Frank Wedekind

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Frank Wedekind

Frank Wedekind (* 24. Juli 1864 als Benjamin Franklin Wedekind in Hannover; † 9. März 1918 in München) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Schauspieler. Seine dramaturgischen Konzepte gingen über den naturalistischen Stil hinaus und bereiteten den Weg für ein anti-illusionistisches Theater. Mit seinen gesellschaftskritischen Theaterstücken gehörte er zu den meistgespielten Dramatikern seiner Epoche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wedekind gehört der Familie Wedekind zur Horst an. Sein Vater, der Gynäkologe Friedrich Wilhelm Wedekind, (1816–1888) war nach der gescheiterten Märzrevolution 1848/1849 nach San Francisco ausgewandert (sogenannter Forty-Eighter), wo er mit Grundstücksspekulationen während des kalifornischen Goldrauschs ein bedeutendes Vermögen erwarb. In San Francisco heiratete er Emilie Kammerer (1840–1916), die Tochter Friedrich Kammerers, des Erfinders der Streichhölzer. 1863 wurde der erste Sohn Armin geboren. 1864 kehrte die junge Familie nach Deutschland zurück und wohnte bis 1872 in Hannover. Dort wurden 1864 Frank (in der Große Aegidienstraße 13; heute Heinrich-Kümmel-Straße 3) und in den folgenden Jahren drei weitere Geschwister geboren. Die jüngste Schwester kam 1876 als Nachzügler in der Schweiz zur Welt.

Die fünf Geschwister von Frank Wedekind waren:

Schulzeit in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Wedekind, 1883

1872 emigrierte die Familie aus Opposition gegen das neu gegründete preußisch-deutsche Reich in die Schweiz. Der Vater hatte hier das Schloss Lenzburg im Kanton Aargau gekauft. Frank Wedekind verbrachte dort seine Jugendzeit. Ab Herbst 1872 ging er in die Lenzburger Gemeindeschule und anschließend in die dortige Bezirksschule.

1879 wechselte er auf die Kantonsschule in Aarau. Dort gründete er den Dichterbund Senatus Poeticus, zusammen mit Walter Laué, Adolf Vögtlin und Oskar Schibler. Für seine Schwester Emilie entstand das Kinderepos Der Hänseken, mit Zeichnungen des Bruders Armin (EA 1896). Ab 1881 erhielt er weitgehend Einzelunterricht wegen schulischer Schwierigkeiten.

Studienjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Matura 1884 begann Wedekind ein Studium der deutschen und französischen Literatur an der Universität Lausanne. Noch im selben Jahr wechselte er auf Wunsch des Vaters nach München zu einem Jurastudium, das er wiederum abbrach. Wedekind arbeitete unter anderem als Journalist und als Chef der Werbeabteilung bei Maggi. Es folgte eine kurze Tätigkeit als Sekretär beim Zirkus Herzog. Sein Freundeskreis bestand zu dieser Zeit aus Künstlern und Zirkusleuten. Die Zirkusaufführungen faszinierten Wedekind ein Leben lang und inspirierten seine Dichtung. Bereits aus dieser Zeit liegen erste Veröffentlichungen einzelner Arbeiten von ihm vor. Er verfasste Gedichte, Prosa und eine Komödie. Wegen mangelnder Studienleistungen entzog ihm der Vater 1886 die finanzielle Unterstützung. Im Sommer 1888 begann er entsprechend den Erwartungen seines Vaters in Zürich erneut ein Studium der Rechtswissenschaft. Nachdem sein Vater im Oktober 1888 gestorben war, brach Wedekind auch dieses Studium ab. Der Vater hinterließ ihm ein beträchtliches Erbe, das ihm finanzielle Unabhängigkeit und Freiraum für sein künstlerisches Schaffen zu gewähren schien, aber bereits nach einigen Jahren aufgebraucht war.

