Feuerwehr Mönchengladbach

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Feuerwehr Mönchengladbach
Wappen von Mönchengladbach[1] Amt der Stadt Mönchengladbach[1]
Berufsfeuerwehr
Gründungsjahr: 1901
Standorte: 4
Mitarbeiter: 323
Freiwillige Feuerwehr
Abteilungen: 20
Aktive Mitglieder: 434
Jugendfeuerwehr
Gruppen: 8
Mitglieder: 110
www.feuerwehr-moenchengladbach.de

Die Feuerwehr Mönchengladbach ist als Fachbereich (FB) 37 der Stadtverwaltung Mönchengladbach unterstellt, die Freiwillige Feuerwehr weiterhin dem Sachgebiet S 12: „Personal FF“. Sie gliedert sich in eine Berufsfeuerwehr und eine Freiwillige Feuerwehr. Die Einheiten sind systematisch über das Stadtgebiet verteilt, sodass an fast jedem Punkt der Stadt eine Hilfsfrist (Alarmierung bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte) von maximal 8 Minuten eingehalten werden kann.[2]

Berufsfeuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das Stadtgebiet Mönchengladbach sind insgesamt drei ständig besetzte Feuer- und Rettungswachen, sowie eine zusätzliche Rettungswache eingerichtet, welche gemeinsam mit den zwanzig Freiwilligen Feuerwehren eine Stadtfläche von ca. 170,4 km² in den Bereichen Brandschutz, technische Hilfeleistung und Rettungsdienst abdecken. Täglich befinden sich auf den Berufsfeuerwehrwachen 60 Männer und Frauen im Dienst. Diese werden an den Arbeitstagen durch fünf weitere Funktionen im Tagesdienst, zwischen 7:00 und 19:00 Uhr, unterstützt.

Die vier Berufsfeuerwehr- und Rettungswachen befinden sich in den Stadtteilen: Bettrath, Holt, Rheydt und Wickrath.

Das Personal der Feuerwache 1, an der Von-Groote-Straße, besteht in der Regel aus 12 Einsatzkräften im 24-Stunden- und einem zusätzlichen Rettungswagen im Tagesdienst.

Wenige Meter von der Anschlussstelle der A 61 entfernt liegt die Feuerwache 2, wo die zentrale Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr Mönchengladbach untergebracht ist. Ebenfalls ist hier das so genannte „Technik- und Logistikzentrum“ vorzufinden, welches vor wenigen Jahren direkt neben die Feuerwache gebaut wurde. Im 24-Stunden-Dienst verrichten hier in der Regel 20 Einsatzkräfte ihren Dienst.

Im direkten Umfeld zur Feuerwache 3 befindet sich seit 2007 das „Führungs- und Lagezentrum“, welches die Leitstelle mit der ständig besetzten Notrufnummer 112 beinhaltet. In der Feuerwache 3 verrichten in der Regel 14 Einsatzkräfte ihren 24-Stunden-Dienst.

Am Standort der Freiwilligen Feuerwehr Wickrath befindet sich die Rettungswache 4. Aufgrund der Hilfeleistungsfristen steht hier ein Rettungswagen, welcher von Kräften der Berufsfeuerwehr besetzt wird.

Jeder "Löschzug" (Modell Mönchengladbach) der Berufsfeuerwehr besteht aus:

Hinzu kommen an den Berufsfeuerwachen verschiedene Sonderfahrzeuge, sowie Abrollbehälter:

Feuerwache 1 Feuerwache 2 Feuerwache 3

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtgebiet Mönchengladbach existieren 20 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr. Diese liegen in den Bezirken der 4 Berufsfeuerwachen und werden je nach Alarmstichwort und Tageszeit parallel zur Berufsfeuerwehr mitalarmiert bzw. zur Wachbesetzung alarmiert:

Wachbereich 1 Wachbereich 2 Wachbereich 3 Wachbereich 4
Einheit Kennzahl Einheit Kennzahl Einheit Kennzahl Einheit Kennzahl
Neuwerk
Hardt
Stadtmitte
1110
1120
1121
Rheindahlen
Broich
Günhoven
Kothausen
Woof
1210
1211
1212
1213
1214
Rheydt
Odenkirchen
Giesenkirchen
Schelsen
1310
1311
1320
1321
Wickrath
Beckrath
Buchholz
Herrath
Wanlo
Wickrathberg
Wickrathhahn
1410
1411
1412
1413
1414
1415
1416

Als 20. Einheit der Freiwilligen Feuerwehr wird die IUK (Information und Kommunikation)-Gruppe gezählt. Diese hat ihren Standort „Am Torfbend“. Kennzahl der IUK-Gruppe ist die 10.

Aus der vierstelligen Einheitkennzahl lässt sich ableiten, in welchem Berufsfeuerwehrbezirk diese angesiedelt ist und um welche Gruppen bzw. Stützpunkteinheit es sich handelt. Bei der Einheit Odenkirchen (Kennzahl: 1311) würde es sich um die 1. Gruppeneinheit zur 1. Stützpunkteinheit im Bereich der Feuer- und Rettungswache 3 handeln. Weiterhin lässt sich aus der Kennzahl der Funkrufkennung der Fahrzeuge in den Einheiten ableiten. Das Löschgruppenfahrzeug 16/12 der Einheit Odenkirchen trägt beispielsweise die Kennung: Florian Mönchengladbach 13-44-11.

Feuerwehr im Joint Headquarters (JHQ)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelte sich zwar um eine eigene Einrichtung unter englischer Flagge, aber sie gehörte dennoch zum Stadtfeuerwehrverband Mönchengladbach: Die Feuerwehr im JHQ, dem NATO-Hauptquartier.

