Wallis und Futuna

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Territoire des îles Wallis et Futuna

Territorium der Inseln Wallis und Futuna

Flagge von Wallis und Futuna
Wappen Wallis und Futunas
Flagge Wappen
Wahlspruch: Liberté, Égalité, Fraternité
Französisch für: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Mata-Utu
Staatsform französisches Überseegebiet
Staatsoberhaupt Präsident François Hollande
Regierungschef Sosefo Suve
Fläche 142 km²
Einwohnerzahl 13.445 (Stand 2008)
Bevölkerungsdichte 95 Einwohner pro km²
Währung CFP-Franc
Nationalhymne Marseillaise
Zeitzone UTC +12
Kfz-Kennzeichen F
Internet-TLD .wf
Telefonvorwahl +681
Japan Nördliche Marianen Palau Mikronesien Osttimor Indonesien Midwayinseln Hawaii Johnston-Atoll Wake Papua-Neuguinea Marshallinseln Nauru Kiribati Französisch-Polynesien Pitcairninseln Tokelau Cookinseln Salomonen Norfolkinsel Neuseeland Vanuatu Tuvalu Wallis und Futuna Tonga Niue Australien Samoa Amerikanisch-Samoa Fidschi Howlandinsel Bakerinsel Palmyra Kingmanriff Jarvisinsel Neukaledonien Japan Antarktika Russland Chile (Osterinsel) Vereinigte Staaten (Alaska) Kanada Mexiko Vereinigte Staaten Nordkorea Südkorea Volksrepublik China Republik China Vietnam Laos Kambodscha Thailand Philippinen China Singapur Malaysia BruneiLage Wallis und Futunas
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Lage Wallis und Futunas
Wallis and Futuna in its region.svg
Karte von Wallis und Futuna
Karte von Wallis und Futuna

Wallis und Futuna (französisch Wallis et Futuna; manchmal auch Uvea und Futuna) ist ein französisches Überseegebiet (Collectivité d’outre-mer) im südlichen Pazifik und ist eine zwischen Fidschi und Samoa liegende Gruppe von Inseln. Die Hauptstadt ist Mata-Utu auf Uvéa.

Geographie[Bearbeiten]

See auf Uvea

Das Territorium umfasst die zwei Inselgruppen der Wallis-Inseln (frz. Îles Wallis) mit der Hauptinsel Uvea (frz. auch Wallis, wallisian. ʻUvea) im Nordosten und der Horn-Inseln (frz. Îles de Horne) mit den Hauptinseln Futuna und Alofi im Südwesten.

Die beiden Inselgruppen liegen 225 km (Insel Uvea bis zur Insel Alofi) voneinander entfernt im südpazifischen Ozean bei ca. zwei Drittel der Strecke zwischen Hawaii und Neuseeland und werden zu Polynesien gerechnet.

Die drei Hauptinseln, Futuna (46 km²), Alofi (18 km²) und Uvea (78 km²), sind vulkanischer Natur und werden durch bewaldete Gebirge geprägt. Allerdings nimmt die Abholzung in geringem Maße zu, um den höher werdenden Energiebedarf zu decken. Manche Stellen der beiden Inselgruppen sind infolge Süßwassermangels unbewohnbar.

Alle Inseln weisen ein tropisches Klima auf. Zwischen November und April ist es heiß und regnerisch, zwischen Mai und Oktober kühl und trocken. Es regnet etwa 2500 bis 3000 Millimeter pro Jahr. Die Luftfeuchtigkeit beträgt zirka 80 %, die Jahresdurchschnittstemperatur ist 26,6 °C.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Zwei Drittel der Bevölkerung leben auf der Insel Wallis, ein Drittel auf der Insel Futuna. Die große Mehrheit der Bewohner sind Polynesier, eine kleine Minderheit sind die Nachfahren der französischen Eroberer. Mehr als 16.000 Wallisianer und Futunianer leben als Auswanderer in Neukaledonien. Die Insulaner sprechen Französisch und Wallisianisch oder Futunisch, die beiden polynesischen Sprachen. Allerdings sprechen nur 10 % der Einwohner Französisch als erste (Mutter-) Sprache. Nur die Hälfte der Bevölkerung über 15 Jahre (Männer wie Frauen) kann lesen und schreiben. Die Einwohnerzahl ist von 14.944 im Jahr 2003 um jährlich rund 2 % auf 13.484 im Jahr 2008 zurückgegangen.