Leben als Schriftsteller und Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1889 übersiedelte Wedekind nach München, wo er Kontakt zum Schriftsteller Otto Julius Bierbaum erhielt. 1891 zog er nach Paris, wo er den späteren Verleger Albert Langen kennenlernte. Im gleichen Jahr stellte er das Drama "Frühlingserwachen" fertig. 1895 erscheint im Münchener Verlag Albert Langen das Stück "Der Erdgeist. Tragödie in vier Aufzügen". Es folgen Aufenthalte in der Schweiz, in London und Berlin. 1896 kehrte Wedekind nach München zurück und wurde Mitbegründer der Satirezeitschrift Simplicissimus, in der er unter verschiedenen Pseudonymen, u. a. unter dem Pseudonym „Hieronymos“ veröffentlichte. Im gleichen Jahr fand die Erstaufführung des für seine Schwester Emilie geschrieben Kinderepos "Der Hänseken" statt. Aus einer Liebesaffäre mit Frida Strindberg, der Ehefrau August Strindbergs, ging 1897 der Sohn Friedrich Strindberg hervor.

Die Verbreitung des satirischen Gedichts "Im heiligen Land" über Kaiser Wilhelms II. Palästinareise 1898 [1] zwang Wedekind zur Flucht nach Paris. Als er 1899 nach Deutschland zurückkehrte, wurde er wegen „Majestätsbeleidigung“ verurteilt und für sechs Monate in Festungshaft genommen, die er in der Festung Königstein vom 21. September 1899 bis zur Begnadigung im Februar 1900 absaß. In seinem Drama Oaha schuf Wedekind 1908 eine Travestie auf den Verleger des Simplicissimus, Albert Langen, dessen Frau Dagny Bjørnson und die Redaktion der Zeitschrift insgesamt.

1901/1902 wirkte er im Münchner Kabarett Die Elf Scharfrichter mit, dort sang er nach eigenen Kompositionen seine Lieder zur Gitarre. Nach dem Vorbild des Pariser Chat Noir zeigten die Darsteller wie ein modernes Lebensgefühl sein könnte, fernab von der bürgerlichen Scheinwelt. [2] Wedekind trat auch als Schauspieler in seinen eigenen Stücken auf, die mit ihren grotesk anmutenden Darstellungen das bürgerliche Publikum provozierten. Noch bis heute bekannt und dargeboten, die 1902 entstandene Moritat vom Tantenmörder, "Ich habe meine Tante geschlachtet....". Er schrieb insbesondere gegen das Bürgertum und dessen Scheinmoral. 1902 beendete er die Arbeit an dem Stück "Die Büchse der Pandora". Die Uraufführung fand 1904, zeitgleich mit der Veröffentlichung des Buches durch den Verlag Bruno Cassier, statt. Noch vor der Auslieferung wurde die erste Auflage wegen Unzüchtigkeit beschlagnahmt. In dem gegen den Autor und den Verleger angestrengten Gerichtsverfahren mussten sie 1906 vom Vorwurf der Verbreitung unzüchtiger Schriften freigesprochen werden. Entgegen den sittlichen Konventionen seiner Zeit hatte Wedekind wechselnde Partnerinnen und mehrere Kinder mit ihnen.

Grabstätte von Frank Wedekind

So unter anderem auch mit Hildegard Zellner, dem Hausmädchen der Familie Wedekind. Aus dieser Beziehung ging der Sohn Frank Zellner-Wedekind, geboren am 22. Mai 1902 in München, hervor.

Den Höhepunkt seiner schriftstellerischen und dramaturgischen Arbeiten erlebte er ab 1910 in Berlin. Am Berliner Deutschen Theater wurden 1912 unter der Regie von Max Reinhardt (1873–1943) der erste "Wedekind-Zyklus" und 1914 der zweite "Wedekind-Zyklus" mit enormem Publikumserfolg aufgeführt. In der gleichen Zeit erschien "Schloss Wetterstein" als Buchausgabe.

1906 ging er die Ehe mit der Schauspielerin Tilly Newes (1886–1970) ein, die in vielen seiner Stücken die Hauptrolle spielte. Zusammen lebten sie bis zu seinem Tod in München und bekamen zwei Töchter, Pamela und Kadidja.

