Grexit

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a) Die Flaggen der 19 Mitgliedsländer der Eurozone (Stand Juni 2015)
b) Die Mitgliedsländer der Eurozone (Stand Juni 2015)
  • Staaten mit Euro als gesetzlicher Währung
  • EU-Staaten mit anderer gesetzlicher Währung
  • Nicht-EU-Staaten, die den Euro de facto verwenden

Grexit bezeichnet ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone. Es handelt sich um ein von Ebrahim Rahbari geprägtes[1][2][3] Kofferwort aus den englischen Worten Greek und exit. Ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone und die damit verbundenen Vor- und Nachteile wurden erstmals 2009 und verstärkt seit 2014 öffentlich diskutiert.[4][5]

Verwandte Begriffe[Bearbeiten]

Seit 2015 wird auch vermehrt die Möglichkeit eines Grexit by Accident, kurz Graccident oder Grexident,[6] besprochen; dieser Begriff meint einen unbeabsichtigten Euro-Austritt.[7] Grimbo, kurz für Greek limbo, bezeichnet einen Zustand, in dem Griechenland von seinen Gläubigern keine weiteren Hilfszahlungen mehr erhält und sich die Situation über einen längeren Zeitraum nicht klärt.[8]

Für andere Länder wie Finnland, die ebenfalls ein mögliches Ausscheiden aus der Eurozone erwägen, existieren analog gebildete Begriffe (Fixit).[9] Demgegenüber bedeutet Brexit ein Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der gesamten Europäischen Union.

Vorgeschichte und Hintergrund[Bearbeiten]

Grexit-Szenarien[Bearbeiten]

Plan Z[Bearbeiten]

Plan Z ist der Name eines 2012 entworfenen Planes, der erörterte, wie Griechenland im Falle eines Zusammenbruchs des griechischen Bankensystems aus der Eurozone aussteigen könnte.[10] An dem Plan arbeiteten insgesamt etwa zwei Dutzend Personen (Mitarbeiter der Europäischen Kommission, der EZB und des IWF) mit.[10] Sie wurden geführt von Jörg Asmussen (EZB), Thomas Wieser (Euro working group), Poul Mathias Thomsen (IWF) und Marco Buti (Europäische Kommission).[10] Um eine vorzeitige Veröffentlichung zu vermeiden, wurde kein einziges Dokument geschaffen, keine E-Mails wurden ausgetauscht und Repräsentanten Griechenlands wurden nicht informiert.[10] Der Plan basierte unter anderem auf Erfahrungen, die 2003 bei der Einführung des neuen Irakischen Dinars im Irak durch die USA gemacht worden waren.[10] Der Plan Z hätte es erfordert, die griechische Wirtschaft und das griechische Bankensystem vom Target 2-System zu trennen, Geldautomaten zeitweise zu schließen und die Konvertibilität zeitweise zu beschränken (z. B. Devisenverkehrsbeschränkungen).[10]

Parallelwährung[Bearbeiten]

Udo Neuhäußer, Ministerialrat im deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, schlug im Februar 2012 vor, das griechische Staatsvermögen in ein Sondervermögen einzubringen und dieses als Deckung für eine griechische Parallelwährung (z. B. namens »Neue Drachme«) zu verwenden.[11] Dieser Vorschlag wurde 2012 und auch danach diskutiert.[12]

Die Geldmenge dieser Parallelwährung könnte Griechenland selber steuern; ebenso den Wechselkurs zum Euro. Eine Parallelwährung in Griechenland gibt der griechischen Regierung die Möglichkeit, weiterhin Ausgaben zu tätigen, ohne auf Kredite aus dem Euroraum angewiesen zu sein. Sie könnte die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes wiederherstellen. Zum Beispiel könnte die Regierung den staatlichen Mitarbeitern einen Teil ihrer Löhne in Parallelwährung ausbezahlen. Die Frage ist, ob genug Griechen bereit sein würden, die Parallelwährung als Zahlungsmittel anzunehmen, solange sie gleichzeitig den Euro würden nutzen können.[13]

Zeitweiliger Grexit[Bearbeiten]

