Johannes Thingnes Bø

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Johannes Thingnes Bø Biathlon
Johannes Thingnes Bø am 6. Januar 2018 während der Siegerehrung zum Verfolgungs-Weltcuprennen in Oberhof, das er auf dem zweiten Rang beenden konnte.
Verband NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 16. Mai 1993 (25 Jahre)
Geburtsort Stryn, Norwegen
Karriere
Beruf Biathlet / Student
Verein Markane IL
Trainer Siegfried Mazet
Debüt im Europacup/IBU-Cup 27. November 2010
Debüt im Weltcup 20. Januar 2013
Weltcupsiege 32 (davon 21 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympia-Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 3 × Gold 4 × Silber 2 × Bronze
JWM-Medaillen 5 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
JEM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
EYOF-Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 2018 Pyeongchang Einzel
0Silber0 2018 Pyeongchang Mixed-Staffel
0Silber0 2018 Pyeongchang Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Gold0 2015 Kontiolahti Sprint
0Silber0 2015 Kontiolahti Staffel
0Bronze0 2015 Kontiolahti Mixed-Staffel
0Gold0 2016 Oslo Massenstart
0Gold0 2016 Oslo Staffel
0Bronze0 2016 Oslo Mixed-Staffel
0Silber0 2017 Hochfilzen Sprint
0Silber0 2017 Hochfilzen Verfolgung
0Silber0 2017 Hochfilzen Massenstart
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 2012 Kontiolahti Sprint
0Gold0 2012 Kontiolahti Verfolgung
0Gold0 2012 Kontiolahti Staffel
0Gold0 2013 Obertilliach Verfolgung
0Gold0 2013 Obertilliach Staffel
0Silber0 2013 Obertilliach Sprint
IBU Biathlon-Junioreneuropameisterschaften
0Gold0 2012 Osrblie Mixed-Staffel
0Silber0 2012 Osrblie Einzel
0Bronze0 2012 Osrblie Verfolgung
Olympische Ringe Europäisches Olympisches Jugendfestival
0Gold0 2011 Liberec Sprint
0Silber0 2011 Liberec Einzel
0Silber0 2011 Liberec Mixed-Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 02. (2015/16, 2017/18)
Einzelweltcup 01. (2017/18)
Sprintweltcup 02. (2017/18)
Verfolgungsweltcup 02. (2017/18)
Massenstartweltcup 02. (2017/18)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 1 1 1
Sprint 12 3 1
Verfolgung 5 5 3
Massenstart 3 2 1
Staffel 11 4 5
letzte Änderung: 25. März 2018

Johannes Thingnes Bø (* 16. Mai 1993 in Stryn) ist ein norwegischer Biathlet. Er zählt zu den größten Talenten seines Sports und wurde bei den Olympischen Winterspielen 2018 Olympiasieger im Einzel. Zudem ist er dreifacher Weltmeister sowie fünffacher Jugend- beziehungsweise Juniorenweltmeister. Unregelmäßig nimmt er auch an Langlaufwettbewerben teil. Im Januar 2013 debütierte er im Biathlon-Weltcup und konnte in dieser höchsten Rennserie bislang 32 Tagessiege erkämpfen – mit 20 Jahren ist er zudem der jüngste Weltcup-Sieger seit Mark Kirchner 1991 und mit 21 Jahren der jüngste Sprintweltmeister seit Kirchners Titel 1990. Bereits seine zweite Weltcupsaison konnte Bø als Drittplatzierter der Gesamtwertung abschließen.

Persönlicher Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bø ist das zweitjüngste Kind von Klemet Bø und Aslaug Hildegunn Thingnes Bø (beide * 1957); er hat drei Brüder und eine Schwester. Seine Mutter betreibt in Stryn eine eigene physiotherapeutische Praxis, sein Vater ist in der Rinder- und Milchviehhaltung tätig, sein knapp fünf Jahre älterer Bruder Tarjei ist als Olympia- und Gesamtweltcupsieger sowie mehrfacher Weltmeister sehr erfolgreich in der gleichen Sportart wie er selbst aktiv. Der Sportjournalist, Moderator und Fotograf Harald Endre Thingnes ist Johannes’ Onkel mütterlicherseits. Er besuchte die weiterführende Schule (Stryn vidaregåande skule) in seinem Heimatort und zog im Mai 2012 nach Lillehammer, wo neben Tarjei auch viele andere norwegische Biathleten leben und trainieren. Dort immatrikulierte er sich an der Hochschule Lillehammer. Seit 2018 ist er verheiratet.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bø spielte zunächst ab seinem fünften Lebensjahr Fußball und lief schließlich in der Kreisliga auf. Als er mit 16 Jahren auf die weiterführende Schule wechselte, wollte er dort ursprünglich auch Fußball als Sport-Wahlfach wählen. Seine Eltern überzeugten ihn jedoch – auch unter dem Eindruck von Tarjeis Erfolgen –, einen Monat lang Biathlon auszuprobieren. Am Ende dieser kurzen Periode sicherte er sich bereits zwei Titel bei den norwegischen Jugendmeisterschaften im Sommerbiathlon 2009 und konzentrierte sich fortan ausschließlich auf Biathlon. In der Folge galt Bø als vielversprechendes Talent und große Nachwuchshoffnung und gewann zahlreiche weitere Juniorenrennen. Bei den in Åmot ausgetragenen norwegischen Meisterschaften 2010 belegte er am 9. April im Sprint über zehn Kilometer mit 01:51 Minuten Rückstand zwar den zehnten Platz, war aber innerhalb dieses Dezetts einer von nur zwei Athleten ohne Schießfehler und mit nur 16 Jahren der jüngste Biathlet, der je bei den Seniorenmeisterschaften eine so hohe Platzierung erringen konnte.

Erster Winter auf internationaler Bühne (2010/11)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Auftakt der Saison 2010/11 debütierte er am 27. November 2010 in Beitostølen im IBU-Cup und gewann mit dem 28. und dem 16. Rang in zwei Sprintrennen auf Anhieb erste Punkte. Es blieben allerdings für mehr als zwei Jahre seine einzigen Einsätze.

Über Expertenkreise hinaus rückte er erstmals ins Blickfeld des öffentlichen Interesses und der Medienberichterstattung, als Tarjei am 10. Dezember 2010 im Anschluss an seinen eigenen ersten Weltcupsieg in Hochfilzen in einem Interview äußerte:

„Aber ich weiß, da gibt es noch einen besseren [als ihn selbst]: Meinen jüngeren Bruder Johannes. Da hab ich schon Schiss, wenn er mal weltcuptauglich ist. Der ist wirklich gut! Ich hoffe schon, dass wir irgendwann in der Staffel zusammen laufen können, aber im Einzelwettkampf wird er mal ein harter Konkurrent.“[1]

Der Norges Skiskytterforbund (Norwegischer Biathlon-Verband) nominierte Bø kurz darauf für den Kader, der das Land im Februar 2011 beim European Youth Olympic Festival im tschechischen Liberec vertreten sollte. Dort gewann er sowohl mit der Mixed-Staffel als auch im Einzel jeweils die Silbermedaille und konnte den Sprint für sich entscheiden. Trotz vier Strafrunden[2] holte er bei diesem Rennen während der Schlussrunde 17 Sekunden auf und siegte. Anfang März gleichen Jahres erkämpfte er sich darüber hinaus zwei norwegische Juniorenmeistertitel und am 25. März gewann er in Dombås den Supersprint der nationalen Rennserie Norgescup in der Kategorie U-18 und sicherte sich mit sieben Tagessiegen auch die Gesamtwertung. Damit brach er einen alten Rekord von Ole Einar Bjørndalen, der bei seinem Juniorengesamtsieg 1990/91 fünf Einzelerfolge feiern konnte. Ende des Monats trat er in Målselv zu seinen zweiten norwegischen Meisterschaften an; dort erreichte er sowohl im Sprint als auch im Einzel über 20 Kilometer und mit der Staffel den sechsten sowie in der Verfolgung den neunten Platz.

Erstmals Juniorenweltmeister (2011/12)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch das Jahr 2012 begann für Bø erfolgreich. Am 23. Januar nominierte man ihn für die bereits kurz darauf beginnenden Junioreneuropameisterschaften im slowakischen Osrblie. Dort gewann er einen kompletten Medaillensatz und erreichte im Sprint den achten Rang. Wenige Wochen darauf erlebte er im finnischen Kontiolahti bei seinen ersten Juniorenweltmeisterschaften, zu denen er als großer Favorit der Jugend-Sektion anreiste, seinen bis dato Karrierehöhepunkt. Zunächst verpasste er noch im Einzel über 12,5 Kilometer als Vierter eine Podestplatzierung nur um 19 Sekunden – und das, obwohl er auf Grund seiner Schießfehler mit sechs Strafminuten belegt worden war. Zusammen mit Erling Aalvik, Marius Hol und Vetle Sjåstad Christiansen lief er anschließend allerdings im Juniorenklassement zu überlegenem Staffel-Gold vor dem französischen Quartett. In den Folgetagen dominierte er darüber hinaus sowohl den Sprint, den er mit über 50 Sekunden Vorsprung für sich entschied, als auch die als Handicaprennen ausgelegte und auf die zeitlichen Abstände des Sprints aufbauende Verfolgung. Bei letzterer überquerte Bø, der sich drei Schießfehler leistete, knapp zwei Minuten vor dem zweitplatzierten und fehlerlosen Matthias Dorfer die Ziellinie. Mit diesen drei Goldmedaillen avancierte der junge Norweger zum erfolgreichsten Athleten der Wettkämpfe.

Den Saisonabschluss bildeten abermals die norwegischen Meisterschaften, diesmal ausgetragen vom 20. bis 25. März in Trondheim. Im Einzel reichte es für Bø lediglich für einen 16. Rang. Bei den folgenden Rennen gelangen im jedoch stets Top-10-Platzierungen. So lief er im Sprint auf den 6., im Massenstartwettbewerb auf den 4. und mit der Staffel auf den 7. Platz.