Religion[Bearbeiten]

Die ersten Maristen-Missionare kamen 1837 auf die Archipele. Heute gehören 98 % der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an. Am 11. November 1935 wurde ein Apostolisches Vikariat errichtet, das am 21. Juni 1966 in den Rang einer Diözese erhoben wurde und der Erzdiözese Nouméa (Neukaledonien) als Suffraganbistum zugeordnet wurde. Die Diözese hat fünf Pfarreien, zehn Priester (neun Diözesanpriester, davon zwei in Frankreich, und ein Ordenspriester), fünf Laienbrüder, 40 Ordensschwestern und sechs Große Seminaristen. Bischof ist seit Juni 2005 der Franzose Ghislain de Rasilly SM.

Geschichte[Bearbeiten]

Entdeckt wurden die Inseln Futuna und Alofi Futuna 1616 durch die Holländer Jacob Le Maire und Willem Cornelisz Schouten, die diese als Horn-Inseln bezeichneten. 150 Jahre später entdeckte der englische Seefahrer Samuel Wallis das nach ihm benannte Archipel der Wallis-Inseln. Im Jahre 1842 erklärte Frankreich die Inseln zu seinem Protektorat und besetzte sie 1888.

In einer Volksbefragung am 27. Dezember 1959 stimmte die Bevölkerung der Inseln mit 94,3 % für die Eingliederung in die Französische Republik. 1961 erhielt Wallis und Futuna den Status eines Übersee-Territoriums (territoire d’outre-mer) nach Artikel 74 der Verfassung, die Einwohner wurden französische Staatsbürger. 2003 ersetzte eine Verfassungsänderung die Bezeichnung territoire d’outre-mer durch collectivité d’outre-mer; für Wallis und Futuna brachte dies keine konkreten Veränderungen.

Politik[Bearbeiten]

Wallis und Futuna bestehen aus drei traditionellen Monarchien: Uvea (auf Wallis), Alo und Sigave (auf Futuna), deren Könige gemeinsam mit den gewählten drei Legislativen und dem Repräsentanten Frankreichs (administrateur supérieur) regieren. Das Gericht erster Instanz umfasst das gesamte Territorium.

Wallis und Futuna ist mit einem Abgeordneten (seit 2007 Albert Likuvalu) und einem Senator (seit 1998 Robert Laufoaulu, 2008 wiedergewählt) in den beiden Kammern des französischen Parlaments vertreten und stellt zusammen mit Neukaledonien und Französisch-Polynesien ein Mitglied des Europäischen Parlaments (seit 2009 Maurice Ponga aus Neukaledonien).

Anders als sonst in französischen Gebieten im Pazifik gibt es in den 200 km voneinander entfernt liegenden Inselgruppen kaum Autonomiebestrebungen. Wallis und Futuna gehören nicht der Europäischen Union an, sind aber als Überseeische Länder und Hoheitsgebiete mit dieser assoziiert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

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Die Inseln sind vor allem durch die traditionelle Subsistenzwirtschaft geprägt. Somit leben um die 80 % der Bewohner vom Anbau von Kokosnüssen und Gemüse, von der Viehhaltung (meist Hausschweine) und von der Fischerei. 4 % der Bevölkerung sind im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Finanzielle Subventionen erhält das Land wahrscheinlich aus dem Mutterland Frankreich. Der Verkauf von Fischereirechten nach Japan und Südkorea sowie Importabgaben sorgen vermutlich ebenfalls für Staatseinkommen.

In den letzten Jahren ist durch den (Tauch-)Tourismus eine wichtige Einnahmequelle entstanden. Auf fast allen Hauptinseln befinden sich kleine Hotels.

Sport[Bearbeiten]

Die Fußballnationalmannschaft von Wallis und Futuna ist die offizielle Fußball-Nationalmannschaft des Überseegebiets. Sie ist weder Mitglied in der OFC noch in der FIFA und daher auch bei Qualifikationen zu Weltmeisterschaften und OFC-Meisterschaften nicht startberechtigt.

Die Auswahl bestritt bisher nur Länderspiele gegen andere Gegner aus Ozeanien. Seit 1995 wurden keine Länderspiele mehr ausgetragen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wallis und Futuna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikimedia-Atlas: Wallis und Futuna – geographische und historische Karten

-13.3-176.2Koordinaten: 13° 18′ S, 176° 12′ W