In die Verhandlungen um ein drittes Programm für Griechenland brachte Deutschland den Vorschlag eines zeitweiligen Grexit ein.[14] Hiernach sollte Griechenland die Euro-Zone für mindestens fünf Jahre verlassen und anschließend unter nicht näher genannten Bedingungen zurückkehren können. Innerhalb der Eurogruppe wurde der Vorschlag von neun Staaten unterstützt (Österreich, Belgien, Deutschland, Finnland, Lettland, Litauen, Niederlande, Malta, Slowakei). Fünf Staaten verhielten sich unentschieden (Estland, Irland, Portugal, Slowenien, Zypern). Abgelehnt wurde der Vorschlag von Griechenland selbst und vier weiteren Staaten (Frankreich, Luxemburg, Italien und Spanien).[15] Nachdem Griechenland verschiedene Zusicherungen abgegeben hatte, wurde der Vorschlag eines zeitweiligen Grexit schließlich einstimmig verworfen.

Rechtliche Rahmenbedingungen[Bearbeiten]

Ob eine Beendigung der Mitgliedschaft in der Eurozone ohne gleichzeitiges Ausscheiden aus der EU möglich ist, ist im Schrifttum umstritten: Zumindest vereinzelt wird die Auffassung vertreten, dass ein Mitglied unter bestimmten Voraussetzungen aus der Eurozone ausscheiden kann, ohne aus der EU auszutreten.[16]

Im Übrigen ist aber das Schrifttum fast durchweg der Ansicht, dass die europäischen Verträge weder einen erzwungenen Auschluss aus der Währungsunion noch aus der Europäischen Union erlauben.[17] Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte im Dezember 2009 ein Diskussionspapier, in dem sie erklärt, dass ein direkter Ausschluss aus Eurozone oder EU unmöglich seien. Er könne allerdings durch indirekte Mittel erzwungen werden.[18]

Der Europarechtler Peter Behrens leitet aus dem Gesellschaftsrecht her, dass ein Staat ausgeschlossen werden kann, der auf Dauer bewusst Obstruktion betreibt. Eine gemeinsame Währung könne nämlich verglichen werden mit der Entscheidung von Privatpersonen, alle Zahlungsein- und -ausgänge über ein gemeinsames Konto abzuwickeln. Dies könne nur in einem Vertrauensverhältnis erfolgreich sein. Bei fortgesetzt opportunistischem Verhalten eines Partners müsse es daher Möglichkeiten des Ausschlusses geben.[19]

Demgegenüber verwahrte sich der damalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis gegen einen erzwungenen Grexit. Er bezeichnete im Juni 2015 die Mitgliedschaft Griechenlands in der Eurozone als nicht verhandelbar und drohte rechtliche Schritte gegen einen möglichen Ausschluss an.[20]

Bewertungen des Grexit[Bearbeiten]

Autoren des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) verglichen 2012 historische Strategien interner Abwertung (u. a. Lohnkürzungen) und Strategien externer Abwertung (Abwertung der Währung über den Wechselkurs). Sie verwiesen auf die schlechtere wirtschaftliche Entwicklung Griechenlands und Lettlands mit deren Strategie der internen Abwertung im Vergleich zu anderen betrachteten Ländern in Währungskrisen.[21] Durch Grexit mit Währungsabwertung würden Schuldentragfähigkeiten und noch verdeckte Verluste aber transparenter.[22] Bei einem Verbleib Griechenlands in der Währungsunion und gleichzeitigen Preis- und Lohnsenkungen werde im Gegensatz zur Währungsabwertung die landesinterne Verschuldung nicht angepasst: Einer sinkenden nominalen Rückzahlungskapazität stünden dann unveränderte nominale Verbindlichkeiten gegenüber. Aus Sicht der Schuldner sei dieser Weg daher noch schwieriger zu bewältigen als der Grexit[23]. Länder mit externer Abwertung wie Argentinien (2002), Thailand (1997) oder Italien (1992) hätten in der Phase der Abwertung hingegen nach der Ifo-Untersuchung eine bessere Entwicklung. Im Vergleich zu einer internen Abwertung sei in diesen Fällen die externe Abwertung mit positiveren bzw. weniger negativen Folgen verbunden gewesen. Die Autoren des ifo-Instituts verwiesen jedoch auch auf Probleme des Vergleichs: „die Ungleichgewichte, mit denen Griechenland zu kämpfen hat, [sind] ungleich größer“.[24] Auch Weisbrot und Ray argumentieren, die Strategie interner Abwertung verursache immense ökonomische und soziale Kosten.[25]

