Glanerbrug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Glanerbrug
Provinz Overijssel Overijssel
Gemeinde Flagge der Gemeinde Enschede Enschede
Einwohner 17.200 (1. Jan. 2017[1])
Koordinaten 52° 13′ N, 6° 58′ OKoordinaten: 52° 13′ N, 6° 58′ O
Bedeutender Verkehrsweg N35 N731
Vorwahl 053
Postleitzahlen 7534
Lage von Glanerbrug in der Gemeinde Enschede
Lage von Glanerbrug in der Gemeinde EnschedeVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Die reformierte Kirche
Glanerbrug
Niederländisch-Deutsche Grenze in Glanerbrug

Glanerbrug (deutsch Glanerbrücke) ist ein Dorf im Osten von Enschede in der Region Twente, welche in der niederländischen Provinz Overijssel liegt. Es liegt direkt an der Grenze zur deutschen Stadt Gronau. Die Grenze ist in diesem Bereich der Glanerbeek (Beek bedeutet Bach). Glanerbrug gehört politisch zu Enschede. Sein Name ist der Brücke über den Glanebach entlehnt.

Das Dorf verfügt über ein eigenes öffentliches Hallenbad und einen Tennisplatz. Die katholische Kirche O.L. Vrouwe van de Allerheiligste Rozenkrans stammt aus 1902/1903 und wurde von Alfred Tepe, einem der bedeutendsten Architekten der Neugotik in den Niederlanden, entworfen.

Glanerbrug hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Enschede–Gronau, der halbstündlich im Wechsel von den Regionalbahnlinien RB 64 Euregio-Bahn (Münster–Enschede) und RB 51 Westmünsterland-Bahn (Dortmund–Enschede) bedient wird. Diese Linien werden ausschließlich von der DB betrieben, da im Bahnhof Enschede keine Gleisverbindung zum niederländischen Netz besteht.

Am 7. April 1990 fiel ein Meteorit durch das Dach eines Wohnhauses, der Glanerbrug-Meteorit.[2]

In seinem Roman De Hunnen beschreibt Jan Cremer diesen Landstrich ausführlich, insbesondere die Geschehnisse während des Zweiten Weltkrieges. Nationale Bekanntheit errang Glanerbrug nicht zuletzt durch Herman Finkers, der mehrmals während einer Nachrichtenparodie vermeldete, dass Glanerbrug nun mit Kabelfernsehen ausgestattet werde, und dass noch kein Termin bekannt sei, an dem das Dorf an die allgemeine Kanalisation angeschlossen werde.

In Glanerbrug wurde Anfang der Nullerjahre die Joppiesauce erfunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian H. Freitag: Kindliche Eindrücke von der Glanerbrücke, in: Bürgerbuch Gronau und Epe, 2003/04, S. 204–09

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Glanerbrug – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kerncijfers wijken en buurten 2017 Centraal Bureau voor de Statistiek, abgerufen am 1. April 2018 (niederländisch)
  2. The Glanerbrug meteorite fall, abgerufen am 22. Januar 2010