Als zu Beginn des Ersten Weltkriegs die konservativ-nationalistischen Kräfte die Oberhand gewannen, geriet Wedekind erneut in finanzielle Schwierigkeiten. Am 18. September 1914 hielt er beim „Patriotischen Abend“ der Münchner Kammerspiele eine Rede mit dem Titel Deutschland bringt die Freiheit. Am 27. September 1914 erschien der Text im Berliner Tageblatt. Die nationalistischen Töne, die Wedekind anschlug, lösten Irritationen und kontroverse Reaktionen aus. Die Deutung des Textes und Wedekinds Einstellung zum Krieg sind bis heute umstritten.[3]

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wedekind starb am 9. März 1918 infolge von Komplikationen nach einer Blinddarmoperation. Er wurde auf dem Waldfriedhof in München (Alter Teil, Grab Nr. 17-W-88) beigesetzt. Seine Beisetzung, an der neben vielen Künstlern (u. a. Bertolt Brecht) auch zahlreiche Frauen aus dem Rotlichtmilieu teilnahmen, wurde zum Skandal. Seine Grabrede hielt Ludwig Ganghofer.

Wedekinds Nachlass befindet sich im Monacensia Literaturarchiv der Stadt München und in der Aargauer Kantonsbibliothek in Aarau.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel auf dem Schloss Lenzburg

Wedekind wirkte als Dichter, Schauspieler, Kabarettist und Journalist. In seinen Theaterstücken übte er scharfe Gesellschaftskritik. Vor allem als Dramatiker hat sich Wedekind einen Namen gemacht. Er gehörte zu den meistgespielten Dramatikern seiner Epoche. Mit Dramen wie Frühlings Erwachen und Lulu wandte er sich gegen schulische Dressur, bürgerliche Scheinheiligkeit und Prüderie. Seine Texte wurden oftmals als sittenwidrig angesehen und beschlagnahmt.

Ein Grund für die wiederholte Zensur von Wedekinds Werken war der sexuell anstößige Inhalt. So enthält z. B. Frühlings Erwachen sadomasochistische Motive: Ilse wird von verschiedenen Männern gewaltsam unterworfen, Wendla bettelt Melchior um Schläge mit der Rute an, und auch Hänschens Gespräch mit dem Aktbildnis weist deutlich sadomasochistische Aspekte auf. Das Stück wurde erst sehr spät komplett aufgeführt und war wiederholt Aufführungsverboten unterworfen. Auch in Der Marquis von Keith sind sadomasochistische Tendenzen zu erkennen, so bittet Molly bereits zu Beginn des Stückes den Marquis um Schläge und unmittelbar danach um die Erlaubnis, „wenigstens [s]eine Hand küssen“ zu dürfen (Erster Aufzug). Die Gestaltung der Sexualität in Stücken wie Lulu fand ebenfalls Beachtung, vor allem in der psychoanalytisch orientierten Literaturwissenschaft.

Nachwirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wedekinds Dramen Erdgeist und Die Büchse der Pandora dienten als Vorlage für die unvollendete Oper Lulu von Alban Berg (Uraufführung 1937) und die deutschen Stummfilme Lulu (1917), Erdgeist von Leopold Jessner (1923) und Die Büchse der Pandora von Georg Wilhelm Pabst (1929). Auch spätere Tonfilme wurden von der Figur der Lulu in Wedekinds Werk inspiriert, unter anderem Lulu (1962), Something Wild (1986), Lulu on the Bridge (1998) und The Fine Art of Love (2005). Die Rockband Metallica veröffentlichte 2011 zusammen mit dem ehemaligen Velvet-Underground-Sänger Lou Reed eine CD namens Lulu, die ebenfalls von Wedekinds Figur beeinflusst wurde.