Da es sich um eine militärische Einrichtung handelte, wurde der Brandschutz hier vom Defence Fire and Rescue Service Mönchengladbach sichergestellt.

Mit Abzug der Briten aus Mönchengladbach im Jahr 2013 wurde auch der Defence Fire and Rescue Service in Mönchengladbach aufgelöst.

Rettungsdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rettungswagen: Florian Mönchengladbach 4-83-1

Die Rettungswagen der Feuerwehr Mönchengladbach sind an den drei Feuer- und Rettungswachen, sowie an der Rettungswache in Wickrath verteilt:

ehemaliges Notarzteinsatzfahrzeug
  • Feuerwache 1 = 4 Rettungswagen
  • Feuerwache 2 = 4 Rettungswagen
  • Feuerwache 3 = 3 Rettungswagen
  • Rettungswache 4 = 1 Rettungswagen[3]

Am 24. Juli 1981 wurde in Mönchengladbach das Rettungswagen-/Notarztsystem eingeführt. Seitdem fahren bei einem Notarzteinsatz ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug die Einsatzstelle von unterschiedlichen Standorten an und treffen dort im sogenannten Rendezvous-System zusammen.[4] Inzwischen existieren im Stadtgebiet Mönchengladbach drei Notarzteinsatzfahrzeuge. Zwei der Fahrzeuge sind im Wechsel an den Krankenhäusern stationiert und werden von jeweils einem Rettungsassistenten und einem Notarzt besetzt. Das dritte Notarzteinsatzfahrzeug wird im Bedarfsfall an der Feuerwache 3 besetzt und nimmt an einem Krankenhaus einen diensthabenden Arzt auf. Zu den drei Notarzteinsatzfahrzeugen kommt ein Baby-Notarzteinsatzwagen (Baby-NAW) hinzu, welcher an der Feuerwache 2 stationiert ist.

Unterstützt wird der Rettungsdienst der Feuerwehr Mönchengladbach durch andere Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter Unfall-Hilfe (JUH), Arbeiter Samariter Bund (ASB), Malteser Hilfsdienst (MHD).

Bei größeren Einsatzlagen, sowie Großschadensereignissen kann auf weitere Rettungsmittel zurückgegriffen werden. Hierzu stehen ebenfalls verschiedene Rettungshubschrauber zur Verfügung:

Spezialeinheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Feuerwehr Mönchengladbach existieren drei Spezialeinheiten, in welchen Feuerwehrkameraden zusätzliche Aufgaben zu ihrem Regeltätigkeitsbereich übernehmen:

Diese Sonderaufgaben kann zum Teil eine komplette Einheit einer freiwilligen Einheit betreffen, dass hier beispielsweise ein Sonderfahrzeug für eine der Sonder-/Schnelleinsatzgruppen untergebracht ist oder vereinzelte Mitglieder aus mehreren Einheiten, welche sich dann an einem Standort zusammenfinden und hier gemeinsam die entsprechende Einheit bilden.

Gefahrgut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1994 existiert die Sondereinsatzgruppe Gefahrgut. Eine Gründung wurde erforderlich, da Mönchengladbach von vier Autobahnen (A 44, A 46, A 52, A 61) umgeben ist und mehrere Chemiefirmen wie beispielsweise Overlack und Rhenus Lub ansässig sind.

Aufgabe der Sondereinsatzgruppe ist die Unterstützung von Einsatzkräften vor Ort und übernimmt Aufgaben, wie beispielsweise das Bergen von Gefahrgut und kontaminiertem Material.

Zurzeit besteht die Sondereinsatzgruppe aus 40 Mitgliedern, welche durch regelmäßige Schulungen auf den Ernstfall vorbereitet werden.

Der Einsatzbereich dieser Sondereinsatzgruppe ist überregional und kann über die Feuerwehrleitstelle Mönchengladbach angefordert werden. Im Bedarfsfall rückt die Sondereinsatzgruppe nach einer Rüstzeit von ca. 20 Minuten mit folgenden Einheiten aus:

  • ABC-ErkKW (ehemals GW-Mess)
  • WLF mit AB-Gefahrgut
  • WLF mit AB Dekon
  • LF 16/12
  • LKW Plane
  • RTW (zum Eigenschutz der Einsatzkräfte)
  • ELW
  • TLF 24/50 (auf Autobahnen)

Höhenrettung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die "Schnelleinsatzgruppe Höhenrettung" kommt vornehmlich zum Retten von Personen aus Höhen und Tiefen zum Einsatz. Auch das Bergen von Personen aus Höhen und Tiefen zählt zum Einsatzspektrum.

Rettungsdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die "Schnelleinsatzgruppe Rettungsdienst" kommt bei einer großen Anzahl von Verletzten Personen zum Einsatz (dem sogenannten Massenanfall von Verletzten, kurz MANV), sowie bei der Betreuung einer größeren Personenanzahl.

Diese Schnelleinsatzgruppe kann auch bei Großveranstaltungen eingesetzt werden.

Neben den rettungsdienstlichen Fahrzeugen steht dieser Schnelleinsatzgruppe zwei Abrollbehälter zur Verfügung:

  • AB Rettungsdienst
  • AB MANV.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht 2011 der Feuerwehr Mönchengladbach (Memento vom 14. Mai 2016 im Internet Archive), Stadt Mönchengladbach
  2. Ausrückzeiten
  3. Fahrzeugübersicht
  4. Rendezvous-System