Therese Johaug

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Therese Johaug Skilanglauf
{{{bildbeschreibung}}}
Nation NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 25. Juni 1988
Geburtsort RørosNorwegenNorwegen Norwegen
Karriere
Beruf Studentin
Verein Tynset IF
Nansen IL (seit 2008)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 7 × Gold 1 × Silber 3 × Bronze
JWM-Medaillen 3 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Nationale Medaillen 8 × Gold 9 × Silber 4 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2010 Vancouver Staffel
Bronze 2014 Sotschi 10 km klassisch
Silber 2014 Sotschi 30 km Freistil
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Bronze 2007 Sapporo 30 km klassisch
Bronze 2011 Oslo Skiathlon
Gold 2011 Oslo 30 km Freistil
Gold 2011 Oslo Staffel
Silber 2013 Val di Fiemme Skiathlon
Gold 2013 Val di Fiemme 10 km Freistil
Gold 2013 Val di Fiemme Staffel
Bronze 2013 Val di Fiemme 30 km klassisch
Gold 2015 Falun Skiathlon
Gold 2015 Falun Staffel
Gold 2015 Falun 30 km klassisch
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
Bronze 2007 Tarvisio Skiathlon
Gold 2008 Mals 5 km klassisch
Gold 2008 Mals 10 km Freistil
Gold 2008 Mals Staffel
Norwegischer Skiverband Norwegische Meisterschaften
Gold 2007 Nybygda 30 km klassisch
Bronze 2007 Nybygda Skiathlon
Gold 2008 Selbu 56 km klassisch
Gold 2009 Røros 30 km Freistil
Silber 2009 Vind/Gjøvik Skiathlon
Silber 2010 Stokke Skiathlon
Silber 2010 Tolga 30 km klassisch
Bronze 2010 Stokke 10 km Freistil
Silber 2011 Kvaløysletta 30 km Freistil
Bronze 2011 Steinkjer Skiathlon
Gold 2012 Voss Skiathlon
Silber 2012 Voss 10 km Freistil
Silber 2012 Fauske 30 km klassisch
Silber 2013 Gåsbu 10 km Freistil
Silber 2013 Gåsbu Skiathlon
Gold 2014 Molde 10 km klassisch
Silber 2014 Gålå 30 km Freistil
Bronze 2014 Gålå Teamsprint
Gold 2015 Røros 10 km Freistil
Gold 2016 Beitostølen 5 km Freistil
Gold 2016 Beitostølen 30 km Freistil
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 27. Januar 2007
 Weltcupsiege im Einzel 20  (Details)
 Weltcupsiege im Team 13  (Details)
 Gesamtweltcup 1. (2013/14, 2015/16)
 Sprintweltcup 16. (2015/16)
 Distanzweltcup 1. (2013/14, 2015/16)
 Tour de Ski 1. (2013/14, 2016)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Distanzrennen 20 14 17
 Staffel 13 1 1
Platzierungen im Continental Cup
 Debüt im COC 15. Dezember 2006
 COC-Siege 1  (Details)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 SCAN-Einzelrennen 1 0 0
letzte Änderung: 3. April 2016

