Kirchderne

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Kirchderne
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 33′ 19″ N, 7° 30′ 28″ O
Höhe: ca. 65 m
Fläche: 2,45 km²
Einwohner: 4078 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.664 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1928
Postleitzahl: 44329
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 23
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Über dieses Bild
Lage von Kirchderne in Dortmund
Dionysiuskirche Kirchderne

Kirchderne ist der Statistische Bezirk 23 und zugleich ein Stadtteil der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er liegt im Stadtbezirk Scharnhorst.

Bis zur Industrialisierung war Kirchderne wie der Nachbarort Derne landwirtschaftlich geprägt. Nach dem Aufkommen der Montanindustrie lag Kirchderne im Schatten der südlich gelegenen Westfalenhütte und wurde im Norden durch die Zeche Gneisenau begrenzt.

Heute wird der Ort durch die B 236 in zwei Siedlungsbereiche geteilt. Im größeren westlichen Siedlungsbereich befinden sich überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser, sowie die zwischen der Derner Straße und dem Bahndamm der Linie U42 gelegene Hochhaussiedlung. Im kleineren östlichen Siedlungsbereich befinden sich hingegen überwiegend kleinere Mehrfamilienhäuser, sowie Zechenhäuser.

Im Ortskern des Stadtteils findet sich die historische Dionysiuskirche, die erstmals am 6. August 1032 urkundlich erwähnt wurde.

Heute gibt es in Kirchderne drei Kirchengemeinden:

  • Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius
  • Evangelische Kirchengemeinde St. Dionysius Kirchderne
  • Neuapostolische Kirche Kirchderne

Ein Ehrenmal erinnert in Kirchderne an eine der größten Katastrophen im deutschen Bergbau. Bei einer Schlagwetterexplosion auf der Zeche Minister Stein starben am 11. Februar 1925 136 Bergleute.

Am 1. April 1928 wurde Kirchderne nach Dortmund eingemeindet.[2]

An das Netz der Bahn ist Kirchderne über den Bahnhof Kirchderne an der Westmünsterland-Bahn (Dortmund-Enschede) und die Bahn Der Lüner (Dortmund-Münster) angebunden. Mit der Linie U42 der DSW21 erreicht man in wenigen Minuten die Dortmunder Innenstadt. Die beiden eben genannten Achsen kreuzen sich zwar im östlichen Teil Kirchdernes in der Karmschen Heide, besitzen dort aber keine Verknüpfung miteinander.

Das Team des Integrationssportclub Viktoria Dortmund-Kirchderne ist Gründungsmitglied der Blindenfußball-Bundesliga sowie Vize-Europacup Sieger 2007 im Torball.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dezember 2017 lebten 4.078 Einwohner in Kirchderne.

Struktur der Kirchderner Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 23,3 % (Dortmunder Durchschnitt: 19,4 %) [3]
  • Altenquote: 32,1 % (Dortmunder Durchschnitt: 30,0 %) [4]
  • Ausländeranteil: 14,8 % (Dortmunder Durchschnitt: 17,7 %) [5]
  • Arbeitslosenquote: 9,6 % (Dortmunder Durchschnitt: 11,0 %) [6]

Das durchschnittliche Einkommen in Kirchderne liegt etwa 20 % unter dem Dortmunder Durchschnitt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einw.
1987 4011
2003 4070
2008 3893
2010 3953
2013 3994
2016 4088
2017 4078

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dortmund-Kirchderne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen in den statistischen Bezirken am 31.12.2017 (PDF-Datei)
  2. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 253.
  3. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  4. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  5. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31.12.2017 (PDF-Datei)
  6. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30.06.2017 (PDF-Datei)