Das frühe Bühnenstück Frühlings Erwachen wurde Ende 2006 in einer musikalischen Bearbeitung erfolgreich am New Yorker Broadway im Eugene O’Neill Theatre aufgeführt. Nuran David Çalış verfilmte es 2009 in einer zeitgemäßen Adaption für das ZDF.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der Mensch wird abgerichtet, oder er wird hingerichtet.“

Frank Wedekind: in Die besten Pointen des 20. Jahrhunderts[4]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühlings Erwachen, Einband der Originalausgabe von 1891

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Primärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werkausgaben (chronologisch)

  • Frank Wedekind: Gesammelte Werke. 9 Bde. Müller, München 1912–1921.
  • Frank Wedekind: Werke. 3 Bde. Hrsg. von Manfred Hahn. Aufbau-Verlag, Berlin, Weimar 1969.
  • Frank Wedekind: Werke. 2 Bde. Hrsg. von Erhard Weidl. Winkler, München 1990, ISBN 3-538-05323-5.
  • Frank Wedekind: Kritische Studienausgabe der Werk. Darmstädter Ausgabe. 8 Bde. (in 15 Teilbänden). Hrsg. von Elke Austermühl, Hartmut Vinçon, Rolf Kieser et al. Häusser, Darmstadt 1994–2011, ISBN 3-927902-95-0 (kritische Studienausgabe, die philologisch weitgehend dem Typus einer historisch-kritischen Edition entspricht).
  • Frank Wedekind: Gesammelte Werke. 10 Bde. Hrsg. von Walter Schmitz und Uwe Schneider. Thelem, Dresden 2003–, ISBN 978-3-935712-46-0 (Leseausgabe).

Briefausgaben (chronologisch)

  • Frank Wedekind: Gesammelte Briefe. 2 Bde. Hrsg. von Fritz Strich. Müller, München 1924.
  • Elke Austermühl (Hrsg.): Kein Funke mehr, kein Stern aus früh’rer Welt. Frank Wedekind. Texte, Interviews, Studien. Georg Büchner Buchhandlung, Darmstadt 1989, ISBN 3-925376-38-0 (Pharus; 1). (In diesem Sammelwerk sind drei bedeutsame Briefwechsel erstmals veröffentlicht: 1. Wedekind und Minna von Greyerz (ediert von Elke Austermühl), S. 343–420; 2. Wedekind und Hermann Plümacher (ediert von Martin Luchsinger); S. 421–442; 3. Wedekind und Oskar Schibler (ediert von Rolf Kieser), S. 311–342.)
  • Frank Wedekind. Thomas Mann. Heinrich Mann. Briefwechsel mit Maximilian Harden. Hrsg. von Ariane Martin. Häusser, Darmstadt 1996, ISBN 3-89552-036-5 (Pharus; 5).
  • Briefwechsel: 1903 bis 1917 / Karl Kraus; Frank Wedekind. Hrsg. von Mirko Nottscheid. Königshausen & Neumann, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3701-6 (Wedekind Lektüren; 5).
  • Frank und Tilly Wedekind: Briefwechsel 1905-1918. Herausgegeben von Hartmut Vinçon. Wallstein Verlag, Göttingen 2018, ISBN 978-3-8353-3171-6

Tagebücher

  • Frank Wedekind: Die Tagebücher. Ein erotisches Leben. Hrsg. von Gerhard Hay. Athenäum, Frankfurt a. M. 1986, ISBN 3-423-11092-9.

Sekundärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einführende Gesamtdarstellungen

  • Elke Austermühl, Hartmut Vinçon: Frank Wedekinds Dramen. In: Hans Joachim Piechotta, Ralph Rainer Wuthenow, Sabine Rothemann (Hrsg.): Die literarische Moderne in Europa. 2. Bd. Westdeutscher Verlag, Opladen 1994, ISBN 3-531-12512-5, S. 304–321.
  • Elke Austermühl: Frank Wedekind (1864–1918). In: Alo Allkemper, Norbert Otto Eke (Hrsg.): Deutsche Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Erich Schmidt, Berlin 2000, ISBN 3-503-04975-4, S. 63–79.
  • Reto Caluori: Frank Wedekind. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 3, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 2056 f.
  • Hans-Jochen Irmer: Der Theaterdichter Frank Wedekind. 2. Aufl. Henschel, Berlin 1979.
  • Franz Norbert Mennemeier: Frank Wedekind. In: Walter Hinck (Hrsg.): Handbuch des deutschen Dramas. Bagel, Düsseldorf 1980, ISBN 3-513-02440-1, S. 360–373.
  • Hartmut Vinçon: Frank Wedekind. Metzler, Stuttgart 1987, ISBN 3-476-10230-0.

