Horstmar (Lünen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Horstmar ist ein südöstlicher Ortsteil bzw. statistischer Bezirk der nordrhein-westfälischen Stadt Lünen, Kreis Unna. Er gehört überwiegend zur Gemarkung 1278 Horstmar.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lüner Ortsteil Horstmar, jetzt nur noch 3,52 km2 groß, war eine frühere Bauerschaft und befindet sich im südöstlichen Teil des Stadtgebietes. Bei der Eingemeindung (1923) nach Lünen war Horstmar noch 5,73 km2 groß, hat aber durch die Aufteilung durch die Stadt Lünen in statistische Bezirke 2,21 km2 verloren.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horstmar grenzt im Nordosten und Osten an den Bergkamener Stadtteil Oberaden. Es schließen sich im Uhrzeigersinn die Lüner Ortsteile Niederaden, Lünen-Süd, Osterfeld und Beckinghausen an. Im Süden grenzt Horstmar an den Dortmunder Stadtteil Lanstrop, getrennt durch die Autobahn A2.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1923 wurden die selbstständigen Landgemeinden Beckinghausen mit 460 Einwohnern und Horstmar mit 3363 Einwohnern nach Lünen eingemeindet.[1] Horstmar war (und ist) sehr vom Bergbau geprägt. Viele Bergarbeiter fanden auf der ZecheVictoria I/II“ (früher Zeche Preußen) im Ortsteil Horstmar Arbeit.

Durch die Eingemeindung erwarb die Stadt Lünen den Besitz von Schloss Schwansbell, das sich auf Horstmarer Gebiet (Gemarkung Horstmar) befand. Jetzt befindet es sich auf dem neu gegründeten statistischen Bezirk Osterfeld. Durch die willkürliche Neuordnung in statistische Bezirke befindet sich ebenfalls der Preußenhafen nun auf dem Gebiet von Lünen-Süd.

Am 25. Mai 1987 hatte der Ortsteil Horstmar insgesamt 7286 Einwohner.[2] Per 31. Dezember 2015 betrug die Einwohnerzahl 7544. Am 31. Dezember 2017 waren es 7551 Einwohner

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Horstmar befindet sich die Hauptstelle der Grundschule am Lüserbach. Diese hat eine Nebenstelle im Ortsteil Niederaden. Bis vor wenigen Jahren hieß die Schule noch Grundschule Horstmar-Niederaden.

Im Ortsteil gibt es mit der Realschule eine weiterführende Schule, die sich in der Trägerschaft der Stadt Lünen befindet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Preußen

Bezogen auf die Verkehrsanbindung liegen die südöstlichen Ortsteile Lünens recht günstig. Am Rand des Ortsteils Horstmar – an der Grenze zum Ortsteil Lünen-Süd – befindet sich der Bahnhof Preußen, in dem die Züge der Regionalverkehrslinien RB50 Dortmund – Lünen – Münster und RB51 Dortmund – Lünen – Coesfeld – Enschede halten. Der Bahnhof, benannt nach der früheren Zeche Preußen, besitzt zwei Bahnsteiggleise.

Ab Mitte 2014 wurde die Station im Rahmen des landesweiten Modernisierungsprogramms umgebaut. Er wurde auf 76 cm angehoben und ein Aufzug installiert, um den Bahnhof barrierefrei zu machen. Außerdem wurde der Bahnsteig mit wettergeschützten Bereichen ausgestattet und im Bahnhofsgebäude gibt es einen Abfahrtsbildschirm sowie neue Türen. Durch einen Planungsfehler hat sich die Baumaßnahme um 6 Monate verzögert und es ist teurer geworden. Insgesamt hat das Projekt 2,9 Millionen Euro gekostet wovon 2 Million Euro die DB Station&Service AG bezahlt hat und 0,9 Millionen Euro das Land NRW. Die Beleuchtung, der Weg zum Bahnsteig und der überdachte Eingangsbereich wurden vollständig vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe bezahlt. (300.000 €)

Ende 2016 waren die Arbeiten vollendet.

In der Nähe liegt zudem die Autobahn-Anschlussstelle zur A2 -nur- in Richtung Hannover und Berlin. Vorgesehen ist durch den Bau von zwei Kreisverkehren auf der Bebel- und Preußenstraße nebst Untertunnelung der Bahnstrecke in Nähe des Bahnhofs eine Anbindung in Fahrtrichtung Oberhausen.

Hauptverkehrsstraße durch Lünen-Horstmar ist die Preußenstraße.

Kultur und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1996 fand in Horstmar auf ehemaligem Zechengelände und landwirtschaftlicher Nutzfläche die „Landesgartenschau Lünen 1996“ – kurz „LaGaLü“ – statt. Auf dem Gelände der LaGaLü befindet sich heute der so genannte Seepark Lünen, direkt neben dem Kanal gelegen. Er dient der Naherholung. Er ist überregional bekannt und ein beliebtes Ausflugsziel. Geblieben sind ein großer Badesee mit Sandstrand, eine große Blumenwiese, eine Bergehalde und eine riesige künstliche Mulde, das so genannte „Horstmarer Loch“, vorhanden. Zur jährlichen Attraktion im Stadtbezirk gehört die Open-Air-Party „Rock im Loch“, welche besonders bei jungen Leuten beliebt ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 213, 249.
  2. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.): Bevölkerung und Privathaushalte sowie Gebäude und Wohnungen. Ausgewählte Ergebnisse für Gemeindeteile. Regierungsbezirk Arnsberg. Düsseldorf 1990, S. 282.

Koordinaten: 51° 36′ N, 7° 33′ O