Landkreis Sangerhausen (Provinz Sachsen)

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Dieser Artikel behandelt den ehemaligen Landkreis Sangerhausen in der preußischen Provinz Sachsen bzw. in Sachsen-Anhalt (1816–1952); für den Kreis Sangerhausen im Bezirk Halle (1952–1990) siehe Kreis Sangerhausen und für den Landkreis Sangerhausen in Sachsen-Anhalt (1990–2007) siehe Landkreis Sangerhausen
Basisdaten
Preußische Provinz Provinz Sachsen
Regierungsbezirk Merseburg
Verwaltungssitz Sangerhausen
Einwohner 74.295 (1939)
Gemeinden 70 (1939)
Lage des Landkreises Sangerhausen
Landkreis Sangerhausen.jpg

Der Landkreis Sangerhausen, bis 1939 Kreis Sangerhausen, war ein Landkreis, der von 1816 bis 1952 in der preußischen Provinz Sachsen und im Land Sachsen-Anhalt der SBZ bzw. DDR bestand. Der Kreissitz war in Sangerhausen. Das ehemalige Kreisgebiet liegt heute im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt sowie im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Nordhausen in Thüringen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der preußischen Verwaltungsreformen nach dem Wiener Kongress wurde zum 1. Oktober 1816 der Kreis Sangerhausen im Regierungsbezirk Merseburg in der Provinz Sachsen eingerichtet. Er setzte sich zusammen aus den historischen Ämtern Artern, Heringen, Kelbra und Sangerhausen sowie der ehemaligen Grafschaft Stolberg.[1] 1939 erfolgte die Umbenennung in Landkreis Sangerhausen.

Am 1. Oktober 1945 wurde die thüringische Exklave Allstedt, bestehend aus der Stadt Allstedt sowie den Gemeinden Einsdorf, Einzingen, Heygendorf, Kalbsrieth, Landgrafroda, Mittelhausen, Mönchpfiffel, Niederröblingen, Winkel und Wolferstedt in den Landkreis Sangerhausen eingegliedert.

Am 1. Juli 1950 kam es in der DDR zu einer Gebietsreform, in deren Rahmen die Abgrenzung des Landkreises geändert wurde:[2]

Bei der Gebietsreform von 1952 wurde das Land Sachsen-Anhalt aufgelöst und der Raum Sangerhausen grundlegend neu geordnet:[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1816 31.548 [3]
1843 53.719 [4]
1871 66.747 [5]
1890 70.916 [6]
1900 72.145 [6]
1910 73.116 [6]
1925 75.192 [6]
1933 75.120 [6]
1939 74.295 [6]

Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern (Stand 1939):[6]

Gemeinde Einwohner
Artern 6.366
Heringen 2.399
Kelbra 2.702
Roßla 2.679
Sangerhausen 12.502
Stolberg (Harz) 2.007

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Sangerhausen umfasste 1945 fünf Städte sowie 65 weitere Gemeinden:[6]

Zum Landkreis gehörte außerdem ein Teil des gemeindefreien Gutsbezirks Pölsfeld.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Sangerhausen (Provinz Sachsen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Merseburg 1816, S. 338
  2. a b genealogy.net: Landkreis Sangerhausen
  3. Christian Gottfried Daniel Stein: Handbuch der Geographie und Statistik des preußischen Staats. Vossische Buchhandlung, Berlin 1819, Der Regierungsbezirk Merseburg, S. 351 (Digitalisat [abgerufen am 5. Juli 2016]).
  4. Handbuch der Provinz Sachsen. Rubachsche Buchhandlung, Magdeburg 1843, S. 244 (Digitalisat [abgerufen am 6. Juli 2016]).
  5. Königlich Statistisches Büro Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Sachsen. Verlag d. Königl. Statist. Bureaus, Berlin 1873 (Digitalisat [abgerufen am 5. Juli 2016]).
  6. a b c d e f g h Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte: Landkreis Sangerhausen. Abgerufen am 2. Juli 2016.