Verdi Grüne Vërc

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Verdi Grüne Vërc
Grüne- Verdi Südtirol.svg
Fraktionsvorsitzender Riccardo Dello Sbarba
Sprecher Riccardo Dello Sbarba (kommissarisch)
Gründung 1988
Hauptsitz Bindergasse 5, 39100 Bozen
Landtagsmandate
3/35
Parlamentsabgeordnete
1/630
Senatoren
0/315
Europaparlamentarier
0/73
Ausrichtung ökosozial, transnational
Farbe grün
Website http://www.gruene.bz.it/

Verdi Grüne Vërc sind eine ökosoziale Partei in Südtirol, die sich an den Grundsätzen der Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz orientiert und zur italienischen Partei Federazione dei Verdi gehörte, die sie maßgeblich mitgestaltet haben. Die Grünen Südtirols sind aus dem politisch-sozialen Milieu der Neue Linken/Nuova Sinistra, der Umweltbewegung sowie der Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) entstanden. Sie verstehen sich als die Sprachgruppen verbindende Bewegung (wie auch der offizielle italienisch-deutsch-ladinische Name zeigt) und achten bei der Erstellung ihrer Kandidatenlisten auf ethnische Ausgewogenheit. Nach mehrmaligem erfolgreichem Antreten bei Gemeinde- und Landtagswahlen seit 1978 erfolgte die formale und statutarische Gründung von Verdi Grüne Vërc als Partei erst im Jahre 1996. Vorsitzende (Landessprecher) waren von Jänner 2009 bis März 2013 Brigitte Foppa und Sepp Kusstatscher.

Bekannteste Vertreter waren der 1995 verstorbene EU-Parlamentarier (1989-1995) und Jurist Alexander Langer sowie der Extrembergsteiger und ehemalige EU-Parlamentarier (1999-2004) Reinhold Messner.

Derzeit stellen die Südtiroler Grünen drei Landtagsabgeordnete im Südtiroler Landtag: den Journalisten Riccardo Dello Sbarba, den Brixner Historiker Hans Heiss und die Montaner Beamtin Brigitte Foppa. Bei den Parlamentswahlen in Italien 2013 zog der Journalist Florian Kronbichler über die Liste von Sinistra Ecologia Libertà in die nationale Abgeordnetenkammer ein. In der Folge trennten sich die Südtiroler Grünen am 23. März 2013 von der Federazione dei Verdi, die sie 1990 mit gegründet hatten.

Am 20. März 2008 (Gründonnerstag) wurden die jungen Grünen neu gegründet.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen 2010 und Europawahl 2009[Bearbeiten]

In der Landeshauptstadt Bozen haben sich die Grünen am Mitte-Links-Bündnis rund um den Bürgermeisterkanditaten Luigi Spagnolli der Demokratischen Partei (PD) beteiligt. Nach dem klaren Wahlsieg sind sie wieder im Stadtrat vertreten, wo sie die Bereiche Kultur, aktives Zusammenleben, Umwelt und Chancengleichheit verwalten. In Brixen sind sie ebenfalls in der Stadtregierung durch einen Sitz vertreten. In Meran haben die Südtiroler Grünen eine Beteiligung an einer von der Südtiroler Volkspartei (SVP) vorgeschlagenen Koalition abgelehnt.

Bei den Europawahl 2009 scheiterten die beiden Kandidaten der Südtiroler Grünen und schafften den Einzug in das europäische Parlament nicht mehr.

Gemeinderatswahlen 2005 und Europawahl 2004[Bearbeiten]

Sitz der Südtiroler Grünen in der Bindergasse

In der Landeshauptstadt Bozen, wo sie am knappen Wahlsieg eines Mitte-links-Bündnisses und der SVP beteiligt waren, haben die Grünen derzeit das Sozialreferat in der Stadtregierung inne. Auch in der Gemeinde Leifers sind die Grünen Teil der Stadtregierung. Die Regierungsbeteiligung in Meran wurde im Dezember 2004 infolge eines Koalitionsstreits um den Bau des Küchelbergtunnels aufgekündigt.

Bei den Europawahl 2004 erreichten die Südtiroler Grünen insgesamt einen Achtungserfolg und in Brixen mit 25,7 %[1] einen der höchsten Wähleranteile für grüne Parteien europaweit. Dies hängt vermutlich mit dem Kandidaten Sepp Kusstatscher zusammen, der in Brixen bekannt und sehr beliebt ist. Das Gleiche gilt für den 2005 angetretenen Bürgermeisterkandidaten von Brixen, den Landtagsabgeordneten Hans Heiss, der bei der Gemeinderatswahl 2005 erreicht hat, dass die SVP erstmals in der Brixner Nachkriegsgeschichte nicht über die absolute Mehrheit im Gemeinderat verfügt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Atz: Die Grünen Südtirols. Profil und Wählerbasis. StudienVerlag, Innsbruck/Wien/Bozen 2007, ISBN 978-3-7065-4070-4
  • Joachim Gatterer: „rote milben im gefieder“. Sozialdemokratische, kommunistische und grün-alternative Parteipolitik in Südtirol. StudienVerlag, Innsbruck/Wien/Bozen 2009, ISBN 978-3-7065-4648-5

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.provinz.bz.it/vote/2004/monpreflist1_d.htm