Ein weiterer Problemaspekt betrifft die Ansteckungsrisiken für andere Euroländer. Laut Gutachten des IWF und des deutschen Sachverständigenrats vom Frühjahr 2015 sei diese Ansteckungsgefahr beherrschbar. Dazu müssten Schutzwälle gegen Spekulationen eingerichtet werden. Genügend Mittel des ESM und der EZB, um notfalls Anleihen anderer Eurokrisenländer zu kaufen, stünden bereit.[26]

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble warb noch nach der vorläufigen Einigung vom 12. Juli 2015 innerhalb der Eurozone für einen Grexit im gegenseitigen Einvernehmen. Ein wirklicher Schuldenschnitt sei notwendig, unbestritten sei aber, dass er - im Gegensatz zur angestrebten Umschuldung aus ESM- und IWF-Mitteln - aus rechtlichen Gründen „mit einer Mitgliedschaft in der Währungsunion unvereinbar“ sei. Auch für die Bewilligung von ESM-Mitteln sei Schuldentragfähigkeit eine zwingende Voraussetzung, diese jedoch ohne Schuldenschnitt schwer zu erreichen.[27]

Auch der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis sah eine Kopplung von Schuldenschnitt und Grexit, womit er allerdings innerhalb der Regierung weitgehend isoliert war. Nach seiner Amtsübernahme Ende Januar 2015 wandte er sich zwar gegen einen erzwungenen Euro-Austritt,[20] spielte aber als Alternative zur von den Kreditgebern geforderten Austeritätspolitik Szenarien in einer kleinen Gruppe theoretisch durch. In internen Beratungen der griechischen Regierung nach dem Referendum sah er die Ablehnung der Spar- und Reformvorschläge als Bestärkung eines Vorschlags, den er schon als Reaktion auf die eine Woche vorher angekündigte Schließung der Banken gemacht hatte: Ausgabe eigener Schuldscheine, Erklärung eines Schuldenschnitts in Bezug auf von der EZB seit 2012 gehaltene griechische Staatsanleihen und Übernahme der Kontrolle der griechischen Zentralbank. Er sah dies nicht als unumkehrbare Entwicklung zum Grexit an, meinte jedoch, das Eingehen des Risikos hätte die griechische Verhandlungsposition gestärkt.[28]

Die finanziellen Auswirkungen eines Grexits lassen sich kaum quantifizieren. Bei einem 50%igen Schuldenerlass würden nach einer Schätzung vom Januar 2015 die Kosten für Deutschland wahrscheinlich 40 bis 50 Milliarden Euro betragen.[29] Carsten Schneider (SPD) prognostizierte Kosten in Höhe von „30 Milliarden Euro oder mehr“, ohne die Annahmen seiner Berechnung offenzulegen.[30] Das Nachrichtenmagazin Focus bezifferte den maximal möglichen Schaden für Deutschland auf ca. 72 Mrd. Euro und vermutete, es würde nicht mehr als die Hälfte dieses Betrags tatsächlich verloren gehen.[31] Die EZB hat kategorisch ausgeschlossen, an einem Schuldenschnitt teilzunehmen: dies dürfe sie nicht, weil ein Schuldenerlass eine verbotene Staatsfinanzierung und somit ein Verstoß gegen die Europäischen Verträge wäre.[29][32]

Klaus Regling, der Generaldirektor des ESM, bezeichnete Mitte Februar 2015 einen Grexit als die teuerste Lösung für Griechenland und den Euro-Raum. Er äußerte Verständnis für die Bemühungen der neuen griechischen Regierung, vereinbarte Bedingungen zu ändern, und signalisierte Kompromissbereitschaft.[33]