Vordere Platzierungen im IBU-Cup und Weltcupdebüt (2012/13)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2012 wurde er daraufhin mit nur 18 Jahren in den A-Nationalkader für den Weltcup 2012/13 aufgenommen und war damit das zweitjüngste Teammitglied aller Zeiten. Im Sommer gleichen Jahres gelang es ihm bei einigen Testrennen erstmals, Ole Einar Bjørndalen, Emil Hegle Svendsen und Lars Berger zu besiegen.[3] Zu Beginn des folgenden Winters fiel Bø allerdings auf Grund einer Viruserkrankung aus und der norwegische Sportchef Per Arne Botnan erklärte, dass er daher weder für den Weltcup-Auftakt in Östersund noch für den ersten IBU-Cup in Idre nominiert werde. Ein Einsatz beim zweiten IBU-Cup in Beitostølen sei aber sehr wahrscheinlich.[4] Tatsächlich dauerte die Rekonvaleszenz jedoch deutlich länger und Johannes Thingnes Bø kehrte erst am 5. Januar 2013 zum vierten IBU-Cup im estnischen Otepää ins Team zurück, als er im Einzel über 20 Kilometer mit sechs Schießfehlern und einem Rückstand von 05:04 Minuten den 23. Platz belegte. Es war erst sein dritter Einsatz überhaupt in dieser Wettkampfserie. Am folgenden Tag erreichte er im Sprint ohne Schießfehler den zweiten Rang – mit 10,2 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Schweden Magnus Jonsson. Anstatt auch zum nächsten Cup nach Ostrow weiter zu reisen, trainierte er in Vorbereitung auf die in Obertilliach ausgetragenen Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften in Norwegen. Seine im Vorfeld gesetzten Ziele für diesen Saisonhöhepunkt musste er im Zuge der gesundheitlichen Probleme korrigieren; er strebte nun Staffelgold und eine Einzelmedaille an. Er äußerte sich, dass er wohl erst kurz nach den Juniorenweltmeisterschaften wieder sein volles Leistungspensum würde abrufen können.[5]

Auf Grund seiner guten Leistungen im IBU-Cup, mehrerer Ausfälle in der Stammformation (unter anderem Emil Hegle Svendsen und Ole Einar Bjørndalen) und zur Vorbereitung auf die Juniorenweltmeisterschaften konnte Bø am 20. Januar 2013 beim Staffelrennen im italienischen Antholz sein Weltcupdebüt feiern. Er war hinter Lars Helge Birkeland und Alexander Os dritter Starter des Quartetts, gefolgt von Henrik L’Abée-Lund. Mit zwei Nachladern im liegenden und gar einer Strafrunde im stehenden Schießen fügte er sich allerdings in das mittelmäßige Gesamtbild der gänzlich neu formierten norwegischen Mannschaft, die letztendlich nur den zehnten Platz belegte.

Im ersten Rennen der Juniorenweltmeisterschaften Ende Januar, dem Sprint, gewann Bø mit einem Schießfehler die Silbermedaille – 4,9 Sekunden hinter dem stark laufenden Russen Alexander Loginow, auf den er allerdings eineinhalb Kilometer vor Rennende noch einen Vorsprung von knapp acht Sekunden hatte. Die Bronzemedaille sicherte sich Loginows Landsmann Maxim Zwetkow. Am darauffolgenden Tag kam es bei der Verfolgung zu einer Rochade der drei Erstplatzierten, in der Bø seinen vierten Weltmeistertitel erkämpfte. Nach zwei Ruhetagen konnte der Norweger allerdings im Einzelrennen nicht mehr an seine vorherigen Leistungen anknüpfen. Er leistete sich vier Schießfehler und kam mit knapp zwei Minuten Rückstand auf den abermaligen Sieger Loginow lediglich als Neunter ins Ziel. Am letzten Tag der Wettkämpfe führte er – wie zuvor als Ziel ausgegeben – die norwegische Staffel als Schlussläufer zur Titelverteidigung und urteilte anschließend: „Das ist das wichtigste Rennen. […] Wenn wir im Sommer trainieren, ist eines unserer Ziele, in diesem Wettkampf Gold zu gewinnen.“[6]

Nach dem krankheitsbedingten[7] Auslassen der Junioreneuropameisterschaften in Bansko absolvierte Bø am 28. Februar mit dem Sprint in Oslo sein zweites Weltcuprennen. Während sich mit Loginow und Zwetkow seine ärgsten Konkurrenten der Juniorenwettbewerbe unter den besten Zehn platzieren konnten, musste er sich allerdings mit einem Schießfehler und 01:39 Minuten Rückstand auf den Sieger – seinen Bruder Tarjei – mit Rang 28 zufriedengeben. Zwei Tage später verbesserte er sich im Verfolgungsrennen auf den 25. Platz, verzichtete dann aber auf die Teilnahme am Massenstart. Im Zuge seines Starts beim vorletzten Weltcup der Saison im russischen Sotschi verpasste er auf Grund der Terminüberschneidung die Teilnahme an den in Sirdal ausgetragenen norwegischen Juniorenmeisterschaften. Der Auftakt ins russische Rennwochenende auf der läuferisch äußerst anspruchsvollen Strecke der Olympischen Winterspiele 2014 verlief für Bø äußerst enttäuschend, als er das Einzelrennen mit über sieben Minuten Rückstand nur auf dem 68. Rang beenden konnte. Im Sprint zeigte er hingegen ein fehlerfreies Schießen und erlief als 20. weitere Weltcuppunkte, bevor sich beim abschließenden Staffelrennen am 10. März Tarjei Bøs Wunsch aus dem Dezember 2010 erfüllte, zusammen mit seinem jüngeren Bruder in einer Staffel starten zu können. Johannes übergab als dritter Läufer an ihn und das norwegische Quartett verpasste auf dem vierten Rang nur knapp die Podestplätze. Am 16. März 2013 endete schließlich seine erste Weltcupsaison in Chanty-Mansijsk. Zwar gelang ihm mit Rang 20 in der Verfolgung eine deutliche Verbesserung um 17 Plätze im Vergleich zum Sprint vom Vortag – dass er aber trotz vier fehlerfreier Schießeinlagen noch einen Rückstand von über zwei Minuten hatte, legte seine Defizite im Laufen offen. Für den abschließenden Massenstart konnte er sich nicht qualifizieren.

Zum Saisonabschluss in Dombås gewann Bø seine ersten Medaillen bei norwegischen Seniorenmeisterschaften – zwei silberne in Individualrennen und den Titel mit der Staffel Sogn og Fjordane SSK.