Therese Johaug (* 25. Juni 1988 in Røros) ist eine norwegische Skilangläuferin. Durch den Gewinn der Bronzemedaille bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2007 wurde sie zur jüngsten WM-Medaillengewinnerin im Langlauf. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver konnte sie die Goldmedaille mit der Staffel gewinnen. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo wiederholte sie den Erfolg mit der Staffel und gewann zudem ihr erstes Einzelgold. Bei den Weltmeisterschaften 2013 im Val di Fiemme gewann sie die Goldmedaille über 10 Kilometer Freistil vor Marit Bjørgen; 2015 wurde sie in Falun Weltmeisterin im Skiathlon und im 30-km-Rennen im klassischen Stil sowie erneut mit der Staffel. In der Saison 2013/14 gewann sie den Gesamtweltcup. Dies gelang ihr erneut in der Saison 2015/16.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johaug startete seit Ende November 2005 bei internationalen Rennen. Dabei konnte sie zunächst bei FIS-Rennen und ab 2006 auch im Scandinavian Cup bei fast allen Rennen, in denen sie antrat, vordere Ränge belegen. Zwei der FIS-Rennen und ein Rennen des Skandinaviencups gewann sie. Im Januar 2007 trat sie erstmals bei den Norwegischen Meisterschaften, die im Grova Skisenter in Meråker stattfanden, an. Nachdem sie bereits über zehn Kilometer im Freistil den fünften Platz belegt hatte, gewann sie am 20. Januar 2007 hinter Marit Bjørgen und Kristin Størmer Steira Bronze in der Doppelverfolgung. Obwohl die damals 18-jährige als noch zu jung für den Weltcup galt, wurde sie eine Woche später versuchsweise beim Weltcup in Otepää eingesetzt.[1] Bei ihrem Debütrennen über Zehn Kilometer in der klassischen Technik konnte sie auf Anhieb den achten Platz belegen. Bei zwei weiteren Weltcups Anfang Februar in Davos verpasste sie zwar knapp die Punkteränge, wurde aber dennoch in das norwegische Team für die Nordische Skiweltmeisterschaften 2007 in Sapporo berufen. Entgegen den Vermutungen der Presse wurde sie dort jedoch nicht in der Staffel, sondern im Massenstartrennen über 30 Kilometer in der klassischen Technik eingesetzt.[1] Bei diesem Rennen, ihrem ersten über die lange Distanz auf internationaler Ebene, konnte sie hinter Virpi Kuitunen und Steira die Bronzemedaille gewinnen. Durch diesen Erfolg wurde sie zur jüngsten Medaillengewinnerin im Skilanglauf bei Nordischen Skiweltmeisterschaften. Bei den anschließenden Junioren-Weltmeisterschaften in Tarvisio gewann sie Bronze in der Verfolgung und wurde Vierte über 5 Kilometer. Zum Ende der Saison erreichte Johaug in Falun als Dritte in der Doppelverfolgung erstmals einen Podestplatz im Weltcup und gewann die Norwegische Meisterschaft über 30 Kilometer in Nybygda. Im April 2007 gewann sie erstmals den Skarverennet über 38 km Freistil von Finse nach Ustaoset.[2]

Zu Beginn des Winters 2007/08 konnte sich Johaug bei Vorsaisonrennen in Beitostølen für das norwegische Weltcup-Team 2007/08 empfehlen und eine Woche später an gleicher Stelle mit der Staffel ihren ersten Weltcupsieg feiern. 2 Wochen danach gewann sie in Davos ein weiteres Rennen mit der Staffel. Bei den Einzelrennen im ersten Abschnitt der Saison belegte sie Plätze im vorderen Teil des Feldes. Zum Jahreswechsel nahm sie an der Tour de Ski teil. Bei der fünften Etappe in Nové Město konnte sie dabei den dritten Platz holen, in der Tour-Gesamtwertung wurde sie 14. An den im Anschluss an die Tour stattfindenden Weltcups im Kanadischen Canmore nahm Johaug nicht teil, bei der folgenden norwegischen Meisterschaft in Trondheim verpasste sie die Podestplätze knapp. Nach weiteren Weltcupstarts, bei denen sie mit dem dritten Platz in Ötepää eine weitere Podestplatzierung erzielte, nahm sie an den Junioren-Weltmeisterschaften im italienischen Mals teil. Hier konnte sie, obwohl sie krank angereist war,[3] bei allen drei Rennen, in denen sie startete, die Goldmedaille gewinnen (5 Kilometer klassisch, 10 Kilometer Freistil sowie die Staffel gemeinsam mit Celine Brun-Lie, Ingvild Flugstad Østberg und Marthe Kristoffersen). Nach der Junioren-WM erreichte sie Anfang März beim 30 Kilometer-Rennen am Holmenkollen noch den vierten Platz, beim Weltcup-Finale 2007/2008 in Bormio schaffte sie aber nur Plätze im Mittelfeld. Im April 2008 siegte sie wie im Vorjahr beim Skarverennet.[4]

