Aéroport Rémy de Haenen

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Aéroport Rémy de Haenen
Aéroport Rémy de Haenen (Saint-Barthélemy)
Red pog.svg
Kenndaten
ICAO-Code TFFJ
IATA-Code SBH
Koordinaten
17° 54′ 15″ N, 62° 50′ 37″ WKoordinaten: 17° 54′ 15″ N, 62° 50′ 37″ W
15 m (49 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 1 km nordöstlich von Gustavia
Basisdaten
Eröffnung 1984
Betreiber La Collectivité de Saint-Barthélemy
Terminals 1
Passagiere 167.865 (2014)[1]
Luftfracht 241 t (2014)[2]
Flug-
bewegungen
34.566 (2013)[3]
Start- und Landebahn
10/28 646 m × 18 m Beton[4]

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BW
Landebahn des Flughafens Rémy de Haenen

Der Aéroport Rémy de Haenen (IATA-Code SBH, ICAO-Code TFFJ, offiziell Aéroport de Saint-Barthélemy-Rémy de Haenen, früher Gustaf III Airport oder Saint Barthélemy Airport oder St. Jean Airport) ist der Flughafen der französischen Insel Saint-Barthélemy in der Karibik.

Der im Jahre 2004 erweiterte Flughafen wird aufgrund der kurzen Landebahn (646 Meter) aus Europa nicht direkt angeflogen. Air France fliegt von Paris-Charles-de-Gaulle und KLM von Amsterdam zum Flughafen Princess Juliana (Sint Maarten). Von dort fliegen St Barth Commuter oder Winair nach St. Barth. Dieser Flug mit kleineren Maschinen dauert etwa zehn Minuten. Die viermotorige Dash 7 ist die größte Passagier-Maschine, die auf dem Flughafen landen darf.

Die Landebahn liegt hinter einer Hügelkette und endet am Meer. Aufgrund der topographischen Gegebenheiten sind Starts auf der Piste 28 grundsätzlich nicht erlaubt. Der Flughafen darf nur von Piloten, die über eine spezielle Erlaubnis verfügen, angeflogen werden.[5]

Am 30. Oktober 2015 wurde der Flughafen nach dem französischen Flugpionier und späterem Bürgermeister von Saint-Barthélemy Rémy de Haenen (1916 - 2008), der 1946 die erste Landung mit einem Flugzeug auf Saint-Barthélemy auf dem Gelände des heutigen Flughafens wagte, umbenannt[6].

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 24. März 2001 verlor der Pilot einer DHC-6 Twin Otter (Luftfahrzeugkennzeichen F-OGES) auf einem Linienflug der Air Caraïbes von Sint Maarten nach Saint-Barthélemy beim Anflug auf die Landebahn 10 die Kontrolle über das Flugzeug. Die Maschine stürzte nahe dem kurz vor der Landeschwelle gelegenen Col de la Tourmente ab und ging sofort in Flammen auf, wodurch auch ein unmittelbar neben der Absturzstelle befindliches Wohnhaus in Brand geriet. Alle 19 Insassen des Flugzeugs sowie ein Bewohner des Hauses kamen bei dem Unfall ums Leben.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik auf der Website des Ministère de l'écologie, du développement durable et de l'énergie (Memento vom 30. September 2015 im Internet Archive) (abgerufen am 6. Februar 2016)
  2. Statistik des Flughafens Saint-Barthélemy 2014 Seite 2: Zusammenfassung; abgerufen am 29. Oktober 2015 (französisch, PDF; 2,71 MB)
  3. Statistik des Flughafens Saint-Barthélemy 2013 Seite 8: Flugbewegungen; abgerufen am 29. Oktober 2015 (französisch, PDF; 3,07 MB)
  4. Service de l'Information Aéronautique, France (Hrsg.): AIP CAR/SAM/NAM. S. AD-2.TFFJ-3 (PDF-Datei mit S. AD-2.TFFJ-3 (448 kB) [abgerufen am 13. Dezember 2015] letzte Berichtigungen: AIP Amendment 01/16 (berichtigt am 10. Dezember 2015), AIP AIRAC Amendment 13/15 (Inkrafttretungsdatum: 10. Dezember 2015)).
  5. AIP CAR SAM NAM - Partie 3: Aerodromes: AD-2-Aerodromes - TFFJ Saint-Barthelemy eAIP des Service de l'information aeronautique (SIA) (französisch), abgerufen am 28. Februar 2016
  6. Beschluss Nr. 2015-048 CT des "Conseil Territorial" von Saint-Barthelemy vom 30. Oktober 2015
  7. Accident Report f-es010324a Unfallbericht des BEA (englisch), abgerufen am 27. Februar 2016