Nach Ansicht von Christoph M. Schmidt, dem Präsidenten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung und Vorsitzenden des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sei im Falle eines Grexits das Risiko groß, dass Griechenland dauerhaft stagniere und sich so eine humanitäre Katastrophe ereigne. Die derzeitige griechische Politik sei hochgefährlich, der beste Weg sei eine Kombination aus Haushaltskonsolidierung und Reformen in Griechenland. Der schlechteste und teuerste Weg wäre es aus deutscher Sicht aber, den Forderungen aus Athen nachzugeben, um einen Grexit um jeden Preis zu verhindern.[34] Nach einem internen Arbeitspapier des Internationalen Währungsfonds müsse Griechenland im Falles des Grexit eine Währung einführen, die nicht an den Euro gekoppelt ist, sondern zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft einen freien Wechselkurs aufweist. Die Folge eines geringen Außenwerts der neuen Währung sei ein Anstieg der Preise von Importgütern. Schwere wirtschaftliche Verwerfungen und eine Hyperinflation gehörten innerhalb Griechenlands zu möglichen Auswirkungen, wenn die neue nationale Geldpolitik Griechenlands nicht entschieden gegensteuere. Für die ehemaligen Krisenstaaten Portugal, Irland und Spanien seien die Auswirkungen dagegen leichter beherrschbar.[35]

Charles Blankart und Sven Bretschneider vom Institut für öffentliche Finanzen, Wettbewerb und Institutionen an der Humboldt-Universität zu Berlin haben keine Zweifel, dass eine neue griechische Währung sich als Tauschmittel schwerlich verdrängen lässt: denn für alle Transaktionen mit dem Staat und seinen öffentlichen Unternehmen könne die neue Währung zur Pflicht erklärt werden, was vielleicht 60 % der Transaktionen ausmache. Bereits dann werde sich ein Verbleiben in der alten Währung nicht mehr lohnen.[36]Der Heidelberger Ökonom Eckhard Behrens argumentiert, die Durchsetzung der Parallelwährung werde leichter durch deren erhöhte Umlaufgeschwindigkeit[37].

In einem Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung vom 30. Juni 2015[38] gibt der frühere „Wirtschaftsweise“ Wolfgang Wiegard auf die Frage „Wie soll und kann Europa helfen?“ folgende Antwort: Ob Grexit oder nicht: Griechenland wird auf viele Jahre auf Hilfen von den europäischen Partnern angewiesen sein. Dabei geht es einmal darum, eine drohende Verarmung der Bevölkerung durch Unterstützungsleistungen zu verhindern. Ebenso wichtig ist aber, dass Griechenland wieder wettbewerbsfähig wird. Wiegard hält den drohenden Austritt Großbritanniens aus der EU („Brexit“) für gefährlicher.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Mayer: Europas unvollendete Währung: Wie geht es weiter mit dem Euro? Wiley, 1. Auflage 2013, ISBN 978-3-527-50723-8 (englischer Originaltitel: Europe’s unfinished currency, Anthem, Oktober 2012, ISBN 978-0-85728-548-5) Vorschlag (S. 191 ff. = Kapitel 11: Eine neue Basis für die Europäische Währungsunion): ein Parallelwährung für die Gläubigerländer innerhalb der Euro-Gruppe.
  • Kai Carstensen: Der GREXIT – warum ein Austritt aus der Währungsunion hätte helfen können. In: Die Krise in Griechenland: Ursprünge, Verlauf, Folgen. Campus 2015, herausgegeben von Wolfgang Schultheiss und Ulf-Dieter Klemm.
  • Sebastian Dullien und Daniela Schwarzer: Der Umgang mit Staatsbankrotten im Euroraum: Bisher nur Hilfskonstruktionen. In: Die Krise in Griechenland: Ursprünge, Verlauf, Folgen, 2015.
  • Wassilis Aswestopoulos: Griechenland – Eine EUROpäische Tragödie: Die Hintergründe der Euro-Krise. 1. Aufl. 2011.[39]
  • Johann Legner GREXIT: Was uns die Griechenland-Lüge kostet. CBX, München, 2015 ISBN 978-3-945794-33-3