Im Sommer 2008 beendete sie ihre Ausbildung an einer weiterführenden Schule in Tynset und begann ein Studium an der Universität Trondheim. Da sie dort keine Verbindung mehr zum Sportverein Tynset IF hatte, für den sie bis dahin gestartet war, wechselte sie den Verein und startete fortan für den Verein Nansen IL aus ihrem Heimatdorf Dalsbygda in der Gemeinde Os.[5] In den Fokus der norwegische Medien gelangte Johaug Anfang November 2008, als zunächst auf der Internetplattform YouTube ein Video eingestellt wurde, das kurz darauf auf die Internetseite der Onlinezeitung Nettavisen und auf die Seiten der Boulevardzeitungen VG und Dagbladet übertragen wurde. Das von Astrid Jacobsen während eines Trainingslagers im Schnalstal aufgenommene Video zeigt Kristin Størmer Steira, Ingri Aunet Tyldum und Johaug in Gymnastikkleidung und Sportunterwäsche zum Lied Skiippagurra Babylon, einem Rivers of Babylon-Cover der Gruppe Banana Airlines, in den Wäldern tanzen.[6] Die Idee das Video zu drehen hatte Johaug. Zu Beginn des Videos erklären die Sportlerinnen, dass sie russische Prostituierte darstellen, die sich auf dem Weg zum Skiippagurra-Festival in Skiippagurra in Tana befinden. Dies brachte dem Video in den Medien den Namen Horevideo (Hurenvideo) ein. Das von den Sportlerinnen als Spaß gedachte Video wurde in den folgenden Tagen durch die Veranstalter des Festivals und durch eine Frauenorganisation kritisiert und als stigmatisierend bezeichnet, worauf sich in den Medien eine Debatte über das Video entlud.[7][8][9]

Bei den Saisoneröffnungsrennen der Norwegischen Mannschaft in Beitostølen, die nur wenige Tage nach dem Video-Skandal stattfanden, präsentierte sich Johaug in einer guten Form und konnte bei beiden Rennen einen Podestplatz erzielen. Bei den Weltcuprennen im November und Dezember 2008 konnte sie stets auf vordere Plätze belegen und ein Rennen mit der Staffel gewinnen. Nachdem sie mit Ergebnissen im vorderen Mittelfeld in die Tour de Ski gestartet war, konnte sie sich zu deren Ende steigern und die abschließende Bergetappe gewinnen, was ihr den sechsten Platz in der Tourwertung einbrachte. Bei den sich anschließenden Norwegischen Meisterschaften in Gjøvik konnte sie die Silbermedaille in der Doppelverfolgung gewinnen. Bei den Weltcups Ende Januar in Otepää und Valdidentro belegte sie den fünften und den 17. Platz. Danach nahm sie an den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2009 in Liberec teil, wo sie mit zwei vierten Plätzen ohne Medaille blieb. Bei den folgenden Weltcuprennen in Lahti und Trondheim belegte sie bei den Distanzrennen Platzierungen unter den besten Zehn, verpasste jedoch im Sprint die Qualifikation. Beim Weltcup-Finale 2009 konnte sie sich für den Sprint in Stockholm zwar qualifizieren, wurde jedoch Letzte im Wertungsrennen. Nach einem 15. Platz im Prolog konnte sie bei beiden Distanzrennen in Falun den zweiten Platz belegen und somit auch Zweite in der Gesamtwertung des Finales werden. Im Gesamtweltcup erreichte sie als Achte ihr bislang bestes Ergebnis. Bei der nach Saisonende in Røros stattfindenden norwegischen Meisterschaft über 30 km gewann sie eine weitere Goldmedaille. Im April 2009 siegte sie erneut beim Skarverennet.[10]

Im Sommer 2009 startete Johaug auch bei einem Rennen des Rollski-Weltcups in Kristiansund, landete jedoch abgeschlagen auf dem letzten Platz. Im ersten Abschnitt des Weltcupwinters 2009/2010 konnte Johaug konstant die Punkteränge erreichen. Zum Jahreswechsel nahm sie auch an der Tour de Ski 2009/2010 teil, brach die Tour aber ab der siebten Etappe ab. Während der folgenden Wochen bereitete sie sich auf die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver vor und nahm an keinen Weltcuprennen mehr teil. Bei Olympia belegte sie zunächst in der Doppelverfolgung den 6. Platz. Am 25. Februar 2010 konnte sie schließlich gemeinsam mit Vibeke Skofterud, Kristin Størmer Steira und Marit Bjørgen die Goldmedaille in der 4 x 5 km Staffel gewinnen. Zum Abschluss der Spiele wurde sie im 30 km Klassikrennen 7. Zum Saisonende konnte sie bei 2 Weltcuprennen in Lahti und Oslo den dritten Platz belegen und beim Staffelrennen in Lahti einen weiteren Sieg feiern. In der Folge nahm sie auch an einigen Sprint- und Kurzstreckenrennen teil, bei denen sie als Distanzspezialistin aber nur mittelmäßige Ergebnisse erzielte. Bei den Distanzrennen des Weltcup-Finales in Falun schaffte sie jedoch konstant den Sprung unter die besten Zehn. Zum Saisonende gewann sie noch die Silbermedaille bei der Norwegischen Meisterschaft in Tolga über 30 Kilometer klassisch. Im April 2010 gewann sie zum vierten Mal in Folge beim Skarverennet über 38 km Freistil.[11]