Durchbruch im Weltcup (2013/14)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz vor Beginn des Sommertrainings verletzte sich Bø in den letzten Apriltagen 2013 bei einem Fahrradunfall auf dem Nordsetervegen in Lillehammer und brach sich ein Schlüsselbein. Daraufhin musste er seine Vorbereitung auf die Weltcup-Saison 2013/14 um mehrere Wochen verschieben und konnte erst im August wieder mit Intensivtraining beginnen.[8][9] Mitte November gastierte die Biathlon-Weltelite zur offiziellen Saison-Eröffnung im norwegischen Sjusjøen. Bø zeigte sich gut erholt und erreichte im Sprint einen achten und im Massenstart einen siebten Platz. Im Vorfeld der Veranstaltung äußerte Per Arne Botnan, Sportdirektor des norwegischen Biathlon-Verbandes:

„Er muss im Schießen noch stabiler werden. Aber an einem maximalen Tag mit voller Ausbeute [beim Schießen] kann er ein Rennen im Weltcup gewinnen. Er sollte das jetzt noch nicht als Ziel haben, aber es kann passieren.“[10]

Unmittelbar darauf gab der norwegische Trainer Espen Nordby Andersen die Kadernominierungen für die ersten drei Weltcups des Winters 2013/2014 bekannt, denen zufolge Bø bei der zweiten Station in Hochfilzen zugunsten von Lars Berger pausieren sollte.

Auch im ersten Weltcuprennen des Winters, der Mixed-Staffel im schwedischen Östersund, gab man Vetle Sjåstad Christiansen und Tarjei Bø den Vorzug, so dass Johannes am 28. November beim Einzel-Rennen in die neue Saison startete. Nach vier Schießfehlern musste er sich mit dem 27. Platz zufriedengeben, sammelte damit aber erneut Punkte. Zwei Tage später zeigte er im Sprint seine bis dato stärkste Leistung im Weltcup und lief dank einer schnellen Schlussrunde als bester Norweger auf den neunten Rang; in den Top Ten war er zudem der einzige Athlet mit zwei Schießfehlern. Diese gute Ausgangssituation konnte er allerdings nicht nutzen, da das Verfolgungsrennen auf Grund starken Windes abgesagt wurde. Bøs Konkurrenzkampf mit dem an seiner Stelle laufenden Berger verschärfte sich während des Weltcups in Hochfilzen, nachdem dieser überraschend den Sprint gewinnen und so für seine längerfristige Präsenz in der ersten Mannschaft werben konnte. Schon eine Woche später am 14. Dezember wusste Bø bei der dritten Station in Le Grand-Bornand jedoch mit seinem ersten Weltcupsieg zu kontern: Er blieb in Abwesenheit von seinem Bruder Tarjei, Ole Einar Bjørndalen und Emil Hegle Svendsen im Sprint ohne Schießfehler, konnte sich mit einer beeindruckenden Laufleistung an die Spitze des Feldes setzen und hatte im Ziel 32,9 Sekunden Vorsprung auf Ondřej Moravec und sogar 37,1 Sekunden auf den bis dato die Saison und die Vorjahre dominierenden Drittplatzierten Martin Fourcade. Der Sieg war die Konsequenz einer kontinuierlichen Leistungssteigerung Bøs, dessen Potential und gute Form sich in den vorherigen Rennen bereits angedeutet hatte. Am nächsten Tag entschied er auch die Verfolgung klar für sich und festigte so seinen Platz in der Weltspitze. Einen Leistungseinbruch erlebte Bø dann jedoch beim fünften Weltcup der Saison in Ruhpolding, als er als Startläufer der norwegischen Staffel mit drei Strafrunden beim Liegend-Schießen seiner Mannschaft gleich zu Beginn des Rennens jede Chance auf eine vordere Platzierung nahm. Letztendlich kam das Quartett nur auf Rang neun ins Ziel.

Auf Grund seiner überzeugenden Leistungen wurde Johannes Thingnes Bø als Mitglied des sechsköpfigen norwegischen Männerteams für die Olympischen Winterspiele im Februar 2014 in Sotschi nominiert, um dort sein Heimatland zu vertreten. Der Sprint als erster dortiger Wettbewerb, den Teamkollege Bjørndalen gewann, verlief für ihn allerdings äußerst enttäuschend. Mit vier Schießfehlern und durchschnittlicher Laufleistung erreichte er lediglich den 55. Rang und qualifizierte sich damit nur knapp für die Verfolgung. In den folgenden Wettkämpfen – Verfolgung, Einzel und Massenstart – gelang es ihm jedoch, sich kontinuierlich steigern; ihm unterlief bei jeweils vier Schießeinlagen nur jeweils ein Fehler und den Massenstart beendete er schließlich als Achtplatzierter. Dennoch erhielten für die erstmals bei Olympischen Winterspielen ausgetragene Mixed-Staffel die bei diesen Spielen bereits mit Gold dekorierten Bjørndalen und Svendsen (hatte den Massenstart gewonnen) den Vorzug vor dem Olympia-Debütanten. Am vorletzten Tag der Spiele lief Bø dann zusammen mit seinem Bruder sowie den beiden zuvor genannten die Staffel und überzeugte als zweiter Starter mit starken Schieß- und Laufergebnissen. Auf sicherem Medaillenkurs liegend leistete sich Schlussläufer Svendsen im letzten Schießen jedoch zu viele Fehler, so dass das norwegische Quartett nur den vierten Rang belegte und Johannes Thingnes Bø unverschuldet seine erste olympische Medaille verpasste.

Nach den Olympischen Winterspielen verzichtete Bø Anfang März auf einen Start bei den Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften 2014 in Presque Isle in den Vereinigten Staaten, um sich auf die restlichen Weltcuprennen der Saison zu konzentrieren. Damit brachte er sich um die theoretische Möglichkeit, erfolgreichster Juniorenbiathlet aller Zeiten zu werden. Die Strategie zeigte jedoch beeindruckenden Erfolg, als er am vorletzten Weltcup-Austragungsort des Winters – Kontiolahti, der Ort seiner Juniorenweltmeisterschaftserfolge von 2012 – bei zum Teil äußerst widrigen Windbedingungen alle drei Rennen gewinnen konnte. Mit fünf Saisonsiegen hatte er bis dahin mehr Tageserfolge erreicht als jeder seiner Konkurrenten im gleichen Zeitraum und verbesserte sich kurz vor Ende seiner ersten vollständigen Weltcupsaison auf den zweiten Rang der Gesamtwertung. Die abschließenden drei Wettbewerbe vor heimischer Kulisse am Holmenkollen in Oslo vermochte er zwar nicht mehr unter den Top Ten zu beenden und wurde in der Gesamtwertung noch von Emil Hegle Svendsen überholt – mit dem dritten Rang sowohl im Sprint- als auch im Gesamtweltcup ist Bø allerdings dennoch den frühzeitigen Vorschusslorbeeren bezüglich seines Talents gerecht geworden und hat sich rasch in der Weltspitze etabliert.

Weltmeister (2014/15)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Vorbereitung auf die neue Saison trat Bø im Sommer 2014 beim bekannten Blinkfestivalen an, in dessen Rahmen in Sandnes und Umgebung mehrere Skilanglauf- und Biathlon-Wettbewerbe auf Rollskiern ausgetragen werden. Am 31. Juli absolvierte er dabei in Lysebotn das Skilanglauf-Bergaufrennen über eine Distanz von sieben Kilometern und belegte den sechsten Platz – direkt hinter seinem Bruder Tarjei und vor Skilanglaufprofis wie beispielsweise Petter Northug, Federico Pellegrino, Roland Clara, Finn Hågen Krogh und Devon Kershaw. In den nächsten Tagen konzentrierte er sich wieder auf Biathlon, scheiterte im K.-o.-Schießen im Halbfinale und erreichte im Massenstart den fünften Platz, ehe ihm im Finale des Supersprint (ebenfalls im K.-o.-System veranstaltet) der Sieg gelang. Knapp eine Woche später nahm Johannes Thingnes Bø am 10. August erstmals am City-Biathlon im saarländischen Püttlingen teil. Seine dortige Premiere verlief allerdings nicht sonderlich erfolgreich: Er musste dreimal für je zehn Sekunden in die „Penalty-Box“ und insgesamt elf Mal nachladen. Letztendlich belegte er den siebten Platz. Vom 20. bis 21. September fanden in Steinkjer die norwegischen Sommerbiathlon-Meisterschaften statt. Während Bø sich im Sprint noch den vierten Rang sichern konnte, unterliefen ihm in der Verfolgung acht Schießfehler, sodass er auf Platz 10 zurückfiel.

Beim ersten Weltcuprennen der Saison 2014/15 – der Mixed-Staffel in Östersund – kam Bø am 30. November noch nicht zum Einsatz. Seitdem startete er allerdings bei bislang allen Rennen. Gleich auf der zweiten Station sprintete er in Hochfilzen überlegen zu seinem bereits sechsten Weltcuperfolg. Damit baute er seine eigene bemerkenswerte Ergebnisstatistik aus: Alle sechs bis dahin erreichten Weltcup-Podestplätze waren Siege. Einen Tag darauf wurde diese Statistik hinfällig, als er mit der norwegischen Staffel den dritten Platz belegte. Insgesamt jedoch war die Bilanz von Johannes Thingnes Bø in diesem Winter noch durchwachsen. Im Dezember kostete ihn insbesondere eine inkonstante Schießleistung des Öfteren bessere Platzierungen. Seine Trefferquote im stehenden Anschlag war noch nie derart niedrig wie zu jenem Zeitpunkt. Im Januar 2015 gelang es Bø, seine Leistungen auf hohem Niveau zu konsolidieren. Mit der Staffel musste er sich in Oberhof lediglich den Russen geschlagen geben, im Sprint verpasste er als Vierter knapp das Podest. Weniger als eine Woche später führte er die norwegische Staffel auf der nächsten Weltcup-Station in Ruhpolding zum Sieg und konnte auch den Sprint in überlegener Manier für sich entscheiden. Den abschließenden Massenstart hätte er ohne Komplikationen wohl ebenfalls gewonnen, denn erstmals in dieser Disziplin gelangen ihm vier fehlerfreie Schießeinlagen. In der dritten Loipen-Runde stürzte jedoch der vor ihm in Führung laufende Jakov Fak; Bø konnte nicht mehr ausweichen und stürzte ebenfalls. Ein dadurch erforderlicher Skiwechsel kostete ihn wertvolle Sekunden, so dass er letztendlich nicht mehr den Anschluss an die Spitze fand und nur den zehnten Platz belegte. Es folgten weitere Siege mit der Staffel in Rasen-Antholz sowie mit der Mixed-Staffel im tschechischen Nové Město na Moravě und mehrere Top-Ten-Platzierungen.

Anfang März reiste Bø mit der norwegischen Mannschaft zu den Weltmeisterschaften 2015 nach Kontiolahti – an den Ort seiner drei Junioren-Weltmeistertitel von 2012 und seines Weltcuptriples aus dem Vorjahr. Im ersten Rennen, der Mixed-Staffel, blieb er fehlerlos. Eine Strafrunde durch Tiril Eckhoff verhinderte jedoch ein besseres Ergebnis als den dritten Rang. Die Bronzemedaille war somit das erste Edelmetall von Johannes Thingnes Bø bei den Weltmeisterschaften der Senioren. Zwei Tage später leistete er sich im Sprint zwar einen Fehler im stehenden Anschlag, profitierte aber von den windbedingt noch schlechteren Schießleistungen der Weltspitze. Mit seiner bekannten Stärke in der Loipe sicherte er sich den Titel vor dem Kanadier Nathan Smith und seinem Bruder Tarjei. Mit 21 Jahren krönte er sich zum jüngsten Sprintweltmeister seit dem Sieg von Mark Kirchner 1990. Die hervorragende Ausgangsposition konnte Bø im Verfolgungsrennen nicht nutzen. Diesmal unterliefen ihm selbst zu viele Schießfehler – er traf nur zwölf von 20 Zielscheiben und musste sich abgeschlagen mit Rang 31 begnügen. Im Einzel dagegen schaffte er mit einem siebten Platz wieder den Sprung in die Top Ten und mit der norwegischen Staffel erkämpfte er sich die Silbermedaille hinter Deutschland. Gleich bei seiner ersten Weltmeisterschaft konnte Johannes Thingnes Bø somit einen kompletten Medaillensatz sein Eigen nennen.

Da er auch zur letzten Weltcupstation nach Chanty-Mansijsk reiste, verzichtete er auf eine Teilnahme an den unmittelbar anschließend Ende März in Sirdal ausgetragenen norwegischen Meisterschaften.

Weltcupzweiter und Doppelweltmeister (2015/16)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Thingnes Bø (2016)

Die Vorbereitung auf seine vierte Weltcupsaison verlief für Johannes Thingnes Bø ohne Beeinträchtigungen. Vom 21. bis 23. August 2015 startete er bei den norwegischen Sommerbiathlon-Meisterschaften in Os. Auf den Rollskiern erreichte er im Sprint bei zwei Schießfehlern nur einen zehnten Platz, konnte sich aber in der Verfolgung auf den vierten Rang vorkämpfen. Auch in den Trainingslagern zeigte er beständig gute Leistungen. Die letzten Übungswettkämpfe wurden im November in Sjusjøen abgehalten, wo er zusammen mit seinem Bruder dominierte.

Die Saison begann am 29. November 2015 im schwedischen Östersund mit der Single-Mixed-Staffel. In dieser kam Bø noch nicht zum Einsatz, um Doppelbelastungen zu vermeiden, da er später am Tag für die „normale“ Mixed-Staffel gesetzt war. Dort bewies er an dritter Position laufend eine bemerkenswerte Frühform und konnte den Abstand auf die Konkurrenten schnell vergrößern. Letztlich gewann das Quartett überlegen, was für Bø seinen zwölften Weltcupsieg – den vierten mit der Staffel – bedeutete.

Insgesamt gelangen Bø in der Saison sieben Weltcupsiege und sechs weitere Podiumsplatzierungen. Mit 820 Punkten belegte er schließlich den zweiten Platz im Gesamtweltcup hinter Martin Fourcade. Zudem wurde er Dritter im Verfolgungsweltcup und konnte seinen dritten Platz im Sprintweltcup aus dem Winter 2013/14 wiederholen. Höhepunkt waren im März 2016 die Weltmeisterschaften in Oslo – der Hauptstadt seines Heimatlandes. Gleich im ersten Wettkampf sicherte er sich mit der norwegischen Mixed-Staffel die Bronzemedaille. Während er anschließend sowohl im Sprint, als auch in der Verfolgung und im Einzel jeweils nur den vierten Platz erreichte, siegte er am 12. März mit der Staffel vor dem deutschen Quartett. Nur einen Tag später zeigte er im Massenstart eine unerwartet gute Schießleistung und wurde nach einem Duell auf der letzten Runde mit 2,8 Sekunden Vorsprung auf Martin Fourcade Weltmeister.

Olympiasieger 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gewann er am 15. Februar 2018 im Einzelrennen über 20 Kilometer die Goldmedaille vor Jakov Fak und Dominik Landertinger. Zuvor hatte er im Sprint den 31. und in der Verfolgung den 21. Platz belegt.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von 18 Jahren wurde Johannes Thingnes Bø am 22. Januar 2012 mit dem Karolineprisen die erste größere Ehrung zuteil. Diese Auszeichnung gilt als renommiertester Nachwuchspreis Norwegens und wird Schülern weiterführender Schulen zugesprochen, die sich entweder im Sport, in der Musik oder in der Kunst außergewöhnlich hervorgetan haben und gleichzeitig sehr gute schulische Leistungen vorweisen können.

Am 23. Dezember 2013 gab die Jury der seit 2002 jährlich ausgerichteten Idrettsgallaen (de.: Sportgala) Bøs Nominierung in der Kategorie „Durchbruch des Jahres“ bekannt. Seine dortigen Konkurrenten um den Preis waren Tiril Sjåstad Christiansen (Freestyle-Skiing), Caroline Graham Hansen (Fußball), Tom Beier Jensen (Sportschießen), Henrik Kristoffersen (Ski Alpin) sowie Are Strandli / Kristoffer Brun (Rudern). Organisiert wird diese Gala als Kooperation vom Norges idrettsforbund og olympiske og paralympiske komité, Norsk rikskringkasting, Norges Fotballforbund und von Norsk Tipping, der offiziellen Lotterie des Landes. Bei der Verleihung am 4. Januar 2014 im Oslo Spektrum erkannte man Bø den Preis zu. Sein Bruder Tarjei hatte die gleiche Auszeichnung 2011 entgegennehmen können.

Anmerkung: Die Auszeichnungen im Rahmen der Idrettsgallaen sind nicht zu verwechseln mit der Ehrung als Norwegens Sportler des Jahres.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schießleistung von Johannes Thingnes Bø im Biathlon-Weltcup je Saison (Stand: 25. März 2018)

In seiner noch jungen Karriere fällt Johannes Thingnes Bø bislang als äußerst athletischer Sportler auf. Bemerkenswert ist bei ihm ein noch sehr deutliches Leistungsgefälle zwischen den zwei Disziplinen des Biathlon. Im Schießen belegt er mit 83 Prozent durchschnittlicher Trefferquote seit seinem Weltcupdebüt im Januar 2013 einen Platz im oberen Mittelfeld der Konkurrenz. Seine Quote von 89 Prozent im liegenden Anschlag ist dabei zwar vergleichbar mit den Leistungen der weltbesten Schützen unter den Biathleten, ein Mittel von lediglich 75 Prozent im stehenden Anschlag bedeutet allerdings nur eine Platzierung auf den mittleren bis hinteren Rängen des Starterfeldes.

Bøs signifikant stärkere Disziplin ist der Skilanglauf, was sich unter anderem daran zeigt, dass er in seiner Jugend mehrere Spezialrennen auch in dieser Sportart gewann. Mit seinen Laufleistungen schafft er es oft, die bislang fehlende Konstanz beim Schießen zumindest annähernd auszugleichen. Seine besondere Stärke ist dabei die Schlussrunde, während der es ihm regelmäßig gelingt, effektiv letzte Kraftreserven zu mobilisieren und auch aus dem Mittelfeld heraus noch auf vordere Plätze zu laufen. Entsprechend dieser Leistungsverteilung ist er bislang in Sprintrennen am erfolgreichsten: Die zu laufenden zehn Kilometer werden nur durch zwei Schießeinlagen unterbrochen und kommen somit guten Läufern (beziehungsweise mäßigen Schützen) entgegen, die das Rennen in der Loipe für sich entscheiden können.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 14. Dez. 2013 FrankreichFrankreich Le Grand-Bornand Sprint (10 km)
2. 15. Dez. 2013 FrankreichFrankreich Le Grand-Bornand Verfolgung (12,5 km)
3. 13. Mär. 2014 FinnlandFinnland Kontiolahti Sprint (10 km)
4. 15. Mär. 2014 FinnlandFinnland Kontiolahti Sprint (10 km)
5. 16. Mär. 2014 FinnlandFinnland Kontiolahti Verfolgung (12,5 km)
6. 12. Dez. 2014 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Sprint (10 km)
7. 17. Jan. 2015 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Sprint (10 km)
8. 07. Mär. 2015 FinnlandFinnland Kontiolahti (WM) Sprint (10 km)
9. 08. Jan. 2016 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Sprint (10 km)
10. 11. Feb. 2016 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Presque Isle Sprint (10 km)
11. 13. Mär. 2016 NorwegenNorwegen Oslo (WM) Massenstart (15 km)
12. 22. Jan. 2017 ItalienItalien Rasen-Antholz Massenstart (15 km)
13. 17. Mär. 2017 NorwegenNorwegen Oslo Sprint (10 km)
14. 30. Nov. 2017 SchwedenSchweden Östersund Einzel (20 km)
15. 08. Dez. 2017 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Sprint (10 km)
16. 09. Dez. 2017 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Verfolgung (12,5 km)
17. 15. Dez. 2017 FrankreichFrankreich Le Grand-Bornand Sprint (10 km)
18. 16. Dez. 2017 FrankreichFrankreich Le Grand-Bornand Verfolgung (12,5 km)
19. 14. Jan. 2018 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Massenstart (15 km)
20. 19. Jan. 2018 ItalienItalien Rasen-Antholz Sprint (10 km)
21. 20. Jan. 2018 ItalienItalien Rasen-Antholz Verfolgung (12,5 km)
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 15. Jan. 2015 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel (4 × 7,5 km)1
2. 25. Jan. 2015 ItalienItalien Rasen-Antholz Staffel (4 × 7,5 km)2
3. 06. Feb. 2015 TschechienTschechien Nové Město na Moravě Mixed-Staffel3
4. 29. Nov. 2015 SchwedenSchweden Östersund Mixed-Staffel3
5. 15. Jan. 2016 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel (4 × 7,5 km)2
6. 13. Feb. 2016 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Presque Isle Staffel (4 × 7,5 km)4
7. 12. Mär. 2016 NorwegenNorwegen Oslo (WM) Staffel (4 × 7,5 km)2
8. 27. Nov. 2016 SchwedenSchweden Östersund Mixed-Staffel5
9. 26. Nov. 2017 SchwedenSchweden Östersund Mixed-Staffel6
10. 12. Jan. 2018 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel (4 × 7,5 km)7
11. 18. Mär. 2018 NorwegenNorwegen Oslo Staffel (4 × 7,5 km)8
2 Mit Ole Einar Bjørndalen, Tarjei Bø und Emil Hegle Svendsen.
3 Mit Fanny Horn Birkeland, Tiril Eckhoff und Tarjei Bø.
4 Mit Lars Helge Birkeland, Erlend Bjøntegaard und Tarjei Bø.
5 Mit Marte Olsbu, Fanny Horn Birkeland und Ole Einar Bjørndalen.
6 Mit Ingrid Landmark Tandrevold, Tiril Eckhoff und Emil Hegle Svendsen.
7 Mit Lars Helge Birkeland, Tarjei Bø und Emil Hegle Svendsen.
8 Mit Lars Helge Birkeland, Henrik L’Abée-Lund und Tarjei Bø.

Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 12 5 3 11 32
2. Platz 1 3 5 2 4 15
3. Platz 1 1 3 1 5 11
Top 10 9 29 22 15 29 104
Punkteränge 14 41 36 22 29 142
Starts 15 44 36 22 29 146
Stand: 25. März 2018
Endergebnisse der Weltcup-Saisons (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß dem IBU-Punktesystem
Saison1 Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Gesamt
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2012 / 2013 038 61. 037 49. 0075 59.
2013 / 2014 048 13. 277 03. 224 05. 082 10. 0631 03.
2014 / 2015 108 05. 330 05. 146 15. 144 09. 0728 05.
2015 / 2016 090 05. 298 03. 278 03. 154 04. 0820 02.
2016 / 2017 115 03. 269 05. 278 04. 150 06. 0812 03.
2017 / 2018 108 01. 382 02. 364 02. 222 02. 1027 02.
1 Die Rennen der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi und 2018 in Pyeongchang zählten – anders als in den Vorjahren und sonst beispielsweise die Weltmeisterschaften in nicht-olympischen Jahren – nicht zum Weltcup. Daher wurden sie hier nicht berücksichtigt.
Ergebnis-Aufschlüsselung der einzelnen Weltcup-Saisons (Stand: 25. März 2018)
Saison1 Rennen Schießleistungen Platzierungen Gesamt-Weltcup
Treffer / Schüsse Trefferquote 1. – 2. – 3. Top Ten Punkte Punkte Platz
2012 / 2013 08  (34) 097 / 118 82,2 % 00 – 0 – 0 02 07 075 59.
2013 / 2014 20  (28) 257 / 317 81,1 % 05 – 0 – 0 12 20 631 03.
2014 / 2015 32  (35) 403 / 475 84,8 % 06 – 2 – 2 23 31 728 05.
2015 / 2016 29  (35) 376 / 440 85,4 % 07 – 3 – 3 22 28 820 02.
2016 / 2017 26  (36) 362 / 408 88,7 % 03 – 6 – 1 21 26 812 03.
2017 / 2018 26  (30) 366 / 421 86,9 % 11 – 4 – 5 22 26
1 Die Rennen der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi und 2018 in Pyeongchang zählten – anders als in den Vorjahren und sonst beispielsweise die Weltmeisterschaften in nicht-olympischen Jahren – nicht zum Weltcup. Daher wurden sie hier nicht berücksichtigt.

IBU-Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz  
2. Platz 1 1
3. Platz  
Top 10 1 1
Punkteränge 1 3 4
Starts 1 3       4
Stand: 17. März 2018

Olympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationale Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johannes Thingnes Bø – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Viktoria Franke: „Tarjei Boe: "Dieser Saison-Start ist schon fast zu gut!"“, am 10. Dezember 2010 auf biathlon-online.de. Abgerufen am 23. Februar 2012.
  2. „Vier deutsche Medaillen: Tolles deutsches Mannschaftsresultat im EYOF-Sprint“ (Memento des Originals vom 26. Februar 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/biathlon.xc-ski.de, am 16. Februar 2011 auf biathlon.xc-ski.de. Abgerufen am 11. Dezember 2011.
  3. Christian Döring: „Mini-Bø und junge Mädchen“ (PDF; 1,7 MB), auf live-wintersport.com (Biathlon Norge-Jahrbuch 2012/2013). Abgerufen am 5. Januar 2013.
  4. Christian Döring: „Norwegisches Team startet in die Saison“ (Memento des Originals vom 22. November 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/home.arcor.de, am 16. November 2012 auf biathlon-norge.de. Abgerufen am 5. Januar 2013.
  5. „Magnus Jonsson Takes IBU Cup Sprint“ (Memento des Originals vom 3. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www4.biathlonworld.com, am 6. Januar 2013 auf biathlonworld.com (Internationale Biathlon-Union). Abgerufen am 6. Januar 2013.
  6. „Norwegen verteidigt Gold in der Staffel“ (Memento des Originals vom 3. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www4.biathlonworld.com, am 1. Februar 2013 auf biathlonworld.com (Internationale Biathlon-Union). Abgerufen am 3. Februar 2013.
  7. „Sjuk Johannes Thingnes Bø må stå over EM“ (Memento des Originals vom 7. August 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/idrett.speaker.no, am 16. Februar 2013 auf idrett.speaker.no/organisation.asp (Markane IL). Abgerufen am 3. Februar 2013.
  8. „Thingnes Bø brakk kragebeinet“, am 2. Mai 2013 auf dagbladet.no (Dagbladet). Abgerufen am 27. November 2013.
  9. Sindre Murtnes, Kaj Pedersen: „Bø knekte kragebeinet i stygg sykkelvelt“, am 1. Mai 2013 auf nrk.no (Norsk rikskringkasting). Abgerufen am 27. November 2013.
  10. Rune Fossum: „Ville eigentleg ikkje bli skiskyttar – men foreldra fekk overtalt OL-håpet i siste liten“, am 16. November 2013 auf nrk.no (Norsk rikskringkasting). Abgerufen am 15. Dezember 2013.