Generation Z

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Als Generation Z (kurz Gen Z) wird schlagwortartig die Nachfolge-Generation der Generation Y bezeichnet. Ihre Mitglieder kamen von etwa 1995 bis 2010 zur Welt.[1][2] Andere Klassifikationen fassen die Jahrgänge 2000 bis 2015 hierfür zusammen.[3]

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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--Sigmund Igzorn (Diskussion) 12:50, 15. Mär. 2015 (CET)

Personen der Generation Z sind wegen des selbstverständlichen Gebrauchs von digitalen Technologien wie World Wide Web, MP3-Player, SMS und Mobiltelefonen seit dem Kindesalter Teil der Digital Natives, und damit deren zweite Generation: Die vorhergehende Generation wurde im frühen jugendlichen Alter digital sozialisiert, und war deren Pioniergeneration. Da Kleinkinder schon im frühen Alter mit Smartphones und Tablet-PCs in Kontakt kommen, durchlaufen sie eine andere Entwicklung als Kinder der Generation Y zuvor, die Touchscreens und -pads erst später kennenlernten. Anders als eine in der Arbeit Sinn suchende Generation Y möchten Mitglieder der Generation Z etwas nach außen darstellen. Vermehrt möchten sie im Berufsleben Karriere machen und Führungspositionen ausüben. Netzwerke sind ihnen wichtig. Die Generation Z wird nicht durch eventuelle spätere materielle Reichtümer angetrieben, sondern durch das Streben nach Anerkennung. Nach den Studien des Soziologen Klaus Hurrelmann entsteht außerdem ein hoher Grad von Selbstbewusstsein und das Bestreben, Umwelt und Gesellschaft politisch zu verändern.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus Hurrelmann warnt vor einer voreiligen Typisierung. Er hält im Anschluss an Karl Mannheim die Identifizierung von Generationen für möglich. Er beschreibt Sozialisation als die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen in intensiver Wechselwirkung zwischen den persönlichen Ressourcen und den sozialen und ökologischen Umweltbedingungen.[4] Diese ständige produktive Verarbeitung der inneren und der äußeren Realität, also der körperlichen und psychischen Dispositionen auf der einen und der sozialen und ökologischen Lebensbedingungen auf der anderen Seite, hat ihren Kulminationspunkt demnach aber erst im Jugendalter.[5] Erst in einigen Jahren könne daher ausgemacht werden, welche technischen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Bedingungen eine neue „Generationslagerung“ entstehen lassen, die eine neue „Generationsgestalt“ hervorbringt. Weil die jüngste Generation aber noch deutlich unter 20 Jahre alt ist, können seiner Ansicht nach gegenwärtig nur erste vorsichtige Hypothesen über ihren „Sozialcharakter“ formuliert werden: Sollten sich die wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen so günstig weiterentwickeln wie heute, kann eine Generationsgestalt erwartet werden, die sich von der Generation Y unterscheidet. Die World Vision Kinderstudie 2013[6] und die Shell Jugendstudie 2015[7] geben hierzu erste Hinweise: Demnach wächst eine selbstbewusstere und entscheidungsfreudigere junge Generation heran, die sich auch politisch wieder stärker interessiert und einmischt als die Generation Y. Die Abhängigkeit von den Eltern könnte allerdings wegen der schwierigen Planbarkeit des Lebenslaufs noch größer als bei den Vorgängergenerationen werden.

Marcel Schütz, Organisationssoziologe an der Universität Oldenburg, sieht Generation Z als den frei erfundenen Nachfolge-Hype der Generation Y. Er schrieb im Berliner Freitag:

„Allmählich betreten neue, ebenso selbsternannte Experten die Bühne des Generationen-Hypes. Die (nächste) ‚Generation Z‘ soll von 1995–2005 (oder – wem’s gefällt – ruhig auch ein paar Jahre früher oder später) das Licht der Welt erblickt haben. Sie lebt übrigens quasi rein virtuell. Das ist schlecht für die Y-Experten, werfen nun erste Professoren mit Marktgespür ihre ‚Z‘-Weissagungen auf den Markt.“[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reinhard Mohr: Generation Z oder von der Zumutung, älter zu werden, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-15932-6; als elektronische Ressource: Fischer E-Books, Frankfurt am Main 2014.
  • Christian Scholz: Generation Z: Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt. Wiley-VCH, Weinheim 2014, ISBN 978-3-527-50807-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Scholz: Generation Z: Willkommen in der Arbeitswelt. In: Der Standard, 6. Januar 2012, abgerufen am 17. August 2015
  2. What Generation Z Entrepreneurs Are Like. In: forbes.com, 2. September 2014, abgerufen am 18. August 2015
  3. Hurrelmann, Klaus; Albrecht, Erik (2014): Die heimlichen Revolutionäre. Weinheim: Beltz
  4. Hurrelmann, Klaus; Bauer, Ulrich (2015): Einführung in die Sozialisationstheorie. Weinheim: Beltz
  5. Hurrelmann, Klaus; Quenzel, Gudrun(2013): Die heimlichen Revolutionäre. Weinheim: Beltz
  6. Kinder 2013. World Vision Deutschland (2013). Weinheim: Beltz
  7. Shell Jugendstudie 2015. Shell Deutschland (Hg.) (2015). Frankfurt: Fischer
  8. Marcel Schütz: Eingebildete Generation. In: Der Freitag, Community, 25. September 2015