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mathias Ohanian: «SNB kann die Zinsen auf minus 5 Prozent senken». In: handelszeitung.ch. 9. Januar 2015, abgerufen am 30. Mai 2015.
  2. ‚Grexit‘ - Wer hat’s erfunden? In: blog.citifirst.com. 6. März 2015, abgerufen am 30. Mai 2015.
  3. Bekannt geworden ist der Begriff insbesondere durch einen Fachartikel, den Rahbari gemeinsam mit Willem Buiter im Februar 2012 veröffentlicht hat: Willem Buiter, Ebrahim Rahbari: Global Economics View. In: webcitation.org. 6. Februar 2012, abgerufen am 30. Mai 2015 (englisch).
  4. Daily Telegraph vom 13. Dezember 2009.
  5. „Drohende Zahlungsunfähigkeit eines Eurolands: Was sollte die EU tun?“, Meyer, Dirk / Hasse, Rolf ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München, 2009, ifo Schnelldienst 62 (07), 03-10, http://www.cesifo-group.de/DocDL/ifosd_2009_7_1.pdf
  6. z. B. lefigaro.fr 18. Februar 2015: À quoi ressemblerait la sortie de l'euro de la Grèce
  7. Griechenland: Stresstest für die eigene Sterblichkeit. In: sz.de. 4. März 2015, abgerufen am 30. Mai 2015.
  8. Simon Kennedy: Grexit Is So 2012. Citigroup Introduces Grimbo to Crisis Lexicon. In: bloomberg.com. 23. April 2015, abgerufen am 23. April 2015.
  9. The Economist vom 25. August 2012.
  10. a b c d e f Peter Spiegel: Inside Europe’s Plan Z In: Financial Times vom 14. Mai 2014
  11. Monetisierung des griechischen Staatsvermögens in Form einer Parallelwährung in: ifo Schnelldienst 2/2012 (Zugang über ideas.repec.org)
  12. Die Parallelwährung: Optionen, Chancen, Risiken (2012). Herausgegeben vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft; Sammelband einer Konferenz im Sommer 2012
  13. Skeptisch z. B. Carsten Hefeker (2012):Der Geuro ist keine Lösung
  14. Tagesschau vom 12. Juli 2015
  15. The Guardian vom 12. Juli 2015
  16. Jens Dammann: The Right to Leave the Eurozone Texas International Law Journal, Jahrgang 48 Bd. 2 (PDF).
  17. Jörg Haas: Risiko Grexit: Vorsicht beim Verhandeln, policy paper Nr. 126 des Jacques Delors Instituts Berlin vom 16. Februar 2015, S. 4 (PDF); Robert Zbíral: Exit from eurozone under the regime of the Lisbon Treaty: reality or wishful thinking? in: Jiří Jirásek, ea. (Hrsg.): Ústavněprávní aspekty členství Poslké republiky a české republiky v Evropské unii šest let po přistoupení obou států. Bydgoszcz: KPSW, 2010, S. 141-150 (S. 7 des PDF)
  18. Phoebus Athanassiou: Withdrawal and expulsion from the EU and EMU – some reflections. Legal Working Paper Series, Nr. 10, Dezember 2009 (PDF)

    “… that negotiated withdrawal from the EU would not be legally impossible even prior to the ratification of the Lisbon Treaty, and that unilateral withdrawal would undoubtedly be legally controversial; that, while permissible, a recently enacted exit clause is, prima facie, not in harmony with the rationale of the European unification project and is otherwise problematic, mainly from a legal perspective; that a Member State’s exit from EMU, without a parallel withdrawal from the EU, would be legally inconceivable; and that, while perhaps feasible through indirect means, a Member State’s expulsion from the EU or EMU, would be legally next to impossible. … with a reminder that while, institutionally, a Member State’s membership of the euro area would not survive the discontinuation of its membership of the EU, the same need not be true of the former Member State’s use of the euro.”

    „… dass ein durch Verhandlungen erzielter Rückzug aus der EU legal nicht unmöglich wäre, sogar vor der Ratifikation des Vertrags von Lissabon, und ein unilateraler Rückzug zweifellos juristisch umstritten wäre; und dass, obwohl möglich, eine neu eingebrachte Austritts-Klausel prima facie nicht in Übereinstimmung mit den Grundprinzipien des europäischen Einigungsprojekts stünde und anderweitig, hauptsächlich aus einer juristischen Perspektive, problematisch wäre; und dass, wiewohl durch indirekte Mittel zu erzwingen, der direkte Ausschluss eines Mitgliedsstaates aus der EU oder Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, nahezu unmöglich wäre. … zu erinnern ist, dass die institutionelle Mitgliedschaft eines Mitgliedsstaates in der Eurozone bei dessen Ausscheiden aus der EU beendet würde, während die Verwendung des Euros weiterhin möglich wäre.“

