1

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil auf top40.nl, abgerufen am 7. Mai 2015 (niederländisch)
  2. Interview, 1live Fragenhagel, veröffentlicht auf YouTube am 8. Mai 2015, abgerufen am 14. Oktober 2015
  3. Frédéric Schwilden: Wie ein Mecklenburger den Weltsommerhit erschuf. In: Die Welt. Abgerufen am 27. Juli 2015.
  4. Rock- und Popstars von Morgen: In Fußstapfen von Felix Jaehn, Rammstein und Co. In: SVZ.de, 18. März 2016, abgerufen am 24. Februar 2017
  5. Peter Intelmann: Star-DJ von der Lübecker Bucht. In: Lübecker Nachrichten vom 21. Juli 2015, S. 3
  6. Felix Jaehn (DE). Abgerufen am 3. Februar 2015.
  7. Hamburgs neuer Stern: Felix Jaehn. In: Popsprite. Abgerufen am 3. Februar 2015.
  8. Felix Jaehn im Interview. In: Motor.de. 25. Juli 2014, abgerufen am 3. Februar 2015.
  9. Der Glücksbringer. In: Maren Keller. 27. Juni 2014, abgerufen am 18. Juli 2015.
  10. Omi – Cheerleader (Felix Jaehn Remix). In: Australian-Charts.com. Hung Medien, abgerufen am 3. Februar 2015 (englisch).
  11. Felix Jaehn landet den offiziellen Sommerhit 2015. GfK Entertainment, 10. August 2015, abgerufen am 12. August 2015.
  12. "Grusel-EM-Song" von Felix Jaehn und Herbert Grönemeyer. In: tz.de. 25. April 2016, abgerufen am 29. Mai 2016.
  13. Musikalisches Gruselkabinett: Herbert Grönemeyer singt für Felix Jaehn. In: Musikexpress. 22. April 2016, abgerufen am 29. Mai 2016.
  14. Chartquellen: DE1, DE2, AT, CH, UK

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Felix Jaehn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien