Großheirath

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großheirath
Großheirath
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großheirath hervorgehoben

Koordinaten: 50° 11′ N, 10° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Coburg
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 22,27 km2
Einwohner: 2647 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 119 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96269
Vorwahl: 09565
Kfz-Kennzeichen: CO, NEC
Gemeindeschlüssel: 09 4 73 132
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 34
96269 Großheirath
Website: www.grossheirath.de
Erster Bürgermeister: Udo Siegel (CSU/Bürgerblock)
Lage der Gemeinde Großheirath im Landkreis Coburg
Callenberger Forst-WestGellnhausenLandkreis HaßbergeCoburgLandkreis KronachLandkreis LichtenfelsWeitramsdorfWeidhausen bei CoburgUntersiemauSonnefeldRödentalBad RodachNiederfüllbachNeustadt bei CoburgMeederLautertal (Oberfranken)ItzgrundGrub am ForstGroßheirathEbersdorf bei CoburgDörfles-EsbachAhorn (Landkreis Coburg)SeßlachLandkreis BambergThüringenKarte
Über dieses Bild

Großheirath ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Coburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Großheirath liegt im Itzgrund etwa zwölf Kilometer südlich von Coburg.

Die Gemeinde Großheirath hat sieben Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Wechsel nach Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großheirath wurde erstmals im Jahre 1149 urkundlich erwähnt. Die Gestaltung der Pfarrkirche stammt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Bis 1918 zählte der Ort zum Herzogtum Sachsen-Coburg. Seit 1920 gehört er zum Freistaat Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. April 1971 Buchenrod eingemeindet.[3] Am 1. Mai 1978 wurden Gossenberg, Neuses an den Eichen, Rossach und Watzendorf Gemeindeteile der Gemeinde Großheirath.[4]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Untersiemau, die nach deren Austritt am 1. Januar 1990 aufgelöst wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1883 auf 2679 um 796 Einwohner bzw. um 42,3 %, das ist der höchste prozentuale Zuwachs im Landkreis im genannten Zeitraum.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl 2020 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Mai 2008 ist Udo Siegel (CSU) Erster Bürgermeister.[5] Bei der Bürgermeisterwahl 2020 wurde er wiedergewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Großheirath
Blasonierung: „Über von Blau und Gold gespaltenem Schildfuß, darin ein unterhalbes Mühlrad in verwechselten Farben, gespalten; vorne in Gold drei, eins zu zwei gestellte blaue Flachsblüten, hinten in Blau eine silberne Krümme[6]

Dieses Wappen wird seit 1981 geführt.

Wappenbegründung: Großheirath besteht seit 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Großheirath und Rossach. Die drei Flachsblüten sind aus dem Wappen von Rossach von 1955 übernommen; es ist durch ein Gemeindesiegel von 1792 in Abdrucken überliefert. Sie weisen auf den einst im Itztal bedeutenden Flachsanbau hin. Der Abtstab und die Farben Blau und Gold stammen aus dem Wappen des Klosters Langheim, das im Gemeindegebiet die Oberherrschaft über die sogenannten Eigendörfer Gossenberg, Neuses an der Eichen und Watzendorf innehatte. Diese Orte gehören heute zur Gemeinde Großheirath. Das Mühlrad weist auf die Nutzung der Wasserkraft im Gemeindegebiet entlang der Itz hin.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der B 4, die Coburg mit Bamberg verbindet. Ab 1900 besaß Großheirath mit der Itzgrundbahn einen im Gemeindeteil Rossach endenden Eisenbahnanschluss. Knapp zwei Kilometer zuvor befindet sich der Bahnhof Großheirath. 1984 endete der Personenverkehr. Die Strecke wurde 2001 stillgelegt und zurückgebaut.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Großheirath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Großheirath – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Wieseth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. Juni 2021.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 441.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 680.
  5. Verwaltung > Mitarbeiter. Gemeinde Großheirath, abgerufen am 6. August 2020.
  6. Eintrag zum Wappen von Großheirath in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. Archivlink (Memento des Originals vom 20. August 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eba.bund.de