  19. Dies berichtet Hans-Bernd Schäfer, Institut für Recht und Ökonomik, Universität Hamburg, und Bucerius Law School, Hochschule für Rechtswissenschaft, Hamburg, in „Was wird aus Griechenland? Überlegungen zu einem Insolvenzrecht für internationale Staatsschulden“ S.22 ([1]); siehe auch: Peter Behrens: Ist ein Ausschluss aus der Euro-Zone ausgeschlossen? EuZW 2010, S. 121 (PDF).
  20. a b Greece threatens top court action to block Grexit Daily Telegraph vom 29. Juni 2015
  21. Benjamin Born, Teresa Buchen, Kai Carstensen, Christian Grimme, Michael Kleemann, Klaus Wohlrabe und Timo Wollmershäuser ifo Schnelldienst 10/2012: Austritt Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion: Historische Erfahrungen, makroökonomische Konsequenzen und organisatorische Umsetzung, S. 12
  22. Ähnlich Hans-Werner Sinn in „Gefangen im Euro“ , S.128ff, ISBN E-Book (PDF)978-3-86414-626-8
  23. „Austritt Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion: Historische Erfahrungen, makroökonomische Konsequenzen und organisatorische Umsetzung“ S.30 Benjamin Born, Teresa Buchen, Kai Carstensen, Christian Grimme, Michael Kleemann, Klaus Wohlrabe und Timo Wollmershäuser ifo Schnelldienst 10/2012 – 65. Jahrgang
  24. Benjamin Born, Teresa Buchen, Kai Carstensen, Christian Grimme, Michael Kleemann, Klaus Wohlrabe und Timo Wollmershäuser ifo Schnelldienst 10/2012: Austritt Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion: Historische Erfahrungen, makroökonomische Konsequenzen und organisatorische Umsetzung, S. ii und 17
  25. Weisbrot, M. und R. Ray (2011): Latvia’s Internal Devaluation: A Success Story?, Center for Economic and Policy Research, 12/2011, S. 15
  26. Spiegel-Online, [2]; Sachverständigenrat, Aktualisierte Konjunkturprognose für das Jahr 2015, S. 8–9
  27. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWolfgang Schäuble im Gespräch mit Christine Heuer: Schäuble spricht weiter vom Grexit auf Zeit. Deutschlandfunk, 16. Juli 2015, abgerufen am 18. Juli 2015.
  28. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatYannis Varoufakis: Sie haben uns in die Falle gelockt. Dt. Übersetzung eines Interviews mit dem New Statesman vom 13. Juli 2015, neues deutschland, abgerufen am 18. Juli 2015.
  29. a b Ruf nach Schuldenschnitt für Athen wird lauter; Welt.de, abgerufen am 28. Januar 2015
  30. Experten wollen Euro-Rausschmiss ermöglichen; Handelsblatt.com, abgerufen am 28. Januar 2015
  31. Teurer „Grexit“: So viel würde Deutschland der Euro-Austritt Griechenlands kosten; Focus.de, abgerufen am 28. Januar 2015
  32. EU diskutiert offenbar Schuldenerlass für Griechenland; Spiegel.de, abgerufen am 28. Januar 2015
  33. Regling: Grexit die teuerste Lösung für Griechenland und die EU, Phoenix Pressemitteilung, 13. Februar 2015
  34. Wirtschaftsweiser: „Griechenland spielt mit dem Feuer“. Artikel vom 12. April 2015 im Portal derwesten.de, abgerufen am 12. April 2015
  35. Internes Arbeitspapier: IWF sagt Griechenland bei Grexit Hyperinflation voraus. Artikel vom 25. April 2015 im Portal spiegel.de, abgerufen am 25. April 2015
  36. Nutzen und Kosten eines Austritts Griechenlands aus dem Euro ifo Schnelldienst 9/2012 – 65. Jahrgang. S.15 http://www.cesifo-group.de/DocDL/ifosd_2012_09_2.pdf
  37. http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2013/09/grexit-mit-parallelwaehrung/ Kommentar
  38. An der Grenze zum Wahnsinn, Interview des früheren „Wirtschaftsweisen“ Wolfgang Wiegard mit der Mittelbayerischen Zeitung, Mittelbayerische Zeitung vom 30. Juni 2015, S. 3
  39. Rezension auf deutschlandradiokultur.de