Leben und Werk

  • Hans Kempner: Frank Wedekind als Mensch und Künstler. 2. erweiterte Aufl. Oskar Linser Verlag, Berlin 1911.
  • Rolf Kieser: Benjamin Franklin Wedekind: Biografie einer Jugend. Arche, Zürich 1990, ISBN 3-7160-2113-X.
  • Artur Kutscher: Frank Wedekind: sein Leben und seine Werke. Müller, München 1922–1931. (Auch wenn einzelne Aussagen heute nicht mehr haltbar sind, immer noch die maßgebliche Referenz für biographische Fragen.)
  • Anatol Regnier: Du auf deinem höchsten Dach – Tilly Wedekind und ihre Töchter. Eine Familienbiographie. Knaus, München 2003, ISBN 3-8135-0223-6. (Der Autor ist der Enkel von Frank und Tilly Wedekind)
  • Anatol Regnier: Frank Wedekind: Eine Männertragödie. Knaus, München 2008, ISBN 978-3-8135-0255-8.
  • Günter Seehaus: Frank Wedekind. 8. Aufl. (1. Aufl. 1974) Rowohlt, Reinbek 2008, ISBN 978-3-499-50213-2.
  • Hartmut Vinçon (Hrsg.): Frank Wedekinds Maggi-Zeit. Häusser, Darmstadt 1992, ISBN 3-927902-71-3.
  • Anatol Regnier, Du auf deinem höchsten Dach, Knaus Verlag, 2007

Bibliografien

  • Ruth Florack: Bibliographie zu Frank Wedekind. In: Text+Kritik 1996, Heft 131/132, ISBN 3-88377-539-8, S. 178–183. (Heft 131/132 ist Frank Wedekind gewidmet)
  • Robert A. Jones, Leroy R. Shaw: Frank Wedekind. A Bibliographic Handbook. 2 Bde. Saur, München u. a. O. 1996, ISBN 3-598-11306-4.
  • Carsten Niemann, Brigitta Weber, Rolf Kieser und Karljosef Kreter: Frank Wedekind, geb. 1864 in Hannover.Prinzenstraße (Hannoversche Hefte zur Theatergeschichte), Hannover 1995, ISBN 3-931266-00-1.

Neuere Forschungsliteratur (Auswahl)