Die Tour de Ski 2010/2011 beendete Johaug auf Platz zwei der Gesamtwertung, wobei sie erneut die abschließende Bergetappe gewann. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo erreichte sie Bronze im Verfolgungsrennen und Gold im Massenstartrennen über 30 Kilometer in der freien Technik. Sie war damit die einzige Starterin, der es bei diesen Welttitelkämpfen gelang, Marit Bjørgen zu besiegen. Zudem war sie Mitglied der siegreichen norwegischen 4 x 5 km Staffel. Eine Woche nach dem Gewinn ihres ersten Weltmeistertitels in einem Einzelrennen gelang ihr durch den ersten Platz in der zehn Kilometer Doppelverfolgung in Lahti auch der erste Einzelsieg in einem Weltcuprennen. Beim Weltcup-Finale belegte sie nach Platz 31 bei der Sprintetappe drei dritte Plätze und erreichte damit ebenfalls den dritten Rang in der Gesamtwertung. Im Gesamtweltcup kam sie auf den vierten Platz und im Distanzweltcup auf den dritten Rang. Im April 2011 siegte sie erneut beim Skarverennet.[12]

Zu Beginn der Saison 2011/12 konnte Johaug eine Etappe des Nordic Openings gewinnen und wurde in der Gesamtwertung Zweite. In Davos stand sie im 15 Kilometer Freistilrennen als Dritte erstmals in der Saison auf dem Podest. Auch im Massenstart im slowenischen Rogla, der folgenden Weltcupstation, kam sie als Zweite aufs Podium. Johaug erreichte bei der Tour de Ski 2011/2012 den dritten Platz in der Gesamtwertung. Sie stand bei vier Etappen auf dem Podest, unter anderem war sie wiederum die Schnellste auf der abschließenden Bergverfolgung. In Otepää war sie als Dritte erneut auf dem Podest, bevor sie im russischen Rybinsk und in Lahti mit der Doppelverfolgung ihr zweites und drittes Weltcuprennen gewann. Im Gesamtweltcup der Saison belegte Johaug mit dem dritten Rang erstmals einen Podestplatz in der Gesamtwertung. Im April 2012 siegte sie zum sechsten Mal in Folge beim Skarverennet über 38 km Freistil.[13]

Die Saison 2012/13 war für Therese Johaug die bis dahin erfolgreichste. In der Saisonwertung des Weltcups 2012/13 belegte sie erstmals im Gesamt- und im Distanzweltcup jeweils den zweiten Platz. Dabei erreichte sie auch in der Tour de Ski 2012/13 den zweiten Platz der Gesamtwertung und war erneut Schnellste bei der abschließenden Bergetappe. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 im italienischen Val di Fiemme gelang ihr, neben dem erneuten Titelgewinn mit der norwegischen Staffel, der Gewinn je einer Gold-, Silber- und Bronzemedaille in den Einzeldistanzrennen. Damit konnte Johaug in allen Wettbewerben, die sie bei dieser Weltmeisterschaft bestritt, jeweils eine Medaille gewinnen. Beim Skarverennet kam sie auf den dritten Platz.[14]

Im Skilanglauf-Weltcup 2013/14 gelang Johaug erstmals der Sieg in der Gesamtwertung. Auch die Wertung des Distanzweltcups konnte sie zum ersten Mal für sich entscheiden. Die Grundlage für diese Erfolge schaffte sie vor allem mit ihrem Gewinn der Tour de Ski 2013/14, dem ersten Gesamterfolg einer norwegischen Läuferin bei diesem Etappenrennen. Sie gewann dabei auch zwei Einzeletappen, darunter erneut – zum insgesamt fünften Mal und zum vierten Mal in Folge – die abschließende Bergetappe. Ebenso gewann sie die Gesamtwertung des Weltcup-Finales, wodurch sie ihren Gesamtweltcupsieg vor Marit Bjørgen sicherte. Beim Höhepunkt der Saison, den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi, blieb Johaug ohne Sieg, konnte aber mit Silber über 30 Kilometer in der freien Technik und Bronze über 10 Kilometer klassisch ihre ersten beiden olympischen Einzelmedaillen gewinnen. Zum Saisonende gewann sie beim Skarverennet.[15]

