Fred Ward

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Frederick „Fred“ Ward (* 30. Dezember 1942 in San Diego, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fred Ward arbeitete einige Zeit in Alaska als Holzfäller und war anschließend drei Jahre lang Berufssoldat in der United States Army. Später wurde er Boxer und „Martial Arts“-Künstler.

Sein Interesse an der Schauspielerei setzte verhältnismäßig spät ein. Er absolvierte seine Berufsausbildung an Herbert Berghofs New Yorker Schauspielstudio. Danach ließ er sich in Italien nieder, wo er als Sprecher für englische Synchronfassungen italienischer Filme arbeitete. Sein Filmdebüt gab er 1973 ebenfalls in Italien in Roberto Rossellinis L'Età di Cosimo di Medici (1973). Eine weitere Zusammenarbeit mit Rossellini, Descartes, sollte folgen.

Ward kehrte in seine kalifornische Heimat zurück und spielte in den Folgejahren eine Reihe kleinerer und mittlerer Rollen in Filmen wie neben Jeff Bridges im Western Ins Herz des Wilden Westens, neben Brooke Shields in der Komödie Flipper Queen – Ich kann's am besten, neben Jodie Foster in Jahrmarkt, neben Meryl Streep in Silkwood, als Gus Grissom in Der Stoff, aus dem die Helden sind oder neben Keith Carradine als sadistischer Soldat in Die letzten Amerikaner.

1979 hatte er in Don Siegels Gefängnisdrama Flucht von Alcatraz neben Clint Eastwood seine erste größere Filmrolle. Drei Jahre später spielte er im Science-Fiction-B-Movie Timerider zudem seine erste Hauptrolle. Auch neben Gene Hackman spielte er 1983 in Die verwegenen Sieben einen Soldaten. 1985 gelang ihm als Action-Held im Agenten-Spionage-Thriller Remo – Unbewaffnet und gefährlich, trotz millionenfach verkaufter Comic-Vorlage, ein nur mäßiger Erfolg. Zunächst wurde es etwas ruhiger um Ward, so spielte er die Hauptrolle in Abenteuerfilm Schnee in Florida (1986), im Kurzfilm The Price of Life und eine Gastrolle in der Serie The Hitchhiker (beide 1987). 1988 war er dann wieder in 3 Kinofilmen zu sehen, als Vater von Keanu Reeves im Familiendrama Der Prinz von Pennsylvania, als Roone Dimmick im Kinohit Zwei mal Zwei und als Polizist im Action-Thriller Saigon – Der Tod kennt kein Gesetz.

In Catchfire beschützt er als Polizist Jodie Foster vor Auftrags-Killer Dennis Hopper. Des Weiteren folgten 1990 drei große Hauptrollen für ihn, als Henry Miller in Philip Kaufmans Henry & June, als beraubter Polizist in der Krimi-Groteske Miami Blues, in der er Alec Baldwin auf die Spur kommt und neben Kevin Bacon in der Kult-Horrorkomödie Tremors – Im Land der Raketenwürmer. Die nächsten Jahre sah man ihn häufig als Nebendarsteller, so u.a. in Halbblut, in Robert Altmans Hollywood-Satire The Player oder auch als Mafioso Rocco Dillon in der Parodie Die nackte Kanone 33⅓. Ein weiteres Mal sollte Ward unter der Regie von Altman spielen: Für seine Rolle in Short Cuts wurde er zusammen mit dem restlichen Schauspiel-Ensemble 1994 mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Nach kleineren, europäischen Projekten wie Two Small Bodies neben Suzy Amis oder Alain Robbe-Grillets Roman-Verfilmung Un bruit qui rend fou war er dann 1996 im Action-Thriller Außer Kontrolle neben Keanu Reeves und Morgan Freeman zu sehen, sowie in der Fortsetzung Tremors 2 – Die Rückkehr der Raketenwürmer. Ende der 1990er Jahre war er dann gemischt in Kino-Produktionen und in sogenannten B-Movies zu sehen, da der Markt für Direct-to-Video-Produktionen immer größer wurde.

Ab 2000 war er dann häufiger zu sehen und spielte wichtige Nebenrollen in großen Kinofilmen wie Road Trip, Summer Catch, Joe Dreck, Genug – Jeder hat eine Grenze oder auch als Vater von Reese Witherspoon in Sweet Home Alabama – Liebe auf Umwegen. Erwähnenswerte Filme sind zudem 10.5 – Die Erde bebt (2004), Zauber der Liebe (2007), Exit Speed, Management (beide 2008), der französische Thriller Farewell, in dem er Ronald Reagan verkörpert und Das Geheimnis des wilden Mustangs (beide 2009).

Heute spielt Fred Ward vorwiegend in kleineren Rollen, wie z. B. Armored (2009), 30 Minuten oder weniger (2011) oder 2 Guns (2013). 2015 war er in 2 Folgen der US-Erfolgsserie True Detective zu sehen. Gerüchten zufolge wird er in einer geplanten TV-Serie, einer weiteren Fortsetzung von Tremors, erneut mit Kevin Bacon vor der Kamera stehen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Video Premiere AwardFull Disclosure (Nominierung: Beste Hauptrolle)
  • 1994: Cable ACE Award - Gut gezielt ist halb getroffen (Nominierung: Beste Nebenrolle)
  • 1994: Golden Globe zusammen mit dem gesamten Schauspiel-Ensemble für Short Cuts
  • 1994: Preis des Film Festivals Venedig zusammen mit dem Schauspiel-Ensemble für Short Cuts

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]