  • Alwin Binder, Heinrich Richartz: Lyrikanalyse. Anleitung und Demonstration an Gedichten von Benjamin Schmolck, Frank Wedekind und Günter Eich. Scriptor, Frankfurt/M. 1984, ISBN 3-589-20832-5.
  • Sigrid Dreiseitel: „Ich mache natürliche lebhaft Propaganda für ihn.“ Zur Bedeutung Heinrich Heines für das Frühwerk und die literaturpolitischen Positionen Frank Wedekinds. Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1812-5 (Wedekind Lektüren; 1).
  • Sigrid Dreiseitel, Hartmut Vinçon (Hrsg.): Kontinuität – Diskontinuität. Diskurs zu Frank Wedekinds literarischer Produktion (1903–1918). Tagungsband mit den Beiträgen zum internationalen Symposion der Editions- und Forschungsstelle Frank Wedekind an der FH Darmstadt im Oktober 1999. Königshausen & Neumann, Würzburg 2001, ISBN 3-8260-2130-4 (Wedekind Lektüren; 2).
  • Anke Finger, Gabi Kathöfer: A Reputation Reassessed. Unraveling Wedekind’s Early Writings. In: Colloquia Germanica 36 (2003), Heft 1, ISSN 0010-1338, S. 27–44.
  • Ortrud Gutjahr (Hrsg.): Frank Wedekind. Königshausen & Neumann, Würzburg 2001, ISBN 3-8260-2077-4, (Freiburger literaturpsychologische Gespräche. Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse; 20).
  • Georg W. Forcht: Die Medialität des Theaters bei Frank Wedekind. Centaurus, Herbolzheim 2005, ISBN 3-8255-0529-4.
  • Georg W. Forcht: Liebesklänge und andere ausgewählte Lyrik-Manuskripte des jungen Frank Wedekind. Centaurus, Herbolzheim 2006, ISBN 978-3-8255-0659-9.
  • Georg W. Forcht: Frank Wedekind und die Anfänge des deutschen Kabaretts. Freiburg 2009, ISBN 978-3-8255-0744-2.
  • Dieter Kafitz: Moderne Tendenzen in den Dramen Frank Wedekinds. In: Benedikt Descourvières, Peter W. Marx, Ralf Rättig (Hrsg.): Mein Drama findet nicht mehr statt. Deutschsprachige Theater-Texte im 20. Jahrhundert. Lang, Frankfurt a. M. u. a. O. 2006, ISBN 3-631-54115-5, S. 21–40.
  • Ingo Müller: Lulu. Literaturbearbeitung und Operndramaturgie: Eine vergleichende Analyse von Frank Wedekinds Lulu-Dramen und Alban Bergs Oper Lulu im Lichte gattungstheoretischer Reflexionen (= Rombach Wissenschaften: Reihe Litterae, Bd. 177), Freiburg i. Br. 2010.
  • Johannes G. Pankau: Sexualität und Modernität. Studien zum deutschen Drama des Fin de Siècle. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005 (Wedekind-Lektüren; 4), ISBN 3-8260-2356-0, bes. S. 86–196.
  • Stefan Riedlinger: Aneignungen. Frank Wedekinds Nietzsche-Rezeption. Tectum, Marburg 2005, ISBN 3-8288-8858-5.
  • Friedrich Rothe: Frank Wedekinds Dramen: Jugendstil und Lebensphilosophie. Metzler, Stuttgart 1990, ISBN 3-476-00137-7.
  • Hartmut Vinçon: Prolog ist herrlich! Zu Frank Wedekinds Konzept dramaturgischer Kommunikation. In: Euphorion 95 (2001), Heft 1, ISSN 0014-2328, S. 69–82.
  • Hartmut Vinçon: Inszenierung der Sexualität. Zur Verwissenschaftlichung und Literarisierung des Sexualdiskurses im 19. Jahrhundert am Beispiel von Frank Wedekinds „Eden“-Konzept. In: Matthias Luserke-Jaqui (Hrsg.): „Alle Welt ist medial geworden.“ Literatur, Technik, Naturwissenschaft in der klassischen Moderne. Internationales Darmstädter Musil-Symposium. Francke, Tübingen 2005, ISBN 3-7720-8123-1, S. 261–292 (PDF)
  • Frank Wedekind – Regimekritiker? Einige Überlegungen zur 'Majestätsbeleidigung' in den 'Simplicissimusgedichten'. In: A Journal of Germanic Studies. University of Toronto Press. Volume 15, Number 4 / 1979, S. 235–243

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frank Wedekind – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Frank Wedekind – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Datei:Frank Wedekind, "Im heiligen Land" (Simplicissimus 1898).jpg
  2. Dokumentation des Bröhan Museums zur Ausstellung Kabarettprogramm "Greif wacker nach der Sünde" vom Januar 2001
  3. Hartmut Vinçon: Frank Wedekind und der Erste Weltkrieg: Hinweise auf unbekannte Texte und Zusammenhänge zu einem umstrittenen Thema literaturkritik.de, 3. August 2014
  4. Markus M. Ronner: Die besten Pointen des 20. Jahrhunderts: Humoristisch-satirische Geistesblitze, nach Stichwörtern alphabetisch geordnet. Gondrom, Bindlach 1990, ISBN 3-8112-0670-2.