In der Weltcupsaison 2014/15 belegte Therese Johaug im Gesamt- und im Distanzweltcup jeweils den zweiten Platz hinter der diesmal wieder dominierenden Marit Bjørgen, ebenso in der Gesamtwertung der Tour de Ski, bei der sie die beiden letzten Etappen – darunter ein weiteres Mal die Bergetappe – gewinnen konnte. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015 in Falun war Johaug mit drei Goldmedaillen bei vier Starts – sie wurde Weltmeisterin im Skiathlon, über 30 Kilometer in der klassischen Technik sowie mit der norwegischen Staffel – die erfolgreichste Langläuferin. Im März 2015 siegte sie beim Birkebeinerrennet. Im folgenden Monat siegte sie zum achten Mal beim Skarverennet.[16]

Im Skilanglauf-Weltcup 2015/16 holte sie einschließlich Weltcupetappen 16 Siege, davon 14 Einzelsiege, und belegte viermal den zweiten und einmal den dritten Rang. Ebenso gewann sie das Nordic Opening, die Tour de Ski 2016, bei der sie mit der erneut schnellsten Zeit auf der abschließenden Bergetappe die bis dahin führende Ingvild Flugstad Østberg noch überholte, und die erstmals ausgetragene Ski Tour Canada. Damit gewann sie alle Mehretappenwettbewerbe der Weltcupsaison und zum zweiten Mal den Gesamt- und den Distanzweltcup. Bei den norwegischen Meisterschaften 2016 in Beitostølen siegte sie jeweils über 5 km Freistil und 30 km Freistil. Im April 2016 gewann sie zum neunten Mal das Skarverennet.[17]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillen bei Olympischen Winterspielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillen bei Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007 in Sapporo: Bronze über 30 km klassisch
  • 2011 in Oslo: Gold über 30 km Freistil, Gold mit der Staffel, Bronze im Skiathlon
  • 2013 im Val di Fiemme: Gold über 10 km Freistil, Gold mit der Staffel, Silber im Skiathlon, Bronze über 30 km klassisch
  • 2015 in Falun: Gold im Skiathlon, Gold mit der Staffel, Gold über 30 km klassisch

Siege bei Weltcuprennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
 1. 12. März 2011 FinnlandFinnland Lahti 2 × 5 km Skiathlon
 2. 5. Februar 2012 RusslandRussland Rybinsk 2 × 7,5 km Skiathlon
 3. 3. März 2012 FinnlandFinnland Lahti 2 × 7,5 km Skiathlon
 4. 17. Februar 2013 SchweizSchweiz Davos 10 km Freistil Individualstart
 5. 17. März 2013 NorwegenNorwegen Oslo 30 km Freistil Massenstart
 6. 5. Januar 2014 FIS.svg Tour de Ski Gesamtwertung
 7. 16. März 2014 SchwedenSchweden Falun Gesamtwertung Weltcup-Finale
 8. 30. November 2014 FinnlandFinnland Ruka 10 km klassisch Individualstart
 9. 13. Dezember 2014 SchweizSchweiz Davos 10 km klassisch Individualstart
 10. 29. November 2015 FinnlandFinnland Ruka Gesamtwertung Nordic Opening
 11. 5. Dezember 2015 NorwegenNorwegen Lillehammer 2 × 7,5 km Skiathlon
 12. 12. Dezember 2015 SchweizSchweiz Davos 15 km Freistil Individualstart
 13. 20. Dezember 2015 ItalienItalien Toblach 10 km klassisch Individualstart
 14. 10. Januar 2016 FIS.svg Tour de Ski Gesamtwertung
 15. 23. Januar 2016 TschechienTschechien Nové Město 10 km Freistil Individualstart
16. 7. Februar 2016 NorwegenNorwegen Oslo 30 km klassisch Massenstart
17. 13. Februar 2016 SchwedenSchweden Falun 5 km klassisch Individualstart
18. 14. Februar 2016 SchwedenSchweden Falun 10 km Freistil Massenstart
 19. 21. Februar 2016 FinnlandFinnland Lahti 2 × 7,5 km Skiathlon
 20. 12. März 2016 KanadaKanada Ski Tour Canada Gesamtwertung

