Großheirath

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großheirath
Großheirath
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großheirath hervorgehoben
Koordinaten: 50° 11′ N, 10° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Coburg
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 22,27 km2
Einwohner: 2646 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 119 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96269
Vorwahl: 09565
Kfz-Kennzeichen: CO, NEC
Gemeindeschlüssel: 09 4 73 132
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 34
96269 Großheirath
Webpräsenz: www.grossheirath.de
Bürgermeister: Udo Siegel (CSU/Bürgerblock)
Lage der Gemeinde Großheirath im Landkreis Coburg
Callenberger Forst-WestGellnhausenLandkreis HaßbergeCoburgLandkreis KronachLandkreis LichtenfelsWeitramsdorfWeidhausen bei CoburgUntersiemauSonnefeldRödentalBad RodachNiederfüllbachNeustadt bei CoburgMeederLautertal (Oberfranken)ItzgrundGrub am ForstGroßheirathEbersdorf bei CoburgDörfles-EsbachAhorn (Landkreis Coburg)SeßlachLandkreis BambergThüringenKarte
Über dieses Bild

Großheirath ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Coburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großheirath liegt im Itzgrund etwa zwölf Kilometer südlich von Coburg. Orte der Gemeinde Großheirath sind:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Wechsel nach Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großheirath wurde erstmals im Jahre 1149 urkundlich erwähnt. Die Gestaltung der Pfarrkirche stammt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Bis 1918 zählte der Ort zum Herzogtum Sachsen-Coburg. Seit 1920 gehört er zum Freistaat Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde Buchenrod eingemeindet.[3] Am 1. Mai 1978 wurden Gossenberg, Neuses an den Eichen, Rossach und Watzendorf Ortsteile der Gemeinde Großheirath.[4]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Untersiemau, die nach ihrem Austritt am 1. Januar 1990 aufgelöst wurde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat (Vergleich zur Wahl 2008):

  • CSU/Bürgerblock 8 Sitze (± 0)
  • Freie Wähler 3 Sitze (± 0)
  • SPD/Freie Wähler Großheirath 3 Sitze (± 0)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: „Über von Blau und Gold gespaltenem Schildfuß, darin ein unterhalbes Mühlrad in verwechselten Farben, gespalten; vorne in Gold drei, eins zu zwei gestellte blaue Flachsblüten, hinten in Blau eine silberne Krümme“.

Großheirath besteht seit 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Großheirath und Rossach. Die drei Flachsblüten sind aus dem Wappen von Rossach von 1955 übernommen; es ist durch ein Gemeindesiegel von 1792 in Abdrucken überliefert. Sie weisen auf den einst im Itzgrund bedeutenden Flachsanbau hin. Der Abtstab und die Farben Blau und Gold stammen aus dem Wappen des Klosters Langheim, das im Gemeindegebiet die Oberherrschaft über die sogenannten Eigensdörfer Gossenberg, Neuses an der Eichen und Watzendorf innehatte. Diese Orte gehören heute zur Gemeinde Großheirath. Das Mühlrad weist auf die Nutzung der Wasserkraft im Gemeindegebiet entlang der Itz hin und steht somit stellvertretend für die Ortsteile Großheirath und Buchenrod.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der B 4, die Coburg mit Bamberg verbindet. Ab 1900 besaß Großheirath mit der Itzgrundbahn einen im Ortsteil Rossach endenden Eisenbahnanschluss. Knapp zwei Kilometer zuvor befindet sich der Bahnhof Großheirath. 1984 endete der Personenverkehr. Die Strecke wurde 2001 stillgelegt und zurückgebaut.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 441.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 680.
  5. Informationen über das Wappen von Großheirath auf hdbg.eu, abgerufen am 16. Februar 2018.
  6. Archivlink (Memento des Originals vom 20. August 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eba.bund.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großheirath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien