Fort-de-France

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Fort-de-France
Wappen von Fort-de-France
Fort-de-France (Martinique)
Fort-de-France
Region Martinique
Département Martinique (Präfektur)
Arrondissement Fort-de-France (Präfektur)
Gemeindeverband Communauté d’agglomération du Centre de la Martinique
Koordinaten 14° 36′ N, 61° 4′ WKoordinaten: 14° 36′ N, 61° 4′ W
Höhe 0–1.070 m
Fläche 44,21 km2
Einwohner 84.174 (1. Januar 2013)
Bevölkerungsdichte 1.904 Einw./km2
Postleitzahl 97200 und 97234 (Quartier de Balata)
INSEE-Code
Website www.fortdefrance.fr

Fort-de-France

Fort-de-France [fɔʀdəˈfʀɑ̃ːs] ist der Hauptort von Martinique, Frankreich. Mit 84.174 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) ist sie zugleich eine der größten Städte der Kleinen Antillen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon 1638 wurden hier auf Anweisung des ersten Gouverneurs Jacques du Parquet auf einem Vulkanfelsen im Sumpf zum Ruhme des Königs und zum Schutz der weiten Bucht die Fundamente einer Befestigungsanlagen gelegt. 1669 gründete man den Hafen und Ort Fort-Royal; zum entladen mussten die Schiffe jedoch noch an Land gezogen werden.

Im Jahre 1676 verlegte der Generalgouverneur Marquis de Bass-Castelmore seinen Amtssitz von Saint-Pierre an die strategisch günstiger gelegene Bucht von Fort-Royal. Sein Nachfolger, der Graf von Blénac Charles de Bourbon, begann mit der Trockenlegung des sumpfigen Küstenstreifens, indem er im Bereich des heutigen Boulevards Général de Gaulle einen breiten Entwässerungsgraben anlegte. Schon 1681 war der Ort so gewachsen, dass man ihn zur Verwaltungshauptstadt machte. Nach dem Siebenjährigen Krieg erhielten Kapuziner die Erlaubnis, zwischen dem heutigen Rathaus und Justizpalast sowohl eine Knaben- als auch eine Mädchenschule zu errichten.

In der Zeit der Französischen Revolution wurde der Ort in Fort-la-Republique umbenannt. Durch ein persönliches Dekret Napoleons erhielt sie den jetzigen Namen. Während der Regierungszeit von König Louis-Philippe (1830–1848) wurde der Ort erheblich ausgebaut. Die neu gegründete Compagnie Générale Transatlantique legte hier ihre Kohlenlager an. Im Januar 1839 wurde Fort-de-France durch ein Erdbeben fast völlig zerstört, im Juni 1890 wütete ein Großfeuer. Im August des folgenden Jahres gab es erneut einen schweren Wirbelsturm.

1850 wurde das Bistum Martinique mit Sitz in Fort-de-France errichtet. 1853 wurde der Bischofssitz nach Saint-Pierre verlegt. Nach der Naturkatastrophe von 1902, durch die Saint-Pierre fast völlig zerstört wurde, wurde er wieder nach Fort-de-France zurückverlegt. 1967 wurde das Bistum dann zum Erzbistum Saint-Pierre et Fort-de-France erhoben.

Nachdem die alte Inselhauptstadt Saint-Pierre 1902 durch den Vulkanausbruch des Montagne Pelée vollständig durch Lava und Aschestaub vernichtet wourde, entwickelte sich Fort-de-France sehr schnell zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der Insel. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich von 27.000 im Jahre 1902 jeweils in einem Zeitraum von etwa 25 Jahren auf 180.000 im Jahre 1985. Hinter dem Stadtkern entstanden die Arbeiterviertel Morne Pichevin, Sainte-Thérèse und Trénelle. An den Berghängen findet man die besseren Wohngegenden von Balata, Bellevue, Didier und Redoute.

Fort-de-France zählt heute zu den größten Städten der Karibik. Da die Stadt auf mehreren Hügeln errichtet ist, gibt es nur wenige Hauptverkehrsstraßen zwischen den Stadtteilen, die in den Zeiten des Berufsverkehrs regelmäßig verstopft sind. Bei Streiks sind sie durch Demonstranten leicht zu blockieren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kathedrale Saint-Louis

Die Stadt weist einen natürlichen Hafen auf, das Fort Desaix aus dem Jahr 1780, von Fort Tartenson und Fort Gerbault umgeben. Dort steht auch ein Denkmal zu Ehren der auf Martinique geborenen französischen Kaiserin Joséphine. Ebenfalls sehenswert sind unter anderem die folgenden, als Monument historique klassifizierten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der internationale Flughafen Martinique befindet sich bei Le Lamentin im Großraum Fort-de-France (südöstlich der Stadt).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima in Fort-de-France ist wie allgemein auf Martinique feuchtwarm und tropisch. Die Temperaturen schwanken übers Jahr kaum, sie liegen zwischen 24 °C im Februar und etwas über 26 °C im August und September. Der geringste Niederschlag fällt im März, die Regenzeit mit Niederschlägen von über 200 mm dauert von Juli bis November.

Fort-de-France
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
106
 
27
22
 
 
78
 
27
21
 
 
64
 
28
22
 
 
92
 
29
22
 
 
132
 
29
23
 
 
181
 
29
23
 
 
245
 
29
23
 
 
232
 
29
24
 
 
253
 
30
24
 
 
227
 
29
23
 
 
203
 
29
23
 
 
137
 
28
22
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Fort-de-France
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 27,2 27,2 28,2 28,9 29,2 28,9 28,7 29,2 29,5 29,2 28,7 27,7 Ø 28,6
Min. Temperatur (°C) 21,5 21,3 21,6 22,4 23,1 23,4 23,4 23,7 23,5 23,4 23,0 22,2 Ø 22,7
Niederschlag (mm) 106 78 64 92 132 181 245 232 253 227 203 137 Σ 1.950
Sonnenstunden (h/d) 8,3 8,2 8,6 8,5 8,0 7,5 7,5 8,4 7,4 7,4 7,7 7,9 Ø 8
Regentage (d) 17 12 13 13 15 18 22 20 19 18 17 16 Σ 200
Wassertemperatur (°C) 26 26 27 27 27 27 28 28 28 28 28 27 Ø 27,3
Luftfeuchtigkeit (%) 79 78 76 78 80 82 84 84 84 84 84 82 Ø 81,3
T
e
m
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e
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a
t
u
r
27,2
21,5
27,2
21,3
28,2
21,6
28,9
22,4
29,2
23,1
28,9
23,4
28,7
23,4
29,2
23,7
29,5
23,5
29,2
23,4
28,7
23,0
27,7
22,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fort-de-France – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Reise nach der Insel Martinique: Nebst einer kurzen Beschreibung derselbenvon J. Romanet