Etappensiege bei Weltcuprennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin Rennen
 1. 4. Januar 2009 ItalienItalien Val di Fiemme 9 km Bergverfolgung Freistil1 Tour de Ski 2008/09
 2. 28. November 2010 FinnlandFinnland Kuusamo 10 km Verfolgung Freistil1 Nordic Opening 2010
 3. 9. Januar 2011 ItalienItalien Val di Fiemme 9 km Bergverfolgung Freistil1 Tour de Ski 2010/11
 4. 27. November 2011 FinnlandFinnland Kuusamo 10 km Verfolgung klassisch1 Nordic Opening 2011
 5. 8. Januar 2012 ItalienItalien Val di Fiemme 9 km Bergverfolgung Freistil1 Tour de Ski 2011/12
 6. 18. März 2012 SchwedenSchweden Falun 10 km Verfolgung Freistil1 Weltcup-Finale 2012
 7. 6. Januar 2013 ItalienItalien Val di Fiemme 9 km Bergverfolgung Freistil1 Tour de Ski 2012/13
 8. 24. März 2013 SchwedenSchweden Falun 10 km Verfolgung Freistil1 Weltcup-Finale 2013
 9. 4. Januar 2014 ItalienItalien Val di Fiemme 5 km klassisch Individualstart Tour de Ski 2013/14
 10. 5. Januar 2014 ItalienItalien Val di Fiemme 9 km Bergverfolgung Freistil1 Tour de Ski 2013/14
 11. 15. März 2014 SchwedenSchweden Falun 2 × 7,5 km Skiathlon Weltcup-Finale 2014
 12. 16. März 2014 SchwedenSchweden Falun 10 km Verfolgung Freistil1 Weltcup-Finale 2014
 13. 6. Dezember 2014 NorwegenNorwegen Lillehammer 5 km Freistil Individualstart Nordic Opening 2014
 14. 7. Dezember 2014 NorwegenNorwegen Lillehammer 10 km Verfolgung klassisch1 Nordic Opening 2014
 15. 10. Januar 2015 ItalienItalien Val di Fiemme 10 km klassisch Massenstart Tour de Ski 2015
 16. 11. Januar 2015 ItalienItalien Val di Fiemme 9 km Bergverfolgung Freistil1 Tour de Ski 2015
 17. 28. November 2015 FinnlandFinnland Ruka 5 km Freistil Individualstart Nordic Opening 2015
 18. 29. November 2015 FinnlandFinnland Ruka 10 km Verfolgung klassisch1 Nordic Opening 2015
 19. 2. Januar 2016 SchweizSchweiz Lenzerheide 15 km klassisch Massenstart Tour de Ski 2016
 20. 6. Januar 2016 DeutschlandDeutschland Oberstdorf 10 km klassisch Massenstart Tour de Ski 2016
 21. 10. Januar 2016 ItalienItalien Val di Fiemme 9 km Bergverfolgung Freistil1 Tour de Ski 2016
22. 2. März 2016 KanadaKanada Montreal 10,5 km klassisch Massenstart Ski Tour Canada 2016
1 Auf Grund von Laufbestzeit als Siegerin gewertet.

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
 1. 25. November 2007 NorwegenNorwegen Beitostølen 4 × 5 km Staffel2
 2. 9. Dezember 2007 SchweizSchweiz Davos 4 × 5 km Staffel3
 3. 23. November 2008 SchwedenSchweden Gällivare 4 × 5 km Staffel4
 4. 7. März 2010 FinnlandFinnland Lahti 4 × 5 km Staffel4
 5. 21. November 2010 SchwedenSchweden Gällivare 4 × 5 km Staffel5
 6. 19. Dezember 2010 FrankreichFrankreich La Clusaz 4 × 5 km Staffel5
 7. 20. November 2011 NorwegenNorwegen Sjusjøen 4 × 5 km Staffel5
 8. 12. Februar 2012 TschechienTschechien Nové Město 4 × 5 km Staffel2
 9. 25. November 2012 SchwedenSchweden Gällivare 4 × 5 km Staffel6
 10. 20. Januar 2013 FrankreichFrankreich La Clusaz 4 × 5 km Staffel7
 11. 8. Dezember 2013 NorwegenNorwegen Lillehammer 4 × 5 km Staffel7
 12. 6. Dezember 2015 NorwegenNorwegen Lillehammer 4 × 5 km Staffel8
13. 24. Januar 2016 TschechienTschechien Nové Město 4 × 5 km Staffel9
4 Mit Marit Bjørgen, Kristin Størmer Steira und Marthe Kristoffersen.
5 Mit Vibeke Skofterud, Kristin Størmer Steira und Marit Bjørgen.
6 Mit Vibeke Skofterud, Martine Ek Hagen und Marit Bjørgen.
7 Mit Heidi Weng, Kristin Størmer Steira und Marit Bjørgen.
9 Mit Ingvild Flugstad Østberg, Heidi Weng und Astrid Uhrenholdt Jacobsen.

Siege bei Ski-Classics-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Rennen Disziplin
1. 21. März 2015 NorwegenNorwegen RenaLillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart

Siege bei Continental-Cup-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 5. Januar 2007 NorwegenNorwegen Sjusjøen 10 km klassisch Massenstart Scandinavian Cup

Sonstige Siege bei Skimarathon-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr und Ort Wettbewerb
10 km Skiathlon 30 km Sprint Staffel Teamsprint
2010 Vancouver 6. 7. 1.
2014 Sotschi 3. 4. 2. 4.

Nordische Skiweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr und Ort Wettbewerb
10 km Skiathlon 30 km Sprint Staffel Teamsprint
2007 Sapporo 3.
2009 Liberec 10. 6. 4. 4.
2011 Oslo 4. 3. 1. 1.
2013 Val di Fiemme 1. 2. 3. 1.
2015 Falun 27. 1. 1. 1.

Platzierungen im Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennena Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappenrennenb Gesamt Team
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz 3 1 3 2 9 11
2. Platz 4 1 2 7 14 1
3. Platz 7 3 2 2 3 17 1
Top 10 29 4 7 5 17 62 15
Punkteränge 1 35 6 7 6 4 18 77 15
Starts 1 36 6 7 6 11 18 85 15
Stand: Saisonende 2014/15
a inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z. B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale

Weltcup-Gesamtplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Distanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2006/07 92 44. 92 23.
2007/08 403 18. 306 15. 25 47.
2008/09 829 8. 507 7. 2 89.
2009/10 372 17. 274 14. 26 61.
2010/11 1173 4. 671 3. 10 70.
2011/12 1787 3. 1231 3. 56 38.
2012/13 1503 2. 874 2. 49 39.
2013/14 1545 1. 750 1. 75 32.
2014/15 1388 2. 857 2. 51 39.
2015/16 2681 1. 1533 1. 148 16.

Platzierungen bei Weltcup-Etappenrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Nordic Opening Tour de Ski Weltcup-Finale Ski Tour Canada
2007/08 14. 21.
2008/09 6. 2.
2009/10 WD 7.
2010/11 10. 2. 3.
2011/12 2. 3. 4.
2012/13 4. 2. 2.
2013/14 3. 1. 1.
2014/15 2. 2.
2015/16 1. 1. 1.

Legende: WD: Zu einer Etappe im Rennverlauf nicht mehr angetreten (withdrawal).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Therese Johaug – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Porträt - Therese Johaug (NOR) xc-ski.de
  2. Ergebnis Skarverennet 2007
  3. Johaug er blitt syk Aftenposten, 20.Februar 2008 (norwegisch)
  4. Ergebnis Skarverennet 2008
  5. Vraket Tynset IF ostlendingen.no, 16. August 2008 (norwegisch)
  6. Video auf dagbladet.no (norwegisch)
  7. Skijentene får kjeft for «horevideo». Abgerufen am 1. Januar 2014. Nettavisen, 11. November 2008 (norwegisch)
  8. Slakter langrennsjentenes Skiippagurra-video VG.no (norwegisch) 11. November 2008
  9. Therese Johaug - Kan ikke slutte å ha det artig Nettavisen, 12. November 2008 (norwegisch)
  10. Ergebnis Skarverennet 2009
  11. Ergebnis Skarverennet 2010
  12. Ergebnis Skarverennet 2011
  13. Ergebnis Skarverennet 2012
  14. Ergebnis Skarverennet 2013
  15. Ergebnis Skarverennet 2014
  16. Livers und Johaug gewinnen Skarverennet in Norwegen 2015 auf xc-ski.de
  17. Toni Livers und Therese Johaug gewinnen Skarverennet 2016 auf xc-ski.de